Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?
um 19:13Das sollte man nicht zu ernst sehen. Wenn man mal in den Postmortem-Fotografie-Thread geschaut hat, dann war das zumindest früher gar nicht so selten. Welche Gedanken sich dabei die Krankenschwester machte, kann man nicht wissen.sunnyd schrieb:Wo sich mir die Fußnägel aufgerollt haben, war ihr Vorschlag mit dem Foto bei den Drillingen, also ein lebendes mit seinen zwei toten Geschwistern.
Auch werden Zeugen bei solchen Verdacht entsprechend die Situationen anders sehen und ein in ihren Augen nicht angemessenes Verhalten dann hervorkehren. Jeder Mensch ist jedoch anders und reagiert auch entsprechend in der gleichen Situation unterschiedlich.
In so einem Fall wird alles vorgekramt, alles was ungewöhnlich erscheint, wird als belastend angesehen. Da sind heutige Verfahren nicht weit entfernt von Hexenprozessen. Gerade dann, wenn wirklich harte Indizien fehlen (siehe auch Fall Hanna W.).
Die Notizen sind jedoch widersprüchlich. Die Frage ist, in welchem Zusammenhang und Verfassung wurden die Notizen geschrieben, welche scheinbar belastend sein sollen.sunnyd schrieb:Die Notizen von LL finde ich natürlich sehr belastend.
Litt sie evtl. unter Depressionen? Weiß da jemand etwas darüber?
Depressionen zeigen sich manchmal auch als Selbstbezichtigungen, da werden Erlebnisse aus dem frühen Leben hervorgeholt und derjenige fühlt sich in einer solchen Phase als ein furchtbar schlechter Mensch. Die Dinge können durchaus irrational sein.
Das könnte allein schon einiges erklären. Es kann immer sein, dass etwas übersehen wurde, was diese auffälligen Situationen auch anders erklären können. Statistiken sind in einem solchen Fall dann ein vollkommen ungeeignetes Mittel.sunnyd schrieb:Unverständlich sind mir die Hygiene- und Personalsituation sowie die fehlende technische Ausstattung der Klinik, gerade auf der Frühgeborenenstation.


