Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

3.378 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Köln, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.03.2026 um 08:42
Zitat von pannettonepannettone schrieb:weil es bei messermord eben stark saftelt, wodurch das messer rutschig wird.
Dein letzter Beitrag war jetzt aber nicht gerade eine "messerscharfe Analyse", lieber @pannettone ...

Das Opfer war bekleidet.
Das Blut trat also zunächst unter den Kleidungsschichten auf. Möglicherweise verursachten die Messerstiche Sickerblutungen, was nicht weniger gefährlich sein muss.
Die multiple Messerattacke kann überfallartig und in kürzester Zeit erfolgt sein (z.B. in einem sehr kurzen Zeitraum von nur andertthalb Minuten, was einer Stichfequenz von höchstens 9 Sekunden entspräche - also nicht unrealistisch), so dass der Täter mit dem in der Folge auslaufenden Blut des Opfers so gut wie nicht in Kontakt kam (mit Ausnahme wie gesagt möglicherweise eines Handschuhs des Täters, wodurch der Täter in der Folge ein Fenster mit Blut des Opfers kontaminierte).

Dass die Tat selbst tatsächlich so oder so ähnlich abgelaufen ist, würde ich wiederum daraus ableiten, dass der Täter ja offenbar so gut wie keine Spuren am Tatort hinterlassen hat.

Wenn es dir hilft, dann frag doch mal deine KI, was sie davon hält...


2x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.03.2026 um 09:08
Zitat von KieliusKielius schrieb:dass beim Zustechen Blut des Opfers an einen Handschuh des Täters gelangt ist und dass der Täter damit anschließend das Fenster kontaminiert hat.
Zitat von KieliusKielius schrieb:mit Ausnahme wie gesagt möglicherweise eines Handschuhs des Täters, wodurch der Täter in der Folge ein Fenster mit Blut des Opfers kontaminierte).
Oder der Täter hat keine Handschuhe benutzt und der gefundene Fingerabdruck, den die Kripo so hütet und den sie niemandem aus der Kaserne zuordnen konnte, befand sich in dem Blutfleck am Fenster?

Oder der Täter hat dort am Fenster mit dem Blut des Opfers absichtlich die falsche Spur "Flucht aus dem Fenster/Flucht aus dem Gebäude" gelegt?

Im XY-Fall sah man auch deutlich Blut am Telefon. Leider wurde hier nicht veröffentlicht, ob das Blut ebenfalls vom Opfer stammte.

Vielleicht war das durchschnittene Telefonkabel auch eine falsche Spur?

Als ob ein "professioneller" Überfall stattgefunden hätte (War das Zimmer vielleicht auch noch durchwühlt?) obwohl es ein "privates Ding" war?


2x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.03.2026 um 09:14
Zitat von pannettonepannettone schrieb:wir haben einen sportlichen täter, der aus dem hochpaterre springt
Da würde ich mal sagen, stinknormales Erdgeschoss.

aktenzeichen-xy-kaserne-norbert-stolz


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.03.2026 um 09:19
Laut Gallwitz gibt es drei klassische Hauptmotive für Mord: „Kränkung und Verletzung des Selbstwertgefühls ist wohl der häufigste Tötungsgrund“, sagt der Profiler. Habgier und materielle Bereicherung stehen an zweiter Stelle, gefolgt von Rache. Nach diesen drei Grundmotiven werde es mit sexuellen Motiven, Eifersucht, Hass und Liebe wieder etwas bunter.
Quelle: https://www.focus.de/wissen/mensch/suchen-wir-den-moerder-in-uns-kriminologie_id_2261141.html

So, wenn ich mir die möglichen Motive in diesem Fall so anschaue und mit Gallwitz' Liste vergleiche, dann fällt Habgier und materielle Bereicherung wohl raus.

Kränkung und Verletzung des Selbstwertgefühl gilt im Allgemeinen - also nicht fallbezogen - als am wahrscheinlichsten.

Und das könnte auch hier sehr zutreffend sein, und zwar nicht nur, wenn man unterstellt, dass der Täter NSt amouröse Intentionen hegte, die NSt zurückwies, egal ob NSt nun heterosexuell war - oder ihn nur schlicht nicht mochte.

Ebenso wäre es nämlich auch möglich, dass der Täter sich NSt unterlegen fühlte als Soldat. So dass der Täter der Meinung war, NSt schikanierte ihn aus seiner Sicht und ließ ihn zu Unrecht auflaufen (aus Sicht NSt "korrektes Verhalten") und sich in seinem Selbstwertgefühl verletzt.

Nur, um es gerade zu rücken: Es geht hier nur die Motive, nichts von alledem aber rechtfertigt natürlich einen Mord. Es ist nur eine mögliche Antwort auf die Frage: "Welche Motive treiben einen Täter zu einem Mord?"


2x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.03.2026 um 09:38
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Als ob ein "professioneller" Überfall stattgefunden hätte (War das Zimmer vielleicht auch noch durchwühlt?) obwohl es ein "privates Ding" war?
Im GvD/UvD Zimmer gibt es nicht viel zu durchwühlen. Ordner mit alten Anweisungen, aktuellen Anweisungen, evtl Tisch mit alten Sport- und Autozeitungen - sonst ist da ja nichts außer Fernseher, evtl Radio. Außer Filme gucken und Buch lesen, Chips essen war da nicht viel.
Zitat von KieliusKielius schrieb:KI
Bin da bei Dir, eine KI hilft nichts, man hat ja nur öffentlich zugängliche Quellen und Ermittler haben sicherlich mehr. Abgesehen davon, dass vieles sehr individuell ist.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Ebenso wäre es nämlich auch möglich, dass der Täter sich NSt unterlegen fühlte als Soldat. So dass der Täter der Meinung war, NSt schikanierte ihn aus seiner Sicht und ließ ihn zu Unrecht auflaufen (aus Sicht NSt "korrektes Verhalten") und sich in seinem Selbstwertgefühl verletzt.
Als Gefreiter hat man für gewöhnlich nicht unbedingt einen Posten, in dem man schikanieren kann. Grundausbildung war vorbei, Hilfsausbilder fiel also aus. Und Gefreite sind ja selbst als Wehrdienstler noch rangmäßig unten. Obergefreiter war er ja noch nicht
Ich weiss, was Du meinst - so Kabbeleien untereinander, nicht jeder mag die Art von jedem anderen. Aber gleich Mord und dann noch in der Kaserne? Vor allem muss ein gezielt persönlich vorgehender Täter gewusst haben, dass der Dienst spontan getauscht wurde. Und quasi am Freitag Vormittag erst den Plan gefasst haben. Bei uns ging der GvD von zehn bis zehn Uhr, ich weiss nicht, ab wann es in dieser Kaserne war. Freitags Mittags spätestens war die Kaserne dann leer.
Wenn er sich im Gebäude versteckt hielt, hatte er Tatwaffe und Wechselklamotten gleich in seiner Stube dabei? Es war ja eine Heimschläferkaserne.
Andererseits - irgendetwas muss die Tat ausgelöst haben, auch wenn jedes Szenario seltsam erscheint.


3x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.03.2026 um 09:40
Zitat von sören42sören42 schrieb:Ebenso wäre es nämlich auch möglich, dass der Täter sich NSt unterlegen fühlte als Soldat. So dass der Täter der Meinung war, NSt schikanierte ihn aus seiner Sicht und ließ ihn zu Unrecht auflaufen (aus Sicht NSt "korrektes Verhalten") und sich in seinem Selbstwertgefühl verletzt.
Dann hätten doch die Uffze der Polizei gegenüber ausgesagt "Norbert Stolz hat immer wieder Meldung über Kameraden gemacht".
Davon ist nichts bekannt, zumindest wurde sowas nicht von der Kripo veröffentlicht.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.03.2026 um 10:19
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Als ob ein "professioneller" Überfall stattgefunden hätte (War das Zimmer vielleicht auch noch durchwühlt?) obwohl es ein "privates Ding" war?
Zitat von abberlineabberline schrieb:Im GvD/UvD Zimmer gibt es nicht viel zu durchwühlen. Ordner mit alten Anweisungen, aktuellen Anweisungen, evtl Tisch mit alten Sport- und Autozeitungen - sonst ist da ja nichts außer Fernseher, evtl Radio. Außer Filme gucken und Buch lesen, Chips essen war da nicht viel.
@abberline
Es ging mir um ein "als ob"-Szenario.
Als ob = falsche Spur => fremder Täter mit kriminellen Absichten überfällt das Opfer, tötet es aufgrund seiner Gegenwehr, kappt die Telefonleitung, durchsucht die Wachstube und flüchtet anschließend durch ein Fenster.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.03.2026 um 11:14
Zitat von abberlineabberline schrieb:Vor allem muss ein gezielt persönlich vorgehender Täter gewusst haben, dass der Dienst spontan getauscht wurde.
Eine andere Möglichkeit wäre, dass der Täter die Kaserne noch gar nicht mit der Absicht betrat, NS zu attackieren, sondern dass es erst in der Tatnacht zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Täter und NS kam, an deren Ende der Täter - vielleicht getriggert durch starke Emotionen wie z.B. Kränkung, Wut und/oder Rachegedanken - sich kurzfristig entschloss oder "dazu hinreißen ließ", NS zu attackieren und ihm die tödlichen Stiche beibrachte.

Dass der Täter gegenüber dem Opfer schon seit längerem Antipathien oder zumindest nicht gerade Sympathien hegte, könnte ja noch hinzugekommen sein und die Eskalation in der Tatnacht begünstigt haben.


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.03.2026 um 18:48
Zitat von KieliusKielius schrieb:Eine andere Möglichkeit wäre, dass der Täter die Kaserne noch gar nicht mit der Absicht betrat, NS zu attackieren, sondern dass es erst in der Tatnacht zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Täter und NS kam, an deren Ende der Täter - vielleicht getriggert durch starke Emotionen wie z.B. Kränkung, Wut und/oder Rachegedanken - sich kurzfristig entschloss oder "dazu hinreißen ließ", NS zu attackieren und ihm die tödlichen Stiche beibrachte.
Wobei sich hierbei die Frage nach der Tatwaffe ergibt. Das dienstlich gelieferte Taschenmesser scheint aufgrund der Klingenlänge auszuscheiden. Also müsste der Täter schon ein entsprechendes Messer mitgebracht haben. War die Tat denn etwa doch geplant, oder billigend in Kauf genommen worden? Wenn in einer Kaserne solch eine Tat verübt wurde, kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand ständig mit einem privaten Messer herumläuft und dies nicht vorher von den Kameraden bemerkt wurde und nach der Tat gemeldet wurde. Hier kommt für mich der Eindruck einer eigens mitgebrachten Stichwaffe auf.


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.03.2026 um 20:12
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:Wenn in einer Kaserne solch eine Tat verübt wurde, kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand ständig mit einem privaten Messer herumläuft und dies nicht vorher von den Kameraden bemerkt wurde und nach der Tat gemeldet wurde. Hier kommt für mich der Eindruck einer eigens mitgebrachten Stichwaffe auf.
Ein Messer ist jetzt keine besonders ungewöhnliche Tatwaffe.
Falls es ein privates Messer war, muss es trotzdem niemand anders aufgefallen sein, geschweige denn von seinem Besitzer überhaupt mit sich herumgetragen worden sein.
Es hätte genügt, dass jemand aus dem Inneren der Kaserne in der Tatnacht Zugriff auf das Messer hatte, wo auch immer es sich da befand (Z.B. bei den persönlichen Sachen oder im eigenen PKW oder anderswo).

Zur Erinnerung, die Beschreibung der mutmaßlichen Tatwaffe bei Aktenzeichen XY war trotz allem recht weit gefasst:
Zitat von ShilohShiloh schrieb am 22.06.2025:Die Aussage der Kölner Kripo in XY war "möglicherweise ein Bundeswehrmesser oder möglicherweise ein anderes, handelsübliches Küchenmesser mit einer ca. 10 cm langen Klinge, einseitig geschliffen"
Im Kontext einer Kaserne würde ich zwar als Erstes an ein BW-Messer denken. Das muss jedoch keineswegs so sein.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.03.2026 um 20:33
Zitat von abberlineabberline schrieb:Bin da bei Dir, eine KI hilft nichts, man hat ja nur öffentlich zugängliche Quellen und Ermittler haben sicherlich mehr.
so meine herrschaften, ich lade also alle gerne zum praxistest ein:
man nehme ein grosses fleischstück (roh) vom schwein. am besten was mit knochen und schön dick, ohne schwarte. schweinefleisch kommt der struktur des menschlichen gewebes am nächsten. dann nehmen wir ein handelsübliches wmf tafelmesser oder ein tomatenmesser und @Kielius und @abberline stechen jeweils 11 mal, wobei 1x mindestens 10cm tief auf das fleischstück ein. können ja keine verletzung passieren, da liegen die ki und sämtliche gerichtsmediziner falsch. ich nehme die wette gerne an, dass sich beide verletzen werden… zu 100%…

das geht nur gut, wenn das messer einen klingenschutz hatte, sprich win kampfmesser oä war. dann sind wir aber im profi-/ mörderbereich.

dann weiter: ein messer mit einer 10cm langen klinge wird ein mindestens 8cm langes griffstück haben, eher mehr, also so ein 18cm ding trägt man nicht unbedingt ständig mit sich und liegt nur dann im uvd zimmer unnütz rum, wenn vorher das essen aus dem mannschaftsheim kam oder der pizzabote (wobei bei uns die pizza immer vorgeschnitten war, sprich lieferung ohne messer)


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.03.2026 um 20:36
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Da würde ich mal sagen, stinknormales Erdgeschoss.
okay, gebe ich dir recht, unser unterkunftsbau war neuer und höher, das dürften so 1.20 m sein zum runterspringen. für 91 jährige zu viel, bis 50 locker schaffbar 😉


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.03.2026 um 20:41
@pannettone
Da wir weder die Tatwaffe kennen, noch den Ablauf etc, ist es Spekulation, ob sich beide verletzt haben. Die Ermittler werden mehr Erkenntnisse haben als wir.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.03.2026 um 21:05
Zitat von pannettonepannettone schrieb:das geht nur gut, wenn das messer einen klingenschutz hatte,
Dass das Tatmesser einen Fingerschutz gehabt haben muss, da würde ich nicht mitgehen.
Das Forum ist voll von Fällen, in denen Täter ihre Opfer mit allen möglichen Arten von Messern und Stichwerkzeugen traktiert haben, ohne sich selbst zu verletzen oder ohne insbesondere ihr eigenes Blut (Täterblut) am Tatort zurückgelassen zu haben.
Zitat von pannettonepannettone schrieb:sprich win kampfmesser oä war. dann sind wir aber im profi-/ mörderbereich.
Falls ein Messer mit Fingerschutz bei der Tat verwendet wurde, lässt sich daraus nicht schlussfolgern, dass ein "Profi" am Werk gewesen ist. Wie kommst du darauf?
Zitat von pannettonepannettone schrieb:also so ein 18cm ding trägt man nicht unbedingt ständig mit sich und liegt nur dann im uvd zimmer unnütz rum, wenn vorher das essen aus dem mannschaftsheim kam oder der pizzabote (wobei bei uns die pizza immer vorgeschnitten
Mag ja alles sein...
Ist doch aber überhaupt kein Argument dagegen, dass der Täter jemand aus dem Inneren der Kaserne gewesen sein könnte, der nun mal - warum auch immer (junge Männer, die ein Messer besitzen, gab es damals wie heute viele, ist doch nichts Seltsames, vielleicht war der Täter ja auch ein etwas "freakiger" Typ?) - ein Messer passend zur Beschreibung des Kommissars bei Aktenzeichen XY besaß und der darauf in der Tatnacht Zugriff hatte. Und der es in der Tatnacht auch benutzte.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

04.03.2026 um 07:56
Die zweite Folge des Podcasts Licht ins Dunkel, die den aktuellen Ermittlungsstand behandelt, ist heute veröffentlicht worden.

Aus den Shownotes:
Nach dem gewaltsamen Tod des Bundeswehrsoldaten Norbert Stolz im Juni 1989 nimmt die Kölner Kriminalpolizei die Ermittlungen auf. Sie befragt im Laufe der Zeit mehr als 100 Kameraden, die Teil seiner Kompanie waren oder die in der Tatnacht in der Kaserne Butzweilerhof gewesen sind.

Dennoch bleiben viele Fragen offen: Ist der Täter im Umfeld der Bundeswehr oder eher im Bekanntenkreis des Getöteten zu suchen? Was haben Löcher, die nach der Gewalttat in einem Zaun gefunden worden sind, mit dem Fall zu tun? Und wie steht es um ein mögliches Tatmotiv?

Darüber habe ich mit Markus Weber, Erster Kriminalhauptkommissar und Leiter der EG Cold Cases beim Polizeipräsidium Köln, gesprochen.
Norbert Stolz - Der Ermittlungsstand (Licht ins Dunkel, Folge #108)


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

04.03.2026 um 10:25
Vielen Dank @LackyLuke77 für den Hinweis auf den 2. Teil des Podcasts (Episode108) im Fall Norbert Stolz.
https://www.podcastfabrik.de/podcasts/lichtinsdunkel/

Was gibt es darin Neues?

1. Es gab tatsächlich ein Chaos im Wachzimmer. Die EB vermuten aufgrund des dort stattgefundenen Kampfes.

2. Es wurde ein gezielter DNA-Test Ende 2025 am 30.11. und 01.12. bei 55 BW-Soldaten durchgeführt. Hierbei handelte es sich um Soldaten, die sich am 23./24.06.1989 auf dem Kasernengelände aufhielten und/oder zur Einheit von Norbert Stolz gehörten.

3. Es gab eine Unterbrechung während des Wachdienstes von Norbert Stolz. Und zwar am frühen Freitagnachmittag des 23.06.. Norbert Stolz verlässt für 2-3 Stunden, bis ca. 17 Uhr, die Wachstube für Ladetätigkeiten auf dem Gelände. Wahrscheinlich wurde er dafür angefragt, da er einen Staplerschein hatte (siehe XY-Eingangs-Szenerie im Film) . Währenddessen hat Arrestant "Schütze Weber" den Wachdienst von Stolz übernommen.

4. Es gibt eine Mischspur von Opfer und Täter am besagten Fensterrahmen. Und es wurden Spuren an der Kleidung des Opfers gefunden. Dies bedeutet eine deutliche Verbesserung der Spurenlage.


Arrestant "Weber" war am Freitagnachmittag also für 2-3 Stunden alleine im Wachraum.


3x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

04.03.2026 um 10:40
Zitat von ShilohShiloh schrieb:3. Es gab eine Unterbrechung während des Wachdienstes von Norbert Stolz. Und zwar am frühen Freitagnachmittag des 23.06.. Norbert Stolz verlässt für 2-3 Stunden, bis ca. 17 Uhr, die Wachstube für Ladetätigkeiten auf dem Gelände. Wahrscheinlich wurde er dafür angefragt, da er einen Staplerschein hatte (siehe XY-Eingangs-Szenerie im Film) . Währenddessen hat Arrestant "Schütze Weber" den Wachdienst von Stolz übernommen.

4. Es gibt eine Mischspur von Opfer und Täter am besagten Fensterrahmen. Und es wurden Spuren an der Kleidung des Opfers gefunden. Dies bedeutet eine deutliche Verbesserung der Spurenlage.
Vielen Dank, @LackyLuke77 und @Shiloh, für diese Informationen. Ich bin ziemlich überrascht, dass dies bisher nicht allgemein bekannt war.

Zugleich zeigt es mir, dass wir hier uns auf der Basis unvollständiger Informationen den Kopf zerbrechen. Da frage ich mich schon, nun alle Informationen allgemein bekannt sind und ob "Spekulieren" über den Tathergang überhaupt Sinn macht. Und ob die Informationslage auch bei anderen Fällen ähnlich unvollständig ist.


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

04.03.2026 um 11:01
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Zugleich zeigt es mir, dass wir hier uns auf der Basis unvollständiger Informationen den Kopf zerbrechen. Da frage ich mich schon, nun alle Informationen allgemein bekannt sind und ob "Spekulieren" über den Tathergang überhaupt Sinn macht. Und ob die Informationslage auch bei anderen Fällen ähnlich unvollständig ist.
Du darfst aber nicht vergessen, dass die Ermittlungen durch die Coldcase-Einheit aktuell noch laufen und dies Informationen über den nun derzeit aktuellen Ermittlungsstand sind. Die gefundenen Spuren aufgrund Untersuchung der Asservate und insbesondere der Kleidung werden noch nicht lange vorliegen. Untersuchungen von Täter/Opfer-Mischspuren (Fensterrahmen) nehmen auch Zeit in Anspruch. Der DNA-Reihentest lief erst im Nov./Dez. des letzten Jahres. Zu unvollständigen Spuren können so immer noch neue Spuren hinzukommen. Wieviel Information zu welchem Zeitpunkt während solcher Ermittlungen an die Öffentlichkeit geht, entscheiden die EB.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

04.03.2026 um 11:31
Zitat von ShilohShiloh schrieb:2. Es wurde ein gezielter DNA-Test Ende 2025 am 30.11. und 01.12. bei 55 BW-Soldaten durchgeführt. Hierbei handelte es sich um Soldaten, die sich am 23./24.06.1989 auf dem Kasernengelände aufhielten und/oder zur Einheit von Norbert Stolz gehörten.
Kann mir gut vorstellen, dass es die Kripo für schlauer hält, Ergebnisse nicht zu veröffentlichen, sogar wenn alle 55 defenitiv entlastet werden.
Zitat von ShilohShiloh schrieb:3. Es gab eine Unterbrechung während des Wachdienstes von Norbert Stolz. Und zwar am frühen Freitagnachmittag des 23.06.. Norbert Stolz verlässt für 2-3 Stunden, bis ca. 17 Uhr, die Wachstube für Ladetätigkeiten auf dem Gelände. Wahrscheinlich wurde er dafür angefragt, da er einen Staplerschein hatte (siehe XY-Eingangs-Szenerie im Film) . Währenddessen hat Arrestant "Schütze Weber" den Wachdienst von Stolz übernommen.
Dann ist ja das ganze UvD Zimmer voll mit guten? Fingerabdrücken und DNS Spuren von Weber, macht die Sache nicht einfacher, es werde sicherlich auch von Fingerabdrücke von den vorherigen GvDs zu finden gewesen sein.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

04.03.2026 um 18:52
Die neue Info das Norbert Stolz seinen Dienst unterbrochen hat ändert die komplette Situation an diesem Tag. Norbert hatte während dieser Zeit keine eigene Kontrolle über etwaige Vorkommnissen in der 2.805.Ich Frage mich aber auch was am späten Freitagnachmittag da noch zu verladen war? Ich habe 9 Monate lang den Fuhrpark der Kaserne mitdisponiert und kann mich an Transporte und Umschlagsarbeiten so spät an einem Freitag nunmal garnicht erinnern.
Wundert mich schon etwas das zu hören So richtig wichtige und eilige Transporte gab es da im Grunde nie.


melden