@LillyLego Kurze Anmerkung zur von dir als Beispiel für Fledermausplätze gebrachten Gemeinde Beaujeu: Ja, das ist ganz in der Nähe der von mir erwähnten Gemeinde La Javie.
Letztendlich, wie von dir zutreffend festgestellt, irrelevant fürs Gesamtthema.
Im Zusammenhang mit Fledermäusen und Tauben fiel mir aber auch gleich die Chapelle Saint-Pancrace mit ihrem auf diese Tiere sicherlich einladend wirkenden Glockenturm ein.
Was wiederum zu Fragen führt:
Werden die Glocken von Saint-Pancrace das ganze Jahr über geläutet?
(Ich habe da wirklich gar keine Vorstellung.)
Gibt es jeden Sonntag Glockenläuten oder nur zur Heiligenprozession im Mai? Zu Ostern auch?
Wie ist das an Weihnachten und überhaupt im Winter? Ist die Kapelle dann zugesperrt oder weiter zugänglich und in die religiösen Feiern Haut-Vernets einbezogen?
Meine Fragen hängen mit dem Auffindedatum von Émiles Schädel und Kleidungsstücken durch Wanderin Sadia zusammen.
Dieses Datum war der Ostersamstag 2024.
Kirchenglocken schweigen nach katholischer Tradition am Karfreitag in der Regel und läuten wieder ab Karsamstagabend.
Nehmen wir an, die Glocken des Kapellchens läuten nicht allsonntäglich.
Nehmen wir an, für den Abend des Karsamstags 2024 war Glockenläuten in Saint-Pancrace angesagt.
Hypothese: Sollten sich Émiles Überreste zum damaligen Zeitpunkt im Turm von Saint-Pancrace befunden haben, müsste die an diesem Ort spätestens ab Karsamstag zu erwartende erhöhte Betriebsamkeit Täter und/oder Mitwisser in höchste Alarmbereitschaft versetzt haben. Das Risiko der Entdeckung stieg. Vielleicht hätten die EB vom möglichen Auffindeort Saint-Pancrace Rückschluss auf die Identität dieser Person(en) gezogen. Also musste weg, was nicht entdeckt werden durfte, in Eile vermutlich... in den Wald, auf einen öffentlichen Weg - exakt der Auffindeort, der für jeden leicht zugänglich und deshalb weniger konkret mit Verdächtigen zu verbinden ist.
Somit hätte das österliche Funddatum nicht in Bezug gestanden mit einer bisweilen vermuteten religiösen Motivation des Täters/Verbringers, sondern einfach mit dem Druck, Beweise aus dem damaligen Versteck zu schaffen.
Selbst wenn das Geläut von Saint-Pancrace elektrisch bedient werden sollte, hätte die Situation für jemanden, die dort etwas versteckt hielt, vor/zu den Osterfeiertagen brenzlig werden können, zum Beispiel, ich weiss nicht, wegen Inspektion des Bauzustands des Glockenturms, ob alles i.O. ist.
Falls Saint-Pancraces Glockenturm übers Jahr jedoch sehr viel öfter betreten wird, wäre er kein geeigneter Ablage- und Versteckort gewesen und meine Theorie hinfällig.