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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

457 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Vermisst, Paket ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

05.03.2026 um 15:38
@curious13

Neu kostet eine Aquaracer mit Automatikwerk ungefähr viereinhalb tausend Euro, mit Quarzwerk um die drei:

Spoilerhttps://www.tagheuer.com/de/de/zeitmesser/kollektionen/tag-heuer-aquaracer/36-mm-calibre-5-automatik/WBP231M.BA0618.html#queryID=fa3481f3a4ae9af47d3f4451bfb8ce9a

Im Bereich der Luxusuhren ist das eher die Einstiegsklasse.

Für eine Uhr, und für jemanden ohne feste Arbeit, natürlich ein Haufen Geld.


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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

05.03.2026 um 16:59
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ich kann Euch @Slaterator/@Dasdeeeeniz
nur bestätigen, dass der Hubwagen nicht mehr in der Wohnung war. Die Polizei hat wohl die Wohnung untersucht, fand sogar eine größere Menge Bargeld. Vielleicht lagen auch noch mehrere Handys, die Paul besessen haben soll, in der Wohnung rum.
Und weiter:
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Was seit dem 17. April 2024 definitiv fehlt, das ist PAUL samt Umhängetasche von Louis Vuitton, Jeans und grüner Jacke, einer teuren schweizer Armbanduhr von TAG Heuer, Handy, Schlüsselbund, Geldbörse mit Personalausweis und Krankenkassenkarte.
Habe vielen lieben Dank für diese Informationen! :Y: Es ist also eher so das nichts aus der Wohnung verschwunden ist, sondern -im Gegenteil- sogar hinzugekommen. Es wurde ja Hundefutter entdeckt, dass bei Paul Burdach, welcher nur eine Katze hatte, völlig fehl am Platz erscheint. Meine persönliche These dazu ist, dass jenes Hundefutter dazu benutzt worden sein könnte, Spürhunde abzulenken um Drogen zu verstecken.

Ich weiß, dass manche Schmuggler sehr gerne Kaffee dazu benutzen, der übrigens auch in der zivilen Luftfahrt Verwendung findet, wenn sich ein Passagier während des Fluges in der Kabine übergibt, jedoch nicht seine Kotztüte trifft. In dem Fall wird mit Kaffeepulver der strenge Geruch überdeckt. So ist es mit den Drogen dann prinzipiell auch. Spürhunde schlagen dann sehr oft nicht an. Vielleicht hat Hundefutter ja einen ähnlichen Effekt?
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Und wer hat jetzt Pauls Uhr, die TAG Heuer ist doch einzigartig mit ihrer Seriennummer?!
Sehr guter Hinweis. Oft werden geraubte Uhren ins Ausland verkauft, in denen die Uhrmacher sowas nicht wirklich überprüfen. Eine teure Luxusuhr mit Automatikwerk sollte je nach Werk alle 2-5 Jahre beim Hersteller/Uhrmacher des Vertrauens in Revision gegeben werden, damit die Ganggenauigkeit erhalten bleibt und keine Fehlfunktionen und/oder Schäden auftreten. Diese "Wartung" ist sehr umfänglich und kostet auch eine Kleinigkeit. Das aber nur nebenbei.

Das Problem: Grundsätzlich ist anhand der Seriennummer zumindest der Händler ermittelbar, welcher die Uhr ausgeliefert bekam. Wurde die Uhr bei diesem Händler oder im Werk gewartet, ist theoretisch auch der Eigentümer, also Käufer der Uhr zum jeweiligen Zeitpunkt bekannt. Wie lange diese Daten gespeichert werden, ob sie überhaupt gespeichert werden, vermag ich aber nicht zu sagen. Das hängt ja auch vom jeweiligen Uhrmacher ab. Wie das TAG Heuer selbst regelt, entzieht sich auch meiner Kenntnis.

Ich kann mir daher vorstellen, dass man Paul Burdach gar nicht mit einer Seriennummer in Zusammenhang bringen kann, wenn er die Uhr vielleicht gebraucht erworben hat oder nie in Revision gab. Dann wird es nämlich schwierig. Aber es besteht eine Chance.
Zitat von curious13curious13 schrieb:Ist schon interessant, dass sich dieser junge Bursche so teure Luxusartikel leisten kann- Vuitton & die Uhr kosten doch sicher ein Vermögen?
Die Frage stellen ich mir auch und es gibt dafür eine wahrscheinliche Erklärung. Es steht die Vermutung im Raum, dass er in Drogengeschäfte verwickelt war/ist. Es gibt einige Indizien die dafür sprechen, auch wenn es (noch) keinen endgültigen Beweis gibt. Die Details kannst du hier im Thread finden.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Im Bereich der Luxusuhren ist das eher die Einstiegsklasse.
Das stimmt. Uhren von Rolex oder Patek Philippe kosten ungleich mehr, meistens deutlich fünfstellig, limitierte Sondermodelle oder Sammlerstücke haben eine nach oben völlig offene Preisskala. Aber du hast natürlich völlig Recht, dass man sich so eine Uhr eher nicht bei Bürgergeldbezug erlauben kann. Das gilt auch für die anderen Luxusartikel und gefundenen Bargeldbestände.


Übrigens hat Pauls Mutter die in Personensuche sehr erfahrene Julia Leischik darum gebeten, sich diesem Fall in ihrem Podcast "Spurlos" anzunehmen. Dies hat sie getan. Die Episode kann man sich hier anhören, der Fall beginnt ca. bei 5:40 Min. Davor ist ein wenig Kaffeeklatsch. Hier der Link zur frei verfügbaren Folge:

https://julia-leischik-spurlos.podigee.io/86-85-das-ratsel-um-paul-die-letzte-nachricht-und-ein-mysterioser-begleiter


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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

05.03.2026 um 17:04
Zitat von curious13curious13 schrieb:Ist schon interessant, dass sich dieser junge Bursche so teure Luxusartikel leisten kann- Vuitton & die Uhr kosten doch sicher ein Vermögen?
Ein Vermögen nicht - aber es sind schon gemessen am Materialwert extreme Preise, die da aufgerufen werden:

Es dürfte sich um die Louis Vuitton Messenger Tasche "Trio" in schwarz handeln, die im offiziellen Louis Vuitton Shop 2650,- Euro kostet:

https://de.louisvuitton.com/deu-de/produkte/trio-messenger-tasche-monogram-shadow-leather-nvprod4330100v/M46602


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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

05.03.2026 um 18:27
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Eine teure Luxusuhr mit Automatikwerk sollte je nach Werk alle 2-5 Jahre beim Hersteller/Uhrmacher des Vertrauens in Revision gegeben werden, damit die Ganggenauigkeit erhalten bleibt und keine Fehlfunktionen und/oder Schäden auftreten
Ich bin Uhrmacher und was du hier schreibst, stimmt nicht. Man kann das machen, ja - wenn man zu viel Geld hat.

So lange eine Uhr läuft, läuft sie. Sie macht sich bemerkbar, wenn sie nicht mehr will: Falschgang und/oder Gangreserve wird nicht mehr gehalten. Sie kündigt das an, wenn sie anfängt nachzugehen. Aber das sind keine Stunden am Tag, sondern ein paar Minuten pro Woche. Und das kann man ausregulieren bis sie irgendwann gar nicht mehr will. Dann ist sie fällig.

Fehlfunktionen oder Schäden passieren nur durch unsachgemäße Handhabung. Oder irgendwann nach zwanzig, dreißig Jahren durch Ermüdungen. Wenn sie wasserdicht ist (und ich rede von wasserdicht, nicht wassergeschützt), kann logischerweise auch kein Schmutz reinkommen.


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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

06.03.2026 um 16:25
Zitat von sören42sören42 schrieb:Ein Vermögen nicht - aber es sind schon gemessen am Materialwert extreme Preise, die da aufgerufen werden
Das ist wahr. Man bezahlt nur die Marke, erwirbt ein Statussymbol. Ich persönlich gehe davon aus, dass so eine Tasche den Hersteller nur einen verschwindend geringen Bruchteil des Verkaufspreises kostet, während die Gewinnmage schwindelerregend hoch ist. Auch das Uhrwerk in einer Rolex dürfte mMn nicht den so hohen Verkaufspreis rechtfertigen, selbst wenn es in Handarbeit gefertigt wird. Hier sind Material (Gold, Edelsteine etc.) und eben wieder die Marke/das Statussymbol verantwortlich für die hohen Preise.

Ich schließe daraus, dass sich Paul Burdach hier einfach Träume erfüllt hat. Er kam aus einfachen Verhältnissen. Man konnte sich keinen Urlaub leisten, die Mutter war allein erziehend. Ich denke er wollte da etwas nachholen. Möglicherweise war er deshalb dafür anfällig, sich mit den falschen Leuten einzulassen und geriet dann immer tiefer in etwas hinein, aus dem er dann nicht mehr herauskam und das ihm schließlich zum Verhängnis wurde.
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Ich bin Uhrmacher und was du hier schreibst, stimmt nicht. Man kann das machen, ja - wenn man zu viel Geld hat.
Erst einmal danke für deine werte Expertise. Ich denke, wer sich eine oder sogar mehrere Luxusuhren anschaffen kann, hat schon so viel Geld angehäuft, dass ihn oder sie die Revision von der Kostenseite her nicht mehr interessiert. Eine Luxusuhr ist ein Statussymbol und ggf. auch eine Geldanlage. Ich persönlich interessiere mich für Uhren, nenne jedoch keine Luxusuhr mein Eigen. Das Geld würde ich dafür auch nicht ausgeben, selbst wenn ich es könnte. Es bleibt am Ende "nur" ein Zeitmesser und das kann auch eine Casio für 20€. Damit es nicht allzu OT wird, der Bezug zum Fall:

Es ist Status und Liebhaberei. Im vorliegenden Fall denke ich, dass es Paul Burdach da eher auf den Effekt "Status" abgesehen hatte, als er sich die Uhr angeschafft hat. Wie oben schon beschrieben, dürfte er sich von seinem "Einkommen" (er war Bürgergeldempfänger) so einen Luxus gar nicht leisten können. Von daher gab es sicherlich eine lukrative Einnahmequelle, die mMn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht im legalen Bereich zu suchen ist.

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Ich habe mir den Podcast "Spurlos" von und mit Julia Leischik angehört. Dort gibt es tatsächlich neue Informationen:

So soll der mysteriöse Hubwagen, welcher von Paul und einer bislang unbekannten Person am Tag vor Pauls Verschwinden in einem Baumarkt erworben wurde tatsächlich noch zerlegt in der Originalverpackung in Pauls Wohnung aufgefunden worden sein.

Ferner gibt es wohl auch eine mögliche Sichtung gut zwei Wochen nach Paul Burdachs verschwinden. Demnach wollte ein junger Mann in einer nicht näher benannten Tankstelle "Kleinigkeiten" kaufen, bemerkte dann jedoch, dass er kein Geld dabei hatte und ging wieder. Er war allein. Die Angestellte dieser Tankstelle will diese Person anhand des veröffentlichten Fotos in der Tageszeitung als Paul Burdach erkannt haben. Diese Information wurde angeblich unmittelbar an die Ermittlungsbehörde weitergegeben, jedoch nicht zeitnah überprüft. Videoaufnahmen der Überwachungskameras sind deshalb nicht mehr vorhanden.

Es ist ebenfalls die Information bemerkenswert, dass die zunächst eher zurückhaltend ermittelnde EB plötzlich und angeblich ohne Angabe von Gründen ein Ermittlungsverfahren einleitete und eine SoKo gründete. Nach Ansicht der Mutter Pauls ist es naheliegend, dass die EB einen Tipp bzw. Zeugenaussage bekommen haben muss. Es folgten daraufhin auch Suchmaßnahmen u.A. in einem Waldgebiet, bei dem wohl auch nicht näher beschriebene Gegenstände gefunden und gesichert wurden. Ob diese etwas mit Paul zu tun haben, wurde bis heute nicht veröffentlicht. Auch nicht, um welche Gegenstände es sich dabei handelt.

Hier nochmals der Link zum frei verfügbaren Podcast:

https://julia-leischik-spurlos.podigee.io/86-85-das-ratsel-um-paul-die-letzte-nachricht-und-ein-mysterioser-begleiter


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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

06.03.2026 um 17:12
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ferner gibt es wohl auch eine mögliche Sichtung gut zwei Wochen nach Paul Burdachs verschwinden. Demnach wollte ein junger Mann in einer nicht näher benannten Tankstelle "Kleinigkeiten" kaufen, bemerkte dann jedoch, dass er kein Geld dabei hatte und ging wieder. Er war allein. Die Angestellte dieser Tankstelle will diese Person anhand des veröffentlichten Fotos in der Tageszeitung als Paul Burdach erkannt haben.
Bei sowas bin ich sehr skeptisch, vor allem, wenn es nur eine einzige Sichtung ist. Aus anderen Vermisstenfällen wissen wir, dass Zeugen die betreffende Person sonstwo (vermeintlich) gesehen haben, obschon man später herausgefunden hat, dass die Person zu dem Zeitpunkt längst tot war. Ich verstehe, dass man sich an jeden Strohhalm klammert, aber die Wahrscheinlichkeit ist doch sehr hoch, dass es sich, entgegen der Vermutung der Zeugin, doch nicht um PB handelte. Dennoch sollte man dem nachgehen, vielleicht ist es auch längst geklärt und man weiß, wer der Kunde gewesen ist.

Ich selbst werde gelegentlich mit jemandem aus dem Nachbarort verwechselt, dem ich wohl optisch ähnlich sehen soll. Da ich aber keine verwandtschaftlichen Bezüge in die Gegend habe, in der ich lebe, ist das wohl einfach Zufall.

Von daher könnte wirklich jemand an der Tankstelle gewesen sein, der PB ähnlich sah.


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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

06.03.2026 um 22:10
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ich habe mir den Podcast "Spurlos" von und mit Julia Leischik angehört. Dort gibt es tatsächlich neue Informationen:
Weißt du, ob dieser Podcast seriös ist?


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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

06.03.2026 um 22:37
Zitat von ZiegenpetraZiegenpetra schrieb:Weißt du, ob dieser Podcast seriös ist?
Julia Leischik ist mMn zwar etwas "gefühliger" als andere True Crime Podcaster, aber ich finde ihre Recherchen grundsätzlich ziemlich fundiert. Habe einige ältere Folgen angehört.
Nachdem sich hier ja die Mutter des Vermissten direkt an sie gewandt hat, wäre die einzige noch bessere Quelle wohl nur die Ermittlungsbehörde selbst.
Dafür halte ich diesen Fall allerdings noch zu "frisch".

Im 25 Jahre alten Fall Katrin Konert hat z.B. die leitende Ermittlerin Dau-Rödel direkt mit dem Podcaster Mike Mathis ("Licht ins Dunkel") zusammen gearbeitet.


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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

07.03.2026 um 02:12
Danke @Slaterator nochmals für den Link zum Podcast "JULIA LEISCHIK - SPURLOS"! Auch wenn manche User Podcasthören hassen, hier gibt es extra für "Leser" eine Transkription.👍🏼


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Die Qualität des Podcasts überzeugt mich, Du @Ziegenpetra kannst den Podcast getrost als seriös einordnen, die Mutter von Paul Burdach kommt ja auch persönlich zu Wort.




Meine Erinnerung,
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:dass der Hubwagen nicht mehr in der Wohnung war
ist leider falsch. Im Podcast wird über den Hubwagen gesagt, er
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:wurde tatsächlich noch zerlegt in der Originalverpackung in Pauls Wohnung aufgefunden




Ich habe mir mal ein paar Details aus dem Podcast rausgepickt:
00:49:54: Die Polizei informiert Sabine nicht über alle Hinweise, Spuren und einzelne Ermittlungsschritte – auch das ist grundsätzlich so ganz normal und üblich!

00:50:04: Im laufenden Verfahren müssen viele Erkenntnisse vertraulich behandelt werden damit mögliche Verdächtige nicht gewarnt, Abläufe nicht beeinflusst und Beweise nicht gefährdet werden.

00:50:16: Angehörige erhalten in der Regel nur die Informationen, die für sie unmittelbar relevant sind und die die Ermittlungen nicht beeinträchtigen.

00:50:26: Alles andere bleibt unter Verschluss.

00:50:28: zum Schutz des Verfahrens, zum Schutz möglicher Zeugen und um die Aufklärung nicht unnötig zu

00:50:35: erschweren.".

00:50:36: Ja und obwohl Sabine nicht alles erfährt?

00:50:39: wird auch für sie im Laufe der Ermittlungen doch immer deutlicher, dass Paul Kontakt zu Menschen gehabt haben muss die seinem Freundeskreis völlig unbekannt waren.

00:50:49: Ja

00:50:49: das bahnt sich jetzt schon ja auch die ganze Zeit

00:50:52: an.

00:50:55: Dass Paul wahrscheinlich da Teile seines Lebens sehr unter Verschluss gehalten hat und dass es ein bisschen anders war als Was es so im ersten Blick vielleicht dargestellt hat, muss ja so sein.

00:51:08: Er muss nun mal in irgendwelche Schwierigkeiten geraten.

00:51:11: Genau!

00:51:11: Er muss noch einen weiteren Bekanntenkreis gehabt haben und zwar einen den er für seinen Freunden und seine Familie gehalten hat.

00:51:19: Auch vor der Freundin ne?

00:51:23: Die Ermittler versuchen nun herauszufinden ob Paul möglicherweise in gefährliche Kreise geraten ist etwa im Zusammenhang mit Drogen oder kriminellen Aktivitäten Und auch Sabine vermutet inzwischen, dass Paul vielleicht – wie sie es ausdrückt – irgendwo reingerutscht ist.




Wenn man den Podcast gehört hat, dann wundert mich die folgende Aussage nicht...

ist die Polizei sich zu 99 Prozent sicher, dass Paul etwas passiert ist
😥

Quellen:
Spoiler https://julia-leischik-spurlos.podigee.io/86-85-das-ratsel-um-paul-die-letzte-nachricht-und-ein-mysterioser-begleiter

&

https://www.maz-online.de/lokales/havelland/rathenow/paul-burdach-aus-rathenow-spurlos-verschwunden-neue-suchaktion-mit-havelbus-UERZLKNIVNGSTAIFL6QXFWUKTY.html



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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

07.03.2026 um 02:39
Was ich sehr interessant an dem Podcast fand, war dass nun zum ersten Mal klar und deutlich gesagt wurde, dass Pauls Simkarte schon seit ca drei Wochen defekt war und er es laut seiner Mutter mehrfach prokrastiniert hat, sich eine neue zu besorgen (ab Minute 22:57 und wieder ab Minute 45:00).
D.h. sein Handy konnte sich mehrere Wochen lang nicht mehr mit Funkmasten verbinden, was eine Ermittlung seines Bewegungsradius mittels Funkzellenauswertung kurz vor und natürlich auch nach seinem Verschwinden verunmöglicht.
Er konnte folglich in den Wochen vor seinem Verschwinden nur noch eingeloggt in ein WLAN via WhatsApp oder andere Messenger-Dienste telefonieren.
Julia fand das sehr ungewöhnlich für einen jungen Mann, ihre Kinder hätten das nur 3 Stunden, aber nie 3 Wochen ausgehalten.
Ich frage mich, ob er evtl für seinen angenommenen verdeckten Bekanntenkreis eine andere Simkarte mit anderer Nummer benutzte. Wenn man ihn für was auch immer eingesetzt hätte in krummen Geschäften, wäre doch eine permanente Erreichbarkeit das A und O gewesen. Niemals hätte er da wochenlang nur via WLAN erreichbar sein können, denn unterwegs wäre er im schwarzen Loch und nicht kontaktierbar.


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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

07.03.2026 um 06:52
Zitat von antheanthe schrieb:Julia fand das sehr ungewöhnlich für einen jungen Mann, ihre Kinder hätten das nur 3 Stunden, aber nie 3 Wochen ausgehalten.
Das allerdings ist ihre ganz persönliche Sicht und ihre Lebenswelt und hat mit Pauls sehr wahrscheinlich sehr wenig zu tun. Vielleicht gab es auch mindestens ein weiteres Smartphone – wenn man davon ausgeht, dass er da irgendwelche Geschäfte gemacht hat.


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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

07.03.2026 um 08:36
Das mit der SIM ist dennoch bemerkenswert.

Leute, die Gründe haben, über ihr Mobiltelefon nicht identifiziert zu werden, verwenden in der Tat wechselnde Karten und/oder Mobiltelefone, da letztere über die IMEI ja auch durch den Netzbetreiber identifizierbar sind.

Der ganze Aufwand mit wechselnden, nicht oder unter falscher Identität registrierten Handys und SIMs ist freilich für die Katz, wenn parallel noch ein legales, auf die jeweilige Person registriertes Handy in räumlicher und/oder zeitlicher Verbindung mit dem "Burner-Phone" verwendet wird.

Da gehört schon eine gewisse Disziplin dazu, ein "Geschäftshandy" so zu verwenden, dass es sich niemals mit einem andern Telefon gemeinsam am selben Funkmast verbindet.

Eine SIM geht eigentlich im technischen Sinne selten kaputt. Wahrscheinlicher ist es, dass der Betreiber die Karte abschaltet.

Warum werden SIM-Karten abgeschaltet? Entweder wird der dazugehörige Vertrag von einem der Vertragspartner aktiv beendet, oder es erfolgt bei Prepaid-Karten zu lange keine Aufladung mehr.

Vielleicht ist dem Netzbetreiber aber auch aufgefallen, dass PB der wahre Inhaber von parallel betriebenen "anonymen" Karten war? Vielleicht hat Pauls Umgang mit den Karten die Ermittler auf seine Spur gebracht?

Der letzte Punkt, wie auch das anfängliche Verhalten der Ermittler gegenüber der Mutter könnte für mich ein Hinweis darauf sein, dass PB vielleicht schon auf dem Schirm der Ermittler war. Sollte das seinen "Geschäftspartnern" aufgefallen sein, hat ihn vielleicht das in Ungnade und in Gefahr gebracht.

Die Polizei wird uns nicht alles mitteilen, was sie weiß.


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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

07.03.2026 um 09:42
Danke @sallomaeander für Deine Einschätzung über die SIM-Karte. Und was Du schreibst
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Der letzte Punkt, wie auch das anfängliche Verhalten der Ermittler gegenüber der Mutter könnte für mich ein Hinweis darauf sein, dass PB vielleicht schon auf dem Schirm der Ermittler war. Sollte das seinen "Geschäftspartnern" aufgefallen sein, hat ihn vielleicht das in Ungnade und in Gefahr gebracht.
Paul war absolut in höchster Gefahr! Bei rbb24 wurde am 21.01.2026 berichtet


Labor in Nauen aufgedeckt

Europol nimmt bei Schlag gegen Drogen-Netzwerk über 80 Verdächtige fest

Nach mehr als einjährigen Ermittlungen haben die europäischen Sicherheitsbehörden zu einem weiteren Schlag gegen kriminelles Drogen-Netzwerk ausgeholt, das auf synthetische Drogen spezialisiert war. Wie die EU-Polizeibehörde Europol am Mittwoch im niederländischen Den Haag mitteilte, wurden bei Razzien in Deutschland und Polen 20 Verdächtige festgenommen sowie dort und in Belgien 50 Objekte durchsucht.
Ermittlungen liefen in Polen, Belgien, Tschechien, den Niederlanden, Spanien sowie maßgeblich auch in Deutschland. Nach Angaben des Zolls vom Mittwoch wurden sechs der insgesamt 24 Drogenlabore hierzulande ausgehoben, wobei die Einsätze zumindest größtenteils bereits bekannt waren. Darunter befand sich auch das im Oktober vergangenen Jahres in Nauen entdecktes illegales großes Untergrundlabor.
Laut Europol handelt es sich bei den mutmaßlichen Hauptdrahtziehern um Polen, die meisten anderen Verdächtigen sind ebenfalls polnische Staatsbürger. Die Ermittlungen wurden demnach Ende des Jahres 2024 durch Hinweise der polnischen Polizei ausgelöst. Ermittlern waren verdächtig große Importe bestimmter Chemikalien aufgefallen, die legale Bedarfe der Industrie weit überstiegen.



Ist es denn Zufall, dass Europol ab Ende 2024 gegen das kriminelle Drogen-Netzwerk ermittelte und fast zeitgleich im Fall Paul Burdach bekannt gegeben wird...
Am Montag, 2. Dezember, veröffentlichten die Polizeidirektion West und die Staatsanwaltschaft Potsdam, die in der Sache ermitteln, eine gemeinsame Erklärung. Die Mordkommission der Kriminalpolizei in der Polizeidirektion West hat inzwischen die Ermittlungen übernommen, heißt es darin.
Aufgrund der Ergebnisse der bislang geführten Ermittlungen könne ein Tötungsdelikt nicht mehr ausgeschlossen werden
Quellen:
Spoiler https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2026/01/europol-historischer-erfolg-kampf-gegen-drogenhandel-nauen-havelland.html

&

https://www.maz-online.de/lokales/havelland/rathenow/paul-b-aus-rathenow-vermisst-mordkommission-veroeffentlicht-fahndungsplakat-O6T7ODR6RBCRVIFQKDTM72UB6A.html




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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

07.03.2026 um 10:04
Ich habe den hier in den letzten Postings mehrfach erwähnten Podcast angehört. Dieser fußt allein auf den Erzählungen der Mutter. Man erfährt, dass Paul Burdach gerne Fußball spielte und grüne Bohnensuppe gegessen hat.

Das Paul Bürgergeldempfänger war und trotzdem eine teure Uhr und eine schweineteure Tasche besaß, wird nicht thematisiert. Es geht halt vor allem darum, Gefühle zu wecken und weniger darum, das Schicksal von Paul Burdach klären. Wäre es anders, dann müsste Mutter Burdach einige unangenehme Fragen beantworten. Ihr muss es doch aufgefallen sein, dass die Lebensweise von ihrem Sohn nicht mit den Einkünften eines Bürgergeldempfängers zu decken war. Sie hatte ja laut eigener Aussage jeden Tag mit ihm Kontakt. Wie hat Paul gegenüber Mutter, der Freundin und auch den Freunden erklärt, warum er anspruchsvoll lebte, obwohl er Bürgergeldempfänger war?


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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

07.03.2026 um 10:09
Zitat von AnalystAnalyst schrieb:Man erfährt, dass Paul Burdach gerne Fußball spielte und grüne Bohnensuppe gegessen hat.
Öhm... Ja, beides tu ich auch.
Zitat von AnalystAnalyst schrieb:Das Paul Bürgergeldempfänger war und trotzdem eine teure Uhr und eine schweineteure Tasche besaß, wird nicht thematisiert.
Siehst du, ob ne Uhr oder Tasche teuer ist, wenn das gar nicht dein Metier ist? Ok, wer einen Porsche als BG-Empfänger fährt, ist natürlich auffälliger.


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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

07.03.2026 um 10:28
Ich gehe stark davon aus, dass die Uhr und die Tasche nicht die einzigen luxuriösen Besitztümer sind, die PB besessen hat. Ganz einfach, weil dies lebensfremd wäre. PB wird noch eine Menge anderer Gegenstände besessen haben, die meinetwegen zwar nicht luxuriös aber zumindest außerhalb des finanziellen Rahmens lagen, den PB zur Verfügung hatte.

Ich höre mir die Podcasts von Julia Leischik gerne an. Man merkt aber, dass es ihr vor allem darum geht, eine gefühlvolle Geschichte zu präsentieren. Es hat schon seinen Grund, warum eine Julia Leischik nicht „tiefer gräbt als von der Mutter gewünscht“.


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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

07.03.2026 um 11:08
Zitat von AnalystAnalyst schrieb:Das Paul Bürgergeldempfänger war und trotzdem eine teure Uhr und eine schweineteure Tasche besaß, wird nicht thematisiert. Es geht halt vor allem darum, Gefühle zu wecken und weniger darum, das Schicksal von Paul Burdach klären. Wäre es anders, dann müsste Mutter Burdach einige unangenehme Fragen beantworten. Ihr muss es doch aufgefallen sein, dass die Lebensweise von ihrem Sohn nicht mit den Einkünften eines Bürgergeldempfängers zu decken war.
Andererseits ging es um EINE Uhr und EINE Designertasche. Paul könnte genauso gut beides bereits vor Eintritt seiner Arbeitslosigkeit erworben haben.
Er besaß kein Auto und auch keinen Führerschein. Ich denke, dass allein dieser Umstand ein massives Vermittlungshemmnis in dieser doch sehr ländlichen Gegend war. Und auch seine "Nützlichkeit" für etwaige kriminelle Banden ist mangels Führerschein deutlich geringer. Wenn er wirklich über einen längeren Zeitraum hinweg zusätzliches Einkommen erwirtschaftet hätte, so scheint nach seinem Verschwinden nichts davon aufgetaucht zu sein.
Immerhin musste die Polizei wochenlang quasi um Ermittlungen angebettelt werden, während Mutter Burdach bereits mit Freunden Plakate klebte, bei Nachbarn herumfragte und sogar auf eigene Kosten einen Privatdetektiv beauftragte.
Sollte Paul wirklich tief in etwaige dunkle Machenschaften verstrickt gewesen sein, dann hätte seine Mutter sich mMn durch ihre beharrliche Rumfragerei recht schnell selbst in Gefahr gebracht und womöglich einen Schuss vor den Bug in irgendeiner Art und Weise erhalten. Dies scheint nicht der Fall gewesen zu sein.


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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

07.03.2026 um 12:11
Bei den teuren Accessoires geht es nMn gar nicht primär darum, wie er sie bezahlt hat, das sicher auch, sondern in erster Linie stellt sich mir persönlich die Frage, in welchen Kreisen jemand verkehrt, in denen solche Insignien vielleicht ein Code für die Hierarchiestufe sind, die jemand erreicht hat.

Das stelle ich mir so ähnlich vor wie in der legalen Wirtschaft die Dienstwagen, wo es ja in manchen Bereichen (Vertrieb z.B.) fein abgestufte Regeln gibt, wer sich welchen BMW aussuchen darf - und in welcher Ausstattung.

Für Außenstehende sieht doch jeder BMW (und jede Armbanduhr, jedes Täschchen) genauso aus.

Nur Insider erkennen, welches Statement gesetzt werden soll.


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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

07.03.2026 um 18:38
Zitat von sören42sören42 schrieb:Bei sowas bin ich sehr skeptisch, vor allem, wenn es nur eine einzige Sichtung ist. Aus anderen Vermisstenfällen wissen wir, dass Zeugen die betreffende Person sonstwo (vermeintlich) gesehen haben, obschon man später herausgefunden hat, dass die Person zu dem Zeitpunkt längst tot war.
Da bin ich bei dir. Das Problem ist, dass die Ermittlungsbehörde laut Aussage der Mutter angeblich direkt nach Bekanntwerden dieser Sichtung informiert worden sein soll, diesem Hinweis dann jedoch nicht zeitnah nachgegangen ist, weshalb man diese Sichtung nicht durch die Videoaufnahmen der Überwachungskameras in der Tankstelle überprüfen konnte. So bleibt nur die Aussage der Zeugin, die sich natürlich auch geirrt haben kann, zumal sie Paul Burdach auch nicht persönlich kennt.

Außerdem kommt noch hinzu, dass es nur diese einzige Sichtung nach Pauls Verschwinden gibt. Es wurde ja ein relativ hoher Aufwand betrieben ihn zu finden. Viele Suchplakate, Veröffentlichung in der Tagespresse, Beiträge im Radio. Trotzdem wurde er nur dieses eine Mal gesehen. Das erscheint mir äußerst unwahrscheinlich. Wir wissen zwar nicht, wo diese Tankstelle ist. Aber wenn er sich frei bewegen konnte, wäre er doch nach hause gegangen. Er war zudem starker Raucher und hat Tabak/Utensilien daheim zurückgelassen. Ebenso wie seine geliebte Katze und die Bohnensuppe. Warum sollte er da allein und ohne Zwang eine Tankstelle aufsuchen? Erschließt sich mir nicht, wenn er nicht auf der Flucht war.
Zitat von ZiegenpetraZiegenpetra schrieb:Weißt du, ob dieser Podcast seriös ist?
Der User @anthe sagt dazu:
Zitat von antheanthe schrieb:Nachdem sich hier ja die Mutter des Vermissten direkt an sie gewandt hat, wäre die einzige noch bessere Quelle wohl nur die Ermittlungsbehörde selbst.
Dafür halte ich diesen Fall allerdings noch zu "frisch".
Da stimme ich @anthe zu. Zudem ist Julia Leischik auch seit Jahren aus Fernsehformaten wie "Bitte melde dich" oder "Vermisst" bekannt, hat keinen Grund hier für Clickbait oder Bekanntheit unseriös zu arbeiten. Ich denke schon das man den Podcast als seriös einstufen kann.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Danke @Slaterator nochmals für den Link zum Podcast "JULIA LEISCHIK - SPURLOS"!
Sehr gerne. :)
Zitat von antheanthe schrieb:Ich frage mich, ob er evtl für seinen angenommenen verdeckten Bekanntenkreis eine andere Simkarte mit anderer Nummer benutzte.
So weit ich weiß, wurden in der Wohnung mehrere Mobiltelefone gefunden. Ich nehme stark an, dass Paul Burdach nicht nur ein einziges Mobiltelefon genutzt hat, auch wenn er das scheinbar seiner Mutter, Freundin und seinem Freundeskreis so angegeben hat. Diese Praxis ist (aus naheliegenden Gründen) bei der organisierten Kriminalität Usus und ein weiteres Indiz dafür, dass Paul Burdach in -wie auch immer- geartete, kriminelle Aktivitäten verstrickt war.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Da gehört schon eine gewisse Disziplin dazu, ein "Geschäftshandy" so zu verwenden, dass es sich niemals mit einem andern Telefon gemeinsam am selben Funkmast verbindet.
Sicherlich wird man in solchen Kreisen eindringlich vor den Konsequenzen gewarnt, die mangelnde Disziplin zur Folge hat. Tatsächlich legte Paul ja auch eine ziemliche Disziplin an Tag, indem er sein "Doppelleben" bzw. "Nebentätigkeit" vor seiner Mutter, seinen Freunden und sogar der eigenen Freundin gegenüber ziemlich gut verbarg. Zumindest laut Aussage der Mutter hat ja niemand etwas gewusst, noch nicht einmal geahnt.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ist es denn Zufall, dass Europol ab Ende 2024 gegen das kriminelle Drogen-Netzwerk ermittelte und fast zeitgleich im Fall Paul Burdach bekannt gegeben wird...
Am Montag, 2. Dezember, veröffentlichten die Polizeidirektion West und die Staatsanwaltschaft Potsdam, die in der Sache ermitteln, eine gemeinsame Erklärung. Die Mordkommission der Kriminalpolizei in der Polizeidirektion West hat inzwischen die Ermittlungen übernommen, heißt es darin.
Aufgrund der Ergebnisse der bislang geführten Ermittlungen könne ein Tötungsdelikt nicht mehr ausgeschlossen werden
Ich denke nicht das es Zufall war. Ich persönlich vermute ganz klar einen Zusammenhang zwischen den Ermittlungen gegen die organisierte Kriminalität im Drogenmilieu dort und dem Verschwinden von Paul, zumal die Vermutung ja auch sehr nahe liegt, dass er dort -in welcher Rolle auch immer- selbst aktiv war.
Zitat von AnalystAnalyst schrieb:(...) dann müsste Mutter Burdach einige unangenehme Fragen beantworten. Ihr muss es doch aufgefallen sein, dass die Lebensweise von ihrem Sohn nicht mit den Einkünften eines Bürgergeldempfängers zu decken war. Sie hatte ja laut eigener Aussage jeden Tag mit ihm Kontakt. Wie hat Paul gegenüber Mutter, der Freundin und auch den Freunden erklärt, warum er anspruchsvoll lebte, obwohl er Bürgergeldempfänger war?
Ein sehr guter Aspekt. Paul legte scheinbar sehr viel Wert auf seine äußere Erscheinung. Teure Markenkleidung, sündhaft teure Tasche, noble Luxusuhr. Das alles sind nicht unbedingt die Insignien eines Bürgergeldempfängers. Da stellt sich natürlich schon die Frage, wie er das seiner Mutter, Freundin, Freunden erklärt hat, zumal er scheinbar ja auch weder geerbt hat, noch vor seiner Arbeitslosigkeit lange in einem hoch dotierten Beruf gearbeitet hat.
Zitat von antheanthe schrieb:Andererseits ging es um EINE Uhr und EINE Designertasche. Paul könnte genauso gut beides bereits vor Eintritt seiner Arbeitslosigkeit erworben haben.
Ich bezweifle das. Er hatte -wie geschrieben- noch nicht viel Berufserfahrung und war normaler Handwerker, kein Meister, kein Chef, kein Topmanager. Da gibt man als Geselle doch nicht all sein Geld für Luxusgüter aus oder?
Zitat von antheanthe schrieb:Wenn er wirklich über einen längeren Zeitraum hinweg zusätzliches Einkommen erwirtschaftet hätte, so scheint nach seinem Verschwinden nichts davon aufgetaucht zu sein.
In der Wohnung wurde wohl eine größere Menge Bargeld gefunden. Ich denke, er wurde -wie in der organisierten Kriminalität üblich- bar bezahlt. Als Bürgergeldempfänger musste er auch seine Vermögensverhältnisse offenlegen. Da hätte er sich ziemlich dumm verhalten, wenn er die Einkünfte auf sein Konto eingezahlt oder in Fonds angelegt hätte.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Bei den teuren Accessoires geht es nMn gar nicht primär darum, wie er sie bezahlt hat, das sicher auch, sondern in erster Linie stellt sich mir persönlich die Frage, in welchen Kreisen jemand verkehrt, in denen solche Insignien vielleicht ein Code für die Hierarchiestufe sind, die jemand erreicht hat.
Es könnte sein, dass er sich einfach Wünsche erfüllt hat, weil er nicht wohlhabend aufwuchs und deshalb ein Geltungsbedürfnis hatte, quasi etwas nachholen wollte. Aber der Aspekt, dass diese Statussymbole einfach auch Kennzeichen einer gewissen Hierarchiestufe innerhalb einer Organisation oder "Branche" sein könnten, ist auch sehr logisch. Das kann absolut zutreffen. Zumal in der organisierten Kriminalität gerne auch mal "geprotzt" wird.


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Vermisstenfall Paul Burdach aus Rathenow

07.03.2026 um 18:56
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:In der Wohnung wurde wohl eine größere Menge Bargeld gefunden. Ich denke, er wurde -wie in der organisierten Kriminalität üblich- bar bezahlt. Als Bürgergeldempfänger musste er auch seine Vermögensverhältnisse offenlegen. Da hätte er sich ziemlich dumm verhalten, wenn er die Einkünfte auf sein Konto eingezahlt oder in Fonds angelegt hätte.
OK, leuchtet ein. Ich hatte das mit der größeren Menge Cash, die in seiner Whg gefunden wurde, nicht mehr auf dem Schirm, habe aber mittels Suchfunktion nachgelesen.

Was ich mich in dem Zusammenhang schwer tue zu verstehen: warum hat er das viele Geld nicht dafür genutzt, endlich seinen Führerschein zu machen?
Er hätte ihn schon 5 Jahre früher haben können? Die Gegend ist doch wirklich ländlich, dünn besiedelt und schlecht angebunden. Vermutlich wird der ÖPNV dort fast nur von Schulkindern, Leuten die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fahren dürfen und denen, die sich kein Auto leisten können, genutzt.
Er scheint ja selber auch nicht konsumiert zu haben, was evtl ein Hindernis beim Erwerb einer Fahrerlaubnis gewesen wäre.

Wie man im Bereich Herstellung und Vertrieb synthetischer Drogen über längere Zeit ohne eigenes Fahrzeug und sogar ohne Lappen zurechtkommt, also noch nicht mal Gelegenheitsfahrten mit anderen Autos übernehmen kann, ist für mich ein bisschen schleierhaft.

Haben eigentlich die ganzen bisher in Nauen und Umgebung stattgefundenen Drogenrazzien zu einem Prozess geführt? Ich konnte nichts dergleichen finden.


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