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Mord an Iris Hans (1978)

167 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Mysteriös, Ungelöst ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 09:28
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Dass da in dem Bereich "Gesocks" unterwegs war, ist mir ganz und gar nicht bekannt
Ich weiss ja nicht woher du kommst und ob du Mayen kennst aus der Zeit. Ich bin in den 60 und 70 er in Mayen aufgewachsen und kann sagen das es in Mayen schon "speziell" war.
Im Sommer tummelten schon komische Leute im Gebiet Hinter Burg. Vlt. Weil dort damals viel gebaut wurde. Ich hatte auch im Stadtgebiet einige "Begegnungen" mit Leuten aus den 2 Bekannten Brennpunkte der Stadt. Jeder hat andere Erfahrungen gemacht.


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 09:49
Zitat von AnMAAnMA schrieb:
Zitat von KTKT schrieb:Ich muss gestehen, das ist für mich eines der größten Rätsel in dem Fall.
Nachtrag: Ja, ein Rätsel bleibt es.
Vermutungen:

1.) Ein Zufallstäter wollte den Verdacht in Richtung des Reiterhofs lenken.

2.) Ein Beziehungstäter wollte glauben lassen, sie sei auf dem Weg zur Praktikumsstelle einem Zufallstäter begegnet.

Kann mir nicht vorstellen, daß sich Ersttäter in den 1970s schon viele Gedanken über Kriminaltechnik (Ablageplatz bietet zu wenig Blut, um der Tatort sein zu können, usw.) gemacht haben.

Wir reden doch von einem Ersttäter, oder gab es in der Region in den späten Siebzigern noch andere Mord-oder Vermißtenfälle, wo Kinder, Teens oder junge Frauen betroffen waren ?


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 09:56
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Wir reden doch von einem Ersttäter, oder gab es in der Region in den späten Siebzigern noch andere Mord-oder Vermißtenfälle, wo Kinder, Teens oder junge Frauen betroffen waren ?
Mir persönlich ist da nichts bekannt was "größere" Kriminalfälle angeht. Sicher gab es Übergriffigkeiten aber Mord und Vermisstenfälle? Die mediale Verbreitung war ja auch damals garnicht so verbreitet.


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 15:45
Ich lese interessiert mit, da es sich um einen Kriminalfall aus meiner Heimat handelt.

Zum Zeitpunkt der Tat war ich allerdings noch sehr jung, weshalb mir heute nur noch Bruchstücke dessen in Erinnerung geblieben sind, was man damals im Ort alles erzählt hat.

Ob diese Erinnerungen tatsächlich der Wahrheit entsprechen, kann ich leider nicht beurteilen, da ich sie nicht verifizieren kann.

An einen Punkt erinnere ich mich allerdings besonders, weil die meisten Anwohner damals darin übereinstimmten, weil sie Iris persönlich kannten: Sie wäre niemals, zumindest nicht freiwillig, zu einem Fremden ins Auto gestiegen.
Deshalb gingen viele Menschen im Ort davon aus, dass ihr der Täter wohl bekannt sein musste.

Ich würde mir von Herzen wünschen, dass dieser Fall endlich gelöst wird und Iris Gerechtigkeit widerfährt.


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 16:40
Zitat von Gast11111Gast11111 schrieb:An einen Punkt erinnere ich mich allerdings besonders, weil die meisten Anwohner damals darin übereinstimmten, weil sie Iris persönlich kannten: Sie wäre niemals, zumindest nicht freiwillig, zu einem Fremden ins Auto gestiegen.
Hallo, @Gast11111

einer der ersten Fälle, die ich damals hier diskutiert habe, war der der Anja aus Stuttgart, einem Mädchen aus, wie es damals genannt wurde, "gutem Hause".
Von ihr hieß es, daß sie nie und nimmer eine einsame Abkürzung im Dunkeln genommen hätte.
Und doch ist sie genau auf dieser Abkürzung im Dunkeln getötet worden.

Teens tun ab und zu Dinge wider besseres Wissen.

Natürlich kein Vorwurf an die Mädchen, habe selbst mehrere Töchter und kann mir deswegen wenigstens ansatzweise vorstellen, wie schlimm der Verlust für die Angehörigen gewesen sein muß.
Liegt aber irgendwie in der Natur der Sache und sollte mMn immer zumindest mit einkalkuliert werden.

Wie schon erwähnt, die Kids waren damals naiver als heute, weil "Verbrechen" in einer Zeit ohne Internet, Krawall-TV oder Schulungen von Kitatagen an noch ziemlich "weit weg" war.


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 17:07
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Hallo, @Gast11111

einer der ersten Fälle, die ich damals hier diskutiert habe, war der der Anja aus Stuttgart, einem Mädchen aus, wie es damals genannt wurde, "gutem Hause".
Von ihr hieß es, daß sie nie und nimmer eine einsame Abkürzung im Dunkeln genommen hätte.
Und doch ist sie genau auf dieser Abkürzung im Dunkeln getötet worden.

Teens tun ab und zu Dinge wider besseres Wissen.
Ja, da gebe ich Dir absolut recht! Das kann man nicht ausschließen!

Folgenden Punkt fände ich aus heutiger Sicht interessant zu wissen:

Nachdem Iris, nicht wie gewohnt, gegen 16 Uhr vom Betriebspraktikum vom Thomashof nach Hause kam, waren die Eltern in Sorge und stellen Nachforschungen an.

Als dies alles keine Ergebnisse brachte, wurde die Polizei in Mayen verständigt.

Meines Wissens nach fuhren die Geschwister auch akribisch alle möglichen Wege mit dem Auto ab, die Iris hätte nehmen können und suchten sie.
Auch die "CB Funkhilfe Mayen e.V." beteiligte sich damals an der Suche nach Iris, in dessen Folge sie wohl auch aufgefunden wurde.

Nun die Frage: Wurde der Fundort vorher gesichtet? Er war ja nicht direkt einsehbar. Falls ja, würde das ja eindeutig belegen, dass Iris Leiche erst später dorthin verbracht wurde und man könnte das Zeitfenster eingrenzen.

Des Weiteren wurde von einer Sichtung eines orangen Fahrzeuges gesprochen. Wurden diese aus der Region überprüft? Gab es viele damals in dieser Farbgebung? Damals wahrscheinlich noch Zulassungskennzeichen "MY" anstatt des späteren Kreiskennzeichens "MYK"?


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 17:29
Zitat von Gast11111Gast11111 schrieb:Des Weiteren wurde von einer Sichtung eines orangen Fahrzeuges gesprochen. ..................Gab es viele damals in dieser Farbgebung?
Hätte jetzt spontan zugestimmt, aber vorher mal KI befragt: als Farben der 70s werden "Avocadogrün, Senfgelb, gebranntes Orange und Rostbraun" genannt.

Selbst meine Eltern fuhren damals, obwohl eher konservativ, einen Wagen im Farbton "Ocker", der irgendwo eine Mischung aus gelb, braun und orange darstellt.

Vielleicht ging es mit dem Fahrzeug auch eher in diese Richtung statt "gebranntes Orange"?

Zumindest waren Fahrzeuge in solchem oder ähnlichen Farbtönen keine Seltenheit.


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 17:58
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Zumindest waren Fahrzeuge in solchem oder ähnlichen Farbtönen keine Seltenheit.
Auch hier stimme ich Dir dann wieder absolut zu! Das ist eine sehr gute Information von Dir.... und genau darum geht es ja hier!

Vielleicht gibt es hier dennoch weitere Menschen, die sich an Details, Gespräche oder kleine Fragmente aus jener Zeit erinnern.
Ich denke, dass solche Details heute eventuell dazu beitragen, dass der Fall hoffentlich noch gelöst wird!

Es gab damals ja viele Gespräche im Ort mit mit mehr lokalen Informationen.

Selbstverständlich hat die Kriminalpolizei wahrscheinlich damals schon (alle möglichen) erforderliche Ermittungsmaßnahmen durchgeführt.
Uns sollte bewusst sein, dass wir uns hier auf Amateur-Niveau bewegen und die Arbeit der Ermittlungsbehörden weder ersetzen noch zur damaligen Zeit besser machen können!

Dennoch können Erinnerungen, Gespräche, Beobachtungen oder damalige Wahrnehmungen ( die eventuell nicht geäußert wurden) interessant sein! Insbesondere solche, die vielleicht nie an die Ermittler herangetragen wurden oder deren damals keine besondere Bedeutung beigemessen wurde.

Ich wohnte auch mal im selbigen Ort wie Iris und mir ist bewusst, dass viele Erinnerungen, gerade aufgrund meines damaligen jungen Alters, heute nicht mehr sicher einzuordnen oder zu verifizieren ist, aber ich finde es gut, dass der Mord an Iris nicht vergessen wird und wieder im Fokus ist!

Vielleicht kann so, das eine oder andere Puzzleteil dazu beitragen, ein vollständigeres Bild der damaligen Zeit zu zeichnen.


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 18:10
Ich wohne auch in Mayen.
Was mich am meisten umtreibt ist nicht die Ablage, bzw. der Ablageort der Iris, sondern wo und wie und mit wem sie ihre letzte Mahlzeit eingenommen haben soll. Laut den Berichten waren es weder ein normales Frühstück, noch ein normales Schul-Pausenbrot.
Wie muss man sich also diese letzte Mahlzeit vorstellen, unter welchen Umständen kam es dazu?


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 18:16
Zitat von DancingfoolDancingfool schrieb am 13.10.2024:Ich habe mich auch schon gefragt, ob es Frühstück oder Mittagessen war. Da man sich in den umliegenden Gaststätten erkundigte, nahm ich an es war ein warmes Essen.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Und wie das mit dem Essen abgelaufen ist. Von "Komm mit, ich lad Dich zum Frühstück ein" bis zur Erlaubnis, nach ein paar Vergewaltigungsversuchen, ihr vorbereitetes Pausenbrot zu essen, kann man sich da eine ganze Bandbreite vorstellen.
Zitat von FelceFelce schrieb:Wie muss man sich also diese letzte Mahlzeit vorstellen, unter welchen Umständen kam es dazu?
Also, wenn sie erst am Nachmittag getötet wurde, wird sie in der Zwischenzeit schlicht und ergreifend Hunger gehabt haben. Und der Täter wahrscheinlich auch.

Denn:
Zitat von H.B.BartziH.B.Bartzi schrieb am 19.09.2025:. Sie ist am Donnerstagnachmittag (31.08.1978) getötet worden! Also nicht morgens oder am Vormittag!
Der "Typ mit den Schraubenziehern":
Zitat von AnMAAnMA schrieb am 17.10.2024:Sein Alter wird mit 23-25 Jahre beschrieben.
Weshalb man das so genau eingrenzen konnte? Vermutlich, weil man weiß, wer das ist. Da es aber um weitere mögliche Zeugen geht, sagt man nicht: "Er ist 24 Jahre alt."


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 18:21
@sören42
Ja, man hat mal Hunger, aber eigentlich unter entspannten Bedingungen.
Daher schrieb ich von den Umständen. Also welches entspanntes Verhältnis kann man sich vorstellen, dass Iris mit jemand Anderem eine andere Mahlzeit isst?


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 18:23
Zitat von FelceFelce schrieb:Wie muss man sich also diese letzte Mahlzeit vorstellen, unter welchen Umständen kam es dazu?
Auch hierzu gab es Spekulationen im Ort. Aber es ist halt ein Dorf. Viele im Dorf "wissen" um diese "angeblichen Details" wohl. Aber ich schließe aus, das diese stimmig sind! Wäre dies nicht sogar Täterwissen? Würden solche Infomationen jemals von offizieller Seite verifiziert? Leider war ich viel zu jung, um da inhaltlich mitwirken zu können. Aber gut, dass dieses Thema nun wieder aufgegriffen wird! Vielleicht kann man den Mörder so nun doch noch ermitteln!


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 18:27
Zitat von FelceFelce schrieb:Ja, man hat mal Hunger, aber eigentlich unter entspannten Bedingungen.
Daher schrieb ich von den Umständen. Also welches entspanntes Verhältnis kann man sich vorstellen, dass Iris mit jemand Anderem eine andere Mahlzeit isst?
Naja, irgendwann muss man mal was essen und trinken. Und wie das Verhältnis zwischen Täter und Opfer bis zum Nachmittag war, wissen wir nicht. Vielleicht gab der Täter vor, bei der Praktikum Stelle angerufen zu haben und sagte dem Mädchen: "Heute ist da nicht viel zu tun, du hast einen Tag frei."

Vielleicht versuchte der Täter, ihr Vertrauen zu gewinnen. Am Nachmittag, als IH vielleicht sagte, sie müsse jetzt gehen, weil sie zuhause erwartet wird, musste der Täter zur Sache kommen, und die Situation eskalierte.

So oder ähnlich könnte ich mir das vorstellen.


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 18:38
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Kann mir nicht vorstellen, daß sich Ersttäter in den 1970s schon viele Gedanken über Kriminaltechnik (Ablageplatz bietet zu wenig Blut, um der Tatort sein zu können, usw.) gemacht haben.
Das denke ich auch. Da gäbe es zum einen nicht viel öffentliches Wissen, wie die Kriminalpolizei überhaupt ermittelt und Spuren auswertet. Und zum anderen waren deren technische Möglichkeiten eben tatsächlich auch noch sehr begrenzt.

Auf der anderen Seite würde ich denken, dass jedem Täter auch damals schon bewußt gewesen sein dürfte, dass es Vorteile für ihn hat, wenn seine Tat möglichst spät entdeckt wird. Deshalb finde ich das ablegen an der Wegstrecke nach wie vor seltsam. Am ehesten finde ich da noch diese Erklärung nachvollziehbar:
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:2.) Ein Beziehungstäter wollte glauben lassen, sie sei auf dem Weg zur Praktikumsstelle einem Zufallstäter begegnet.
Für ihn wäre das eine Ablenkung vom eigentlichen Tatort, der mit ihm in Verbindung steht, gewesen.
Ansonsten macht es auch zu damaliger Zeit keinen Sinn, die Leiche dort abzulegen, wo sie wahrscheinlich schnell gefunden wird.
Zitat von Gast11111Gast11111 schrieb:Deshalb gingen viele Menschen im Ort davon aus, dass ihr der Täter wohl bekannt sein musste.
Ich finde, dass auch dir im Magen gefundenen Speisereste dafür sprechen, dass sie den Täter kannte. Sie wäre doch mit einem fremden nicht Essen gegangen.
Der Todeszeitpunkt konnte nicht genau ermittelt werden, aber die Ermittler gehen wohl davon aus, dass sie erst am Nachmittag starb. Sie muss also mehrere Stunden mit dem Täter zusammen verbracht haben. Ob freiwillig oder unfreiwillig, vielleicht auch zunächst freiwillig, bis sie gemerkt hat, dass er sie nicht mehr weglässt, wissen wir nicht.
Zitat von FelceFelce schrieb:Daher schrieb ich von den Umständen. Also welches entspanntes Verhältnis kann man sich vorstellen, dass Iris mit jemand Anderem eine andere Mahlzeit isst?
Wenn es tatsächlich um eine richtige Mahlzeit geht, sehe ich das auch so, dass das Verhältnis zu dem Zeitpunkt entspannt gewesen sein und IH sich freiwillig mit ihm aufgehalten haben muss.
Dafür spricht, dass die Ermittler in umliegenden Gaststätten nachgefragt haben, das hätten sie kaum getan, wenn sie offensichtlich nur ihr mitgebrachtes Pausenbrot verzehrt hätte.


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 18:53
Zitat von sören42sören42 schrieb:Also, wenn sie erst am Nachmittag getötet wurde, wird sie in der Zwischenzeit schlicht und ergreifend Hunger gehabt haben. Und der Täter wahrscheinlich auch.
Aber nimmt man einen Täter an, der sie mit Gewalt entführt und in ein Versteck verschleppt hat, um sie
dort zu quälen, zu vergewaltigen und zu töten, dann würde ich nicht denken, dass er sich gg. Mittag sagt:" So, jetzt haben wir beide Hunger, machen wir mal eine Pause und essen erst mal was, danach geht's weiter!"
Von einem so motivierten Mörder bzw. in so einer Situation würde ich vielmehr annehmen, dass der Täter zum einen selbst kaum Hunger empfindet, weil er bis obenhin voll Adrenalin steckt und zum anderen das Opfer sich sicher nicht wegen seines Hungers beschweren würde, weil es gerade echt andere Sorgen hat.

Für mich spricht das mit den im Magen gefundenen Speisen eher dafür, dass das Opfer mindestens den Vormittag und die Mittagszeit freiwillig und harmonisch mit dem Täter verbracht hat und in ihm keine Gefahr gesehen hat.
Dass muss dann irgendwann umgeschlagen sein, den 26 Stiche erfordern schon jede Menge Kraft und Energie, da muss man schon ziemlich in Rage sein um das ausführen zu können.


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 18:54
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ansonsten macht es auch zu damaliger Zeit keinen Sinn, die Leiche dort abzulegen, wo sie wahrscheinlich schnell gefunden wird.
Eine schnell gefundene Leiche nimmt den Druck raus, dass evtl. auch beim Täter nachgefragt oder gesucht wird und er sich doch was anmerken lässt. Von daher: Solange keine direkte Verbindung zu ihm gezogen wird, droht keine Gefahr.

Einzig die Ablage ist ein Risiko. Vielleicht hat der Täter aber auch gar nicht so weitreichende Überlegungen angestellt.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Für mich spricht das mit den im Magen gefundenen Speisen eher dafür, dass das Opfer mindestens den Vormittag und die Mittagszeit freiwillig und harmonisch mit dem Täter verbracht hat und in ihm keine Gefahr gesehen hat.
Dass muss dann irgendwann umgeschlagen sein, den 26 Stiche erfordern schon jede Menge Kraft und Energie, da muss man schon ziemlich in Rage sein um das ausführen zu können.
Vermute ich auch. Deshalb schrieb ich:
Zitat von sören42sören42 schrieb:Vielleicht versuchte der Täter, ihr Vertrauen zu gewinnen. Am Nachmittag, als IH vielleicht sagte, sie müsse jetzt gehen, weil sie zuhause erwartet wird, musste der Täter zur Sache kommen, und die Situation eskalierte.



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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 19:04
Zitat von sören42sören42 schrieb:
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Für mich spricht das mit den im Magen gefundenen Speisen eher dafür, dass das Opfer mindestens den Vormittag und die Mittagszeit freiwillig und harmonisch mit dem Täter verbracht hat und in ihm keine Gefahr gesehen hat.
Dass muss dann irgendwann umgeschlagen sein, den 26 Stiche erfordern schon jede Menge Kraft und Energie, da muss man schon ziemlich in Rage sein um das ausführen zu können.
Vermute ich auch. Deshalb schrieb ich:
Zitat von sören42sören42 schrieb:Vielleicht versuchte der Täter, ihr Vertrauen zu gewinnen. Am Nachmittag, als IH vielleicht sagte, sie müsse jetzt gehen, weil sie zuhause erwartet wird, musste der Täter zur Sache kommen, und die Situation eskalierte.
Dann muß der Täter aber jemand gewesen sein, den sie nicht nur vom sehen, sondern richtig gut kannte und vor allem auch mochte.

Immerhin war sie bereit, für das (Zitat) "harmonische Zusammensein" einen Praktikumstag sausen zu zu lassen.

Ihr muß klar gewesen sein, daß das eventuell Konsequenzen gehabt haben könnte , von Seiten der Schule oder auch von Seiten der der Eltern


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 19:14
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Dann muß der Täter aber jemand gewesen sein, den sie nicht nur vom sehen, sondern richtig gut kannte und vor allem auch mochte.
Ich denke auf jeden Fall, dass Iris den Täter kannte. Eine Person ersticht nicht einfach so jemand mit 26 Stichen im Brust- und Halsbereich.
Das macht nur jemand, der eine emotionale Verbindung zum Opfer aufgebaut hat.


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 19:16
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Immerhin war sie bereit, für das (Zitat) "harmonische Zusammensein" einen Praktikumstag sausen zu zu lassen.
Und sie galt ja als zuverlässig. Hinzu kommt, dass es ein Praktikum auf einem Reiterhof was für viele Mädchen in dem Alter sicher ein Traum war. Bei so etwas neigt man sicher weniger zum Blau machen als wenn es um eine öde monotone oder körperlich extrem anstrengende Arbeit gegangen wäre.
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Ihr muß klar gewesen sein, daß das eventuell Konsequenzen gehabt haben könnte , von Seiten der Schule oder auch von Seiten der der Eltern
Oder kann es sein, dass ihr jemand eingeredet hat, er könne das so regeln, dass sie keinen Ärger bekommt? Er habe sie vielleicht schon entschuldigt?
Derjenige müsste dann, denke ich, aber deutlich älter sein als sie, damit sie ihm das auch abnimmt. Mit 14 Jahren ist mam sicher nicht mehr ganz so blauäugig und glaubt z.b.einem 16jährigen sicher nicht, dass er das "regeln" kann.


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Mord an Iris Hans (1978)

19.07.2026 um 19:18
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Dann muß der Täter aber jemand gewesen sein, den sie nicht nur vom sehen, sondern richtig gut kannte und vor allem auch mochte.

Immerhin war sie bereit, für das (Zitat) "harmonische Zusammensein" einen Praktikumstag sausen zu zu lassen.

Ihr muß klar gewesen sein, daß das eventuell Konsequenzen gehabt haben könnte , von Seiten der Schule oder auch von Seiten
Das würde auch die lokalen Stimmen des Ortes damals widerspiegeln:

Sollte es tatsächlich zutreffend gewesen sein, dass Iris erst am Nachmittag getötet wurde, könnte dies doch eher dafür sprechen, dass sie ihren späteren Mörder kannte.

Berichten zufolge soll sie sich erheblich zur Wehr gesetzt haben

Falls diese Angaben zutreffen, erscheint es zumindest denkbar, das sein vorheriges Treffen zunächst ohne erkennbare Bedrohung verlief.
Denn warum die zeitliche Verzögerung? Warum eine Mahlzeit noch?

Genau aus diesem Grund hielten viele Menschen aus Iris und meinem ehemaligen Heimatort damals die Annahme für möglich, dass sie ihren späteren Täter wohl gekannt haben muss.


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