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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

3.457 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Köln, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

31.03.2026 um 14:17
Hallo @Dew
@Harald111
@Der_Schwabe

Möchte mich euer Meinung anschließen, was die Löcher im Zaun angeht. Ich kann mir kaum vorstellen wie diese Löcher offenbar so lässig hingenommen wurden! Bei uns in der Gegend unvorstellbar. Die wären schlechtestenfalls am nächsten Tag aufgefallen und repariert worden. Von der nachfolgenden Untersuchung garnicht zu reden.

Ich halte die Löcher im Zaun und die offene Kellertür zum Wochenendsbeginn für tatrelevant. Es ist höchst unwahrscheinlich, daß das ein komplett anderes Ereignis beinhaltet. Schaut euch nochmals das alte Foto an, daß eingestellt wurde. Es ist nicht wirklich weit von den Löchern zur Kellertür mit direkter Linie, man muß nicht durch den halben Stützpunkt um dorthin zu gelangen.
Ich vermute, Stolz wurde bei seinem ersten Kontrollgang direkt am UvD-Zimmer abgefangen, denn er mußte für diesen ja die Tür öffnen. Ich könnte mir denken, daß dem oder den Tätern die Kellertür unabsichtlich ins Schloß fiel und sie saßen fest. Das dürfte zu dem Zeitpunkt passiert sein als Weber seine Freundin und Stolz fragte, ob sie das auch gehört hätten.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

31.03.2026 um 14:56
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich könnte mir denken, daß dem oder den Tätern die Kellertür unabsichtlich ins Schloß fiel und sie saßen fest.
Die offen stehende Kellertür hat allenfalls einen Knauf nach außen. Somit wäre da niemand eingeschlossen gewesen.

Es hätte auch andere Exit-Möglichkeiten gegeben, das Gebäude zu verlassen. Eine Flucht durchs Fenster ist schon sehr ungewöhnlich und lässt Ortskenntnis vermuten.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich könnte mir denken, daß dem oder den Tätern die Kellertür unabsichtlich ins Schloß fiel und sie saßen fest. Das dürfte zu dem Zeitpunkt passiert sein als Weber seine Freundin und Stolz fragte, ob sie das auch gehört hätten.
Schlussendlich hatte aber niemand die zufallende Tür gehört außer Weber. Für eine gesichert zugefallene Tür finde ich das ziemlich dünn. Mal soll der Fernseher gelaufen sein, als Weber vorbei ging, dann wieder habe sich Stolz schlafen legen und den Zettel erst am nächsten Morgen unterschreiben wollen:
Zitat von ShilohShiloh schrieb am 13.03.2026:Daher ist die Version "Die verlangte 22 Uhr Unterschrift wurde von Stolz auf später vertröstet" für mich genauso merkwürdig wie "Stolz saß um 22 Uhr alleine vorm Fernseher und nahm "Weber" im Vorbeilaufen nicht wahr". Beides passt nicht.
Zwei Versionen, die nicht zusammen passen.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Es ist nicht wirklich weit von den Löchern zur Kellertür mit direkter Linie, man muß nicht durch den halben Stützpunkt um dorthin zu gelangen.
Muss man aber auch erst mal wissen. Die "löcherige" Kaserne kam dem Täter zupass, weil sie hervorragend geeignet ist, um von seiner Täterschaft abzulenken.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

31.03.2026 um 15:08
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich könnte mir denken, daß dem oder den Tätern die Kellertür unabsichtlich ins Schloß fiel und sie saßen fest. Das dürfte zu dem Zeitpunkt passiert sein als Weber seine Freundin und Stolz fragte, ob sie das auch gehört hätten.
Interessanter Ansatz.
Nehmen wir mal an, es wäre so gewesen (d.h. Täter gelangte(n) von draußen durch die offenstehende Kellereingangstür in den Keller und saß(en) seit dem "Knall" gegen ca. 19.30 Uhr der Tatnacht im Keller des Gebäudes fest, weil die Kellereingangstür aus irgendeinem Grund zufiel und sich nicht mehr nach außen öffnen ließ).

Wie könnte das Szenario, das dir offenbar gerade vorschwebt, weitergegangen sein?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

31.03.2026 um 15:34
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich könnte mir denken, daß dem oder den Tätern die Kellertür unabsichtlich ins Schloß fiel und sie saßen fest. Das dürfte zu dem Zeitpunkt passiert sein als Weber seine Freundin und Stolz fragte, ob sie das auch gehört hätten.
Und was wollten die Täter in der Kompanie ?
Das Telefongespräch von "Weber" mit seiner Freundin war nach meiner Erinnerung am frühen Abend, Stolz soll um 22 Uhr noch gelebt haben was haben die Täter deiner Meinung nach die ganzen Stunden im Keller gemacht, auf was haben Sie gewartet, und wieso sollten die Täter Stolz angreifen und nicht durch ein Fenster Fliehen oder die Kellertüre aufbrechen, Zeit genug hatten Sie ja ?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

31.03.2026 um 19:47
Zitat von ShilohShiloh schrieb am 13.03.2026:Daher ist die Version "Die verlangte 22 Uhr Unterschrift wurde von Stolz auf später vertröstet" für mich genauso merkwürdig wie "Stolz saß um 22 Uhr alleine vorm Fernseher und nahm "Weber" im Vorbeilaufen nicht wahr". Beides passt nicht.
Ich kenn die Örtlichkeiten natürlich nicht exakt, bei uns war das GvD Zimmer quasi gleich links, wenn man durch die Tür von draussen kam. Daneben war halt der Flur, der links und rechts zu Geschäftszimmer etc führte und wenn man einfach geradeaus ging, kamen halt die Treppen, die in den ersten Stock zu den Stuben, Duschräumen etc führten.
Meist standen unten auch Automaten für Snacks, Kaffee, Cola, Limo etc und das wäre eine Erklärung, warum "Weber" um die Zeit nach unten ging.
Dann hätte er vermutlich wirklich wahrgenommen, dass der Fernseher im GvD Zimmer läuft und Norbert wird nicht interessiert haben, ob "Weber" sich ne Tüte Chips oder Schokolade holt.
Nur - warum dann nicht auch die Unterschrift abholen? Dann wären wir beim "Vertrösten" Szenario, weil Norbert keine Lust hatte aufzustehen, oder "Weber" seinen Zettel nicht dabei hatte und so demotiviert war, dass er einfach nicht zweimal Treppe laufen wollte.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Die offen stehende Kellertür hat allenfalls einen Knauf nach außen. Somit wäre da niemand eingeschlossen gewesen.
War bei uns zumindest so - eben damit sich niemand einsperren kann.


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31.03.2026 um 20:53
Zitat von sören42sören42 schrieb:Die offen stehende Kellertür hat allenfalls einen Knauf nach außen. Somit wäre da niemand eingeschlossen gewesen.
Hallo @sören42 ! Du weißt doch sicherlich selbst, daß es gerade früher noch Außentüren gab, die beidseitig nur mit Schlüssel zu öffnen waren? Ohne Schlüssel zum Entsperren konntest du die Innenklinke drücken soviel du wolltest, wenn die Tür ins Schloß gefallen war.
Je nachdem wie eine Tür sich öffnet, wäre es auch sehr gut denkbar Tür durch weggerutschten Stopper ins Schloß gefallen, verrutschte Kiste oder Stange draußen verhindert nun das sich die Tür weit genug öffnen läßt, daß ein Mensch durchpasst.
Zitat von KieliusKielius schrieb:Wie könnte das Szenario, das dir offenbar gerade vorschwebt, weitergegangen sein?
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:Und was wollten die Täter in der Kompanie ?
Das Telefongespräch von "Weber" mit seiner Freundin war nach meiner Erinnerung am frühen Abend, Stolz soll um 22 Uhr noch gelebt haben was haben die Täter deiner Meinung nach die ganzen Stunden im Keller gemacht, auf was haben Sie gewartet, und wieso sollten die Täter Stolz angreifen und nicht durch ein Fenster Fliehen oder die Kellertüre aufbrechen, Zeit genug hatten Sie ja ?
Ich theoretisiere, daß an diesem Wochenende (wie an einigen anderen auch) eine kleine Gruppe (1-3 Personen) damals aktueller oder ehemaliger "Stützpunktmitarbeiter" :-) im Keller von Gebäude U5 ihre "Privatpost", sprich Schmuggelgut, ein-, um- und ausladen wollten. Wochenends war tote Hose auf dem Stützpunkt und bis zum Loch im Zaun nicht weit, daß man das Gelände ungesehen betreten und/oder verlassen konnte.
An diesem Tag läuft aber etwas schief. Die Kellertür fällt zu und ist blockiert, wie oben erwähnt womöglich Stopper verrutscht und liegt jetzt so blöd, daß die Tür nicht mehr (weit genug) geöffnet werden kann.
Jetzt haben diese Personen ein Problem. Gerade in Altbauten ist das mit Türen und Fenstern im Keller so eine Sache. Häufig sind sie schmal, klein, ohne Hilfe unerreichbar, verschlossen oder vergittert. Ich vermute, daß es genauso auch im U5 war, eine Außentür und die Fenster nicht zum Ausstieg benutzar..
Falls das Geräusch, das von Weber um etwa 19.30 Uhr gehört wurde, jene Tür gewesen ist, hatten unsere Schmuggler ein dickes Problem. Tagsüber hätten sie vielleicht noch irgendeine halbwegs glaubbare Ausrede erfinden können, weshalb sie im Keller waren, aber abends um halb acht am Wochenende? Keine Chance. Also mussten sie hoch ins Erdgeschoss. Und da Stolz offensichtlich ziemlich dienstbeflissen war, dürfte dort auch alles abgeschlossen gewesen sein, was ging. Und damit verabschiedete sich die Chance "einfach so" durch ein Fenster zu entkommen, ohne beim GvD aufzutauchen.
Darum warten bis der GvD zu seinem ersten großen Rundgang durchs Gebäude startet. Falls Webers Aussage so stimmt, war Stolz müde, durchaus möglich, denn er hatte kurzfristig getauscht und einen vollen Tag gehabt. Ich schätze, daß Stolz nach einem Nickerchen so gegen Mitternacht aufbrach und direkt beim Rausgehen aus dem GvD-Zimmer überrascht wurde.
Wahrscheinlich hat Stolz jemanden erkannt oder der/die Täter glaubten, daß Stolz sie später wiedererkennen würde und haben ihn umgebracht. Wäre Weber zufällig runtergekommen, hätten sie ihn gleich mit kaltgemacht, denn er hätte die Typen wohl auch wiedererkannt.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

31.03.2026 um 22:25
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Falls das Geräusch, das von Weber um etwa 19.30 Uhr gehört wurde, jene Tür gewesen ist, hatten unsere Schmuggler ein dickes Problem.
"Deine" Schmuggler... also mit einem Toten haben sie aber noch ein viel Größeres! Im Zuge der Ermittlungen wird doch jeder Stein umgedreht, und der Kripo ist schon zuzutrauen, dass zumindest einer auspacken würde, was diesen ominösen Schmuggel angeht, den ich für eine Räuberpistole halte, weil wohl jeder andere Umschlagplatz geeigneter wäre, als militärisches Gelände, wo allerlei Kontrollen an der Tagesordnung sind - gut, hier speziell offenbar weniger.

Davon ist aber nichts bekannt, dass irgendwas geschmuggelt worden wäre.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Gerade in Altbauten ist das mit Türen und Fenstern im Keller so eine Sache.
Schauen wir uns das Gebäude mal genauer an:

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Quelle: https://www.bild.de/regional/koeln/aktenzeichen-xy-loest-ein-anrufer-den-mord-an-norbert-stolz-67c96a91b06bda52c53674f9

Ich schätze den Bau auf Mitte bis Ende der 70er Jahre. Zum Tatzeitpunkt wäre das Gebäude keine 20 Jahre alt gewesen, eher 10 bis 15 Jahre.

Irgendwelche klemmenden oder verstellten Türen erklären aber auch noch nicht den "Fenstersprung". Der Täter hätte auch ganz normal zur Tür rausgehen können.

Und was passierte dann mit der Schmuggler Ware als die Tür zugefallen war? Die blieb dann im Keller zurück und hinterher nahm niemand Notiz davon oder wie? Oder fiel die Tür zufällig gerade zu, als alles schon erledigt war, nur der spätere Täter war noch im Gebäude verblieben?

Diese Geschichte passt für mich hinten und vorne nicht. Vor allem aber gibt es keinerlei Hinweise in diese Richtung, die von Seiten der Ermittler gegeben wurden.

Da wird, wie so oft, was ganz Profanes hinter stecken, aber in True Crime Foren wird da schnell ein ganzer Thriller draus gestrickt.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

31.03.2026 um 23:40
Zitat von sören42sören42 schrieb:m Zuge der Ermittlungen wird doch jeder Stein umgedreht, und der Kripo ist schon zuzutrauen, dass zumindest einer auspacken würde, was diesen ominösen Schmuggel angeht, den ich für eine Räuberpistole halte, weil wohl jeder andere Umschlagplatz geeigneter wäre, als militärisches Gelände, wo allerlei Kontrollen an der Tagesordnung sind - gut, hier speziell offenbar weniger.

Davon ist aber nichts bekannt, dass irgendwas geschmuggelt worden wäre.
Hallo! Ja, die alte Leier, daß da jemand zeitnah auspacken würde. Genauso ausgepackt wie beim grausamen Mord an A. Aichele, wo es 100%ig Mitwisser gibt.
Wenn es eine Kleingruppe ist, wie ich es auch beschrieben habe, 1-3 Personen, die können, sofern nicht komplett im Fokus stehend, problemfrei dichthalten.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Und was passierte dann mit der Schmuggler Ware als die Tür zugefallen war? Die blieb dann im Keller zurück und hinterher nahm niemand Notiz davon oder wie? Oder fiel die Tür zufällig gerade zu, als alles schon erledigt war, nur der spätere Täter war noch im Gebäude verblieben?
Ich weiß, viele Leute stellen sich bei Schmuggel immer riesige und/oder sperrige Mengen an Material vor. Das gibt es fraglos. Aber viel häufiger sind kleinere Mengen, besonders bei Schmalspurschmuggel. Beispielsweise drei Beutel Kokain nehmen nicht viel Platz weg, ein Beutel Diamanten genausowenig. Der Zoll und die Polizei an der Nordrange haben mehr als gut zu tun, was Schmuggel im großen und kleinen Stil angeht.
Da ist eine Handvoll Kleinschmuggler, die von einem verschlafenen Armeestützpunkt im Hinterland aus operieren, fast nicht erwischbar wenn sie vorsichtig sind.


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01.04.2026 um 07:32
Zitat von sören42sören42 schrieb:Davon ist aber nichts bekannt, dass irgendwas geschmuggelt worden wäre.
Das trifft allerdings auf 100 % von Schmuggel-Aktivitäten zu, bekannter Schmuggel hat keine lange Lebensdauer... :-)
Zitat von sören42sören42 schrieb:von Seiten der Ermittler
Die Ermittler haben wie so oft 0,00 heraus bekommen, wie bei so vielen Fällen. Die guten Aufklärungsquoten beinhalten halt auch die ganzen Eierdiebstähle bei welchen die Täter ihren Ausweis liegen gelassen haben.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

01.04.2026 um 09:12
Zitat von sören42sören42 schrieb:Ich schätze den Bau auf Mitte bis Ende der 70er Jahre. Zum Tatzeitpunkt wäre das Gebäude keine 20 Jahre alt gewesen, eher 10 bis 15 Jahre.
Nein, das ist älter. Anfang/Mitte der 60iger, wenn nicht noch früher.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

01.04.2026 um 14:42
Zitat von FL106772FL106772 schrieb:Das trifft allerdings auf 100 % von Schmuggel-Aktivitäten zu, bekannter Schmuggel hat keine lange Lebensdauer... :-)
Hallo! Sehr richtig :-)
Zitat von FL106772FL106772 schrieb:Die Ermittler haben wie so oft 0,00 heraus bekommen, wie bei so vielen Fällen. Die guten Aufklärungsquoten beinhalten halt auch die ganzen Eierdiebstähle bei welchen die Täter ihren Ausweis liegen gelassen haben.
Ich würde es nicht so negativ sehen. Klar ist jeder Fall, der nicht gelöst wird einer zuviel, aber unter den nicht gelösten Fällen ist auch eine gehörige Anzahl Verbrechen, bei der die Ermittler sehr gut wissen, was passiert ist, sie können es nur nicht komplett beweisen.
Was Schwerverbrechen angeht, haben wir gute Ermittler, es gibt einige Gründe weshalb Deutschland, Frankreich und Japan bei den Aufklärungsquoten sich dauerhaft an der Spitze rumtummeln.
Kriminalforen können da manchmal den Blickwinkel verzerren, da hauptsächlich über ungelöste Fälle diskutiert wird.


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01.04.2026 um 18:10
Das Argument von @Höhenburg war ja dieses:
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Gerade in Altbauten ist das mit Türen und Fenstern im Keller so eine Sache.
Worauf ich schrieb:
Zitat von sören42sören42 schrieb:Ich schätze den Bau auf Mitte bis Ende der 70er Jahre. Zum Tatzeitpunkt wäre das Gebäude keine 20 Jahre alt gewesen, eher 10 bis 15 Jahre.
Ein anderer User hingegen meint:
Zitat von Serval69Serval69 schrieb:Nein, das ist älter. Anfang/Mitte der 60iger, wenn nicht noch früher.
Angenommen, das Gebäude war von Anfang/Mitte der 1960er Jahre, viel älter auf keinen Fall, wie die Aufnahmen zeigen: Dann wäre es zum Tatzeitpunkt etwa 25 Jahre alt gewesen.

Ein Bau, der heute 25 Jahre alt ist, wäre 2001 entstanden. Da würde man wohl kaum argumentieren können, "der Altbau ist völlig abgerockt, wer weiß wie es da um Türen und Fenster bestellt sein mag." Die Abbildung zum Tatzeitpunkt zeigt jedenfalls eine völlig intakte und gepflegte Liegenschaft.

Spoilerhttps://www.allmystery.de/bilder/km172001-id3333637

Ein zuschlagende Tür, die ausgerechnet ein offensichtlich nicht allzu zuverlässiger Zeuge (s.Spoiler
Zitat von sören42sören42 schrieb:Mal soll der Fernseher gelaufen sein, als Weber vorbei ging, dann wieder habe sich Stolz schlafen legen und den Zettel erst am nächsten Morgen unterschreiben wollen:
Zitat von ShilohShiloh schrieb am 13.03.2026:Daher ist die Version "Die verlangte 22 Uhr Unterschrift wurde von Stolz auf später vertröstet" für mich genauso merkwürdig wie "Stolz saß um 22 Uhr alleine vorm Fernseher und nahm "Weber" im Vorbeilaufen nicht wahr". Beides passt nicht.
Zwei Versionen, die nicht zusammen passen.
)

als Einziger wahrgenommen haben will, obschon gerade NSt als sehr genau und akribisch beschrieben wird, überzeugen mich keinesfalls von Schmuggelaktivitäten, denen NSt angeblich auf die Schliche gekommen war, so dass er deshalb getötet wurde.

Ich bin allerdings der Meinung, derlei Aktivitäten wären sehr wohl im Zuge der Mordermittlungen enttarnt worden.

Schlussendlich wären diese auch heute verjährt, weshalb Mittwisser des vermeintlichen Schmuggels keinen Grund hätten, bis heute eisern darüber zu schweigen.

Da bis heute aber nichts dergleichen bekannt geworden ist, glaube ich da eher nicht dran. Ich vermute hier tatsächlich einen persönlichen Konflikt, der in der Akribie und dem Pflichtbewusstsein des Opfers begründet sein mag und womöglich auf einen gegensätzlichen Charakter, mit "kurzer Zündschnur" traf, der aus irgendeinem Grund, vielleicht auch aus einer Verkettung von Gründen, völlig außer Kontrolle geriet.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

01.04.2026 um 18:23
Zitat von sören42sören42 schrieb:Ein zuschlagende Tür, die ausgerechnet ein offensichtlich nicht allzu zuverlässiger Zeuge ls Einziger wahrgenommen haben wil
Diese Aussage von "Weber" kommt mir auch immer wieder sehr komisch vor. Einerseits dieser Zufall, dass er die zuschlagende Tür gerade dann hört, als er mit seiner Freundin telefoniert. Andererseits: Wenn es nun wirklich gelogen war, warum behauptet er bei der Polizei dann nicht, dass Norbert die Türe auch gehört hat? Es gibt niemanden, der dies widerlegen könnte und es würde seine Aussage (zumindest ein bisschen) bekräftigen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

01.04.2026 um 18:27
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Andererseits: Wenn es nun wirklich gelogen war, warum behauptet er bei der Polizei dann nicht, dass Norbert die Türe auch gehört hat? Es gibt niemanden, der dies widerlegen könnte und es würde seine Aussage (zumindest ein bisschen) bekräftigen.
Vielleicht war die Verbindung mit der Freundin schon hergestellt, und die Freundin hatte Norberts Antwort auf die Frage gehört. Geht ja eigentlich auch nur so, wenn er die Freundin fragt, ob sie das hörte, müsste der Knall da ja gewesen sein, als die Telefonverbindung bestand.

Aus dem XY Beitrag geht zumindest hervor, dass nur er die Tür gehört haben will.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

01.04.2026 um 18:49
Zitat von sören42sören42 schrieb:Vielleicht war die Verbindung mit der Freundin schon hergestellt, und die Freundin hatte Norberts Antwort auf die Frage gehört. Geht ja eigentlich auch nur so, wenn er die Freundin fragt, ob sie das hörte, müsste der Knall da ja gewesen sein, als die Telefonverbindung bestand.
Die Freundin von W ist sowieso ein Buch mit 7 Siegeln. Ist über sie eigentlich Näheres bekannt? Es würde mich mal interessieren, ob und inwieweit sie von den EB unter die Lupe genommen wurde, und ob sie für den Tatabend ein belastbares Alibi vorweisen konnte. Mit etwas Phantasie könnte man schließlich auch bei ihr ein Motiv finden (möglicherweise war sie noch mehr erbost als W., dass das Pärchenwochenende ausfiel, kam daraufhin heimlich (durch das Loch im Zaun) in die Kaserne um W einen Überraschungsbesuch abzustatten, der dienstbeflissene Norbert wollte sie aber nicht zu ihm lassen, es kommt zum Streit, dann Handgemenge, ein herumliegendes Messer ...).


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

01.04.2026 um 19:05
Zitat von Serval69Serval69 schrieb:Mit etwas Phantasie könnte man schließlich auch bei ihr ein Motiv finden (möglicherweise war sie noch mehr erbost als W., dass das Pärchenwochenende ausfiel, kam daraufhin heimlich (durch das Loch im Zaun) in die Kaserne um W einen Überraschungsbesuch abzustatten, der dienstbeflissene Norbert wollte sie aber nicht zu ihm lassen, es kommt zum Streit, dann Handgemenge, ein herumliegendes Messer ...).
Die DNA Spur scheint aber wohl männlich zu sein. Sonst hätte man sich das hier sparen können:
Im Rahmen dieser Maßnahmen wurden rund 50 ehemalige Angehörige der damaligen Kaserne persönlich kontaktiert und eingeladen, freiwillig eine Speichelprobe abzugeben. Die Probenabgabe ist für Samstag, den 29. November, sowie für Montag, den 1. Dezember organisiert worden. Mit dieser Maßnahme erhoffen sich die Ermittler, DNA-Spuren neu einordnen zu können und gegebenenfalls einen Abgleich mit bekannten oder bislang unbekannten Tatverdächtigen zu ermöglichen.
Quelle: https://polizeiticker.online/artikel/cold-case-koeln-nw-mord-an-soldat-norbert-stolz-1989-neuer-dna-abgleich-gestartet-258324

Mit anderen Worten: Reine Phantasie, die aber nicht durch Spuren belegt ist.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

01.04.2026 um 19:42
Zitat von sören42sören42 schrieb:Mit anderen Worten: Reine Phantasie, die aber nicht durch Spuren belegt ist.
Kategorisch ausgeschlossen ist das nicht. Möglicherweise war die Freundin von W. ja ein Mann. Es gab in den 80iger Jahren beim Bund so einige Kameraden vom anderen Ufer. Man ging aber damals nicht so offen damit um, wie in der heutigen Zeit. Da wurde dann eben von "Freundin" gesprochen, um den Anschein zu wahren.

Aber wie ich schon monierte, wissen wir über die damalige Freundin von Weber faktisch nichts und ich kann nur hoffen, dass die EB sie damals gründlich abgecheckt haben. Alles andere wäre eine sträfliche Unterlassung.


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01.04.2026 um 20:20
Zitat von sören42sören42 schrieb:Angenommen, das Gebäude war von Anfang/Mitte der 1960er Jahre, viel älter auf keinen Fall, wie die Aufnahmen zeigen: Dann wäre es zum Tatzeitpunkt etwa 25 Jahre alt gewesen.

Ein Bau, der heute 25 Jahre alt ist, wäre 2001 entstanden. Da würde man wohl kaum argumentieren können, "der Altbau ist völlig abgerockt, wer weiß wie es da um Türen und Fenster bestellt sein mag." Die Abbildung zum Tatzeitpunkt zeigt jedenfalls eine völlig intakte und gepflegte Liegenschaft.
Hallo @sören42 ! tut mir leid, aber hier bist du auf dem Holzweg mit deiner Argumentation. Es geht nicht um das Alter und Zustand der Anlage/Gebäude, sondern um die Bauart! In früheren Zeiten gab es andere Vorschriften, Baustile und Materialien als heute.
Es gab Sicherheitstüren, bei denen ohne Schlüssel auf beiden Seiten nichts ging. Vergitterte oder für Menschen zu kleine Kellerfenster waren die Norm, teilweise sogar Vorschrift, Lichtschächte, wo außer Tieren und Licht nichts durchkommt üblich.
Die heutigen Einbrechereinladungsbauvorschriften, mit Fluchtweg hier und dort, wären früher belächelt worden.
Zitat von sören42sören42 schrieb:als Einziger wahrgenommen haben will, obschon gerade NSt als sehr genau und akribisch beschrieben wird, überzeugen mich keinesfalls von Schmuggelaktivitäten, denen NSt angeblich auf die Schliche gekommen war, so dass er deshalb getötet wurde.
Ich bin allerdings der Meinung, derlei Aktivitäten wären sehr wohl im Zuge der Mordermittlungen enttarnt worden.
Schlussendlich wären diese auch heute verjährt, weshalb Mittwisser des vermeintlichen Schmuggels keinen Grund hätten, bis heute eisern darüber zu schweigen.
Da bis heute aber nichts dergleichen bekannt geworden ist, glaube ich da eher nicht dran.
Wie weiter oben in einem früheren Beitrag erwähnt, sind deine Vorstellungen wie leicht oder schwer Schmuggeleiermittlungen sich gestalten, Entschuldigung, völlig naiv. Großangelegter Schmuggel ist eine Sache, da dort relativ viele Personen involviert sind/sein müssen. Da reicht manchmal ein schlechtes Gewissen oder ein Kronzeuge oft aus, um klar Schiff zu machen. Ist aber selten.
Wenn eine Schmuggelaktion von einer Einzelperson oder einer Kleingruppe aus ein paar Hanseln durchgeführt wird, die möglicheriweise auch noch genau auf den relevanten Stellen sitzen, wird das ohne einen groben Fehler oder Zufall nicht entdeckt. Eine Logistikkette, vor allem internationale, komplett dauerhaft bis ins Detail zu überwachen ist sehr aufwendig und ob des Aufwands und der Kosten nur bei besonders wertvollen oder gefährlichen Frachten üblich. Weißt du durch wieviele Hände und Stationen deine Bestellung schon gegangen sein kann, bis der Postbote sie dir in die Hand drückt oder im Lager abgeladen wird? Bei einer Sammelfracht ist das noch lustiger. Die Spediteure und Frachtführer garantieren dir nur die Kontrolle und Überwachung der Fracht wie sie sie entgegen genommen haben. Die schauen nicht in jede Kiste rein, das geht garnicht.
Heutzutage gibt es einige weitere Finessen und Hilfsmittel, wie z.B. Spezialwaagen, die selbst bei verschlossenem Frachtgut Hinweise geben, ob das gewichtsmäßig hinkommt, die gegen Schmuggel eingesetzt werden, aber im Jahr 1989 gab es sie (noch) nicht.
Nochmals, wenn 1-3/4 Personen dort auf dem Stützpunkt eine Schmuggelroute aufgezogen hatten, hätte nur Stümperei oder Kommissar Zufall sie auffliegen lassen.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Ich vermute hier tatsächlich einen persönlichen Konflikt, der in der Akribie und dem Pflichtbewusstsein des Opfers begründet sein mag und womöglich auf einen gegensätzlichen Charakter, mit "kurzer Zündschnur" traf, der aus irgendeinem Grund, vielleicht auch aus einer Verkettung von Gründen, völlig außer Kontrolle geriet.
Jemand, der eine so kurze Zündschnur hat, daß er wegen einer Lappalie wie z.B. einer nicht gegebenen, aber eignetlich selbstverständlichen Unterschrift töten würde, fällt unweigerlich wieder auf. Ein solch eklatanter Mangel an Selbstkontrolle kann nicht langfristig verborgen werden.
Soweit uns bekannt, ist "Weber" sein ganzes Leben nicht wegen sowas aufgefallen. Das wäre definitiv irgendwie eingebaut/in der Besprechung erwähnt worden. Im Gegenteil, Weber kommt im Filmfall wie ein typischer Absitzer, der beim Bund eine möglichst ruhige Kugel schieben will, rüber. Solche Leute gibt es in den Wehrpflichtsheeren der Welt in Bataillionsstärke.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

01.04.2026 um 22:10
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ein solch eklatanter Mangel an Selbstkontrolle kann nicht langfristig verborgen werden.
Davon gehe ich auch aus.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Soweit uns bekannt, ist "Weber" sein ganzes Leben nicht wegen sowas aufgefallen.
Was erwartest du denn? Ganz unabhängig davon, ob Weber was mit dem Mord zu tun hat, wer immer es war oder wen auch immer die Polizei im Visier hat, natürlich kann sie dann nicht öffentlich sagen, "der Herr xxx ist eigentlich schon sein ganzes Leben wegen kurzer Zündschnur aufgefallen, den vermuten wir als Täter." Im Gegenteil, gerade wenn dem so wäre, wird davon nichts gesagt.

Hier kursieren schon recht merkwürdige Vorstellungen, über die man sich nur wundern kann.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

01.04.2026 um 22:20
Das Thema "Länge der Zündschnur" ist schon vor längerer Zeit diskutiert worden:

Beitrag von Gast_01 (Seite 99)


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