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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

8.409 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Frankreich ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

gestern um 18:00
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Angegeben wird eine Höhenlage von 1200 m. In einem vergleichbar hoch gelegenen Ort, auch mit langen Wintern, im Grenzgebiet Deutschland-Österreich-CZ bauen z.B. meine Schwiegereltern und Eltern in Hanglage Gemüse an, für den eigenen Bedarf und im kleinen Umfang zum Tausch. Es ist wesentlich mehr als "nur für einen kleinen Spaß für die Kinder zum Naschen" - genügend um einzukellern, einzumieten, einzumachen. Was nicht klappt: Alles was lange reifen muss. Was klappt: Kräuter, Kohl, Salat, Wurzelgemüse etc. Drinnen vorziehen, kleine oft selbstgemachte Gewächshäuser für den Anfang sind üblich.
Und selbst falls jemand nur ganz wenig anbaut: Auch dann ist mal eine Staude zu bündeln, eine Pflanze an einer Stange anzubinden, der Ast eines Baumes zu verspannen o.ä.
Okay, vielen Dank für die Erklärung. Das macht Sinn.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

gestern um 18:06
Die Vedovinis lassen Messe für den Täter lesen? Das wusste ich nicht, danke für die Info @LillyLego.

Natürlich vermag ich das bei einer derart gläubigen Familie verstehen. Die aber gleichzeitig den alten Priester, den Taufpriester des Kleinen, rücksichtslos wegen eines Fotos an die Wölfe verfüttert.

Da fehlt mir der Glaube...

Ich hoffe, ich bin heute nicht allzu sarkastisch unterwegs.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

gestern um 18:45
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Der Karfreitag ist in Frankreich ja kein Feiertag, denn Frankreich hat keine christlichen Feiertage.
Es war so gemeint: Auch wenn es kein gesetzlicher Feiertag ist - mir ist bewusst, dass es keine christlichen Feiertage hat - kann es für gläubige Menschen ein Feiertag sein (ist es ja auch in Deutschland für religiöse Feiertage die keine Feiertage in Deutschland sind: Menschen begehen sie privat mit ihnen vertrauten Abläufen). Und wie dieser genau begangen wird kann auch je nach Land unterschiedlich sein, bzw. ist es für viele Feiertage.
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Die Vedovinis lassen Messe für den Täter lesen? Das wusste ich nicht, danke für die Info @LillyLego.

Natürlich vermag ich das bei einer derart gläubigen Familie verstehen. Die aber gleichzeitig den alten Priester, den Taufpriester des Kleinen, rücksichtslos wegen eines Fotos an die Wölfe verfüttert.
Als jemand der nicht gläubig ist (selbst: Atheistin, der Kirche schon früh den Rücken gekehrt), durchaus aber noch solche Menschen kannte und kennt (katholisch aufgewachsen), erscheint es mir (leider) nicht ungewöhnlich. Auch dass für jemanden eine Messe lesen lassen keinesfalls auf Sympathie schließen lässt.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Ich selbst bin ein großer Anhänger des Rechtsstaats. Wenn jemand mein Kind ermorden würde, würde ich ihn trotz meines rechtsstaatlichen Gedankens stundenlang verprügeln und anschreien wollen. Aber dieser christliche Gedanke des Vergebens ist in mir einfach nicht vorhanden, anders als bei den Eheleuten Vedovini.
Das mit dem "kein christlicher Gedanke des Verzeihens" ginge mir in solchen Fällen ebenso. (Obwohl ich bei kleineren Sachen schnell mir sage "Schwamm drüber", nicht nachtragend bin.) Aber einen Mord etwa würde ich nicht verzeihen.
(Rache verüben käme mir da aber auch nicht in den Sinn, vermute ich - rechtsstaatlich, und fertig.)


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

gestern um 19:46
Ein Ablageort weit oben in einem Glockenturm wäre zumindest eine Lösung gewesen, unangenehme Gerüche zu vermeiden. Auch ein Anfliegen von Krähen auf einen Glockenturm würde sicher weniger Aufmerksamkeit nach sich ziehen als wenn plötzlich über einer Freifläche ein Krähenschwarm auftaucht. Das Gebiet wurde ja auch mit Drohen überflogen.

Was ich mich jetzt mal rein hypothetisch frage:

Angenommen es wäre ein Traktorunfall gewesen, irgendein Bauer schafft den Jungen weg, später findet man beim DNA-Abgleich (sofern er abgibt) eine Übereinstimmung. Dann könnte die Argumentation doch immer noch lauten, man habe die Kleidung oder die Knochen ähnlich wie Sabia zuvor im Wald entdeckt (oder bei der Jagd), aber man habe sich nicht getraut, die Ermittler zu kontaktieren aus Angst, sich verdächtig zu machen. Daher habe man den Schädel mittig auf den Weg gelegt, dass ein anderer "Dummer" (hier Sabia) ihn auch sicher findet, selbst anfasst und man damit die eigene Spur verwischt hätte. So oder so ähnlich könnte schlussendlich die Argumentation eines potentiellen Täters lauten...und dann? Das wäre ja trotzdem sehr schwer beweisbar nach so langer Zeit.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

gestern um 20:04
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Angenommen es wäre ein Traktorunfall gewesen, irgendein Bauer schafft den Jungen weg, später findet man beim DNA-Abgleich (sofern er abgibt) eine Übereinstimmung. Dann könnte die Argumentation doch immer noch lauten, man habe die Kleidung oder die Knochen ähnlich wie Sabia zuvor im Wald entdeckt (oder bei der Jagd), aber man habe sich nicht getraut, die Ermittler zu kontaktieren aus Angst, sich verdächtig zu machen. Daher habe man den Schädel mittig auf den Weg gelegt, dass ein anderer "Dummer" (hier Sabia) ihn auch sicher findet, selbst anfasst und man damit die eigene Spur verwischt hätte. So oder so ähnlich könnte schlussendlich die Argumentation eines potentiellen Täters lauten...und dann? Das wäre ja trotzdem sehr schwer beweisbar nach so langer Zeit.
Grundsätzlich dürfte das Problem bei vielen Arten von DNA-Proben entstehen. So wie ein Haar ja auch von einem Sitz an eine Person geraten könnte, oder ein Haar, eine Schuppe schonmal in der Luft herumfliegt, man im Beisein einer Person mal niesen musste...

Ermittler könnten da ggf. durch die Art der DNA-Spuren und deren Position ein Stück weiterkommen: kommt dieses und jenes ... an den Körper, an Kleidung genau da wo vorgefunen, wenn man ...?


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

gestern um 20:05
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Werden die Glocken von Saint-Pancrace das ganze Jahr über geläutet?
(Ich habe da wirklich gar keine Vorstellung.)
Gibt es jeden Sonntag Glockenläuten oder nur zur Heiligenprozession im Mai? Zu Ostern auch?
Wie ist das an Weihnachten und überhaupt im Winter? Ist die Kapelle dann zugesperrt oder weiter zugänglich und in die religiösen Feiern Haut-Vernets einbezogen?
Ich weiß es natürlich auch nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass diese Kapelle in früheren Zeiten regelmäßig genutzt wurde, als die Landwirtschaft noch händisch war, heute aber nur noch zu seltenen Gelegenheiten. Die Bewohner der Gegend sind zum Teil weggestorben. In Haut Vernet ist ungefähr jedes zweite Haus im Besitz von Städtern und wird als Zweitwohnsitz genutzt.
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Meine Fragen hängen mit dem Auffindedatum von Émiles Schädel und Kleidungsstücken durch Wanderin Sadia zusammen.
Dieses Datum war der Ostersamstag 2024.
Kirchenglocken schweigen nach katholischer Tradition am Karfreitag in der Regel und läuten wieder ab Karsamstagabend.
Nehmen wir an, die Glocken des Kapellchens läuten nicht allsonntäglich.
Nehmen wir an, für den Abend des Karsamstags 2024 war Glockenläuten in Saint-Pancrace angesagt.
Hypothese: Sollten sich Émiles Überreste zum damaligen Zeitpunkt im Turm von Saint-Pancrace befunden haben, müsste die an diesem Ort spätestens ab Karsamstag zu erwartende erhöhte Betriebsamkeit Täter und/oder Mitwisser in höchste Alarmbereitschaft versetzt haben. Das Risiko der Entdeckung stieg. Vielleicht hätten die EB vom möglichen Auffindeort Saint-Pancrace Rückschluss auf die Identität dieser Person(en) gezogen. Also musste weg, was nicht entdeckt werden durfte, in Eile vermutlich... in den Wald, auf einen öffentlichen Weg - exakt der Auffindeort, der für jeden leicht zugänglich und deshalb weniger konkret mit Verdächtigen zu verbinden ist.
Somit hätte das österliche Funddatum nicht in Bezug gestanden mit einer bisweilen vermuteten religiösen Motivation des Täters/Verbringers, sondern einfach mit dem Druck, Beweise aus dem damaligen Versteck zu schaffen.
Ich finde Deine Überlegungen sehr interessant. Sie implizieren, dass Saint Pancrace an Weihnachten verwaist war, was ich mir gut vorstellen kann, denn für die wenigen Kirchgänger reichte das Kapellchen in Haut Vernet. Und wer stapft schon an Weihnachten durch den hohen Schnee, wenn er es bequemer haben kann. An Ostern hingegen könnte die Kapelle einen Gottesdienst angeboten haben.

Ich stolpere über die Frage, was sich für den Verbringer der Leiche geändert hätte, wäre die Leiche im Kirchturm geblieben und dort entdeckt worden. Der Kirchturm ist kein Privatbesitz. Jeder käme als Verbringer in Frage.

Dieses Positionieren des Schädels mitten auf dem Wanderweg hingegen hat für mich etwas Rituales, denn ein Schädel wirkt wie eine Trophäe. Es wird sinnbildlich die Enthauptung und damit Entmenschlichung demonstriert. Dieses sadistische und demonstrative Verhalten bezeichne ich jetzt einfach mal als Rumpelstilzchen-Syndrom. Keine Ahnung, ob es so einen Begriff in der Fachsprache gibt. Wenn nicht, habe ich ihn jetzt erfunden. Diese Präsentation des Schädels fügt der Familie unendliches Leid zu, aber sagt auch aus: "Ihr Deppen kommt mir nie auf die Schliche. Ihr findet mich niemals." Und das wiederum kann ja nur jemand sagen, der keinerlei Befürchtung hat, auf den Radar der Ermittler zu kommen. Er war sich so sicher, dass er die Leiche nicht irgendwo im Gebirge eingegraben hat. Nein, er hat sie in seinem Dunstkreis deponiert und die Kleider ebenfalls.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

gestern um 22:30
@JamesRockford

Ja, genau das vermute ich auch, dass an Weihnachten die Église Saint-Martin mit ihrer zentralen Lage für die wenigen Kirchgänger Haut-Vernets viel besser geeignet ist als das Kapellchen und Saint-Pancrace deshalb keinen extra Weihnachtsgottesdienst anbietet.

Was sich für den Verbringer der Leiche geändert hätte, wäre die Leiche im Kirchturm von Saint-Pancrace geblieben und dort entdeckt worden?
Ich denke, für uns und alle anderen Ortsfremden käme jeder als Verbringer in Frage. Für die Ortsbewohner selbst hätte das anders aussehen können. Einer, der sonst nie dorthin geht, könnte von anderen auffällig häufig bei der Kapelle gesichtet worden sein, sich dabei seltsam verhalten haben zum Beispiel, was dann Verdacht ausgelöst oder sogar einen bestehenden Verdacht erhärtet hätte: der war's! (Unabhängig davon, wo er die Leiche versteckt hielt, wissen wir ja nicht, ob und wie oft er sich "Kontrollgänge" zu machen getraut hat.)

Deine Erklärung der Positionierung des Schädels mitten auf dem Wanderweg als etwas Rituales, dick zur Schau getragenes abgrundtief Böses - aus der Sicherheit "ätsch, ihr wisst nicht, wer ich bin, ihr kriegt mich nie" - kann ich aber gut nachvollziehen, sehr wohl möglich, dass es genauso war. Das Wort Rumpelstilzchen-Syndrom gibt es, glaube ich, nicht, doch du beschreibst damit das von dir Erklärte perfekt.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

um 14:22
Möglich wäre auch, dass nicht jeder Zugang zu dem Turm hat und nur bestimmte Personen an den Schlüssel kämen. Und dass die Ablage deshalb erfolgt ist, damit nicht mehr im Turm gesucht wird.


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