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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?
um 00:38Ein Hallo in die Runde an
@Agrimony
@behind_eyes
@Ghostspider
@klara.verstand
@Rigel92
und alle anderen Mitleser!
Ich gehe hier auf einen Beitrag von @behind_eyes ein, aber halte das Folgende generell für sehr lesenswert.
Es geht um
Legen wir los:
Es wird tatsächlich angezweifelt, dass alle Zusammenbrüche so unerwartbar waren.
Ich bin geneigt hier eher auf die Expertise und Erfahrung der Ärzte vor Ort zu vertrauen, als den 14 medizinischen Experten des Expert Panels.
Zudem kannten erstere Lucy persönlich, und Menschenkenntnis, Bauchgefühl, Intuition sind zwar nicht gerichtsfest, aber deswegen nicht unbedingt falsch.
Möglicherweise machen die 14 Medizinexperten jetzt den gleichen Fehler wie zuvor Dr. Dewie Evans, nur in der anderen Richtung.
Deren führender Kopf Dr. Shoo Lee aus Kanada wird jedenfalls ziemlich deutlich:
Die 14 Experten fanden also keine Morde.
Weiter mit dem Artikel:
Übersetzung:
„Die Kindermörderin Lucy Letby hat keine Babys getötet, hat ein Gremium internationaler medizinischer Experten erklärt, das die Beweise in ihrem Fall überprüft hat.
Der Vorsitzende, Dr. Shoo Lee, sagte auf einer Pressekonferenz: ‚In allen Fällen waren Tod oder Verletzungen auf natürliche Ursachen oder einfach auf schlechte medizinische Versorgung zurückzuführen.‘“.
Weiter:
Übersetzung:
"Dr. Lee sagte, dass die 14 Experten – darunter medizinische Fachleute aus Kanada, den USA, Japan, Deutschland, Schweden und dem Vereinigten Königreich – 17 Fälle untersucht hätten, die im Zentrum der Anklage gegen Letby standen, und dabei einen „unparteiischen, evidenzbasierten Bericht“ erstellt hätten.".
Weiter:
Übersetzung:
"Der auf der Konferenz vorgestellte Bericht war laut Dr. Lee eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Expertengremiums; der vollständige Bericht werde an Letbys Anwaltsteam übergeben.
Dr. Lee legte nach eigenen Angaben sehr detaillierte Begründungen für jedes einzelne Baby vor, warum seiner Ansicht nach keiner der Morde stattgefunden habe.
Er fügte hinzu: „Wir haben keine Morde festgestellt. In allen Fällen waren Tod oder Verletzungen auf natürliche Ursachen oder einfach auf schlechte medizinische Versorgung zurückzuführen.“".
Weiter:
Übersetzung:
"„Unserer Ansicht nach – also nach medizinischer Einschätzung – stützen die medizinischen Beweise in keinem dieser Fälle die Annahme eines Mordes. Unser vollständiger Bericht wird später in diesem Monat an Lucys Strafverteidiger übergeben, und dann liegt es an ihm und den Gerichten zu entscheiden, wie weiter verfahren wird.“".
Weiter - und jetzt wird's spannend:
Übersetzung:
"Während des Prozesses gegen Letby bezog sich die Anklage auf eine wissenschaftliche Veröffentlichung von Dr. Lee aus dem Jahr 1989, die sich mit Fällen von Luftembolien befasste – also Verletzungen, die entstehen, wenn Luft in die Arterien oder Venen eines Babys gelangt. Anlass war, dass Mitarbeitende des Countess-of-Chester-Krankenhauses bei einigen Babys Hautverfärbungen beobachtet hatten.
In den Fällen, die Dr. Lee in seiner Studie analysierte, waren diese Verletzungen jedoch versehentlich entstanden.
Die Anklage argumentierte, dass eine der Methoden, mit denen Letby Babys verletzt oder getötet habe, darin bestand, Luft in ihre Venen zu injizieren, und stützte sich dabei auf Dr. Lees Studie.
In der Veröffentlichung beschrieb Dr. Lee eine charakteristische Hautverfärbung, die in etwa 10 % der Fälle auftrat.
Auf der Pressekonferenz sagte Dr. Lee jedoch, dass in allen Fällen seiner Studie Luft in die Arterien der Babys injiziert worden sei – nicht in ihre Venen.
Er erklärte, dass die in der Studie beschriebene Hautverfärbung nicht auftreten könne, wenn Luft in die Venen injiziert werde.
Dr. Lee sagte außerdem, er habe seine wissenschaftliche Veröffentlichung kürzlich aktualisiert und dabei keinen einzigen Fall von Hautverfärbung gefunden, der mit einer Luftembolie über das venöse System in Verbindung steht.".
Den ganzen Artikel findet man hier: https://www.bbc.com/news/articles/cvgl5yyg1x6o
Aber Dr. Lee geht noch weiter, er fordert laut einem anderen Zeitungsbericht Lucy Letby umgehend aus dem Gefängnis zu entlassen, unter Hausarrest zu stellen und einen neuen Prozess durchzuführen:
Übersetzung:
"„Lucy Letby sollte sofort unter Hausarrest freigelassen werden“, fordert der Experte hinter der medizinischen Überprüfung
Lucy Letby sollte sofort unter Hausarrest freigelassen werden, bis ihr Fall vor Gericht erneut verhandelt wird, sagte der medizinische Experte, der im Zentrum ihrer Berufung steht, dem Telegraph.".
Also wem soll man jetzt als Laie vertrauen?
Dr. Evany Gutachten ist nicht mehr haltbar, das ist klar. Aber wie könnte Letby es dann angestellt haben?
Eine Besonderheit ist die bei den Zusammenbrüchen der Babys immer wieder aufgetretene Ursache, dass bei beatmeten Babys (Beatmungs ist bei Frühgeburten wohl üblich) die Atmung aussetzte, z. B. weil der Schlauch verrutscht war. Letby war grundsätzlich vor Ort, teilweise bei Babys für die sie gar nicht zuständig war, allein und mitunter ohne, dass die zuständige Pflegekraft sie darum gebeten hatte.
Meine Vermutung ist, als Laie wie gesagt und wohl gemerkt (!), dass sie schlicht an den Atmungsschläuchen manipuliert hat:
Übersetzung:
„‘Beatmungsschläuche gelöst’ während der Schichten von Lucy Letby vor den Tötungen, erfuhr die Untersuchung“
Am dritten Tag einer Untersuchung darüber, wie die Serienmörderin Lucy Letby in der Lage war, sieben Babys zu töten, sagte Richard Baker KC, dass die Verurteilungen gegen sie „nicht die ganze Geschichte erzählten“.
Während 40 % der von der Serienmörderin Lucy Letby in Liverpool geleisteten Ausbildungs-Schichten wurden Beatmungsschläuche „gelöst“, noch bevor sie Babys in einem anderen Krankenhaus in Chester ermordete oder zu ermorden versuchte, erfuhr eine Untersuchung.
Weiter:
Übersetzung:
"Am dritten Tag der Thirlwall-Untersuchung, die darauf abzielte zu klären, wie Letby, 34, ihre Verbrechen begehen konnte, wurde der Untersuchung mitgeteilt, dass das Liverpool Women’s Hospital eine Überprüfung durchgeführt hatte, die Fälle zeigte, in denen Beatmungsschläuche sich gelöst hatten.
Es wird davon ausgegangen, dass Letby zwischen Oktober und Dezember 2012 sowie Januar und Februar 2015 zwei Arbeitspraktika in diesem Krankenhaus absolvierte.
In seiner Eröffnungsrede am Donnerstag sagte Richard Baker KC, der neun Familien vertritt, dass Zusammenbrüche auf neonatologischen Stationen mit „ungewöhnlichen“ Komplikationen wie dem Lösen von Endotrachealtuben „selten“ seien.
„Dies kommt im Allgemeinen in weniger als 1 % der Schichten vor“, sagte er der Untersuchung.
„Sie werden hören, dass eine Überprüfung des Liverpool Women’s Hospital ergab, dass während der Zeit, in der Lucy Letby dort arbeitete, Beatmungsschläuche in 40 % der Schichten, die sie absolvierte, gelöst wurden.
„Man könnte sich fragen: Warum?“
Er fügte hinzu, dass die Anklagen und Verurteilungen gegen sie „nicht die ganze Geschichte erzählten“.
Die Aussage mit den 40 % wird übrigens - Ihr ahnt es schon - von Statistikern kritisiert bzw. als aussagelos betrachtet.
Aber weiter, und jetzt kommen wir endlich zu der potentiellen Tödlichkeit gelöster Beatmungsschläuche:
Übersetzung:
"Anfang dieses Jahres befand eine Jury Letby in einem Wiederaufnahmeverfahren des versuchten Mordes an einem Mädchen, bekannt als Kind K, für schuldig, indem sie im Februar 2016 absichtlich deren Beatmungsschlauch gelöst hatte.
Kind K wurde in ein Spezialkrankenhaus verlegt, wo sie drei Tage später starb."
Jetzt frage ich mich: War das ihre Methode, hat sie Beatmungsschläuche gelöst???
Der ganze Artikel findet sich hier: https://news.sky.com/story/breathing-tubes-dislodged-during-trainee-shifts-worked-by-lucy-letby-at-liverpool-hospital-prior-to-killings-13213518
Er berichtet von der Thirlwall inquiry, welche die Versäumnisse des Chester Hospitals in der Letby-Sache untersucht.
Es werden auch Vorwürfe an das Krankenhaus formuliert, zu spät und zu arglos während der Todesserie agiert zu haben (steht auch im Artikel):
Die Station hätte früher hausintern eskalieren müssen, das Personal hätte aufmerksamer/misstrauischer sein müssen, man hätte die Polizei früher einschalten müssen.
Ich bin noch in keinem Fall so hin und her gerissen gewesen, ob die verurteilte Person schuldig oder unschuldig ist, aber ich persönlich tendiere aktuell zu Morden.
@Agrimony
@behind_eyes
@Ghostspider
@klara.verstand
@Rigel92
und alle anderen Mitleser!
Ich gehe hier auf einen Beitrag von @behind_eyes ein, aber halte das Folgende generell für sehr lesenswert.
Es geht um
- die 14 Mediziner bzw. Mitglieder des Expert Panels, die Letby für unschuldig halten und sogar ihre sofortige Freilassung fordern sowie
- Auffälligkeiten, die Letby schon vor den angeblichen Angriffen und Morden von 17 Babys am Chester Hospital in einer anderen Klinik gezeigt haben soll.
Legen wir los:
Wie immer gibt es Gegenstimmen, gerade in diesem Fall:behind_eyes schrieb:Und das sollen mal jene Statistiker erklären, die das jetzt anfechten.
Es wird tatsächlich angezweifelt, dass alle Zusammenbrüche so unerwartbar waren.
Ich bin geneigt hier eher auf die Expertise und Erfahrung der Ärzte vor Ort zu vertrauen, als den 14 medizinischen Experten des Expert Panels.
Zudem kannten erstere Lucy persönlich, und Menschenkenntnis, Bauchgefühl, Intuition sind zwar nicht gerichtsfest, aber deswegen nicht unbedingt falsch.
Möglicherweise machen die 14 Medizinexperten jetzt den gleichen Fehler wie zuvor Dr. Dewie Evans, nur in der anderen Richtung.
– Keine Morde laut Expert Panel –
Deren führender Kopf Dr. Shoo Lee aus Kanada wird jedenfalls ziemlich deutlich:
Letby did not murder babies, medical experts claimQuelle: https://www.bbc.com/news/articles/cvgl5yyg1x6o
Die 14 Experten fanden also keine Morde.
Weiter mit dem Artikel:
Child killer Lucy Letby did not murder any babies, a panel of international medical experts reviewing evidence in her case has claimed.Quelle: Dito.
Chairman Dr Shoo Lee told a press conference "in all cases death or injury were due to natural causes or just bad medical care".
Übersetzung:
„Die Kindermörderin Lucy Letby hat keine Babys getötet, hat ein Gremium internationaler medizinischer Experten erklärt, das die Beweise in ihrem Fall überprüft hat.
Der Vorsitzende, Dr. Shoo Lee, sagte auf einer Pressekonferenz: ‚In allen Fällen waren Tod oder Verletzungen auf natürliche Ursachen oder einfach auf schlechte medizinische Versorgung zurückzuführen.‘“.
Weiter:
Dr Lee said the 14 experts, including medical professionals from Canada, the US, Japan, Germany, Sweden and the UK, had looked at 17 cases at the heart of Letby's prosecution and had compiled an "impartial evidence-based report".Quelle: Dito.
Übersetzung:
"Dr. Lee sagte, dass die 14 Experten – darunter medizinische Fachleute aus Kanada, den USA, Japan, Deutschland, Schweden und dem Vereinigten Königreich – 17 Fälle untersucht hätten, die im Zentrum der Anklage gegen Letby standen, und dabei einen „unparteiischen, evidenzbasierten Bericht“ erstellt hätten.".
Weiter:
The report presented at the conference was a summary of the panel's findings, and the full report would be submitted to Letby's legal team, Dr Lee said.Quelle: Dito.
Dr Lee provided what he said were highly detailed grounds baby-by-baby for concluding that none of the murders occurred.
He added: "We did not find any murders. In all cases, death or injury were due to natural causes or just bad medical care."
Übersetzung:
"Der auf der Konferenz vorgestellte Bericht war laut Dr. Lee eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Expertengremiums; der vollständige Bericht werde an Letbys Anwaltsteam übergeben.
Dr. Lee legte nach eigenen Angaben sehr detaillierte Begründungen für jedes einzelne Baby vor, warum seiner Ansicht nach keiner der Morde stattgefunden habe.
Er fügte hinzu: „Wir haben keine Morde festgestellt. In allen Fällen waren Tod oder Verletzungen auf natürliche Ursachen oder einfach auf schlechte medizinische Versorgung zurückzuführen.“".
Weiter:
"In our opinion, the medical opinion, the medical evidence doesn't support murder in any of these babies. "Our full report will go to Lucy's barrister later this month, and then it'll be up to him and the courts to decide what next to do."Quelle: Dito.
Übersetzung:
"„Unserer Ansicht nach – also nach medizinischer Einschätzung – stützen die medizinischen Beweise in keinem dieser Fälle die Annahme eines Mordes. Unser vollständiger Bericht wird später in diesem Monat an Lucys Strafverteidiger übergeben, und dann liegt es an ihm und den Gerichten zu entscheiden, wie weiter verfahren wird.“".
Weiter - und jetzt wird's spannend:
During Letby's trial, the prosecution referred to the 1989 paper by Dr Lee that looked at cases of air embolus, referring to injuries caused when air is injected into a baby's arteries or veins after staff at the Countess of Chester reported skin discoloration on some of the babies.Quelle: Dito
In the cases Dr Lee analysed in his paper, those injuries had happened accidentally.
The prosecution argued that one of the methods Letby used to injure or kill babies was to inject air into their veins and used Dr Lee's paper to back that claim.
In the paper, Dr Lee described a distinct discoloration on the babies' skin in 10% of cases.
However, at the press conference Dr Lee said in all of the cases in his paper air was injected into the babies' arteries, not their veins.
He said that the skin discolouration described in the paper was not possible when air was injected into the veins.
Dr Lee said he had recently updated his academic paper and found no cases of skin discolouration linked to air embolism by the venous system.
Übersetzung:
"Während des Prozesses gegen Letby bezog sich die Anklage auf eine wissenschaftliche Veröffentlichung von Dr. Lee aus dem Jahr 1989, die sich mit Fällen von Luftembolien befasste – also Verletzungen, die entstehen, wenn Luft in die Arterien oder Venen eines Babys gelangt. Anlass war, dass Mitarbeitende des Countess-of-Chester-Krankenhauses bei einigen Babys Hautverfärbungen beobachtet hatten.
In den Fällen, die Dr. Lee in seiner Studie analysierte, waren diese Verletzungen jedoch versehentlich entstanden.
Die Anklage argumentierte, dass eine der Methoden, mit denen Letby Babys verletzt oder getötet habe, darin bestand, Luft in ihre Venen zu injizieren, und stützte sich dabei auf Dr. Lees Studie.
In der Veröffentlichung beschrieb Dr. Lee eine charakteristische Hautverfärbung, die in etwa 10 % der Fälle auftrat.
Auf der Pressekonferenz sagte Dr. Lee jedoch, dass in allen Fällen seiner Studie Luft in die Arterien der Babys injiziert worden sei – nicht in ihre Venen.
Er erklärte, dass die in der Studie beschriebene Hautverfärbung nicht auftreten könne, wenn Luft in die Venen injiziert werde.
Dr. Lee sagte außerdem, er habe seine wissenschaftliche Veröffentlichung kürzlich aktualisiert und dabei keinen einzigen Fall von Hautverfärbung gefunden, der mit einer Luftembolie über das venöse System in Verbindung steht.".
Den ganzen Artikel findet man hier: https://www.bbc.com/news/articles/cvgl5yyg1x6o
Aber Dr. Lee geht noch weiter, er fordert laut einem anderen Zeitungsbericht Lucy Letby umgehend aus dem Gefängnis zu entlassen, unter Hausarrest zu stellen und einen neuen Prozess durchzuführen:
Release Lucy Letby under house arrest immediately, urges expert behind medical reviewQuelle: https://www.yahoo.com/news/release-lucy-letby-under-house-060200994.html
Lucy Letby should be released immediately under house arrest until her case is reheard in the courts, the medical expert at the heart of her appeal has told The Telegraph.
Übersetzung:
"„Lucy Letby sollte sofort unter Hausarrest freigelassen werden“, fordert der Experte hinter der medizinischen Überprüfung
Lucy Letby sollte sofort unter Hausarrest freigelassen werden, bis ihr Fall vor Gericht erneut verhandelt wird, sagte der medizinische Experte, der im Zentrum ihrer Berufung steht, dem Telegraph.".
Also wem soll man jetzt als Laie vertrauen?
Dr. Evany Gutachten ist nicht mehr haltbar, das ist klar. Aber wie könnte Letby es dann angestellt haben?
– Gelöste Beatmungsschläuche in Letby-Schichten –
Eine Besonderheit ist die bei den Zusammenbrüchen der Babys immer wieder aufgetretene Ursache, dass bei beatmeten Babys (Beatmungs ist bei Frühgeburten wohl üblich) die Atmung aussetzte, z. B. weil der Schlauch verrutscht war. Letby war grundsätzlich vor Ort, teilweise bei Babys für die sie gar nicht zuständig war, allein und mitunter ohne, dass die zuständige Pflegekraft sie darum gebeten hatte.
Meine Vermutung ist, als Laie wie gesagt und wohl gemerkt (!), dass sie schlicht an den Atmungsschläuchen manipuliert hat:
'Breathing tubes dislodged' during Lucy Letby shifts prior to killings, inquiry toldQuelle: https://news.sky.com/story/breathing-tubes-dislodged-during-trainee-shifts-worked-by-lucy-letby-at-liverpool-hospital-prior-to-killings-13213518
On the third day of an inquiry into how serial killer Lucy Letby was able to murder seven babies, Richard Baker KC said the convictions against her "did not tell the full story".
Breathing tubes became "dislodged" during 40% of trainee shifts worked by serial killer Lucy Letby in Liverpool, prior to the murder and attempted murder of babies at another hospital in Chester, an inquiry has heard.
Übersetzung:
„‘Beatmungsschläuche gelöst’ während der Schichten von Lucy Letby vor den Tötungen, erfuhr die Untersuchung“
Am dritten Tag einer Untersuchung darüber, wie die Serienmörderin Lucy Letby in der Lage war, sieben Babys zu töten, sagte Richard Baker KC, dass die Verurteilungen gegen sie „nicht die ganze Geschichte erzählten“.
Während 40 % der von der Serienmörderin Lucy Letby in Liverpool geleisteten Ausbildungs-Schichten wurden Beatmungsschläuche „gelöst“, noch bevor sie Babys in einem anderen Krankenhaus in Chester ermordete oder zu ermorden versuchte, erfuhr eine Untersuchung.
Weiter:
On the third day of the Thirlwall inquiry looking into how Letby, 34, was able to commit her crimes, the inquiry was told that Liverpool Women's Hospital had carried out an audit showing cases of breathing tubes becoming dislodged.Quelle: Dito
Letby is understood to have carried out two work placements at the hospital between October and December 2012, and January and February 2015.
In his opening statement on Thursday, Richard Baker KC, representing nine families, said collapses in neonatal units involving "unusual" complications such as dislodgement of endotracheal tubes are "uncommon".
"It generally occurs in less than 1% of shifts," he told the inquiry.
"You will hear that an audit carried out by Liverpool Women's Hospital recorded that whilst Lucy Letby was working there, dislodgement of endotracheal tubes occurred in 40% of shifts that she worked.
"One may wonder: why?"
He added that the indictments and convictions against her "did not tell the full story".
Übersetzung:
"Am dritten Tag der Thirlwall-Untersuchung, die darauf abzielte zu klären, wie Letby, 34, ihre Verbrechen begehen konnte, wurde der Untersuchung mitgeteilt, dass das Liverpool Women’s Hospital eine Überprüfung durchgeführt hatte, die Fälle zeigte, in denen Beatmungsschläuche sich gelöst hatten.
Es wird davon ausgegangen, dass Letby zwischen Oktober und Dezember 2012 sowie Januar und Februar 2015 zwei Arbeitspraktika in diesem Krankenhaus absolvierte.
In seiner Eröffnungsrede am Donnerstag sagte Richard Baker KC, der neun Familien vertritt, dass Zusammenbrüche auf neonatologischen Stationen mit „ungewöhnlichen“ Komplikationen wie dem Lösen von Endotrachealtuben „selten“ seien.
„Dies kommt im Allgemeinen in weniger als 1 % der Schichten vor“, sagte er der Untersuchung.
„Sie werden hören, dass eine Überprüfung des Liverpool Women’s Hospital ergab, dass während der Zeit, in der Lucy Letby dort arbeitete, Beatmungsschläuche in 40 % der Schichten, die sie absolvierte, gelöst wurden.
„Man könnte sich fragen: Warum?“
Er fügte hinzu, dass die Anklagen und Verurteilungen gegen sie „nicht die ganze Geschichte erzählten“.
Die Aussage mit den 40 % wird übrigens - Ihr ahnt es schon - von Statistikern kritisiert bzw. als aussagelos betrachtet.
Aber weiter, und jetzt kommen wir endlich zu der potentiellen Tödlichkeit gelöster Beatmungsschläuche:
Earlier this year, a jury found Letby guilty at retrial of attempting to murder a baby girl known as Child K by deliberately dislodging her breathing tube in February 2016. Child K was transferred to a specialist hospital where she died three days later.Quelle: Dito.
Übersetzung:
"Anfang dieses Jahres befand eine Jury Letby in einem Wiederaufnahmeverfahren des versuchten Mordes an einem Mädchen, bekannt als Kind K, für schuldig, indem sie im Februar 2016 absichtlich deren Beatmungsschlauch gelöst hatte.
Kind K wurde in ein Spezialkrankenhaus verlegt, wo sie drei Tage später starb."
Jetzt frage ich mich: War das ihre Methode, hat sie Beatmungsschläuche gelöst???
Der ganze Artikel findet sich hier: https://news.sky.com/story/breathing-tubes-dislodged-during-trainee-shifts-worked-by-lucy-letby-at-liverpool-hospital-prior-to-killings-13213518
Er berichtet von der Thirlwall inquiry, welche die Versäumnisse des Chester Hospitals in der Letby-Sache untersucht.
Es werden auch Vorwürfe an das Krankenhaus formuliert, zu spät und zu arglos während der Todesserie agiert zu haben (steht auch im Artikel):
Die Station hätte früher hausintern eskalieren müssen, das Personal hätte aufmerksamer/misstrauischer sein müssen, man hätte die Polizei früher einschalten müssen.
Ich bin noch in keinem Fall so hin und her gerissen gewesen, ob die verurteilte Person schuldig oder unschuldig ist, aber ich persönlich tendiere aktuell zu Morden.


