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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

8.409 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Frankreich ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

14.04.2026 um 21:27
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Apropos Fledermäuse: Wir wohnen neben einer Kirche und der Glockenturm hat viele kleine Zugänge. Es wimmelt hier nur von diesen kleinen flinken Tieren.
Ja, Fledermäuse sind absolut nicht selten. Insbesondere lieben sie unbewohnte Räume in alten Häusern, also oft Dachböden. In ländlichen Gegenden sieht man diese Tiere überall, aber ich haben sie auch schon in Großstädten gesehen, da wo Altbauten mit unausgebauten Dachgeschossen stehen. Räume, die nie von Menschen betreten werden, sind ideal.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

14.04.2026 um 22:26
Recht interessant: Anhand des Kots lässt sich die jeweilige Fledermausart bestimmen.
Bilder aus dem Alltag unserer Fledermausstation: – fledermaus.nrw https://share.google/hUQR4iC0tLs3al7dD

Angenommen, die Analyse des auf Émiles Kleidung und Knochen gefundenen Fledermauskots weist auf eine in der Region seltene Fledermausart mit gut eingrenzbarer Verbreitung hin, könnte dies die Ermittlungen weiterbringen und im besten Fall zur konkreten Bestimmung des Verstecks führen, an dem der Junge abgelegt wurde.

Auch aus den Schnurfragmenten lassen sich möglicherweise Rückschlüsse ziehen: Welches Material? Wird die Art Schnur häufig verwendet? Wozu wird sie normalerweise benutzt? Verbindung mit bestimmten Berufsgruppen? usw.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

14.04.2026 um 23:18
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Auch aus den Schnurfragmenten lassen sich möglicherweise Rückschlüsse ziehen: Welches Material? Wird die Art Schnur häufig verwendet? Wozu wird sie normalerweise benutzt? Verbindung mit bestimmten Berufsgruppen? usw.
Hierzu wurde geschrieben, dass es sich um Schnüre handeln könnte, die in der Landwirtschaft verwendet werden. Ich kann mir darunter nicht wirklich etwas vorstellen, denn was wird denn dort von Hand verschnürt? Vielleicht kann jemand, der sich besser auskennt, weiterhelfen.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Es könnte sich bei den in Frage stehenden Schnüren um solche handeln, die in der Landwirtschaft verwendet werden.



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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

14.04.2026 um 23:25
@JamesRockford

Oh, danke dir für die Präzisierung, das hatte ich vergessen.
Zur Verwendung von Schnüren in der Landwirtschaft fällt mir am ehesten ein, dass man Heu und Stroh damit zusammenhält.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

14.04.2026 um 23:55
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Ich habe mal nach Quellen für die Infos durch Gemini über spezielle Fledermausschutzmassnahmen am Col du Labouret und in Le Vernet gesucht und wurde leider absolut nicht fündig
Ich schon.

In 04420 Beaujeu gibt es da sogar Führungen, um diese Tiere live zu erleben. Der Ort liegt 16 min von Le Haut Vernet entfernt.
„Tierische“ Ausflüge: Treffen mit Fledermäusen
Diese Tages- oder Abendausflüge könnten eine Gelegenheit sein, Tiere an besonderen Orten und in besonderen Momenten des Lebens zu entdecken und zu beobachten. Souvenirs für Groß und Klein garantiert!
Quelle: https://www.dignelesbains-tourisme.com/de/agenda-manifestation/a-la-rencontre-des-chauves-souris-du-brusquet/

Ich denke aber, das ist irrelevant, da man sie tatsächlich wie von einigen hier schon erwähnt, überall auf verlassenen Dachböden oder Kirchengiebeln finden könnte. In dem Zusammenhang fiele mir auch wieder die Chapelle Saint Pancrace ein...Bild anbei.

Screenshot 20260414 002016 Chrome2


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

14.04.2026 um 23:57
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Zur Verwendung von Schnüren in der Landwirtschaft fällt mir am ehesten ein, dass man Heu und Stroh damit zusammenhält.
Säcke können zugebunden werden; Kartoffel/Zwiebeln/Gurken usw.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

gestern um 00:10
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Zur Verwendung von Schnüren in der Landwirtschaft fällt mir am ehesten ein, dass man Heu und Stroh damit zusammenhält
Ja, sind oft aus juteähnlichem Material (Hanf, Sisal), könnte aber auch Polypropylen sein.

Ich frage mich, ob man bei der Winzigkeit der Überbleibsel an den Knochen da ganz treffsicher ausschließen kann, dass es keine Restfäden aus verotteten Schnürsenkeln der Wanderstiefel von Emile sind, die ja auch verschwunden sind. Schnürsenkel könnten - sofern nicht chemisch behandelt - auch ähnliche Srrukturen haben wie die juteähnlichen Bindefäden.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Seine persönliche Belastung rührt auch daher, dass er, so sagt Valentin Doyen, selbst Vater eines Sohnes im Alter von Émile ist.
Nicht falsch verstehen, ich finde ihn nicht unsympathisch, aber gerade das ist doch ein Argument, wo er sich widerspricht. Wenn es ihn so belastet wie er sagt, hätte er davon Abstand nehmen sollen und kein Buch veröffentlichen, das ihn wieder ins Rampenlicht zerrt und erneute Interviews und Fernsehauftritte für ihn mit sich zieht. Ich finde seine Argumentation daher etwas fadenscheinig und nehme ihm das nicht ab. Außerdem sollte man als Journalist auch ein gewisses dickes Fell haben, denn gerade in diesem beruflichen Metier wird man doch immer wieder von Schicksalsschlägen berichten müssen. Man stelle sich nur vor, jeder Journalist, der über Unfälle, Sorgen und Nöte, Naturkatastrophen, Kriege oder eben auch Entführung und Mord berichtet, würde danach seinen Job an den Nagel hängen müssen. Oh jeeee, dann hätten wir hier ja überhaupt keine Quellen mehr, die wir verlinken könnten.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

gestern um 02:31
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Ich frage mich, ob man bei der Winzigkeit der Überbleibsel an den Knochen da ganz treffsicher ausschließen kann, dass es keine Restfäden aus verotteten Schnürsenkeln der Wanderstiefel von Emile sind, die ja auch verschwunden sind. Schnürsenkel könnten - sofern nicht chemisch behandelt - auch ähnliche Srrukturen haben wie die juteähnlichen Bindefäden.
Oft sind solche in der Landwirtschaft eingesetzten Materialien auch "typisch", sprich, da gibt es nicht so viele Hersteller, Varianten.
Auch schon bei der Farbe kann es charakteristische Unterschiede geben, dass bestimmte Farbkombinationen ganz typisch für solche Schnüre sind. Wenn man mal in Geschäften war die solche Produkte anbieten, oder mal in Katalogen geblättert hat, fällt das auf. (Was ich durchaus schon gemacht habe; Nebenerwerbslandwirte, und sowieso Leute die wie typisch auf dem Land Nutztierhaltung in kleinem Umfang betreiben, im privaten Umfeld.)
Ganz analog dazu, wie bestimmte Waren aus Baumärkten dazu tendieren, trotz unterschiedlicher Hersteller bestimmte typische Merkmale zu haben, z.B. wie sehen typischerweise Absperrketten aus, wie sehen typischerweise Spanngurte aus...

(Eine Faseranalyse geht natürlich weiter als ein grober Abgleich mit Fotos, das ist mir klar.)

Hundertprozentig wird man wohl nicht feststellen können, ob die Leiche, die Knochen direkt mit einer solchen Schnur in Berührung kam. Theoretisch können Fasern auch dorthin geweht worden sein.
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Zur Verwendung von Schnüren in der Landwirtschaft fällt mir am ehesten ein, dass man Heu und Stroh damit zusammenhält.
Heu und Stroh bündeln, Gemüse für den Verkauf bündeln, Führstricke etc.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

gestern um 07:04
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Hierzu wurde geschrieben, dass es sich um Schnüre handeln könnte, die in der Landwirtschaft verwendet werden. Ich kann mir darunter nicht wirklich etwas vorstellen, denn was wird denn dort von Hand verschnürt? Vielleicht kann jemand, der sich besser auskennt, weiterhelfen.
Ich habe auch zuerst an Pressengarn gedacht, das für Stroh- und Heuballen genutzt wird. Gibt es aus verschiedenen Materialien (PP und Sisal) und in unterschiedlichen Farben. Vielleicht ist das damit gemeint.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Oft sind solche in der Landwirtschaft eingesetzten Materialien auch "typisch", sprich, da gibt es nicht so viele Hersteller, Varianten.
Auch schon bei der Farbe kann es charakteristische Unterschiede geben, dass bestimmte Farbkombinationen ganz typisch für solche Schnüre sind. Wenn man mal in Geschäften war die solche Produkte anbieten, oder mal in Katalogen geblättert hat, fällt das auf. (Was ich durchaus schon gemacht habe; Nebenerwerbslandwirte, und sowieso Leute die wie typisch auf dem Land Nutztierhaltung in kleinem Umfang betreiben, im privaten Umfeld.)
Genau. Soviele Hersteller gibt es nicht für diese landwirtschaflichen Garne/Schnüre. Sollte also einzugrenzen sein, wer welche nutzt.


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gestern um 12:20
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Oft sind solche in der Landwirtschaft eingesetzten Materialien auch "typisch", sprich, da gibt es nicht so viele Hersteller, Varianten
Zitat von DiarmuidDiarmuid schrieb:Genau. Soviele Hersteller gibt es nicht für diese landwirtschaflichen Garne/Schnüre. Sollte also einzugrenzen sein, wer welche nutzt.
Aber diese Faseranalyse sollte doch längst stattgefunden haben, spätestens zusammen mit der Pollenanalyse. Es ist daher fraglich, ob das wirklich nach außen dringen sollte und nun durch die Presse geht. Seitens der Ermittler hatte man offiziell ja nur die Pollen und DNA-Anhaftungen kommuniziert, von Faserresten aus Bindefäden war da nie die Rede.

Ich könnte mir daher vorstellen, dass das nun vielleicht doch den Druck auf den Täter erhöhen könnte, z.B. wenn es jemand wäre, der die DNA-Abnahme verweigert und gleichzeitig die Fasern nur einer bestimmten Seriennummer von Fäden zugeordnet werden können, die auch nur von dann bis dann produziert oder von wenigen Abnehmern gekauft wurden.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

gestern um 12:53
@JamesRockford
Die Heuballen werden zwar maschinell gepresst, aber auch maschinell geschnürt. Wenn einer aufgeht, bleiben oft auf Feldern Schnurreste liegen. Oder beim Verfüttern bleiben die Schnüre übrig.
Das hätte ich als Beispiel


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

gestern um 16:28
@LillyLego

Kurze Anmerkung zur von dir als Beispiel für Fledermausplätze gebrachten Gemeinde Beaujeu: Ja, das ist ganz in der Nähe der von mir erwähnten Gemeinde La Javie.
Letztendlich, wie von dir zutreffend festgestellt, irrelevant fürs Gesamtthema.

Im Zusammenhang mit Fledermäusen und Tauben fiel mir aber auch gleich die Chapelle Saint-Pancrace mit ihrem auf diese Tiere sicherlich einladend wirkenden Glockenturm ein.
Was wiederum zu Fragen führt:
Werden die Glocken von Saint-Pancrace das ganze Jahr über geläutet?
(Ich habe da wirklich gar keine Vorstellung.)
Gibt es jeden Sonntag Glockenläuten oder nur zur Heiligenprozession im Mai? Zu Ostern auch?
Wie ist das an Weihnachten und überhaupt im Winter? Ist die Kapelle dann zugesperrt oder weiter zugänglich und in die religiösen Feiern Haut-Vernets einbezogen?

Meine Fragen hängen mit dem Auffindedatum von Émiles Schädel und Kleidungsstücken durch Wanderin Sadia zusammen.
Dieses Datum war der Ostersamstag 2024.
Kirchenglocken schweigen nach katholischer Tradition am Karfreitag in der Regel und läuten wieder ab Karsamstagabend.
Nehmen wir an, die Glocken des Kapellchens läuten nicht allsonntäglich.
Nehmen wir an, für den Abend des Karsamstags 2024 war Glockenläuten in Saint-Pancrace angesagt.
Hypothese: Sollten sich Émiles Überreste zum damaligen Zeitpunkt im Turm von Saint-Pancrace befunden haben, müsste die an diesem Ort spätestens ab Karsamstag zu erwartende erhöhte Betriebsamkeit Täter und/oder Mitwisser in höchste Alarmbereitschaft versetzt haben. Das Risiko der Entdeckung stieg. Vielleicht hätten die EB vom möglichen Auffindeort Saint-Pancrace Rückschluss auf die Identität dieser Person(en) gezogen. Also musste weg, was nicht entdeckt werden durfte, in Eile vermutlich... in den Wald, auf einen öffentlichen Weg - exakt der Auffindeort, der für jeden leicht zugänglich und deshalb weniger konkret mit Verdächtigen zu verbinden ist.
Somit hätte das österliche Funddatum nicht in Bezug gestanden mit einer bisweilen vermuteten religiösen Motivation des Täters/Verbringers, sondern einfach mit dem Druck, Beweise aus dem damaligen Versteck zu schaffen.

Selbst wenn das Geläut von Saint-Pancrace elektrisch bedient werden sollte, hätte die Situation für jemanden, die dort etwas versteckt hielt, vor/zu den Osterfeiertagen brenzlig werden können, zum Beispiel, ich weiss nicht, wegen Inspektion des Bauzustands des Glockenturms, ob alles i.O. ist.

Falls Saint-Pancraces Glockenturm übers Jahr jedoch sehr viel öfter betreten wird, wäre er kein geeigneter Ablage- und Versteckort gewesen und meine Theorie hinfällig.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

gestern um 16:59
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Was wiederum zu Fragen führt:
Werden die Glocken von Saint-Pancrace das ganze Jahr über geläutet?
(Ich habe da wirklich gar keine Vorstellung.)
Gibt es jeden Sonntag Glockenläuten oder nur zur Heiligenprozession im Mai? Zu Ostern auch?
Wie ist das an Weihnachten und überhaupt im Winter? Ist die Kapelle dann zugesperrt oder weiter zugänglich und in die religiösen Feiern Haut-Vernets einbezogen?
Du beziehst dich wahrscheinlich darauf, dass das Geläute die Tiere vertreiben könnte.
Meiner Erfahrung nach: Derartige Tiere (Fledermäuse, Tauben, Turmfalken) finden sich auch in Türmen, die eine Turmuhr mit Schlagwerk (in Betrieb) besitzen sowie deren Glocken zu mehreren Gottesdiensten pro Woche geläutet werden. Es verwundert in der Tat, aber sie sind dennoch da. Selbst so gesehen, in einem Fall im Turm einer Pfarrkirche, die definitiv "im Vollbetrieb" war - ich wohnte neben dieser, auch zu der Zeit als sich dort Fledermäuse befanden.
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Kirchenglocken schweigen nach katholischer Tradition am Karfreitag in der Regel und läuten wieder ab Karsamstagabend.
Dem stimme ich zu. Wie es jedoch in Frankreich aussieht, weiß ich nicht, da sich katholische Traditionen (bin katholisch aufgewachsen) durchaus überraschend je nach Land unterscheiden können.
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Hypothese: Sollten sich Émiles Überreste zum damaligen Zeitpunkt im Turm von Saint-Pancrace befunden haben, müsste die an diesem Ort spätestens ab Karsamstag zu erwartende erhöhte Betriebsamkeit Täter und/oder Mitwisser in höchste Alarmbereitschaft versetzt haben. Das Risiko der Entdeckung stieg. Vielleicht hätten die EB vom möglichen Auffindeort Saint-Pancrace Rückschluss auf die Identität dieser Person(en) gezogen. Also musste weg, was nicht entdeckt werden durfte, in Eile vermutlich... in den Wald, auf einen öffentlichen Weg - exakt der Auffindeort, der für jeden leicht zugänglich und deshalb weniger konkret mit Verdächtigen zu verbinden ist.
Hier wäre interessant: Wie sieht der Glockenturm von innen aus? Was ist beim Läuten - egal ob elektrisch oder manuell - einsehbar?
Teils wird er direkt betreten wie hier
Youtube: St. Aegidii Kirche Glocke Läuten per Seil
St. Aegidii Kirche Glocke Läuten per Seil
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Durch das Abspielen werden Daten an Youtube übermittelt und ggf. Cookies gesetzt.

teils ist da ein "Zwischenboden" und das Seil geht nach unten durch.


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gestern um 17:06
@lemystere
Ähnliche Überlegungen hatte ich auch schon als ich das Foto von Saint Pancrace eingestellt habe. Vielleicht werden die Glocken regelmäßig vor Feiertagen überprüft oder die Seile geölt oder was auch immer man machen muss, damit der Glockenbetrieb durch Witterungseinflüsse nicht geschädigt wird.

Allerdings finde ich es umgekehrt auch schwer vorstellbar, dass dieser Ort nicht untersucht worden wäre, gerade bei dem extrem religiösen Hintergrund der Familie und weil der Großvater für die Ermittler doch lange Zeit Verdachtsperson Nr. 1 war.

Dass die Familie jetzt auch eine Messe für den Täter lesen lies...hmmm...wie ich das einordnen soll, weiß ich wirklich nicht. Vermuten Philipp und Anne irgendwie im Stillen vielleicht doch, dass eines ihrer Kinder was damit zu tun haben könnte?


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

gestern um 17:21
Ich denke, dass die Labore die Unterschiede bei Fledermäusen oder Schnurfasern finden oder zumindest eingrenzen werden.

Die Ideen hier im Forum zur Lagerung finde ich wirklich interessant. Es schließt die Familie für mich nicht aus. Auch sie haben Pferde, die gefüttert werden und irgendwo untergebracht sind. Es bestand Zugang zur Landwirtschaft, zur Kirche, zu Unterständen.

Seit September 2023 hat die Familie als Nebenkläger Akteneinsicht und weiß, wonach gesucht wird.

Der Gang mit den Anwälten durchs Dorf und die "privaten Ermittlungen" bestätigen dies auch noch mal. Die Großeltern haben konkrete Plätze fotografiert, die bisher nicht untersucht wurden und ihrem Antrag auf DNA Analysen beigelegt.

Ich kann es nicht genau festmachen, weshalb ich da so skeptisch bin, aber die Familie steht immer noch unter Verdacht und die Ermittler schließen die Großeltern und Onkel/Tante nicht aus.

Die Anzahl der gesammelten Speichelproben, die ja höher als die Anzahl der Menschen im Dorf ist, hat meines Erachtens auch eine gewisse Ausschlussfunktion. Mit Sicherheit hat man nähere Kontaktpersonen der Eltern, die keineswegs in Verdacht stehen, geladen. DNA an der Kleidung kann woanders herrühren. Warum wurde der DNA Fund publik gemacht?


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gestern um 17:34
Zitat von DiarmuidDiarmuid schrieb:Ich habe auch zuerst an Pressengarn gedacht, das für Stroh- und Heuballen genutzt wird. Gibt es aus verschiedenen Materialien (PP und Sisal) und in unterschiedlichen Farben. Vielleicht ist das damit gemeint.
Okay, ich bin davon ausgegangen, dass die Heu- und Strohballen maschinell eingeschweißt werden.
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Die Heuballen werden zwar maschinell gepresst, aber auch maschinell geschnürt. Wenn einer aufgeht, bleiben oft auf Feldern Schnurreste liegen. Oder beim Verfüttern bleiben die Schnüre übrig.
Das leuchtet mir ein.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Gemüse für den Verkauf bündeln
Ich bin davon ausgegangen, dass die Topographie dieses Landstrichs eigentlich den Anbau von Gemüse fast unmöglich macht. Ich weiß z.B. aus dem Allgäu, dass in den Höhenlagen an den Steilhängen ausschließlich Viehwirtschaft betrieben wird, denn man kann nicht mit Mähdreschern o.ä. diese Steilhänge hoch- und runterfahren. Aus der Rhön weiß ich auch, dass die Schneeschmelze die gute Erde ins Tal spült. Kartoffeln isst man aus der goldenen Wetterau, die die gute Erde angespült bekommt. Haut Vernet liegt ja nochmal eine Ecke höher. Der Winter dauert noch länger.

Aber die Verwendung der Schnüre sind mir jetzt klar.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

gestern um 17:43
@Raspelbeere

Nein, ich bezog mich nicht darauf, dass das Geläut die Tiere aus dem Glockenturm vertreiben könnte.
Trotzdem danke für deine zur Verfügung gestellten Infos zu dem Thema!

Ich bezog mich auf einen möglichen Zusammenhang zwischen dem österlichen Auffindedatum von Émiles Überresten und der von mir dargelegten Hypothese, dass seine Überreste in Saint-Pancrace, evtl. im Turm, verborgen gehalten worden sein könnten.
Ist dort zu Ostern viel Betrieb, mit Glockenläuten und allem, müsste diese Aussicht Täter und eventuelle Mitwisser in Panik vor einer Entdeckung versetzt haben, so dass sie meiner Theorie zufolge die Überreste vor Ostersamstag aus Saint-Pancrace in den Wald "umbetteten".
Ist es ansonsten ziemlich ruhig und einsam in Saint-Pancrace, also wenn nicht dauernd jemand zum Läuten auf den Turm steigt, wäre der Turm ein geeigneter temporärer Ablageort gewesen - eben bis Ostern '24 -, so meine Überlegung.


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gestern um 17:49
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Ich bin davon ausgegangen, dass die Topographie dieses Landstrichs eigentlich den Anbau von Gemüse fast unmöglich macht. Ich weiß z.B. aus dem Allgäu, dass in den Höhenlagen an den Steilhängen ausschließlich Viehwirtschaft betrieben wird, denn man kann nicht mit Mähdreschern o.ä. diese Steilhänge hoch- und runterfahren. Aus der Rhön weiß ich auch, dass die Schneeschmelze die gute Erde ins Tal spült. Kartoffeln isst man aus der goldenen Wetterau, die die gute Erde angespült bekommt. Haut Vernet liegt ja nochmal eine Ecke höher. Der Winter dauert noch länger.

Aber die Verwendung der Schnüre sind mir jetzt klar.
Sicherlich ist es kein "Gemüseanbaugebiet", das ist sofort klar.
Dennoch ist zu vermuten, dass Gemüseanbau im kleinen Umfang betrieben wird, z.B. für die eigene Nutzung und für kleinweisen Verkauf, und das kann auch mehr denn nur ein "Naschgarten" sein. Wer einen Garten hat (wovon auf dem Land auszugehen ist), wird das tendenziell ausprobieren, und geeignete Sorten finden bzw. die übernehmen die man aus der eigenen Familie, von Nachbarn... als dort anbaubar kennt.
Steilhänge eignen sich dadurch oft sogar gut, gerade wenn der Winter länger andauert.

Angegeben wird eine Höhenlage von 1200 m. In einem vergleichbar hoch gelegenen Ort, auch mit langen Wintern, im Grenzgebiet Deutschland-Österreich-CZ bauen z.B. meine Schwiegereltern und Eltern in Hanglage Gemüse an, für den eigenen Bedarf und im kleinen Umfang zum Tausch. Es ist wesentlich mehr als "nur für einen kleinen Spaß für die Kinder zum Naschen" - genügend um einzukellern, einzumieten, einzumachen. Was nicht klappt: Alles was lange reifen muss. Was klappt: Kräuter, Kohl, Salat, Wurzelgemüse etc. Drinnen vorziehen, kleine oft selbstgemachte Gewächshäuser für den Anfang sind üblich.
Und selbst falls jemand nur ganz wenig anbaut: Auch dann ist mal eine Staude zu bündeln, eine Pflanze an einer Stange anzubinden, der Ast eines Baumes zu verspannen o.ä.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

gestern um 17:51
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Ich bezog mich auf einen möglichen Zusammenhang zwischen dem österlichen Auffindedatum von Émiles Überresten und der von mir dargelegten Hypothese, dass seine Überreste in Saint-Pancrace, evtl. im Turm, verborgen gehalten worden sein könnten.
Ist dort zu Ostern viel Betrieb, mit Glockenläuten und allem, müsste diese Aussicht Täter und eventuelle Mitwisser in Panik vor einer Entdeckung versetzt haben, so dass sie meiner Theorie zufolge die Überreste vor Ostersamstag aus Saint-Pancrace in den Wald "umbetteten".
Ist es ansonsten ziemlich ruhig und einsam in Saint-Pancrace, also wenn nicht dauernd jemand zum Läuten auf den Turm steigt, wäre der Turm ein geeigneter temporärer Ablageort gewesen - eben bis Ostern '24 -, so meine Überlegung.
Das habe ich bemerkt, und deshalb hinzugefügt, dass es interessant wäre zu wissen wie denn der Glockenturm von innen aussieht. Etwa: Wo befindet man sich beim Läuten?


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gestern um 17:58
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Kirchenglocken schweigen nach katholischer Tradition am Karfreitag in der Regel und läuten wieder ab Karsamstagabend.
Dem stimme ich zu. Wie es jedoch in Frankreich aussieht, weiß ich nicht, da sich katholische Traditionen (bin katholisch aufgewachsen) durchaus überraschend je nach Land unterscheiden können.
Der Karfreitag ist in Frankreich ja kein Feiertag, denn Frankreich hat keine christlichen Feiertage. Da wird ganz normal gearbeitet. Ich frage mich, wer diese kleinen Kapellen überhaupt besucht hat. Stammt Saint-Pancrace nicht aus einer Zeit, als die Bauern auf dem Feld eine Gebetspause eingelegt haben? Wer geht heute in Haut Vernet in die Kirche? Welcher Pfarrer hält dort einen Gottestienst ab in einer Gemeinde mit 20 Einwohnern? Wer kümmert sich um die beiden Kirchen? Die Vedovinis haben die Kirche in Haut Vernet geputzt, weil das offenbar kein anderer getan hat. Wer würde denn die Glocken läuten lassen, wenn sowieso kein Mensch in die Kirche geht? Frankreich kann man nicht mit Deutschland vergleichen. Es gibt keine Kirchensteuer, die Kirche lebt von Spenden und von ehrenamtlichen Helfern.

Beitrag von lemystere (Seite 438)
@@lemystere
Auf diesen unglaublich interessanten Beitrag möchte ich gerne separat eingehen.
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Dass die Familie jetzt auch eine Messe für den Täter lesen lies...hmmm...wie ich das einordnen soll, weiß ich wirklich nicht. Vermuten Philipp und Anne irgendwie im Stillen vielleicht doch, dass eines ihrer Kinder was damit zu tun haben könnte?
Das ist ein Punkt in dem christlichen Glauben, mit dem ich selbst nicht gut klarkomme. Das Vergeben und Verzeihen ist ja tief verwurzelt im christlichen Glauben. Wie im Vater unser schon steht: "Und auch wir vergeben unseren Schuldigern". Es gab in Deutschland den Fall Mirco, den Jungen, der abends mit dem Mountainbike auf dem Heimweg war und seinem Mörder in die Arme gelaufen ist. Die Eltern von Mirco waren gläubige Christen. Die Mutter vergab dem Mörder ihres Kindes, wofür sie ganz furchtbar angefeindet wurde. Ich fand, dass eine solche Bewertung niemandem zusteht. Ich selbst bin ein großer Anhänger des Rechtsstaats. Wenn jemand mein Kind ermorden würde, würde ich ihn trotz meines rechtsstaatlichen Gedankens stundenlang verprügeln und anschreien wollen. Aber dieser christliche Gedanke des Vergebens ist in mir einfach nicht vorhanden, anders als bei den Eheleuten Vedovini.


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