Fall Paul Burdach im Gerichtssaal präsent: Gefängnisstrafe für Cannabis-Dealer

Der Rathenower Jan B. ist Teil der westhavelländischen Drogen-Szene. Weil ihm die Staatsanwaltschaft Handel im großen Stil vorwarf, muss er nun 18 Monate ins Gefängnis. Im Gerichtssaal war dabei auch immer wieder Paul Burdach Thema. Der Rathenower ist seit genau zwei Jahren verschwunden.
Gestern fiel nun das Urteil gegen den Rauschgift-Dealer Jan B., er muss für 18 Monate ins Gefängnis. Das Urteil wurde um 12:45 Uhr im Rathenower Amtsgericht von Richter Robert Ligier verkündet.
Es muss ein Wink des Schicksals gewesen sein, dass das Urteil genau zwei Jahre nach dem Verschwinden von Paul Burdach gesprochen wird. Dieser wird seit dem 17. April 2024 vermisst – Polizei und Staatsanwaltschaft halten ein Gewaltverbrechen nicht für ausgeschlossen.
Der Fall Jan B. und der Fall Paul Burdach sind eng verwoben.
Denn Jan B. gehört ebenso wie die in dem Verfahren gehörten Zeugen zum Freundes- und Bekanntenkreis von Paul Burdach.Was ist passiert: Im Jahr 2024 soll Jan B. an zwei Tagen je ein Kilo Marihuana von einem Drogendealer aus Premnitz entgegengenommen haben. Dafür habe der Angeklagte einmal 2400 und einmal 4800 Euro gezahlt. Das Marihuana habe B. in seiner Wohnung gelagert, so der Staatsanwalt in seinem Anklagevortrag. Der Anklagevertreter geht davon aus, dass B. mit dem Marihuana Handel treiben wollte.
Zwei Hauptzeugen werden in dem Verfahren gehört. Sie widersprechen sich. Beide wurden bereits für ihre Taten vom Landgericht verurteilt. Aus dem Urteil zitiert Richter Robert Ligier.
Die beiden Dealer wollten das Drogengeschäft, das Paul Burdach betrieb, weiterführen.Einer der beiden bekam es mit der Angst zu tun, nachdem offenbar immer deutlicher wurde, dass Paul Burdach etwas Schlimmes passiert war. Der Dealer vertraute sich Polizei und Staatsanwaltschaft an.
Zwei Verhandlungstage waren nötig. 18 Monate Gefängnis lautet die Strafe. Jan B. wird zurück ins Gefängnis gebracht.
Die Zuhörer – wohl allesamt aus dem Familien- und Bekanntenkreis des Angeklagten sowie der Hauptzeugen – verlassen den Saal und haben Gesprächsstoff, der sie vor dem Gerichtsgebäude beschäftigt.
Slaterator schrieb:Ich könnte mir deshalb gut vorstellen, dass die EB für ein Fortkommen im Causa Paul Burdach hier einen "Handel" gemacht haben, also Zeugenschutz gegen umfassendes Geständnis im eigenen Fall und Aussage zu Paul Burdach.
Zu Deiner Annahme
@Slaterator kann ich Nichts erkennen, wird sicher auch nicht in der Öffentlichkeit kundgetan. Der Angeklagte akzeptiert lieber die 18-monatige Haftstrafe.
Ich frage mich gerade, wissen die Freunde von Paul Burdach wirklich Nichts zum Verbleib seiner Leiche und den eventuellen Hintermännern? Wahrscheinlich würde ich zu meinem Schutz und meiner Familienangehörigen auch tunlichst den Mund halten! 🤐
Es ist vielleicht nur noch eine Frage der Zeit bis man die Leiche von Paul findet. Die Ermittler wissen zumindest jetzt in welche Richtung sie weiter ermitteln müssen!
Quelle:
https://www.maz-online.de/lokales/havelland/rathenow/fall-paul-burdach-im-amtsgericht-rathenow-praesent-gefaengnisstrafe-fuer-cannabis-dealer-ZCWUKDIFEREWTCOCBRPHUPWSAA.html