Höhenburg schrieb:Laut Ermittler gab es unter den Aussagen zu der Gruppe, die das unbekannte Mädel herumgezerrt hat/haben könnte, auch welche, die auf ein höheres Alter (20+) der beobachteten Gruppe hindeuten. Ob es letztlich dieselbe Gruppe war oder zwei Gruppen, die unabhängig voneinander unterwegs waren, muß erst noch geklärt werden.
Okay, irgendwie scheint das an mir vorbeigegangen zu sein. Ich habe nur die Gruppe von Jugendlichen im Kopf, die sich etwa in der Altersspanne zwischen 12 und 16 Jahren befanden. Ich denke auch das es nur diese eine Gruppe gegeben hat und das dieses Mädchen welches da drangsaliert worden sein mag am Ende des Tages weder umkam noch ernsthaften Schaden genommen, also z.B. missbraucht worden ist. Das ist jetzt zwar nur eine Spekulation meinerseits natürlich, jedoch bin ich mir schon recht sicher, dass dieser Vorfall nichts mit der Causa Hurler/Beier zu tun hat. Das passt irgendwie nicht so recht zusammen.
Höhenburg schrieb:Es ist von fast allen Mitdiskutanten akzeptiertes Fakt, daß es eine Person gab, die "Chris" genannt wurde und sich im Zeitraum vor der Tat gehäuft mit Marion getroffen hat.
Was die Mehrheit der User als "Fakt" akzeptiert, macht eine unbewiesene Vermutung nicht zur Tatsache. Was wir haben ist eine recht detaillierte Personenbeschreibung eines jungen Mannes namens "Chris(sy)" welcher sich -wohl lt. Aussage der Freundin oder Freundinnen der Marion Beier- mehrfach (genaue Anzahl der Treffen, deren Intention und Örtlichkeit unbekannt oder nicht genannt) mehrfach mit Marion getroffen haben soll. Mehr nicht.
Ob diese Treffen tatsächlich durch Personen aus Marions Freundeskreis beobachtet werden konnten oder möglicherweise sogar entsprechende Personen bei diesen Treffen zugegen waren, ist völlig unklar. Diese Treffen kann Marion auch "nur" gegenüber ihrem Freundeskreis behauptet haben. Wir wissen das nicht. Das Aktenzeichen XY ungelöst über diese Person namens "Chris(sy)" berichtete, bedeutet nicht, dass diese Person auch eine Beziehung mit Marion Beier unterhalten hat oder danach strebte. Es war einfach ein Hinweis, dem man zur Überprüfung nachgehen wollte. Es gab demnach mMn auch keine explizite Fahndung. Jener Chris(sy) wurde -so ich ich das verstehe- lediglich als Zeuge gesucht.
Höhenburg schrieb:Dieser Chris, der sich im Vorfeld der Tat so viel Mühe gab, Marion nahe zu kommen, taucht unmittelbar nach dem Mord unter und verdunkelt sich bis heute. Das spricht nicht gerade für seine Unschuld.
Das ist alles gespickt von persönlicher Spekulation. Es gibt absolut keine näheren Hinweise, wieviel Mühe sich dieser Chris(sy) angeblich im Vorfeld gemacht haben könnte. Ebenso ist überhaupt nirgendwo etwas bekannt darüber, ob er Marion "nahe kommen" wollte und ob es überhaupt eine -wie auch immer geartete- Beziehung zwischen beiden gab. Das sind nur unbelegte Mutmaßungen.
Genau genommen ist nicht einmal klar, ob jener Chris(sy) überhaupt jemals untergetaucht ist. Er wurde nie identifiziert. DAS ist Fakt. Keiner aus dem Dorf kannte ihn, die Polizei konnte ihn weder identifizieren, noch ausfindig machen. Da spricht mMn sehr viel dafür, dass er und Marion weder "gehäuft" zusammentrafen, noch das er lokal aktiv war und/oder in der örtlichen Nähe wohnte, dort mit seinem Moped gefahren ist. Er ist ein Phantom. Von Anfang an. Nichts weiter. Wäre er im örtlichen Umfeld jemals aktiv gewesen, hätte Freunde gehabt, hätte sich regelmäßig an Orten aufgehalten, wo ihn Marion Beier hätte treffen können, er wäre meiner persönlichen Meinung nach durch irgendwen identifiziert worden. Selbst wenn er nach dem Tode der Marion abgetaucht wäre. So gesehen ist es schon sehr fraglich, ob er tatsächlich irgendetwas mit dieser Tat zu tun hat, wenn es ihn in der beschriebenen Form überhaupt geben sollte.
Höhenburg schrieb:So wie Marion und ihr Umfeld beschrieben und dargestellt wurden, wäre ihr der Besuch des Fischerfestes mit ihrer Freundin nie verwehrt worden.
Das ist auch reine Spekulation und nicht faktisch zu untermauern. Es wurde nirgendwo geäußert, dass Marion mit 12 Jahren erlaubt war, allein mit einer Freundin ohne Aufsichtsperson abends eine Festivität zu besuchen oder nicht. Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung berichten, dass ich unsere -tatsächlich weit größere- Kirmes nicht ohne erwachsene Begleitung hätte besuchen dürfen in diesem Alter und das auch als Vater so nicht erlauben würde.
Höhenburg schrieb:Zudem wird Marion samt Feundin im Film an einem Tisch mit, ganz neutral :-), Motorradaffinen Leuten sitzend gezeigt. Das ist kein Zufall und Chris war auch ein Fan von Zweirädern.
Das stimmt. Diese "Hocker-Rocker" aus dem Musterbuch der gesammelten Klischees sind im Beitrag tatsächlich recht auffällig und bestimmt nicht aus Zufall als Tischnachbarn der Protagonistinnen ausgewählt worden. Es ging da ja schließlich auch um eine Prügelei, die dann aber vor dem Zelt geschlichtet werden konnte, durch die Darstellerinnen von Marion und deren Freundin -warum auch immer- begleitet wurde und ohne jeglichen, dargestellten Dialog zwischen Rocker & Mädel endete. Aber ob unter diesen lederbehangenen Vokuhila-Modellen mit dem Sachverstand eines feuchten Zwiebacks auch ein Chris(sy) weilte, ist absolut nicht klar. Ein persönlicher Kontakt zwischen den Darstellerinnen und dieser Gruppe Evolutionsbremsen ist jedenfalls nicht erkennbar. Möglicherweise könnte auch versucht worden sein, eine Parallele zum Fall Sonja Hurler aufzuzeigen (auch da gab es ja einen MC, der damals überprüft wurde).
Höhenburg schrieb:Ich habe argumentiert, daß der Täter, angesichts der Tatsache, daß seine Morde im Anschluß an Festivitäten begangen wurden und seine DNS anderweitig bislang nicht aufgefallen ist, mit plausibler Wahrscheinlichkeit durch Alkohol oder Drogen stärker enthemmt wird als der Durchschnitt.
Aus meiner Erfahrung im Rettungsdienst und in der Klinik kenne ich nur zu gut die verschiedenen Stadien, in denen sich eine Person nach Alkoholgenuss und/oder Drogenkonsum befinden kann. Ja, es gibt Menschen, die nach einem kleinen Pils, einem Glas Wein oder nur vom riechen des Alkohols schon deutlich angezählt sind, weil sie das einfach nicht so vertragen/verarbeiten können, wie andere Menschen. Das ist aber schon eine große Ausnahme. Selbst Personen die nur sehr selten Alkohol zu sich nehmen, sind nach dem Konsum von nur einem Glas Bier/Wein/Sekt etc. i.d.R. nicht wirklich betrunken. Wenn du also davon ausgehst, dass jener Täter völlig enthemmt gehandelt hat, wird er sicher auch sonst durch sein Verhalten/Konsum aufgefallen sein. Er wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch gegenüber Marion nicht nüchtern, sondern eher befremdlich und abschreckend gewirkt haben. Die Übergriffigkeit hätte sich -nach meiner Erfahrung- nicht erst auf der Baustelle gezeigt.
Höhenburg schrieb:Der muß nicht saufen wie ein Loch, im Gegenteil, ich vermute der Täter gehört zu der Gruppe von Menschen die "e Schoppe" oder "e Värtele" trinken und dann nicht annähernd betrunken, aber völlig enthemmt sind.
Er muss nicht saufen wie ein Loch, denn seine Wesensveränderung und übergriffiges, auffälliges Verhalten wird schon früher deutlich wahrnehmbar gewesen sein, wenn deine Vermutung zutrifft. Die Frage ist daher warum sich Marion auf so eine Begleitung hätte einlassen sollen?
Höhenburg schrieb:Ich habe weiter oben und auch in früheren Beiträgen stets argumentiert, daß Chris/Freund XY/Bekannter xy/Nachbar xy mit Marion bis an den Ortsrand gefahren ist, um noch ein bißchen zu quatschen und zu knutschen, bevor er sie zuhause absetzt.
Dafür muß man nicht aus dem Auto austeigen oder sich weit von einem Motorrad entfernen! Und wie ich nur einen Abschnitt weiter oben argumentiere, kam es zum Mord weil dieser Idiot an diesem Tag völlig enthemmt war.
Also jetzt doch Auto oder Sozius vom Moped? Trotz des Alkohols den er angeblich nicht vertrug und ihn enthemmte? Ist doch aus Tätersicht unrealistisch, wenn er Sex mit Marion haben wollte. Da sucht er sich doch keine Baustelle mit Dreck, Sand und Steinen als Umgebung. Überzeugt mich nicht.
Der_Schwabe schrieb:Warum soll er sich nach dem Mord als Zeuge melden? Vielleicht hatte er zur Aufklärung des Falles nichts beizutragen und wollte nicht in diese Sache hineingezogen werden.
Ja richtig! Es ist ja auch überhaupt mal die Frage, ob er überhaupt eine Beziehung mit Marion hatte von der er gewusst hat?! Vielleicht hat sie ihn mal im Urlaub am Strand gesehen und seither beherrschte er ihre Phantasie. Man weiß es nicht. Das er weder identifiziert werden konnte, noch sich selbst melde ist mMn eher ein Zeichen dafür, dass es zwischen ihm und Marion nie einen nennenswerten Kontakt gegeben hat.
Der_Schwabe schrieb:(...) was mich hier immer wieder stutzig macht ist die Tatsache, dass er so einfach von der Bildfläche verschwinden konnte. Keiner aus Marions Umfeld schien ihn zu kennen. Ich sage jetzt mal leicht übertrieben "niemand in Zirndorf" schien irgendwas über ihn zu wissen. Und ich finde gerade die Beschreibungsmerkmale "hellblondes Haar" und "Sprachfehler" schon markant.
Meiner Meinung nach ist es naheliegend, dass er nie in der Form existiert hat, wie sich das manche User hier vorstellen. Wäre er Teil des Städtchens gewesen, der Sohn von "XY" und wäre er jemals mit Moped, rotem Helm und Sprachfehler irgendwo in Erscheinung getreten, er wäre 1000%tig identifiziert worden. Davon bin ich absolut überzeugt. Er verschwand also mMn nicht plötzlich nach der Tat von der Bildfläche. Er war nie auf der Bildfläche.