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Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

415 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Einbruch, Gelsenkirchen, Bankraub ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

07.01.2026 um 17:13
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Das ist eine interessante Information. Dann kann man davon ausgehen, dass der Mercedes Citan nur über Tag/Abends aus dem Parkhaus ausgefahren werden konnte, als das Rolltor nicht verschlossen war. Oder?
Also ausfahren geht immer, außerhalb der Öffnungszeiten benötigt man aber eine entwertete Parkkarte oder eben einen Chip, um die geschlossenen Rolltore öffnen zu lassen. Tagsüber kann man anscheinend einfach die Schranke hochklappen und durchfahren 😂

Die „reguläre“ Einfahrt auf der rechten Seite ist offenbar nur während der Öffnungszeiten des Parkhauses möglich. Die linke Einfahrt kann wohl auch außerhalb der Öffnungszeiten genutzt werden, von Dauerparkern, Mietern etc.. Darauf deutet auch das an der Wand angebrachte Lesegerät für RFID oder ähnliches hin.

Bild der Ein- und Ausfahrten

Öffnungszeiten:
Montag
07:00 bis 20:00 Uhr
Dienstag
07:00 bis 20:00 Uhr
Mittwoch
07:00 bis 20:00 Uhr
Donnerstag
07:00 bis 20:00 Uhr
Freitag
07:00 bis 20:00 Uhr
Samstag
07:00 bis 18:30 Uhr
Sonntag
Geschlossen
Ausfahrt 24h möglich


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Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

07.01.2026 um 21:12
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Wenn sich also herausstellen sollte das ein ehemaliger -oder viel schlimmer noch- ein aktiver Mitarbeiter als Komplize der Verbrecher fungierte und Insiderinformationen oder sogar Chipkarten/Codes weitergegeben hat, bedeutet das für die Sparkasse einen wirklich handfesten Skandal, der nicht ohne größere Konsequenzen auch für die Führungsebene bleiben wird. Kurz: Da rollen im Zweifel Köpfe.

Demzufolge ist mir vollkommen klar, warum die Polizei einerseits die Sparkasse durchsucht und Daten/Systeme checkt, andererseits die Bank nicht wirklich dabei kooperieren will.
Im Zusammenhang mit den Mitarbeitern kann ich mir nicht vorstellen, dass man da etwas vertuschen will oder auch nur kann. Sollte die Sparkasse wissen, dass jemand sowas getan hat, dann hat man das wohl kaum irgendwo aufgeschrieben.

Und wer alles bei der Sparkasse arbeitet oder gearbeitet hat, kann man wohl kaum glaubhaft vertuschen. "Oh, tut uns leid, aber gerade gestern ist ganz zufällig die einzige Festplatte auf der wir die Daten unserer Mitarbeiter gespeichert hatten, verbrannt, jetzt wissen wir nichts mehr...." glaubt doch niemand. Mal abgesehen davon, dass man das dann ja sicher auch noch anderswo rausbekommen kann. +

Eher würde ich denken, dass man da so manche Kunden mit nicht ganz weißer Weste verlieren wird, weil die wenig Verständnis haben, dass man ihre Daten weitergibt.

Andererseits würde sich die Sparkasse dann auch wieder den Zorn ihrer ehrlichen Kunden zuziehen, wenn sie nicht alles tut um die Aufklärung voranzubringen.


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07.01.2026 um 21:46
Man darf auch nicht das Bankgeheimnis außer Acht lassen. Einfach die Kundendaten herauszugeben, würde gegen das Bankgeheimnis verstoßen. Ich kann mir vorstellen, dass die Bank sich erst die „Erlaubnis“ der Geschädigten einholen möchte/muss.


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08.01.2026 um 11:34
Zitat von Frau_HFrau_H schrieb:Man darf auch nicht das Bankgeheimnis außer Acht lassen. Einfach die Kundendaten herauszugeben, würde gegen das Bankgeheimnis verstoßen. Ich kann mir vorstellen, dass die Bank sich erst die „Erlaubnis“ der Geschädigten einholen möchte/muss.
Doch kann man:
Kein Bankgeheimnis besteht im Ermittlungsverfahren. Dort besteht ein Zeugnisverweigerungsrecht nur für Berufsgeheimnisträger (§§ 53 bis 55 StPO). Deshalb besteht für Bankangestellte im Ermittlungsverfahren kein Zeugnisverweigerungsrecht. Die Mitarbeiter sind deshalb zur Aussage verpflichtet. Im Rahmen der Zeugenvernehmung sind die Inhaber, Organe und Mitarbeiter der Kreditinstitute verpflichtet zu erscheinen und zur Sache auszusagen (gemäß § 161a StPO vor der Staatsanwaltschaft sowie gem. § 163 Abs. 3 StPO und den dort genannten Voraussetzungen vor der Polizei).

Eine Ausnahme besteht lediglich, wenn einem Bankmitarbeiter die Beihilfe zu einer von einem Kunden begangenen Steuerhinterziehung vorgeworfen wird; er ist als Beschuldigter dann nicht zu einer Aussage gegen sich selbst verpflichtet. Die Staatsanwaltschaft darf Geschäftsunterlagen und Datenträger des Kreditinstitutes beschlagnahmen (§ 94 Abs. 2, § 98 StPO), sofern diese als Beweismittel von Bedeutung sind. Im Rahmen des § 103 StPO kann auch die Durchsuchung der Geschäftsräume des Kreditinstituts angeordnet werden. Sowohl die Beschlagnahme als auch die Durchsuchungsanordnung bedürfen eines richterlichen Beschlusses (Ausnahme: Gefahr im Verzug).
Quelle: Wikipedia: Bankgeheimnis


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08.01.2026 um 11:55
Mein Mitgefühl hält sich in diesem Fall in begrenztem Rahmen. Mir ist kein seriöser Autohändler bekannt, der dauerhaft oder regelmäßig Bargeldbeträge in Höhe von mehreren zehntausend Euro - oder darüber hinaus - lagert oder hantiert. Sollte es sich dabei nicht um unversteuerte Gelder handeln, stehen üblicherweise externe Absicherungen oder Versicherungen zur Verfügung, die entsprechende Risiken abdecken.

Vor diesem Hintergrund drängt sich bei einem nicht unerheblichen Teil der Betroffenen der Eindruck auf, dass hier erhebliche Sorgfaltspflichten außer Acht gelassen wurden. Fehlende Vorsorge ersetzt keine Absicherung. Die nun vorgebrachten Nachweise, etwa Hochzeitsfotos, wirken vor diesem Hintergrund zumindest befremdlich. Über Jahre hinweg wurden offenbar Praktiken genutzt, die außerhalb transparenter und regulierter Strukturen lagen - nun soll jedoch die Allgemeinheit für die entstandenen Schäden einstehen.
Laut Sparkasse hätten nur gut 100 Kunden ihr Schließfach über eine höhere Summe versichert. Die Bank empfiehlt lediglich: „Weiterhin sollte geprüft werden, ob eine Höherversicherung über eine private Hausratversicherung gegeben ist.“ Opfer-Anwalt Burkhard Benecken sieht das anders: „Es reicht meines Erachtens nicht aus, im Kleingedruckten auf die Haftungssumme von maximal 10.300 Euro hinzuweisen. Man hätte deutlich vor Vertragsabschluss darauf hinweisen müssen.“


Laut BILD-Informationen soll es Geschädigte geben, die über eine Million in ihren Schließfächern gehabt haben sollen. Dabei soll es sich unter anderem um Autohändler handeln, die kurzfristig hohe Bargeldsummen für ihre Geschäfte benötigen. Auch sei durch den starken Anstieg des Goldpreises mancher Schließfach-Wert stark gestiegen. Benecken: „Ich habe viele türkische Mandanten, die haben traditionelle Hochzeitsgeschenke oder zur Geburt eines Kindes viel Gold erhalten, das lässt sich mit Hochzeitsfotos sowie anhand von Zeugen nachweisen. Da kommen schnell sechsstellige Summen zusammen.“
Quelle: https://www.bild.de/regional/nordrhein-westfalen/millionen-coup-sparkasse-will-nur-10-300-euro-pro-schliessfach-zahlen-6954fa8ba75a88580a6dc5c4


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Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

08.01.2026 um 12:03
Zitat von VanPuttenVanPutten schrieb:Vor diesem Hintergrund drängt sich bei einem nicht unerheblichen Teil der Betroffenen der Eindruck auf, dass hier erhebliche Sorgfaltspflichten außer Acht gelassen wurden. Fehlende Vorsorge ersetzt keine Absicherung. Die nun vorgebrachten Nachweise, etwa Hochzeitsfotos, wirken vor diesem Hintergrund zumindest befremdlich. Über Jahre hinweg wurden offenbar Praktiken genutzt, die außerhalb transparenter und regulierter Strukturen lagen - nun soll jedoch die Allgemeinheit für die entstandenen Schäden einstehen.
Das stimmt wohl. Man wollte Geld sparen und hat daher nicht ausreichend (zusatz)versichert.

Und das ist ja ganz unabhängig von der Frage, was da genau gelagert wurde.

Selbst wenn es völlig legaler Besitz war, ändert das ja nichts daran, dass die Bedingungen der Sparkasse im Bezug auf die Schließfächer bekannt sind. Wenn ich als Autohändler dort regelmäßig Geld aufbewahre, dann muss ich mich eben darüber informieren, wie die Konditionen sind, gleiches gilt für irgendwelchen Goldschmuck. Und das ganz unabhängig davon, ob das nun ein Geschenk zur Hochzeit war oder die goldene Taschenuhr von Uropa.


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08.01.2026 um 17:54
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:In einem Artikel, den ich gelesen habe, hieß es, die Sparkasse wolle schon kooperieren, brauche aber eine gewisse Zeit, bis sie die Kundendaten usw., die die Polizei beschlagnahmen möchte, kopiert hat. Das finde ich verständlich.
Nun in den Bankinstituten für die ich tätig war, hatte man keine "eigenständigen" Rechner, die auf Datenbestand zugriffen, der nur auf den lokal verbauten Festplatten gespeichert war. Alle Daten kamen von einem zentralen Server, der noch nicht einmal im selben Gebäude untergebracht sein musste. Wenn ich also in Filiale "X" etwas eingegeben habe, war das sofort auch in Filiale "Y" zu sehen. Was die EB also brauchten, waren definitiv keine lokal verbauten Festplatten, sondern eine Kopie der in dieser spezifischen Filiale betreuten Kundendaten von einem entsprechenden Server. Das ist weit unkomplizierter als es klingt. Hätte die Sparkasse ein echtes Interesse daran zu kooperieren, wäre so ein Datentransfer meiner persönlichen Meinung nach in wenigen Stunden problemlos möglich.
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Wahrscheinlich kopiert die Polizei nicht mühsam alle Festplatten, sondern kassiert erst mal alle Computer ein; das würde bedeuten, dass die Sparkasse plötzlich ohne IT dasteht. Dass die Sparkasse damit nicht einverstanden ist, kann ich gut verstehen.
Die Computer selbst braucht es mMn nicht. Nur eine Spiegelung (Kopie) der spezifischen Kundendaten vom Server. Das beeinträchtigt dann nicht die IT-Infrastruktur. Sofern in dieser Filiale aktuell überhaupt noch normal gearbeitet werden kann, sind die Rechner da kein Problem. Das sollte alles normal funktionieren.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Im Zusammenhang mit den Mitarbeitern kann ich mir nicht vorstellen, dass man da etwas vertuschen will oder auch nur kann. Sollte die Sparkasse wissen, dass jemand sowas getan hat, dann hat man das wohl kaum irgendwo aufgeschrieben.
Es geht in erster Linie sicher nicht darum etwas zu verheimlichen, in dem man Daten z.B. interne Anweisungen vernichtet usw. Es geht darum, etwaigen Schaden möglichst abzuwenden oder zumindest so gering wie irgend möglich zu halten um dann am Ende ein mögliches Versagen auf einige wenige Mitarbeiter möglichst am unteren Ende der Hierarchie abzuwälzen. Dann sind alle Verstöße ja nur "bedauerliche Einzelfälle" und selbstverständlich wird man solch achtlose Mitarbeiter direkt mit Schimpf und Schande entlassen. Da für gewöhnlich der Fisch aber vom Kopf her stinkt befürchte ich, dass da die eigentlichen Verursacher ungeschoren davonkommen könnten.
Zitat von VanPuttenVanPutten schrieb:Vor diesem Hintergrund drängt sich bei einem nicht unerheblichen Teil der Betroffenen der Eindruck auf, dass hier erhebliche Sorgfaltspflichten außer Acht gelassen wurden. Fehlende Vorsorge ersetzt keine Absicherung. Die nun vorgebrachten Nachweise, etwa Hochzeitsfotos, wirken vor diesem Hintergrund zumindest befremdlich. Über Jahre hinweg wurden offenbar Praktiken genutzt, die außerhalb transparenter und regulierter Strukturen lagen - nun soll jedoch die Allgemeinheit für die entstandenen Schäden einstehen.
Ja genau. So sehe ich das auch. Ich persönlich vermute hinter diesen Vorgehensweisen ein System des Wegschauens zum Zwecke eines positiven Geschäftsergebnisses und guter, treuer Kundenbindung für lohnendes Zusatzgeschäft. Jetzt ist natürlich das Geschrei groß. Doch ein Nachweis mit Hochzeitsbildern? Kann ich mir nicht vorstellen das sowas tatsächlich funktioniert. Wenn, könnte das sogar noch ein zweiter Raubzug, diesmal auf Kundenseite werden, wenn Vermögen angegeben und "nachgewiesen" werden, die es tatsächlich gar nicht oder nicht mehr gibt...


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08.01.2026 um 18:44
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Nun in den Bankinstituten für die ich tätig war, hatte man keine "eigenständigen" Rechner, die auf Datenbestand zugriffen, der nur auf den lokal verbauten Festplatten gespeichert war. Alle Daten kamen von einem zentralen Server, der noch nicht einmal im selben Gebäude untergebracht sein musste. Wenn ich also in Filiale "X" etwas eingegeben habe, war das sofort auch in Filiale "Y" zu sehen. Was die EB also brauchten, waren definitiv keine lokal verbauten Festplatten, sondern eine Kopie der in dieser spezifischen Filiale betreuten Kundendaten von einem entsprechenden Server. Das ist weit unkomplizierter als es klingt.
Ich darf mich selbst zitieren:
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Natürlich sind die wesentlichen Daten alle zentral gespeichtert und werden auch zentral verarbeitet, bei der Finanz Informatik, einer Tochterfirma der Sparkassen, die auch die Rechenzentren der Sparkassen betreibt. Ich nehme allerdings an, dass es trotzdem auch Datenbestände gibt, die nur lokal vorhanden sind.
Mit diesen lokalen Daten meine ich Excel-Listen oder Word-Dokumente, mit deren Hilfe Mitarbeiter persönliche Berechnungen durchgeführt oder sich private Notizen gemacht haben könnten.


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09.01.2026 um 22:15
Zitat von molemole schrieb: Heute wurde die Bank durchsucht und es gab wohl Schließfächer mit bis zu 400.000 Euro Inhalt.
Das ist wirklich krass. Aber es zeigt: Ich glaube, diese Bankschließfächer sind ein sehr blinder Fleck - gemeinhin sind sie ja sehr sicher, es bohren ja nicht ständig Leute Löcher in die Wand. Aber 400.000€ - dafür muss eine Oma lange stricken. Mit Sicherheit ist nicht alles Geld legal.
Zitat von KölnerKölner schrieb:Warum nur fast alle ? Wenn man rd. 3.000 Schliessfächer aufgebrochen hat dann dürften doch die letzten paarhundert auch kein Problem mehr sein, es sei denn ???
Vielleicht gab es einen zeitlichen Rahmen/Zwang, vielleicht war auch klar, dass man nun so viel erbeutet hat, dass man lieber aufhört, statt beim letzten Schließfach verhaftet zu werden.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb: Im Zusammenhang mit den Mitarbeitern kann ich mir nicht vorstellen, dass man da etwas vertuschen will oder auch nur kann. Sollte die Sparkasse wissen, dass jemand sowas getan hat, dann hat man das wohl kaum irgendwo aufgeschrieben.
Wissen die Mitarbeiter im Detail, was darin ist? Ich stelle mir das etwas naiv vor wie eine Mietgarage, klar, man wird begleitet, wenn man kommt, aber prinzipiell geht es ja nur darum, dem Kunden Zugang zu seinem Schließfach zu ermöglichen. Ich glaube nicht, dass ihm der Mitarbeiter da über die Schulter schaut.
Zitat von VanPuttenVanPutten schrieb:Mein Mitgefühl hält sich in diesem Fall in begrenztem Rahmen. Mir ist kein seriöser Autohändler bekannt, der dauerhaft oder regelmäßig Bargeldbeträge in Höhe von mehreren zehntausend Euro - oder darüber hinaus - lagert oder hantiert. Sollte es sich dabei nicht um unversteuerte Gelder handeln, stehen üblicherweise externe Absicherungen oder Versicherungen zur Verfügung, die entsprechende Risiken abdecken.
Das wiederum kann ich mir sogar vorstellen - je nachdem. Es gibt halt Märkte, Autos sind einer davon, wo so viel über Bargeld geht. Wenn du nun 10 Wagen ankaufst, dann bist du schnell bei 200.000 - 300.000 Autos. Wenn du nun besonderes Glück hast und du wirst fündig, willst du nicht, dass es daran scheitert, also hast du einen Puffer im Schließfach. Je nachdem, wie groß der Betrieb ist und welchen Durchsatz er hat. Bei meinem letzten Gebrauchtwagenkauf vor ein paar Jahren war ich schon fasziniert - wir (Schwarzwald, Land), waren eben beim Händler und hatten klare Vorstellungen, haben ein paar Autos angeschaut, die waren alle innerhalb 14 Tagen verkauft. Unseres, dann in Anzahlung gegeben, stand keine 48 Stunden auf dem Hof - die machen auch viel im Internet. Da brauchst du schon Geld.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ja genau. So sehe ich das auch. Ich persönlich vermute hinter diesen Vorgehensweisen ein System des Wegschauens zum Zwecke eines positiven Geschäftsergebnisses und guter, treuer Kundenbindung für lohnendes Zusatzgeschäft.
Gut, vermutlich ist es nicht Job der Bank zu schauen, was da ist. Wenn ich nun Herrn Müller eine Wohnung vermiete und er unterschreibt, er nutzt sie für sich und privat, kann ich auch erstmal nichts machen, wenn plötzlich Herr Maier auftaucht und angibt, Herr Müllers Besuch zu sein. Gleiches Spiel hier: Ich miete eine sichere Verwahrung und unterschreibe, dass ich weiß, dass es nur bis 10.000 versichert ist. Dann hat Oma Angst, dass sie ins Pflegeheim muss und ich beginne, Omas lange gehegte Schwarzkasse ins Schließfach zu räumen - wer soll das merken? Wenn Oma dann stirbt, gebe ich es Cash aus, wenn ich das geschickt mache, weiß kein Mensch, dass es das Geld je gab.


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09.01.2026 um 22:42
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Wissen die Mitarbeiter im Detail, was darin ist? Ich stelle mir das etwas naiv vor wie eine Mietgarage, klar, man wird begleitet, wenn man kommt, aber prinzipiell geht es ja nur darum, dem Kunden Zugang zu seinem Schließfach zu ermöglichen. Ich glaube nicht, dass ihm der Mitarbeiter da über die Schulter schaut.
Es ging nicht um den Inhalt der Schließfächer, sondern darum, dass evtl. Mitarbeiter Details der Sicherungseinrichtungen ausgeplaudert haben könnten.

Die Mitarbeiter wissen sicher nicht, was in den Schließfächern ist, aber das war ja auch nicht nötig zu wissen - dass normalerweise niemand ein Schließfach mietet und dann aber wertlosen Plunder reinlegt, kann man sich ja denken (Ausnahmen mag es geben, aber das sind dann eben Ausnahmen)


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09.01.2026 um 22:46
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Wissen die Mitarbeiter im Detail, was darin ist? Ich stelle mir das etwas naiv vor wie eine Mietgarage, klar, man wird begleitet, wenn man kommt, aber prinzipiell geht es ja nur darum, dem Kunden Zugang zu seinem Schließfach zu ermöglichen. Ich glaube nicht, dass ihm der Mitarbeiter da über die Schulter schaut.
Ich weiß jetzt nicht, wie es bei dieser Sparkasse ist, aber üblicherweise kann man auch höhere Inhalte versichern, kostet dann halt nur mehr. Die Versicherung läuft (zumindest hier beim mir) über die Sparkassenversicherung. Prinzipiell wäre es also möglich, die Fächer rauszufiltern, die höhere Inhalte versichert haben. Nur ist es aber auch so, dass die Herkunft des Inhalts im Zweifel nachgewiesen werden muss. Wenn ich ein Schließfach mit einem Betrag von 500.000 versichere, kann ich nicht einfach behaupten, dass dort 5 kg Gold drin waren. Ich muss Rechnungen oder andere Belege vorlegen. der Autohändler, der oft ad hoc cash braucht, dürfte damit kein Problem haben. Anders sieht es mit dem Geld aus, welches am Fiskus vorbei erwirtschaftet wurde.

Aber möglicherweise standen die Täter auch unter Zeitdruck. Oder sie dachten, dass ihnen die geschätzten 100 Millionen für die kommenden Monate reichen. Außerdem sprechen wir zwar immer von einigen Tagen, in welchen die Täter ungestört arbeiten konnten, aber das bedeutet für die Täter auch, dass es an diesen Tagen keinen Erholungsschlaf im Federbett gegeben hat.
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:und ich beginne, Omas lange gehegte Schwarzkasse ins Schließfach zu räumen - wer soll das merken?
Woher stammt denn das Schwarzgeld der Oma? Hat sie als Hütchenspieler brave Mitmenschen abgezockt? 😎

Das ist natürlich eine rein rhetorische Frage. Die Oma wird kein Schwarzgeld besitzen. Woher denn auch. Selbst wenn die Oma schwarz putzen gegangen ist und der Opa schwarz irgendwo den Garten gemacht hat, braucht man für solche Beträge kein Schließfach. Solches Geld fließt in den Haushalt.


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Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

10.01.2026 um 00:20
Grundsätzlich sind Bankschließfächer ja dafür gedacht, Sachwerte oder wertvolle Informationen und nicht Bargeld zu speichern. Der "normale" Bürger dürfte auch in der Regel nicht mit größeren Bargeldbeständen über einen längeren Zeitraum hantieren.

Zum oft zitierten Autohändler: "Eigentlich" sollte Bargeld im Bankschließfach nicht schneller verfügbar sein als Geld auf einem Konto. Zugänglich ist das Bankschließfach nur zu den Öffnungszeiten der Bank und man muss in der Regel warten, bis man an der Reihe ist. bedient zu werden. Ein Grund für einen Autohändler, eine größere Summe Bargeld im Schließfach zu deponieren, könnten meiner Meinung nach sehr begrenzte Kassenbestände bei den Banken sein. Ich erinnere mich, dass zumindest vor Jahren Banken darum gebeten haben, größere Abhebungen vorher anzukündigen.

Sicher wird es noch andere legale Geschäfte geben, die schnell und in Bar abgewickelt werden. Vielleicht hat man auch Fremdwährung im Wert von ein paar Tausend Euro im Schließfach deponiert, aber das dürften Einzelfälle sein und nicht dazu geführt haben, dass in vielen der 3000 Schließfächer sich größere Summen Bargeld befunden haben.

Als mögliche Erklärung für die angeblichen hohen Bargeldbeträge bleibt für mich nur, dass es sich in den allermeisten Fällen um Schwarzgeld handelt, das also nicht auf den Bankkonten erscheinen soll, weil es entweder an der Steuer vorbei erworben wurde oder sonst den Ausschluss von staatlichen Transferleistungen bedeuten würde.


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10.01.2026 um 00:56
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Ein Grund für einen Autohändler, eine größere Summe Bargeld im Schließfach zu deponieren, könnten meiner Meinung nach sehr begrenzte Kassenbestände bei den Banken sein. Ich erinnere mich, dass zumindest vor Jahren Banken darum gebeten haben, größere Abhebungen vorher anzukündigen.
Das dürfte der Punkt sein. Aber hier geht es vermutlich auch nicht um normale Autohäuser, die mit dem Hersteller unter Vertrag stehen, sondern Autohändler, die das Netz durchforsten, um sich Schnäppchen im oberen Preissegment zu sichern.
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Zugänglich ist das Bankschließfach nur zu den Öffnungszeiten der Bank und man muss in der Regel warten, bis man an der Reihe ist. bedient zu werden.
Und das ist eben nicht überall der Fall. Ich habe weiter vorne bereits geschrieben, dass es Systeme gibt, bei denen der Kunde 24x7 an sein Schließfach kommt, nämlich ganz alleine mit seiner EC-Karte, einer Key Card und einem Schlüssel. Aber ich weiß natürlich nicht, wie das bei dieser Filiale geregelt war.
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Als mögliche Erklärung für die angeblichen hohen Bargeldbeträge bleibt für mich nur, dass es sich in den allermeisten Fällen um Schwarzgeld handelt, das also nicht auf den Bankkonten erscheinen soll, weil es entweder an der Steuer vorbei erworben wurde oder sonst den Ausschluss von staatlichen Transferleistungen bedeuten würde.
Normalerweise muss man ja das gesamte Vermögen offenlegen, wenn man Transferleistungen bezieht. Man muss die Konten angeben, den Besitz, Schenkungen der letzten Jahre, ... Sehr engmaschig werden die Kontoauszüge überprüft, aus welchen ja eigentlich hervorgeht, dass es ein Schließfach gibt. Weißt Du, ob man ein explizit Schließfach angeben muss? Mir ist das nicht klar. Ich habe mal ein wenig rumgefragt, aber keiner wusste es. Das wäre dann eine Lücke im System. Es könnte natürlich auch sein, dass das Schließfach über einen Verwandten läuft, der keine Transferleitungen bezieht.

Über das Schwarzgeld habe ich auch nachgedacht. In der Gastronomie wird möglicherweise ein Teil der Einnahmen am Finanzamt vorbeigeschleust. Aber wie viele Pizza Toscana muss man verkaufen, um eine halbe Million als Gewinn einzunehmen?

Aber es ist schon erstaunlich, dass in einer der ärmsten Städte Deutschlands solche Werte im Keller einer Bank geschlummert haben.


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10.01.2026 um 12:59
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Als mögliche Erklärung für die angeblichen hohen Bargeldbeträge bleibt für mich nur, dass es sich in den allermeisten Fällen um Schwarzgeld handelt, das also nicht auf den Bankkonten erscheinen soll, weil es entweder an der Steuer vorbei erworben wurde oder sonst den Ausschluss von staatlichen Transferleistungen bedeuten würde.
Drauf wird es wohl in vielen Fällen hinauslaufen. Da reicht die Spanne vermutlich von Schwarzgeld, das mit ganz und gar illegalen Geschäften erworben wurde über Leute, die nur "ein bisschen nebenher" schwarz arbeiten (z. B. der Handwerker, der auch mal ohne Rechnung bei jemandem die Wohnung renoviert) bis hin zu Oma, die ihre Ersparnisse da einlagert "damit die Kinder noch was erben und nicht alles ans Pflegeheim geht, wenn ich mal gepflegt werden muss."

Allerdings habe ich auch den Eindruck, dass sich mittlerweile medial ein gewisser Überbietungswettbewerb entwickelt hat, wer die höchsten Schätzungen nennen kann. Nicht zuletzt, weil sich damit auch schön Klischees bedienen wie "jaja, die Ausländer, machen illegale Geschäfte und legen das Geld da rein" bis "jaja, die Bürgergeldempfänger, sich vom Staat versorgen lassen aber Hunderttausende im Schließfach"


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10.01.2026 um 13:15
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Da reicht die Spanne vermutlich von Schwarzgeld, das mit ganz und gar illegalen Geschäften erworben wurde über Leute, die nur "ein bisschen nebenher" schwarz arbeiten (z. B. der Handwerker, der auch mal ohne Rechnung bei jemandem die Wohnung renoviert) bis hin zu Oma, die ihre Ersparnisse da einlagert "damit die Kinder noch was erben und nicht alles ans Pflegeheim geht, wenn ich mal gepflegt werden muss."
@brigittsche:
Was ich allerdings nicht ganz nachvollziehen kann:
Die Angaben zu den hohen Werten im Schließfach stammen - soweit ich das überblicke - vom Rechtsanrwalt, der viele Geschädigte vertritt. Dieser Rechtsanwalt müsste doch seinen Klienten so beraten, dass sie sich nicht der Gefahr einer Anzeige wegen Steuerhinterziehung oder Sozialbetrug aussetzen. Zumal die Erstattung der angegebenen hohen Summen durch die Versicherung angeblich in den meisten Fällen wegen einer niedrigen Versicherungssumme sowieso sehr fraglich ist.


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10.01.2026 um 13:58
MP Reul hat sich geäußert zum Fall:
„Fest steht: Weil die Informationen gefehlt haben und nicht zur Verfügung gestellt wurden, mussten Polizei und Staatsanwaltschaft hier tätig werden“, sagte Reul der „Rheinischen Post“. Hintergrund ist eine Durchsuchung der Bank am vergangenen Dienstag. Ziel der Maßnahme sei es gewesen, wichtige Daten sicherzustellen, die den Ermittlern bislang nicht vorgelegen hätten. „Es ging bei der Durchsuchung der Bank um die Sicherstellung von Datenträgern sowie notwendigen Kundendaten, die bisher noch nicht vorgelegen haben“, so der Minister.
Quelle: https://m.bild.de/news/inland/mangelnde-kooperation-minister-reul-ruegt-sparkasse-nach-mega-einbruch-696220b4fa56382de1f6583d

sowie:
Auf die Frage nach einem möglichen Insider sagte er der „Rheinischen Post“: „Die Täter wussten wahrscheinlich genau, wonach sie suchen, und wussten auch, wie sie es bekommen.“ Ob interne Kenntnisse eine Rolle gespielt haben, müsse nun sorgfältig geprüft werden. Erstaunt zeigte sich der Innenminister auch über das Ausmaß der offenbar gelagerten Vermögenswerte. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Geld in Bankschließfächern schlummert, sondern dass man sein Geld sicher aufs Konto legt“, so Reul
Quelle: Wie oben

Das hätte ich auch nie gedacht, dass da wohl soviel Geld lag


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10.01.2026 um 21:14
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Die Angaben zu den hohen Werten im Schließfach stammen - soweit ich das überblicke - vom Rechtsanrwalt, der viele Geschädigte vertritt. Dieser Rechtsanwalt müsste doch seinen Klienten so beraten, dass sie sich nicht der Gefahr einer Anzeige wegen Steuerhinterziehung oder Sozialbetrug aussetzen.
Das wird er sicher getan haben, und was der Anwalt nun so behauptet, wer will das nachprüfen? Wenn der sich jetzt hinstellt, und von irgendwelchen seiner Mandanten (m/w/d) redet, die angeblich so und so viel Geld, Gold was auch immer, in ihrem Schließfach hatten, dann ist das erst mal nur eine unbelegte Aussage von ihm.

Wenn der dann später mal wirklich Geschädigte vertritt, wer soll denn dann nachrechnen, dass dann auf einmal die Forderungen seine Mandanten zusammengenommen deutlich niedriger sind als das, was er jetzt mal so rausgehauen hat?

Und selbst wenn: Dann haben halt die Mandanten mit dem riesigen Goldschatz "leider" zurückgezogen und er weiß nicht, warum, kann aber natürlich aufgrund der Schweigepflicht auch die Namen nicht nennen.

Ich glaube, diese Äußerungen des Anwalts mt irgendwelchen unbelegten Zahlen dienen jetzt erst mal dazu, ordentlich Lärm zu machen und in die Medien zu kommen, damit a) möglichst noch mehr Geschädigte auf ihn aufmerksam werden und ihn beauftragen und b) um die Sparkasse unter Druck zu setzen damit sie eine möglichst großzügige Lösung anbietet.

Was beides in seinem Interesse und im Interesse seiner Mandanten liegt.


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Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

10.01.2026 um 21:23
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:ch glaube, diese Äußerungen des Anwalts mt irgendwelchen unbelegten Zahlen dienen jetzt erst mal dazu, ordentlich Lärm zu machen und in die Medien zu kommen, damit a) möglichst noch mehr Geschädigte auf ihn aufmerksam werden und ihn beauftragen und b) um die Sparkasse unter Druck zu setzen damit sie eine möglichst großzügige Lösung anbietet.
Der gute Burkhard Benecken (bekannt auch duch Herrn Söring und Rudi Assauer) scheint eine Vorliebe für Fälle mit grossem Medieninteresse zu haben. In diesem Fall ist es ja doppelt interessant für ihn, je wetvoller der (angebliche) Inhalt des aufgebrochenen Schliessfachs, desto höher sein Honorar.
- Ein Schelm der böses dabei denkt


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10.01.2026 um 21:40
Zitat von KölnerKölner schrieb:In diesem Fall ist es ja doppelt interessant für ihn, je wetvoller der (angebliche) Inhalt des aufgebrochenen Schliessfachs, desto höher sein Honorar.
Naja, aber dazu müssen seine Mandanten dann ja auch belegen, was genau im Schließfach war. Und das werden viele nicht können und einige von denen auch nicht wollen, weil das nach hinten los geht.

Aber je mehr Mandanten aus dem Fall sich an ihn wenden, desto besser.

Also liegt es auf jedem Fall in seinem Interesse, jetzt in den Medien zu sein - und das schafft er vor allem, indem er spektakuläre Geschichten erzählt. Was dann am Ende wirklich übrig bleibt, ist ja noch mal eine andere Frage....


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Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

10.01.2026 um 22:50
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Was dann am Ende wirklich übrig bleibt, ist ja noch mal eine andere Frage....
Geld für den Anwalt 😅


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