@Der_Schwabe :
Der_Schwabe schrieb:Wie gesagt, ich bin mir nicht sicher, ob der UvD damals seine Pflicht getan hat oder ob er (verständlicherweise) einfach nur Schiss hatte ;)
Vielleich wissen da die ehemaligen Kameraden, die hier mitschreiben, mehr dazu. Ich bringe es nach so langer Zeit nicht mehr zusammen...
Der Mann hat m. E. aus seiner Einschätzung der Situation heraus richtig gehandelt. Wenn er hätte erkennen können, dass das Geräusch einen harmlosen Ursprung hatte, hätte er das Problem selbst gelöst.
Da die Lage für ihn unklar war, hat er bewaffnete Verstärkung angefordert, anstatt sich unbewaffnet einem nicht einschätzbaren Risiko auszusetzen. Die Anordnung, selbst in Sicherheit zu bleiben und die Verstärkung abzuwarten, passt nahtlos dazu. Alle Beteiligten haben geradezu lehrbuchgerecht gehandelt.
Klar kommt man sich in so einer Situation komisch vor und findet es nachher übertrieben, wenn die Ursache harmlos war. Im umgekehrten Fall, Situation falsch eingeschätzt oder den Helden gespielt lacht am Ende keiner mehr, wenn Schaden eintritt.
Bezogen auf den Fall sehe ich in der durchtrennten Telefonverbindung genau die Maßnahme um auch genau den Ablauf zu be- oder verhindern. Weist für mich auch wieder auf einen Täter aus dem BW-Umfeld hin.
Der_Schwabe schrieb:Als es angeblich knallte hat "Weber" gerade mit seiner Freundin telefoniert. Ich bin mir aber nicht sicher, ob er Norbert während oder nach dem Telefonat gefragt hat, ob er es nicht auch gehört habe. Ich kann nicht mehr sagen, wie es im XY-Film dargestellt wurde.
Soweit ich das verstanden und in Erinnerung habe, wurde es so dargestellt, als ob "Weber" alleine den ominösen "Knall" wahrgenommen hat. Weder die mit ihm telefonierende Freundin, noch der anwesende N.S. haben etwas gehört. "Weber" will dann, wiederum, wenn ich´s richtig erinnere, noch in den Stuben nachgesehen haben.
Der_Schwabe schrieb:Was mir an dieser Aussage von Weber noch komisch vorkommt: Wäre es nicht die Aufgabe vom GvD/UvD gewesen zu klären, woher dieses Geräusch kam, bzw. ob jemand Fremdes im Gebäude ist, auch wenn er es selber nicht gehört hat? Denn "Weber" hat das Geräusch ja gemeldet, wenn man so will.
Interessante Frage. Wieder was, was an "Webers" Aussage auffällt. Ich würde das so sehen:
Wenn "Weber" von seiner Stube gekommen wäre und N.S. auf ein verdächtiges Geräusch hingewiesen hätte, hätte N.S. das weiterverfolgen
müssen. Es hätte ja sein können, dass er die Wahrnehmung, die "Weber" angab, von seinem Platz aus nicht machen konnte. Ich an seiner Stelle hätte den "Weber" auf seine Stube begleitet und auch mal ein paar Minuten gehorcht bzw. die genaueren Umstände ( Wie hat sich das angehört? Von wo kam es? etc. ) erfragt. Abhängig davon, wie substantiell mir die Wahrnehmung und die Schilderung erschienen wäre, hätte ich auch entweder mal nachgeschaut oder die Wache verständigt.
Da N.S. aber in unmittelbarer Nähe war und die Wahrnehmung
nicht machte, gab es für ihn keinen unbedingten Anlass, dem auf den Grund zu gehen. Ich an seiner Stelle hätte auch in dem Fall mal ein paar Minuten gehorcht, ob sich das wiederholt. Wenn ja, Vorgehen wie oben: Nachsehen oder Wache rufen.
In
jedem Fall hätte ich das Vorkommnis im Buch vermerkt, wie z. B. auch den Telefonanruf von "Webers" Freundin. Ereignis, Uhrzeit, etc.
MfG
Dew