@Höhenburg @Retsiemfoh @Der_Schwabe
Höhenburg schrieb:Die Fälle sind, trotz gleichem Täter und Ähnlichkeiten, schon etwas unterschiedlich gelagert.
Da der Täter ( höchstwahrscheinlich wg. DNS-Spur ) derselbe ist, hat er sich entwickelt.
Höhenburg schrieb:Ich persönlich vermute das in Oberasbach der Mord nicht geplant war, sondern durch eine von Opfer und Täter nicht vorhergesehenen Eskalation zustande kam,
Sehe ich auch so.
Höhenburg schrieb:während ich in Kempten einen bei Tatbeginn bereits einberechneten Verdeckungsmord sehe
mindestens billigend in Kauf genommen. Mir graut nach wie vor, wenn ich an die Zeit zwischen den Taten denke. Ich kann mir ( leider ) nicht vorstellen, dass der in der Zwischenzeit nichts angestellt hat. Die hohe Resonanz auf die Fahndungsaufrufe und die Opfer von Übergriffen, die sich in dem Zuge gemeldet haben, lassen auf zwischenzeitlich gemachte Erfahrungen des Täters schließen.
Retsiemfoh schrieb:Wenn unsere Vermutung stimmt, und so scheint es ja, dann gibt der Täter sich keine Mühe die Leichen anderweitig zu verbringen.wo sie nicht so schnell gefunden werden. Bei Sonja war es nur Glück für Ihn das ihr Auffinden ein paar Monate gedauert hat.
Im Vergleich mit dem Fall M.B.
Höhenburg schrieb:Täter förmlich vom Tatort geflohen
hat sich der Täter bei S.H. deutlich mehr Mühe gegeben und ich würde es nicht
nur als Glück bezeichnen.
Der Ort war nicht ungeschickt gewählt. Obwohl nicht allzu weit vom Ort weg und nah an der Straße doch völlig sichtgeschützt, trocken und gut belüftet. Der Leichengeruch, sofern überhaupt wahrgenommen, hätte, so nah der Straße von einem angefahrenen Tier, dass sich in den Graben oder unter den Stadel geschleppt hatte, und dort verendet war, stammen können. Möglicherweise wusste der Täter auch, wie häufig oder selten der Stadel genutzt wurde.
Höhenburg schrieb:(Ortskenntnis des Täters in einem Vorstadtdörfchen
Der Täter hat mit einem Minimum an Aufwand ( nicht "
keine Mühe" ) wahrscheinlich etwas Ortskenntnis und etwas Glück eine große Auffindeverzögerung erreicht, da sehe ich schon ein gewisses Maß an Planung.
Retsiemfoh schrieb:er wollte möglichst schnell vom Tatort weg,
Sehe ich auch so.
Retsiemfoh schrieb:nicht mit einer Leiche durch die Gegend fahren
Ich würde es eher "möglichst wenig mit einer Leiche durch die Gegend fahren" nennen.
Retsiemfoh schrieb:oder er besaß zu der Zeit kein Auto. Ich vermute letzteres, vor allem bei Marion B.
Im Fall M.B. bin ich da geradezu sicher, im Fall S.H. eher nicht. Mir gehen in den Fällen die motorisierten Zweiräder nicht aus dem Kopf aber:
Damals gab´s noch deutlich erkennbare Winter, sodass sogar jemand wie ich, der quasi auf seiner BMW lebte, vernünftigerweise auch ein Auto hatte.
MfG
Dew