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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

2.758 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Köln, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 09:55
@donbe
Zitat von donbedonbe schrieb:Das eine schließt das andere doch nicht aus. Auch im militärischen Umfeld kann es ja persönliche Motive geben.
Naja, jemandem mit dem Messer zu Leibe zu rücken ist schon sehr persönlich. Aber wem im militärischen Bereich sollte N.S. denn so auf den Schlips getreten sein, wiederum ohne dass es Kameraden oder Vorgesetzten aufgefallen wäre. Ein Wehrpflichtiger, der freiwillig unbeliebte Dienste schob?

Nach den vorliegenden Informationen hatte ich den Ermittlungsansatz eher als "zivil"( persönlich ) vs. "militärisch" ( dann eher als Verdeckungstat ) verstanden.

MfG

Dew


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 09:59
Die Angst vor einem ungewollten Outing des Täters wäre sicher ein Motiv in Anbetracht der von dir erwähnten Umstände. Dann müßte man aber wohl eher von einer abgelehnten Annäherung als von einer (zunächst?) einvernehmlichen Beziehung ausgehen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 10:04
Zitat von donbedonbe schrieb:Dann müßte man aber wohl eher von einer abgelehnten Annäherung als von einer (zunächst?) einvernehmlichen Beziehung ausgehen.
Warum? Es würde als Motiv doch reichen, wenn der Täter durch seine zwar einvernehmliche aber heimliche Beziehung erpressbar war?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 10:05
@Dew
"Persönlich" kann man schon als "zivil" interpretieren. Es bleibt aber rätselhaft, was denn verdeckt werden sollte, wenn der Mörder aus dem militärischen Umfeld kam und Norbert dort keine bekannten Feinde hatte.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 10:08
@ Shilo
Ich verstehe deinen Gedankengang nicht ganz. Dann traust du also dem braven Norbert eine Erpressung zu? Oder meinst du, andere wären den beiden auf die Schliche gekommen?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 10:10
Zitat von ZiegenpetraZiegenpetra schrieb:Ich finde, die Erklärung von @donbe dazu sehr schlüssig.
Es gab damals nicht viele Möglichkeiten, die Homosexualität auszuleben.
Ich muss mich hier korrigieren:
Es war @pannettone , der dazu etwas schrieb.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 10:13
Zitat von donbedonbe schrieb:Ich verstehe deinen Gedankengang nicht ganz. Dann traust du also dem braven Norbert eine Erpressung zu? Oder meinst du, andere wären den beiden auf die Schliche gekommen?
Auch wenn ich nicht angesprochen wurde:
Aber selbstverständlich kann jemand, der ansonsten als "brav" beschrieben wird, in Sachen Liebe plötzlich ganz anders agieren oder reagieren.
Die Liebe macht komische Sachen mit einem.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 10:15
Zitat von ZiegenpetraZiegenpetra schrieb:Auch wenn ich nicht angesprochen wurde:
Aber selbstverständlich kann jemand, der ansonsten als "brav" beschrieben wird, in Sachen Liebe plötzlich ganz anders reagieren.
Die Liebe macht komische Sachen mit einem.
So ist es. In einer Beziehung läuft nicht immer alles nach Plan. Insbesondere nicht, wenn unterschiedliche Erwartungen bestehen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 10:21
@Ziegenpetra

Ja, da habe ich zu kurz gedacht. Erpressung muß ja nicht notwendigerweise mit Geld zu tun haben, was mein erster Gedanke war.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 10:44
@donbe
Zitat von donbedonbe schrieb:Es bleibt aber rätselhaft, was denn verdeckt werden sollte, wenn der Mörder aus dem militärischen Umfeld kam
Im Rahmen der bisherigen Informationslage denke ich an eine "außerdienstliche Aktivität" krimineller Art, deren Meldung ( Telefonkabel! ) den Betreffenden seine Karriere gekostet hätte. Die Kombination aus plötzlicher Mitwisserschaft und beabsichtigter Meldung setzte den Täter so massiv unter Druck, dass er durchdrehte.

MfG

Dew


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 10:52
Vielleicht wird der Anzahl von Stichen auch zu viel Bedeutung zugemessen und der Täter war nicht erfahren mit der Waffe Messer und benötigte daher diese Vielzahl. Wäre ja auch möglich. Ich halte es schon für sehr wahrscheinlich das der Täter eine Verbindung zur Bundeswehr hat, jedoch nicht zum Butzweilerhof direkt.. Vielleicht auch ein Ehemaliger von dort. Wäre der Täter damals zum Zeitpunkt der Tat in der Kaserne stationiert gewesen hätte man ihn doch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zumindest mittelfristig ermitteln können. Ich denke schon das der Täter nach der Tat ein auffälliges Verhalten an den Tag gelegt hat ob er nun wollte oder nicht!


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 10:58
Ich finde, einige von euch beissen sich bei dieser Spekulation "Homosexualität" fest, für die es keinen Hinweis, geschweige denn einen Beweis gibt. Ich halte es auch für - sagen wir - sehr unfreundlich gegenüber NS und seiner Familie, ihm einfach so eine Homosexualität zu unterstellen.

Es ist zudem eine Unterstellung, deren Zutreffen schon rein statistisch unwahrscheinlich ist.

Zum Thema druchgeschnittenes Telefonkabel: Ich weiß nicht, wie üblich es damals war, dass ein GvD während seines Dienstes angerufen wurde, aber möglicherweise erscheint es einem Anrufer weniger verdächtig, wenn die ganze Verbindung gestört ist, als wenn auf wiederholtes Anklingeln sich niemand meldet. Das könnte die Überlegung des Täters gewesen sein. Andererseits halte ich Anrufe mitten in der Nacht (also nach 22 Uhr) für eher unwahrscheinlich.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 11:04
Zitat von DewDew schrieb:....denke ich an eine "außerdienstliche Aktivität" krimineller Art....,
Diebstahl kommt natürlich in einer sozialen Gruppe von damals 500.000 Mann vor, gar keine Frage, der Großteil sind doch aber geringwertige Wirtschaftsgüter, mal einen Farbtopf hier, eventuell mal was anderes aus einem Schwarzbestand da, ja, die gibt es in jeder Kompanie, aber auch in jeder zivilen Firma.....

Was sollte in einer Nachschubkaserne, die keine großartige Waffentechnik umschlägt, denn mitten in der Nacht für krimenelle Aktivitäten stattfinden, die nicht sehr, sehr auffällig sind, in jedem Kompanieblock ein UvD und am Tor die Wache, die Streifen im T-Bereich? Alles mögliche Zeugen in einer sonst stillen Kaserne.

Wenn eine Palette EPA oder eine Palette Kampfsocken gestohlen werden sollte, dann läuft das doch unter aller Augen, aber mit einer kreativen Buchführung, und da kommt kein W12 hinter. Die Beispiele sind bewusst so absurd gewählt.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 11:11
Bezüglich durchgeschnittenes Telefonkabel und ob ein Anrufer dann "besetzt" oder "frei"-Zeichen hört, gab's dazu schon mal diese Erklärung:

Beitrag von T68 (Seite 12)

Von daher ist die Annahme, dass die Verbindung danach "gestört" ist bzw. kein "frei"- Zeichen mehr erscheint
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Zum Thema druchgeschnittenes Telefonkabel: Ich weiß nicht, wie üblich es damals war, dass ein GvD während seines Dienstes angerufen wurde, aber möglicherweise erscheint es einem Anrufer weniger verdächtig, wenn die ganze Verbindung gestört ist, als wenn auf wiederholtes Anklingeln sich niemand meldet.
wohl so nicht ganz richtig.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 11:18
Zitat von in1968in1968 schrieb:Wäre der Täter damals zum Zeitpunkt der Tat in der Kaserne stationiert gewesen hätte man ihn doch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zumindest mittelfristig ermitteln können.
Dem stimme ich ausdrücklich zu, denn - wenn wir uns mal erinnern - war man sich damals ja zunächst auch sicher, einen Täter aus der Kaserne ermittelt zu haben.
Der Tatverdacht wurde später allerdings wieder zurückgenommen.

Dieses Forum ist "voll" von ungeklärten Beziehungstaten, in denen die Ermittler den Täter ziemlich sicher kennen dürften. Dennoch gibt es keinen offiziellen Tatverdächtigen, weil man ermittlungsseitig zu wenig in der Hand hat und die Spurenlage nicht genügend hergibt.

Deshalb wundere ich mich über manche gedanklichen "Verrenkungen", die in dieser Diskussion konstruiert wurden, um den "großen Unbekannten" zu erklären, der von außen in die Kaserne eingedrungen sein soll und drinnen NS tötete.

Eine Erfahrung aus diesem Forum ist doch, dass die allermeisten Beziehungstaten, wenn sie denn erstmal beweissicher aufgeklärt werden können, letztlich wenig überraschende oder geradezu erwartbare Lösungen haben.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 11:18
@Shiloh:
Vielen Dank für den Hinweis und auch @T68 für seinen Beitrag zum Telefon, das war mir nicht bekannt. Dann ziehe ich meinen Erklärungsversuch natürlich zurück. Es gäbe nur noch die Möglichkeit, dass auch dem Täter dies unbekannt war.

Eine andere Möglichkeit, die ich schon mal erwähnt habe, ist, dass der Täter im UvD-Zimmer auf NS wartete (angelehnte Tür), während NS auf Rundgang oder auf der Toilette war, und schon mal vorsorglich das Telefonkabel duchtrennt hat. Das Durchtrennen des Kabels mit einem Messer war möglicherweise geräuschloser als der Herausreissen des Kabels aus der Telefonsteckdose.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 11:29
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Eine andere Möglichkeit, die ich schon mal erwähnt habe, ist, dass der Täter im UvD-Zimmer auf NS wartete (angelehnte Tür), während NS auf Rundgang oder auf der Toilette war, und schon mal vorsorglich das Telefonkabel duchtrennt hat.
Möglich wäre das, dann wäre aber von einer von Anfang an geplanten Tat auszugehen. Diesbezüglich hege ich da so meine Zweifel.
Ich denke eher, die Situation ist - aus welchen Gründen auch immer - unvorhergesehen eskaliert.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 12:17
Eine evtl Freundin im GvD Zimmer halte ich für eher unwahrscheinlich.
Erstens hätte man dann vermutlich kommuniziert, dass weibliche DNA gefunden wurde.
Das GvD/UvD Zimmer ist zum einen der so ziemlich romantischste Ort und auch so klein, dass man niemanden verbergen kann, wenn jemand in das Zimmer schaut.
Norbert hatte den Dienst spontan getauscht, hätte den Samstag Abend also auf jeden Fall frei gehabt, das Risiko wäre extrem hoch und Norbert galt als überaus korrekt.
Ne Freundin an Wochenende auf die Stube schmuggeln, okay - aber ins GvD Räumchen während dem Dienst? Langweilig hin oder her, es gibt auch nichts, was es nicht gibt - aber es wäre schon ein unnötiges und grosses Risiko.
Zitat von MajorQuimbyMajorQuimby schrieb:auch 1989 hat es dort genügend Lokalitäten gegeben, in denen man sein Comimg Out hätte haben können, wieso sollte man irgendein sexuelles Vorhaben ausgerechnet in dem doch irgendwo ziemlich überwachten Mikrokosmos Kaserne/ UvD Zimmer machen?
Gäbe es auch nur einen winzigen Hinweis auf die Homoszene, dann hätte die Polizei, zumindest verklausuliert, das auch publik gemacht, zumindest jetzt in den 2020ern.

Es war Sommer, der Dienst wäre am Sonnanbend Vormittag zu Ende gewesen, mit möglichen Partnern wären noch fast 2 Tage übrig gewesen, um etwas zu erleben, zur Not auch draußen, kann ja eventuell auch ganz romantisch sein.

Wieso hat er die Wochenenddienste gemacht? Unbeliebter Dienst, aber im Grunde genommen leicht verdientes Geld, bzw. Überstunden. Der Spieß erteilt den Urlaub für die Kirchenfreizeiten, und dann es natürlich gut, wenn man vorher mal ein paar Dienste einlegt, die unbeliebt sind.
Seh ich genauso. Er hat den Dienst spontan getauscht und hätte ab Samstag Morgen frei gehabt. Und wollte Urlaub. Wozu dann genau an dem einen Tag solche Risiken eingehen?
Und das an einem wahrlich unromantischen Ort und mit viel Aufwand?
Außerdem wären evtl Spuren, die in die Richtung gehen bestimmt erwähnt worden
Zitat von KieliusKielius schrieb:Deshalb wundere ich mich über manche gedanklichen "Verrenkungen", die in dieser Diskussion konstruiert wurden, um den "großen Unbekannten" zu erklären, der von außen in die Kaserne eingedrungen sein soll und drinnen NS tötete.
Das seh ich ähnlich. Wenn es jemand von aussen war, dann wahrscheinlich nur in Kombination mit jemand von "drinnen" (Nachts Kumpels mitgebracht, dubiose Geschäftchen usw) - aber dann gäbe es Mitwisser, was ich für denkbar halte.
Nur den Aggro Typen, der bewusst für den Mord eindringt, halte ich zwar für theoretisch denkbar (man weiss ja gar nichts), ist aber für mich nicht die wahrscheinlichste Variante


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 15:20
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Ich finde, einige von euch beissen sich bei dieser Spekulation "Homosexualität" fest, für die es keinen Hinweis, geschweige denn einen Beweis gibt. Ich halte es auch für - sagen wir - sehr unfreundlich gegenüber NS und seiner Familie, ihm einfach so eine Homosexualität zu unterstellen.
Es ist die erste Theorie die in meinen Augen Sinn macht - bisher hakte es immer irgendwo.
Allerdings kann von "Festbeißen" keine Rede sein, und: Worauf gibt es denn überhaupt Hinweise?

Was ist denn deiner Meinung nach an Homosexualität schlimm, dass du das als Unterstellung (negativ) formulierst?
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Möglich wäre das, dann wäre aber von einer von Anfang an geplanten Tat auszugehen. Diesbezüglich hege ich da so meine Zweifel.
Ich denke eher, die Situation ist - aus welchen Gründen auch immer - unvorhergesehen eskaliert.
Das vermute ich auch.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 15:37
Zitat von ZiegenpetraZiegenpetra schrieb:Was ist denn deiner Meinung nach an Homosexualität schlimm, dass du das als Unterstellung (negativ) formulierst?
Die Frage ist doch gar nicht, wie man "Homosexualität" bewertet.

Der Punkt ist, dass es auf eine homosexuelle Neigung des Mordopfers nun wirklich nicht den kleinsten Hinweis gibt (eher ist das Gegenteil der Fall!) und es sich bei dahingehenden Vermutungen um eine absolut haltlose Spekulation handelt.

Noch absurder wird es, wenn dann auf der an den Haaren herbeigezogenen Spekulation auch noch Abenteuergeschichten aufgebaut werden, z.B. dass es mit einem "Lover" im Dienstzimmer zu einer tödlichen Eskalation gekommen wäre.

Mit einigen scheint bei dieser speziellen Thematik etwas die Phantasie durchzugehen...


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