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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

73 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: England, Krankenschwester, Lucy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 00:38
Ein Hallo in die Runde an

@Agrimony
@behind_eyes
@Ghostspider
@klara.verstand
@Rigel92

und alle anderen Mitleser!


Ich gehe hier auf einen Beitrag von @behind_eyes ein, aber halte das Folgende generell für sehr lesenswert.

Es geht um

  • die 14 Mediziner bzw. Mitglieder des Expert Panels, die Letby für unschuldig halten und sogar ihre sofortige Freilassung fordern sowie

  • Auffälligkeiten, die Letby schon vor den angeblichen Angriffen und Morden von 17 Babys am Chester Hospital in einer anderen Klinik gezeigt haben soll.



Legen wir los:
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Und das sollen mal jene Statistiker erklären, die das jetzt anfechten.
Wie immer gibt es Gegenstimmen, gerade in diesem Fall:

Es wird tatsächlich angezweifelt, dass alle Zusammenbrüche so unerwartbar waren.

Ich bin geneigt hier eher auf die Expertise und Erfahrung der Ärzte vor Ort zu vertrauen, als den 14 medizinischen Experten des Expert Panels.

Zudem kannten erstere Lucy persönlich, und Menschenkenntnis, Bauchgefühl, Intuition sind zwar nicht gerichtsfest, aber deswegen nicht unbedingt falsch.

Möglicherweise machen die 14 Medizinexperten jetzt den gleichen Fehler wie zuvor Dr. Dewie Evans, nur in der anderen Richtung.


– Keine Morde laut Expert Panel –




Deren führender Kopf Dr. Shoo Lee aus Kanada wird jedenfalls ziemlich deutlich:
Letby did not murder babies, medical experts claim
Quelle: https://www.bbc.com/news/articles/cvgl5yyg1x6o

Die 14 Experten fanden also keine Morde.


Weiter mit dem Artikel:
Child killer Lucy Letby did not murder any babies, a panel of international medical experts reviewing evidence in her case has claimed.

Chairman Dr Shoo Lee told a press conference "in all cases death or injury were due to natural causes or just bad medical care".
Quelle: Dito.

Übersetzung:

„Die Kindermörderin Lucy Letby hat keine Babys getötet, hat ein Gremium internationaler medizinischer Experten erklärt, das die Beweise in ihrem Fall überprüft hat.

Der Vorsitzende, Dr. Shoo Lee, sagte auf einer Pressekonferenz: ‚In allen Fällen waren Tod oder Verletzungen auf natürliche Ursachen oder einfach auf schlechte medizinische Versorgung zurückzuführen.‘“.


Weiter:
Dr Lee said the 14 experts, including medical professionals from Canada, the US, Japan, Germany, Sweden and the UK, had looked at 17 cases at the heart of Letby's prosecution and had compiled an "impartial evidence-based report".
Quelle: Dito.

Übersetzung:

"Dr. Lee sagte, dass die 14 Experten – darunter medizinische Fachleute aus Kanada, den USA, Japan, Deutschland, Schweden und dem Vereinigten Königreich – 17 Fälle untersucht hätten, die im Zentrum der Anklage gegen Letby standen, und dabei einen „unparteiischen, evidenzbasierten Bericht“ erstellt hätten.".


Weiter:
The report presented at the conference was a summary of the panel's findings, and the full report would be submitted to Letby's legal team, Dr Lee said.

Dr Lee provided what he said were highly detailed grounds baby-by-baby for concluding that none of the murders occurred.

He added: "We did not find any murders. In all cases, death or injury were due to natural causes or just bad medical care."
Quelle: Dito.

Übersetzung:

"Der auf der Konferenz vorgestellte Bericht war laut Dr. Lee eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Expertengremiums; der vollständige Bericht werde an Letbys Anwaltsteam übergeben.

Dr. Lee legte nach eigenen Angaben sehr detaillierte Begründungen für jedes einzelne Baby vor, warum seiner Ansicht nach keiner der Morde stattgefunden habe.

Er fügte hinzu: „Wir haben keine Morde festgestellt. In allen Fällen waren Tod oder Verletzungen auf natürliche Ursachen oder einfach auf schlechte medizinische Versorgung zurückzuführen.“".


Weiter:
"In our opinion, the medical opinion, the medical evidence doesn't support murder in any of these babies. "Our full report will go to Lucy's barrister later this month, and then it'll be up to him and the courts to decide what next to do."
Quelle: Dito.

Übersetzung:

"„Unserer Ansicht nach – also nach medizinischer Einschätzung – stützen die medizinischen Beweise in keinem dieser Fälle die Annahme eines Mordes. Unser vollständiger Bericht wird später in diesem Monat an Lucys Strafverteidiger übergeben, und dann liegt es an ihm und den Gerichten zu entscheiden, wie weiter verfahren wird.“".


Weiter - und jetzt wird's spannend:
During Letby's trial, the prosecution referred to the 1989 paper by Dr Lee that looked at cases of air embolus, referring to injuries caused when air is injected into a baby's arteries or veins after staff at the Countess of Chester reported skin discoloration on some of the babies.

In the cases Dr Lee analysed in his paper, those injuries had happened accidentally.

The prosecution argued that one of the methods Letby used to injure or kill babies was to inject air into their veins and used Dr Lee's paper to back that claim.

In the paper, Dr Lee described a distinct discoloration on the babies' skin in 10% of cases.

However, at the press conference Dr Lee said in all of the cases in his paper air was injected into the babies' arteries, not their veins.

He said that the skin discolouration described in the paper was not possible when air was injected into the veins.

Dr Lee said he had recently updated his academic paper and found no cases of skin discolouration linked to air embolism by the venous system.
Quelle: Dito

Übersetzung:

"Während des Prozesses gegen Letby bezog sich die Anklage auf eine wissenschaftliche Veröffentlichung von Dr. Lee aus dem Jahr 1989, die sich mit Fällen von Luftembolien befasste – also Verletzungen, die entstehen, wenn Luft in die Arterien oder Venen eines Babys gelangt. Anlass war, dass Mitarbeitende des Countess-of-Chester-Krankenhauses bei einigen Babys Hautverfärbungen beobachtet hatten.

In den Fällen, die Dr. Lee in seiner Studie analysierte, waren diese Verletzungen jedoch versehentlich entstanden.

Die Anklage argumentierte, dass eine der Methoden, mit denen Letby Babys verletzt oder getötet habe, darin bestand, Luft in ihre Venen zu injizieren, und stützte sich dabei auf Dr. Lees Studie.

In der Veröffentlichung beschrieb Dr. Lee eine charakteristische Hautverfärbung, die in etwa 10 % der Fälle auftrat.

Auf der Pressekonferenz sagte Dr. Lee jedoch, dass in allen Fällen seiner Studie Luft in die Arterien der Babys injiziert worden sei – nicht in ihre Venen.

Er erklärte, dass die in der Studie beschriebene Hautverfärbung nicht auftreten könne, wenn Luft in die Venen injiziert werde.

Dr. Lee sagte außerdem, er habe seine wissenschaftliche Veröffentlichung kürzlich aktualisiert und dabei keinen einzigen Fall von Hautverfärbung gefunden, der mit einer Luftembolie über das venöse System in Verbindung steht.".


Den ganzen Artikel findet man hier: https://www.bbc.com/news/articles/cvgl5yyg1x6o


Aber Dr. Lee geht noch weiter, er fordert laut einem anderen Zeitungsbericht Lucy Letby umgehend aus dem Gefängnis zu entlassen, unter Hausarrest zu stellen und einen neuen Prozess durchzuführen:
Release Lucy Letby under house arrest immediately, urges expert behind medical review

Lucy Letby should be released immediately under house arrest until her case is reheard in the courts, the medical expert at the heart of her appeal has told The Telegraph.
Quelle: https://www.yahoo.com/news/release-lucy-letby-under-house-060200994.html

Übersetzung:

"„Lucy Letby sollte sofort unter Hausarrest freigelassen werden“, fordert der Experte hinter der medizinischen Überprüfung

Lucy Letby sollte sofort unter Hausarrest freigelassen werden, bis ihr Fall vor Gericht erneut verhandelt wird, sagte der medizinische Experte, der im Zentrum ihrer Berufung steht, dem Telegraph.".


Also wem soll man jetzt als Laie vertrauen?


Dr. Evany Gutachten ist nicht mehr haltbar, das ist klar. Aber wie könnte Letby es dann angestellt haben?


– Gelöste Beatmungsschläuche in Letby-Schichten –




Eine Besonderheit ist die bei den Zusammenbrüchen der Babys immer wieder aufgetretene Ursache, dass bei beatmeten Babys (Beatmungs ist bei Frühgeburten wohl üblich) die Atmung aussetzte, z. B. weil der Schlauch verrutscht war. Letby war grundsätzlich vor Ort, teilweise bei Babys für die sie gar nicht zuständig war, allein und mitunter ohne, dass die zuständige Pflegekraft sie darum gebeten hatte.

Meine Vermutung ist, als Laie wie gesagt und wohl gemerkt (!), dass sie schlicht an den Atmungsschläuchen manipuliert hat:
'Breathing tubes dislodged' during Lucy Letby shifts prior to killings, inquiry told

On the third day of an inquiry into how serial killer Lucy Letby was able to murder seven babies, Richard Baker KC said the convictions against her "did not tell the full story".

Breathing tubes became "dislodged" during 40% of trainee shifts worked by serial killer Lucy Letby in Liverpool, prior to the murder and attempted murder of babies at another hospital in Chester, an inquiry has heard.
Quelle: https://news.sky.com/story/breathing-tubes-dislodged-during-trainee-shifts-worked-by-lucy-letby-at-liverpool-hospital-prior-to-killings-13213518

Übersetzung:

„‘Beatmungsschläuche gelöst’ während der Schichten von Lucy Letby vor den Tötungen, erfuhr die Untersuchung“

Am dritten Tag einer Untersuchung darüber, wie die Serienmörderin Lucy Letby in der Lage war, sieben Babys zu töten, sagte Richard Baker KC, dass die Verurteilungen gegen sie „nicht die ganze Geschichte erzählten“.

Während 40 % der von der Serienmörderin Lucy Letby in Liverpool geleisteten Ausbildungs-Schichten wurden Beatmungsschläuche „gelöst“, noch bevor sie Babys in einem anderen Krankenhaus in Chester ermordete oder zu ermorden versuchte, erfuhr eine Untersuchung.


Weiter:
On the third day of the Thirlwall inquiry looking into how Letby, 34, was able to commit her crimes, the inquiry was told that Liverpool Women's Hospital had carried out an audit showing cases of breathing tubes becoming dislodged.

Letby is understood to have carried out two work placements at the hospital between October and December 2012, and January and February 2015.

In his opening statement on Thursday, Richard Baker KC, representing nine families, said collapses in neonatal units involving "unusual" complications such as dislodgement of endotracheal tubes are "uncommon".

"It generally occurs in less than 1% of shifts," he told the inquiry.

"You will hear that an audit carried out by Liverpool Women's Hospital recorded that whilst Lucy Letby was working there, dislodgement of endotracheal tubes occurred in 40% of shifts that she worked.

"One may wonder: why?"

He added that the indictments and convictions against her "did not tell the full story".
Quelle: Dito

Übersetzung:

"Am dritten Tag der Thirlwall-Untersuchung, die darauf abzielte zu klären, wie Letby, 34, ihre Verbrechen begehen konnte, wurde der Untersuchung mitgeteilt, dass das Liverpool Women’s Hospital eine Überprüfung durchgeführt hatte, die Fälle zeigte, in denen Beatmungsschläuche sich gelöst hatten.

Es wird davon ausgegangen, dass Letby zwischen Oktober und Dezember 2012 sowie Januar und Februar 2015 zwei Arbeitspraktika in diesem Krankenhaus absolvierte.

In seiner Eröffnungsrede am Donnerstag sagte Richard Baker KC, der neun Familien vertritt, dass Zusammenbrüche auf neonatologischen Stationen mit „ungewöhnlichen“ Komplikationen wie dem Lösen von Endotrachealtuben „selten“ seien.

„Dies kommt im Allgemeinen in weniger als 1 % der Schichten vor“, sagte er der Untersuchung.

„Sie werden hören, dass eine Überprüfung des Liverpool Women’s Hospital ergab, dass während der Zeit, in der Lucy Letby dort arbeitete, Beatmungsschläuche in 40 % der Schichten, die sie absolvierte, gelöst wurden.

„Man könnte sich fragen: Warum?“

Er fügte hinzu, dass die Anklagen und Verurteilungen gegen sie „nicht die ganze Geschichte erzählten“.


Die Aussage mit den 40 % wird übrigens - Ihr ahnt es schon - von Statistikern kritisiert bzw. als aussagelos betrachtet.


Aber weiter, und jetzt kommen wir endlich zu der potentiellen Tödlichkeit gelöster Beatmungsschläuche:
Earlier this year, a jury found Letby guilty at retrial of attempting to murder a baby girl known as Child K by deliberately dislodging her breathing tube in February 2016. Child K was transferred to a specialist hospital where she died three days later.
Quelle: Dito.

Übersetzung:

"Anfang dieses Jahres befand eine Jury Letby in einem Wiederaufnahmeverfahren des versuchten Mordes an einem Mädchen, bekannt als Kind K, für schuldig, indem sie im Februar 2016 absichtlich deren Beatmungsschlauch gelöst hatte.

Kind K wurde in ein Spezialkrankenhaus verlegt, wo sie drei Tage später starb."


Jetzt frage ich mich: War das ihre Methode, hat sie Beatmungsschläuche gelöst???


Der ganze Artikel findet sich hier: https://news.sky.com/story/breathing-tubes-dislodged-during-trainee-shifts-worked-by-lucy-letby-at-liverpool-hospital-prior-to-killings-13213518

Er berichtet von der Thirlwall inquiry, welche die Versäumnisse des Chester Hospitals in der Letby-Sache untersucht.

Es werden auch Vorwürfe an das Krankenhaus formuliert, zu spät und zu arglos während der Todesserie agiert zu haben (steht auch im Artikel):

Die Station hätte früher hausintern eskalieren müssen, das Personal hätte aufmerksamer/misstrauischer sein müssen, man hätte die Polizei früher einschalten müssen.


Ich bin noch in keinem Fall so hin und her gerissen gewesen, ob die verurteilte Person schuldig oder unschuldig ist, aber ich persönlich tendiere aktuell zu Morden.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 01:23
@Cpt.Germanica

Ich denke, man muss Lees Argumente ernst nehmen. Offenbar haben die Gutachter im Gerichtsverfahren seine Abhandlungen fehlerhaft verstanden.

Ob die wirkliche Ursache, welche Du jetzt wohl annimmst, das Lösen der Beatmungsschläuche gewesen war, das können wir hier nicht so einfach bewerten.

Ich denke, man sollte sich auch nicht von Richard Baker KC beeinflussen lassen, wenn er sagt:
„Dies kommt im Allgemeinen in weniger als 1 % der Schichten vor“, sagte er der Untersuchung.

„Sie werden hören, dass eine Überprüfung des Liverpool Women’s Hospital ergab, dass während der Zeit, in der Lucy Letby dort arbeitete, Beatmungsschläuche in 40 % der Schichten, die sie absolvierte, gelöst wurden.
Es interessiert in Wirklichkeit nicht, dass es im allgemeinen in weniger als 1% der Schichten vorkommt. Was bedeutet den "im Allgemeinen"?. Bedeutet im Allgemeinen in den anderen Schichten? Das kann man aus diesen Ausführungen nicht entnehmen, wenn man im Allgemeinen sagt, dann bezieht man sich eher auf allgemeine statistische Erhebungen. Hätte er gesagt, dass in ihrer Abwesenheit es nur zu 1% vorgekommen in dem Liverpool Women’s Hospital sei, dann sähe es anders aus.

Ich will hier nicht spitzfindig sein, aber ähnliche Versuche das Gericht zu beeinflussen, kennt man auch von der Nebenklage im Fall Hanna W.. Das fiel mir dort auf, das fällt nun mir hier ebenfalls auf. Es kann natürlich auch von Seiten Richard Baker KC ungünstig formuliert sein.

Gibt es verlässliche Zahlen, nicht von Anwälten, welche ein Teil der Parteien vertrat und zwar genau bzgl. der Schichten, bei denen Lucy Letby nicht anwesend war?


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 02:17
Zitat von GhostspiderGhostspider schrieb:Bemerkenswert erscheint hier, dass sie die medizinischen Unterlagen wohl mit im Urlaub gehabt haben könnte, um die Angriffe gegen die Drillinge vorzubereiten, da sie in der Ibizatasche gefunden wurden. Das untermauert das Bang-Zitat und ihre „Erregung“ die viele Kollegen nach dem Urlaub bemerkten.
Das ist ein interessanter Gedanke aber ich vermute, sie wusste ganz genau wie man Säuglinge und insbesondere Frühchen kollabieren lässt (falls sie denn eine Mörderin ist).

Die Drillinge wurden zudem erst kurz vor ihrer Rückkehr geboren (Geburt am 21. Juni 2016, Rückkehr Letbys aus dem Urlaub am 22. Juni 2016, ihre erste Schicht am Tag darauf, dem 23. Juni 2026, am selben Tag beginnt die Serie an Vorfällen bei den drei Kindern).

Ich weiß aber nicht ob vor Letbys Urlaub angekündigt war, dass eine Frau, die Drillinge erwartet, voraussichtlich eine Frühgeburt haben wird und auf die Station kommen könnte.
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Oder wird sie von jemanden so gehasst, dass derjenige Babys tötet, um sie von der Station für immer zu entfernen?
Du hast hier, etwas unscheinbar zwischen anderen Inhalten, eine Frage gestellt, die ich mir auch gestellt habe. Aber ich wollte keine Verschwörungstheorien in den Raum werfen. Aber ich glaube, das musste von den Ermittlern und den Anklägern im Vorfeld überprüft und ausgeschlossen worden sein, wenn der "case" sowieso nur auf Indizien beruht.
Es ist so, dass Letby bei allen Vorfällen die 17 Babys betreffend (mache wurden laut Anklage sogar mehrmals angegriffen, Baby I angeblich vier mal, sodass es in Summe mehr als 17 Vorfälle sind) anwesend gewesen sein soll.

Ich denke daher es ist praktisch unmöglich, dass jemand im Hintergrund "die Fäden gezogen hat", zu Ungunsten Letbys.
Zitat von GhostspiderGhostspider schrieb:
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb am 14.03.2026:„I will never have children or marry“ (Ich werde niemals Kinder haben oder heiraten).
„I will never know what it’s like to have a family“ (Ich werde nie wissen, wie es ist, eine Familie zu haben).
Da klingt für mich aber schon ein Motiv an, Neid. Die hatte sich Ja auch ein Haus gekauft u das könnte auch ein Ausdruck davon sein, sich ein Nest bauen zu wollen, und nach einer Familie zu sehnen. Schade, dass man über ihr Privstleben u ehemaligen Partnerschaften nichts weiß.
Mir ist nicht bekannt, ob sie an Infertilität leidet.

Manche interpretieren besagte Zeilen auf ihrem Post-it tatsächlich so, dass sie womöglich unfruchtbar ist.

Mich persönlich haben diese Sätze eher annehmen lassen, dass sie im Sinne eines "worst case" davon ausging, ins Gefängnis zu kommen.

Ob das ggf. nur ein durch eine Art Depression getriggerter Pessimismus ist, oder aber die Gewissheit einer Mörderin, die um ihre Taten weiß, wäre dann die nächste interessante Frage. Aber um es gleich vorweg zu nehmen bzw. Missverständnisse zu vermeiden: Ich persönlich betrachte diese Sätze nicht als eine Art von "Geständnis" (soweit mir bekannt hat das nicht mal die Anklage getan).
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Das könnten aber auch Gedanken sein, die ihr kamen, als sie darüber nachdachte, was passieren könnte, wenn man sie für schuldig hielt und sie ins Gefängnis muss.

@Cpt.Germanica will ja noch über ihr Privatleben und ihre Beziehungen etwas schreiben und wahrscheinlich auch Links zur Verfügung stellen.
Sie fuhr in den Urlaub, hatte Freunde, hatte Spaß. Warum sollte sie denken, dass sie nie selbst Kinder haben wird oder heiratet?
Vielleicht konnte sie keine Kinder bekommen, aber davon hab ich bis jetzt noch nichts gehört.
Es gibt einen interessanten Aspekt dazu: Soweit bekannt hatte sie nie einen Intimfreund.

Dr. A. (zu ihm wie gesagt später mehr) soll nur ein platonischer Freund gewesen sein, den sie zwar augenscheinlich angehimmelt hat, und der ebenfalls von ihr angetan war, aber beide haben vor Gericht bestritten eine Affäre miteinander gehabt zu haben.

Dr. A. hatte aber auch viel zu verlieren da er verheiratet war (soweit bekannt zwei Kinder), was sollte er also aussagen? Tatsächlich hat er ausgesagt, dass er sich nachträglich von ihr manipiliert fühlt, sie habe ihn (als sie schon in die Verwaltung versetzt worden war) nur umgarnt und dazu benutzt, Informationen von ihm darüber zu bekommen, was man ihr auf der Station vorwirft, welche Todesfälle man mit ihr in Verbindung bringt (und er hat ihr diese Infos heimlich gegeben). Bei seinem Erscheinen vor Gericht ist Letby dann heulend zusammen gebrochen und wollte den Saal verlassen (einer von angeblich nur drei Ausbrüchen während des Verfahrens und der heftigste). Vielleicht hat sie ihn doch geliebt? Vielleicht wollte er nur seine Ehe und/oder seine berufliche Karriere retten?

Aus Gründen, die ich noch ausführen werde, denke ich aber tatsächlich, dass die beiden nur eine Art "platonischer Romanze" hatten.

Dann könnte man sich aber fragen warum eine attraktive Frau in ihren Zwanzigern, die Salsa-Tanzen geht, Party macht, sich ansprechend (sexy) kleidet wenn sie ausgeht, keinen Freund gehabt hat, sondern lieber einen etwas älteren, letztlich unerreichbar weil verheirateten Mann anhimmelt? Steile Hypothese: Fürchtete sie keine Kinder bekommen zu können und wollte keine Gewissheit darüber? Oder wusste sie es und hatte Angst vor einer Zurückweisung?


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 02:21
Ich habe Google gefragt

Bis zu welcher Schwangerschaftswoche ist in verschiedenen Ländern eine Abtreibung legal?

Die KI hat u. a. folgende Aussage getroffen

Großbritannien: In England, Wales und Schottland sind Abtreibungen bis zur 24. Woche legal, wenn zwei Ärzte zustimmen.

In keinem der aufgeführten Länder durfte nach der 24. Schwangerschaftswoche eine Abtreibung vorgenommen werden. In Deutschland darf bis übrigens ca. zur 14. Schwangerschaftswoche legal eine Abtreibung vorgenommen werden.

Meine Ausführungen zur legalen bzw. illegalen Situation von Schwangerschaftsabbrüchen gehen nicht in die Tiefe - sollen sie aber auch nicht. Ich versuche mich nur der Gedankenwelt einer mehrfachen Mörderin an Frühchen anzunähern. Vielleicht sagte sich Lucy Letby, „ in Großbritannien werden Tausende Kinder in der 24. Schwangerschaftswoche legal abgetrieben. Warum soll es schlimm sein, wenn ich das Ableben von ähnlich alten Kindern unterstütze? Ich ziehe doch nur den Beatmungsschlauch etwas heraus.“


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 02:35
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Der Vorsitzende, Dr. Shoo Lee, sagte auf einer Pressekonferenz: ‚In allen Fällen waren Tod oder Verletzungen auf natürliche Ursachen oder einfach auf schlechte medizinische Versorgung zurückzuführen.‘“.
Ist damit der fehlende Beatmungsschlauch gemeint?
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Aber Dr. Lee geht noch weiter, er fordert laut einem anderen Zeitungsbericht Lucy Letby umgehend aus dem Gefängnis zu entlassen, unter Hausarrest zu stellen und einen neuen Prozess durchzuführen:
Da scheint jemand - aus welchem Grund auch immer - heftig außerhalb seines Fachgebietes zu wildern.
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Die Aussage mit den 40 % wird übrigens - Ihr ahnt es schon - von Statistikern kritisiert bzw. als aussagelos betrachtet.
Mit welcher Begründung? Da finde ich nichts dazu.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 02:40
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Das ist ein interessanter Gedanke aber ich vermute, sie wusste ganz genau wie man Säuglinge und insbesondere Frühchen kollabieren lässt (falls sie denn eine Mörderin ist).
Ich denke schon das man sich da rantasten muss bis es sicher 100% passt und das gesamte timing einordnenbar ist in den Stations-Workflow.
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Ich denke daher es ist praktisch unmöglich, dass jemand im Hintergrund "die Fäden gezogen hat", zu Ungunsten Letbys.
Wenn dann müsste es statistisch eine personelle Auffälligkeit geben L, das ist Stand jetzt aber nicht bekannt.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 02:58
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Es gibt einen interessanten Aspekt dazu: Soweit bekannt hatte sie nie einen Intimfreund.
Ehrlich gesagt frage ich mich, was das genau mit der Frage, ob sie Morde begangen hat oder nicht, zu tun hat. Das suggeriert ja, dass eine Frau, die keinen Freund oder "noch nicht einmal" eine intime Beziehung hatte, für einen Mord gleich viel wahrscheinlicher in Frage kommt.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 04:01
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Ich denke, man muss Lees Argumente ernst nehmen. Offenbar haben die Gutachter im Gerichtsverfahren seine Abhandlungen fehlerhaft verstanden.
Nehme ich auch. Und daher betrachte ich Dr. Evans Gutachten auch als belanglos (s. o.), ich hatte mich allerdings vertippt, "Dr. Evany" sollte Dr. Evans heißen:
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Dr. Evany Gutachten ist nicht mehr haltbar, das ist klar.
Ich hatte auch schon mal erwähnt, dass Dr. Evans bei einem anderen Gerichtsverfahren mit seinem Gutachten grob "auf die Schnauze gefallen ist", und zwar bereits vor dem ersten Letby-Prozess:
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb am 15.03.2026:In einem Zivilverfahren vor dem High Court (einem Familiengericht), in dem es um eine Sorgerechtsentscheidung (Care Order) für zwei Kinder ging und dessen Urteil im Dezember 2021 gefällt wurde, also kurz vor Beginn des Letby-Prozesses, bezeichnete der Richter Lord Justice Peter Jackson (Jackson LJ) das Gutachten von Dr. Evans als „wertlos“.

Dr. Evans war von den Eltern der Kinder beauftragt worden, ein Gutachten zu erstellen. Er sollte ihre Forderung unterstützen, mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen zu dürfen, die zu diesem Zeitpunkt bei den Großeltern lebten. Dr. Evans hatte in jenem Fall behauptet, die Verletzungen eines Kindes könnten nur durch Misshandlung entstanden sein, während andere Experten dem widersprachen.

Der Richter Jackson LJ warf Dr. Evans vor, keine ausgewogene Meinung geliefert zu haben. Er habe entweder Gegenargumente seiner Fachkollegen ignoriert oder sich gar nicht erst darum bemüht, diese in Betracht zu ziehen.

Das Gericht befand, dass Dr. Evans eher die Rolle eines Anwalts für eine bestimmte Seite eingenommen habe, statt die eines neutralen Sachverständigen. Im Ergebnis wurde ihm vorgeworfen, parteiisch zu sein, wichtige Fakten ignoriert zu haben und sich eher wie ein „Anwalt“ für eine Seite statt wie ein neutraler Experte verhalten zu haben.

Die Verteidigung von Letby hatte im Letby-Prozess zwar auf diese frühere Kritik an Dr. Dewi Evans verwiesen, das Gericht ließ seine Aussage jedoch zu.
Dr. Evans ist für mich "vom Tisch", insbesondere wegen dem Expert Panel, auf dessen Argumentation ich hier sehr ausführlich eingegangen bin:
Beitrag von Cpt.Germanica (Seite 1)
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Ob die wirkliche Ursache, welche Du jetzt wohl annimmst, das Lösen der Beatmungsschläuche gewesen war, das können wir hier nicht so einfach bewerten.
Diese Methode wurde im zweiten Letby-Verfahren, in dem es nur noch um Baby K ging, angenommen. Letby wurde auch für diesen Mord verurteilt. Damit waren es laut Gericht insgesamt sieben Morde.

Ich habe nur eine Spekulation in den Raum gestellt wie es vielleicht gewesen sein könnte, wenn man bei den anderen sechs verstorbenen Kindern von Mord ausgeht, aber dennoch Dr. Evans Gutachten beiseite lässt. Dr. Evans hat ja Luftembolien, Insulinvergifungen und eine Leberverletzung im ersten Prozess als Ursachen vorgebracht. Da das falsch ist, muss es anders gewesen sein, wenn man von einer Mörderin ausgeht.

Das Expert Panel widerspricht aber allen behaupteten Morden, also auch bei Baby K. Damit ist meine Spekulation ja quasi vom Tisch.

Ich will nämlich nicht so anmaßend sein, die Ergebnisse des Expert Panels in Frage zu stellen. Vor Kurzem war ich noch absolut überzeugt von ihrer Unschuld, eben aufgrund der Ergebnisse des Panels.

Trotzdem finde ich, dass Letby sich ein bisschen zu oft ein bisschen zu verdächtig verhalten hat. Und ab einer gewissen "Häufigkeit" sinken für mich die Wahrscheinlichkeiten, dass sie nichts mit den Vorfällen zu tun hat. Die Statistiker mögen noch so oft "belanglos" sagen, aber das schließt ja trotzdem nicht aus, dass Letby in die Todesfälle verwickelt ist, denn man hat sie ja nicht nur wegen ihren Anwesenheiten verdächtigt, da war ja noch "mehr". Vielleicht hat sie die natürlichen Ursachen, welche das Panel gefunden hat, "begünstigt"?

Ich sehe in diesem Sinne noch ein alternatives Szenario, das vielleicht erklärt, warum Letby mit den "Taten" zu tun haben könnte, aber trotzdem unschuldig im Sinne von Mordvorwürfen ist: Inkompetenz.

Zudem galt sie ja als äußerst eifrig, vielleicht haben Inkompetenz und Übereifer eine "mörderische Mischung" ergeben?

Ich weiß aber nicht, ob es schon für die Annahme von Inkompetenz reicht, dass Letby durch ihr Abschlusspraktikum gefallen ist:
Lucy Letby failed nurse placement for being 'cold'

Lucy Letby failed her final year student nurse placement because she was "cold" and lacking empathy with patients and families, a public inquiry has heard.

Her assessor, Nicola Lightfoot, told how she felt Letby did not have the "overall characteristics" to become a successful nurse.
Quelle: https://www.bbc.com/news/articles/clyz904y0xyo

Übersetzung:

"Lucy Letby scheiterte am Pflegepraktikum wegen „Kälte“

Lucy Letby hatte ihr Abschlusspraktikum im letzten Studienjahr nicht bestanden, weil sie als „kalt“ und ohne Empathie gegenüber Patienten und deren Familien bewertet wurde, wie eine öffentliche Untersuchung hörte.

Ihre Prüferin, Nicola Lightfoot, erklärte, dass sie der Meinung war, Letby verfüge nicht über die „allgemeinen Eigenschaften“, die für eine erfolgreiche Krankenschwester nötig seien."

Quelle: https://www.bbc.com/news/articles/clyz904y0xyo

Dazu hatte Letby auch fachliche Defizite, wie in dem Artikel ausgeführt wird.

Außerdem wird noch von ihrem seltsamen Verhalten berichtet, dass auch von den Eltern beobachtet wurde und Letby schließlich verdächtigt machte, aber evtl. doch nur Unvermögen ist:
'Expressionless'

Describing Letby as "quiet and shy", she said: "She didn't show good interpersonal skills with children, parents, nurses or the wider team." She added that Letby "often had quite an expressionless look" which some staff "found awkward".
Quelle: Dito.

Übersetzt:

"'Ausdruckslos'

Letby wurde als „still und schüchtern“ beschrieben, wobei die Mentorin ergänzte: „Sie zeigte keine guten zwischenmenschlichen Fähigkeiten im Umgang mit Kindern, Eltern, Pflegekräften oder dem weiteren Team.“
Sie fügte hinzu, dass Letby „oft einen ziemlich ausdruckslosen Blick hatte“, was einige Mitarbeiter als „befremdlich“ (oder unangenehm) empfanden.".

Gegen Ende des Artikels wird ihr noch ein unangemessenes Verhalten in Zusammenhang mit der Tragödie um die Drillinge Baby O, P und Q vorgeworfen, aber das passt dann eher als Ergänzung meines Beitrags zu „back with a bang“ (Beitrag von Cpt.Germanica (Seite 3) ), bei Gelegenheit.
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Es interessiert in Wirklichkeit nicht, dass es im allgemeinen in weniger als 1% der Schichten vorkommt. Was bedeutet den "im Allgemeinen"?. Bedeutet im Allgemeinen in den anderen Schichten? Das kann man aus diesen Ausführungen nicht entnehmen, wenn man im Allgemeinen sagt, dann bezieht man sich eher auf allgemeine statistische Erhebungen. Hätte er gesagt, dass in ihrer Abwesenheit es nur zu 1% vorgekommen in dem Liverpool Women’s Hospital sei, dann sähe es anders aus.
Da steht wieder die Frage im Raum: Haben sie nur Letbys Verhalten nachrecherchiert, oder das aller Pflegekräfte auf dieser Station?

Vielleicht waren die Beatmunsggeräte veraltet oder schlecht gewartet, und auch andere Stationsmitarbeiter lagen daher über diesem einen Prozent?

Vielleicht war Letby auch deswegen bei 40 %, weil sie noch in Ausbildung war?

Sowas meinst Du, ja?

Wobei wir mit den 40% sogar einen "Match" zu etwaiger Inkompetenz haben könnten, und nicht zu "mörderischem Tun".
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Ich will hier nicht spitzfindig sein, aber ähnliche Versuche das Gericht zu beeinflussen, kennt man auch von der Nebenklage im Fall Hanna W.. Das fiel mir dort auf, das fällt nun mir hier ebenfalls auf. Es kann natürlich auch von Seiten Richard Baker KC ungünstig formuliert sein.
Diese Dinge kamen erst nach dem Gerichtsprozess auf, könnten aber indirekt einen künftigen beeinflussen.

Aber ich würde erst mal nicht davon ausgehen, dass man jetzt schon versucht hier etwas zu "steuern".


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 04:28
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Der Vorsitzende, Dr. Shoo Lee, sagte auf einer Pressekonferenz: ‚In allen Fällen waren Tod oder Verletzungen auf natürliche Ursachen oder einfach auf schlechte medizinische Versorgung zurückzuführen.‘“.
Ist damit der fehlende Beatmungsschlauch gemeint?
Alle sieben behaupteten Morde sind gemeint, in den Urteilsbegründungen standen verschiedene Methoden als Begründung für die Todesfälle.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Die Aussage mit den 40 % wird übrigens - Ihr ahnt es schon - von Statistikern kritisiert bzw. als aussagelos betrachtet.
Mit welcher Begründung? Da finde ich nichts dazu.
Spontan finde ich auch keine, aber @Rigel92 hat das ganz gut hier erklärt: Beitrag von Rigel92 (Seite 4)
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Ich denke schon das man sich da rantasten muss bis es sicher 100% passt und das gesamte timing einordnenbar ist in den Stations-Workflow.
Natürlich, aber es ging ja darum, ob sie medizinische Unterlagen in den Urlaub mitgenommen hat um sich vorzubereiten, und ich mutmaße, dass sie das nach einem Jahr behaupteter Mordserie nicht mehr nötig gehabt hätte.
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Ehrlich gesagt frage ich mich, was das genau mit der Frage, ob sie Morde begangen hat oder nicht, zu tun hat. Das suggeriert ja, dass eine Frau, die keinen Freund oder "noch nicht einmal" eine intime Beziehung hatte, für einen Mord gleich viel wahrscheinlicher in Frage kommt.
Das ist jetzt etwas aus dem Zusammenhang gerissen.

Es tut mir leid, wenn der Eindruck entstanden ist, dass ich solche Frauen (und Männer) für viel wahrscheinlichere Mörder halte.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 04:31
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Natürlich, aber es ging ja darum, ob sie medizinische Unterlagen in den Urlaub mitgenommen hat um sich vorzubereiten, und ich mutmaße, dass sie das nach einem Jahr behaupteter Mordserie nicht mehr nötig gehabt hätte.
Doch denke ich schon, gemessen an der Anzahl der Tötungen, welche für ein souveränes und sicheres Vorgehen zu wenig sind, macht das Sinn. Selbst der Standort der Babys macht Sinn, nicht jedes Baby ist sofort im Vorbeigehen zu sehen, also kann sich auch ein Mensch einen Standort aussuchen der wenig frequentiert und oder schlechter einsehbar ist. Alles ist wichtig bei so einer Planung.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 04:46
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Doch denke ich schon, gemessen an der Anzahl der Tötungen, welche für ein souveränes und sicheres Vorgehen zu wenig sind, macht das Sinn.
Natürlich wird ein Mörder planen ...
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Selbst der Standort der Babys macht Sinn, nicht jedes Baby ist sofort im Vorbeigehen zu sehen, also kann sich auch ein Mensch einen Standort aussuchen der wenig frequentiert und oder schlechter einsehbar ist. Alles ist wichtig bei so einer Planung.
... aber da die Drillinge gerade mal einen Tag vor ihrer Rückkehr geboren wurden gehe ich nicht davon aus, dass es Unterlagen gab, die sie nach Ibiza mitnehmen konnte (vielleicht täusche ich mich).


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 04:57
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Ehrlich gesagt frage ich mich, was das genau mit der Frage, ob sie Morde begangen hat oder nicht, zu tun hat. Das suggeriert ja, dass eine Frau, die keinen Freund oder "noch nicht einmal" eine intime Beziehung hatte, für einen Mord gleich viel wahrscheinlicher in Frage kommt.
Da ging es doch eher darum, warum sie so pessimistisch in iher Zukunft blickte und die unten genannten Sätze auf Zettel schrieb.
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:
Zitat von GhostspiderGhostspider schrieb:
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb am 14.03.2026:„I will never have children or marry“ (Ich werde niemals Kinder haben oder heiraten).
„I will never know what it’s like to have a family“ (Ich werde nie wissen, wie es ist, eine Familie zu haben).
Und da passt es dann schon, dass sie keinen Lebensgefährten hatte, eventuell auch früher noch keine richtige Beziehung.
Das kann ihr ja alles durch den Kopf gegangen sein, beim Schreiben der Zettel.
Oder eben auch, weil sie schon ahnte, dass sie verurteilt wird und ins Gefängnis muss. Sei es, weil sie es wirklich war, oder weil sie einfach dachte, dass jeder denkt sie sei schuldig.


@Cpt.Germanica, gibt es denn auch Berichte/Aussagen von der Freundin, die Lucy in Schutz nahm und nicht an ihre Schuld glaubt?


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 05:01
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:.. aber da die Drillinge gerade mal einen Tag vor ihrer Rückkehr geboren wurden gehe ich nicht davon aus, dass es Unterlagen gab, die sie nach Ibiza mitnehmen konnte (vielleicht täusche ich mich
Kommt drauf an ob die Niederkunft (die frühe) schon aktenkundig war und selbst wenn nicht, was spricht dagegen das ein Mensch der auf so einer Station solche Taten begeht, nicht auch Opfer aussucht die unverhofft erscheinen?
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Oder eben auch, weil sie schon ahnte, dass sie verurteilt wird und ins Gefängnis muss. Sei es, weil sie es wirklich war, oder weil sie einfach dachte, dass jeder denkt sie sei schuldig.
Gibt es Notizen die diese Sorgen widerspiegeln ala "alle täuschen sich in mir" usw?
Ich mein, wenn jemand wirklich nix am Stecken hat und "nur" lebenstraurig ist weil es irgendwie nie zu einer Beziehung reicht, dann müsste es zwischen diesen Zetteln ala "ich bin schuldig" doch auch andere geben. So rein statistisch.
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:@Cpt.Germanica, gibt es denn auch Berichte/Aussagen von der Freundin, die Lucy in Schutz nahm und nicht an ihre Schuld glaubt?
Das würde mich auch interessieren, nebst personality.


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