321meins schrieb:Sollte es so gewesen sein, wo würde man im Bereich des Festes nach dem Portemonnaie suchen? Da wo man gesessen hat, da wo man Getränke oder Essen bezahlt hat, Toilette könnte ich mir auch noch vorstellen.
Ja genau, eben überall dort, wo man sich während des Festes nach der letzten Zahlung aufgehalten hat, also sicher war, sein Portemonnaie noch gehabt zu haben. Vielleicht hat sie auch noch Personal angesprochen. Das ist jedoch insofern weniger wahrscheinlich, als das dieses Personal sicher regional ansässig war und von ihrem Mord gehört haben muss. Da hätte sich bestimmt jemand erinnert und das gemeldet, zumal ja z.B. in XY auch gezielt danach gefragt wurde, wer noch Angaben zu ihrem Aufenthalt nach 20 Uhr machen kann.
321meins schrieb:Theoretisch könnte Marion sogar auf diesem Weg auf den Täter gestossen sein weil sie ihn nach dem Portemonnaie gefragt hat. Vielleicht hat dieser dann angeboten nochmal nochmal mit ihr zusammen dieses zu suchen.
Auch das ist möglich. Vielleicht fragte er sie was sie da macht oder sucht und darauf kam man ins Gespräch?! Alles im Bereich des Möglichen.
sallomaeander schrieb:warum sagt man uns nicht, woher das Souvenir stammt? Wenn z.B. "Gruss aus Luzern" auf dem Portemonnaie stand, und es vom Täter mitgenommen wurde, könnte sich ja jemand an ein Gespräch erinnern, in dem gefragt wurde: "Du warst in Luzern?"
Eine gute Frage die ich mir eben auch gestellt habe. Der User
@Bundesferkel sagt dazu:
Bundesferkel schrieb:Möglicherweise kannten Eltern oder Freunde diesen als Tirolerhut gestalteten Geldbeutel zwar als durchaus vertrauten Gegenstand, aber man war sich über die genaue Ortsbezeichnung nicht absolut sicher oder einig. Das würde erklären, warum man beim Vergleichsbeispiel auf einen Namen schließlich verzichtet hat.
Eine gute Idee. Allerdings nehme ich an, dass Marion dieses "Hut-Portemonnaie" als Souvenir in einem Urlaub oder Vereinsfahrt/Klassenfahrt (falls es sowas gab) bekommen oder erworben hat. Ich denke, zumindest die Eltern hätten sich daran erinnern müssen. Schließlich wussten die ja, wo ihre Tochter schon gewesen ist und wie und wo sie es bekommen haben sollte. Eine andere Möglichkeit wäre allerdings, dass sie das Portemonnaie als Mitbringsel z.B. von einer Freundin oder einem anderem Familienmitglied bekam. Dann könnte sein, dass man sich daran nicht eindeutig erinnern könnte. Also man sollte das durchaus mal im Hinterkopf behalten. Das ist nämlich nicht unwahrscheinlich.
Gildonus schrieb:Eigendlich gehört es "zum Standart" das vermisste Gegenstände des Tatopfers erwähnt werden und man ein Vergleichsstück vorzeigt, bei einer derart ungewöhnlichen Geldbörse macht man so etwas gleich zweimal.
Ja darüber wundere ich mich ehrlich gesagt auch sehr. Hielt man diese Info zurück, weil man recht sicher war den Täter zu haben, wenn man dieses Portemonnaie bei ihm findet? Man weiß es nicht. Ich finde es auch sehr bemerkenswert.
Gildonus schrieb:Es scheint mir als recht wahrscheinlich das Täter und Opfer mit einem Auto zum Tatort gekommen sind.
Da stimme ich zu. Ich glaube auch nicht das man per Pedes oder auf einem Zweirad zum Mordort gelangte. Zumal ich derzeit immernoch davon ausgehe, dass Marion jene Person nicht freiwillig bis dorthin begleitet hätte. Sie wollte ziemlich sicher nach Hause. Zumindest meiner Meinung nach. In einem Auto konnte man sie da um längen besser kontrollieren.
Gildonus schrieb:Die beiden in der Fernsehsendung Aktenzeichen XY genannten Autos hingegen halte ich für einen "Regieeinfall" und damit auch die Beobachtung einer Rangelei. Man mußte meiner Meinung nach irgendwie Sendezeit überbrücken, weil es nicht viele Fakten zu berichten gab, und wollte die Tatzeit nicht so direkt aussprechen.
Da möchte ich dann doch starke Zweifel anmelden. Ich kann mir bei bestem Willen nicht vorstellen, dass die Redakteure von Aktenzeichen XY ungelöst bewusst falsche Fahrzeuge einbauen, Frei erfundene Sachverhalte wie ausgerechnet so etwas wichtiges wie eine Rangelei UND noch zur Krönung zwei Zeugen erfinden, welche die Beobachtungen gemacht haben sollen. Nein. Das ist dann doch zu viel. Es ist allgemein bekannt, dass bei Aktenzeichen XY, bestimmte Dialoge, Orte, Witterungen, exakte Abläufe -wenn unbekannt- etc. erfunden werden. Opfer werden auch bewusst symathisch dargestellt, Empathie für das Opfer hervorgerufen usw. Aber Bewusst noch Bilder von Fahrzeugen zu erfinden, zwei Zeugen zu erfinden, nein. Soweit würde Aktenzeichen XY -gerade unter Eduard Zimmermann- sicher nicht gehen. Da bin ich zumindest ganz sicher.