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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

8.459 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Frankreich ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.04.2026 um 21:24
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Meine Überlegungen: Sollte mit Auffinden des kleinen Schädels am Ostersamstag, 30. März 2024, den Eltern Marie und Colomban Soleil vielleicht eine Botschaft übermittelt werden, dass ihr Kind sich endgültig in der geistigen Welt befindet?
@two-cents
Ich gehe da eigentlich eher mit @JamesRockford, dass wir es mit einem sadistischen oder zumindest extrem überheblichen und selbstgefälligen Täter zu tun haben, der glaubt, man könne ihm nichts anhaben und das gerne auch so zur Schau stellt.

Aber vielleicht ist es auch Beides, die sinnbildliche Auferstehung von den Toten (ähnlich Jesus und in Anspielung an den Glauben der Familie) und dies dann zelebriert in makaberster Weise. Die Ermittler hätten die mise en place (die Nachstellung des Tatgeschehens) auch nicht ankündigen müssen, aber sie taten es (mMn bewusst, um irgendeine Reaktion zu erzielen) und gaben so sowohl einem Einheimischen als auch einem Urlauber genügend Vorlauf, die Ablage zu planen und "in Szene zu setzen" ähnlich wie man mit der mise en place eine "Szene" nachstellte.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

22.04.2026 um 12:55
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Die Ermittler hätten die mise en place (die Nachstellung des Tatgeschehens) auch nicht ankündigen müssen, aber sie taten es (mMn bewusst, um irgendeine Reaktion zu erzielen) und gaben so sowohl einem Einheimischen als auch einem Urlauber genügend Vorlauf, die Ablage zu planen und "in Szene zu setzen" ähnlich wie man mit der mise en place eine "Szene" nachstellte.
@LillyLego. Ich stimme deiner Ansicht zu. Und es scheint ja funktioniert zu haben.

Meiner Meinung nach hat die Person, die Emile auf dem Gewissen hat oder ein Mitwisser, bei dem vielleicht die Leiche versteckt war, die Nerven verloren. Die Nachstellung des Tatgeschehens erfolgte ja im Beisein der Eltern, was einem nicht kalt lassen kann. Auch kann man bei der Nachstellung dem/den Schuldigen bzw. dem Versteck sehr nahe gekommen sein. Auch könnte es sein, dass die Person, welche die sterblichen Überreste von Emile hervorgeholt hat, erst zur Nachstellung des Tatgeschehens angereist ist und vorher gar keine Möglichkeit hatte, etwas zu unternehmen, ohne dass ihre Anwesenheit aufgefallen wäre. Das Platzieren vom Emiles sterblichen Überresten (sei es durch die schuldige(n) Person(en) oder Mitwissende war meiner Meinung mit der Hoffnung verbunden, dass die Ermittlungen durch den Fund baldmöglichst zum Abschluss kommen und Täter bzw. Mitwisser unentdeckt davonkommen.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

22.04.2026 um 17:39
Zitat von MisetraMisetra schrieb:Auch könnte es sein, dass die Person, welche die sterblichen Überreste von Emile hervorgeholt hat, erst zur Nachstellung des Tatgeschehens angereist ist und vorher gar keine Möglichkeit hatte, etwas zu unternehmen, ohne dass ihre Anwesenheit aufgefallen wäre.
Das verstehe ich nicht ganz, du meinst es wäre weniger auffällig gewesen zum Zeitpunkt der mise en place anzureisen als irgendwann im Laufe des Jahres? Das träfe ja aber hauptsächlich auf den Familienkreis zu. Auch, wenn dieses Fundgebiet ja sicher ziemlich abgelegen ist, so ist es aber doch sicher nicht derart abgelegen, dass da in Herbst- oder Wintermonaten niemand zum Wandern hinfährt. Und es war ja klar, dass der Weiler abgesperrt werden würde, um das Tatgeschehen nachzustellen.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

22.04.2026 um 20:25
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Das verstehe ich nicht ganz, du meinst es wäre weniger auffällig gewesen zum Zeitpunkt der mise en place anzureisen als irgendwann im Laufe des Jahres? Das träfe ja aber hauptsächlich auf den Familienkreis zu. Auch, wenn dieses Fundgebiet ja sicher ziemlich abgelegen ist, so ist es aber doch sicher nicht derart abgelegen, dass da in Herbst- oder Wintermonaten niemand zum Wandern hinfährt. Und es war ja klar, dass der Weiler abgesperrt werden würde, um das Tatgeschehen nachzustellen.
Mir ist nicht bekannt, wer außer den betreffenden Familienangehörigen und Nachbarn, die zum Zeitpunkt von Emiles Verschwinden anwesend bzw. in der Nähe waren, noch zur Nachstellung des Tatgeschehens eingeladen wurde und evtl. von außerhalb zu dem Termin anreisen musste. Falls unter diesem Personenkreis jemand gewesen sein sollte, der nur temporär in Haut-Vernet war (beispielsweise ein Urlauber) so wäre es sicher aufgefallen, wenn diese Person in diesem kleinen Ort einfach zwischendurch wieder aufgetaucht wäre. Das meinte ich damit.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

22.04.2026 um 20:57
@Misetra
Danke für die weitere Ausführung, jetzt habe ich es verstanden.

Das wäre dann aber wirklich extrem risikobewusst, wenn die Person unter denen gewesen wäre, die zur Nachstellung geladen wurden. Dann wäre es sicher aus Tätersicht besser gewesen, Emile nicht mehr auftauchen zu lassen und irgendwo weit weg zu vergraben. Aber so hätte man natürlich eher einen Abschluss gefunden und gehofft, dass nach Auffinden endlich Ruhe einkehrt.

Eigentlich spricht es sogar ein bißchen für einen Täter, der sich entweder nie viel mit anderen Kriminalfällen in Frankreich beschäftigt hat oder selbst nicht aus Frankreich kommt. Das denke ich, weil doch das Labor in Bordeaux schon bei anderen spektakulären Fällen für Aufklärung gesorgt hat (dieser Fall mit der Spur an der Parkbank) und somit hätte man doch ahnen können, dass einem eine Leichenablage samt Spurenträger irgendwann vielleicht doch noch zum Verhängnis werden könnte.

Was ich mich ja auch schon gefragt habe: Wie rechtssicher ist eigentlich diese DNA-Auswertung der anonymen Briefe? Jemand, der einen anonymen Hinweis gibt, geht ja genau nicht davon aus, dass seine DNA irgendwann automatisch und für alle Zeit abrufbar in der FAENG (Fichier national automatisé des empreintes génétiques) landet und somit nicht mehr anonym ist. Bin gespannt, ob es da in Zukunft noch irgendwelche juristischen Beschwerden der anonymen Briefeschreiber geben wird.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

23.04.2026 um 13:12
Zitat von MisetraMisetra schrieb:Auch kann man bei der Nachstellung dem/den Schuldigen bzw. dem Versteck sehr nahe gekommen sein
Die Frage, die mir aufkommt, warum
nicht das vollständige Skelett? Gab es das zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr an einem Ort, wurde der Lagerungsort komplett leer gemacht, warum nur der Kopf und Teile der Kleidung?
Es bleibt mit weiter ein Rätsel, welche Bedeutung die Präsentation des Kopfs und der Kleidung mit kleinen Skelettteilen hat. Tatsächlich den Rest " verschwinden" lassen ?


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

30.04.2026 um 14:21
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb am 15.04.2026:uch dann ist mal eine Staude zu bündeln, eine Pflanze an einer Stange anzubinden, der Ast eines Baumes zu verspannen o.ä.
Danke für die umfangreichen Erläuterungen.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb am 13.04.2026:Es könnte sich bei den in Frage stehenden Schnüren um solche handeln, die in der Landwirtschaft verwendet werden.
Vielleicht ist das eine irreführende Formulierung, die mich dazu gebracht hat, über Kordel nachzudenken, die ausschließlich in der Landwirtschaft verwendet werden, denn jeder, der einen Garten hat, braucht irgendwelche Kordel, um irgendetwas festzubinden.
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb am 23.04.2026:Die Frage, die mir aufkommt, warum
nicht das vollständige Skelett? Gab es das zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr an einem Ort, wurde der Lagerungsort komplett leer gemacht, warum nur der Kopf und Teile der Kleidung?
Es bleibt mit weiter ein Rätsel, welche Bedeutung die Präsentation des Kopfs und der Kleidung mit kleinen Skelettteilen hat. Tatsächlich den Rest " verschwinden" lassen ?
Wenn der Rest des Skeletts weg gewesen wäre (durch Tiere verschleppt o.ä.), hätte der Verbringer der Leichenteile den spärlichen Rest auch verschwinden lassen können. Ohne jetzt pietätlos sein zu wollen, hätten hierfür ein Hammer und eine Mülltonne gereicht. Die Kleidung hätte man verbrennen können.

Diese Präsentation des Kopfes kann meiner Meinung nach nur das Werk eines Psychopathen sein. Mit dieser demütigenden Präsentation wurde nämlich nicht unter Beweis gestellt, dass Émile tot ist, denn dafür hätten auch ein paar andere Knochen gereicht. Nein, es wurde der Schädel mit der Fraktur präsentiert.

An den Fall Yannis Moré wird in Frankreich regelmäßig erinnert. Ich gehe nicht von ein und demselben Täter aus, weil das zu lange her ist, aber ein Nachahmer wäre denkbar, zumindest im Nachtatverhalten.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

30.04.2026 um 14:31
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Vielleicht ist das eine irreführende Formulierung, die mich dazu gebracht hat, über Kordel nachzudenken, die ausschließlich in der Landwirtschaft verwendet werden, denn jeder, der einen Garten hat, braucht irgendwelche Kordel, um irgendetwas festzubinden.
Allerdings nimmt man für den kleinen Bedarf oft "irgendwelche" Schnüre.
Nur als Beispiel: Meine Eltern haben einen, nun doch recht großen, Garten (waren bis in ihre 70er noch Fast-Selbstversorger). Dennoch kamen und kommen da oft recht beliebige Schnüre zum Einsatz, z.B. hängt da eine Spule Sisalschnur im Schuppen, auch Stoffstreifen habe ich gesehen.

"In der Landwirtschaft" deutet mir darauf hin: Wird in großen Knäulen, auf großen Spulen/Trommeln verkauft. Kauft man nicht im Gartencenter oder 1-Euro-Laden, sondern kommt von Händlern für den Landwirtschaftsbedarf.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Ohne jetzt pietätlos sein zu wollen, hätten hierfür ein Hammer und eine Mülltonne gereicht. Die Kleidung hätte man verbrennen können.
Dem stimme ich zu; derartiges dürfte im Müll nicht auffallen.


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30.04.2026 um 15:06
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Allerdings nimmt man für den kleinen Bedarf oft "irgendwelche" Schnüre.
Nur als Beispiel: Meine Eltern haben einen, nun doch recht großen, Garten (waren bis in ihre 70er noch Fast-Selbstversorger). Dennoch kamen und kommen da oft recht beliebige Schnüre zum Einsatz, z.B. hängt da eine Spule Sisalschnur im Schuppen, auch Stoffstreifen habe ich gesehen.
Ja, kenne ich auch so. Das was gerade verfügbar ist, wird einfach genommen. Aus dem Raiffeisenmarkt habe ich darüber hinaus eine große Rolle mit Bindematerial, welches offenbar sowohl in der Landwirtschaft als auch im privaten Garten verwendet wird.

Es ist müßig darüber nachzudenken, solange die Formulierung
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb am 13.04.2026:Es könnte sich bei den in Frage stehenden Schnüren um solche handeln, die in der Landwirtschaft verwendet werden.
nicht in irgendeiner Weise relativiert wird. Wenn dort stehen würde "..., die auch in der Landwirtschaft verwendet werden", müsste ich mir nicht das Gehirn zermartern. Ich dachte darüber nach, ob es in der Landwirtschaft spezielle Kordel zum Abbinden von Nabel Schnüren gibt, die der Kleingärtner in seinem Schrebergarten oder der Gemüseselbstversorger eher selten benötigt.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

30.04.2026 um 16:01
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Ich dachte darüber nach, ob es in der Landwirtschaft spezielle Kordel zum Abbinden von Nabel Schnüren gibt, die der Kleingärtner in seinem Schrebergarten oder der Gemüseselbstversorger eher selten benötigt.
Was es definitiv gibt sind Schnüre die in Haushalt und Küche bei Tätigkeiten verwendet werden die typischer für Landwirtschaft mit Hofladen, für in Richtung Selbstversorger tendierende Haushalte sind (z.B. zum Wursten) denn für sonstige Haushalte - die würde ich aber nicht der Landwirtschaft selbst zuordnen. Typisch für eine Landwirtschaft wären Führstricke, z.B. für Pferde, Kälber, Sauen verwendet.

Kaufen kann sich derartiges selbstverständlich jeder - in Deutschland, wie du auch schreibst, würde man sowas beim Raiffeisenmarkt, BayWa oder entsprechenden Landversandkatalogen finden.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

01.05.2026 um 12:20
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:"In der Landwirtschaft" deutet mir darauf hin: Wird in großen Knäulen, auf großen Spulen/Trommeln verkauft. Kauft man nicht im Gartencenter oder 1-Euro-Laden, sondern kommt von Händlern für den Landwirtschaftsbedarf.
Dabei darf man ja aber auch nicht vergessen, dass Emile vor seiner Ablage sehr lange Zeit "im Besitz" des Täters war. Hieraus schließe ich, dass dieser nicht zwangsläufig selbst Zugang zu Kordeln/Schnüren etc. aus der Landwirtschaft haben muss, sondern diese ggf. auch irgendwo in der freien Natur an einem Heuballen oder z.B. an frei zugänglichen Rebstöcken entwendet haben kann.

Die Schnüre gibt es in so vielen unterschiedlichen Materialien und auch Farben, so dass da sicher eine sehr genaue Analyse des Zellmaterials erforderlich ist. Sicher ist das aber Ermittler-Wissen, das dürfte mittlerweile untersucht und bekannt sein.

Was ich interessant finde, ist, dass gerade die weißen Schnüre oder Kordeln aus Polyurethan doch nicht nur in der Landwirtschaft vorkommen. Man findet solche Kordeln vielfach bei Turnbeutel, die zusamnengezogen werden, an Sportbekleidung und ich glaube auch beim Zelten...je nachdem wie spontan oder geplant Emiles Tod abgelaufen ist, könnte mMn auch eine Schnur oder Kordel verwendet worden sein, die "spontan" zweckentfremdet wurde, z.B. um den kleinen Jungen zu fesseln oder sogar zu töten (zusätzlich oder vor der Gesichtsfraktur).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich mir nicht allzu viel Hoffnung mache, dass die Schnur da den Durchbruch bringt, eher hoffe ich, dass der Fledermauskot Aufschlüsse bringen könnte in der vagen Hoffnung, dass es typographisch unterschiedliche Fledermausvölker geben könnte, die zumindest eine grobe eine regionale Eingrenzung erlauben würden.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

01.05.2026 um 14:00
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich mir nicht allzu viel Hoffnung mache, dass die Schnur da den Durchbruch bringt, eher hoffe ich, dass der Fledermauskot Aufschlüsse bringen könnte in der vagen Hoffnung, dass es typographisch unterschiedliche Fledermausvölker geben könnte, die zumindest eine grobe eine regionale Eingrenzung erlauben würden.
Dem stimme ich zu, auch ich verspreche mir mehr davon.

Eine Schnur kann man auch finden, mit dem Erwerb eines Produkts mitkaufen (das mit dieser zusammengebunden ist).

Dass Polyurethan-Schnüre (wobei wir nicht wissen, ob es sich um Fasern von einer solchen handelt) auch anderweitig verwendet werden: Ja. (Die von dir genannten Turnbeutel, Sportkleidung, und auch Schnürsenkel können daraus sein. Auch Campingzubehör. Auch zu finden bei z.B. Anhängern, Wassersport.) Dennoch kann ich mir vorstellen dass man manche Schnüre, abgesehen von einer Zweckentfremdung, sehr wohl dem eigentlichen Zweck bzw. Verkauf zuordnen kann: Faserlänge, Farbe, genaues Pigment.
Faseranalyse ist sehr detailliert - ansonsten könnte man sich auch fragen, wie diese denn möglich ist obwohl bestimmte Arten von Kleidung (z.B. Jeans, Baumwoll-T-Shirts, Oberteile aus Polyester) verbreitet sind.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

02.05.2026 um 16:36
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Wenn der Rest des Skeletts weg gewesen wäre (durch Tiere verschleppt o.ä.), hätte der Verbringer der Leichenteile den spärlichen Rest auch verschwinden lassen können.
Zitat von MisetraMisetra schrieb am 22.04.2026:Auch kann man bei der Nachstellung dem/den Schuldigen bzw. dem Versteck sehr nahe gekommen sein
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb am 23.04.2026:Die Frage, die mir aufkommt, warum
nicht das vollständige Skelett? Gab es das zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr an einem Ort, wurde der Lagerungsort komplett leer gemacht, warum nur der Kopf und Teile der Kleidung?
Es bleibt mit weiter ein Rätsel, welche Bedeutung die Präsentation des Kopfs und der Kleidung mit kleinen Skelettteilen hat. Tatsächlich den Rest " verschwinden" lassen ?
Ich bin der Theorie von @Misetra gefolgt.
Sah der Täter das Versteck als gefährdet für eine Entdeckung an, läßt er eher alles verschwinden, bzw. "präsentierte" den Kopf und die Kleidung und der Rest war entweder schon weg oder wurde beseitigt. Die Gefahr für den Täter stieg enorm, als der Kopf gefunden wurde. Mehrheitlich wurde das als ein Fehler gesehen, womit man dem Täter auf die Spur kommen könnte.. Wenn der Typ noch halbwegs normal tickt, wird er Vorsorge betrieben haben und nichts Weiteres auffindbar machen.
Ich habe wenig Hoffnung, dass man über die vorhandenen Spuren von Materialien und Kot, von dem Jungen noch was findet.
Sich in allen Gebäuden der Gegend auf die Suche nach DNA des Jungen zu machen, sprengt jede realistische Möglichkeit. Dafür bedarf es Verdachtsmomente von Personen, die die Gebäude nutzten.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.05.2026 um 17:01
Ich hatte mich kritisch geäußert, was das veröffentlichte Buch von Valentin Doyen angeht und seine "eigentliche Motivation" dahinter.

Nun kommt endlich auch ein Statement der Familie dazu, was ich voll und ganz so nachvollziehen kann.
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb am 15.04.2026:
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb am 14.04.2026:Seine persönliche Belastung rührt auch daher, dass er, so sagt Valentin Doyen, selbst Vater eines Sohnes im Alter von Émile ist.

LillyLego:
Nicht falsch verstehen, ich finde ihn nicht unsympathisch, aber gerade das ist doch ein Argument, wo er sich widerspricht. Wenn es ihn so belastet wie er sagt, hätte er davon Abstand nehmen sollen und kein Buch veröffentlichen, das ihn wieder ins Rampenlicht zerrt und erneute Interviews und Fernsehauftritte für ihn mit sich zieht. Ich finde seine Argumentation daher etwas fadenscheinig und nehme ihm das nicht ab.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb am 13.04.2026:Diese denkwürdige Aussage von Valentin Doyen in dem Interview mit BFMTV möchte ich nochmals erwähnen, weil sie eine der von uns als gesetzt angenommenen Annahmen aus dem Fugen drückt:
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb am 13.04.2026:
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb am 13.04.2026:Es war also nur eine journalistische Schlussfolgerung


LillyLego:
Sagt er, Valentin Doyen. Aber ich frage mich halt auch, wie viel man auf sein Wissen oder vermeintliches Wissen geben kann. Er hat ja auch alles nur aus zweiter Hand, gilt als der Journalist, der am meisten Ahnung im Fall Emile hat, hat wohl auch selbst mit der Familie gesprochen und sicher auch die ein oder andere Aussage aus Ermittlerkreisen erhalten. Aber Akteneinblick hat er doch nicht.
https://www.lefigaro.fr/faits-divers/mort-d-emile-les-parents-sortent-du-silence-et-denoncent-les-purs-fantasmes-relayes-sur-l-enquete-20260503
Sie haben sich in den letzten drei Jahren besonders zurückgehalten. Marie und Colomban Soleil sind die Eltern des kleinen Émile
...
Am Sonntag, dem 3. Mai 2026, beschlossen sie jedoch, ihr Schweigen zu brechen und in der Zeitung „ Journal du Dimanche “ die „zahllosen Verstöße gegen die Vertraulichkeit der Ermittlungen “ im Rahmen der strafrechtlichen Untersuchung anzuprangern .
...
„Das Rennen um Aufmerksamkeit“
„ Schweren Herzens sehen wir uns gezwungen, an die Öffentlichkeit zu gehen “, schreiben sie in der Einleitung. Dann verweist das Paar umgehend auf ein kürzlich erschienenes Buch* über die Ermittlungen zum Tod ihres Sohnes. Laut ihnen gibt der Journalist darin zu, „im Namen des Sensationsgier-Wettlaufs eine ganze Familie geschädigt zu haben, (…) und verbreitet reine Fantasiegeschichten, da er die Aussagen einiger Zeugen nicht überprüfen konnte. “ „ Dies ist kein investigatives Buch, sondern ein Buch, das – wie alle Medien – die einzige laufende, gerichtliche und vertrauliche Untersuchung nur teilweise und in diesem Fall voreingenommen darstellt, von der der Autor größtenteils keine Kenntnis hat “, betonen Marie und Colomban Soleil . Bereits auf den ersten Seiten seines Buches zieht der Autor Parallelen zu seinem Sohn, was die Eltern des kleinen Émile empört. „ Er hat das Verschwinden unseres Kindes zu einer ‚persönlichen Angelegenheit‘ gemacht, indem er Parallelen zu seinem eigenen Familienleben zieht und einen unanständigen Vergleich zwischen seinem Leid und unserem anstellt.“
Quelle: LeFigaro

[ANMERKUNG: Zitierfunktion klappt nicht korrekt im Schriftbild, habe daher vor meine Beiträge nochmal meinen Namen gesetzt]



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03.05.2026 um 18:45
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Ich hatte mich kritisch geäußert, was das veröffentlichte Buch von Valentin Doyen angeht und seine "eigentliche Motivation" dahinter.

Nun kommt endlich auch ein Statement der Familie dazu, was ich voll und ganz so nachvollziehen kann.
Wir hier im Thread haben von den kostenfrei zugänglichen, sehr informativen und sachlichen Artikeln und Videos von Valentin Doyen, damals angestellt bei bfmtv, regelmäßig profitiert - nur zur Erinnerung.

Jetzt lesen wir im Zitat deines Beitrags, Quelle : Le Figaro, er habe nicht immer sauber recherchiert, verifiziert. Die Eltern Soleil weisen empört daraufhin.

Wie viele Journalisten sind so ehrlich? Ist er womöglich deshalb nicht mehr bei bfmtv? Womöglich in einer beruflichen Krise? Es liest sich so.

Was wäre ohne die journalistische Begleitung dieser Affäre aus dem Vermisstenfall geworden?

Manchmal trifft Schicksal auf Schicksal.
Mir ist es im Moment nicht möglich, den Journalisten hart zu verurteilen, wie es sich die Eltern von Émile vielleicht wünschen.


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03.05.2026 um 19:07
Darf ich fragen, was Monsieur Doyen geschrieben hat, was nicht schon längst zigfach durch die französische Presse gewandert ist?

Ich muss gestehen, dass ich immer misstrauisch werde, wenn Beteiligte des Geschehens sich öffentlich gegen investigativen Journalismus wenden.

Gilt es nicht einen Mörder zu finden?

Ich erinnere an die Fälle Mccann und Ramsey. Da wurden auch Tausende in Prozesse gesteckt, um die Veröffentlichung von Büchern zu verhindern oder Meinungen juristisch zu unterdrücken.

Aber ich bin in der Sache Doyen nicht bewandert genug.


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03.05.2026 um 19:45
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Darf ich fragen, was Monsieur Doyen geschrieben hat, was nicht schon längst zigfach durch die französische Presse gewandert ist?
Er hat z.B. in dem Interview gesagt, dass es keine eindeutige Markierung der Hunde an den Wassertrögen gibt, während die Hunde nördlich des Zweitwohnsitzes der Großeltern Spuren wahrnahmen. Das ist nicht zigfach durch die französische Presse genudelt worden, sondern wurde hier erstmals erwähnt. In der Presse wurde stets verlautbart, dass die Hundespur an den Trögen endete.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb am 13.04.2026:BFM: Sie verraten Informationen über die Biotope und die Spurensuche der Hunde. Es wurde oft gesagt, dass sie zu den Wassertrögen geführt haben, aber Sie weisen darauf hin, dass dies nicht so klar ist?

Doyen: Die Wassertröge sind eine logische journalistische Schlussfolgerung, da das Kind gesehen wurde, wie es durch den Weiler zu diesem Ort ging. Laut einer gerichtlichen Quelle gab es jedoch keine eindeutige Markierung an den Trögen. Andererseits nahmen die Hunde weiter nördlich in der Nähe einer Hütte Spuren wahr, wo Émile gerne mit seinen Tanten und Onkeln hinging. Dort spürten sie seine Anwesenheit deutlich.

https://www.bfmtv.com/bfm-dici/nous-ne-savons-toujours-pas-l-essentiel-trois-ans-apres-la-mort-d-emile-un-livre-se-plonge-dans-les-mysteres-de-l-affaire_AV-202604110050.html

Es war also nur eine journalistische Schlussfolgerung, dass die Spur an den Wassertrögen endete, vermutlich weil zwei Zeugen Émile auf dem Weg zu den Wassertrögen gesehen haben. Ein Zeuge davon sah wenige Minuten später den Großvater mit einigen seiner Kinder im Schlepptau ebenfalls zu den Wassertrögen gehen. Einer der Zeugen gab zunächst an, Émile bergauf habe laufen sehen, und hat diese Aussage dann in 'bergab' geändert.



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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.05.2026 um 19:57
@JamesRockford
Danke, dass ist sehr interessant. Bergauf lag jedenfalls die Baumhütte oder wie man sie sonst nennt.

Gut, allerdings war der Junge ja morgens eindeutig bei der Hütte. Das an sich wäre ja kein Beweis. Außer es handelte sich um Leichenspürhunde.

Aber hätten Suchhunde einen entführten Emile nicht woanders noch wahrnehmen sollen. So hätte er ja seinen Dunstkreis nicht wirklich verlassen.

Oder liege ich jetzt gedanklich voll daneben?


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.05.2026 um 20:01
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Aber hätten Suchhunde einen entführten Emile nicht woanders noch wahrnehmen sollen. So hätte er ja seinen Dunstkreis nicht wirklich verlassen.
Die Hunde nehmen die letzte Spur auf. Was nun an der Hundespurengeschichte stimmt und was nicht stimmt, wissen wir nicht. Ich warte jetzt einfach mal ab, was von amtlicher Seite kommt, damit ich nicht blind im Nebel rumstochere.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.05.2026 um 22:47
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Wir hier im Thread haben von den kostenfrei zugänglichen, sehr informativen und sachlichen Artikeln und Videos von Valentin Doyen, damals angestellt bei bfmtv, regelmäßig profitiert - nur zur Erinnerung.
"WIR" ist hier nicht korrekt, denn es gibt nur wenige hier im Thread, die die französischen Videos verstehen...und gerade diese enthalten oft Zusatzinformationen, die die Artikel nicht hergegeben haben. Du @CharliesEngel, die/der? du der französischen Sprache mächtig bist, hast da sicher mehr Einblick als ich oder die von Dir angesprochenen "Wir".

Aber darum ging es mir auch gar nicht. Ich habe nichts gegen investigativen Journalismus, ganz im Gegenteil, wenn er der Aufklärung dient, dann erfüllt er seinen Zweck.

Für mich hat es aber einen Beigeschmack, wenn ein guter investigativer Journalist seinen Job an den Nagel hängt, weil er "unter der Affaire Emile" "leidet", und vorgibt, dass dies ihn und seine eigene Familie belastet hätte, gleichwohl dann aber ein Interview zum Besten gibt, wo er seinen eigenen kleinen Jungen vor die Kamera zerrt - ziemlich geschmacklos mMn. Ich frage daher laut: Wie viel Leid ist da bei Herrn Doyen und weswegen denn bitteschön? So arg kann sein Leiden ja nicht sein, denn - sorry - der wusste doch genau, dass sein Buch wieder nur Publicity mit sich bringt. Und ich soll jetzt glauben, dass er die vermeiden wollte? Never ever...

Es ist jedoch die Frage, ob sich die nun geäußerte Krtitik der Eltern von Emile wirklich nur gegen die Medien und möglicherweise ihn richtet, oder ob zwischen den Zeilen nicht auch Kritik an den Anwälten der Großeltern genommen wird?

Dies liest sich wie folgt: Quelle Closer (die es wahrscheinlich der ursprünglichen Quelle entnommen hat) <-
Meinungsbeitrag in den Spalten des Journal du dimanche (JDD)
Quelle:

https://www.closermag.fr/vecu/faits_divers/mort-demile-au-vernet-lenquete-compromise-ses-parents-jettent-un-pave-inquietant-dans-la-mare-3633865
„ Monatelang mussten wir uns trotz unseres Widerstands anhören, wie diejenigen systematisch und selbstgefällig auf die geringste Medienanfrage reagieren, um das Ansehen derer zu verteidigen, die rechtlich nicht verwickelt sind “, schrieben sie in ihrer Einleitung.
„ Wir müssen mitanhören, wie die gerichtliche Untersuchung umgeschrieben wird und man sich mit Ermittlungen brüstet, die bereits vor Monaten unter Geheimhaltung der Untersuchung geplant wurden. Ermittlungen, die uns daran erinnern, dass alle Spuren stets parallel von Ermittlern und Richtern verfolgt wurden. (...) Diese unzähligen und skandalösen Verstöße gegen die Geheimhaltung der Ermittlungen sind äußerst schwerwiegend und drohen nun, das Einzige zu verhindern, was zählt: die Aufdeckung der Wahrheit, die Aufklärung des Todes und Verschwindens unseres kleinen Jungen “, fügten sie hinzu.
...
„ Wir danken den Untersuchungsrichtern und den Ermittlern der Sondereinheit der Forschungsabteilung Marseille nochmals herzlich. Wir haben vollstes Vertrauen in sie. Sie leisten diskret hervorragende und umfangreiche Arbeit. Diese Arbeit wird jedoch nun von jenen behindert und droht zunichtegemacht zu werden, die das einzige Ziel dieser gerichtlichen Untersuchung aus den Augen verloren haben: Wahrheit und Gerechtigkeit für Emile und seine Eltern “, so Emiles Eltern abschließend.
Quelle: s.o.


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