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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

8.342 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Frankreich ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

28.02.2026 um 01:17
Zitat von LanzaLanza schrieb:Hab das so nicht rausgelesen.
Ok, das steht da auch nicht explizit mit meinen Worten, es war eher eine Schlussfolgerung von mir, da der Satz beginnt mit "ausgerechnet...an dem Stiefel" und dass man zuvor nur 2 degradierte DNA von 2 Personen hatte (vom T-Shirt). Und da man dann nicht schreibt, dass es auch beim Stiefel degradiert ist, sondern im Gegenteil sei daraus eine DNA gewonnen worden. Die muss somit doch nunmehr vollständig sein, da laut den Quellen auch erst dann die Massentestung/der Massenabgleich zielführend starten kann.

Es kann aber durchaus sein, dass ich es noch genauer in einem anderen der vielen Artikel gelesen hatte, ich kann aber unmöglich alle einstellen und alle zitieren
Ausgerechnet an diesem Paar Schuhen „ermöglichte eine Genanalyse, mindestens eine unbekannte DNA-Spur zu finden .“ Alle bisher von den Ermittlern durchgeführten Vergleiche verliefen erfolglos.
Quelle:

https://www.midilibre.fr/2026/02/26/mort-demile-une-campagne-de-prelevements-adn-aupres-dune-centaine-de-personnes-un-suspect-bientot-identifie-13246412.php
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Zusammenhang mit der Mise en Situation als eine Tat eines Psychopathen, der wie Rumpelstilzchen denke: Ach, wie gut, dass niemand weiß.
Da bin ich absolut Deiner Meinung. Ich bin sehr gespannt, ob wir diese Person irgendwann als Täter vor Gericht sehen.

Auch spannend ist wohl, dass jetzt klarer dargestellt wird, dass die Zwischenlagerung an einem landwirtschaftlich genutzten Ort stattgefunden hat. Somit verstehe ich jetzt auch den Wunsch der Familie, noch mehr Hütten und Scheunen abzusuchen. Ich gebe aber zu bedenken, dass das nicht unmittelbar dort in der Umgebung gewesen sein muss. Es kann ja auch, wie oben zitiert, vielleicht ein paar Departements entfernt gewesen sein.
Die Ermittlungen haben nun ergeben, dass die Leiche des Jungen fast ein Jahr lang an einem geschützten, landwirtschaftlich genutzten Ort lag
Quelle:

https://www.parismatch.com/actu/faits-divers/mort-du-petit-emile-pourquoi-ladn-dune-centaine-de-personnes-va-t-il-etre-preleve-265147


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

28.02.2026 um 07:54
Mein Eindruck war, dass die Ermittler in ihren Ermittlungen sehr um die Familie kreisen und das ja sicherlich nicht ohne Grund. Ich finde spannend, wie sie die Fremd-DNA da in Zusammenhang bringe.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

28.02.2026 um 11:45
Ich komme in meinen Gedanken immer auf die Angabe zurück, dass die Kleidung offenbar keine Verwesungspuren aufweist.

Das heisst, der Kleine wurde ausgezogen. Oder wurde er vor dem Tod ausgezogen?

Oder hat er sich eventuell selbst ausgezogen, die Schnürsenkel auch, wie es kleine Kinder manchmal tun, wenn sie etwas nicht wollen? Und ein Erwachsener hat darüber die Geduld verloren?

Ein Fremder kann ihn ausgezogen haben, um weiß Gott was mit ihm anzustellen. Dann verstehe ich aber die entfernten Schnürsenkel nicht. Bei einer Entfernung durch Tiere hätten die Ermittler diesen Umstand nicht erwähnen müssen.

Wenn man ihn nach dem Schlag ausgezogen hat fehlen Blutspuren. Oder Hautabschuerfungen auf der Kleidung.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

28.02.2026 um 11:52
Könnte die DNA auch vom Täter plaziert worden sein?
Also dass es nicht seine eigene DNA ust, sondern die eines anderen?


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

28.02.2026 um 12:36
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Der Täter oder derjenige, der Émile die Stiefel ausgezogen hat, muss meiner Meinung nach ziemlich unterbelichtet sein, wenn er die Stiefel nach so langer Zeit im Wald entsorgt. In jeder Mülltonne wäre ausreichender Platz gewesen.
Das gilt aber nur, wenn die Mülltonne nur vom Täter selbst genutzt wird. Sonst könnte es ja sein, dass ein Mitbewohner, z.B. Partner oder Partnerin, danach noch etwas in die Mülltonne steckt und dann fragt, warum er fremde Kinderstiefel da reingetan hat, obwohl man vielleicht selbst nicht einmal Kinder hat. Und selbst, wenn er eine fremde Mülltonne genutzt hätte, hätte für ihn die Gefahr bestanden, dass der Mülltonnenbesitzer die Stiefel vor der Müllabfuhr entdeckt, sich wundert und, nachdem er vom Fall Emile gehört hat, damit zur Polizei geht.
Zitat von SuppengespenstSuppengespenst schrieb:Könnte die DNA auch vom Täter plaziert worden sein?
Also dass es nicht seine eigene DNA ust, sondern die eines anderen?
Wie soll man sich das konkret vorstellen?


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

28.02.2026 um 12:40
@Suppengespenst

Ausschließen kann man das m.E. mit den bisherigen Informationen nicht.
Ich frage mich da aber: Wie einfach kommt man an die DNA einer anderen Person, sofern nicht aus dem selben Haushalt? Dafür müsste man m.E. entweder einen persönlichen Gegenstand der Person entwenden, oder einen eigenen Gegenstand in engem Kontakt mit der Person bringen. Meist dürfte das heißen: Man müsste in den Haushalt dieser Person gelangen, oder an deren Arbeitsplatz.
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Das gilt aber nur, wenn die Mülltonne nur vom Täter selbst genutzt wird. Sonst könnte es ja sein, dass ein Mitbewohner, z.B. Partner oder Partnerin, danach noch etwas in die Mülltonne steckt und dann fragt, warum er fremde Kinderstiefel da reingetan hat, obwohl man vielleicht selbst nicht einmal Kinder hat.
Müllbeutel benutzen? Die meisten Menschen werden diese eher nicht öffnen. (Ansonsten, klar, fällt das auf. Wir hatten auch schon den Fall, die Mültonne mit einer anderen Mietpartei zu nutzen und ohne da "herumzuspionieren", hat man einfach Gegenstände im Müll gesehen wenn kein Müllbeutel benutzt wurde.)


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

28.02.2026 um 13:40
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Wie soll man sich das konkret vorstellen?
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Wie einfach kommt man an die DNA einer anderen Person,
Je nachdem was für ein Material es ist, ginge das schon.
Beispiel ein gebrauchtes Taschentuch, Haare mit Wurzel, eine Socke, oder noch ekligeres...
Solange es nicht von einer bestimmten Person sein soll, gibt es doch genug Möglichkeiten oder nicht?
Wild entsorgte Kleidung, Mülleimer.
Man sieht doch so einiges.
Und wenn es nur wäre, um die Polizei in die Irre zu führen, es müsste ja kein falscher Verdacht damit verbunden sein.
Aber es könnte eben auch ganz einfach und natürlich vom Täter selbst stammen, bzw. von der Person, welche Kleidung und sterbliche Überreste an den Fundort gebracht hat.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:ohne da "herumzuspionieren", hat man einfach Gegenstände im Müll gesehen wenn kein Müllbeutel benutzt wurde.)
Das mache ich teilweise sogar bewusst.
So verteilt sich auch der Müll gleichmäßiger und die Tonne ist nicht gleich so voll ( Haben noch Windelkinder im Haus, da passiert das schnell)


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

28.02.2026 um 15:09
Ich gehe davon aus, dass man auch sämtlichen Personen aus der näheren Umgebung des Jungen eine DNA Probe entnommen hat. Angefangen von Freunden der Eltern, nahen Bekannten, Spielkameraden. ( er war ja erst am Morgen mit dem Auto gebracht worden)

Gibt es auch in Frankreich für Ermittler die Möglichkeit, aus genialogischen Dateien wie "My heritage" einen DNA Abgleich zu erhalten, um eventuell über Nähe Verwandte etwas zu finden?
So wie im Fall Bryan Kohberger in Idaho.

Ich habe gehört, es ist nicht bei allen Webseiten und für alle Länder in gleicher Weise erlaubt.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

28.02.2026 um 15:17
Zitat von SuppengespenstSuppengespenst schrieb:Beispiel ein gebrauchtes Taschentuch, Haare mit Wurzel, eine Socke, oder noch ekligeres...
Natürlich geht das. Deshalb erwähnte ich: aus dem selben Haushalt, oder Zugang zum Haushalt oder Abeitsplatz dieser Person.
Die DNA irgendeiner beliebigen anderen Person dürfte man IMHO am einfachsten bekommen, wenn man mit jemandem zusammenwohnt oder arbeitet, jemanden besucht und etwas von dort mitnimmt (leiht) oder stiehlt. Haare mit Wurzel findet man im Badezimmer. Getragene Socken, Halstuch, Unterwäsche etc. ebenso in der Wohnung. Häufig angefasste Gegenstände wie Computertastaturen, Mäuse ebenso.
Was dann hieße: Täter - oder auch nur: die Person die den Stiefel tatsächlich berührt hat - kommt aus dem Umfeld der Person dessen DNA gefunden wird.

Gerade den Stiefel finde ich schon auffällig, da er IMHO nicht gerade eines der Kleidungsstücke ist, die man in einem alltäglichen Kontakt als Fremder berührt. Anders als m.E. etwa ein T-Shirt, das schonmal Fremde in ganz alltäglichen Situationen streifen oder das an einem Sitz entlangreibt den vorher andere benutzt haben.


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28.02.2026 um 15:18
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Ich habe gehört, es ist nicht bei allen Webseiten und für alle Länder in gleicher Weise erlaubt.
Frankreich: Verbot für private Zwecke. Genetische Tests dürfen nur für medizinische oder wissenschaftliche Zwecke durchgeführt werden.
Voraussetzung ist in der Regel eine ärztliche Verordnung oder ein richterlicher Beschluss. Private Ahnenforschungs-Tests (z. B. über AncestryDNA oder 23andMe) sind gesetzlich verboten. Die Rechtsgrundlage dafür ist der französischer Code civil, Art. 16-10 ff. (Bioethik-Gesetze). Unerlaubte Tests können mit bis zu 3.750 € Geldstrafe geahndet werden.

In den USA greifen Behörden teils auf Datenbanken wie GEDmatch zurück (z. B. beim Golden-State-Killer-Fall). In Frankreich ist das praktisch ausgeschlossen, weil private DNA-Genealogietests für Bürger verboten sind, es keine große öffentlich zugängliche kommerzielle DNA-Datenbank gibt und das Datenschutzrecht und Bioethikgesetz sehr streng sind.

Deutschland: In Deutschland sind DNA-Tests erlaubt, aber streng geregelt. Grundlage: Gendiagnostikgesetz (GenDG). Nur mit ausdrücklicher Einwilligung der getesteten Person. Tests bei Minderjährigen sind eingeschränkt. Heimtests sind möglich, solange Datenschutz- und Einwilligungsregeln eingehalten werden.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

28.02.2026 um 15:43
@JosephConrad
Danke für die die wirklich gute und ausführliche Erklärung. Dann hatte ich diese Unterschiede doch richtig im Hinterkopf.

https://www.tagesschau.de/wissen/forschung/dna-ahnenforschung-polizeiermittlungen-100.html

Ich hab jetzt auch einen übersichtlichen Artikel im Netz dazu gefunden.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

28.02.2026 um 16:55
https://www.n-tv.de/panorama/Fall-Emile-Polizei-startet-Massen-DNA-Test-in-Alpendorf-id30415938.html

Es wird einen Massengentest geben.
Mehr als zwei Jahre nach dem Tod des kleinen Émile in den französischen Alpen starten die Ermittler einen neuen Anlauf. Um den Umständen des wohl gewaltsamen Tods des damals Zweijährigen auf die Spur zu kommen, müssen etwa 100 Menschen zum DNA-Test antreten.

Ermittler entdeckten in dem Gebiet auch Kleidungsstücke des Kindes. Die nun gesammelten Speichelproben sollen mit genetischen Spuren verglichen werden, die auf einem Schuh des verschwundenen Jungen gefunden wurden..



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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

28.02.2026 um 17:28
Zitat von emzemz schrieb:Es wird einen Massengentest geben.
Ja, darum geht es, das hatte ich schon vor einigen Beiträgen eingestellt.
Zitat von SuppengespenstSuppengespenst schrieb:Könnte die DNA auch vom Täter plaziert worden sein?
Also dass es nicht seine eigene DNA ust, sondern die eines anderen?
Theoretisch halte ich das für möglich, da ich generell von einem bewussten Platzieren ausgehe, praktisch hoffe ich jedoch, dass ihm dabei ein Fehler unterlaufen ist.

Wenn tatsächlich eine Entführung Emiles aus einer spontanen Situation heraus in Höhe des Brunnens stattgefunden hätte, er in ein Auto verbracht worden wäre, könnte der Täter zunächst noch unüberlegt gehandelt haben, die Schnürsenkel zur Fesselung benutzt und dabei die Stiefel berührt. Ich vermute, er ist erst ein Stück mit Emile gefahren und hat dann für die Fesselung angehalten. T-Shirt könnte er später mehrfach gewaschen haben, so dass keine DNA-Spuren daran verblieben oder eben nur die degradierte Teilspur. Was man auch immer mit Emile angestellt haben mag, er scheint dabei entkleidet gewesen zu sein und dann verstorben (daher keine Verwesungsspur am Shirt).

Die Ermittler fragen sich zudem auch immer noch, wie die Jochbeinfraktur zustande kam. Vielleicht hat der Täter den Kopf des Jungen auf einen Stein geschlagen oder vielleicht wollte sich Emile (im Auto gefesselt) befreien, das T-Shirt könnte auch als Mundknebel verwendet worden sein und daher nicht am Körper des Jungen befindlich.

Ich stelle mir ein gefesseltes Kind vor (nicht im Kofferraum wegen der Hitze), sondern auf der Rückbank, dem es vielleicht gelingt, die Fensterheber zu betätigen, den Kopf rauszustrecken und der Fahrer fährt genau in dem Moment die Scheibe wieder zu, dazwischen der Kopf des Jungen? Ob so ein Vorgang ein mögliches Szenario für die Jochbeinfraktur sein könnte? Man müsste wissen, welche Kräfte darauf wirken müssten, dass es bricht.
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:@JosephConrad
Danke für die die wirklich gute und ausführliche Erklärung.
Dem schließe ich mich an.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

01.03.2026 um 13:35
Ich denke mir, dass auf einem Schuh locker DNA von allen möglichen Leuten sein könnte. Vom Schuhgeschäft z. B., in dem der Schuh gekauft wurde: Den haben wahrscheinlich schon zig Leute in der Hand gehabt und angesehen, waren vielleicht auch schon mehrere andere Kinderfüße drin gesteckt zum Anprobieren, Verkäufer DNA, Zulieferer DNA, Hersteller DNA,...


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

01.03.2026 um 14:14
Mit der gefundenen DNA eine Reihenuntersuchung anzuordnen ist der nmM sinnvollste Weg.
Anders als in D, ist die Teilnahme verpflichtend, zur Not durchsetzbar mit Geldstrafe oder auch Haft.
Ich baue darauf, dass mit der kaum zu begreifenden "Präsentation" der Knochen und Kleidungsstücke der entscheidende Fehler vom Täters begangen wurde.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

01.03.2026 um 15:08
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:mit der kaum zu begreifenden "Präsentation" der Knochen und Kleidungsstücke
Das ist für mich das größte Rätsel; die Geschichte der Wanderin inbegriffen.
Ich kann mir noch nicht mal theoretisch vorstellen, wer da was aus welchem Grund bezweckt hat.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

01.03.2026 um 15:51
Ich finde grundsätzlich den Gedankengang von @Suppengespenst mit der Platzierung einer anderen DNA interessant. Es würde doch reichen, wenn der Verbringer ( ich nenne ihn oder sie jetzt mal so, denn wir wissen nicht, ob es sich auch um den Täter handelt) die Kleidung und Leichenteile in eine fremde Tüte gewickelt hat zum Transport. Und schon ist eine völlig fremde DNA drauf.

Gibt es eigentlich Angaben, wann in etwa die Ablage erfolgt sein muss? Die Ermittler halten sich da sehr bedeckt.

Warum wurde die Leiche nicht vorher verbracht?
Im Schnee und Winter hätte man sie sicher erst mal nicht entdeckt. Ausserdem wäre es schwerer gewesen, witterungsbedingt noch mögliche Spuren zu finden.

Also entweder dem Täter wurden die Ermittlungen rund um die "mise en situation" zu heiß oder es hat irgendwelche persönlichen Gründe. (Familie, Religion, Psyche...)

Ein Fremdtaeter, der nicht aus dem Ort stammt oder weiter weg wohnt, haette die Leiche wohl kaum zurück gebracht.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

01.03.2026 um 16:25
Zitat von KonifereKonifere schrieb:Ich denke mir, dass auf einem Schuh locker DNA von allen möglichen Leuten sein könnte
Prinzipiell richtig. Aber es gibt ja noch die Teilspur auf Shirt und auch auf den Knochen, diese zusammen genommen, dürften ggf. einige DNAs herausfiltern?
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:Anders als in D, ist die Teilnahme verpflichtend, zur Not durchsetzbar mit Geldstrafe oder auch Haft.
Sehr interessant, das wusste ich z.B. nicht. Das dürfte den Druck dann auch ordentlich erhöhen.
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Gibt es eigentlich Angaben, wann in etwa die Ablage erfolgt sein muss? Die Ermittler halten sich da sehr bedeckt.
Es gab in verschiedenen Artikeln immer die vage Aussage von "kurz vor der mise en place", wobei man da jetzt nur spekulieren kann, ob das dann wenige Tage oder sogar Wochen meinen könnte. Dunkel habe ich in Erinnerung, dass ein Artikel mal erwähnte, dass es wirklich nur 1-2 Tage vorher gewesen sein soll, aber die Fülle der Artikel sprengt jetzt die Suche einer verlässlichen Quelle, daher also ohne Gewähr.
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Ein Fremdtaeter, der nicht aus dem Ort stammt oder weiter weg wohnt, haette die Leiche wohl kaum zurück gebracht
Es sei denn, er ist psychisch gestört oder fühlt sich sehr überlegen, wovon man ausgehen kann durch die zeitliche Nähe zur mise en place, sofern er nicht aus einer Not heraus handelte, weil es jemand aus dem Weiler gewesen wäre.

Ich halte aber so oder so eher eine fremde Person für den möglichen Täter, gar nicht aus dem Ort stammend, und dadurch, dass die Ermittler die Abgaben der DNA sogar auf Urlauber und Passanten und noch dazu auch solche in Vernet und nicht lediglich Haut Vernet ausweiten, erhoffe ich mir jetzt wirklich einen Durchbruch. Einzige Schwachstelle wäre ggf. ein Täter mit offline-Mobiltelefon, lediglich zu Fuß unterwegs und auch nicht mittels GPS ortbar.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

01.03.2026 um 16:36
Bezüglich des Lagerortes im landwirtschaftlichen Bereich: im Frühjahr beginnen die Bauern mit Aussaat, Bestellung der Äcker oder anderen landwirtschaftlichen Tätigkeiten.
Vielleicht war dieser Ort nicht mehr sicher genug.
Theoretisch muss die Leiche dann auch "Geruchs unauffällig" gelagert worden sein. In der Nähe von Misthaufen, Güllebrunnen, Viehaltung oder dergleichen.
Oder etwa weitab von Dorf oder Häusern.

Ich halte den Täter eher für naiv. Oder psychisch labil. In dem Sinne, dass er bei einer Auffindung die kriminaltechnischen Möglichkeiten der modernen Ermittlungen völlig unterschätzt, die sehr schnell ergeben haben, dass ein Verlaufen des Jungen nicht in Frage kommt.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

01.03.2026 um 16:41
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Einzige Schwachstelle wäre ggf. ein Täter mit offline-Mobiltelefon, lediglich zu Fuß unterwegs und auch nicht mittels GPS ortbar.
Da hast du recht. So wie die Auffindezeugin. Da gibt es sicher noch viel mehr Menschen, die noch ohne Digitalisierung auskommen


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