Untersuchungsausschuss â 1. Tag Mi, 11.01.2026Lokalaugenschein war am Auffindungsort in Rossatz
Untersuchungsausschuss â 2. Tag Do, 15.01.2026Nachfolgend Zusammenfassung und persönliche, als solche gekennzeichnete Kommentare auf Basis des ORF Artikels, ergĂ€nzt jeweils mit Vermerk zu den weiteren ua Quellen.
3 Auskunftspersonen:Baggerfahrerâ auch Feuerwehrmann2Der Mitarbeiter der âvia donauâ
4 begann am 20.10.2023 um 06:00 Uhr am Ufergebiet des Seitenarms der Donau zu arbeiten, sollte den Weg fĂŒr 2 LKW vorbereiten. Laut Kurier war das Licht schwach, und ĂŒber dem Donau-Arm herrschte dichter Nebel. Er notiere jeden Tag in der FrĂŒh den Wasserstand.
6 11:20 UhrEr habe den Körper des P. erst spĂ€ter âaus dem Augenwinkelâ aus seinem Bagger heraus wahrgenommen. Auf dem RĂŒcken im Wasser und durch die Strömung sich im Kreis drehend.
Er habe weder einen blauen Kopf noch keine sichtbaren Verletzungen wahrgenommen. âEr war extrem weiĂ, wie ein Blatt Papier. Ich bin selbst bei der Feuerwehr. Ich kenne das. FĂŒr mich war klar, dass ich nicht selber ins kalte Wasser steigen kannâ
3 Laut Kurier hĂ€tte er deshalb, aufgrund seiner TĂ€tigkeit als freiwilliger Feuerwehrmann, gewusst: âDer Mann im Wasser ist schon lange tot.â
2 Weiters: âEr hat ausgeschaut, als wĂŒrde er schlafen.â[âŠ] âer war immer weiĂ, solange ich dort warâ.
3Alarmierte die Polizei, weil er wegen der KĂ€lte nicht ins Wasser steigen hĂ€tte können, löste einen stillen Alarm bei der FF aus. GemÀà Kurier hĂ€tte er die Nummer der nĂ€chsten Polizeiinspektion gegoogelt und dort angerufen. (letzteres löste offenbar eine âBlaulicht-SMSâ, zur Bergung einer Wasserleiche aus).
Auf Bitten der EinsatzkrÀfte hÀtte er mit dem Bagger eine Rampe zur Leichenbergung gebildet.
Zeitgleich mit zwei Polizistinnen wÀren auch Karin W. und Anna P. am Ort eingetroffen. Letztere hÀtte ihm bestÀtigt, es handle sich um Pilnacek. Anna P. hÀtte ihm auch gesagt, dass sie ihn schon in der Nacht gesucht habe.
6 10:01 UhrGemÀà Kurier wĂ€ren Karin W. und Anna P. erst nach den zwei Polizistinnen (die mit dem Streifenwagen âangerauschtâ wĂ€ren) zum Fundort âgeeiltâ. Auch der Standard-Live Ticker (10:01) berichtet, dass zuerst die Polizei und danach Anna P, die der Polizei nachgefahren wĂ€re, angekommen wĂ€re. Daher wie ich annehme âzeitgleichâ im ORF.
Er sagte ebenso aus, dass der Vater des Pilnacek zum Fundort gekommen wÀre.
1 Dies ist auch im Standard-Artikel zu lesen. Die Krone fĂŒhrt weiters aus, das offenbar auch noch der Vater der Anna P. â ehemaliger BĂŒrgermeister im Ort â spĂ€ter gekommen wĂ€re um seine Tochter zu trösten.
Er habe nur seinen Chef darĂŒber informiert, dass er seinen ursprĂŒnglichen Arbeitsauftrag nicht nachkommen könnte.
6 09:50 UhrEs hĂ€tte âDorftratschâ darĂŒber gegeben, dass P. nicht allein in der Nacht am Ufer gewesen wĂ€re. Er selbst hĂ€tte keine âpolitische Einflussnahme auf die Ermittlungenâ oder âDebatten zur Todesursacheâ wahrgenommen. Sei aber eher abseits gestanden, daher wisse er nichts dazu, ob von Anfang an von einem Suizid gesprochen wurde.
6 11:01 UhrGlaubt persönlich an einen Unfall,
âweil man dort sehr wohl herunterstĂŒrzen kannâ1
Wurde nie als Zeuge vernommen, was ihn verwundert hĂ€tte. Auch einen Aktenvermerk zu seiner - rund 10 minĂŒtigen - Anwesenheit bei der Polizeiinspektion Mautern gibt es nicht. Ob dies derselbe Termin war, von dem der Standard berichtet (Termin mit StA und Polizei, in dem ermittlungsrelevante Punkte bestĂ€tigt wurden) lĂ€sst sich fĂŒr mich nicht ableiten, auch zu letzterem Termin gĂ€be es keinen Aktenvermerk.
Ebenso wurden die beiden LKW Fahrer, die laut ihm vor Ort waren, nicht einvernommen.
Ich hatte mich gefragt, warum der Standard
4 die âvia donauâ nennt. Nachfolgend unter a) finden sich nĂ€here Angaben zum Gegenstand der Gesellschaft sowie zu deren Aufsichtsrat. Eines der Aufsichtsratsmitglieder ist Michael TakĂ cs und zugleich KlĂ€ger im Buchprozess von Peter Pilz. Persönlich halte ich dies fĂŒr einen Zufall und leite daraus keine "Theorien" ab.
Mitglied der freiwilligen Feuerwehr, hauptberuflicher PolizistHatte an diesem Tag dienstfrei und war in der Rolle als Mitglied der FF vor Ort.
4 Gab ausdrĂŒcklich an, in seiner Eigenschaft als Feuerwehrmann und nicht als Polizist auszusagen.
5Als Vertrauensperson hatte dieser Anwalt Martin Huemer; welcher bereits u.a. Karl Nehammer und Gernot BlĂŒmel (beide ĂVP) in UntersuchungsausschĂŒssen begleitete. Dazu kam ua die Frage auf, wie dieser Kontakt zustande kam bzw. ob das Innenministerium (als Dienstgeber des Polizisten) die Kosten fĂŒr die Begleitung ĂŒbernehmen wĂŒrde. âSchlieĂlich gab der Mann an, es habe im Innenministerium ein Seminar zu Rechten und Pflichten im U-Ausschuss gegeben.â
4Dazu weiters im Kurier zu lesen: âIm Zuge seiner Befragung stellte sich aber nun heraus, dass dieser [âŠ] erst vor wenigen Tagen mit einem zweiten, ebenfalls in den U-Ausschuss geladenen Polizisten bei einer âSchulungâ war: Das BMI lud die beiden zu einem Schnellsieder-Kurs in die Dienststelle Krems, man wurde ĂŒber âRechte und Pflichtenâ im U-Ausschuss aufgeklĂ€rt.â2 Konkret fand die Schulung am 08.01.2026 beim Bezirkspolizeikommando Krems und am 09.01.2026 im Beisein von AnwĂ€lten statt.
5Er habe bereits auf der Fahrt zum Einsatzort âBergung einer Wasserleicheâ vom Bruder der Anna P. gehört:
âIch hoffe, das ist nicht der Pilnacekâ, habe dieser gesagt und geschildert, dass dem Juristen in der Nacht zuvor der FĂŒhrerschein abgenommen worden war und er spĂ€ter noch einmal das Haus in Rossatz allein verlassen habe. 1
Der Kurier dazu: âDer Bruder einer der beiden erwĂ€hnten Frauen saĂ im Feuerwehrauto und wusste offenkundig von seiner Schwester, dass Pilnacek schon in der Nacht abgĂ€ngig war.â
2Laut Standard waren der Auskunftsperson einige Dinge nicht konkret erinnerlich, wie etwa â einem von diesem selbst gegenĂŒber einer StaatsanwĂ€ltin angegebenen â âStreitâ von dem der Bruder der Anna P. ihm berichtet hĂ€tte.
4Besagter Bruder der Anna P. ist laut Krone auch nicht im Einsatzbericht der Feuerwehr aufgefĂŒhrt.
3Als er mit drei Kollegen dort ankam, wÀren zwei Polizistinnen (aus Mautern) und der Baggerfahrer vor Ort gewesen.
6 12:01 UhrEr sei mit einem Kollegen ins Wasser gestiegen und hĂ€tten P. Leiche mit einem Bergehaken an das Ufer gezogen. Hinweise auf ein Fremdverschulden hĂ€tte er nicht wahrgenommen, allerdings eine kleine Verletzung (âetwas fingernagelgroĂâ)
1 an P.s Augenbraue gesehen. Zur Frage, ob diese Verletzung bei der Bergung entstanden sein könnte, konnte er mit Sicherheit nicht verneinen, ihm wĂ€re diesbezĂŒglich ânicht[ s] aufgefallenâ
1 GemÀà Standard schloss er eine Bergeverletzung aus.
Die Leiche wĂ€re âgrĂ€ulich-blĂ€ulichâ
1 gewesen, es wÀre noch keine Leichenstarre eingetreten.
Hat die Hosentaschen des P. durchsucht (hineingefasst) und dabei ein Feuerzeug gefunden. Dies geschah offenbar im Auftrag der Polizei, er trug dabei Einweghandschuhe, wie dem Kurier zu entnehmen ist. Dieses Feuerzeug hÀtte er in der Hosentasche belassen.
6 12:22UhrAuch er gibt an, dass Karin W. und Anna P. die Leiche identifiziert hÀtten.
Die Frage nach Wahrnehmungen zu möglichen Einflussnahmen auf die Ermittlungen beantwortet er mit: âAbsolut nicht!â
1 â kann sich allerdings nicht erklĂ€ren, wie der Tod des P. so schnell publik wurde.
Zur Frage, wer konkret die EinsatzkrĂ€fte waren, die den Baggerfahrer beauftragten die âRampeâ zu bauen, könne er nichts sagen und wisse auch nichts von ĂŒblichen Messungen der Wassertemperatur.
6 12:44 UhrNach der Bergung habe er den Ort verlassen und wÀre als Polizist nicht mit dem Fall beschÀftigt gewesen.
Polizist der Polizeiinspektion WeiĂenkirchenHĂ€tte im Streifendienst ĂŒber Funk von einer Wasserleiche erfahren. Pilnacek als Person wĂ€re ihm gar nicht bekannt gewesen. Sicherte am Fundort Spuren. Als ânicht unĂŒblichâ gibt er an, dass zwei weitere Polizeidienststellen involviert gewesen wĂ€ren.
Nachdem offenbar mehrere PolizistInnen dreier Polizeidienstellen und die GemeindeÀrztin am Auffindeort gewesen wÀren, hÀtte die kriminalpolizeiliche Leichenschau begonnen.
1 Dazu fĂŒhrt der Kurier aus, dass dies offenbar allein aufgrund der Tatsache, dass der Leichnam entkleidet wurde, es sich um eine ebensolche handelt. (âEs habe sehr wohl eine kriminalpolizeiliche Leichenbeschau gegeben â sonst hĂ€tte man den Leichnam nicht entkleidet.â
2)
Dabei wÀre die Leiche entkleidet worden, Hosen-/Jackentaschen wÀren leer gewesen.
Aufgefunden wurden die Smartwatch und der Ehering. Interessant dazu die obige Aussage des Feuerwehrmannes, dass er das Feuerzeug in der Hosentasche belassen hÀtte.
Aufgefallen wÀren mehrere HÀmatome an den Beinen, eine Rissquetschwunde an der Stirn.
Er könne sich âgenau erinnernâ und habe damit Erfahrung, das seien alles keine lebensbedrohlichen, sondern leichte Verletzungen gewesen.
Die Wassertemperatur habe er [abweichend vom Tatortleitfaden
3] nicht gemessen, da diese keinen RĂŒckschluss auf den Todeszeitpunkt zulasse. Weiters aus dem Kurier: dies wĂ€re normal die Wassertemperatur nicht zu messen; aufgrund der unterschiedlichen Temperaturen in verschiedenen Wassertiefen wĂŒrden diese keine Erkenntnisse zum Todeszeitpunkt [bei Wasserleichen
3] liefern.
Er habe auch die FuĂspuren, die an der vermuteten Einstiegsstelle ins Wasser fĂŒhrten, gesichert und mit Pilnaceks Schuhen abgeglichen. Zudem habe er dort eine leere Zigarettenschachtel [der von P. gerauchten Marke]
3 gefunden, aber keine Zigarettenstummel.
âAufgrund der Faktenâ habe es keine Hinweise auf Fremdeinwirkung gegeben. Die Spuren hĂ€tten auch nicht auf einen Sturz hingedeutet. Suizid sei die schlĂŒssigste ErklĂ€rung gewesen. Dass eine Wasserleiche rĂŒcklings treibt, sei auch ânicht unĂŒblichâ. 1
âMeiner Meinung nach war keine andere EinschĂ€tzung möglichâ, so der Polizist. [âŠ]âdaher war es so anzunehmenâ
3Zum Ausschluss des Fremdverschuldens durch die Auskunftsperson fĂŒhrt der Kurier weiter aus, dass P. keine lebensbedrohlichen Verletzungen gehabt hĂ€tte bzw. weil es keine anderen SchuhabdrĂŒcke als die des P. gegeben hĂ€tte.
Laut Krone wĂ€re vor Ort auch ein Unfallgeschehen thematisiert worden, einen Sturz hĂ€tte man aber âin dem weichen Untergrund allerdings relativ leicht spurenmĂ€Ăig feststellen könnenâ.
3Gleichzeitig gibt der Polizist allerdings an, dass nicht er darĂŒber entscheide ob eine Obduktion nötig wĂ€re. Er hĂ€tte weder zu Diskussionen diesbezĂŒglich, noch zu dem von der GemeindeĂ€rztin geschilderten âheftigem Widerstand gegen die Obduktionâ etwas bemerkt.
Weder die VerĂ€nderung des Erdreichs durch den Baggerfahrer, noch die Anwesenheit der Anna P. und Karin W. habe er protokolliert, weil diese UmstĂ€nde ihm als ânicht relevantâ
1 erschienen und hÀtte seine Arbeit jedenfalls den gesetzlichen Vorschriften entsprochen.
Auch er hat an der âSchulungâ durch das BMI beim Bezirkspolizeikommando Krems teilgenommen.
5Erkenntnisse nach dem 1. TagDie AblÀufe weisen zumindest SchwÀchen auf:
âą Der Baggerfahrer sei bis heute weder von Polizei noch Justiz einvernommen worden
3⹠der Uferbereich in dem sich möglicherweise Spuren hÀtten finden lassen, wurde durch diesen im Rahmen seiner TÀtigkeit dort "umgelöffelt"
âą Weder in den Protokollen noch sonstigen Aktenvermerken fand sich bisher ein Hinweis darauf, dass der Baggerfahrer den Ort auf Bitte der Feuerwehr verĂ€ndert hatte (Erd-Rampe aufgeschĂŒttet)
âą dass 2 LKW Fahrer am frĂŒhen Morgen ebenfalls vor Ort waren, war bisher mW nicht bekannt
âą nicht alle Personen die am Auffinde Ort waren in den Polizeiprotokollen zu finden. (zB der Vater der Anna P.
6 10:46Uhr, die Freundin des P. und deren Mitbewohnerin, ...)
âą der Krone zu entnehmen, dass auch der Bruder der Anna P. (Feuerwehrmann) nicht im Einsatzbericht der Feuerwehr aufgefĂŒhrt wĂ€re.
âąder Feuerwehrmann (Bergung Leichnam) ist erst durch die StA Eisenstadt befragt worden
3âą Zum Feuerwehrmann/hauptberuflichen Polizisten: âIm Zuge seiner Befragung stellte sich aber nun heraus, dass dieser [âŠ] erst vor wenigen Tagen mit einem zweiten, ebenfalls in den U-Ausschuss geladenen Polizisten bei einer âSchulungâ war: Das BMI lud die beiden zu einem Schnellsieder-Kurs in die Dienststelle Krems, man wurde ĂŒber âRechte und Pflichtenâ im U-Ausschuss aufgeklĂ€rt.â
2Vor allem durch die Schilderungen des Baggerfahrers wurde gem. Standard âDer Eindruck der Abgeordneten, dass Polizei und Staatsanwaltschaft ihre Arbeit lĂŒckenhaft durchgefĂŒhrt oder zumindest lĂŒckenhaft dokumentiert hatten, wurde dadurch nicht entschĂ€rft.â
Dies hĂ€lt (wahrscheinlich nicht nur) Christian Hafenecker fĂŒr eine âziemlich schiefe Optikâ.
2Schulung zu den âRechten und Pflichten eines BMI Beamten im Untersuchungsausschussâ 5Die Kontaktaufnahme der beiden Zeugen 15.01.2026 erfolgte durch das Bezirkskommando Krems.
Am 8. JĂ€nner 2026 fand offenbar eine Schulung im Zusammenhang mit dem UA statt. Eingeladen waren mehrere Polizisten, darunter mindestens drei der geladenen Polizeibeamten, sowie der Leiter des NĂ Landeskriminalamtes Stefan Pfandler und Landespolizeidirektor Popp.
Am 9. JĂ€nner 2026 fand eine weiterfĂŒhrende Beratung statt, bei der ua Anwalt Huemer (genannt obenstehend als Begleitperson Feuerwehrmanns/Polizisten) anwesend war. Er begleitete zuvor G. BlĂŒmmel, C. W. Niedrist (UA Ibiza) und K. Nehammer (UA ĂVP Korruption). Zudem soll AnwĂ€ltin L. Poppenwimmer bei der Beratung anwesend gewesen sein.
Ăber die Kosten der aktuellen Schulung und/oder Beratung ist nichts bekannt. Es wird im Artikel jedoch folgender Vergleich gezogen: Zwischen 2020 und 2022 beauftragten das Finanzministerium und das Kanzleramt (ĂVP) externe Berater zur Vorbereitung und Begleitung von Auskunftspersonen in UntersuchungsausschĂŒssen, einschlieĂlich juristischer und organisatorischer UnterstĂŒtzung. Im Gegensatz dazu beschrĂ€nkten sich Ă€hnliche MaĂnahmen im Justizministerium unter Alma ZadiÄ (GrĂŒne) auf Kommunikationstrainings fĂŒr Mitarbeiter, ohne juristische Begleitung durch externe AnwĂ€lte.
Positionen der Parteien im Untersuchungsausschuss vor Beginn der Befragungen4ĂVPDie ĂVP betonte vor Beginn der Befragungen, dass sich der Untersuchungsausschuss strikt an ĂŒberprĂŒfbaren Tatsachen orientieren mĂŒsse. Laut Vize-Fraktionschef Jakob GrĂŒner sei der Ausschuss kein Ermittlungsorgan, sondern diene der parlamentarischen AufklĂ€rungsarbeit. Aus Sicht der ĂVP sei Pilnacek offensichtlich ertrunken; Hinweise auf ein Fremdverschulden lĂ€gen bislang nicht vor.
SPĂDie SPĂ unterstrich ebenfalls den Charakter des Untersuchungsausschusses als politisches Kontrollinstrument. FraktionsfĂŒhrer Kai Jan Krainer erklĂ€rte, man gehe unvoreingenommen an die Arbeit heran. Sollten sich VersĂ€umnisse bei Polizei oder Staatsanwaltschaft zeigen, wolle die SPĂ entsprechende Reformen unterstĂŒtzen, um das Vertrauen der Bevölkerung in die Ermittlungsbehörden zu stĂ€rken.
GrĂŒneDie GrĂŒnen erhoffen sich von den Befragungen neue Erkenntnisse zu aus ihrer Sicht bestehenden MĂ€ngeln bei den Ermittlungen. Fraktionsmitglied Nina Tomaselli sprach von zahlreichen Fehlern, insbesondere bei der Absicherung des Fundorts und der DurchfĂŒhrung der Leichenbeschau. Zu klĂ€ren sei, ob diese MĂ€ngel auf fehlenden Willen oder fehlende fachliche Kompetenz zurĂŒckzufĂŒhren seien.
FPĂDie FPà ÀuĂerte sich deutlich kritischer. FraktionsfĂŒhrer Christian Hafenecker warf Innenminister Gerhard Karner vor, einen umfangreichen Bericht zurĂŒckzuhalten. Der Baggerfahrer gelte aus Sicht der FPĂ als zentrale SchlĂŒsselfigur, sei jedoch bislang weder von Polizei noch Justiz einvernommen worden. Zudem sei der an der Bergung beteiligte Feuerwehrmann nicht von der zustĂ€ndigen Staatsanwaltschaft Krems, sondern erst spĂ€ter von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt befragt worden.
NEOSDie NEOS erklĂ€rten, es gehe nicht um politische Inszenierung, sondern um die KlĂ€rung möglicher politischer Einflussnahmen im sogenannten âSystem Pilnacekâ und deren Auswirkungen auf die Ermittlungen zu seinem Tod. Fraktionsvertreterin Sophie Wotschke nannte offene Fragen, etwa zur fehlenden Sicherstellung von Pilnaceks Mobiltelefon und zur frĂŒhen Festlegung auf Suizid. Zudem kĂŒndigte sie an, die Rolle des ehemaligen Bundeskanzlers Sebastian Kurz zu thematisieren, der laut Angaben seines Anwalts bereits vor der öffentlichen Bekanntgabe ĂŒber Pilnaceks Tod informiert gewesen sei.
Reaktionen der Parteien im Untersuchungsausschuss nach den Befragungen5Im Besonderen dĂŒrfte die âSchulungâ, von zumindest 2 der am 15.01.2026 befragten Polizisten und mindestens eines weiteren geladenen, durch das BMI fĂŒr Kritik gesorgt haben:
GrĂŒneFraktionsvorsitzende Nina Tomaselli (GrĂŒne) dazu: âIch war geradezu perplex, als ich bei meiner Befragung erfuhr, dass Polizisten der Bezirksebene und des Postens vor Ort gemeinsam mit ihren ChefitĂ€ten zwei Tage lang die Causa im Vorfeld des U-Ausschusses âerörtertâ habenâ. Und fĂŒhrt weiters aus: âBei einer U-Ausschussbefragung wollen wir Abgeordnete möglichst die persönliche Wahrnehmung entlang eigener Erinnerung hören. Das ist fĂŒr die AufklĂ€rung immens wichtigâ[âŠ] âWer hat das angeleiert? Was wurde dort besprochen?â
Sie kĂŒndigte die Einbringung einer parlamentarischen Anfrage und ergĂ€nzender BeweisantrĂ€ge an.
FPĂVorsitzender Hafenecker spricht von einer âsehr schiefen Optikâ und kĂŒndigte offenbar in der ZIB2 an, den Innenminister mit einer âultimativen Anfrageâ zu fragen âwas er sich dabei denktâ.
SPĂJan Krainer: âWir untersuchen, ob es eine politische Einflussnahme auf die Ermittlungsbehörden gegeben hat. Und dann sehen wir im Untersuchungsausschuss, dass die immer gleichen Personen, die wir aus frĂŒheren U-AusschĂŒssen kennen, Polizisten und Polizistinnen vor ihrer Befragung âschulenâ, beauftragt vom Innenministerium.
Das schaut einfach nicht gut aus.â
Zusammenfassung aus folgenden Quellen:1
https://orf.at/stories/3417247/2
https://kurier.at/politik/inland/u-ausschuss-christian-pilnacek-parlament-erster-befragungstag/4031216143
https://www.krone.at/40153434
https://www.derstandard.at/story/3000000303363/erste-befragungen-zeigten-weitere-luecken-in-pilnacek-ermittlungen-auf5 ZackZack: BMI-Schulung von Ausschuss-Zeugen: GrĂŒne und FPĂ planen Anfragen, 16.01.2026
https://zackzack.at/2026/01/16/bmi-schulung-von-ausschuss-zeugen-gruene-und-fpoe-planen-anfragen6
https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/3000000303935/1000396956/pilnacek-u-ausschuss-befragt-baggerfahrer-der-leiche-entdecktea)viadonau - Ăsterreichische WasserstraĂen-Gesellschaft mbH
WasserstraĂenbetriebsgesellschaft zur ErfĂŒllung von Bundesaufgaben im Bereich WasserstraĂe und Schifffahrt; GF: DI Hans-Peter Hasenbichler; Aufsichtsrat: Ferry Elsholz, DI Vera Hofbauer, Mag. Birgit Mair-Markart, Mag. Kerstin Neumayer, Petra Riffert, Michael TakĂĄcs, MSc. BA, MA, Mag. Christian Schramm, Christian Persch, DI Bernhard Lager
https://www.viadonau.org/footer-doormat/footer-nav/impressumWeitere Artikel/Meldungen:ORF Report: Pilnacek-Ausschuss: Zwischen Pannen und Verschwörungstheorien, 13.1.2026
https://on.orf.at/video/14307104/16016180/pilnacek-ausschuss-zwischen-pannen-und-verschwoerungstheorien -
Krone - Pilnacek-Tod: Viele Fragen zu Fund und Bergung
https://www.krone.at/4015343DerStandard â Live Ticker 15.01.2025
https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/3000000303935/pilnacek-u-ausschuss-befragt-baggerfahrer-der-leiche-entdeckteZackZack: Pilnacek-Befragungstag 1: BMI-Vorbereitungskurse und das frĂŒhe Suizid-GerĂŒcht, 15.01.2026
https://zackzack.at/2026/01/15/pilnacek-befragungstag-1-bmi-vorbereitungskurse-und-das-fruehe-suizid-geruechtiZm Anna P. und Klenk vs. Pilz - ZackZack: Klenk ermittelt: Wachauer, 15.01.2026
https://zackzack.at/2026/01/15/klenk-ermittelt-wachauer-laberlnPodcast - Dunkelkammer; Folge 279 - "Der Fall Pilnacek" Teil 24; "Der U-Ausschuss", Tag2, 16.01.2026
https://podcasts.apple.com/at/podcast/die-dunkelkammer-der-investigativ-podcast/id1675090032