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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

53 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Cold Case, Dattenfeld ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 14:22
Zitat von RotkäppchenRotkäppchen schrieb:Kirmes früher war.
Ich kenne die Kirmes nur "auf dem Greent" unten an der Sieg...

Apropos Sieg...Ein Verunfallen an/ in der Sieg ggf. auch im Bereich des Möglichen!?
Oft hat die Sieg ja auch im Mai noch einen höheren Pegelstand...wie war das im Jahr 1973? Kann man das nachforschen...?


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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 14:22
Um Isolde auch hier ein Gesicht zu geben:

Vermisste 3903 1a

Dies und ein weiteres Bild ist hierzu finden:
https://polizei.nrw/fahndung/197089


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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 14:54
Hallo an @alle,

ich wundere mich gerade, Isolde verschwand am Sonntag, dem 20. Mai 1973. Sie musste doch bestimmt am nächsten Tag in die Schule gehen, warum haben die Eltern denn nicht schon am Sonntagabend Alarm geschlagen?


Wir wissen allerdings im Moment überhaupt noch Nichts über das familiäre Umfeld und über Isolde im Allgemeinen. Gab es in den letzten 50 Jahren irgendwelche Bemühungen der Familie oder der Kripo den Fall nochmals aufzurollen. Kann sich Jemand erinnern, ob der Fall mal bei XY oder irgendeinem anderen Fernsehformat vorgestellt wurde?


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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 15:00
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:ich wundere mich gerade, Isolde verschwand am Sonntag, dem 20. Mai 1973. Sie musste doch bestimmt am nächsten Tag in die Schule gehen, warum haben die Eltern denn nicht schon am Sonntagabend Alarm geschlagen?
Siehe
Zitat von RotkäppchenRotkäppchen schrieb:Ich habe mich das auch gefragt.
Allerdings geht ja nicht hervor, wann sie daheim erwartet wurde. Vielleicht wurde man erst spät abends unruhig, als sie nicht kam und ist dann am nächsten Tag zur Polizei.
Oder
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich würde auch denken, dass am nächsten Tag jetzt nicht sooo spät ist. Womöglich hat man ja auch erst einmal bei Freunden und Verwandten gefragt, weil man es für möglich hielt, dass sie irgendwo übernachtet. Und dann war die nächste Polizeistation vielleicht auch schon geschlossen, so dass man am anderen Tag morgens direkt hingegangen ist.
Zitat von PrinzregentPrinzregent schrieb:Die genannte Uhrzeit der letzten Sichtung am Sonntag ist die klassische " Frühschoppenzeit"...dann entsprechendes "Altersklientel" eher zu erwarten...
@Prinzregent den Beitrag hatte ich übersehen, hatte das aber auch schon im Eingangsposting angedacht und stimme dir zu.
Zitat von RotkäppchenRotkäppchen schrieb:Sonntags fing bei uns die "Kirmes" immer schon vormittags an. Eigentlich kein Jugendtreff, das war eher samstagsabends. ich denke, dass es in Dattenfeld ähnlich gewesen sein dürfte.
Sonntagsmorgens schlief die "ältere" Jugend wahrscheinlich noch und hatte vielleicht auch abends zuvor das nötige Kleingeld schon ausgegeben. Also vielleicht eher uninteressant für das Klientel.
Sonntagmorgen waren da eher Erwachsene, ältere Leute zum Frühschoppen. Oder Kinder, die Karussell oder Autoscooter fahren wollten und zum Mittagessen wieder daheim waren. Daher tippe ich persönlich, im Falle eines Gewaltverbrechens, eher auf eine ältere Person.



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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 15:08
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Und dann war die nächste Polizeistation vielleicht auch schon geschlossen, so dass man am anderen Tag morgens direkt hingegangen ist.
Wie war das im Jahre 1973 im Westen, da gab es doch schon Telefon und konnte man da nicht auch bei der Polizei, vielleicht auch schon Polizeiruf 110, anrufen?

Ich bin zwar aus dem Osten, wir hatten damals schon lange ein Telefon im Haus, meine Eltern hätten da hundertprozentig nicht bis zum nächsten Tag gewartet! Aber wir kennen ja leider die Ermittlungsakten NICHT!


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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 15:13
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Sie musste doch bestimmt am nächsten Tag in die Schule gehen, warum haben die Eltern denn nicht schon am Sonntagabend Alarm geschlagen?
Bis jetzt wurde ja nur berichtet, dass sie am nächsten Tag bei der Polizei als vermisst gemeldet wurde.

Ob und was genau die Familie an dem besagten Sonntag gemacht hat, wissen wir nicht.

Nur weil nichts darüber berichtet wurde, muss das aber noch nicht heißen, dass da gar nichts passiert ist. Eine private Suchaktion, das Abtelefonieren von Krankenhäusern, Verwandten bzw. Freunden usw. wären ja zumindest denkbar.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Wie war das im Jahre 1973 im Westen, da gab es doch schon Telefon und konnte man da nicht auch bei der Polizei, vielleicht auch schon Polizeiruf 110, anrufen?
Natürlich konnte man das. Aber vielleicht ist das ja auch passiert, und man hat den Eltern gesagt: "Nein, wir haben nichts gehört, aber warten sie doch mal ab, so ein Mädel, die kann sich doch auch einfach mal verspätet haben!" Das ist dann aber noch keine Vermisstenmeldung, die dann erst am nächsten Tag erfolgte.

Ich würde mich beim jetzigen Informationsstand jedenfalls mit irgendwelchen Vorwürfen an die Familie oder Mutmaßungen, dass das irgendwie schwierige Verhältnisse gewesen wären, sehr zurückhalten. Dafür wissen wir zu wenig über die genauen Umstände.


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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 15:17
Ich finde es nicht richtig, das familiäre Umfeld jetzt in Frage zu stellen, ohne genauere Hintergründe zu kennen.
Wir wissen nichtmals, ob sie ein Telefon hatten.

https://www.steiger-stiftung.de/wer-wir-sind/unsere-geschichte/notrufnummer-112-geschichte/
Seit 1956 gibt es in Deutschland zwar die Notrufnummern 110/112 – allerdings waren sie zunächst nur in wenigen Großstädten verfügbar. Damit blieben große Teile der Bundesrepublik ohne zuverlässige Notfallversorgung.

....

Dadurch wird der Druck auf die politischen Entscheidungsträger so groß, dass die Ministerpräsidentenkonferenz am 20. September 1973 im Beisein des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt schließlich die bundesweite Einführung der Notrufnummern 110/112 beschließt. 



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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 15:33
Dadurch wird der Druck auf die politischen Entscheidungsträger so groß, dass die Ministerpräsidentenkonferenz am 20. September 1973 im Beisein des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt schließlich die bundesweite Einführung der Notrufnummern 110/112 beschließt. 
Das ist eine ja interessante Info, genau 4 Monate nach dem Verschwinden von Isolde wurde also die Einführung der Notrufnummern beschlossen.
.
Zitat von RotkäppchenRotkäppchen schrieb:Ich finde es nicht richtig, das familiäre Umfeld jetzt in Frage zu stellen, ohne genauere Hintergründe zu kennen.
Wir wissen nichtmals, ob sie ein Telefon hatten.
Deshalb schrieb ich ja auch...
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Aber wir kennen ja leider die Ermittlungsakten NICHT!



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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 15:37
Ich schließe mich @brigittsche an und halte es für durchaus möglich, dass sie erst einmal eigenständig versucht haben, herauszufinden, wo sie ist. Ich weiß auch nicht, wo damals die nächste Polizeiwache war. Gab es die in Rosbach schon? Ansonsten würde ich Eitorf vermuten. Die Frage ist aber, wie diese besetzt waren.


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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 15:50
Ich muss gerade an den Fall der 13-jährigen Marion Baier aus Zirndorf denken. Sie verschwand ja auch an einem Sonntag, da fand im Ort bekanntlich das Fischerfest statt. Da dachten die Eltern, dass das Mädchen bei der Oma übernachten wollte, deshalb fiel das Verschwinden den Eltern auch erst am Montag auf.

So hätte es ja theoretisch auch im Fall Isolde Becker sein können? 🤔


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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 15:51
Zitat von RotkäppchenRotkäppchen schrieb:halte es für durchaus möglich, dass sie erst einmal eigenständig versucht haben, herauszufinden, wo sie ist.
Noch zumal wenn es möglicherweise nicht ganz so einfach war, die Polizeiwache aufzusuchen und man dort sowieso nur auf zwei "Dorfsheriffs" getroffen wäre, die sowieso nicht viel tun konnten außer mit ihrem VW Käfer die Landstraße abfahren.

Da kann es sein, dass man einer privaten Suchaktion mit Freunden und Verwandten eine größere Chance auf Erfolg beigemessen hat.

Auch (!) könnte (!) ein damals vielleicht noch zu großer Respekt vor der Polizei ("Wer weiß, am Ende steht sie gleich wieder vor der Tür und wir bekommen Ärger, weil wir die Polizei unnötig belästigt haben!") dazu geführt haben, dass man es "Erstmal selbst versucht"
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:So hätte es ja theoretisch auch im Fall Isolde Becker sein können? 🤔
Gut möglich.


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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 16:46
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Noch zumal wenn es möglicherweise nicht ganz so einfach war, die Polizeiwache aufzusuchen und man dort sowieso nur auf zwei "Dorfsheriffs" getroffen wäre, die sowieso nicht viel tun konnten außer mit ihrem VW Käfer die Landstraße abfahren
Ich denke, dem war tatsächlich so. Vielleicht hatte man auch noch Angst, welche Konsequenzen das hätte haben können, wenn das Kind dann doch aufgetaucht wäre, worauf man vermutlich gehofft hatte. Gerede der Leute, unerzogenes Kind etc., Dorfgetratsche halt.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ich muss gerade an den Fall der 13-jährigen Marion Baier aus Zirndorf denken. Sie verschwand ja auch an einem Sonntag, da fand im Ort bekanntlich das Fischerfest statt. Da dachten die Eltern, dass das Mädchen bei der Oma übernachten wollte, deshalb fiel das Verschwinden den Eltern auch erst am Montag auf.
Guter Punkt, der war übrigens auch 1973, oder?
Sonja Hurler 1981, meine ich.


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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 16:56
Zitat von RotkäppchenRotkäppchen schrieb:Guter Punkt, der war übrigens auch 1973, oder?
Sonja Hurler 1981, meine ich.
Marion Baier - 01./02.07.1973 - Zirndorf
Sonja Hurler - 04.07.1981 - Kempten

Wenn man jetzt noch die Leiche von Isolde Becker hätte und eine DNA - Bingo!


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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 17:17
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Wenn man jetzt noch die Leiche von Isolde Becker hätte und eine DNA - Bingo!
Wahrscheinlich gibt es keine Unterlagen mehr über Camper damals... man müsste mal die mit Bezug zu Süddeutschland überprüfen.


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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 17:24
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Wie war das im Jahre 1973 im Westen, da gab es doch schon Telefon und konnte man da nicht auch bei der Polizei, vielleicht auch schon Polizeiruf 110, anrufen?
Nein, nicht unbedingt jeder hatte da schon einen Hausanschluss, war auch teuer – man ging häufig noch zur Telefonzelle (mit entsprechender Warteschlange und dem Hinweis: "Fasse Dich kurz!"). Das Selbstwählsystem ist auch erst Anfang der Siebziger vollständig zum Standard geworden.


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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 17:32
Zitat von soomasooma schrieb:Nein, nicht unbedingt jeder hatte da schon einen Hausanschluss
Meine Großeltern hatten schon kurz nach dem Krieg einen Telefonanschluss, weil sie eine kleinen Handwerksbetrieb hatten. Als Kind kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, zu uns kamen alle Nachbarn der Straße und durften telefonieren!


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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 17:38
Zitat von soomasooma schrieb:Nein, nicht unbedingt jeder hatte da schon einen Hausanschluss, war auch teuer – man ging häufig noch zur Telefonzelle (mit entsprechender Warteschlange und dem Hinweis: "Fasse Dich kurz!").
Aber wenn es wirklich darum gegangen wäre, dass man die Polizei rufen will weil die Tochter nicht nach Hause gekommen ist, würde man schon irgendwo ein Telefon gefunden haben. Und da hätten ja sicher auch Nachbarn mit Telefon Verständnis gehabt, wenn man spät am Abend noch klingelt und fragt, ob man mal telefonieren darf.

Deshalb vermute ich eher, dass man dachte: "Die könne ja eh' nichts machen!" oder "Lieber nicht, wer weiß, am Ende kommt sie gleich doch noch und wir kriegen dann Ärger, weil wir unnötig die Polizei gerufen haben..."

Damals hatten viele Leute eher noch einen zu starken Respekt vor der Polizei.


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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 17:39
Zitat von RotkäppchenRotkäppchen schrieb:Wahrscheinlich gibt es keine Unterlagen mehr über Camper damals... man
Ich glaube, da etwas nachzuvollziehen, das wird ein Ding der Unmöglichkeit...war ja damals glaube ich in Dattenfeld an der Sieg nicht organisiert...so mit Stellplatzvergabe oder ähnlichem...da wird es überhaupt keine Unterlagen gegeben haben...und dazu auch immer mal wieder internationales Klientel dabei...bspw. NL...

Höchstens sind vielleicht mit viel Glück bei den Älteren regelmäßig wiederkehrende Camper, erinnerbar, die gerade zu solchen Festen anreisen und vielleicht auch Bekanntschaften im Dorf geschlossen haben...


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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 17:55
...aber falls dies eine Spur von Interesse sein könnte, könnte man sicher Näheres zum Campen dort an der Sieg beim Bürger- und Verschönerungsverein Dattenfeld 1900 e.V. erfragen. Eine seiner wesentlichen Aufgaben seit Gründung ist die "Hebung des Fremdenverkehrs“...


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Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg

um 18:06
Hallo @Rotkäppchen,
da ich ja wie du weißt aus einer ganz anderen Ecke komme und dazu auch noch nicht geboren war, kann ich dazu sowieso nicht viel sagen.
Man wünscht sich natürlich für jeden Fall, dass er aufgeklärt wird und soweit es geht Gerechtigkeit stattfindet.

Dennoch ist das hier so ein Fall der berührt.
Es wäre schön, wenn sich Personen finden würden, welche die Geschichte von Isolde weitererzählen könnten, falls ihr selbst das nicht mehr möglich war,
oder ist.
Mal abgesehen davon, dass es 1973 noch viele forensische Möglichkeiten gar nicht gab, wie wurde damals in solchen Fällen eigentlich ermittelt?
Was waren gängige Methoden?
Wie wurde das Nahumfeld eines verschwundenen Menschen untersucht, oder zu wem er zusätzlich Kontakt gehabt haben könnte?
Wie z.B. Gäste eines Campingplatzes, sofern es diesen schon gab.
Wie haben Polizeidienststellen/ Kriminalkommissariate vor über 50 Jahren z.B. Hinweise von anderen Dienststellen erhalten (außer durch öffentliche Aufrufe)?
Nach so langer Zeit wird eine lückenlose Aufklärung nur schwer möglich sein, aber ich hoffe doch sehr, dass das Mädchen auf dem Foto immerhin mehr Worte erhält, was mit ihm geschehen ist.


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