Boho schrieb:Wäre auch mein Gedanke....um vor die Tür zu kommen, hätte es zig andere "vagere" Ausreden gegeben.
M.E. nicht so unplausibel - je nach Gewohnheiten, familiären Verhältnissen kann eine solche Ausrede unauffäliger sein.
Ausrede "mit dem besten Freund treffen"? Schlecht, wenn sich die Familien sehr gut kennen und ggf. gleich telefoniert wird oder verlangt wird sich zu Hause zu treffen.
Ausrede "spazieren gehen"? Schlecht wenn es unüblich ist oder dann jemand mitkommen will (Elternteil) oder jemand mitgenommen werden soll (Geschwister, Hund falls vorhanden).
Auch gleich länger weg bleiben, länger etwas in der Schule... kann funktionieren oder auch nicht.
Boho schrieb: Zudem hier ja dann die neue Uniform irgendwann hätte vorgezeigt werden müssen.
Auch das hängt m.E. vom konkreten Ablauf in dem Verein ab. Nimmt man die Uniformen gleich mit nach Hause? Dann wäre es eine schlechte Ausrede.
Gibt es sowieso derzeit neue? Kann man einfach sagen "Nein, die hat mir nicht gepasst" o.ä.?
Wenn ich nur an harmlose (!) Kindheits- und Jugendausreden zurückdenke um sich mit jemandem zu treffen oder etwas zu besorgen:
Was in der einen Familie sehr gut passte, wäre in einer anderen rein gar nicht durchgegangen, da es sich nicht in typische Gewohnheiten und Abläufe eingefügt hätte.
Auf dem Foto in Uniform sieht er stolz wie Bolle aus - wäre also sicher ein gutes Lockmittel für eine Falle.
Und die Hektik kann davon herrühren, dass er eben schnell dahin befohlen wurde, nach dem Motto "komm jetzt sofort, die sind hier zur Anprobe, wenn Du nicht in X Minuten da bist, kriegst Du keine"
Auch das ist selbstverständlich möglich. Eine fremde Person könnte von der Vereinsmitgliedschaft wissen (Zeitung, Bekannte, ggf. Internetsuche, "es spricht sich herum"), und auch sich als jemand ausgeben halte ich für leicht möglich.
Bisher erinnert mich das auch an den Fall Luise.
Ja. Dort war es zunächst ein freiwilliges Treffen (und m.W. auch von Luise korrekt ihren Eltern gegenüber angegeben wo sie sich mit wem trifft). Die Tat wurde auf dem Rückweg begangen.