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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

156 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Leiche, Unfall ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

26.12.2025 um 16:10
Zitat von laikaaaaalaikaaaaa schrieb:Also dass er sich mit jemandem getroffen hat, um ihn zu erpressen, um die Trunkenheitsfahrt zu vertuschen bzw. eine Anzeige zu verhindern.
SEIN kann Vieles - ich denke aber dass ein Mann der gesagt haben soll :" wenn ich auspacke, gehen Einige in den Häfen" sich auch bewußt ist, wenn er da jemanden das Messer ansetzt, schaufelt er sich sein eigenes Grab !
Die Abnahme der Fahrerlaubnis ( denke das 1. mal ) ist bei Gott fĂĽr einen Sektionsobmann kein Weltuntergang und Grund dafĂĽr, freiwillig aus dem Leben zu scheiden !

Warten wir mal ab was noch alles ans Licht kommt !


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

26.12.2025 um 19:30
Zitat von laikaaaaalaikaaaaa schrieb:Soweit ich weiß treffen viele Leute, die Suizid begehen, diese Entscheidung sehr spontan. Dass er das nicht von langer Hand geplant hat, spricht also nicht dagegen. Außerdem dürften diese anderen Chats ja vor der Trunkenheitsfahrt geschrieben worden sein, die ja als Auslöser für das, was auch immer danach passiert ist, gelten dürfte.
Korrekt, fast 90 % sind impulsive Handlungen. Sein gesamtes Verhalten spricht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit für eine suizidale Krise. Fakt ist aber auch, dass es gerade bei impulsiven Suizidabsichten eine höhere Ambivalenz beim Suizidversuch gibt.
Zitat von laikaaaaalaikaaaaa schrieb:Wenn die ganzen Chats jetzt vorliegen und sich daraus nicht ergibt, dass er sich noch mit jemandem treffen wollte, ist die bisher angenommene Mordtheorie doch eigentlich vom Tisch, oder? Also dass er sich mit jemandem getroffen hat, um ihn zu erpressen, um die Trunkenheitsfahrt zu vertuschen bzw. eine Anzeige zu verhindern.
Es gab eigentlich nie eine Mordtheorie, das haben die Medien so benannt. Somit bleibt noch: Unfall, Suizid, Beihilfe zum Suizid, unterlassende Hilfeleistung, Tötungsdelikt oder Ahnliches (Körperverletzung mit tödlichem Ausgang/Aussetzung mit tödlichem Erfolg). Es kann ja auch sein, dass er zufällig fremde Personen getroffen hat, wo es z. B. eine Auseinandersetzung gab und die Situation eskaliert ist.


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

26.12.2025 um 21:40
Man muss mögliches Fremdverschulden auf jeden Fall untersuchen.
Es muss nicht im juristischen Sinne Mord gewesen sein und dennoch kann ein Fremdverschulden vorliegen.

Er wusste viel über andere und das machte ihn gefährlich, wenn sich andere nicht für ihn einsetzten und er zurückschlagen wollte.

Er wird zitiert: "Wenn ich auspacke, dann gehen viele in' Häfen (Gefängnis)."


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

27.12.2025 um 18:31
Zitat von silbergrafsilbergraf schrieb:Korrekt, fast 90 % sind impulsive Handlungen. Sein gesamtes Verhalten spricht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit für eine suizidale Krise. Fakt ist aber auch, dass es gerade bei impulsiven Suizidabsichten eine höhere Ambivalenz beim Suizidversuch gibt.
Könntest Du bitte eine Quelle dafür liefern, dass pauschal "fast 90%" der Suizide impulsive Handlungen sind? Sowie, woran Du genau festmachst, dass sein Verhalten mit hoher Wahrscheinlichkeit für eine suizidale Krise gesprochen hat?

Von den 10 Warnzeichen einer "suizidalen Krise" erkenne ich als Aussenstehende bei Pilnacek maximal dieses hier
selbstschädigendes Verhalten mit vermehrtem Alkohol- und Drogenkonsum, rücksichtsloses Autofahren, unnötige Risikobereitschaft
Dies trifft aber dann so ziemlich auf jeden alkoholisierten Autofahrer zu.

Bzw zu den 9 Risikofaktoren könnten wir evtl. noch diskutieren ob es eine "ausgeprägte Lebenskrise / extrem belastende Erlebnisse" gab.

Persönlich glaube ich zwar nicht, dass die Abnahme des Führerscheins eine Lebenskrise ausgelöst hat, aber was weiß man schon.

Alles andere wäre mEn reine Spekutlation, da wir die persönlichen Umstände/Umfeld des P. nicht kennen und diese auch nicht öffentlich bekannt sind.

Quelle: https://ifsg.at/suizidalitaet/anzeichen/


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

27.12.2025 um 19:17
Hier noch Neues und Ergänzungen zum „Pilz-Buch-Prozess“ die höchstwahrscheinlich auch Thema im U-Ausschuss werden; respektive zur Live-Übertragund des U-Ausschusses:

Neue Details/Ergänzung zum 3. Prozesstag 09.09.2025:
Zitat von 2cent2cent schrieb am 13.09.2025:Nun zur möglichen Informationskette rund um Kurz:
An diesem Tag war als 1. Zeuge Otto Dietrich (Anwalt Kurz) als Zeuge geladen und wurde zu der Suizid Aussage Kurz' am 20.10.2023 befragt. O.D. gab an, das er eine solche Nachricht von zwei Journalisten bekommen hätte "Pilnacek angeblich tot, Suizid" hätte die erste gelautet. Namen der Journalisten wurden nicht genannt. Wann er diese Nachricht(en) erhielt wurde nicht genannt.
Dazu nun wiedereinmal Erstaunliches zu lesen:
Dietrich schilderte, er habe am 20. Oktober „um 9:28″ Uhr eine SMS aus „Medienkreisen“ erhalten: „Pilnacek angeblich tot, Selbstmord“, soll diese gelautet haben. Von wem konkret, wollte der Anwalt trotz Nachfragen nicht preisgeben.
Bemerkenswert ist jedenfalls die Uhrzeit:
Gemeindeärztin Dagmar W. stellte den Tod von Christian Pilnacek am Donauseitenarm offiziell um 9:30 Uhr fest
Die erste Polizeistreife traf um 8:19 Uhr ein, die ersten Kriminalbeamten um 9:18 Uhr.
Noch bevor das Ableben ärztlich bestätigt war, soll also unter Journalisten bereits die Selbstmord-These eifrig zirkuliert sein.1
Letzter Prozesstag – 18.12.2025 – Intervention ÖVP/Berichterstattung
Erich Vogl; Krone-Journalist im Zeugenstand:
Dieser berichtete unter Wahrheitspflicht, dass niemand Geringerer als der damalige ÖVP-Bundeskanzler Karl Nehammer wiederholt – aber erfolglos – versucht hätte, Pilnacek-Berichterstattung zu verhindern.

Vogl sei dies von Krone-Führungspersonen, bei denen interveniert worden wäre – einmal Christoph Dichand, einmal Rainer Nowak –, aus erster Hand erzählt worden. Stattgefunden hätte das rund um die Berichterstattung zum Pilnacek-Tape im November 2023 sowie zum Laptop im Frühjahr 2024. Auch aus dem ORF habe Vogl Vergleichbares gehört.1
Dazu weitere Entwicklung:
Ă–VP-Abgeordneter Hanger: "Hat nie Intervention der Ă–VP gegeben". Aufdecker Erich Vogl sagte als Zeuge im Prozess gegen Peter Pilz . Kurz darauf wurde er aus dem Politikressort abgezogen.

…Kolportiert wird eine einvernehmliche Trennung.

…In der ÖVP bemüht man sich, die Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dass Vogl ausgesagt hat, er habe von diesen Interventionsversuchen bei der Krone-Führung gehört. Das reichte bei der Krone offenbar für eine Trennung. 2
1) https://zackzack.at/2025/12/19/obduktion-smartwatch-nehammer-5-brisante-neuigkeiten-des-pilnacek-prozesses
2) https://www.derstandard.at/story/3000000301952/krone-abgang-nach-aussage-ueber-interventionsversuche-nehammers


Live-Ăśbertragung U-Ausschuss
Bzw. wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Liveübertragung des UA geben. Während Krainer (SPÖ) vorschlägt, Ton und Bildaufnahmen grundsätzlich zu erlauben, aber den Medien zu überlassen, welche Teile und Personen sie zeigen und ohnehin dem Mediengesetz unterlägen, verweist die ÖVP auf den Schutz der Persönlichkeitsrechte von Auskunftspersonen, brächte aber lt. Krainer keine eigenen Vorschläge ein.

https://www.derstandard.at/story/3000000302072/pilnacek-u-ausschuss-live252bertragung-scheitert-laut-krainer-an-214vp

Hier die Beiträge zur Übertragung:
Beitrag von 2cent (Seite 3);
Beitrag von 2cent (Seite 4)


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

27.12.2025 um 20:18
Zitat von silbergrafsilbergraf schrieb am 20.12.2025:Wann das letzte Mal ein gesamtes Buch eingezogen wurde, konnte ich nach kurzer Recherche nicht feststellen; wahrscheinlich in der NS-Zeit.
Dazu hat die Zack Zack Redaktion (und zu anderen Fragen in Bezug auf das "Buch-Verbot") kĂĽrzlich Folgendes geschrieben:
Wann wurde das letzte Mal ein Buch in Ă–sterreich eingezogen?

Nach der NS-Zeit wurde eine lange Liste verbotener nationalsozialistischer Literatur erstellt, sie umfasste ĂĽber 1.600 Werke.
Wegen Obszönität war bis 1971 beispielsweise „Josephine Mutzenbacher“ zur Verbreitung verboten.
Thomas Bernhards “Holzfällen” wurde 1984 zeitweise verboten und beschlagnahmt, bis man sich außergerichtlich einigte.
Quelle: https://zackzack.at/2025/12/22/muss-ich-mein-buch-verstecken-fragen-und-antworten-zum-pilnacek-buch
Zitat von silbergrafsilbergraf schrieb am 20.12.2025:Im Ăśbrigen ist es nicht das erste EnthĂĽllungsbuch, dass von Peter Pilz verboten wurde. Das wurde damals auch von polizeilicher Seite angetrieben.
Das Buch das Du angesprochen hattest, wurde ĂĽbrigens nicht gerichtlich verboten, sondern wird aufgrund einer einer auĂźergerichtlicher Einigung zwischen General/Direktor des BKA Andreas Holzer und dem Verlag Kremayr & Scheriau nicht mehr nachgedruckt und nicht mehr ausgeliefert.

https://www.derstandard.at/story/2000137592493/verlag-nimmt-peter-pilz-buchkurz-ein-regime-vom-markt

Ist aber über diverse Buchhändler noch immer erhältlich.


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

29.12.2025 um 15:18
Heute ist ein neuer Artikel Standard dazu erschienen, wonach es Ungereimtheiten im Bewegungsprofil der SmartWatch von P. gibt. Interessanterweise wurde diese auch der Witwe ausgehändigt und ist wohl momentan nicht auffindbar, siehe auch sein Handy+Bunsenbrenner... Je mehr Details auftauchen, umso mysteriöser werden die Umstände um das Ableben von P..

https://www.derstandard.at/story/3000000302239/ermittler-entdeckten-neue-nicht-erklaerbare-daten-auf-pilnaceks-smartwatch


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

03.01.2026 um 05:38
Ich finde den Fall auch sehr seltsam.

Die Anhänger der Selbstmord-These hatten vorübergehend Oberwasser (schlechtes Sprachbild hier), weil am Ufer keine klaren Schuh-Spuren von weiteren Personen - außer denen Pilnaceks - zu finden waren. Andererseits kann auch das manipuliert worden sein.

Dass an dem Fall etwas faul sein kann, habe ich dann wieder an zwei Links gesehen:

1. dem oben genannten vom Standard:
https://www.derstandard.de/story/3000000302239/ermittler-entdeckten-neue-nicht-erklaerbare-daten-auf-pilnaceks-smartwatch

2. einem der Kleinen Zeitung:
https://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/20442513/private-treffen-zwischen-pilnacek-witwe-und-ermittlungsleiter

Da muss es einiges an Absprachen gegeben haben. Und Pilnaceks Bewegungsprofil in den Stunden vor seinem Tod ist mehr als seltsam.

Ich hoffe, Peter Pilz hat ein schnelles Pferd.


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

03.01.2026 um 09:23
@Felix80 und @Momjul - Danke Euch fĂĽr die neuen Artikel!

Es fällt auf, wie wenig Stringenz im Ablauf herrscht: Einerseits wurde eine Obduktion fast verhindert mit der Begründung, „keine Sonderbehandlung wegen Bekanntheit“, andererseits gab es mMn unüblich engen persönlichen Kontakt zwischen Witwe und leitendem Ermittler.

Diese beiden Punkte passen sachlich nur schwer zusammen. Alles zusammen wirkt aus Sicht des bisher Bekannten außergewöhnlich erklärungsbedürftig, ganz ohne Annahmen zu Todesart oder Motiven. Man muss wirklich kein Verschwörungstheoretiker sein, um zu sagen, dass da einiges rund um diesen Fall einfach sehr seltsam und bemerkenswert ist.

@Momjul: Bleibt zu hoffen, dass sein Pferd nicht nur Tempo macht, sondern auch den Überblick im Dickicht der Handlungsstränge behält.


Zusammenfassung - Kleine Zeitung
Laut Akten des parlamentarischen Untersuchungsausschusses hatte Caroline List, Gerichtspräsidentin in Graz und Witwe von Christian Pilnacek, persönliche Kontakte mit dem Chefinspektor, der die Ermittlungen im Todesfall ihres Mannes leitete.

Der Kontakt soll nicht nur telefonisch, sondern auch in Form eines Treffens auf einem Parkplatz in Krems stattgefunden haben, danach fuhr man gemeinsam zur Pathologie, wo der Leichnam lag.

Der Artikel erwähnt auch, dass List zuvor versucht hatte, über eine Bekannte Kontakt zum Ermittlungsleiter zu bekommen, um ihren Mann „noch einmal zu sehen“.

Es wird außerdem nochmal aufgegriffen, dass List das Handy ihres Mannes zerstört hat, nachdem es ihr von der Polizei ausgehändigt worden war.

Ziel des U-Ausschusses ist u. a. zu klären, ob es bei Ermittlungen politische Einflussnahme oder andere Unregelmäßigkeiten gegeben hat; die Befragungen beginnen Mitte Jänner.

Zusammenfassung - Standard

Ermittler und eine Staatsanwältin prüften im Zuge der Ermittlungen Daten der Smartwatch, die Pilnacek bei seinem Tod getragen hat.

Aus den Notizen zu Besprechungen eines IT-Experten geht hervor, dass die Uhr „markante Handgelenksbewegungen“ aufzeichnete, die über normales Gehen hinausgingen und etwa anderthalb Minuten dauerten.

Die Uhr soll sich um 1:36 Uhr in den „Schwimmmodus“ geschaltet und spätere gesundheitliche Messungen gestoppt haben; die vermuteten Todeszeitpunkte liegen später in der Nacht. Die Smartwatch protokollierte auch Sensordaten wie einen angenommenen Fahrzeugmodus („baro diff vehicl“), sowie möglicherweise Bluetooth-Signale.

Der IT-Experte hält eine vermeintlich aufgetauchte „gelöschte Daten“-Datei für unauffällig und nicht manipuliert.

Auch wird nochmals erwähnt, dass die Uhr von niederösterreichischen Ermittlern an die Witwe ausgegeben worden sein soll und über ihren Verbleib derzeit nichts bekannt sei.


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

03.01.2026 um 16:34
Den Standard-Artikel habe ich auch gelesen. Da warte ich ab, wieviel dabei herauskommt. "Nicht erklärbare Daten" können alles mögliche sein und sind nicht a priori mit irgendeinem Szenario inkompatibel. Egal welchem.


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

03.01.2026 um 16:40
Bearbeitungszeit abgelaufen: Ja ich weiĂź, es geht um Handbewegungen. Aber auch die deuten nicht zwingend auf irgendwas.


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

03.01.2026 um 22:24
Sicher darf man sich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und sagen: "Harry, es war Mord!"

Aber es ist schon auffällig, wie schnell man die Causa zu den Akten legen wollte und welche Geschichten herauskommen, wenn man da noch einmal genauer hinschaut und nachgräbt.

Es sieht so aus, als ob der Redebedarf der Ermittler mit Pilnaceks Freundin Wurm gering war, der Redebedarf mit Personen, die auf ihrer Seite (und der der Ă–VP) standen, dagegen sehr hoch.


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

03.01.2026 um 23:20
Harry, fahr doch schon mal den (Leichen-)Wagen vor.

Hannah Arendt formulierte es nüchtern: „Wahrheit und Politik vertragen sich selten.“

Vertrauen in Politik und Exekutive entsteht in meinen Augen nicht durch möglichst rasche Aufklärung, sondern durch Transparenz und Ausgewogenheit.
Genau deshalb mĂĽssten meiner Meinung nach staatliche Ermittlungen jedem Anschein politischer EinfluĂźnahme entschieden entgegenstehen.
Wo das nicht geschieht, beginnt der Zweifel – und genau darin sehe ich den größten Schaden, den die Causa Pilnacek verursacht.

Dass dieser Zweifel in Österreich begründet ist, zeigt auch der Korruptionsindex: Österreich erreichte mit 67 von 100 Punkten das bislang schlechteste Ergebnis. Grund dafür: "wiederkehrende Politskandale rund um Freunderlwirtschaft und persönliche Bereicherung und der Versuch politischer Einflussnahme auf unabhängige Medien."2

Transparency International spricht von einem System, in dem Netzwerke eine zu groĂźe Rolle spielen.1

Vor diesem Hintergrund wirkt die rasche Erledigung der Causa Pilnacek nicht wie Aufklärung, sondern erweckt den Eindruck möglicher Vertuschung – mit entsprechend negativen Folgen für das Vertrauen in die Institutionen.

1) https://www.transparency.de/aktuelles/detail/article/korruption-in-oesterreich-spielen-netzwerke-eine-viel-zu-grosse-rolle
2) https://orf.at/stories/3384464/


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

04.01.2026 um 20:56
Mich würde interessieren, wer hier welches Tötungsdelikt in Auftrag gegeben haben soll. Und welche Vertuschung oder welchen Auftrag es gegeben haben soll? Ich habe das Buch nicht gelesen...was vermutet er? Ein von der öFPÖ initiierter U-Ausschuss mutet nicht gerade so an, als ob es um Pilnacek ginge.


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

05.01.2026 um 11:28
Für jemanden, der sich @klara.verstand nennt, ist das bemerkenswert viel rhetorische Fragestellung bei gleichzeitig offen eingeräumter Textverweigerung.

Der Thread hat (relativ) ĂĽberschaubare 6 Seiten und einen entsprechenden Eingangspost.

Im Prozess um das Buch ging um den Tatbestand der üblen Nachrede. Nicht um „Mord“ und auch nicht darum
Zitat von 2cent2cent schrieb am 25.10.2025: „… die Todesursache des Christian Pilnacek festzustellen."(1)
Du musst auch nicht zwingend das Buch lesen – hat in diesem Fall zumindest einer der Kläger auch nicht gemachta -
Zitat von 2cent2cent schrieb am 19.12.2025:In diesem Artikel ist ĂĽbrigens auch ein Bild der relevanten Seite im Buch - direkt unter diesem Absatz:
Der Richter erklärte, dass mir der Beweis einer ÖVP-Verschwörung zur Vertuschung eines „Mords“ an Christian Pilnacek nicht gelungen sei.
Er übersah dabei nur eines: Das habe ich nie behauptet, wie auch ihm ein kurzer Blick auf Seite 207 gezeigt hätte.
Worum geht es im Untersuchungsausschuss? Hier entlang:
Zitat von 2cent2cent schrieb am 29.11.2025:Ziel: Prüfung der Ermittlungen im Todesfall von Christian Pilnacek, bei dem die Behörden offiziell von Suizid ausgehen. Die FPÖ wirft mögliche politische Einflussnahme auf Ermittlungen vor — etwa durch Druck aus dem Innenministerium, Justizministerium oder dem Kanzleramt. Es wird vermutet, dass Beweise unterschlagen, Ermittlungsergebnisse verfälscht oder kritische Journalisten unter Druck gesetzt wurden.
Zitat von 2cent2cent schrieb am 19.10.2025:Im Verlangen Vermutung unrechtmäßiger Handlungen angeführt (zB unbefugtem Enterfernen/Zurückhaltung von Beweismitteln, Verfälschung der Ergebnisse, gezielte strafrechtliche Verfolgung von Journalisten)
a Beitrag von 2cent (Seite 2)


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

05.01.2026 um 18:10
@2cent:
Seit dieser Thread eröffnet wurde, kreiste die Frage doch darum, ob Pilnacek Opfer eines Gewatverbrechens wurde. Darum geht - so das mediale Narrativ zumindest - es auch in P. Pilz Buch.
Um die Theorie zu stützen, der Justiz-Sektionschef sei 2023 einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen, engagierte Peter Pilz privat Sachverständige. Wie valide sind deren Gutachten?
https://www.profil.at/oesterreich/pilnacek-pilz-gutachten-u-ausschuss/403107456
In seinem Buch "Pilnacek – Der Tod des Sektionschefs" stellt Pilz eine brisante These auf: Pilnacek sei möglicherweise ermordet, die wahren Todesumstände von einer "türkisen Polizeikette" vertuscht worden.
Quelle: https://www.msn.com/de-at/nachrichten/other/prozess-gegen-pilz-eigentlich-war-pilnacek-eine-sch%C3%B6ne-leiche/ar-AA1K1UBm

Da stelle ich mir doch unwillkürlich die Frage: Wer soll ihn getötet haben und wer soll in Auftrag gegeben, dass der Verdacht vertuscht wird. Vertuschung impliziert ja ein Interesse daran, Tat oder Täter nicht richtig zu identifizieren. Hat also die "ÖVP" das Ganze in Auftrag gegeben? Also bei aller Antipathie, aber diese These finde ich mutig und rechtsstaatlich nicht in Ordnung.

Wenn angeblich
Zitat von 2cent2cent schrieb am 29.11.2025:Beweise unterschlagen, Ermittlungsergebnisse verfälscht oder kritische Journalisten unter Druck gesetzt wurden
impliziere ich, dass etwas vertuscht werden sollte. Was sollte also vertuscht werden? Ein (unterschlagenes) Beweismittel dient als Beweis - aber wofĂĽr?

All diese strafrechtlich relevanten Delikte sollten allenfalls zu Ermittlungen der WKStA fĂĽhren und nicht ĂĽber den Weg eines U-Ausschusses zu politischen Zwecken missbraucht werden.

Wenn dein persönliches (innenpolitisches) Thema ist, dass die ÖVP Beweismittel entsorgen ließ, damit irgendwelche sachfremden Tatsachen nicht an die Öffentlichkeit geraten, solltest du das klarstellen. Der Threadersteller ließ das nicht erkennen.


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

05.01.2026 um 19:39
@klara.verstand - Danke fĂĽr deine AusfĂĽhrungen. Zur Klarstellung meiner Position und als Antwort auf deinen Beitrag:

Zu deiner Wahrnehmung, „seit Eröffnung des Threads kreise die Frage darum, ob Pilnacek Opfer eines Gewaltverbrechens wurde“: Diesen Eindruck teile ich nicht.

Zum "medialen Narrativ", wonach es darum auch im Buch von Peter Pilz gehe:
Am beispielhaft genannten profil-Artikel zeigt sich meines Erachtens, dass es sich dabei um eine journalistische Interpretation dessen handelt, was der Autor bzw. das Medium Peter Pilz zuschreiben, insbesondere im Zusammenhang mit der Einordnung der Gutachten von Dr. Longato und Dr. Tsokos.

Pilz selbst hat – soweit mir bekannt – an keiner Stelle ausdrücklich behauptet, es habe sich um Mord gehandelt. Dass einzelne Leser:innen oder Diskussionsteilnehmer aus bestimmten Passagen oder aus dem Buch insgesamt die Schlussfolgerung „Es war Mord“ ziehen, mag sein.

Ich teile diese Schlussfolgerung nicht und habe das auch mehrfach dargelegt.

Vor diesem Hintergrund kann und werde ich auf Fragen wie
– „Wer soll ihn getötet haben?“
– „Wer soll die Tat in Auftrag gegeben haben?“ oder
– „Hat die ÖVP das vertuscht?“
keine Antwort formulieren, da diese Fragen Prämissen enthalten, die ich nicht teile.

Eine „Vertuschung“ setzt ein gesichertes Wissen über Tat und Täter voraus – genau das liegt hier aus meiner Sicht nicht vor.

Aus dem Ziel des Untersuchungsausschusses – nämlich der Prüfung der Ermittlungen im Todesfall Pilnacek, bei dem offiziell von Suizid ausgegangen wurde, sowie den Vorwürfen möglicher politischer Einflussnahme und der Unterdrucksetzung von Journalisten – leitest du implizit ab, es müsse etwas Konkretes vertuscht worden sein. Diese Schlussfolgerung teile ich nicht.

Selbstverständlich kann man die Meinung vertreten, allfällige strafrechtlich relevante Vorwürfe sollten ausschließlich durch die WKStA geprüft werden. Gleichzeitig sind parlamentarische Untersuchungsausschüsse ein verfassungsrechtlich vorgesehenes und rechtsstaatlich legitimes Instrument, insbesondere zur politischen Kontrolle staatlichen Handelns.

Wie aus meinen bisherigen Beiträgen hervorgeht, geht es mir nicht um eine "Mordthese", sondern um Folgendes:

Der Tod von Christian Pilnacek wurde sehr rasch als Suizid eingeordnet.
Alternative Möglichkeiten (Unfallgeschehen, Fremdverschulden) wurden nach bisheriger Darstellung von Beginn an ausgeschlossen.
Spätere (private) Gutachten stellen diese frühe Festlegung zumindest in Frage.
Eine ergebnisoffene, umfassende und sorgfältige Untersuchung hätte viele der heutigen Debatten vermutlich verhindert.

Was ich mir als österreichische Staatsbürgerin erwartet hätte, ist genau eine solche Untersuchung. Mein Kritikpunkt richtet sich daher gegen die Qualität und Offenheit der Ermittlungen, nicht gegen eine bestimmte politische Partei oder gegen konkrete Personen.

Die implizite Unterstellung, ich wĂĽrde behaupten, die Ă–VP habe Beweismittel entsorgt oder gezielt vertuscht, weise ich ausdrĂĽcklich zurĂĽck.

Wir befinden uns hier im Krimi-Forum, nicht in im Verschwörungsteil. Entsprechend sind meine Beiträge klar als persönliche Meinungen gekennzeichnet; wo ich zusammenfasse oder zitiere, versehe ich diese mit entsprechenden Quellen – was bei aufmerksamer Lektüre auch erkennbar sein sollte.

Ich schätze den Austausch in diesem Forum sehr – zugleich lege ich Wert darauf, dass Diskussionen auf überprüfbaren Informationen und einer sauberen Trennung von Fakt und Meinung beruhen.


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

06.01.2026 um 01:04
Danke fĂĽr deine Antworten!
Zitat von 2cent2cent schrieb:Zum "medialen Narrativ", wonach es darum auch im Buch von Peter Pilz gehe:
Am beispielhaft genannten profil-Artikel zeigt sich meines Erachtens, dass es sich dabei um eine journalistische Interpretation dessen handelt, was der Autor bzw. das Medium Peter Pilz zuschreiben, insbesondere im Zusammenhang mit der Einordnung der Gutachten von Dr. Longato und Dr. Tsokos.

Pilz selbst hat – soweit mir bekannt – an keiner Stelle ausdrücklich behauptet, es habe sich um Mord gehandelt. Dass einzelne Leser:innen oder Diskussionsteilnehmer aus bestimmten Passagen oder aus dem Buch insgesamt die Schlussfolgerung „Es war Mord“ ziehen, mag sein.
Nun, ich habe einen anderen Eindruck und wenn Pilz nun behauptet, er hätte doch niemals einen Mord oder ein Gewaltverbrechen behauptet, mag das eine Schutzbehauptung sein, aber er hat das Narrativ bedient.
Hier schreibt der wohl unverdächtige Falter:
In seinem Bestseller „Pilnacek. Der Tod des Sektionschefs“ spekuliert der Ex-Politiker Peter Pilz allerdings über ein mögliches Mordkomplott und eine Beweismittelvernichtung durch eine „türkise Polizeikette“. Pilz, der nun erste Medienprozesse (nicht rechtskräftig) verliert, behauptet, der Fall sei „von oben“ derschlagen worden. Ein U-Ausschuss ist die Folge.
Quelle: https://www.falter.at/zeitung/20250610/chefermittler-wehrt-sich-gegen-vorwuerfe-von-peter-pilz
Zitat von 2cent2cent schrieb:us dem Ziel des Untersuchungsausschusses – nämlich der Prüfung der Ermittlungen im Todesfall Pilnacek, bei dem offiziell von Suizid ausgegangen wurde, sowie den Vorwürfen möglicher politischer Einflussnahme und der Unterdrucksetzung von Journalisten – leitest du implizit ab, es müsse etwas Konkretes vertuscht worden sein. Diese Schlussfolgerung teile ich nicht.

Selbstverständlich kann man die Meinung vertreten, allfällige strafrechtlich relevante Vorwürfe sollten ausschließlich durch die WKStA geprüft werden. Gleichzeitig sind parlamentarische Untersuchungsausschüsse ein verfassungsrechtlich vorgesehenes und rechtsstaatlich legitimes Instrument, insbesondere zur politischen Kontrolle staatlichen Handelns.

Wie aus meinen bisherigen Beiträgen hervorgeht, geht es mir nicht um eine "Mordthese", sondern um Folgendes:

Der Tod von Christian Pilnacek wurde sehr rasch als Suizid eingeordnet.
Alternative Möglichkeiten (Unfallgeschehen, Fremdverschulden) wurden nach bisheriger Darstellung von Beginn an ausgeschlossen.
Spätere (private) Gutachten stellen diese frühe Festlegung zumindest in Frage.
Eine ergebnisoffene, umfassende und sorgfältige Untersuchung hätte viele der heutigen Debatten vermutlich verhindert.

Was ich mir als österreichische Staatsbürgerin erwartet hätte, ist genau eine solche Untersuchung. Mein Kritikpunkt richtet sich daher gegen die Qualität und Offenheit der Ermittlungen, nicht gegen eine bestimmte politische Partei oder gegen konkrete Personen.
In Ordnung, wir beschränken damit aber die "Causa" auf irgendwelche "handwerkliche" Verfehlungen der involvierten, ermittelnden Personen?


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

06.01.2026 um 17:04
@klara.verstand
Ich sehe hier keine „Beschränkung der Causa“ und wüsste auch nicht wer mit „wir“ gemeint sein soll. Während ich Kritik an Ermittlungsqualität als legitimen Anlass für politische Kontrolle sehe, wird sie von dir offenbar anders verstanden.

Ich glaube daher, wir reden hier letztlich ĂĽber unterschiedliche Ebenen.

Mein Anliegen war und ist nicht, eine verdeckte Mord- oder Vertuschungsthese zu vertreten oder diese implizit nahezulegen. Es geht mir u.a. um die Frage, ob die Ermittlungen im Todesfall Pilnacek ergebnisoffen, umfassend und methodisch sorgfältig geführt wurden – und ob berechtigte Zweifel daran ausreichend transparent aufgearbeitet wurden und werden.

Dass parlamentarische Kontrolle auch dann legitim ist, wenn es „nur“ um mögliche strukturelle oder „handwerkliche“ Defizite geht, halte ich für einen selbstverständlichen Bestandteil eines rechtsstaatlichen Systems. Daraus zwingend auf ein konkretes Vertuschungsgeschehen zu schließen, erscheint mir weder logisch noch notwendig.

Ich habe meine Position dazu dargelegt und sehe keinen Mehrwert darin, sie weiter in Richtung von Motiven, Unterstellungen oder Narrativfragen zu verschieben, die ich nicht teile.
In diesem Sinne belasse ich es an dieser Stelle dabei.


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

06.01.2026 um 18:39
@2cent:

Ich habe das verstanden und finde deine Beiträge auch fundiert, ich hatte gar keine Absicht, dir (persönlich) etwas zu unterstellen. Habe ich das gemacht?

Ich frage mich eben tatsächlich, ob etwas an der (wer auch immer sie vertritt) These dran gewesen sein könnte, dass Pilnacek Opfer eines Gewaltverbrechen wurde.

In meine persönliche Wahrnehmung werden bewusste (!) Verfehlungen behauptet und in den Raum gestellt, die ich für "unlogisch" erachte, es sei denn, es gäbe Ansatzpunkte für ein Gewaltverbrechen.

Der andere Strang, der interessieren könnte, ist freilich, ob verhindert werden sollte, dass aus Pilnaceks "Nachlass" irgendwelche politisch brisanten Quellen vernichtet wurden. Oder zumindest auf Verdacht oder Angst vernichtet wurden.

Hier wird vielen Akteuren ein Fehlverhalten vorgeworfen und P. Pilz hat nicht bloĂź zweiteres (fĂĽr mich plausibleres) Szenario in den Raum gestellt, sondern mE vor allem ersteres.
Aber das Verhalten der Akteure zu sezieren, darin Fehlverhalten erkennen zu wollen, und dann darauf zu schlieĂźen, dass...ja, was denn? Man muss doch Dinge zu Ende denken, wenn man solche Anschuldigungen in den Raum stellt.

Aber wir werden sehen, was der UA bringt. Da dieser aber keine Ermittlungsbehörde bildet und die Verfahrensvorschriften im Grunde mE rechtsstaatlich bedenklich sind, sofern ihm die Frage eines strafrechtlich relevanten Verhaltens zugrunde liegen, bin ich gar kein Fan davon.

Die Motivation der FPĂ– ist aber fĂĽr mich klar.


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