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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

8.447 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Frankreich ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

15.04.2026 um 18:00
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Angegeben wird eine Höhenlage von 1200 m. In einem vergleichbar hoch gelegenen Ort, auch mit langen Wintern, im Grenzgebiet Deutschland-Österreich-CZ bauen z.B. meine Schwiegereltern und Eltern in Hanglage Gemüse an, für den eigenen Bedarf und im kleinen Umfang zum Tausch. Es ist wesentlich mehr als "nur für einen kleinen Spaß für die Kinder zum Naschen" - genügend um einzukellern, einzumieten, einzumachen. Was nicht klappt: Alles was lange reifen muss. Was klappt: Kräuter, Kohl, Salat, Wurzelgemüse etc. Drinnen vorziehen, kleine oft selbstgemachte Gewächshäuser für den Anfang sind üblich.
Und selbst falls jemand nur ganz wenig anbaut: Auch dann ist mal eine Staude zu bündeln, eine Pflanze an einer Stange anzubinden, der Ast eines Baumes zu verspannen o.ä.
Okay, vielen Dank für die Erklärung. Das macht Sinn.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

15.04.2026 um 18:06
Die Vedovinis lassen Messe für den Täter lesen? Das wusste ich nicht, danke für die Info @LillyLego.

Natürlich vermag ich das bei einer derart gläubigen Familie verstehen. Die aber gleichzeitig den alten Priester, den Taufpriester des Kleinen, rücksichtslos wegen eines Fotos an die Wölfe verfüttert.

Da fehlt mir der Glaube...

Ich hoffe, ich bin heute nicht allzu sarkastisch unterwegs.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

15.04.2026 um 18:45
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Der Karfreitag ist in Frankreich ja kein Feiertag, denn Frankreich hat keine christlichen Feiertage.
Es war so gemeint: Auch wenn es kein gesetzlicher Feiertag ist - mir ist bewusst, dass es keine christlichen Feiertage hat - kann es für gläubige Menschen ein Feiertag sein (ist es ja auch in Deutschland für religiöse Feiertage die keine Feiertage in Deutschland sind: Menschen begehen sie privat mit ihnen vertrauten Abläufen). Und wie dieser genau begangen wird kann auch je nach Land unterschiedlich sein, bzw. ist es für viele Feiertage.
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Die Vedovinis lassen Messe für den Täter lesen? Das wusste ich nicht, danke für die Info @LillyLego.

Natürlich vermag ich das bei einer derart gläubigen Familie verstehen. Die aber gleichzeitig den alten Priester, den Taufpriester des Kleinen, rücksichtslos wegen eines Fotos an die Wölfe verfüttert.
Als jemand der nicht gläubig ist (selbst: Atheistin, der Kirche schon früh den Rücken gekehrt), durchaus aber noch solche Menschen kannte und kennt (katholisch aufgewachsen), erscheint es mir (leider) nicht ungewöhnlich. Auch dass für jemanden eine Messe lesen lassen keinesfalls auf Sympathie schließen lässt.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Ich selbst bin ein großer Anhänger des Rechtsstaats. Wenn jemand mein Kind ermorden würde, würde ich ihn trotz meines rechtsstaatlichen Gedankens stundenlang verprügeln und anschreien wollen. Aber dieser christliche Gedanke des Vergebens ist in mir einfach nicht vorhanden, anders als bei den Eheleuten Vedovini.
Das mit dem "kein christlicher Gedanke des Verzeihens" ginge mir in solchen Fällen ebenso. (Obwohl ich bei kleineren Sachen schnell mir sage "Schwamm drüber", nicht nachtragend bin.) Aber einen Mord etwa würde ich nicht verzeihen.
(Rache verüben käme mir da aber auch nicht in den Sinn, vermute ich - rechtsstaatlich, und fertig.)


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

15.04.2026 um 19:46
Ein Ablageort weit oben in einem Glockenturm wäre zumindest eine Lösung gewesen, unangenehme Gerüche zu vermeiden. Auch ein Anfliegen von Krähen auf einen Glockenturm würde sicher weniger Aufmerksamkeit nach sich ziehen als wenn plötzlich über einer Freifläche ein Krähenschwarm auftaucht. Das Gebiet wurde ja auch mit Drohen überflogen.

Was ich mich jetzt mal rein hypothetisch frage:

Angenommen es wäre ein Traktorunfall gewesen, irgendein Bauer schafft den Jungen weg, später findet man beim DNA-Abgleich (sofern er abgibt) eine Übereinstimmung. Dann könnte die Argumentation doch immer noch lauten, man habe die Kleidung oder die Knochen ähnlich wie Sabia zuvor im Wald entdeckt (oder bei der Jagd), aber man habe sich nicht getraut, die Ermittler zu kontaktieren aus Angst, sich verdächtig zu machen. Daher habe man den Schädel mittig auf den Weg gelegt, dass ein anderer "Dummer" (hier Sabia) ihn auch sicher findet, selbst anfasst und man damit die eigene Spur verwischt hätte. So oder so ähnlich könnte schlussendlich die Argumentation eines potentiellen Täters lauten...und dann? Das wäre ja trotzdem sehr schwer beweisbar nach so langer Zeit.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

15.04.2026 um 20:04
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Angenommen es wäre ein Traktorunfall gewesen, irgendein Bauer schafft den Jungen weg, später findet man beim DNA-Abgleich (sofern er abgibt) eine Übereinstimmung. Dann könnte die Argumentation doch immer noch lauten, man habe die Kleidung oder die Knochen ähnlich wie Sabia zuvor im Wald entdeckt (oder bei der Jagd), aber man habe sich nicht getraut, die Ermittler zu kontaktieren aus Angst, sich verdächtig zu machen. Daher habe man den Schädel mittig auf den Weg gelegt, dass ein anderer "Dummer" (hier Sabia) ihn auch sicher findet, selbst anfasst und man damit die eigene Spur verwischt hätte. So oder so ähnlich könnte schlussendlich die Argumentation eines potentiellen Täters lauten...und dann? Das wäre ja trotzdem sehr schwer beweisbar nach so langer Zeit.
Grundsätzlich dürfte das Problem bei vielen Arten von DNA-Proben entstehen. So wie ein Haar ja auch von einem Sitz an eine Person geraten könnte, oder ein Haar, eine Schuppe schonmal in der Luft herumfliegt, man im Beisein einer Person mal niesen musste...

Ermittler könnten da ggf. durch die Art der DNA-Spuren und deren Position ein Stück weiterkommen: kommt dieses und jenes ... an den Körper, an Kleidung genau da wo vorgefunen, wenn man ...?


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

15.04.2026 um 20:05
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Werden die Glocken von Saint-Pancrace das ganze Jahr über geläutet?
(Ich habe da wirklich gar keine Vorstellung.)
Gibt es jeden Sonntag Glockenläuten oder nur zur Heiligenprozession im Mai? Zu Ostern auch?
Wie ist das an Weihnachten und überhaupt im Winter? Ist die Kapelle dann zugesperrt oder weiter zugänglich und in die religiösen Feiern Haut-Vernets einbezogen?
Ich weiß es natürlich auch nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass diese Kapelle in früheren Zeiten regelmäßig genutzt wurde, als die Landwirtschaft noch händisch war, heute aber nur noch zu seltenen Gelegenheiten. Die Bewohner der Gegend sind zum Teil weggestorben. In Haut Vernet ist ungefähr jedes zweite Haus im Besitz von Städtern und wird als Zweitwohnsitz genutzt.
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Meine Fragen hängen mit dem Auffindedatum von Émiles Schädel und Kleidungsstücken durch Wanderin Sadia zusammen.
Dieses Datum war der Ostersamstag 2024.
Kirchenglocken schweigen nach katholischer Tradition am Karfreitag in der Regel und läuten wieder ab Karsamstagabend.
Nehmen wir an, die Glocken des Kapellchens läuten nicht allsonntäglich.
Nehmen wir an, für den Abend des Karsamstags 2024 war Glockenläuten in Saint-Pancrace angesagt.
Hypothese: Sollten sich Émiles Überreste zum damaligen Zeitpunkt im Turm von Saint-Pancrace befunden haben, müsste die an diesem Ort spätestens ab Karsamstag zu erwartende erhöhte Betriebsamkeit Täter und/oder Mitwisser in höchste Alarmbereitschaft versetzt haben. Das Risiko der Entdeckung stieg. Vielleicht hätten die EB vom möglichen Auffindeort Saint-Pancrace Rückschluss auf die Identität dieser Person(en) gezogen. Also musste weg, was nicht entdeckt werden durfte, in Eile vermutlich... in den Wald, auf einen öffentlichen Weg - exakt der Auffindeort, der für jeden leicht zugänglich und deshalb weniger konkret mit Verdächtigen zu verbinden ist.
Somit hätte das österliche Funddatum nicht in Bezug gestanden mit einer bisweilen vermuteten religiösen Motivation des Täters/Verbringers, sondern einfach mit dem Druck, Beweise aus dem damaligen Versteck zu schaffen.
Ich finde Deine Überlegungen sehr interessant. Sie implizieren, dass Saint Pancrace an Weihnachten verwaist war, was ich mir gut vorstellen kann, denn für die wenigen Kirchgänger reichte das Kapellchen in Haut Vernet. Und wer stapft schon an Weihnachten durch den hohen Schnee, wenn er es bequemer haben kann. An Ostern hingegen könnte die Kapelle einen Gottesdienst angeboten haben.

Ich stolpere über die Frage, was sich für den Verbringer der Leiche geändert hätte, wäre die Leiche im Kirchturm geblieben und dort entdeckt worden. Der Kirchturm ist kein Privatbesitz. Jeder käme als Verbringer in Frage.

Dieses Positionieren des Schädels mitten auf dem Wanderweg hingegen hat für mich etwas Rituales, denn ein Schädel wirkt wie eine Trophäe. Es wird sinnbildlich die Enthauptung und damit Entmenschlichung demonstriert. Dieses sadistische und demonstrative Verhalten bezeichne ich jetzt einfach mal als Rumpelstilzchen-Syndrom. Keine Ahnung, ob es so einen Begriff in der Fachsprache gibt. Wenn nicht, habe ich ihn jetzt erfunden. Diese Präsentation des Schädels fügt der Familie unendliches Leid zu, aber sagt auch aus: "Ihr Deppen kommt mir nie auf die Schliche. Ihr findet mich niemals." Und das wiederum kann ja nur jemand sagen, der keinerlei Befürchtung hat, auf den Radar der Ermittler zu kommen. Er war sich so sicher, dass er die Leiche nicht irgendwo im Gebirge eingegraben hat. Nein, er hat sie in seinem Dunstkreis deponiert und die Kleider ebenfalls.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

15.04.2026 um 22:30
@JamesRockford

Ja, genau das vermute ich auch, dass an Weihnachten die Église Saint-Martin mit ihrer zentralen Lage für die wenigen Kirchgänger Haut-Vernets viel besser geeignet ist als das Kapellchen und Saint-Pancrace deshalb keinen extra Weihnachtsgottesdienst anbietet.

Was sich für den Verbringer der Leiche geändert hätte, wäre die Leiche im Kirchturm von Saint-Pancrace geblieben und dort entdeckt worden?
Ich denke, für uns und alle anderen Ortsfremden käme jeder als Verbringer in Frage. Für die Ortsbewohner selbst hätte das anders aussehen können. Einer, der sonst nie dorthin geht, könnte von anderen auffällig häufig bei der Kapelle gesichtet worden sein, sich dabei seltsam verhalten haben zum Beispiel, was dann Verdacht ausgelöst oder sogar einen bestehenden Verdacht erhärtet hätte: der war's! (Unabhängig davon, wo er die Leiche versteckt hielt, wissen wir ja nicht, ob und wie oft er sich "Kontrollgänge" zu machen getraut hat.)

Deine Erklärung der Positionierung des Schädels mitten auf dem Wanderweg als etwas Rituales, dick zur Schau getragenes abgrundtief Böses - aus der Sicherheit "ätsch, ihr wisst nicht, wer ich bin, ihr kriegt mich nie" - kann ich aber gut nachvollziehen, sehr wohl möglich, dass es genauso war. Das Wort Rumpelstilzchen-Syndrom gibt es, glaube ich, nicht, doch du beschreibst damit das von dir Erklärte perfekt.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

16.04.2026 um 14:22
Möglich wäre auch, dass nicht jeder Zugang zu dem Turm hat und nur bestimmte Personen an den Schlüssel kämen. Und dass die Ablage deshalb erfolgt ist, damit nicht mehr im Turm gesucht wird.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

19.04.2026 um 07:21
Zitat von lemysterelemystere schrieb am 15.04.2026:Meine Fragen hängen mit dem Auffindedatum von Émiles Schädel und Kleidungsstücken durch Wanderin Sadia zusammen.
Dieses Datum war der Ostersamstag 2024.
Kirchenglocken schweigen nach katholischer Tradition am Karfreitag in der Regel und läuten wieder ab Karsamstagabend.
Die Wanderin Sadia orientierte sich zeitlich mittels Kirchengeläut. Scheint in Frankreich anders zu sein.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

19.04.2026 um 07:33
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb am 15.04.2026:Dass die Familie jetzt auch eine Messe für den Täter lesen lies...hmmm...wie ich das einordnen soll, weiß ich wirklich nicht. Vermuten Philipp und Anne irgendwie im Stillen vielleicht doch, dass eines ihrer Kinder was damit zu tun haben könnte?
Initiativ von den Großeltern, auch von Émils Eltern?


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

20.04.2026 um 15:00
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Initiativ von den Großeltern, auch von Émils Eltern?
@CharliesEngel: Laut Presse von den Großeltern, über die Eltern wurde nichts gesagt.


Laut BFMTV ist die DNA-Proben-Entnahme nun abgeschlossen und die Analysen beginnen.
Insgesamt wurden 106 DNA-Proben genommen, wie BFMTV von der Staatsanwaltschaft von Aix-en-Provence erfuhr.
Diese DNA-Proben wurden an „mehreren Orten im Gebiet“ entnommen, hauptsächlich jedoch in den Räumlichkeiten der Gendarmerie in Seyne-les-Alpes, 25 km von Vernet entfernt, oder manchmal auch in den Häusern der betroffenen Personen.

Unseren Informationen zufolge wird die genetische Laboranalyse dieser DNA-Proben „in Kürze“ beginnen. Die Aufgabe wurde dem Labor von Professor Christian Doutremepuich in Bordeaux übertragen.
Die beiden mit dem Fall betrauten Untersuchungsrichter hoffen auf erste Ergebnisse der Analysen in „einigen Wochen“, spätestens aber „vor dem Sommer“.
Quelle:

https://www.bfmtv.com/police-justice/info-bfmtv-mort-d-emile-les-prelevements-adn-sur-les-habitants-termines-et-bientot-exploites_AV-202604200338.html


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

20.04.2026 um 15:49
Die DNA Proben werden dann auch mit Proben aus den anonymen Briefen abgeglichen:
Die Ermittler analysieren außerdem DNA-Proben aus Hunderten anonymer Briefe, die mit den neuen Proben verglichen werden.
Hier auch nochmal ein Quellenbeleg für die Messe, die gelesen wurde.
Schließlich ließen Émiles Großeltern am Osterwochenende eine Messe mit einer besonderen Intention feiern: „für denjenigen, der Émile getötet hat“.
Quelle: https://www.sudinfo.be/id1140637/article/2026-04-20/nouvelle-avancee-majeure-dans-lenquete-sur-la-mort-du-petit-emile-les


Der Nachweis der genommenen DNA mit den Teilfragmenten an Knochen und Kleidung muss jedoch nicht zwangsläufig zu einem Treffer führen bzw. die Auswertung wird sehr schwierig und falls erfolgreiche Übereinstimmungen da sind, muss ein genaues Protokoll eingehalten werden, nach dem dann auch tatsächlich ein Täter überführt werden könnte.
Es ist möglich, dass keine Übereinstimmung zwischen den entnommenen DNA-Proben und den DNA-Spuren besteht, die im März 2024 an Émiles Kleidung gefunden wurden . Dies erklärte General François Daoust, ehemaliger Direktor des Kriminalforschungsinstituts der Nationalen Gendarmerie (IRCGN), in einem Interview mit Amandine Begot im Radiosender RTL am Montag, dem 20. März 2026. „Wir wissen nicht, ob diese DNA in direktem Zusammenhang mit dem Tod des kleinen Émile, dem Transport seiner sterblichen Überreste oder einer indirekten Kontamination steht . Das ist sehr ungewöhnlich; DNA ist sehr instabil “ , erklärte der Experte und schloss: „Eine indirekte Kontamination ist möglich. Wir haben eine ganze Reihe von Protokollen, die wir befolgen müssen, um sicherzustellen, dass wir es tatsächlich mit einem Profil zu tun haben, das mit Émile in Verbindung steht.
Quelle: https://www.femmeactuelle.fr/actu/news-actu/mort-demile-nouveau-rebondissement-concernant-les-prelevements-adn-2206662


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21.04.2026 um 17:01
@CharliesEngel

Das ist ja seltsam, dass Sadia sagte, sie habe sich auf ihrer Wanderung, während der sie Émiles Überreste fand, zeitlich mittels Kirchengeläut orientiert. Dunkel meine ich mich nach deinem Hinweis an so eine Aussage von ihr wiederzuerinnern. Hast du dazu noch den Link?

Dabei schweigen die Kirchenglocken lt. den Google-Ergebnissen, wie diesem hier
So feiert Frankreich Ostern: Von den Glocken bis zur Lammkeule! | Taste France Magazine https://share.google/fdDx6SVum7cWCcKF5 , tagelang, läuten sogar erst am Ostersonntag wieder. Zuvor sind sie der Legende zufolge nach Rom geflogen.
Sadia kann doch dann am Ostersamstag gar kein Kirchengeläut gehört haben?


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.04.2026 um 17:09
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Sadia kann doch dann am Ostersamstag gar kein Kirchengeläut gehört haben?
Wie sieht es mit dem Schlagwerk der Turmuhr (der Kirchenturmuhr oder ggf. anderer) aus? Ich bin mir nicht sicher ob dieses auch abgestellt wird.
(Die Legende bzgl. "Kirchenglocken fliegen nach Rom" kenne ich so aus katholischen Gegenden in Deutschland auch.)


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.04.2026 um 19:01
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Das ist ja seltsam, dass Sadia sagte, sie habe sich auf ihrer Wanderung, während der sie Émiles Überreste fand, zeitlich mittels Kirchengeläut orientiert. Dunkel meine ich mich nach deinem Hinweis an so eine Aussage von ihr wiederzuerinnern. Hast du dazu noch den Link?
So stand es in dem nachfolgenden Artikel von BFMTV als Aussage der Wanderin, die in Le Vernet lebt:
Celle qui a l'habitude de faire de grandes balades part toujours sans montre ni portable. "D'ailleurs je n'en ai pas", sourit celle qui se définit comme "une érudite moderne". Ce jour-là, elle part à 12 heures. Elle le sait, même sans montre, car elle entend "le clocher de l'église romane".
Sie, die lange Spaziergänge gewohnt ist, geht immer ohne Uhr oder Handy nach Hause. "Außerdem habe ich keine", lächelt die Frau, die sich selbst als "moderne Gelehrte" bezeichnet. An diesem Tag ging sie um 12 Uhr mittags. Sie weiß das, selbst ohne Uhr, weil sie "den Glockenturm der romanischen Kirche" hört.
Quelle: https://www.bfmtv.com/bfm-dici/nfo-bfmtv-je-savais-que-c-etait-lui-le-recit-de-la-randonneuse-qui-a-retrouve-le-crane-d-emile_GN-202404090653.html

Dass sie um 14 Uhr wieder zu Hause war, weiß sie ebenfalls dank der Glocken.
Elle arrive chez elle vers 14 heures. Elle le sait encore une fois grâce aux cloches.
Sie kam gegen 14 Uhr nach Hause. Das weiß sie auch wiederum wegen der Glocken.
Quelle: https://www.bfmtv.com/bfm-dici/nfo-bfmtv-je-savais-que-c-etait-lui-le-recit-de-la-randonneuse-qui-a-retrouve-le-crane-d-emile_GN-202404090653.html


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21.04.2026 um 19:25
Zitat von lemysterelemystere schrieb:@CharliesEngel

Das ist ja seltsam, dass Sadia sagte, sie habe sich auf ihrer Wanderung, während der sie Émiles Überreste fand, zeitlich mittels Kirchengeläut orientiert. Dunkel meine ich mich nach deinem Hinweis an so eine Aussage von ihr wiederzuerinnern. Hast du dazu noch den Link?
An welche skurrilen Details wir uns hier noch so erinnern, schon erstaunlich, nach so langer Zeit.
Vielen Dank an dich @Misetra für das Rauskamen von Quelle und Zitat. :)


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21.04.2026 um 20:15
Einige der vielfältigen Presseartikel waren mit dem Hinweis versehen, dass von einer Person auch mehrere Proben genommen wurden oder genommen worden sein könnten. Vielleicht deutet dies auf einen Verdacht der Ermittler hin?
Les prélèvements, demandés en janvier par des avocats de la famille, ont été effectués sur des habitants de ce hameau, mais aussi des alentours immédiats ainsi que sur des personnes présentes sur cette zone, notamment des promeneurs, autour de la date des faits, selon une source proche du dossier. Plusieurs prélèvements ont également pu être effectués sur une même personne.
Laut einer mit dem Fall vertrauten Quelle wurden im Januar von den Anwälten der Familie Proben von Bewohnern des Weilers, der unmittelbaren Umgebung sowie von Personen, die sich zum Zeitpunkt des Verschwindens in der Gegend aufhielten, darunter Wanderer, genommen. Von ein und derselben Person wurden zudem mehrere Proben entnommen.
Quelle:

https://www.sudouest.fr/faits-divers/mort-du-petit-emile-106-prelevements-adn-realises-sur-des-habitants-et-visiteurs-du-haut-vernet-28770438.php

Laut meiner eigenen Recherche werden mehrere DNA-Proben von ein und derselben Person wohl dann entnommen, wenn eine spätere Anklage rechtssicher gemacht werden soll, daher geht man dann wohl lieber von der Original-DNA aus, als dass man diese für verschiedene Untersuchungen vervielfältigt.


Der Journalist Valentin Doyen hat - leider hinter einer Paywall - auch nochmal ein Interview gegeben, interessanterweise in der kirchlichen Zeitung "FamilleChretienne", das einzige Pressemedium, das von der Familie genutzt wurde. Der Titel lautet "Die Antwort könnte in Vernet liegen".


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.04.2026 um 20:24
@LillyLego

In der Übersetzung ist ein Fehler:

Die Anwälte der Familie nahmen nicht die Proben, sondern hatten im Januar eine DNA-Untersuchung eingefordert.

Beitrag von LillyLego (Seite 439)

Bis auf dies, vielen Dank für deinen Beitrag, der uns noch neugieriger macht auf die Ergebnisse.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.04.2026 um 21:02
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb am 15.04.2026:Ich stolpere über die Frage, was sich für den Verbringer der Leiche geändert hätte, wäre die Leiche im Kirchturm geblieben und dort entdeckt worden. Der Kirchturm ist kein Privatbesitz. Jeder käme als Verbringer in Frage.

Dieses Positionieren des Schädels mitten auf dem Wanderweg hingegen hat für mich etwas Rituales, denn ein Schädel wirkt wie eine Trophäe. Es wird sinnbildlich die Enthauptung und damit Entmenschlichung demonstriert. Dieses sadistische und demonstrative Verhalten bezeichne ich jetzt einfach mal als Rumpelstilzchen-Syndrom. Keine Ahnung, ob es so einen Begriff in der Fachsprache gibt. Wenn nicht, habe ich ihn jetzt erfunden. Diese Präsentation des Schädels fügt der Familie unendliches Leid zu, aber sagt auch aus: "Ihr Deppen kommt mir nie auf die Schliche. Ihr findet mich niemals."
Es mag eine innere Abwehr sein, aber derlei Gedanken sind mir vollkommen fremd, zumal es sich um ein unschuldiges Kind handelt, von niemanden der Feind. Dass der Schädel offen-sichtlich gefunden werden sollte, sehe ich allerdings genauso.

Meine Überlegungen: Sollte mit Auffinden des kleinen Schädels am Ostersamstag, 30. März 2024, den Eltern Marie und Colomban Soleil vielleicht eine Botschaft übermittelt werden, dass ihr Kind sich endgültig in der geistigen Welt befindet? Das Zelebrieren des Schädels auf dem Wanderweg mag also durchaus einen rituellen Charakter enthalten haben. Vielleicht als Zeichen des Trostes und der Gewissheit, dass Émiles Seele nun im Licht einer anderen Daseinsform weiterlebt. Im spirituellen Sinn wird der Schädel ja auch als heiliges Gefäß der Seele und des Bewusstseins gesehen, der das Fortleben des Geistes verkörpert.

Falls tatsächlich jemand aus der Familie für den Tod von Émile verantwortlich wäre (es muss nicht mal die ganze Familie davon Kenntnis haben) und eine außenstehende Person wusste davon, die zudem die Eltern Marie und Colomban kennt und um deren unendlichen Schmerz weiß, da quält doch mit Sicherheit das eigene Gewissen? Wenn aber diese Person der Schweigepflicht unterliegt? Möglicherweise war das Präsentieren des kleinen Schädels ein Appell, eine Bitte, sich der Tat zu stellen, damit die Wahrheit (wie der Schädel) ans Licht kommen kann.


Mich haben die Wassertröge nie wirklich tangiert. Vernebelt finde ich aber immer noch den langen Zeitraum des Mittagschlafs, später das Hineinsetzen ins Auto. Ein lebhaftes Kleinkind sitzt ca. 15 Minuten im Kindersitz festgezurrt (?) allein in einem Auto oder wie muss ich mir das vorstellen? Maximin und Victor wurden derweil vom Vater Richtung Hütte geschickt, um schnell noch fehlendes Werkzeug zu holen. Könnte Émile zu diesem Zeitpunkt vllt aus dem Auto ausgebüxt sein, um den Jungs hinterher zu laufen? Philippe Vedovini werkelte zwischenzeitlich im Abfahrtsbereich des Autos herum. Mehr ist mE in der Öffentlichkeit nicht bekannt.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.04.2026 um 21:07
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Die Anwälte der Familie nahmen nicht die Proben, sondern hatten im Januar eine DNA-Untersuchung eingefordert.
Ja, dankeschön, das war mal wieder so ein typischer Übersetzungsfehler von Google. Ich hätte es besser nochmal mit DeepL übersetzen lassen. Zum Glück wird ja durch den französischen Text der Bezug klar

Ich habe mich gerade auch mal ein bißchen in das DNA-Gebiet eingelesen (MiniSTRs, NGS bzw. MPS, mtDNA- alles verschiedene DNA-Untersuchungs-methoden) und muss sagen, dass ich jetzt doch zuversichtlich bin, dass trotz degradierter DNA ein Täter gefunden werden könnte.

Vieles habe ich zunächst nur mittels KI recherchiert und da ja hier dann meist noch nach wissenschaftlichen Quellen gefragt wird, stelle ich dazu heute nichts mehr ein und warte erstmal ab, was die Untersuchungen so erbringen, aber wer will, kann sich anhand o.g. Stichworte ja schon mal selbst in das interessante Gebiet der DNA-Sequenzierungen einlesen.


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