mole schrieb: Heute wurde die Bank durchsucht und es gab wohl Schließfächer mit bis zu 400.000 Euro Inhalt.
Das ist wirklich krass. Aber es zeigt: Ich glaube, diese Bankschließfächer sind ein sehr blinder Fleck - gemeinhin sind sie ja sehr sicher, es bohren ja nicht ständig Leute Löcher in die Wand. Aber 400.000€ - dafür muss eine Oma lange stricken. Mit Sicherheit ist nicht alles Geld legal.
Kölner schrieb:Warum nur fast alle ? Wenn man rd. 3.000 Schliessfächer aufgebrochen hat dann dürften doch die letzten paarhundert auch kein Problem mehr sein, es sei denn ???
Vielleicht gab es einen zeitlichen Rahmen/Zwang, vielleicht war auch klar, dass man nun so viel erbeutet hat, dass man lieber aufhört, statt beim letzten Schließfach verhaftet zu werden.
brigittsche schrieb: Im Zusammenhang mit den Mitarbeitern kann ich mir nicht vorstellen, dass man da etwas vertuschen will oder auch nur kann. Sollte die Sparkasse wissen, dass jemand sowas getan hat, dann hat man das wohl kaum irgendwo aufgeschrieben.
Wissen die Mitarbeiter im Detail, was darin ist? Ich stelle mir das etwas naiv vor wie eine Mietgarage, klar, man wird begleitet, wenn man kommt, aber prinzipiell geht es ja nur darum, dem Kunden Zugang zu seinem Schließfach zu ermöglichen. Ich glaube nicht, dass ihm der Mitarbeiter da über die Schulter schaut.
VanPutten schrieb:Mein Mitgefühl hält sich in diesem Fall in begrenztem Rahmen. Mir ist kein seriöser Autohändler bekannt, der dauerhaft oder regelmäßig Bargeldbeträge in Höhe von mehreren zehntausend Euro - oder darüber hinaus - lagert oder hantiert. Sollte es sich dabei nicht um unversteuerte Gelder handeln, stehen üblicherweise externe Absicherungen oder Versicherungen zur Verfügung, die entsprechende Risiken abdecken.
Das wiederum kann ich mir sogar vorstellen - je nachdem. Es gibt halt Märkte, Autos sind einer davon, wo so viel über Bargeld geht. Wenn du nun 10 Wagen ankaufst, dann bist du schnell bei 200.000 - 300.000 Autos. Wenn du nun besonderes Glück hast und du wirst fündig, willst du nicht, dass es daran scheitert, also hast du einen Puffer im Schließfach. Je nachdem, wie groß der Betrieb ist und welchen Durchsatz er hat. Bei meinem letzten Gebrauchtwagenkauf vor ein paar Jahren war ich schon fasziniert - wir (Schwarzwald, Land), waren eben beim Händler und hatten klare Vorstellungen, haben ein paar Autos angeschaut, die waren alle innerhalb 14 Tagen verkauft. Unseres, dann in Anzahlung gegeben, stand keine 48 Stunden auf dem Hof - die machen auch viel im Internet. Da brauchst du schon Geld.
Slaterator schrieb:Ja genau. So sehe ich das auch. Ich persönlich vermute hinter diesen Vorgehensweisen ein System des Wegschauens zum Zwecke eines positiven Geschäftsergebnisses und guter, treuer Kundenbindung für lohnendes Zusatzgeschäft.
Gut, vermutlich ist es nicht Job der Bank zu schauen, was da ist. Wenn ich nun Herrn Müller eine Wohnung vermiete und er unterschreibt, er nutzt sie für sich und privat, kann ich auch erstmal nichts machen, wenn plötzlich Herr Maier auftaucht und angibt, Herr Müllers Besuch zu sein. Gleiches Spiel hier: Ich miete eine sichere Verwahrung und unterschreibe, dass ich weiß, dass es nur bis 10.000 versichert ist. Dann hat Oma Angst, dass sie ins Pflegeheim muss und ich beginne, Omas lange gehegte Schwarzkasse ins Schließfach zu räumen - wer soll das merken? Wenn Oma dann stirbt, gebe ich es Cash aus, wenn ich das geschickt mache, weiß kein Mensch, dass es das Geld je gab.