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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

4.249 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Köln, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.09.2026 um 22:04
Zitat von heritageheritage schrieb:Wir wissen ja nicht ob "Annette" eine Freundin Norberts war, und auch nicht was in ihrem Brief stand.
Damit ist doch alles gesagt, außerem ist es doch mit Anfang 20 völlig normal, das man andere Menschen kennenlernt aber nicht mit jedem vom anderen Geschlecht eine romantische Beziehung wollte, man sich aber trotzdem sympatisch fand.
Und in dem Alter weiß auch eine katholische Familie nicht mehr alles über ihre Kinder
Und wie oft hat man denn fotografiert, das war alles noch sehr aufwendig.
Entweder hatte Anette die Adresse ohnehin schon oder sie hat sie aus der Traueranzeige, alles gut erklär und nachvollziehbar.
Ich kann da keine Verbindungzu dem Verbrechen entdecken, ein Täter wäre doch ziemlich einfältig Briefe zu fälschen um falsche Spuren zu legen. Je mwhr Beweismittel, um so schlechter für den Täter.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.09.2026 um 22:39
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:1. Wie tief, andauernd oder bedeutsam kann die Beziehung zu "Annette" gewesen sein, wenn niemand im Umkreis auch nur andeutungsweise davon wusste ("Ich habe da jemand ganz Tolles kennengelernt...")?
Die Tatsache das aus dem Umfeld von Norbert Stolz niemand etwas von dieser Person -sofern es sie gegeben hat- wusste, sagt erst einmal nichts über die mögliche Qualität oder Art der Beziehung aus. Es sind für mich durchaus Gründe vorstellbar, warum eine Beziehung -zunächst zumindest- durch die betreffenden Personen nicht öffentlich gemacht wird. Beispielweise dann, wenn sich eine der Personen noch in einer Beziehung befindet.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Wie kann jemand, der (durch die Zeitung ?) vom Mord an dem jungen Mann erfahren hat, die Eltern anschreiben und um ein Foto bitten, ohne zugleich plausibel zu machen, welcher Art die Freundschaft war, dass sie den Wunsch nach einem Erinnerungsfoto begründet?
Ich denke, die Eltern waren von dieser Zuschrift/dem geäußerten Wunsch möglicherweise gleichermaßen überrumpelt und gerührt zugleich. Einerseits konnten sie sich vielleicht nicht direkt erklären in welcher Beziehung diese Person zu Norbert stand, andererseits freuten sie sich vielleicht über diese Anteilnahme und darüber das man ihren Sohn so gemocht hatte und nun ein Erinnerungsstück wollte. Man hat dem Wunsch dann ohne Rückfragen und Hintergedanken entsprochen.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Ich halte es für möglich, dass es "Annette" vielleicht gar nicht gegeben hat, und der Brief eine falsche Spur legen sollte.
Das ist selbstverständlich möglich. Aber der Effekt war erwartbar gering. Deshalb erscheint mir diese Art von Trugspur als ziemlich unwahrscheinlich. Wenn es der Versuch gewesen sein sollte, von einem bundeswehrinternen Täter abzulenken, war das eine sehr ungewöhnliche und ziemlich hilflose Aktion, die eher in einen Tatort-Plot passt, als in das richtige Leben. Denn nur durch diese Anfrage hätten sich professionelle Mordermittler nicht lange ablenken lassen.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Es gab doch auch in Kreisen gläubiger, praktizierender Katholiken jener Zeit keinen Grund, dass ein junger Mann die Freundschaft zu einer Frau geheim hält. Man hätte sich ja z.B. verloben können.
Das ist kein Argument. Ehebruch ist zum Beispiel sicher nicht gern gesehen. Davon losgelöst kann es auch andere Gründe geben, die einstweilen dagegen sprechen, eine Beziehung öffentlich zu machen. Beispielsweise auch das Alter, die Herkunft, die Religion usw. usf.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Denkbar, das wurde hier auch schon gesagt, dass es sich um eine rein einseitige Schwärmerei handelte, oder dass Annette vielleicht sehr jung war
Das ist denkbar. Durchaus. Was ich allerdings merkwürdig finde ist, dass sich dann jene Annette nie wieder meldete und auch nicht ermittelt werden konnte.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Wenn es die vorgebliche "Annette" aber gar nicht gab, könnte das Schreiben den Verdacht von jemandem weggelenkt haben, der eben nicht Annette hieß, sondern vielleicht Andreas, Arnold oder Klaus. Und den gleichfalls niemand im Umfeld kannte, sonst hätte das Schreiben ja nicht funktionieren können.
Kann, muss aber nicht. Wie geschrieben, der Effekt war eigentlich erwartbar gering und stellte -wenn es ein Ablenkungsmanöver war- einen mMn eher hilflosen Versuch dar.
Zitat von heritageheritage schrieb:Wir wissen ja nicht ob "Annette" eine Freundin Norberts war, und auch nicht was in ihrem Brief stand.
Unter seinen Kameraden in der Truppe, haben einige in ihren Befragungen gesagt das Norbert Stolz eine Freundin hatte.
Das genau ist ja der springende Punkt. Nur weil man diese "Annette" nicht identifizieren konnte, heißt es ja nicht, dass es sie nicht gab. Man hat sie sich ja nicht hier im Forum einfach ausgedacht. Es gab ja scheinbar diesen Brief und auch wohl entsprechende Aussagen. Man sollte diesen Sachverhalt also nicht unbedingt ignorieren, zumal ja bis heute ein Motiv fehlt und Beziehungen immer ein gewisses Potenzial haben eines zu liefern.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:
Zitat von heritageheritage schrieb:Eine Beziehung geheim zu halten,nun dafür kann es legitime Gründe geben.
Ja, natürlich. Nur, würde die legitime Geheimniskrämerei auch einer Mordermittlung standgehalten haben?

Gerade im Nahbereich wurde doch sicher sehr intensiv ermittelt.
Das ist ein legitimer Einwand. Gewiss wurde auch in diese Richtung ermittelt. Allerdings muss sie ja nicht unbedingt im direkten Nahbereich zu finden gewesen sein. Manchmal kann auch eine Zufallsbegegnung zu etwas führen. Wenn ich z.B. spontan etwas geheimes mit meiner Bankberaterin anfangen würde, dann würde von außen wahrscheinlich auch niemand so schnell darauf kommen.
Zitat von MayorQuimbyMayorQuimby schrieb:Ich kann da keine Verbindungzu dem Verbrechen entdecken, ein Täter wäre doch ziemlich einfältig Briefe zu fälschen um falsche Spuren zu legen. Je mwhr Beweismittel, um so schlechter für den Täter.
Das der Täter diesen Brief schrieb um eine Trugspur zu legen glaube ich aus o.g. Gründen ja auch nicht. Aber das eine nicht weiter abgeklärte Beziehung einer unbekannten Person zum Opfer das Potenzial für eine Tat hat, kann man ohne eine Prüfung der näheren Umstände nicht wissen. Von daher wäre gut gewesen, wenn man diese Person gefunden hätte und sie sich dazu hätte äußern können und sei es nur um sie als tatrelevant auszuschließen. So muss man sie mMn weiter als "möglicherweise tatrelevant" im Hinterkopf haben.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.09.2026 um 23:42
Zitat von in1968in1968 schrieb:Es muss jedenfalls einer von außerhalb gewesen sein denn innerhalb der Kaserne hätte sich der Täter doch sonst sicher irgendwann verdächtig gemacht. Meine Meinung.
Wieso hätte sich ein Täter aus dem Kreis der zur Kaserne gehörenden Soldaten früher oder später verdächtig machen müssen?

Es wäre ja "schön blöd" von einem Täter, der einen Mord begangen hat, ohne dass es in einem langen Zeitfenster von ca. 10 Stunden irgendeinen Zeugen gab und ohne dass er entscheidende Spuren hinterlassen hätte (also quasi ein "perfekter Mord"), sich im Nachhinein selbst verdächtig zu machen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

04.09.2026 um 00:08
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Wenn ich z.B. spontan etwas geheimes mit meiner Bankberaterin anfangen würde, dann würde von außen wahrscheinlich auch niemand so schnell darauf kommen.
Kommt darauf an, was du unter "mit jemandem etwas anfangen" verstehst...

Falls du darunter verstehst, dass du im Anlagegespräch mit deiner Bankberaterin etwas flirtest, bekommt vielleicht niemand etwas mit und du wirst wohl auch kaum unangenehme Reaktionen von ihrem festen Freund zu befürchten haben.

Falls du aber darunter verstehst, dass du dir von nun an jede Woche einen Termin für ein Anlagegespräch deiner Bankberaterin geben lässt oder dass ihr anfangt, miteinander zu telefonieren, euch zu verabreden und privat zu treffen, dann dürften einige Menschen sehr schnell mitbekommen, ahnen oder spüren, dass da "etwas läuft" zwischen euch.

Deshalb glaube ich nicht an eine Liebschaft von NS mit "Annette".

In dieser Sicht bestätigt fühle ich mich auch durch die Darstellung des Falles bei Aktenzeichen XY. Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Vermutung, NS könnte insgeheim eine Liebesbeziehung gehabt haben, eine bedeutende Rolle in den Ermittlungen spielen würde.

Dass die Ermittler gern wüssten, welche "Annette" den Brief geschrieben hat, ist eine völlig andere Frage und bedeutet nicht, dass die Ermittler auch davon ausgehen würden, dass NS im Verborgenen eine Liebesbeziehung zu einer bisher unbekannten Frau unterhalten hätte.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

04.09.2026 um 08:33
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:wenn man diese Person gefunden hätte und sie sich dazu hätte äußern können und sei es nur um sie als tatrelevant auszuschließen.
Von dem Brief mit der Bitte um das Foto hat die Polizei erst nach langer Zeit erfahren, war das nicht erst in den 2000ern?
Zitat von KieliusKielius schrieb:Deshalb glaube ich nicht an eine Liebschaft von NS mit "Annette".
Kann ich mir auch nicht Vorstellen, nicht jede Mädchenbekanntschaft in dem Alter ist romantisch, aber sie war sicher tief berührt von dem Mordfall, ich spekuliere jetzt mal und gehe davon aus, dass Anette auch Anfang 20 war, in dem Alter ist ein Todesfall viel unverständlicher und emotionaler, als wenn man einen Bekannten oder Freund mit 90 Jahren verliert, der friedlich im Bett eingeschlafen ist.

Ich spekuliere ein zweites Mal, Anette weiß gar nicht, dass hier eine intensive Diskussion über den Fall läuft.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

04.09.2026 um 22:08
Ob eine Bekanntschaft mit Annette aufgefallen wäre ist nicht so einfach zu beantworten.
1989 ist man zur Telefonzelle gegangen und konnte nicht mit dem Handy aus der Stube telefonieren.
Da NS Heimschläger war konnte er ja unbemerkt von seinen Kameraden auf dem Heimweg an einer Telefonzelle angehalten haben und die nötigen Gespräche geführt haben. Außerdem war das Telefonverhalten 1989 anders, da hat man sich kurz gehalten und auf die Telefonheinheit geachtet.
Ich habe damls während meiner BW-Zeit auch nur max 1x unter der Woche mit meiner Freundin telefoniert.

Anders bei Annette. Sollte diese eine junge Singlefrau gewesen sein, dann dürfte sie noch zu hoher Wahrscheinlichkeit zu Hause gewohnt haben. Also könnte NS ja immer der gewesen sein, der bei IHR angerufen hätte. Das hätten dann eher Annettes Eltern mitbekommen, wenn sich die Tochter dann plötzlich mit den Telefon auf ihr Zimmer zurückgezogen hätte oder hastig ans Telefon gerannt wäre, um zu vermeiden das ein Elternteil als erstes den Anruf entgegen nimmt. Vielleicht war sie auch erst 17 oder jünger und beide wollten jetzt nicht unbedingt wegen dem Alter damit an die Öffentlichkeit gehen. Oder ihre Eltern waren streng. Wie bereits erwähnt, wir sind im Jahre 1989.

Jetzt ist das Problem an der Geschichte, wenn das Töchterlein nichts zu ihren Eltern oder Geschwistern sagt. Dann können diese auch keinen Zusammenhang mit dem Mordfall NS herstellen.

Vielleicht gab es da ja Krach/Probleme mit dem Ex von Annette oder einen Nebenbuhler, welches die Eltern und das Umfeld sehr wohl wahrgenommen haben. Aber wie bereits erwähnt, wenn die Angehörigen keine Verbindung zu NS herstellen können, dann geht das als normaler Liebeskummer bei einer 17-jährigen durch.....

Vielleicht wohnte Annette ja auch weiter weg, oder ihre Eltern sind z.B. nach dem Mordfall zwei Wochen in Urlaub gefahren und haben das Ganze nur noch abgeflaut nach dem Urlaub in den Median zur Kenntnis genommen.

Ich halte das durchaus für möglich dass die Kameraden da wenig bis gar nichts mitbekommen hätten.

Interesannt für mich ist eher, ob die Gerüchte von den Befragungen stimmen, dass NS zu einzelen Kameraden gesagt haben soll, dass er eine Freundin gehabt hat oder zumindest etwas übertrieben hat und das Anbandeln noch in den Kinderschuhen steckte.
Da hat man einen Mord, findet im beruflichen Umfeld nichts, schließt den einzigen Soldaten aus der mit im Haus war, schließt einen Einbruch zum Zweck des Waffendiebstahls aus und findet weiter nichts......

Was liegt dann bei so einen Fall näher als eine Liebes- oder Eifersuchtstat.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.09.2026 um 10:39
Zitat von Andy_MachtHochAndy_MachtHoch schrieb:Da hat man einen Mord, findet im beruflichen Umfeld nichts, schließt den einzigen Soldaten aus der mit im Haus war, schließt einen Einbruch zum Zweck des Waffendiebstahls aus und findet weiter nichts......

Was liegt dann bei so einen Fall näher als eine Liebes- oder Eifersuchtstat.
Mit dieser "Logik" habe ich persönlich große Schwierigkeiten...

Für mich deutete in der Darstellung des Falls bei Aktenzeichen XY nichts darauf hin, dass die Ermittler ein wie auch immer geartetes (Liebes-) oder Beziehungsdrama als Hintergrund für den Mord vermuten oder auch nur für realistisch halten könnten. Ich schließe daraus, dass man nicht einmal Anzeichen gefunden hat, dass NS damals eine quasi perfekt geheim gehaltene Liaison gehabt haben könnte.

Der Schwerpunkt bei Aktenzeichen XY lag eindeutig auf einer ausführlichen Darstellung von Vorgängen, die allesamt auf dem Kasernengrundstück stattfanden. Das Privatleben von Norbert stand nicht im Fokus. Alles, was nicht mit der Kaserne in Zusammenhang stand, war bei Aktenzeichen XY allenfalls eine kurze Erwähnung wert.

Dass NS eine geheime Liaison, die ja so oberflächlich, locker oder flüchtig gewesen sein müsste, dass niemand etwas mitbekam mit Ausnahme des späteren Täters, der einen Konkurrenten befürchtete, diesen identifiziert und dessen Lebensumstände und konkrete Aufenthaltsorte in Erfahrung gebracht hätte und der so rasend vor Eifersucht war, dass er NS an seinem Arbeitsplatz in einer Kaserne aufsuchte und ihn dort umbrachte, ist für mich ein Widerspruch, der sich nicht auflösen lässt.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.09.2026 um 20:54
Ich denke, dass die Spur Annette zu nichts führt, da sie längst abgeklärt ist. Den EB wurde der Brief ja nachträglich (anno 2013) übergeben, wenn auch ohne Kuvert, welches leider nicht aufbewahrt wurde. Wir sprechen hier von einer Annette, aber den Ermittlern dürfte der komplette Name bekannt sein. Denn wenn eine Frau die trauernden und ihr bis dahin unbekannten Eltern per Brief um ein Foto von Norbert Stolz bittet, wird sie sicherlich mit ihrem vollständigen Namen unterzeichnet haben. Diesen musste sie ja sowieso angeben, damit das Kuvert mit dem Foto korrekt adressiert werden konnte. Ich gehe derweil davon aus, dass Annette als Rückanschrift keine anonyme Postfachnummer benannt hat, zumal das die Eltern sicher stutzig gemacht hätte.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.09.2026 um 21:35
Zitat von Serval69Serval69 schrieb:dürfte
Zitat von Serval69Serval69 schrieb:sicherlich
Zitat von Serval69Serval69 schrieb:gehe
Der Fall, sollte er mal gelöst werden, ist mMn einfacher als man denkt.

Da der Fall erstmal nicht gelöst wurde und man eben keine Ahnung hat wohin die Reise geht, sollte man eine Eifersuchtstat eben nicht ausschließen.
In deiner Antwort habe ich folgende Zitate mal rausgepickt und zu meinen "Gunsten" geändert.
Ersetze dürfte durch "haben nicht"
Ersetze sicherlich durch "hat aus nervosität ihre Adresse nur auf den Briefumschlag geschrieben"

Schon hat man hier wieder ein ganz anderes Szenario und so abwägig ist das nun auch nicht.

Das andere Problem ist ja dennoch, dass man den Brief und den Namen erst 24 Jahre später erhalten hat. Jetzt kommt es auch darauf an, wie gut die Polizei da gearbeitet hat und ob der Ermittler dies damals als wichtig eingestuft hat.

Des Weiteren müsste diese Person 24 Jahre lang ihren Wohnort nicht gewechselt haben. Was ist wenn diese Person bereits 1989 verzogen ist. So einfach war das früher nicht jemanden nachzuverfolgen. Sollte sie minderjährig gewesen sein, hatte sie vielleicht noch keinen Personalausweis und keine Steuernummer. Wenn Sie also zur Schule ging und steuerlich nicht erfasst wurde, dann wirds richtig schwierig.

Die nächste Frage wäre dann, was ist wenn diese Person ins Ausland gezogen wäre, eine neuen Namen (Heirat) angenommen hätte oder sogar verstorben wäre? Hört die Spur dann automatisch auf?

Ich bin zwar auch kein Fan dieser Anette-Theorie, aber in einen Fall wo man nichts weiß, kann man selbst eine Anette nicht ausschließen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.09.2026 um 22:51
Zitat von Andy_MachtHochAndy_MachtHoch schrieb:Der Fall, sollte er mal gelöst werden, ist mMn einfacher als man denkt.
Ich denke auch, dass dieser Fall - wie die meisten anderen Kapitalverbrechen auch - eine einfache Lösung hat und dass die Lösung sich unter den Szenarien befindet, die sich derzeit auf dem Prüfstand der Cold Case Ermittler befinden.

Solange man keine Beweise hat, wird die Aufklärung des Falles allerdings nicht vorankommen.
Zitat von Andy_MachtHochAndy_MachtHoch schrieb:Da der Fall erstmal nicht gelöst wurde und man eben keine Ahnung hat wohin die Reise geht, sollte man eine Eifersuchtstat eben nicht ausschließen.
Da der Fall ungelöst ist, kann man tatsächlich so gut wie gar nichts ausschließen. Auch Schmuggler-, Waffenräuber und Psychopathen-Theorien kann man nicht ausschließen.

Was man aber bei jeder dieser Theorien kann, das ist sich zu überlegen, wie realistisch sie ist.

Dass NS eine Beziehung gehabt haben könnte, die einerseits komplett unter dem Radar geblieben sein soll, aber andererseits trotzdem irgendjemanden so aufgebracht hat, dass er NS an seinem Arbeitsplatz in der Kaserne aufsuchte und ihn umbrachte, halte ich für ziemlich unrealistisch.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

07.09.2026 um 18:07
Zitat von MayorQuimbyMayorQuimby schrieb am 04.09.2026:Von dem Brief mit der Bitte um das Foto hat die Polizei erst nach langer Zeit erfahren, war das nicht erst in den 2000ern?
Es war auf jeden Fall viele Jahre nach dem Mord. Wie viele genau weiß ich jetzt ad hoc gefragt auch nicht, ich versuche das aber nochmal zu eruieren.
Zitat von KieliusKielius schrieb am 04.09.2026:Falls du aber darunter verstehst, dass du dir von nun an jede Woche einen Termin für ein Anlagegespräch deiner Bankberaterin geben lässt oder dass ihr anfangt, miteinander zu telefonieren, euch zu verabreden und privat zu treffen, dann dürften einige Menschen sehr schnell mitbekommen, ahnen oder spüren, dass da "etwas läuft" zwischen euch.
Viele Menschen die fremdgehen oder eine -aus welchen Gründen auch immer- "geheime Liaison" führen, fallen damit -wenn überhaupt- erst Jahre nach deren Beginn tatsächlich auf. Zwar existieren oft in der "offiziellen Beziehung" -sofern vorhanden- schonmal Verdachtsmomente, aber diesen wird dann auch oft nicht wirklich nachgegangen oder sie werden verdrängt. Freunde, bekannte, Verwandte oder auch Geschwister bekommen davon auch nicht zwingend etwas mit, weil sie eigene Probleme haben und sie das Liebesleben der Person auch eigentlich nichts angeht. Sofern die Person also nicht darüber spricht oder der Zufall die Sache ans Licht bringt, muss da auch nichts bekannt sein.
Zitat von KieliusKielius schrieb am 04.09.2026:Deshalb glaube ich nicht an eine Liebschaft von NS mit "Annette".
Es muss ja auch keine gegeben haben. Im Gegenteil. Ich finde es persönlich nur etwas fahrlässig, diese Möglichkeit quasi auszuschließen wo doch Eifersucht ein sehr starkes Mordmotiv ist.
Zitat von Andy_MachtHochAndy_MachtHoch schrieb:Ob eine Bekanntschaft mit Annette aufgefallen wäre ist nicht so einfach zu beantworten.
1989 ist man zur Telefonzelle gegangen und konnte nicht mit dem Handy aus der Stube telefonieren.
Da NS Heimschläger war konnte er ja unbemerkt von seinen Kameraden auf dem Heimweg an einer Telefonzelle angehalten haben und die nötigen Gespräche geführt haben.
Richtig. Er hatte auf jeden Fall die Möglichkeit, sie unbemerkt zu kontaktieren und sich auch mit ihr von den eigenen Leuten unbemerkt zu treffen. Von seiner Seite aus war das Risiko das eine mögliche Liaison ans Licht kommt so gesehen sehr gering. Zumindest meiner Einschätzung nach.
Zitat von Andy_MachtHochAndy_MachtHoch schrieb:Anders bei Annette. Sollte diese eine junge Singlefrau gewesen sein, dann dürfte sie noch zu hoher Wahrscheinlichkeit zu Hause gewohnt haben. Also könnte NS ja immer der gewesen sein, der bei IHR angerufen hätte. Das hätten dann eher Annettes Eltern mitbekommen, wenn sich die Tochter dann plötzlich mit den Telefon auf ihr Zimmer zurückgezogen hätte oder hastig ans Telefon gerannt wäre, um zu vermeiden das ein Elternteil als erstes den Anruf entgegen nimmt. Vielleicht war sie auch erst 17 oder jünger und beide wollten jetzt nicht unbedingt wegen dem Alter damit an die Öffentlichkeit gehen. Oder ihre Eltern waren streng. Wie bereits erwähnt, wir sind im Jahre 1989.
Genau an dem Punkt sehe ich die mögliche Problematik. Nehmen wir mal rein hypothetisch an, eine offen geführte Beziehung hätte aus damaliger Sicht und Weltanschauung große Probleme im Umfeld der Beiden verursacht. Sei es weil Annette minderjährig war, weil sie sich in einer festen Beziehung befand, verheiratet war, vielleicht eine aus Sicht des Umfeldes "problematische" Herkunft/Hautfarbe/Religion hatte. Damals waren die Zeiten ja noch anders und wesentlich intoleranter als heute. Dann könnte diese Liaison gegebenenfalls auf ihrer Seite aufgeflogen sein. Wir kennen ja das Umfeld von Annette nicht und wie hoch das Risiko auf ihrer Seite war das da etwas auffällt. Ich kenne da ein Beispiel aus meinem beruflichem Umfeld, wo ein Kollege eine Beziehung mit einer Angehörigen einer anderen Religion began. Es dauerte nicht lang, bis ihm der große Bruder der Dame mit gezücktem Messer und einer Ladung Pfefferspray in die Augen klar machte, dass diese Beziehung beendet ist. Es blieb zum Glück bei Pfefferspray und der Drohung. Die Beziehung endete trotzdem. Was wenn es im Fall Norbert Stolz nicht bei der Drohung blieb sondern eine Tat folgte?
Zitat von Andy_MachtHochAndy_MachtHoch schrieb:wenn die Angehörigen keine Verbindung zu NS herstellen können, dann geht das als normaler Liebeskummer bei einer 17-jährigen durch....
Oder eben so. Das ist dann der andere Fall. Es kam zwar raus dass es da "etwas" gab, aber nicht was.
Zitat von Andy_MachtHochAndy_MachtHoch schrieb:Interesannt für mich ist eher, ob die Gerüchte von den Befragungen stimmen, dass NS zu einzelen Kameraden gesagt haben soll, dass er eine Freundin gehabt hat oder zumindest etwas übertrieben hat und das Anbandeln noch in den Kinderschuhen steckte.
Richtig. Das Norbert nur aus Angeberei den Kammeraden gegenüber vorspielte eine Beziehung zu führen kann natürlich sein, glaube ich aber weniger. Ist jedoch nur ein Bauchgefühl. Konkret festmachen kann ich das nicht. Er schien einfach ein bodenständiger, ehrlicher Typ mit Werten zu sein. Das passt nicht zu ihm. Wenn dem so wäre und die Gerüchte stimmen, würde ich eher annehmen das es eine Freundin gab, als anzunehmen das er nur gelogen hat um sich wichtig zu machen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

08.09.2026 um 00:36
Zitat von KieliusKielius schrieb:Dass NS eine Beziehung gehabt haben könnte, die einerseits komplett unter dem Radar geblieben sein soll, aber andererseits trotzdem irgendjemanden so aufgebracht hat, dass er NS an seinem Arbeitsplatz in der Kaserne aufsuchte und ihn umbrachte, halte ich für ziemlich unrealistisch.
Beziehungsgeschichten halte ich persönlich eher für möglich als Drogenring und Materialklau.
(was ich natürlich auch nicht ausschließe)

Ich denke, dass es gerade während der BW-Zeit (und damals ohne Handy und WhatsUp) deutlich einfacher war eine Beziehung zu verstecken, da der Freundes/Bekanntenkeis ja nicht mit dem Bundewehrkameradenkreis i.d.R übereinstimmte. Da konnte man schön jeden gegen jeden auspielen.
NS bei Anette, Eltern wo warst du? NS: Hatte länger Dienst, hab mich verquatscht, hab den Müller noch was geholfen etc. Das prüft doch kein Elternteil bei einem 19 jährigen nach........ wozu auch?

Im Allgemeinen muss das ja eigentlich auch keine Liebesbeziehung gewesen sein. Vielleicht war da auch (noch) nichts von Anette und NS.
Entscheidend ist es aber, wie es eine mögliche "dritte" Person gesehen, aufgenommen oder wahrgenommen hat.
Bei uns in der Stadt gab es vor 20 Jahren in der einer Disko auch mal den Vorfall, dass einer einen vermeintlichen Kontrahenten mit über 15 Messerstichen getötet hat. Später hatte es sich heruasgestellt, dass da im Grunde "nix" vorgefallen ist, einfach die Falsche angetanzt und angeflirtet....

Aber egal bei welchen Motiv: Ich denke da sind wir uns alle einig:
Die "Zünschnur" muss schon extrem kurz gewesen sein beim Täter.

Da die Eltern wohl diese Anette nicht kannten, muss diese ja irgendwo her NS gekannt haben.
Der Bruder und die Eltern konnten wohl mit dem Namen nichts anfangen.
Damit dürfte der Familienkreis und der gemeinsame Freundeskreis von NS und seinem Bruder auch ausfallen.

Die entscheidende Frage:
Wurden den überhaupt so weit ermittelt:
- Schule, besonders die ehemaligen Jahrgänge/Klassen unter NS?
- Die kirchlichen Sachen bei denen NS aktiv war?
- Die Vereine wo er aktiv war....

Im Jahr 1989 hat man seine erste Freundinnen ja eher über Schule/Ausbildung/Kumpels/Umfeld/Dorf/Vereine kennengelernt.

Ich habe meine Frau damals auch durch einen Mitspieler in meinen Fußballverein kennengelernt.
Ich bin damals gewechselt zu einen anderen Verein, er war auch neu in der Stadt und auf seiner Geburtstagsparty habe ich dann seine Schwester kennengelernt......... (ich gerade noch 17, paar Wochen später 18, sie zwei Jahre jünger).
Meine Eltern und Verwandten kannten sie und ihre Familie nicht, aufgrund ihrer damaligen 16 Jahre wurde unser "Anbandeln" auch eher stillschweigend nach außen kommuniziert. Zu ihrer "Sicherheit" habe ich auch auf unnötige Informationen und gepose verzichtet.
Mein Mitspieler (also ihr Bruder) hat sich wochenlang immer gewundert, dass seine Schwester plötzlich zu seinem (unseren) Training und Spielen kam :)
Nach 5-6 Wochen hat es mein und ihr engerer Kreis dann schon gemerkt, dass bei beiden ein Faktor X im Spiel ist. Aber die Verbindung konnte zu diesem Zeitpunkt keiner erkennen.
Also ich halte so eine Liebschaft oder Kennelernphase für sehr gut möglich.

Wenn ich heute nun erfahre bzw. was nach einigen Jahren so durchsickert, was meine Töchter sich da manchmal mit 15/16/17 "geleistet" haben und ich/wir nichts mitbekommen haben bzw sehr spät, muss ich (zum Glück) heute eher Schmunzeln. Aber da liefen einige Sachen definitiv unter meinem Radar. Jetzt könnte man sagen schlechter Daddy, aber wenn eine 16 Jährige will dass sie einige Wochen/Monate ihren Freund geheimhalten will, dann schaft sie das auch. Welcher Vater was anderes behauptet, hat keinen "gesunden" Umgang oder will es nicht wissen. Und glaubt ja nicht, die erzählt euch in diesem Alter alles....... lol

Klar kann auch später eine Anette einen Brief geschrieben haben ohne Bezug zu NS gehabt zu haben. Will ich gar nicht ausschließen.
Aber warum der Zufall wieder bei einen ungelösten Mordfall......

Und jetzt die ganze Krux and er Geschichte:
So eine Eifersuchtstat muss ja noch nicht mal was mit NS zu tun gehabt, sondern wie sein Bruder bereits aussagte, es war eine Verwechslung.


Oder, was bisher noch gar nicht auftauchte,
dass sich NS den Telefonpostendienst (TP) geholt weil er sich sicher in der Kaserne fühlte.
Nicht dass er eine Vorahnung hatte dass es am Freitagabend "scheppern" könnte und er sich lieber den sicheren TP-Job angelte.
(ist zwar auch sehr weit hergeholt, aber zumindest theoretisch möglich, glaub ich zwar auch nicht, aber der vollständigkeitshalber)
Jetzt käme dazu die Frage: warum hat er keine Hilfe geholt oder es jemanden erzählt....... Naja falsch eingeschätzt, die "Minderjährige" nicht gefährden.....

Nach dieser Theorie müsste der Täter aber Kenntnisse über Bundeswehr und der Kaserne gehabt haben, oder wie die Polizei auch vermutet, es gibt Leute, die Zusammenhänge zum Täter erkennen könnten oder haben. Auch da könnte eine Frau im Spiel gewesen sein, in welcher Form auch immer.


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08.09.2026 um 00:39
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Es muss ja auch keine gegeben haben. Im Gegenteil. Ich finde es persönlich nur etwas fahrlässig, diese Möglichkeit quasi auszuschließen wo doch Eifersucht ein sehr starkes Mordmotiv ist.
sehe ich auch so, in einem ungelösten Mordfall ohne Motiv sollte Eifersucht, Liebeleien oder auch nur Vermeintliche nicht ausgeschlossen werden.


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08.09.2026 um 09:10
@Slaterator
@Andy_MachtHoch

Eine unbekannt gebliebene Beziehung lässt sich selbstverständlich nicht ausschließen.
Für die Fallanalyse wäre für mich aber entscheidender, welche konkreten Anhaltspunkte im Fall Stolz für eine Beziehungstat sprechen und wie ein solcher Täter Kenntnis von Norberts Dienst und Zugang zum U5 erlangt hätte.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

08.09.2026 um 19:46
Heute wurde auf YT der uns bereits bekannte ZDF-True-Crime-Beitrag über den Mord an Norbert Stolz hochgeladen. Vielleicht sind inzwischen ein paar neue User hier dabei, die den Beitrag noch nicht gesehen haben. Deshalb hier einfach noch mal der Hinweis für alle, die es interessiert.

Youtube: Cold Case Kasernen-Mord: Wer erstach den jungen Soldaten? | ZDF True Crime
Cold Case Kasernen-Mord: Wer erstach den jungen Soldaten? | ZDF True Crime
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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

08.09.2026 um 20:12
Von den ganzen ehemaligen Gebäuden steht ja mittlerweile nur noch der Block U5, @in1968, du hattest uns dazu ja erst vor Kurzem berichtet.

Mich würde mal interessieren, was das für Baracken neben dem U5 sind. Gehörten die früher auch zum Bundeswehrgelände? Und weiß jemand, was dort damals untergebracht war?


Screenshot 20260908 191203 YouTubeOriginal anzeigen (3,9 MB)


Screenshot 20260908 191054 YouTubeOriginal anzeigen (3,3 MB)


Bildquelle: YT-Video ZDF-True-Crime


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

08.09.2026 um 22:26
Zitat von heritageheritage schrieb:welche konkreten Anhaltspunkte im Fall Stolz für eine Beziehungstat sprechen u
Keine, genauso wie Drogenring, Materialklau, Diebstahl, Habgier und alle anderen..................
Soviel ich weiss gibt es ja überhaupt keine konkreten Anhaltsspuren
Deswegen finde ich eine Beziehunsg/Eifersichtstat auch für möglich, immerhin in der Mordstatistik kein kleiner Batzen


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

09.09.2026 um 00:29
Zitat von Andy_MachtHochAndy_MachtHoch schrieb:Soviel ich weiss gibt es ja überhaupt keine konkreten Anhaltsspuren
Dann bist du möglicherweise nicht vollständig informiert worden. Der Fall wird ja nicht im luftleeren Raum diskutiert nach dem Motto "man weiß gar nichts, also ist alles gleichermaßen denkbar und möglich".
Zitat von Andy_MachtHochAndy_MachtHoch schrieb:Deswegen finde ich eine Beziehunsg/Eifersichtstat auch für möglich, immerhin in der Mordstatistik kein kleiner Batzen
Aus einer allgemeinen Statistik über das Vorkommen verschiedener Mordmotive zu versuchen herzuleiten, dass (sinngemäß) "ein Eifersuchtsmotiv doch gar nicht so unwahrscheinlich dürfte für das Verbrechen an Norbert Stolz" halte ich für eine schwache Argumentation, weil sie unspezifisch ist und alles, was über den Fall bekannt ist, ausblendet.
Zitat von heritageheritage schrieb:Für die Fallanalyse wäre für mich aber entscheidender, welche konkreten Anhaltspunkte im Fall Stolz für eine Beziehungstat sprechen und wie ein solcher Täter Kenntnis von Norberts Dienst und Zugang zum U5 erlangt hätte.
Die zuständigen Ermittler scheinen ja offenbar auch anders vorzugehen, als sich entlang der allgemeinen Statistiken über die Häufigkeit von Mordmotiven zu hangeln. Denn sonst wären sie uns in Aktenzeichen XY doch bestimmt auch mit der Vermutung gekommen, NS könnte eine Liebesbeziehung unterhalten haben, von der niemand etwas mitbekam und für die ihn irgendjemand aus Eifersucht an seinem nächtlichen Arbeitsplatz in einem Kasernengebäude aufsuchte und umbrachte.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

09.09.2026 um 01:44
Zitat von heritageheritage schrieb:Für die Fallanalyse wäre für mich aber entscheidender, welche konkreten Anhaltspunkte im Fall Stolz für eine Beziehungstat sprechen und wie ein solcher Täter Kenntnis von Norberts Dienst und Zugang zum U5 erlangt hätte.
Es müsste erst einmal klar sein, ob es eine Beziehung gab. Dafür sprechen Brief und die angebliche Aussage einiger Kammeraden. Wie ein möglicher Täter vom Arbeitsplatz und Zugang erfahren haben könnte ist natürlich reine Spekulation. Warum er zum Täter wurde auch, wobei dann Eifersucht wohl das naheliegendste wäre. Vielleicht hörte er es zufällig bei einem Gespräch mit, bekam einen Tipp oder folgte Annette. Kann man nicht sagen. Es liegt aber zumindest im Bereich des Möglichen, wenn auch nicht unbedingt im Bereich des sehr wahrscheinlichen. Dennoch würde ich es nicht definitiv ausschließen.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Heute wurde auf YT der uns bereits bekannte ZDF-True-Crime-Beitrag über den Mord an Norbert Stolz hochgeladen. Vielleicht sind inzwischen ein paar neue User hier dabei, die den Beitrag noch nicht gesehen haben.
Danke fürs Einstellen. :Y:
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:(...) weiß jemand, was dort damals untergebracht war?
Ich persönliche bezweifle deren Existenz schon zu Nutzungszeiten der Bundeswehr. Aber wenn, dann waren es sicher nur Schuppen für irgendwelche Gartengeräte zur Grünpflege oder so. Das sind ja sehr kleine Hütten. Allerdings vermute ich, dass diese Hütten erst nach der Umnutzung gebaut wurden.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

09.09.2026 um 06:09
Zitat von Andy_MachtHochAndy_MachtHoch schrieb:Deswegen finde ich eine Beziehunsg/Eifersichtstat auch für möglich, immerhin in der Mordstatistik kein kleiner Batzen
Auch das ist denkbar - mit unserem Wissen hier genauso wahrscheinlich, wie die meisten anderen Theorien. Persönliches Motiv (sei es privater Natur oder aus Aggression aus irgendeinem anderen Anlass, evtl gar spontan, sei es, weil er wegen irgendwas Meldung machen wollte, sei es der Psycho aus dem Loch im Zaun (siehe die beiden Fälle aus anderen Kasernen, die hier mal verlinkt wurden, bei denen irgendwelche Typen in Kasernen eindrangen - Norbert kannte vermutlich die meisten aus dem Block nicht, weil er dort keine Stube hatte - und es gab das Loch im Zaun, wodurch man die Wache umgehen konnte) etc
Nur ist eben alles davon denkbar und gleichzeitig kann man immer Gegenargumente bringen. Das macht es (mit den öffentlichen Infos) halt nicht ganz einfach. Es kann zb sein, dass es eine Beziehung gab, vielleicht auch nicht. Das wissen wir nicht.


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