Gast_01 schrieb:Der Mord per Messer an einem Wochenend-GvD, wobei immer noch nicht klar ist, ob der Täter von innen oder außen kam, ist für mich ein Alleinstellungsmerkmal.
Wenn man zusätzlich zu den anderen Merkmalen (Bundeswehr, Kasernengebäude, Opfer ist Soldat im Dienst, ungeklärtes Tötungsdelikt) auch noch die Art der Tatwaffe (Messer) miteinbezieht, ist der Mordfall Norbert Stolz offenbar ein absoluter Einzelfall.
abberline schrieb:Das sind zwei Fälle aus den frühen 90ern, wovon nur einer insofern halbwegs aufgeklärt wurde, da der Täter Selbstmord beging.
Denn die anderen beiden, jetzt genannten Vergleichsfälle, die mir bisher nicht bekannt sind, waren ja jeweils Tötungsdelikte mit Schusswaffen.
abberline schrieb:Realistisch sind also durchaus beide Varianten.
Beide Varianten sind grundsätzlich denkbar und möglich. Allerdings sind sie im Fall NS nach den uns zugänglichen Informationen doch als sehr unterschiedlich wahrscheinlich zu bewerten.
Auf der Grundlage der uns vorliegenden Informationen kann zwar nicht ausgeschlossen werden, dass der Mörder von NS von außen on die Kaserne eindrang. Allerdings gibt es kein einziges mir bekanntes Indiz dafür, dass der Mörder von NS von außen gekommen wäre und die Kaserne nach dem Mord wieder verlassen hätte.
Deshalb halte ich für sehr viel wahrscheinlicher, dass der Täter jemand war, der nicht erst von außen in die Kaserne kommen und nach begangener Tat wieder aus der Kaserne flüchten musste. Es ist ja nur schwer vorstellbar, dass ein Eindringling von außen, der mit den Örtlichkeiten und Abläufen der Kaserne nicht vertraut gewesen wäre, sich vor der Tat, vor allem aber nach der Tat, dort bewegt hätte und hätte überhaupt bewegen können, ohne auch nur die kleinste Spur zu hinterlassen.