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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

4.251 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Köln, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.09.2026 um 15:38
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb am 11.03.2025:Zu meiner Zeit bekam sie jeder Rekrut zum Dienstbeginn. Zwischenzeitlich wurden diese Messer auch auf Verkaufsplattformen verramscht.
@sallomaeander

Das sogenannte BW-Stumpf, habe ich auch. Bin nicht auf dem Stand, ob es jetzt um ein 10cm Messer oder 10cm Klingenlänge ging. Ansonsten für Wehrpflichtige im Nachschub sicher lediglich das Essbesteckmesser. Die 11 Stiche mit dem Bw Stumpf stelle ich mir aber nur schwer vor und der Kamerad muss das aks UvD auch selbst am Mann gehabt haben oder?

Mich würde da mal interessieren auf welchen Stuben privat beschaffte Messer jeglicher Art bekannt gewesen sind.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.09.2026 um 15:52
Zitat von ESTEST schrieb am 15.03.2025:Im Film wurde das Fenster zum UvD-Zimmer vom OvWA zerbrochen. Wenn das so tatsächlich war, ist der Täter hier auch nicht geflüchtet, sondern hat den Raum in Richtung Flur verlassen.
Ich frag mich dann nur wie er das Gebäude verlassen hat, denn das war ja zu?
Den Angaben nach waren die Eingänge zu. Fenster UvD war auch zu fa aufgebrochen, weiteres Fenster war auf, da aber kein Zugang laut deiner Einschätzung. Offene Kellertür nicht erreichbar da Zwischentüren verschlossen?
Dann muss der Täter ja bis zum Eintreffen dort geblieben sein, wenn nichts anderes offen gewesen sein sollte.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.09.2026 um 16:22
Zitat von XsinenomineXsinenomine schrieb:Das sogenannte BW-Stumpf, habe ich auch. Bin nicht auf dem Stand, ob es jetzt um ein 10cm Messer oder 10cm Klingenlänge ging.
Ich hatte hier schon einmal so ein Bw-Taschenmesser abgebildet. Wir sprechen da eher von 7cm, was die Länge der geschliffenen Klinge angeht.

bw-taschenmesser2.

Bildquelle: Bild 46, eigenes Bild von @sallomaeander



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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.09.2026 um 16:35
Zitat von XsinenomineXsinenomine schrieb:Ja, korrekt. Ich meine die nun zusätzlich bekannt Gewordene Person. Wenn das wirklich komplett unbekannt gewesen ist, schon auch fragwürdig warum man im Nachhinein nicht erwähnt dagewesen zu sein.
Kann dir da nicht ganz folgen. Welche Person soll nun "zusätzlich bekannt geworden" sein? Meinst du den angeblichen Anrufer während der XY-Sendung mit dem angeblichen Hinweis auf eine angeblich weitere Person im Gebäude?
Dazu ist seit der XY-Sendung nichts weiter an die Öffentlichkeit gelangt, in keinem nachfolgenden Podcast und in keiner nachfolgenden Doku.
Zitat von XsinenomineXsinenomine schrieb:Bin nicht auf dem Stand, ob es jetzt um ein 10cm Messer oder 10cm Klingenlänge ging.
Die Aussage der Kölner Kripo in XY war "möglicherweise ein Bundeswehrmesser oder möglicherweise ein anderes, handelsübliches Küchenmesser mit einer ca. 10 cm langen Klinge, einseitig geschliffen"


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.09.2026 um 18:44
Zitat von XsinenomineXsinenomine schrieb:Dann muss der Täter ja bis zum Eintreffen dort geblieben sein, wenn nichts anderes offen gewesen sein sollte.
Das hast du gut erkannt.
Ich halte es für eine ganz wichtige Feststellung für das Verstehen dieses Mordfalles, dass keine Spuren gefunden wurden, die belegen würden, dass der Mörder das Gebäude oder gar das Gelände nach der Tat verlassen hätte.

Das spricht nach meiner Einschätzung für einen Täter, der mit den örtlichen Gegebenheiten der Kaserne bestens vertraut war und sich deshalb dort, insbesondere innerhalb des Gebäudes, sicher bewegen konnte, oder für einen Täter, der das Gebäude und das Gelände nach der Tat tatsächlich nicht verließ.

Ein Täter, der nicht oder nur sehr flüchtig mit den örtlichen Gegebenheiten der Kaserne vertraut gewesen wäre, hätte meines Erachtens nach der Tat spätestens beim Verlassen von Zimmer, Gebäude und Gelände irgendwelche Spuren hinterlassen, weil er sich mangels ausreichender Ortskenntnis dort nicht hätte zu 100% sicher orientieren und bewegen können.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.09.2026 um 22:02
@sallomaeander
Ich hab ja nichts gesehen, was mir eine abschließende Meinung erlaubt, aber mit Ausnahme dienstlich gelieferter Kampfmesser, die es an der kleinen Nachschubkaserne wahrscheinlich kein einziges Mal gegeben haben wird an dem Tag, kommt für mich da nichts als Tatwaffe in Frage. Auch die hätte man erkannt, weil man das ja sofort hätte abgleichen können.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.09.2026 um 22:07
@Shiloh
Es gibt ja Abfragen, das ist Gang und Gebe und wenn ich vor Ort gewesen bin, melde ich das entsprechend. Scheinbar bei der Person damals ja nicht so gewesen. Genau, geht mir um die Person, die neben dem Opfer und dem Kameraden mit Ausgangssperre nun doch vor Ort gewesen sein soll. Und wäre auch ne zweite Person, die während des Mordes wohl im Gebäude gewesen ist und nichts von der Tat mitbekommen hat.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.09.2026 um 22:15
@Kielius
Ich kann mir tatsächlich zu 100 Prozent nicht vorstellen, dass das ein Fremder war.
Er war nachts da, dann wenn der UvD wirklich total alleine ist, er war beim UvD direkt an dessen Dienstzimmer, er wurde von niemanden gesehen, fehlende Spuren außerhalb des Gebäudes (Stichwort die hier auch benannte Blutverteilung). Dann dazu die lange Gewaltanwendung. Dann kommt noch die Frage, ob es an dem Tag überhaupt die theoretische Möglichkeit hab von draußen bis zur Stube zu gelangen oder ob doch noch mehr im Gebäude waren. Der Täter wird bei den Kasernenfluren und Wegen zudem das Problem gehabt haben gesehen oder zumindest wahrgenommen zu werden, das heißt dann auch wo ist er hin ohne, dass man ihm die Tat ansehen konnte.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.09.2026 um 22:57
Zitat von XsinenomineXsinenomine schrieb:Es gibt ja Abfragen, das ist Gang und Gebe und wenn ich vor Ort gewesen bin, melde ich das entsprechend. Scheinbar bei der Person damals ja nicht so gewesen
Der angebliche Anrufer in der XY-Sendung mit dem angeblichen Hinweis auf eine angeblich weitere Person im Gebäude muss nicht zwangsläufig selbst vor Ort gewesen sein.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

14.09.2026 um 07:59
@Shiloh
Nein, aber die Möglichkeit besteht ja und wenn der Kamerad, der zu dem Zeitpunkt mit einer Ausgangssperre diszipliniert worden ist, dann muss ja so oder so eine dritte Person im Gebäude gewesen sein. Sollte das so sein, dass aber wirklich jemand eben dort gewesen ist, gemäß Nachtrag XY und der jenige hat sich damals nicht gemeldet, dann ist das ja schon ne neue Möglichkeit, auch für die Teile, die heute wieder ermitteln.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

14.09.2026 um 09:43
Diese aus dem Zivilleben bekannte Mentalität, "ich wollte ja, aber die Umstände haben mich daran gehindert" zieht beim Militär normalerweise nicht. Dass andere Schuld am eigenen Versagen haben, hören Vorgesetzte dort nicht gern.

@sallomaeander

Ja, es sei denn ein Vorgesetzter verweigert Dir etwas, was der UvD in dem Fall ja gewesen ist.

Interessant wäre schon mal:
Wo genau hat der Kamerad in Ausgangssperre telefoniert? Flurtelefon oben, Flurtelefon unten, Flurtelefon direkt am Raum UvD, Telefon vom UvD.
Welchen Grund hatte es, dass er den Knall gehört hatte und der UvD mit entsprechenden dienstlichen Auftrag hört es nicht.
Wie entspannt war die Partnerin am Telefon darüber, dass er in Ausgangssperre war.
Wie bereitwillig wurde die Ausgangssperre eingehalten wäre ebenfalls wichtig zu wissen.
Was ist ihm selbst konkret alles aufgefallen in dem Zeitraum 2200 bis 0620, SP 2300 bis 0300…

Wer war für die Kellertür verantwortlich, als diese bereits offen stand und was ist warum dazu entschieden worden, wo waren die Schlüssel für die Zwischentüren etc.

Und gibt es die Möglichkeit, dass der Täter den Schlüssel zum Haupteingang oder einen anderen Schlüssel zeitweise entwendet hat und bis zum Ende der militärischen Nacht oder alternativ bis 06:20 Uhr wieder zurückgebracht hat, um die Sachen gegebenenfalls inkl. Tatwaffe irgendwo zu beseitigen (der Täter/die Täter).

Für den Kameraden, der in Ausgangssperre war, wird es ja auch nicht leicht gewesen sein, wo es bis vor kurzem zumindest öffentlich hieß er sei alleine im Gebäude gewesen. Der wäre in meinen Einheiten von Vorgesetzten, ermittelnden Kameraden und Stubenkameraden/Flurkameraden etc. ohne Ende auf den Pott gesetzt wurden. Ich denke auch nicht, dass das damals dann total anders gewesen ist.

Was ist mit der Person X, die gegen Schluss der Sendung Altenzeichen XY erwähnt worden ist?

So und wenn dann von außen beim Aufklären geholfen werden soll, dann bräuchte es schon ein paar Infos was denn so getan und gesagt worden ist. Und dann ist der Personenkreis, der tatsächlich in Frage kommt vermutlich auch sehr klein.

Also für mich sind da zu viele offene Fragen, die von offizieller Stelle aus nicht bekannt sind.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

14.09.2026 um 10:04
Zitat von XsinenomineXsinenomine schrieb:dann muss ja so oder so eine dritte Person im Gebäude gewesen sein. Sollte das so sein, dass aber wirklich jemand eben dort gewesen ist
Zitat von XsinenomineXsinenomine schrieb:Was ist mit der Person X, die gegen Schluss der Sendung Altenzeichen XY erwähnt worden ist?
Eben. Nicht 'so oder so', sondern Betonung liegt auf 'sollte das so sein'. Es gibt auch Anrufe mit Inhalten, die sich hinterher als Irrtum herausstellen. Ob der Inhalt dieses Anrufes verifiziert werden konnte, wurde bis heute nicht öffentlich kommuniziert.
Zitat von XsinenomineXsinenomine schrieb:Interessant wäre schon mal: Wo genau hat der Kamerad in Ausgangssperre telefoniert? Flurtelefon oben, Flurtelefon unten, Flurtelefon direkt am Raum UvD, Telefon vom UvD.
Das wurde doch in XY und in den Dokus gezeigt und in den Podcasts gesagt.
Zitat von XsinenomineXsinenomine schrieb:Also für mich sind da zu viele offene Fragen, die von offizieller Stelle aus nicht bekannt sind.
Aus ermittlungstaktischen Gründen werden Dinge, die Täterwissen sein könnten, der Öffentlichkeit nicht bekannt gegeben.
Das ist normal.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

14.09.2026 um 10:33
Du darfst hier Zeugen ja nicht verdächtigen, wenn ich den Zeugen nicht verdächtigen darf, muss ich ne dritte Person in Kauf nehmen.

Ja, was gezeigt wird und was gewesen ist kann sich ja auch unterscheiden.

Geht mir hier ja um Wissen der Kameraden zum Beispiel. Spricht sich ja am Zapfenstreich rum, wer gegebenenfalls da geblieben ist. „Wie war das Wochenende?“ Bei meiner AGA sind die Meisten da geblieben, an dem Standort zu der Zeit scheinbar fast niemand und da fällt das ja dann eben doch sehr deutlich aus.
Oder auch bezüglich Messer. Das ist auf ner Stube mit 6-8 Kameraden in aller Regel doch schwierig aufzubewahren, ohne dass ein Messer mit einer entsprechend langen Klinge gesehen wird. Oftmals wird sich ja was für die dienstlichen Tätigkeiten privat beschafft, wenn auch damals deutlich seltener, dienstlich geliefert würde ich nahezu ausschließen.

Dann die nächste Frage, warum führe ich das Messer mit zum UvD, wenn es ne Handlung aus einem erst dort entstehenden Konflikt ist? Selbst an einer Fallschirmjägerkaserne heutzutage trägt in der Freizeit um 2200 im Unterkunftsgebäude kaum jemand sein Kampfmesser oder andere dienstlich gelieferte Messer, außer das Taschenmesser (damals BW - Stumpf und eigentlich fast auszuschließen) am Mann.

Wer hatte solche Messer privat vor Ort fällt doch auf den Stuben über Wochen und Monate in aller Regel auf oder es war eben doch geplant und organisiert.

Ich finde schon auch, dass man da ansetzen könnte oder es bereits getan hat und da Aussagen zu gekommen sind.
Vielleicht im Alltag verwendet und da dann gezielt mitgenommen oder im Alltag verwendet und da dann im Eifer der Situation eingesetzt.

Und es kann durchaus helfen in so einer Sendung dann auch mal gezieltere Fragen an mögliche Zeugen zu stellen.

I: Wem sind nicht dienstlich gelieferte Messer aufgefallen.
II: Wem sind generell Messer an einer Klingenlänge von X cm aufgefallen.
III: Wer weiß von Personen, die an dem Tag/der militärischen Nacht vor Ort gewesen sind/sein könnten (vielleicht tauchen da Neue auf).
IV: Wer hat an dem Tag das Tor passiert um nach innen zu gelangen und wer ist auf dem MSB innen generell gesehen worden?
Wer hat den Knall gehört?
Wer hat das Opfer nach Dienstschluss noch gesehen?
…
Mal Anreize zum Nachdenken setzen, ist ja auch schon ne Weile her.

Dann der Punkt Mitwisser oder Personen, die etwas ahnen, die bewusst oder unbewusst schweigen. Einen Tag schweigen, bewusst oder unbewusst heißt ja nicht, dass sich das nicht ändern kann.

@Shiloh


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

14.09.2026 um 11:33
@in1968
Wer sagt denn eigentlich, dass der OvWa der jenige war, der 0620 rein wollte? Kann doch auch ein anderer Kamerad gewesen sein. Oder gibt es dazu ne offizielle Bestätigung? Und ob die Person eben die selbe war, die auch Weber geweckt hat, wissen wir auch nicht oder?

Wer Weber gefunden hat, müssten ja die, die damals tatsächlich dort am Standort waren, auch wenn sie erst Sonntag Nachmittag langsam wieder eintrudelten wissen. Das erklärt dann ja auch noch ne Alternative, warum das Fenster eingeschlagen worden ist, um da rein zu kommen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

14.09.2026 um 11:45
Zitat von XsinenomineXsinenomine schrieb:Du darfst hier Zeugen ja nicht verdächtigen, wenn ich den Zeugen nicht verdächtigen darf, muss ich ne dritte Person in Kauf nehmen.
Man muss doch keine dritte Person erfinden, weil man die zweite Person nicht unter Verdacht stellen möchte. Die sachliche Feststellung, dass ein Zeuge nach eigener Darstellung während der Mordnacht die ganze Zeit über im Gebäude war und mangels weiterer Zeugen kein Alibi hat und auch keines haben kann, ist noch keine Verdächtigung. Allerdings auch kein Ausschluss.
Zitat von XsinenomineXsinenomine schrieb:Das ist auf ner Stube mit 6-8 Kameraden in aller Regel doch schwierig aufzubewahren, ohne dass ein Messer mit einer entsprechend langen Klinge gesehen wird.
Ein Messer mit einer 10 cm langen Klinge vor seinen Kameraden zu verbergen, dürfte nun überhaupt kein Problem sein, wenn man es unauffällig bei seinen persönlichen Sachen aufbewahrt.
Zitat von XsinenomineXsinenomine schrieb:Dann die nächste Frage, warum führe ich das Messer mit zum UvD, wenn es ne Handlung aus einem erst dort entstehenden Konflikt ist?
Da sind verschiedene Abläufe denkbar.
Es wäre genauso möglich, dass es zu einem Streit kam und der Täter anschließend mit Messer das Dienstzimmer aufsuchte und es zur Tat kam.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

14.09.2026 um 12:48
@Kielius
Bei welchen persönlichen Sachen? Und wie unauffällig? Wenn du etwas öffnest, sind die anderen mit auf Stube oder im Raum und warum ein Messer verbergen, mit dem man nichts plant, was erst aus der Situation heraus eingesetzt wird. Ist doch eher was Cooles, Nützliches, Interessantes. Und etwas, das ins Auge fällt.

Also mir sind Werkzeuge und Ähnliches sofort aufgefallen und das sprach sich auch rum. Und ich weiß auch heute noch bei wem oder auch von anderen, die das auch so gehandhabt haben. Ich habe zum Beispiel total gute Cuttermesser in grün von nem Angelshop als Gratisgeschenk erhalten, kurz vor Dienstantritt. Da habe ich irgendwann eins mitgenommen, weil ich es gut verwenden konnte und das anderen auch zur Verfügung gestellt oder die Tätigkeit für die übernommen, der Nächste hatte für draußen ne Handsäge etc. Auf der Stube ist doch kaum was Privates erlaubt.
Ich habe zum Beispiel Erdnägel aus Holz vorbereitet am „Wochenende“. Besser gesagt während der Dienstunterbrechung.
Auch mein Essbesteck habe ich mir in der Version Edelstahl nachgekauft.

So jetzt lass jemanden was z.B. mit Klappfunktion mitgenommen haben, ob legal oder nicht und er hatte es eben vor Ort und irgendwann plant er die Tat oder er führt es halt aus dem Zufall heraus in die Situation mit.

Macht doch Sinn da mal nen Fokus draufzulegen.

Leider habe ich meinen persönlichen BW-Bezug aber erst so richtig seit 2016 und war dementsprechend damals nicht im Dienst und auch noch gar nicht geboren.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

14.09.2026 um 13:13
Zitat von XsinenomineXsinenomine schrieb:Wer sagt denn eigentlich, dass der OvWa der jenige war, der 0620 rein wollte? Kann doch auch ein anderer Kamerad gewesen sein. Oder gibt es dazu ne offizielle Bestätigung? Und ob die Person eben die selbe war, die auch Weber geweckt hat, wissen wir auch nicht oder?

Wer Weber gefunden hat, müssten ja die, die damals tatsächlich dort am Standort waren, auch wenn sie erst Sonntag Nachmittag langsam wieder eintrudelten wissen. Das erklärt dann ja auch noch ne Alternative, warum das Fenster eingeschlagen worden ist, um da rein zu kommen.
Hast du XY oder die Dokus gesehen oder einen der Podcasts gehört? Da wurde berichtet, welche Personen Norbert Stolz gefunden haben und wer das Fenster vom Wachzimmer von außen einschlug.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

14.09.2026 um 13:54
Dass er den Zettel (Würde mich mal interessieren, ob das an dem Standort ein Meldeblockzettel oder ein spezieller Kontrollzettel gewesen ist) nicht unterschrieben hat, okay. Er war gewissenhaft und freundlich, sonst gebe es den einfachen Grund für ne Schulterglatze mit Ausgangssperre mache ich das später.
Wenn dann nichts zurückkam wie „Ich brauche das aber heute Nacht vielleicht unbedingt zum Vorzeigen, dann hat das Opfer es vielleicht auch gar nicht negativ gemeint und auch nicht schludrig, sondern so nach dem Motto „Du kommst doch morgen Früh eh, wenn du dann da bist, sind beide Überschriften drauf.
Bei den Fallis hätten die Nichts für den disziplinierten Kameraden gemacht, im Gegenteil. Gerade, wenn er wirklich unerlaubt abwesend als Schütze/Gefreiter gewesen sein sollte. Die hätten „Hass geschoben“ und ihn eigenständig erzogen.
Gut, Wehrpflicht war noch ne andere Zeit.

Mein UvD war eh ganz anders. Zum Teil riesige Kaserne + MB + Truppenübungsplatz. UvD auch kurzfristig übernommen + scharfer Alarm. Neu aufgestellt als binationales Btl. , Zivile Wache binational OvWa + manchmal Kraftfahrer, SO außer Dienst meistens zu Hause aber erreichbar und ich als UvD. Mehr nicht. Aber immer sehr viele Kameraden vor Ort, in dem GB zum Teil aber gar nicht. Ich selbst nicht zu Hause.
Gab es damals am Standort während UvD Funküberprüfung der Division o.ä.?
Hab es einen externen Verpflegungsraum im GB, den er nutzen durfte?
Und war ein Alarm jeglicher Art laut oder kaum hörbar für den UvD, ich bin nämlich aufgeschreckt beim Lesen, dass er laute Geräusche anscheinend nicht wahrnahm, denn ein Alarm kann auch sehr leise sein und man ist als UvD ja sehr aufmerksam und am WE nicht gerade sonderlich gefordert (das weiß man aber vorher nicht zwingend, dass das recht leise sein kann).
Dann kommt dazu ein Tausch geht nicht ne halbe Stunde vorher, das muss in aller Regel Tage vorher stattfinden, beide müssen hin, es wird unterschrieben, eingetragen usw. Dazu muss dann der entsprechende Personalbereich im Stab auch anwesend sein und das bewilligen. So sollte das zu der Zeit eigentlich gewesen sein, das hat dort sicher einen festen Ablauf gehabt, der auch nachvollziehbar ist.
Dann ist natürlich wichtig zu berücksichtigen er war anscheinend nur für sein Gebäude und auch da nur für drinnen, nicht für Tore draußen, Flagge draußen, Parkplätze, Verschluss Dienstfahrzeuge auf den normalen Parkplätzen etc. zuständig. Hab ich das richtig verstanden?
Fenster ist auch zum Flur hin oder zum Eingangsbereich hin nicht überall, in seinem Fall ja schon. Manchmal gibt es auch nur ein Fenster nach draußen. Ich denke aber abends, wenn sich auf die Feldwebelbank oder was auch immer gelegt werden darf, nutzt man den Sichtschutz. Dann sollte ein Täter aber auch nicht mehr reinschauen können, es sei denn er klettert am Fenster rum.
Abschließen dauerhaft befohlen von der Tür des UvD Zimmers selbst ist mir überhaupt nicht geläufig, wenn zum Beispiel SO oder Kommandeur kommen. Das kenne ich eher für den Bereich Wachhabender, Stellv. Wachhabender usw. es sei denn man schläft unter Erlaubnis, sonst sehe ich auch gar keinen Grund da überhaupt zu schließen, denn die allermeisten müssen an dem Raum eh klopfen oder man den Raum auch mal zügig geöffnet bekommen. Bis zum Schlafen stand da zumindest während der Dienstzeit die Tür auch groß auf in aller Regel.

Ausgewählter Tatort ist mit am Schlechtesten. Du musst auch nachts damit rechnen, dass doch jemand da ist, dass der OvWa kommt, dass Alarm ist, dass jemand etwas Gefundenes oder Auffälliges meldet, es ist eingangsnah, man kann von außen gegebenenfalls ins Fenster schauen, auch wenn es nur Schatten sind, brannte Licht wäre auch noch so ne offene Frage. Auch kann jemand von der Wache mal kurz vorbeikommen und wenn es die Streife ist, weil man sich kennt, ob nun vorschriftsgemäß oder nicht.
Wenn ich den jenigen nicht ganz, ganz eng kenne, dann schlüpfe ich zumindest in Schuhe, fahre mit einmal durch die Haare und schalte das Licht ein vor dem Öffnen der Tür, ob nun abgeschlossen oder nicht.
Und es kann auch mal ein Virgesetzter im GB sein, der einfach seinen Dienst nachbereitet oder vorbereitet (davon weiß vielleicht der UvD und der ObWa, aber sonst doch nicht jeder.

Auffällig zu der Jahreszeit mehr oder weniger fast die maximal mögliche Tagesdauer (Helligkeit), Tat aber im Dunkeln. (2300-0300). Könnte zum Beispiel jemand vom Feiern zurückgekommen sein, vielleicht was intus. Vielleicht was verloren oder welches Bedürfnis auch immer.

Spricht für mich klar dafür, dass der Täter einen natürlichen Grund hatte den UvD aufzusuchen, denn dann ist es ja auch kein Thema, wenn das jemand mitbekommt und dann ist es vor Ort in der Situation eskaliert. Das spätere Opfer steht auf, erfährt vielleicht irgendetwas und gibt ne Antwort, die beim Täter die entsprechend geschehene Reaktion auslöst, warum auch immer.

Vielleicht jemand der auf Stube wollte, aber keinen Stubenschlüssel hatte oder seinen zu Hause vergessen oder verloren hatte. Das würde vielleicht auch einen versuchten Abruf erklären, zum Beispiel bei der Wache was man da jetzt machen kann. Täter schneidet das Kabel durch und die Tat beginnt. Dann muss der Täter verschwinden, geht durch das Fenster und dann durch die nahegelegenen Löcher und kommt erst vor Zapfenstreich am Sonntag wieder. Oder zu Dienstbeginn am Montag, je nach Befehl.

Ist jetzt nur ein Beispiel, aber hier wurde einiges vorgeschlagen, was mir doch eher unwahrscheinlich gehört und dann doch eher zu 90-99% bei Hollywood bleibt und real höchst selten ist.

Erklärt auch warum keine Schuhe an, er will da einfach nur kurz jemanden aufmachen ohne hohen Dienstgrad oder entsprechenden Dienstposten. Dann die Story und dann eskaliert das, es kommt zur Diskussion. Rangelei/Schlag, das Telefon wird durchgeschnitten oder umgekehrt und dann irgendwann die Stiche. So nach dem Motto „Du willst mich…, dann ich dich“. Und genau so einen Täter kann halt jemand, der freundlich aber gewissenhaft , zuverlässig und diszipliniert arbeitet, stören.
Erstmal wollte das Opfer vielleicht einen Lösungsweg finden, wozu vielleicht eine Meldung gehörte, der Lösungsweg hat dem Töter nicht gefallen, er reagiert. Das Opfer sagt was zum Vorhaben, dienstlich begründet, der Täter nimmt es persönlich und eskaliert.

Umso wichtiger; wer war im Alltag Messerführer.

Wie die Tat überhört werden kann, können die Ermittler dann mit erarbeiteten Details abgleichen und dementsprechend arbeiten. Aber es gibt auch plausible Erklärungen die Tat zu überhören, ich kenne sogar Kameraden, die mit Gehörschutz schlafen, Medikamente, tiefer Schlaf, Alkohol, Illegales, Entfernung dazu, Musik, Kopfhörer, Nebengeräusche…


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

14.09.2026 um 13:55
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Hast du XY oder die Dokus gesehen oder einen der Podcasts gehört? Da wurde berichtet, welche Personen Norbert Stolz gefunden haben und wer das Fenster vom Wachzimmer von außen einschlug.
Ja, aber öffentlich und was tatsächlich Ermittlungsstand ist, ist so ne Sache. Gerade all das, was die Medien produzieren und nicht die Dienststellen selbst sagen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

14.09.2026 um 14:15
Der XY Filmbeitrag, die Dokus und die Podcasts Nr. 107 und 108 zum Fall Norbert Stolz basieren auf dem, was
Zitat von XsinenomineXsinenomine schrieb:die Dienststellen selbst sagen.
und stellen den Ermittlungsstand für die Öffentlichkeit dar.

Dass nicht alles von den EB aus ermittlungstaktischen Gründen öffentlich kommuniziert werden kann, sollte einleuchten.

Was sollte da sein
Zitat von XsinenomineXsinenomine schrieb:was die Medien produzieren
?
Zitat von XsinenomineXsinenomine schrieb:
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Hast du XY oder die Dokus gesehen oder einen der Podcasts gehört?
Ja
Ah ok, ich hatte da jetzt einen anderen Eindruck.
Aber gut, wir sind hier auch schon auf Seite 208.


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