sommerpaula schrieb:Aber hätten in so einem Szenario nicht die Mitbewohner reagiert?
Das kommt darauf an, wie die Situation ist: Wenn man nur so am Rande miteinander zu tun hat, ist das etwas anderes, als wenn man befreundet ist.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass es dann auch Umstände gibt, warum das Verschwinden den Mitbewohnern nicht so komisch vorkommt.
Nehmen wir mal an, eine Mitbewohnerin/ein Mitbewohner spricht immer wieder davon, dass ihr/ihm das Studium und/oder die Stadt nicht gefällt. Und wenn das dann noch eine Person ist, die rein äußerlich ein eher "provisorisches" Leben führt, also z. B. das WG-Zimmer nur notdürftig eingerichtet hat, nur wenig besitzt und nicht so sehr auf Ordnung bedacht ist.
Wenn so jemand dann plötzlich verschwindet und seine Habseligkeiten zurücklässt, könnte das schon anders wirken als z. B. bei jemandem, der ein sehr strukturiertes und geordnetes Leben führt und sozial eng eigebunden ist.
Da könnte man schon denken: "Aha, hat die X/der X nun endlich Nägel mit Köpfen gemacht und das Studium geschmissen. Oh, da liegen ja noch Sachen, ja, hm. Komisch, aber die/der war ja nie so ordentlich... Naja, hatte wohl keine Lust, das Zeug mitzunehmen, na, tun wir es mal in den Keller...Hätte uns aber echt mal sagen können, dass sie auszieht, jetzt müssen wir sehen, dass wir wieder jemanden finden..."