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Mord an Iris Hans (1978)

167 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Mysteriös, Ungelöst ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mord an Iris Hans (1978)

14.10.2024 um 22:57
Ich finde das bemerkenswert, dass es an einem belebten Werktag nur der Bruder und dessen Freundin die Iris noch lebend gesehen haben sollen.


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Mord an Iris Hans (1978)

14.10.2024 um 23:28
@Ahn-Dung
Oder die Polizei hat die Infos von weiteren Zeugenaussagen nicht bekanntgegeben, um weitere Zeugen nicht zu beeinflussen. Wir wissen ja nicht, ob da zB weitere Anwohner, Gassigeher, Reiter, Hofmitarbeiter, oä unterwegs waren. Wir wissen auch nicht, wann die Freundin da entlang kam. Die Freundin wäre mit Auto ja mglw sogar schneller gewesen als die laufende IH. Wenn man diverse Zeugenaussagen hat, kann man ein Bewegungsprofil erstellen, wann wer wo war oder eben nicht.

Wir wissen ebenso wenig, wer auf dem Hof bestätigen konnte, dass IH da nicht ankam. Wir wissen auch nicht, wie ein Arbeitstag/Praktikumstag da auf dem Hof üblicherweise erfolgte. Wann zB wurde gefrühstückt oder Mittag gegessen bzw Pause gemacht, etc.


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Mord an Iris Hans (1978)

14.10.2024 um 23:36
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Ich finde das bemerkenswert, dass es an einem belebten Werktag nur der Bruder und dessen Freundin die Iris noch lebend gesehen haben sollen.
Wenn man das so liest kommt man wirklich auf den Gedanken, dass es seltsam ist. Nur der Bruder und die Freundin …
Aber auf der anderen Seite ist es doch auch gar nicht bemerkenswert, denn das waren ja Personen, die sie kannten. Und so könnten noch andere Personen ihr begegnet sein, aber da sie Iris nicht kannten, konnten sie sich später auch nicht mehr an sie erinnern.


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Mord an Iris Hans (1978)

15.10.2024 um 15:53
Wenn in alle Richtungen ermittelt wurde, wovon man hoffentlich ausgehen kann, wurden doch sicher Befragungen durchgeführt auf dem Hof, der Reitanlage und bei Anwohnern.


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Mord an Iris Hans (1978)

15.10.2024 um 16:09
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Ich finde das bemerkenswert, dass es an einem belebten Werktag nur der Bruder und dessen Freundin die Iris noch lebend gesehen haben sollen
Noch bemerkenswerter finde ich das sogar, weil Tage vorher den Leuten selbst drei Schraubenzieher und derer unterschiedlichen Größen in einer Innentasche von ner Bier trinkenden Person aufgefallen war, welche sich mit nem Mädchen da an der Abzweigung zum Hof unterhalten hatte.

Woher weiß man das eigentlich? Wer gab diese Information? Ist das betreffende Mädchen ausfindig gemacht worden?
Oder sagen die da nur, dass Zeugen das beobachteten, um die eigentliche Infogeberin, das betreffende Mädchen zu schützen?


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Mord an Iris Hans (1978)

15.10.2024 um 16:42
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Noch bemerkenswerter finde ich das sogar, weil Tage vorher den Leuten selbst drei Schraubenzieher und derer unterschiedlichen Größen in einer Innentasche von ner Bier trinkenden Person aufgefallen war, welche sich mit nem Mädchen da an der Abzweigung zum Hof unterhalten hatte.

Woher weiß man das eigentlich? Wer gab diese Information? Ist das betreffende Mädchen ausfindig gemacht worden?
Oder sagen die da nur, dass Zeugen das beobachteten, um die eigentliche Infogeberin, das betreffende Mädchen zu schützen?
Hast Du für diese Info Belege?

Ich möchte kurz auf den Weg eingehen, der vom Abzweig nach Alzheim führt. Dieser ist vielleicht interessant, weil der Täter ihn genutzt haben könnte. M.E. ist das keine richtige Straße, sondern ein landwirtschaftlicher Weg. Man kann ihn aber auch mit einem Auto nutzen. Ich denke mal, man fällt dann aber schon irgendwie auf. Mit dem Fahrrad, Moped, zu Fuß sowieso.


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Mord an Iris Hans (1978)

15.10.2024 um 16:48
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Hast Du für diese Info Belege?
Ja
Zitat von BrickBrick schrieb am 08.10.2024:Als meine Hauptquelle zu dem Fall diente der nachstehende YouTube-Podcast:
Youtube: True Crime Cold Case, der Fall Iris Hans aus Mayen, aus dem Jahr 1978
True Crime Cold Case, der Fall Iris Hans aus Mayen, aus dem Jahr 1978
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Mord an Iris Hans (1978)

16.10.2024 um 13:26
Danke. Der oben aufgeführte Beitrag ist hilfreich und aufschlussreich.

Leider scheinen alle damaligen Ermittlungen irgendwie ins Leere gelaufen zu sein.

Auch von einer abgesperrten Kolpingstraße ist die Rede, wo man Anwohner mit dem Foto von I.H. konfrontierte.


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Mord an Iris Hans (1978)

16.10.2024 um 18:52
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Der oben aufgeführte Beitrag ist hilfreich und aufschlussreich.
Als Quelle würd ich mich nicht darauf beziehen. Der Sprecher kommt über die Abfahrtszeiten ins Schleudern und meckert über schlecht kopierte und am Rand abgeschnittene Artikel. Lustloser Journalismus :-(


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Mord an Iris Hans (1978)

17.10.2024 um 15:33
Zitat von BrickBrick schrieb am 08.10.2024:Als meine Hauptquelle zu dem Fall diente der nachstehende YouTube-Podcast:
Im o.g. Beitrag ist ab min.9... die Rede von dem jungen Mann mit Bierflasche, der ein anderes Mädchen angesprochen hat und Zeugen auffiel.

Sein Alter wird mit 23-25 Jahre beschrieben.

Bei mir hat sich dabei schon die Frage ergeben, wie man ein Alter von Seiten der Zeugen so eng fassen kann.

Sollte nicht eher von einem Mann zwischen 20-30 Jahren die Rede sein?! Ich halte es fast für unmöglich ein Alter so genau (23-25) zu schätzen.


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Mord an Iris Hans (1978)

19.09.2025 um 21:04
Hallo,
Um besser zu verstehen, was da passiert sein könnte, habe ich mir eine alte Karte von 1978 angeschaut. Der Link dazu: https://maps.rlp.de/viewer/gesamtkatalog/?Map/layerIds=153,251,253,252,3,70702&visibility=false,false,false,false,false,true&transparency=0,0,0,70,0,0&Map/center=%5b447474.0468920788,5537084.927255824%5d&Map/zoomLevel=7
Mit Hilfe der Karte kann ich mir, das besser vorstellen. Es sah damals fast komplett anders aus, wie heute. Ich habe gründlich recherchiert. Es gibt zu diesen Cold Case mehr Fragen als Antworten. Die Spuren sind sehr dürftig. Was ist passiert? Das weiß bis heute keiner! Aber so wie damals viele dachten: Sie wäre auf den Weg zum Thomashof vergewaltigt und anschließen getötet worden. So kann es nicht gewesen sein! Warum nicht? Was sagen die Fakten:
1. Iris Hans wurde, am 31. August 1978, so ca.6:50 Uhr, in Mayen, nähe Innenstadt,
von ihrem Bruder abgesetzt. Kurze Zeit später, so um 7:00 Uhr oder kurz nach 7:00 Uhr, wurde sie von einer Zeugin (Freundin ihres Bruders) zuletzt gesehen.
Wo? An der Kelberger Str., Ecke Kolpingstraße.
Sie war also tatsächlich auf dem Weg zu ihrem Praktikum. Und zwar auf dem direkten Weg, also ohne Umwege! Ihr Ziel war der Thomashof. Da kam sie aber nie an!!! Was ist also passiert? Der Thomashof, war, von dem Standort, wo sie zuletzt gesehen wurde, noch ca. 1,5 km Fußweg, etwa 25 Minuten entfernt. Es bleibt, also ein schmales Zeitfenster!
Und es muss in dieser Zeit etwas Schreckliches passiert sein!
Aber nur was? Sie muss, dann in die Kolpingstraße abgebogen sein. Da hätte sie noch an ein paar Häuser vorbei gehen müssen. Ab der Ecke Kolpingstraße- Sauerbruchstraße gab es 1978 noch keine Häuser.
Das letzte Gebäude, wo sie vorbei musste war das Ausflugslokal/ Gasstätte Hubertusruh. Selbst an der Abzweigung Kuhtrifft stand damals nur ein Hof. Aber da kam sie nicht direkt vorbei. Wenn sie noch an der Hubertusruh, an diesem Morgen vorbei gegangen wäre. Dann hätte sie noch ca. 1.3 km, 20 Minuten Fußweg vor sich gehabt.
Sie wäre dann außerhalb von Mayen gewesen. Das war damals 1978 eine einsame und verlassene Gegend. Aber was mir aufgefallen ist, sie hätte an vielen Gärten/ Schrebergärten vorbei gehen müssen. Jetzt weiß ich natürlich nicht, standen in diesen Gärten, auch Gebäude oder Gartenhäuschen? Hat dort in den Schrebergärten einer gewohnt oder sich an diesem Morgen aufgehalten? Ich weiß es nicht, Dann gab es noch die Baumschule Rech wo sie hätte vorbeimüssen. Und dann wäre schon, nach der Unterführung der Thomashof gekommen. In der Nähe gibt es noch andere Höfe, die lagen aber nicht auf ihren direkten Weg, Die waren ein bisschen weiter weg. Also da gab es nicht viel! Außerhalb von Mayen, war Sie auf einem Land und Forstwirtschaftsweg unterwegs. Aber es fuhren immer wieder Autos, auf diesem verlassen Weg entlang. Sie benutzten diese Strecke, als Abkürzung oder Umgehungsstraße um den Stau, die es morgens gab zu umgehen. Sie war zwar außerhalb von Mayen, an einem abgelegenen Ort, aber so richtig alleine war sie auch nicht, weil immer wieder einzelne Autos, an ihr vorbei gefahren sein müssen.
Deshalb ist es verwunderlich das sich keine weiteren Zeugen meldeten, die sie noch gesehen haben.
Das waren die Örtlichkeiten, um sich das besser vorstellen zu können.
Aber zurück zu den Fakten:
Was sagen die Fakten? Es gab ja eine Obduktion. Was hat man dabei festgestellt? Und was verrät uns der Ort, wo ihre Leiche gefunden wurde?
2. Sie ist am Donnerstagnachmittag (31.08.1978) getötet worden! Also nicht morgens oder am Vormittag!
3. In ihrem Magen, befand sich eine Speise die es zu Hause nicht gab! Wo, wann und mit wem nahm sie ihre Henkersmahlzeit zu sich? Vieles spricht dafür das sie ihre letzte Mahlzeit vom Mörder bekam!
4. Der Fundort war nicht der Tatort. Sie wurde dort nur hingelegt! Die Polizei suchte damals den Fundort großflächig ab. Und sie fanden nichts! Was darauf schließen lässt das sie in unmittelbarer nähe getötet wurde oder es zu einem Kampf oder Auseinandersetzung kam.
5. Sie wurde mit 26 Stichen in Brust und Halsbereich getötet. Was war die Tatwaffe? Vermutlich ein langer Schraubendreher. Wie genau das ablief, das hat die Polizei aus Ermittlungstaktischen Gründen nie öffentlich gemacht, weil das Täterwissen ist.
6. Laut Polizei muss sie sich dabei heftig zur Wehr gesetzt haben. Woraus kann man das schließen? Auch dazu machte die Polizei nie Angaben. Ich vermute, dass sie, an den Händen oder Armen Abwehr Verletzungen hatte.
7. Sie wurde nicht vergewaltigt! Sie wurde halb entkleidet aufgefunden!
Aber die Polizei geht davon aus, dass man versucht hat, sie zu vergewaltigen. Aber es dem Täter nicht gelungen ist, weil sie sich so heftig wehrte.
Wo ist ihre fehlende Kleidung? Wo sind die Plastiktüten, mit Inhalt, die Sie dabeihatte? Ich habe keine Ahnung, Hat man die Kleidung und die Plastiktüten gefunden? Es wurde nie was darübergeschrieben oder erwähnt! Deshalb denke ich, dass die fehlende Kleidung und die anderen Sachen, die sie dabeihatte nicht bei ihrer Leiche gefunden worden sind. Wo sind diese Sachen? Sind sie im Besitzt des Möders? Oder wurden sie vom Mörder entsorgt? Ich weiß es nicht!! Aber es ist sehr wahrscheinlich,
Es gibt also mehr Fragen, als Antworten! Aufgrund der Fakten, der örtlichen Begebenheiten, des schmalen Zeitfensters, die fehlenden Gegenstände des Opfers.
Über all das habe Ich wiederholt nachgedacht. Mir den Ort, mit der Karte von 1978 auf dem Handy, angeschaut. Ich bin zu dem Schluss gekommen. Es kann so, wie viele denken, einfach nicht gewesen sein. Nochmal viele denken, sie ist auf dem Weg zum Thomashof vergewaltigt (oder es gab vergewaltigungsversuch) und getötet worden.
Das kann nicht sein! Ich habe eine andere Theorie. Ich denke, dass sie vom Täter gewaltsam ins Auto gezehrt wurde. Und mit ihr davongefahren ist. Sie muss dann über Stunden in der Gewalt des Täters gewesen sein! Ist er mit ihr in ein Versteck gefahren? Oder zu sich nach Hause? Das weiß ich nicht! Aber eins ist klar. Er muss ihr was gekocht haben. Sie haben zusammen höchst wahrscheinlich zum Mittag gegessen. Und nach dem Mittagessen wollte er mehr, von ihr. Er wollte Sex. Sie aber wollte nicht! Dann hat er sie Brutal versucht zu vergewaltigen. Auch das hat nicht geklappt, weil sie sich heftig zur wehr setzte. Es kann sein das er über ihre heftige Gegenwehr total überrascht war und nach dem gegriffen hatte, was in seiner nähe war, vermutlich ein langer Schraubendreher. Eine Person mit einem Messer zu töten dafür braucht man schon kraft. Aber mit einem Schraubendreher? Dieser Mensch ist ein Monster, eine Bestie!
Und dann hat er ihre Leiche dort entsorgt, wo er sie erbeutet hatte. In der nähe vom Thomashof! Wahrscheinlich dort wo er auf der lauer lag. Wo er sie gewaltsam ins Auto zerrte. Ich habe die Karte von 1978 analysiert und ich kenne auch die Örtlichkeiten. Der beste Abschnitt, wo quasi ein Toter Winkel ist und man von allen 4 Himmelsrichtungen nicht gesehen werden kann. Ist da gewesen wo man ihre Leiche fand. An dieser, für ihn, perfekten Stelle hat er wahrscheinlich auf sie gewartet und ein paar Stunden später entsorgt.
Was sagt das über den Täter aus?
Das ist eine eiskalte Bestie. Und ziemlich dreist. Er muss am 31.8.1978, an diesem einen Tag, zweimal an der gleichen Stelle, in der nähe vom Thomashof, gewesen sein. Zuerst morgens, in diesem schmalen Zeitfenster, um sie sich zu holen. Und das zweite Mal, wahrscheinlich abends, vielleicht sogar parallel zur Zeit, als sie bei der Polizei als vermisst gemeldet wurde, oder kurze Zeit später, im Schutz der Dunkelheit, um sie dort wieder zu entsorgen! Dreister geht es nicht mehr! Er hat sich sehr sicher gefühlt! Morgens früh hätte zu jeder Zeit einer vorbeikommen können.
Was kann man über den Täter noch sagen?
Er hatte einen Führerschein und ein Auto. Er muss kräftig gewesen sein! Einen mit einem Schraubendreher zu erstechen ist gar nicht so einfach. Da braucht man schon Kraft. Er muss in Mayen oder in der nähe von Mayen gewohnt haben! Er war ja, zweimal da, um sie sich zu holen und zu entsorgen. Er muss in der nähe gewohnt haben. Man muss, ja, auch berücksichtigen, dass er unauffällig vor gegangen ist. Um nicht auf zu fallen. So muss er sich nach dem Mord, gründlich gewaschen oder geduscht und, sich umgezogen haben. Er hat Leiche gut verpackt um sein Auto nicht zu verschmutzen und als Sichtschutz, damit keiner erkennen kann das, dass eine Leiche ist. Das alles braucht Zeit. Und trotzdem lag die Leiche kurz danach, da, wo sie um 23.50 Uhr gefunden wurde. Er muss in Mayen oder Umgebung gewohnt haben. Da sie sich heftig gewehrt hatte, muss er Verletzungen davongetragen haben. Zumindest Kratzspuren, im Gesicht oder Armen. Da er unauffällig blieb und nie erwischt wurde, ist davon auszugehen, dass er eine charmante und freundliche Art hat. Aber nur oberflächlich als Fassade. So eiskalt und brutal wie er vorgegangen ist, ist davon auszugehen. Das er öfters zu Frauen, auch in einer Beziehung, gewalttätig war.
Zum Schluss muss ich sagen. Dieses Monster hatte auch noch großes Glück gehabt, Denn schon kurze Zeit später begann die Suchaktion. Es war sehr riskant. Die Leiche dort hinzulegen, wo er sie am selben Tag erbeutet hatte. Aber er hatte Glück! Und das macht mich traurig, dass solche bösen Menschen meistens nicht erwischt werden.
Zur Iris Hans möchte ich erwähnen. Sie wird nicht vergessen. Es gibt viele die immer noch, an sie denken, trotz dieser langen Zeit. Sie war ein mutiges, tapferes Mädchen, die sich heftig zur Wehr setzte. Aber keine Chance hatte, gegen dieses Monster.
Sie muss kurz vor dem Ziel gewesen sein. Vielleicht 200, 300 Meter vom Thomashof entfernt. Und trotzdem kam sie dort nicht an. Keiner hat was gesehen oder mitbekommen! Wie tragisch! Sie hatte ein Herz für Tiere. Sie liebte Pferde! Sie hatte Freude an ihrem Praktikum! Es war ein schöner Ort für sie! Und das tragische an ihrer Geschichte ist, dass dieser schöne Ort- Zu ihrem schrecklichsten, grausamsten Ort ihres Lebens wurde. Es bedeutete ihren Todt- und der Mörder läuft, wenn er nicht schon gestorben ist, immer noch als freier Mensch rum.[/quote]

Quelle:


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Mord an Iris Hans (1978)

19.09.2025 um 22:28
@rattich

Gute Zusammenfassung des Falles in deinem Link zum Video.

Hier kommen sowohl der damalige, als auch der aktuelle Ermittler zu Wort.

Ich könnte mir vorstellen, dass sie nicht unter Zwang in ein Auto stieg, sondern mit einer plausiblen Begründung. Alles andere wäre mMn zu "laut" gewesen. Auch denke ich, dass sie den Täter z.B. vom Hof kannte und somit ohne Argwohn handelte.

Ein für mich plausibles Szenario wäre bspw., dass der Täter sie bat, sein Pferd zum Hof zu führen, da er verhindert sei, keine Zeit habe o.ä.

Vorstellen könnte ich mir auch ein Locken bzgl. eines Tieres in Not.

Kätzchen anzuschauen, wie hier schon mal vermutet wurde, schließe ich aufgrund ihres Alters aus.

Dass der Bruder erwähnt, sie wäre nie von allein in ein Auto gestiegen, genieße ich mit Vorsicht. Zum einen war er damals erst neun Jahre alt und kann daher solch eine Aussage kaum treffen (daher gehe ich von Hörensagen seitens der Eltern oder älteren Geschwister aus), zum Anderen tun Menschen nun einmal Dinge, die man sich als Nahestehender vorher nie hätte vorstellen können.

Sehr, sehr tragisch, dieser Fall. An eine Aufklärung glaube ich nicht mehr, da der Täter entweder inzwischen alt oder bereits verstorben ist.

Es wäre schön, sollte ich mich irren...


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Mord an Iris Hans (1978)

20.09.2025 um 07:04
Zitat von H.B.BartziH.B.Bartzi schrieb:Das kann nicht sein! Ich habe eine andere Theorie. Ich denke, dass sie vom Täter gewaltsam ins Auto gezehrt wurde. Und mit ihr davongefahren ist. Sie muss dann über Stunden in der Gewalt des Täters gewesen sein! Ist er mit ihr in ein Versteck gefahren? Oder zu sich nach Hause?
Wenn er ein Auto hatte, muss er einen Anlass gehabt haben, diese Straße ins Nirgendwo zu nutzen. Welches Versteckt könnte das gewesen sein, wo das Zuhause?
Zitat von H.B.BartziH.B.Bartzi schrieb:Aber was mir aufgefallen ist, sie hätte an vielen Gärten/ Schrebergärten vorbei gehen müssen. Jetzt weiß ich natürlich nicht, standen in diesen Gärten, auch Gebäude oder Gartenhäuschen? Hat dort in den Schrebergärten einer gewohnt oder sich an diesem Morgen aufgehalten? Ich weiß es nicht, Dann gab es noch die Baumschule Rech wo sie hätte vorbeimüssen. Und dann wäre schon, nach der Unterführung der Thomashof gekommen.
Wenn es dort Schrebergärten/Parzellenhäuschen gab, könnte das ein Anlass gewesen sein, den Weg zu nutzen und ein Versteck oder Zuhause.

Evtl brauchte es dann nicht einmal ein Auto? Vielleicht hat der Täter einen Weg gefunden, IH zu überreden, eben kurz mitzukommen.
Erst danach hat er vielleicht Gewalt angewandt, dass sie auch da blieb und nicht zum Praktikum ging.

Dass er die Leiche dann abends ablegen konnte, ohne gesehen zu werden und das, obwohl er davon ausgehen musste, dass IH dort schon gesucht werden könnte, ist wahres Glück.


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Mord an Iris Hans (1978)

20.09.2025 um 21:17
Es muss Mitwisser geben, gerade nach so langer Zeit und es gab schonmal zwei verdächtige...wirkt auch wie eine Tatumgebung wo Sachen auffallen und es Zeugen gibt...schade dass sich da niemand meldet/gemeldet hat. Man wollte da wohl über xy was aufschrecken/abrufen.


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Mord an Iris Hans (1978)

20.09.2025 um 22:13
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb am 12.10.2024:Das meine ich auch nicht, dass sie da irgendeine Verantwortung gehabt hätte. Ich meinte eben einfach, was wurde gesagt und wie hat sie das wahrgenommen. Was war das für eine Dynamik damals und speziell auf dem Hof, wie kam diese zustande, dass auch die Freundin sich da so einfügte? Es wurde ja kein Anlass gesehen, sich Sorgen zu machen. Ich glaube aber schon, dass die Freundin nachgefragt hat, wo IH denn sei. Die Antwort darauf spiegelt ja die Zeit und die Dynamik auf dem Hof wider. Das würde mich interessieren, wie die war. Und wenn etwas komisch dabei war, dann wird sie es später sicherlich auch der Polizei berichtet haben.
Genau da sind bei mir in diesem Fall auch die großen Fragezeichen. Es scheint doch komisch, da die Freundin wusste, daß Iris schon dort sein müsste. Je nach dem, wann die Freundin dort ankam, hat sie doch sicher früher oder später nach der Iris gefragt und sich gewundert. Und da haben die einfach gesagt „Ne, ist nicht erschienen, kann man nix machen…“ und die Freundin hat das dann auch so akzeptiert und sich nicht gewundert? Oder wie war das dann? Kann natürlich schon sein, daß man gedacht hat, die Iris fühlte sich vielleicht nicht gut und ist wieder heim, noch bevor sie dort ankam. Und vielleicht hatte ja Iris Familie tatsächlich noch kein Telefon, so daß man auch nicht nachfragen konnte. Sonst hätte ja vielleicht auch die Freundin nach der Arbeit bei Iris angerufen um zu fragen, was los war.
Aber mich würde schon interessieren, wie die Freundin das heute so sieht und was sie im Rückblick für einen Eindruck hat von dem Reiterhof und wie es da so lief….


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Mord an Iris Hans (1978)

21.09.2025 um 17:41
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Aber mich würde schon interessieren, wie die Freundin das heute so sieht und was sie im Rückblick für einen Eindruck hat von dem Reiterhof und wie es da so lief….
Ja, das wäre schon interessant zu wissen.
Der Hof musste das ja sicherlich auch der Schule melden, wenn es einen Fehltag gab. Die Schule musste die Anwesenheiten und Fehltage ja "ins Klassenbuch" eintragen.
Rückblickend könnte die Freundin oder wer anders vom Hof die damalige Situation ja völlig anders einschätzen, als eben damals.
Wenn IH freiwillig mitging, muss sie ja auch einen Anlass und Vertrauen gehabt habe, sich nicht auf dem Hof zu melden/abzumelden. Und dann freiwillig was zu essen, macht man in einer Gefahrensituation ja ach nicht unbedingt. Die Person könnte also eine vertraute Person aus dem dortigen Sozialraum gewesen sein.
Oder aber eben vollkommen fremd und sie ging mit Gewalt mit und aß mit Zwang.


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Mord an Iris Hans (1978)

21.09.2025 um 21:09
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Rückblickend könnte die Freundin oder wer anders vom Hof die damalige Situation ja völlig anders einschätzen, als eben damals.
Ja, genau das meinte ich. Es gibt sicher einige Personen, inklusive der Freundin, die heute etwas dazu sagen könnten. Ich denke nicht, daß die ihre Eindrücke von damals alle vergessen haben, zumal es ja nicht so oft vorkommt im Leben, daß man persönlich so nahe an einem Ereignis wie dem Verschwinden und Getötetwerden eines Mitmenschen dran ist.
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Wenn IH freiwillig mitging, muss sie ja auch einen Anlass und Vertrauen gehabt habe, sich nicht auf dem Hof zu melden/abzumelden. Und dann freiwillig was zu essen, macht man in einer Gefahrensituation ja ach nicht unbedingt. Die Person könnte also eine vertraute Person aus dem dortigen Sozialraum gewesen sein.
Oder aber eben vollkommen fremd und sie ging mit Gewalt mit und aß mit Zwang.
Diese zwei Möglichkeiten sehe ich auch so. Jemand der mit dem Hof zu tun hatte, so daß er ihr sagen konnte: „Du mußt heute erst später arbeiten. Ich soll dich gleich mitnehmen nach….. und dir erst mal…. zeigen und dann gehen wir später auf den Hof…“ (Fiktives Beispiel).

Oder eben tatsächlich jemand, der sie auf dem Weg dort alleine hat laufen sehen und die Gelegenheit genutzt hat um sie in seine Gewalt zu bekommen. Da könnte ich mir dann auch gut jemanden vorstellen, der dort irgendwo gewohnt hat oder so einen Schrebergarten hatte oder sich zumindest in dem Bereich regelmäßig aufhielt und eine Möglichkeit hatte ihr etwas zum Essen anzubieten.
Jemand, aus einer anderen Gegend, der sie zufällig gesehen hat quasi aus der Stadt hinaus laufend Richtung Reiterhof und ihr dann in einem Fahrzeug gefolgt ist und sie in sein Auto gezerrt hat wäre natürlich auch noch eine Möglichkeit. Da würde ich aber dann davon ausgehen, daß er sie eher irgendwo anders abgelegt hätte und nicht dort, wo man vielleicht schon nach ihr sucht und wo er sich selbst eventuell gar nicht so gut auskennt.


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Mord an Iris Hans (1978)

22.09.2025 um 01:34
@Mickelangelo


Dahingehend passen ja auch die Fragen der Polizei an Menschen, die Mitwisser kennen oder die Menschen kennen, die sich nach diesem Mord an IH verändert haben oder weggezogen sind (Minute 11). Youtube: Der Fall Iris Hans, Cold Case aus Mayen: Warum musste 14-Jährige sterben?
Der Fall Iris Hans, Cold Case aus Mayen: Warum musste 14-Jährige sterben?
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Es werden ja nicht einmal die Mitwissern selbst angesprochen, sondern die Menschen, die Mitwisser kennen.


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Mord an Iris Hans (1978)

27.09.2025 um 09:52
Das Zeitfenster, von dem wir nicht wissen, wo IH war bis zur Ermordung bzw. Auffindung der Leiche, ist relativ groß.

Und das ist rätselhaft.

Bezüglich des Mageninhaltes von IH: Es waren doch wohl warme Speisen?!

Keine Imbissbude, kein Restaurant in Mayen hat morgens früher schon auf.

Gegen ein Frühstück in einem der Cafes spricht, dass es diesbezüglich keine Zeugen gibt.


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Mord an Iris Hans (1978)

16.07.2026 um 22:27
Hallo zusammen,

ich möchte dieses Thema wieder etwas beleben. Der Mord an Iris Hans gehört zu den bekanntesten ungeklärten Verbrechen im Raum Mayen bei Koblenz und beschäftigt die Ermittler bis heute. In den vergangenen Jahren gab es neue Berichterstattung der Rhein-Zeitung sowie erneute Untersuchungen von Asservaten mit modernen kriminaltechnischen Methoden.
Da sich über mehrere Seiten viele Informationen, Vermutungen und Theorien angesammelt haben, möchte ich zunächst eine möglichst neutrale Zusammenfassung der bekannten Fakten erstellen. Ziel ist es, gesicherte Erkenntnisse klar von Spekulationen zu trennen.

Das Opfer
Iris Hans war 14 Jahre alt und lebte mit ihrer Familie im Raum Mayen. Sie galt als fröhlich, offen und tierlieb. Sie spielte Querflöte im Spielmannszug „Blaue Funken“, war Klassensprecherin an der Sankt Veit Schule in Mayen und absolvierte an dieser Ende August 1978 gemeinsam mit einer Schulfreundin ein Schulpraktikum auf dem Thomashof.

Der Tattag - Donnerstag, 31. August 1978
Gegen 06:50 Uhr wurde Iris von ihrem älteren Bruder in der Mayener Innenstadt abgesetzt. Normalerweise legte sie den restlichen Weg gemeinsam mit einer Schulfreundin zurück. Diese hatte an diesem Morgen jedoch verschlafen und sollte später von ihrem Vater direkt zum Thomashof gebracht werden. Iris machte sich deshalb allein auf den Weg.
Die letzte gesicherte Sichtung erfolgte gegen 07:00 Uhr an der Ecke Kelberger Straße / Kolpingstraße durch die Freundin ihres Bruders. Zu diesem Zeitpunkt verhielt sich Iris völlig unauffällig.

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Bildquelle: Karte 1978 von Mayen

Von dort führte ihr üblicher Weg an den letzten Häusern der Kolpingstraße vorbei, anschließend an der Hubertusruh, den Schrebergärten, der Baumschule Rech und schließlich unter der Bahnunterführung der Strecke Mayen-Münstermaifeld hindurch zum Thomashof. Der Weg war zwar morgens durch Pendler als Schleichweg befahren, galt insgesamt jedoch als eher abgelegen.

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Bildquelle: Karte 1978 von Mayen

Auf dem Thomashof kam Iris an diesem Tag niemals an.

Warum ihr Ausbleiben dort zunächst offenbar nicht auffiel, ist bis heute unklar. Möglich ist, dass Fehltage von Praktikanten damals weniger streng gehandhabt wurden oder man von einer Erkrankung ausging. Eine telefonische Rückfrage bei den Eltern erfolgte jedenfalls nicht.

Als Iris gegen 16:00 Uhr, ihrer üblichen Rückkehrzeit, nicht nach Hause kam, begann ihre Familie nach ihr zu suchen.

Gegen 20:00 Uhr erstatteten ihre Eltern Vermisstenanzeige.

Noch während der eingeleiteten Suchaktion wurde ihre Leiche gegen 23:50 Uhr in einem Gebüsch unterhalb der Bahnunterführung der Strecke Mayen–Münstermaifeld gefunden. Unmittelbar an dem Weg, den sie morgens hätte nehmen müssen.

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Bildquelle: Screenshot aus einer Reportage der Rhein-Zeitung

Die Ermittlungen
Bereits früh gingen die Ermittler von einer sexuell motivierten Tat aus.
Die Obduktion ergab jedoch, dass keine vollendete Vergewaltigung stattgefunden hatte. Iris wurde teilweise entkleidet aufgefunden. Nach Auffassung der Ermittler spricht vieles dafür, dass der Täter versuchte, sie zu vergewaltigen und dies aufgrund ihrer heftigen Gegenwehr scheiterte.

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Bildquelle

Iris starb durch insgesamt 26 Stichverletzungen im Hals- und Brustbereich.
Hinsichtlich des Tatwerkzeugs existieren unterschiedliche Angaben. Während frühe Presseberichte von einem langen, schraubenzieherähnlichen Gegenstand ausgingen, wird in späteren Ermittlungsdarstellungen auch ein Messer als mögliches Tatwerkzeug genannt.

Die Verletzungen sowie mutmaßliche Abwehrverletzungen an Händen und Armen sprechen für einen heftigen Kampf. Nach Einschätzung der Ermittler dürfte der Täter dabei Kratz- oder Abwehrspuren davongetragen haben.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse lautet bis heute:

Der Fundort war nach Auffassung der Ermittler nicht der eigentliche Tatort.

Am Fundort fehlten Blutspuren und andere Hinweise, die bei einer derart brutalen Gewalttat zu erwarten gewesen wären. Deshalb geht die Polizei davon aus, dass Iris an einem anderen Ort getötet und ihre Leiche erst später im Schutz der Dunkelheit an der Bahnunterführung abgelegt wurde.

Außerdem verschwanden ihre übrige Kleidung sowie die Plastiktüten mit persönlichen Gegenständen, die sie am Morgen bei sich getragen hatte. Diese wurden bis heute nicht gefunden.

Der rätselhafte Mageninhalt
Einer der interessantesten Punkte des Falles ist bis heute der Mageninhalt.

Bei der Obduktion wurden Speisereste einer Mahlzeit festgestellt, die Iris nachweislich nicht zu Hause gegessen hatte.

Da die Rechtsmedizin den Todeszeitpunkt auf den Nachmittag eingrenzte, gehen die Ermittler davon aus, dass Iris nach ihrem Verschwinden mehrere Stunden an einem bislang unbekannten Ort verbrachte und dort auch etwas zu essen bekam.

Wo das geschah, mit wem sie zusammen war und wann genau sie diese Mahlzeit einnahm, konnte trotz umfangreicher Ermittlungen nie geklärt werden.

Damals überprüfte die Polizei sogar sämtliche Gaststätten in Mayen und Umgebung. Trotzdem ließ sich weder feststellen, wo Iris gegessen hatte, noch mit wem sie dort gewesen war.

Weitere Ermittlungsansätze
Unmittelbar nach der Tat führte die Polizei umfangreiche Befragungen entlang des Weges zum Thomashof durch. Auch Anwohner der Kolpingstraße wurden befragt und teilweise mit Fotos von Iris konfrontiert.
Bereits kurz nach der Tat gestand ein 15-jähriger Jugendlicher aus einem Heim in der Nähe des Tatortes (Bernardshof) den Mord. Im Verlauf der Ermittlungen stellte sich jedoch heraus, dass sein Geständnis zahlreiche Widersprüche enthielt und nicht mit den gesicherten Erkenntnissen übereinstimmte. Er wurde deshalb als Täter ausgeschlossen.

Ein weiterer Ermittlungsansatz ergab sich aus einer Zeugenbeobachtung wenige Tage vor der Tat. An der Einmündung zum Thomashof war ein etwa 23 bis 25 Jahre alter Mann aufgefallen, der sich mit einem jungen Mädchen unterhielt. Er wurde als etwa 1,80 bis 1,83 Meter groß, mit dunklen nackenlangen Haaren und ungepflegtem Erscheinungsbild beschrieben. Auffällig war, dass er drei unterschiedlich große Schraubenzieher in der Innentasche seines Blousons mitführte und eine Bierflasche in der Hand hielt.
Da damals ein schraubenzieherähnliches Tatwerkzeug vermutet wurde, veröffentlichte die Polizei einen Zeugenaufruf. Ein Zusammenhang mit der Tat konnte jedoch nie nachgewiesen werden.

Im Laufe der Ermittlungen gerieten außerdem weitere Personen in den Fokus der Polizei. Nach späteren Berichten gab es mindestens zwei konkrete Tatverdächtige. Für eine Anklage oder Verurteilung reichten die vorhandenen Beweise jedoch nicht aus.

Der Stand heute
Der Fall wird weiterhin als Cold Case bei der Kriminalpolizei Koblenz bearbeitet.

Im März 2023 veröffentlichten Staatsanwaltschaft Koblenz und Polizei Rheinland-Pfalz den Fall erneut im Rahmen ihrer Cold-Case-Initiative. Gleichzeitig wurde eine Belohnung von 1.500 Euro für Hinweise ausgelobt.
Die Ermittler richten sich dabei ausdrücklich auch an mögliche Mitwisser. Von besonderem Interesse sind Personen, die sich damals aus persönlichen Gründen nicht gemeldet haben oder denen nach der Tat auffällige Wesensveränderungen, ein plötzlicher Wegzug oder ein unerwarteter Kontaktabbruch bei jemandem aus ihrem Umfeld aufgefallen sind.

Darüber hinaus werden vorhandene Asservate weiterhin mit modernen kriminaltechnischen Verfahren, insbesondere neuen DNA-Analysemethoden, untersucht. Ziel ist es, bislang nicht auswertbare Spuren mit heutiger Technik erneut überprüfen zu können.

Offene Fragen
Bis heute sind unter anderem folgende Fragen ungeklärt:

  • Wo hielt sich Iris zwischen ihrem Verschwinden am Morgen und ihrem Tod am Nachmittag auf?
  • Wo befand sich der tatsächliche Tatort?
  • Mit wem nahm sie die Mahlzeit ein?
  • Wie gelangte sie an diesen unbekannten Ort?
  • Stieg sie freiwillig zu jemandem ins Auto oder wurde sie unter einem Vorwand mitgenommen?
  • Warum wurde ihre Leiche ausgerechnet an der Bahnunterführung abgelegt?
  • Wo befinden sich ihre verschwundenen Kleidungsstücke und persönlichen Gegenstände?
  • Kannten sich Täter und Opfer?
  • War der Täter ortskundig?



Ich würde mich freuen, wenn wir den Fall noch einmal möglichst sachlich diskutieren und dabei klar zwischen gesicherten Fakten und persönlichen Theorien unterscheiden. Vielleicht ergeben sich durch neue Blickwinkel oder bislang wenig beachtete Details interessante Ansätze.


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