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Mordfall Hinterkaifeck

47.410 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Hinterkaifeck, Hinterkeifeck, Sechsfach Mord, Einödhof
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

27.07.2020 um 12:08
@Katkat2
Zitat von Katkat2
Katkat2
schrieb:
Sie wurde als einzige gewürgt was auf eine Beziehungstat hinweist aber würgen dauert viel länger als sich manche Täter denken um die 2-3 Minuten, dies verlangt auch viel Kraft.
Es ist nicht klar, welche der Frauen die Würgemale aufwies und ebensowenig ist klar, wie lange der Vorgang des Würgens andauerte.
Zitat von Katkat2
Katkat2
schrieb:
Was wenn der Täter aus Panik sie begann zur würgen aber ihn die Kraft ausging und dann zur Mordwaffe griff.
Da das betroffene Opfer nachweislich an den Kopfverletzungen verstarb und nicht erwürgt wurde ist das eine naheliegende Annahme. Ob ihm die Kraft ausging, ein zweiter Täter hinzukam und aushalf oder ob ihm einfach das Mordwerkzeug auffiel ist natürlich offen.
Zitat von Katkat2
Katkat2
schrieb:
Vielleicht hatte er auf die ganze Familie eine riesen Wut aber aufgrund der Zeit und der körperlichen Anstregung konnte er nicht allen Opfern mit seinen bloßen Händen zur Strecke bringen.
Woher sollte diese Wut kommen, speziell gegen die Kinder und die neue Magd? Und ist es erstrebenswert, seine Opfer zu erwürgen? Das klingt fast nach Bedauern...


@Augenknecht
Zitat von Augenknecht
Augenknecht
schrieb:
Ich halte ihn zwar nicht für den Täter, halte es aber für möglich, das er bereits früher am Tatort war,
Viele denken wie Du. Aber eine wirklich einleuchtende Erklärung konnte noch niemand nennen. Wie kommst Du darauf, dass es eine "Vorabauffindung" gab?



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Mordfall Hinterkaifeck

27.07.2020 um 19:31
@jaska
Aufgrund der Aussagen Pölls und Sigls:

Beide gaben an das sie in der Scheune ins straucheln gekommen sein weil es dort recht dunkel gewesen sei, während der Lorenz dort schnellen Schrittes reinmarschiert sei. Beide geben auch an das ein Kalb und Bretter gelegen haben, und sie darüber gestolpert sein, Schlittenbauer sei aber sucheren schrittes gelaufen.

Schlittenbauer ging auch sofort alleine ins Haus während Pöll und Sigl die Scheune verließen, er war sich wohl sehr sicher das niemand mehr im Haus ist.

Schlittenbauer wusste dass das Scheunentor zwar geschlossen, aber nicht verschlossen war (siehe Aussage Sigl vom 1.10.52).

Warum gab es diese Vorabauffindung nun:

Schlittenbauer hörte ein paar Tage nichts von Hinterkaifeck, auch in der Kirche waren sie nicht. Dann sagt ihm auch noch der Monteur das dort alles still gewesen sei. Spontan in den Urlaub gabs ja damals nich nicht. Schlittenbauer machte sich Sorgen und ging selbst mal nachsehen, fand dabei die Leichen, und deckte sie im Schock zu. Er wurde wieder klar und realisierte das man ihn im Zweifel für den Mörder halten würde (tun ja noch viele, wer sich das erste mal mit dem Fall beschäftigt, für den ist der "Mörder" schnell gefunden). Er ging also zurück zu seinem Hof und schickte seine Jungs los, sich auf dem Hof mal umzusehen, vielleicht hatte er die Hoffnung die Beiden würden die Leichen entdecken.

Den Rest der Geschichte kennen wir.



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Mordfall Hinterkaifeck

27.07.2020 um 20:28
Zitat von jaska
jaska
schrieb:
Es ist nicht klar, welche der Frauen die Würgemale aufwies und ebensowenig ist klar, wie lange der Vorgang des Würgens andauert
Das stimmt nicht. beide Frauen hatten Würgespuren. (Siehe Ergebnisse der Obduktion: https://www.hinterkaifeck.net/wiki/index.php?title=Sachverhalte:_Ergebnisse_der_Obduktion)



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Mordfall Hinterkaifeck

28.07.2020 um 18:59
Zitat von Augenknecht
Augenknecht
schrieb:
Schlittenbauer ging auch sofort alleine ins Haus während Pöll und Sigl die Scheune verließen, er war sich wohl sehr sicher das niemand mehr im Haus ist.
Das ist Alles so eine Interpretations oder Vermutungssache, Sigl und Pöll sind angeblich auch nicht aus Angst vor einem möglichen Täter im Haus davon gerannt.
Es ist genau so gut möglich das Schlittenbauer einfach schockiert war das jegliche Vernunft oder Angst in der Situation ausgeschaltet hat, das ist gar nicht so selten wie man denkt gibt genügend Fälle von Zivilcourage die sich ohne der Gefahr bewusst gewesen zu sein einfach entschlossen gehandelt haben.
Genau so gut kann es möglich sein das LS einfach kaum Angst kannte. Immerhin war er ja nicht alleine dort und als Ortsvorsteher will man vermutlich auch nicht Der sein der als Erster die Scheune verlässt, vielleicht fühlte er sich sogar verpflichtet sich einen Überblick zu verschaffen.

Sind Alles Dinge die man Ihm später vorgeworfen hat.



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Mordfall Hinterkaifeck

28.07.2020 um 21:46
@Augenknecht
Zitat von Augenknecht
Augenknecht
schrieb:
Beide gaben an das sie in der Scheune ins straucheln gekommen sein weil es dort recht dunkel gewesen sei, während der Lorenz dort schnellen Schrittes reinmarschiert sei.
Das stimmt so nicht.
Schlittenbauer selbst sagt schon am 5. April 1922 aus, dass er stolperte. Michael Pöll bestätigt das am selben Tag. Hier unsere Gegenüberstellung der einzelnen Aussagen der Auffindezeugen: https://www.hinterkaifeck.net/wiki/index.php?title=Aktencheck:_Die_Auffindung
Zitat von Augenknecht
Augenknecht
schrieb:
Schlittenbauer hörte ein paar Tage nichts von Hinterkaifeck, auch in der Kirche waren sie nicht. Dann sagt ihm auch noch der Monteur das dort alles still gewesen sei. Spontan in den Urlaub gabs ja damals nich nicht. Schlittenbauer machte sich Sorgen und ging selbst mal nachsehen, fand dabei die Leichen, und deckte sie im Schock zu.
Der Monteur gab nicht Schlittenbauer sondern dessen Töchtern Bescheid. Die Aussagen von Monteur und Schlittenbauer und dessen Söhnen stimmen hierin überein, dass der Monteur in Gröbern gegen 14.00 Uhr Bescheid gab. Irgendwann zwischen 15.30 und 16.00 liefen dann am Essenstisch der Schlittenbauers die Informationen zusammen und die Nachschau startete. Die Vorabauffindung hätte demnach in 1h stattfinden müssen. Dabei hätte Schlittenbauer seine Söhne nachschauen geschickt obwohl er um die Leichen wusste und nicht sicher sein konnte, dass da noch ein Täter rumlief. Er hätte eine Tür aufbrechen und später wieder verschliessen müssen. Er hätte den Tatort verändern und sich so weit beruhigen müssen, um danach in aller Ruhe erst mal zu vespern. Und er hätte sehr viel Glück haben müssen, am Hof nicht vermisst zu werden, gerade in der Zeit, wo man die Leute fürs Vesper zusammenrief.
Für mich sind das zu viele Konjunktive...
Die folgende Darstellung zeigt meiner Meinung nach schön, welche Infos verlässlich sind und wie der Tat so verlief: https://www.hinterkaifeck.net/wiki/index.php?title=Sachverhalte:_Vergleich:_Der_Auffindungstag#Was_geschah_wann_am_4._Ap...

@arschimedes
Im Wiki kann ich nicht jede Unstimmigkeit in den Akten aufbereiten. Da ist Quellenkompetenz gefragt.
Es gibt 2 erhaltene Dokumente zur Obduktion: die Telefonnotiz vom 7. April 1922 und der Bericht des Staatsanwaltes Renner vom 10. April 1922.
Beide Berichte weisen auf Würgemale bei jeweils 1 Frau hin. Keiner schreibt von Würgespuren bei beiden Frauen, jedoch sind die Angaben, welche Frau diese Spuren aufwies widersprüchlich: während die Telefonnotiz Frau Gruber mit den Würgemalen in Verbindung bringt ordnet sie Renner Viktoria Gabriel zu.
Insgesamt liegt da eine Verwechslung der Frauen in 1 Quelle viel näher als dass beide Berichte den Fehler machen und jeweils 1 Frau vergessen.



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Mordfall Hinterkaifeck

29.07.2020 um 14:37
Zitat von jaska
jaska
schrieb:
Im Wiki kann ich nicht jede Unstimmigkeit in den Akten aufbereiten. Da ist Quellenkompetenz gefragt.
Es gibt 2 erhaltene Dokumente zur Obduktion: die Telefonnotiz vom 7. April 1922 und der Bericht des Staatsanwaltes Renner vom 10. April 1922.
Beide Berichte weisen auf Würgemale bei jeweils 1 Frau hin. Keiner schreibt von Würgespuren bei beiden Frauen, jedoch sind die Angaben, welche Frau diese Spuren aufwies widersprüchlich: während die Telefonnotiz Frau Gruber mit den Würgemalen in Verbindung bringt ordnet sie Renner Viktoria Gabriel zu.
Insgesamt liegt da eine Verwechslung der Frauen in 1 Quelle viel näher als dass beide Berichte den Fehler machen und jeweils 1 Frau vergessen.
Dann sollte man das Wiki vielleicht dahingehend erweitern, um weiteren Missverständnissen vorzubeugen.



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Mordfall Hinterkaifeck

31.08.2020 um 18:28
Theorie:

Es gab 2 Mörder.

1. Andreas Gruber bringt seine Tochter und seine Frau, rasend vor Wut (Übertötung) mit seiner Reuthaue um. Bislang ging man immer davon aus, dass die 4 Getöteten nacheinander in den Stall "gelockt" worden wären. Aber was, wenn sie schon längst da waren? Was, wenn seine Frau ihn direkt inflagranti erwischt hatte? Die Tatzeit von ca. 17-19:30 Uhr legt dieses nahe. Was, wenn seine Tochter ihm eröffnet hat, sich von der Familie loszusagen und wegzuziehen (man beachte hier auch das Gold im Beichtstuhl oder den hohen Geldbetrag, den Viktoria zusammenbrachte bzw. sich lieh und der dann verschwunden war).
Letztlich wird es einen Grund gegeben haben, einen Streit, der die aufgestaute Wut und das Temperament von Andreas zum Überkochen brachte und er wie ein Irrsinniger auf seine eigene Familie einhackte. Es kann durchaus sein, dass er die Tat sogar geplant hatte und nicht so sehr aufgewühlt war, dieses lässt sich auch mit seinen Aussagen erklären, es sei eingebrochen worden und er hätte Spuren im Schnee entdeckt (denen er selbst aber auch nicht weiter nachgegangen ist und fremde Hilfe ablehnte -> hat er schon hier falsche Fährten legen wollen?)
Andreas war sehr geübt im Umgang mit der Reuthaue, daher sind die Kopfverletzungen ganz gezielt gesetzt, nur ein Geübter kann -zumal emotional aufgebracht- so sicher im Treffen und Töten sein.
Die Enkelin Cilly wurde am Kiefer getroffen, sie wehrte sich vehement und daher musste er das Kind auch zum Schweigen bringen. Cilly war nur spärlich bekleidet, vllt wollte sich Andreas auch an ihr vergehen?
Um Mitwisser zu beseitigen, musste auch die neue Magd und Enkel Josef sterben, letzterer vermutlich, weil er in Andreas Augen eine Schande für die Familie darstellte und der Schlittenbauer der Vater war. Vielleicht wollte er sich auch einfach nicht um ihn kümmern bzw. hätte sein Schreien Aufmerksamkeit erregt. Beide, sowohl Magd wie auch Josef, wurden im Gegensatz zu den anderen 3 Hofbewohnern eher "rational" getötet. Hier zeigte sich keine Emotionalität.

Nachdem Andreas sein Werk vollendet hatte, versteckte er die Reuthaue mitsamt seines Taschenmessers im Zwischenboden des Stalls, ein Versteck, welches nur Ortskundige wissen konnten und da er sehr geizig war, hat er noch nicht einmal über die Vernichtung des Werkzeugs nachgedacht.
Dann verbrannte er die Kleider seiner Opfer im Ofen, dabei wurde er gesehen. Er aß vom Rauchfleisch, riss in der Wohnstube noch das Kalenderblatt vom 31.03. ab und war vermutlich höchst aufgewühlt und sich seiner weiteren Handlungen überhaupt nicht sicher, in seiner Abgebrühtheit hat er ggfs. noch selbst das Vieh gefüttert und gemolken, vielleicht hat er versucht, so viel Normalität wie eben möglich aufkommen zu lassen.

2. Lorenz Schlittenbauer hat am 01. April den Hof besucht, vermutlich die Leichen entdeckt, Andreas Gruber zur Rede gestellt oder wurde von ihm angegriffen und hat dann (in Notwehr?) mit der sich dann noch vor Ort befindlichen Spitzhacke (wurde später von den Rindern abgeleckt) Andreas Gruber umgebracht. Das Verletzungsmuster von Andreas Gruber war nämlich ein völlig anderes als bei den anderen 5 Bewohnern, was von dem anderen Tatwerkzeug herrührte.
Der Schlittenbauer bekam es mit der Angst, hastet wurde Andreas auf die Leichen seiner Frau und Tochter geworfen, alles mit Tür und Stroh zugedeckt. Dann schlich er um den Hof und wurde mit Taschenlampe am 01.April auch noch gesehen. Tage später schickte er dann erst seine Söhne um nach dem Rechten zu schauen und war dann beim Betreten des Hofes selbst höchst merkwürdig, kannte sich zu gut aus und ging auch in das Wohnhaus, weil er sich hier sicher sein konnte, dass niemand mehr am Leben war.

Gut?



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Mordfall Hinterkaifeck

31.08.2020 um 19:12
@DrDentist
Grüsse dich.
Zitat von DrDentist
DrDentist
schrieb:
Was, wenn seine Frau ihn direkt inflagranti erwischt hatte? Die Tatzeit von ca. 17-19:30 Uhr legt dieses nahe.
Warum? Werden Liebespaare immer um diese Zeit erwischt? Oder was meinst du damit.
[/quo te]
Zitat von DrDentist
DrDentist
schrieb:
Dann verbrannte er die Kleider seiner Opfer im Ofen, dabei wurde er gesehen.
Die Opfer waren alle noch vollständig bekleidet!



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Mordfall Hinterkaifeck

31.08.2020 um 21:23
Zitat von DrDentist
DrDentist
schrieb:
1. Andreas Gruber bringt seine Tochter und seine Frau, rasend vor Wut (Übertötung) mit seiner Reuthaue um. ...
Da müsstest du dich mal entscheiden. War er nun rasend vor Wut? Oder eher kaltblütig? War die Tat geplant oder waren alle eher zufällig im Stall?

Und wenn es eine hochemotionale Affekt-Tat war, wieso beseitigt der Gruber die Leichen nicht? Falls es kaltblütig-geplant war, warum flieht er dann nicht?
Zitat von DrDentist
DrDentist
schrieb:
2. Lorenz Schlittenbauer ...
Wieso geht der nicht einfach zur Polizei? Warum sollte er Angst haben? Vor was denn? Immerhin wäre er der einzige Überlebende und wahrscheinlich der Held des Tages.



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Mordfall Hinterkaifeck

01.09.2020 um 08:19
Guten Morgen und schön zu lesen, dass ihr euch kritisch mit meiner Story auseinander setzt.

@Hathora
Ich meinte, die Tatzeit legt dieses nahe, weil die Morde nicht mitten am Tag passiert sind und es durchaus sein kann, dass sich die beiden, Viktoria und Andreas, immer im Halbdunkel trafen, da um diese Uhrzeit sicherlich das Vieh versorgt werden musste und somit ein Stelldichein besser zu bewerkstelligen war, da Vater und Tochter sowieso im Stall waren und dort arbeiteten.

Die kleine Cilly trug nur ein spärliches Unterhemd/Kleidchen, auch Andreas hatte Unterhose und Unterhemd an beim Auffinden. Was, wenn er versucht hatte, sich seiner blutigen Kleider zu entledigen? Der Ofen ist nie untersucht worden. Dafür wurde aber von mehreren Personen geschildert, dass sich noch jemand am Ofen zu schaffen gemacht hat und es "nach Lumpen" stank.

@Ahmose
Wie Du siehst, bin ich mir in einigen Punkten in letzter Konsequenz nicht sicher. Es spricht etwas für Vorsatz (falsche Spuren legen im Vorfeld) ebenso für den Affekt (Übertötung). Andreas konnte die Leichen nicht mehr beseitigen, weil er selbst einen Tag später umgebracht wurde. Er hatte zwar versucht, noch ein Loch auszuheben, da der Boden gefroren war, war er nicht weit gekommen. Wäre er geflohen, hätte man ihn sofort der Tat verdächtigt. Ich schätze, er war nach der Tat einfach planlos, wie es weitergehen sollte. Vielleicht hat er die Nacht vom 31.03. zum 01.04. auf dem Heuboden verbracht, dort vom Rauchfleisch gegessen und dort die Dachschindeln beiseite geschoben, um rechtzeitig vor dem Eintreffen von fremden Personen gewarnt zu sein. Kommt Zeit, kommt Rat, so hat er gedacht und sich erst einmal einen Plan überlegen wollen.

Letztlich ist es aber überhaupt nicht entscheidend, ob Andreas aufgebracht war oder kaltblütig, entscheidend ist einfach nur ein Detail: Die versteckte Reuthaue. Es gibt so viele Theorien über den Mörder/die Mörder: Lorenz Schlittenbauer, Anna Schlittenbauer mit Bruder, Rechtsradikale aus Mündchen, Landstreicher, ...
Doch niemand von denen kennt den Zwischenboden. Und niemand von denen würde nach so einer Tat in Seelenrühe auf dem Dachboden Holzbretter lösen und dort nach einem Versteck suchen. Dieses kann einzig und allein nur Andreas Gruber gewesen sein. Und das Motiv liegt auf der Hand: Geiz. Er hatte (nach den Morden) geplant, die Morde zu vertuschen. Er hatte geplant, die Leichen zu beseitigen.

Lorenz Schlittenbauer kommt als Mörder an Andreas deswegen für mich in Betracht, weil auch er am 01.04. nachweislich mit einer Taschenlampe am Hof gesehen wurde. Er hatte natürlich Angst, sofort als 6-fach Mörder von der Polizei behandelt zu werden. Beim Verlassen des Hofes sprach ja nichts dafür, dass er nur den Andreas in Notwehr erschlagen hatte. Er hatte Angst, weil er wusste, dass man ihm seine Liebschaft mit Viktoria vorhalten würde und man da auch ein Motiv zusammenschustern konnte. Deswegen ist er ohne ein Wort in die Nacht verschwunden.



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01.09.2020 um 09:02
@DrDentist
Zitat von DrDentist
DrDentist
schrieb:
Dafür wurde aber von mehreren Personen geschildert, dass sich noch jemand am Ofen zu schaffen gemacht hat und es "nach Lumpen" stank.
Wer sind diese "mehreren Personen"?



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Mordfall Hinterkaifeck

01.09.2020 um 09:56
@DrDentist
Also mir ist das alles zu wirr und zu unfundiert, was Du da schreibst. Mit wem soll sich AG im Stall zu einem Stelldichein getroffen haben? Er und seine Tochter waren kein Liebespaar, falls Du das meinst. Das war Missbrauch. Oder das Verbrennen der Kleidung der Opfer im Ofen - die Opfer waren doch nicht nackt aufgefunden worden. AG und Cilli hatten wohl nur Unterwäsche an, kommt wohl daher, dass sie sich fürs Bett fertiggemacht hatten. Was willst Du mit dem "Gold im Beichtstuhl" sagen mit "man beachte"? Das war GELD, kein GOLD, das ist ein Unterschied. Es handelt sich dabei um die damalige Währung Goldmark. Und so weiter.

Das sind jetzt nur ein paar Beispiele. Könnte es beliebig weiter ausführen.



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Mordfall Hinterkaifeck

01.09.2020 um 10:49
@Schissler

siehe oben. Z.B. seine eigene blutverschmierte Kleidung. Oder die von Cilly... Letztlich wäre das mit dem Ofen aber auch völlig irrelevant und ich finde den Rest überhaupt nicht wirr. Wer hat denn deiner Meinung nach die Reuthaue dort oben versteckt?
Jähzorn war schon immer ein starkes Moment.



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Mordfall Hinterkaifeck

01.09.2020 um 10:52
@jaska

https://www.hinterkaifeck.ch/beweise-indizien/



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Mordfall Hinterkaifeck

01.09.2020 um 10:53
Zitat von DrDentist
DrDentist
schrieb:
Wer hat denn deiner Meinung nach die Reuthaue dort oben versteckt?
wer wohl? Der Täter, oder was meinst du?



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Mordfall Hinterkaifeck

01.09.2020 um 10:54
@DrDentist
Mehr nicht? Ein Link auf eine Autorenseite?



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Mordfall Hinterkaifeck

01.09.2020 um 10:54
Zitat von DrDentist
DrDentist
schrieb:
Dann verbrannte er die Kleider seiner Opfer im Ofen, dabei wurde er gesehen.
Du schriebst, er verbrannte die Kleider seiner Opfer im Ofen.
Jetzt soll es plötzlich seine eigene Kleidung gewesen sein.

Wer genau die Reuthaue versteckt hat, weiß ich nicht, ich würde aber mal sagen, es kann nur einer gewesen sein: DER TÄTER.



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Mordfall Hinterkaifeck

01.09.2020 um 10:57
@jaska
@DrDentist

Dachte ich es mir doch, dass da der Hase im Pfeffer liegt. Das ist doch der Schweizer Autor, der AG als Täter sieht. Daher weht also der Wind .....



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Mordfall Hinterkaifeck

01.09.2020 um 11:10
@DrDentist
Zitat von DrDentist
DrDentist
schrieb:
Doch niemand von denen kennt den Zwischenboden. Und niemand von denen würde nach so einer Tat in Seelenrühe auf dem Dachboden Holzbretter lösen und dort nach einem Versteck suchen. i
Das Versteck unter den Dielen beim Kamin nahe der Kammer auf dem Dachboden kannten vielleicht alle Dienstboden auf Hinterkaifeck denn die Kammer war eine Dienstbodenunterkunft. Das Versteck hat höchstwahrscheinlich einer von ihnen angelegt und Gruber musste es nicht unbedingt kennen.

Eine andere Möglichkeit:
Es war kein Versteck.Der Mörder hat beim Verlassen des Hofes den Weg über den Dachboden genommen und dabei die Haue versteckt indem er einfach ein Dielenbrett gelöst hat, das Isoliermaterial herausgekratzt hat, Haue hinein und Brett wieder festgetreten.



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Mordfall Hinterkaifeck

01.09.2020 um 11:48
@Hathora

Okay, dass auf dem Heuboden eine Kammer gewesen sein soll, ist mir in der Tat neu, bislang habe ich nur Quellen gelesen, die von einem einzigen großen Dachboden ohne Abtrennungen geschrieben haben. Bei deiner Theorie kann es dann ja nur einer der Dienstboten sein, die dort wie Du schreibst, das Versteck selbst angelegt hatte. Dieses würde auch eine persönliche emotionale Bindung erklären.

Deine andere Möglichkeit ist mir persönlich leider zu wage. Warum sollte der Mörder erst über den Dachboden entschwinden? Der Hof hatte mehrere Tore/Türen, so dass es keine Notwendigkeit gab, erst auf den Dachboden zu klettern. Weiterhin ist doch bemerkenswert, dass es diesen Zwischenboden gibt. Woher soll das ein Außenstehender wissen, dass es zwei Schichten Dielenbretter mit Isolierschicht gibt und nicht nur eine ohne Isolation?

@Schissler

Ja und deswegen ist doch Andreas besonders tatverdächtig. Vielleicht ist es ja so, dass nie ein Täter ermittelt wurde, weil man sich damals nie hätte vorstellen können, dass es so gewesen ist wie beschrieben. Und noch mal: Wer welche Dinge im Ofen verbrannt hat ist doch eigentlich nebensächlich, für mich ist das Versteck der Reuthaue ein absolut wichtigeres Indiz. Niemand macht sich die Mühe, in einem fremden Haus fremdes Werkzeug zu verstecken. Warum lag dann nämlich die eine blutverschmierte Hacke noch im Stall und die Reuthaue mitsamt Taschenmesser war an einem Ort versteckt, den schwerlich Fremde kennen konnten.



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