@JamesRockford Ja, genau das vermute ich auch, dass an Weihnachten die Église Saint-Martin mit ihrer zentralen Lage für die wenigen Kirchgänger Haut-Vernets viel besser geeignet ist als das Kapellchen und Saint-Pancrace deshalb keinen extra Weihnachtsgottesdienst anbietet.
Was sich für den Verbringer der Leiche geändert hätte, wäre die Leiche im Kirchturm von Saint-Pancrace geblieben und dort entdeckt worden?
Ich denke, für uns und alle anderen Ortsfremden käme jeder als Verbringer in Frage. Für die Ortsbewohner selbst hätte das anders aussehen können. Einer, der sonst nie dorthin geht, könnte von anderen auffällig häufig bei der Kapelle gesichtet worden sein, sich dabei seltsam verhalten haben zum Beispiel, was dann Verdacht ausgelöst oder sogar einen bestehenden Verdacht erhärtet hätte: der war's! (Unabhängig davon, wo er die Leiche versteckt hielt, wissen wir ja nicht, ob und wie oft er sich "Kontrollgänge" zu machen getraut hat.)
Deine Erklärung der Positionierung des Schädels mitten auf dem Wanderweg als etwas Rituales, dick zur Schau getragenes abgrundtief Böses - aus der Sicherheit "ätsch, ihr wisst nicht, wer ich bin, ihr kriegt mich nie" - kann ich aber gut nachvollziehen, sehr wohl möglich, dass es genauso war. Das Wort Rumpelstilzchen-Syndrom gibt es, glaube ich, nicht, doch du beschreibst damit das von dir Erklärte perfekt.