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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

152 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Leiche, Unfall ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

gestern um 16:54
Zitat von 2cent2cent schrieb:Danke für deine Erläuterung! Ich möchte die Ebenen noch einmal klar trennen, weil in deiner Argumentation mE unterschiedliche Dinge vermischt werden, die nicht gleichgesetzt werden sollten. Statistische Befunde über kurzfristige Suizidentscheidungen beziehen sich auf große Gruppen, nicht auf Einzelfälle. Nur weil viele Entscheidungen kurzfristig getroffen werden, folgt daraus nicht automatisch, dass eine bestimmte Person suizidal war – hier liegt ein klassischer Fehlschluss von Statistik auf Einzelfall vor.
Genau das habe ich ja nicht gemacht. Ich habe diesen Einzelfall in der Gesamtheit bewertet und ein plausibles Krisenmodell gebildet. Das ist kein Statistikfehlschluss, sondern konvergente Evidenzlogik.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Die von dir genannten Konzepte sind Risiko- oder Belastungsfaktoren, keine diagnostischen Kriterien. Dass mehrere Faktoren möglicherweise vorlagen, kann auf eine gewisse Vulnerabilität hinweisen, ersetzt aber keinen Beleg für eine „hochgradige suizidale Krise“, solange keine direkten Hinweise oder konsistente Kommunikation aus erster Hand bekannt sind. Viele Verhaltensweisen, wie Telefonate, Alkoholkonsum oder das Weggehen ohne Handy, werden im Nachhinein oft durch die Hypothese „Suizid“ interpretiert, sind aber nicht suizidspezifisch und kommen auch in anderen Krisen oder alltäglichen Situationen vor. Wie ja u.a. auch von @laikaaaaa anmerkt.
Suizid ist keine eigenständige Erkrankung, deswegen ist auch keine Diagnose möglich und deshalb gibt es natürlich auch keine diagnostischen Kriterien. Genau dafür wurden ja Modelle und Konzepte entwickelt, damit es überhaupt erst Beurteilungsinstrumente gibt. Und genau so werden diese angewendet. Es geht nicht um einen einzelnen Faktor, der als beweisend interpretiert wird, sondern um die Konstellation mehrerer unabhängiger, theoriegeleitet relevanter Faktoren, die die Plausibilität erhöhen.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Du schreibst, du hast „bewusst impulsiv alltagssprachlich formuliert, weil das verständlicher sei“. Meines Erachtens ist das hier nicht gelungen, insbesondere weil die Kombination mit einer präzisen Prozentzahl („fast 90 %“) den Eindruck einer gesicherten Tatsachenbehauptung erzeugt. Wenn eine Formulierung erst nachträglich fachlich erläutert oder umdefiniert werden muss, war sie weder klar noch geeignet, Missverständnisse zu vermeiden oder eine persönliche Einschätzung deutlich zu machen.

Ich bestreite nicht, dass deine Deutung möglich ist. Ich bestreite nur, dass sie auf Basis der öffentlich bekannten Informationen mit der suggerierten Sicherheit vertreten werden kann. Alles darüber hinaus bleibt – bei aller fachlichen Stringenz – Spekulation. Dein abschließender Hinweis, dass selbst eine suizidale Krise oder suizidale Absichten keinen Beweis für Suizid darstellen, ist sachlich richtig und wichtig - steht jedoch in gewissem Spannungsverhältnis zu der vorherigen Argumentation, die diese Kausalität stellenweise implizit nahelegt.

Was du darlegst, ist plausibel, aber Plausibilität darf nicht automatisch als hohe Wahrscheinlichkeit oder als faktische Rekonstruktion verstanden werden. Gerade bei einem so sensiblen Thema wie Suizid – und in diesem speziellen, politisch aufgeladenen Fall – halte ich es für besonders wichtig, die Differenz zwischen Möglichkeit, Plausibilität und Beleg nicht nur gedanklich, sondern auch sprachlich strikt einzuhalten. Möglich ist vieles, belegt ist wenig.

Deine Herleitung zur frühen Informationsweitergabe an Kurz, die mögliche psychologische Plausibilität suizidaler Hinweise und die Kritik an der politischen Instrumentalisierung durch Kurz finde ich nachvollziehbar. Die teils widersprüchlich wirkenden Umstände der Informationskette werfen definitiv Fragen auf. Deiner Herleitung folgend könnte ein Telefonat kurz vor Pilnaceks mutmaßlichem Suizid belastende Hinweise enthalten haben – das heißt aber nicht automatisch, dass strafrechtliche Tatbestände erfüllt wären.

Ich denke, es lohnt sich auf jeden Fall, ĂĽber die Informationskette und den Umgang damit offen zu sprechen, ohne vorschnelle SchlĂĽsse zu ziehen.
Ich habe mir extra die Mühe gemacht, aus meiner beruflichen Perspektive heraus zu antworten, und das möglichst ohne Fachbegriffe aus der Suizidforschung, damit es für jede:n verständlich ist. Deshalb finde ich es schade, wenn eine solche fachliche Einordnung, die auf langjährigem Studium und beruflicher Erfahrung beruht, mit einer generischen KI beantwortet wird :-(


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

gestern um 17:00
Das kann ich gerne beantworten. Worauf ich hinauswill ist, dass die Beurteilung der Sachlage nicht auf Basis von Pilz' Buch und nur sehr eingeschränkt auf Basis der Artikelserie in "Zack Zack" möglich ist. Nicht mehr und nicht weniger.


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

gestern um 17:39
Zitat von silbergrafsilbergraf schrieb:Ich habe mir extra die Mühe gemacht, aus meiner beruflichen Perspektive heraus zu antworten, und das möglichst ohne Fachbegriffe aus der Suizidforschung, damit es für jede:n verständlich ist. Deshalb finde ich es schade, wenn eine solche fachliche Einordnung, die auf langjährigem Studium und beruflicher Erfahrung beruht, mit einer generischen KI beantwortet wird :-(
Der Punkt ist - und darauf gehst du weiterhin nicht ein - du setzt Suizid voraus und erklärst lang und breit Ursachen und Plausibilität im Fall Pilnacek.
Lässt man aber offen, ob es sich um Suizid oder etwas anderes handelt, bringen deine Erklärungen nicht weiter, denn der Umkehrschluss funktioniert so einfach nicht. Es können nun mal alle Faktoren zutreffen und trotzdem tötet sich jemand eben nicht.

Deine Erörterung bringt nur retrospektiv Klarheit in die Handlungen und Gedanken eines tatsächlichen Suizidenten, sie sagt aber nichts darüber aus, ob jemand sich töten will oder wird oder es getan hat.

Ich weiĂź jetzt nicht, ob ich besser als eine KI rĂĽberbringen konnte, was genau der Kritikpunkt ist, aber zumindest stammt er zweifelsfrei von mir.


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

gestern um 18:01
@silbergraf

Ich bin es gewohnt, als sachlich und damit für einige als „zu kühl“ wahrgenommen zu werden. Als „generische KI“ wurde ich allerdings noch nicht bezeichnet– als Star Trek Fan, denke ich da natürlich an Data oder auch Seven of Nine, was ich wiederum fast als Kompliment werte.

Da Du nun angibst aus einer „beruflichen Perspektive“ heraus zu antworten, und das "möglichst ohne Fachbegriffe", damit es wohl "für jeden verständlich" wäre, finde ich es umso erstaunlicher, dass Du damit mE implizit unterstellst, die Mehrheit der Forennutzer wäre nicht in der Lage wissenschaftlich zu denken und zu argumentieren sowie sachliche Prüfungen deiner Aussagen vorzunehmen und zu hinterfragen.

Damit nimmst Du mE erneut eine Wertung vor, die doch seltsam anmutet, für jemand der angeblich "langjährige Erfahrung" im psychologischen (?) Umfeld hat.

Somit - nichts fĂĽr ungut, belassen wir es dabei.

Danke Dir @Blutgräfin – ich hoffe Du hast nun für @silbergraf verständlich „übersetzt“ was ich zum Ausdruck bringen wollte. Hatte ich doch eigentlich nur auf der Basis geantwortet, die mir @silbergraf mit seinem/ihrem Beitrag und der Erwähnung von "Thwarted Belongingness", "Entrapment" etc. vermittelt hat.


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

gestern um 18:20
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Der Punkt ist - und darauf gehst du weiterhin nicht ein - du setzt Suizid voraus und erklärst lang und breit Ursachen und Plausibilität im Fall Pilnacek.
Ich setze keinen Suizid als Tatsache voraus, sondern bin von @2cent gefragt worden, woran ich festmache, dass sein Verhalten mit hoher Wahrscheinlichkeit für eine suizidale Krise gesprochen hat. Da @2cent selbst keine Risikofaktoren erkennen konnte und die Abnahme des Führerscheins eher nicht als auslösende Lebenskrise eingestuft hat, habe ich die Risikofaktoren dargelegt, sowie auch, dass die Faktoren sowie auch die Führerscheinabnahme nicht als isolierte Faktoren und Ereignisse betrachtet werden können.
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Lässt man aber offen, ob es sich um Suizid oder etwas anderes handelt, bringen deine Erklärungen nicht weiter, denn der Umkehrschluss funktioniert so einfach nicht. Es können nun mal alle Faktoren zutreffen und trotzdem tötet sich jemand eben nicht.
Das ist richtig, genau das habe ich auch ja auch gesagt. Ich habe nie behauptet, dass er durch Suizid gestorben ist, sondern dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer suizidalen Krise war. Suizidale Krise, suizidale Absicht und tatsächlicher Todesmodus sind unterschiedliche Ebenen.
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Deine Erörterung bringt nur retrospektiv Klarheit in die Handlungen und Gedanken eines tatsächlichen Suizidenten, sie sagt aber nichts darüber aus, ob jemand sich töten will oder wird oder es getan hat.
Genau, das war eigentlich genau der Sinn davon, weil die Frage gestellt wurde.


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

gestern um 18:44
Zitat von silbergrafsilbergraf schrieb:Ich setze keinen Suizid als Tatsache voraus, sondern bin von @2cent gefragt worden, woran ich festmache, dass sein Verhalten mit hoher Wahrscheinlichkeit fĂĽr eine suizidale Krise gesprochen hat.
Aber das kannst du doch gar nicht wissen, du hast lediglich die theoretische Möglichkeit einer solchen erörtert unter der Annahme, die von dir genannten Faktoren wären von ihm wahrgenommen worden, wie du es voraussetzt. Das ist doch keine wissenschaftliche Arbeitsweise.

Niemand von uns kann beurteilen, ob er sich tatsächlich in einer suizidalen Krise befand. Er kann genauso gut einfach besoffen gewesen und verunfallt sein. Oder was auch immer.

Eine Führerscheinabnahme haben in Österreich übrigens schon viele Prominente völlig unbeschadet überstanden, das ist hierzulande geradezu ein Kavaliersdelikt. Das und die Tatsache, dass Pilnacek sich darüber natürlich im Klaren war, sollte man bei der Betrachtung jedenfalls nicht vergessen und den Punkt nicht so dramatisieren.


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

gestern um 18:45
Zitat von 2cent2cent schrieb:Ich bin es gewohnt, als sachlich und damit für einige als „zu kühl“ wahrgenommen zu werden. Als „generische KI“ wurde ich allerdings noch nicht bezeichnet– als Star Trek Fan, denke ich da natürlich an Data oder auch Seven of Nine, was ich wiederum fast als Kompliment werte.
Der Tonfall ist gar nicht kühl, im Gegenteil. Eher freundlich, so wie eine KI es rausspuckt. Es ist aber eher noch die inhaltliche Struktur, die Falschinformationen, die vielen Ausführungszeichen und die langen Gedankenstriche. Die kann man nämlich hier gar nicht machen.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Da Du nun angibst aus einer „beruflichen Perspektive“ heraus zu antworten, und das "möglichst ohne Fachbegriffe", damit es wohl "für jeden verständlich" wäre, finde ich es umso erstaunlicher, dass Du damit mE implizit unterstellst, die Mehrheit der Forennutzer wäre nicht in der Lage wissenschaftlich zu denken und zu argumentieren sowie sachliche Prüfungen deiner Aussagen vorzunehmen und zu hinterfragen.

Damit nimmst Du mE erneut eine Wertung vor, die doch seltsam anmutet, für jemand der angeblich "langjährige Erfahrung" im psychologischen (?) Umfeld hat.
Das hat nichts mit der Fähigkeit zu wissenschaftlichem Denken zu tun. Es geht schlicht um unterschiedliche Fachsprachen. Jjede Disziplin hat einen eigenen begrifflichen Apparat, der außerhalb des jeweiligen Fachkontextes nicht selbstverständlich bekannt ist. Diese in einem Forum zu verwenden machen kaum Sinn. Deine ursprüngliche Fragestellung ließ für mich erkennen, dass du mit suizidologischer Fachliteratur und den entsprechenden Modellen nicht vertraut bist, deswegen habe ich sie (in einfacher Sprache) erklärt. Das hat nichts mit Abwertung zu tun. Ich lese gewisse Literatur auch in einfacher Sprache.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Danke Dir @Blutgräfin – ich hoffe Du hast nun für @silbergraf verständlich „übersetzt“ was ich zum Ausdruck bringen wollte. Hatte ich doch eigentlich nur auf der Basis geantwortet, die mir @silbergraf mit seinem/ihrem Beitrag und der Erwähnung von "Thwarted Belongingness", "Entrapment" etc. vermittelt hat.
Naja, nicht ganz. Mich wĂĽrde schon noch interessieren, welche diagnostischen Kriterien du hier meintest?
Zitat von 2cent2cent schrieb:Die von dir genannten Konzepte sind Risiko- oder Belastungsfaktoren, keine diagnostischen Kriterien.



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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

gestern um 19:09
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Aber das kannst du doch gar nicht wissen, du hast lediglich die theoretische Möglichkeit einer solchen erörtert unter der Annahme, die von dir genannten Faktoren wären von ihm wahrgenommen worden, wie du es voraussetzt. Das ist doch keine wissenschaftliche Arbeitsweise.
Ich weiß es ja auch nicht, das habe ich aber auch gar nicht behauptet. Tatsächlich ist genau das wissenschaftliches Arbeiten. Oder wie definierst du eine wissenschaftliche Arbeitsweise? Und wie stellst du dir das konkret in dem Fall vor? Und generell in der Suizidforschung?
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Niemand von uns kann beurteilen, ob er sich tatsächlich in einer suizidalen Krise befand. Er kann genauso gut einfach besoffen gewesen und verunfallt sein. Oder was auch immer.
Dann kann man auch nicht (ohne Anhaltspunkte) sagen, dass er in keiner wahr und die Diskussion schlieĂźen.
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Eine Führerscheinabnahme haben in Österreich übrigens schon viele Prominente völlig unbeschadet überstanden, das ist hierzulande geradezu ein Kavaliersdelikt. Das und die Tatsache, dass Pilnacek sich darüber natürlich im Klaren war, sollte man bei der Betrachtung jedenfalls nicht vergessen und den Punkt nicht so dramatisieren.
Nun, Pilnacek war kein Prominenter, sondern der höchste Justizbeamte in Österreich. Und wie kommst du zu der Tatsache, dass er sich darüber im Klaren war? Kannst du das wissen?


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

gestern um 19:21
Zitat von silbergrafsilbergraf schrieb:Ich weiß es ja auch nicht, das habe ich aber auch gar nicht behauptet. Tatsächlich ist genau das wissenschaftliches Arbeiten. Oder wie definierst du eine wissenschaftliche Arbeitsweise? Und wie stellst du dir das konkret in dem Fall vor? Und generell in der Suizidforschung?
Du arbeitest mit einer Menge Annahmen, die in keiner Weise verifizierbar sind, das ist nicht wissenschaftlich.
Du kannst lediglich sagen, es besteht die theoretische Möglichkeit, dass er sich in einer suizidalen Krise befand und das wussten wir schon vorher.
Ob es tatsächlich so war, wissen wir weiterhin nicht. Wofür also die Abhandlung?
Zitat von silbergrafsilbergraf schrieb:Nun, Pilnacek war kein Prominenter, sondern der höchste Justizbeamte in Österreich. Und wie kommst du zu der Tatsache, dass er sich darüber im Klaren war? Kannst du das wissen?
Pilnacek war im kleinen, beschaulichen Österreich sowas wie ein Promi. Das mag für Nichtösterreicher*innen eigenartig oder nicht nachvollziehbar sein, das läuft hier aber so. Und ja, genau deshalb, weil er Justizbeamter war, wusste er sehr genau, dass diese Führerscheinabnahme absolut keine Konsequenzen haben würde, abgesehen von ein paar Taxifahrten. Was denkst du denn über "Mister Daschlogt's es"? :ask:


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

gestern um 19:46
Zitat von silbergrafsilbergraf schrieb:Ich weiĂź es ja auch nicht, das habe ich aber auch gar nicht behauptet.
Ich bin mir nicht sicher ob Du Deine eigenen Beiträge noch erinnerst bzw. Deiner eigenen Argumentationslinie folgen kannst.
Zitat von silbergrafsilbergraf schrieb am 26.12.2025:Korrekt, fast 90 % sind impulsive Handlungen. Sein gesamtes Verhalten spricht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit für eine suizidale Krise. Fakt ist aber auch, dass es gerade bei impulsiven Suizidabsichten eine höhere Ambivalenz beim Suizidversuch gibt.
Wozu ich Dich einerseits um eine Quelle gebeten hatte, da ich diese Aussage als Tatsachenbehauptung verstanden habe und andererseits darauf hinwies, dass ich dieser Einordnung und Darstellung als „suizidaler Krise“ widerspreche, da die persönlichen Umstände und das Umfeld des P. nicht öffentlich bekannt sind und entsprechend nur eine persönliche Hypothese sein kann.
Hier sind übrigens die von Dir erwähnten „KI“ Anführungszeichen – als Zitat Deiner Aussage – und auch die langen Gedankenstriche, die man angeblich nicht machen kann, wieder.

Wie Du dann ja auch selbst schreibst:
Zitat von silbergrafsilbergraf schrieb:Auch wenn ich ihn nicht persönlich kenne und nur sehr wenige Informationen über seine Person habe, lässt sich aus klinisch-psychologischer Sicht konsistent eine hochgradige suizidale Krise rekonstruieren.
Wie hierbei für Dich eine valide Rekonstruktion einer "hochgradig suizidale Krise" möglich sein sollte, bleibt mir weiterhin unklar.
Danach hattest Du ĂĽbergeleitet zu:
Zitat von silbergrafsilbergraf schrieb:In suizidalen Krisen ist es sehr typisch, dass Betroffene kurz vorher eine machtvolle, emotional bedeutende Bezugsperson kontaktieren, dort entweder explizit oder implizit um Hilfe, Entlastung oder „Rettung“ bitten oder zumindest eine letzte Form von emotionaler Klärung suchen. Das Telefonat mit Sebastian Kurz passt strukturell in das Muster der sogenannten final communications (letzte Kontaktaufnahme zu zentralen Bindungs- oder Autoritätspersonen). Ob darin eine Suizidankündigung, ein Hilferuf, eine moralische Entlastung oder ein Loyalitätskonflikt enthalten war, ist nicht rekonstruierbar, aber psychologisch nicht unplausibel und in Anbetracht der nachfolgenden Ereignisse naheliegend.
Und hast weiters auch noch mögliche strafrechtliche Relevanz in Bezug auf das Gespräch des P. mit Kurz ins Spiel gebracht:
Zitat von silbergrafsilbergraf schrieb:Je nachdem was und wie kommuniziert wurde, könnte es möglicherweise die Straftatbestände §§ 78, 95 StPO (Beihilfe zum Suizid, Unterlassene Hilfeleistung) erfüllen.
Auch diese Aussage sehe ich persönlich als äußerst kritisch an:
Zitat von silbergrafsilbergraf schrieb:Und Florian Klenk bzw. dem Falter darf man in dieser Causa sowieso keinen Funken Glauben schenken. Klenk ist grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen, insbesondere in Bezug auf diesen Fall. Zum einen hasst er Pilz, zum anderen kann er nicht ertragen, dass er gerade nicht main character ist.
Erst auf im Nachhinein eingebrachte Kritik oder Nachfragen, wie auch zB von @WgahnaglFhtagn relativierst Du Deine Aussagen. Oder unterstellst anderen gar eine KI zu sein und nicht näher spezifizierte Falschaussagen, weil sie Anführungszeichen und lange Gedankenstriche verwenden und "zu freundlich" wären.

Du entfernst Dich für mein Dafürhalten äußerst weit davon, auf sachlicher Ebene und klarer Trennung von Fakten und persönlicher Meinung zu argumentieren.


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

gestern um 19:48
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Du arbeitest mit einer Menge Annahmen, die in keiner Weise verifizierbar sind, das ist nicht wissenschaftlich.
Du kannst lediglich sagen, es besteht die theoretische Möglichkeit, dass er sich in einer suizidalen Krise befand und das wussten wir schon vorher.
Ob es tatsächlich so war, wissen wir weiterhin nicht. Wofür also die Abhandlung?
Welche Annahmen sind nicht verifizierbar? Und nach welchem methodischen Standard mĂĽssten sie deiner Ansicht nach verifiziert werden, um als wissenschaftlich zu gelten? Das wĂĽrde mich jetzt wirklich interessieren, wie du dir das vorstellst.

Genau das habe ich auch gemacht. Wen meinst du mit wir? Weil einige stellten das in Frage, so wie es @2cent auch nicht klar war, deswegen hat sie/er ja erst ĂĽberhaupt die Frage gestellt. Und nochmal, ich habe einfach nur die Frage beantwortet. Willst du mir jetzt wirklich ankreiden, dass ich auf eine Frage geantwortet habe?
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Pilnacek war im kleinen, beschaulichen Österreich sowas wie ein Promi. Das mag für Nichtösterreicher*innen eigenartig oder nicht nachvollziehbar sein, das läuft hier aber so. Und ja, genau deshalb, weil er Justizbeamter war, wusste er sehr genau, dass diese Führerscheinabnahme absolut keine Konsequenzen haben würde, abgesehen von ein paar Taxifahrten. Was denkst du denn über "Mister Daschlogt's es"? :ask:
Ich kann mir sehr vieles vorstellen, ich bin gelernte Österreicherin. Woher weißt du, dass er sehr genau wusste, dass die Führerscheinabnahme für ihn keine Bedeutung hatte? Wie lässt sich deine Annahme verifizieren? Insbesondere in Hinblick darauf, dass er unmittelbar darauf eine Suizidankündigung an einen Freund verschickte?


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Der Fall Pilnacek (Causa Pilnacek)

gestern um 20:42
Zitat von 2cent2cent schrieb:Ich bin mir nicht sicher ob Du Deine eigenen Beiträge noch erinnerst bzw. Deiner eigenen Argumentationslinie folgen kannst.
Ja schon. Sag mir doch, wo habe ich das behauptet?
Zitat von 2cent2cent schrieb:Wozu ich Dich einerseits um eine Quelle gebeten hatte, da ich diese Aussage als Tatsachenbehauptung verstanden habe und andererseits darauf hinwies, dass ich dieser Einordnung und Darstellung als „suizidaler Krise“ widerspreche, da die persönlichen Umstände und das Umfeld des P. nicht öffentlich bekannt sind und entsprechend nur eine persönliche Hypothese sein kann.
Korrekt, ich hab dir zwei Quellen zur VerfĂĽgung gestellt. Hast du die Studien mittlerweile gelesen und interpretiert? Also widersprochen hast du mir nicht:
Zitat von 2cent2cent schrieb:Ich bestreite nicht, dass deine Deutung möglich ist.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Hier sind übrigens die von Dir erwähnten „KI“ Anführungszeichen – als Zitat Deiner Aussage – und auch die langen Gedankenstriche, die man angeblich nicht machen kann, wieder.
Wie machst du die langen Gedankenstriche? Bei mir gehen nur die kurzen: --------
Zitat von 2cent2cent schrieb:Wie hierbei für Dich eine valide Rekonstruktion einer "hochgradig suizidale Krise" möglich sein sollte, bleibt mir weiterhin unklar.
Ich hab’s eigentlich ganz ausführlich erklärt, und immerhin war dir meine Einordnung vor wenigen Stunden noch plausibel:
Zitat von 2cent2cent schrieb:Was du darlegst, ist plausibel, aber Plausibilität darf nicht automatisch als hohe Wahrscheinlichkeit oder als faktische Rekonstruktion verstanden werden.
Da dir Wissenschaft nicht fremd zu sein scheint, hier noch gerne etwas mehr:

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3130348/
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2846517/
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5730496/
https://duepublico2.uni-due.de/servlets/MCRFileNodeServlet/duepublico_derivate_00073961/Forkmann_et_al_Interpersonal_theory_suicide.pdf
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0165032715002803
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3893686/
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22193671/
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9811343/
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7746629/
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4267801/
https://cssrs.columbia.edu/wp-content/uploads/C-SSRS_Pediatric-SLC_11.14.16.pdf
https://www.frontiersin.org/journals/public-health/articles/10.3389/fpubh.2023.1157581/full
https://europepmc.org/article/med/28723978
https://www.researchgate.net/publication/362772791_SUICIDE_RISK_SCREENING_SCALES
https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/13811118.2021.1938321
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0165178123002561
Zitat von 2cent2cent schrieb:Danach hattest Du ĂĽbergeleitet zu:
Zitat von silbergrafsilbergraf schrieb:In suizidalen Krisen ist es sehr typisch, dass Betroffene kurz vorher eine machtvolle, emotional bedeutende Bezugsperson kontaktieren, dort entweder explizit oder implizit um Hilfe, Entlastung oder „Rettung“ bitten oder zumindest eine letzte Form von emotionaler Klärung suchen. Das Telefonat mit Sebastian Kurz passt strukturell in das Muster der sogenannten final communications (letzte Kontaktaufnahme zu zentralen Bindungs- oder Autoritätspersonen). Ob darin eine Suizidankündigung, ein Hilferuf, eine moralische Entlastung oder ein Loyalitätskonflikt enthalten war, ist nicht rekonstruierbar, aber psychologisch nicht unplausibel und in Anbetracht der nachfolgenden Ereignisse naheliegend.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Und hast weiters auch noch mögliche strafrechtliche Relevanz in Bezug auf das Gespräch des P. mit Kurz ins Spiel gebracht:
Zitat von silbergrafsilbergraf schrieb:Je nachdem was und wie kommuniziert wurde, könnte es möglicherweise die Straftatbestände §§ 78, 95 StPO (Beihilfe zum Suizid, Unterlassene Hilfeleistung) erfüllen.
Richtig, welcher du ebenfalls noch vor wenigen Stunden folgen konntest:
Zitat von 2cent2cent schrieb:Deine Herleitung zur frühen Informationsweitergabe an Kurz, die mögliche psychologische Plausibilität suizidaler Hinweise und die Kritik an der politischen Instrumentalisierung durch Kurz finde ich nachvollziehbar. Die teils widersprüchlich wirkenden Umstände der Informationskette werfen definitiv Fragen auf. Deiner Herleitung folgend könnte ein Telefonat kurz vor Pilnaceks mutmaßlichem Suizid belastende Hinweise enthalten haben – das heißt aber nicht automatisch, dass strafrechtliche Tatbestände erfüllt wären.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Ich denke, es lohnt sich auf jeden Fall, ĂĽber die Informationskette und den Umgang damit offen zu sprechen, ohne vorschnelle SchlĂĽsse zu ziehen.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Auch diese Aussage sehe ich persönlich als äußerst kritisch an:
Zitat von silbergrafsilbergraf schrieb:Und Florian Klenk bzw. dem Falter darf man in dieser Causa sowieso keinen Funken Glauben schenken. Klenk ist grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen, insbesondere in Bezug auf diesen Fall. Zum einen hasst er Pilz, zum anderen kann er nicht ertragen, dass er gerade nicht main character ist.
Inwiefern findest du diese Aussage kritisch?
Zitat von 2cent2cent schrieb:Erst auf im Nachhinein eingebrachte Kritik oder Nachfragen, wie auch zB von @WgahnaglFhtagn relativierst Du Deine Aussagen. Oder unterstellst anderen gar eine KI zu sein und nicht näher spezifizierte Falschaussagen, weil sie Anführungszeichen und lange Gedankenstriche verwenden und "zu freundlich" wären.
Welche Kritik? Inwiefern habe ich seine Aussagen relativiert? Kannst du das auf auf sachlicher Ebene und klarer Trennung von Fakten und persönlicher Meinung zu darlegen?
Zitat von 2cent2cent schrieb:Du entfernst Dich für mein Dafürhalten äußerst weit davon, auf sachlicher Ebene und klarer Trennung von Fakten und persönlicher Meinung zu argumentieren.
Ich bin doch teilweise auf deine Rückmeldung eingegangen, du konntest mir keine Antwort geben. Die diagnostischen Kritikern würde ich noch gerne wissen, und wie man anhand Anwendung dieser eine suizidale Krise einschätzt bzw. bewertet.



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