Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Mordfall Tristan

20.639 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Frankfurt, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Tristan

Mordfall Tristan

26.03.2021 um 16:06
Nachdem ich vor Ort war, vermute ich Folgendes:

Der Täter wusste ganz genau, dass Erwachsene durch den Tunnel nicht (bzw. kaum) durchlaufen. Das Risiko aus- oder abzurutschen würden die meisten nicht eingehen. Gerade, wenn das Ukraut gewachsen ist, ist der Weg total schlecht. Ein Riesenumweg ist der reguläre Weg auch nicht. Da gibt es einen Trampelpfad, der auf zum Fußgängerweg führt.

Der Tunnelweg im Gesamten ist unbequem, bei Regen sicher auch matschig, also jeweils draußen. Zudem ist der Laufweg des Tunnels eng (1 Person passt locker durch, wenn sich von beiden Seiten Personen begegnen, müsste eine immer ausweichen). Möglicherweise gab es auch damals Umzäunungen (jedoch keine Gitter direkt an den Tunneleingängen).

Ich kann mir vorstellen, dass erwachsene Personen mit einigen wenigen Ausnahmen höchstens aus folgenden Gründen sich dort mal aufgehalten haben: sexuelle Handlungen, Drogenkonsum, ggf. illegale Müllentsorgung.

Ziemlich Mut hatte er aber dennoch, denn die Gewalteinwirkung auf Tristan vor dem Tunnel hätte mit Sicherheit gesehen und gehört werden können. In der Nähe von beiden Eingängen ist jederzeit mit Fußgängerverkehr zu rechnen, im Nordteil m. E. noch mehr. Tristan wird sicher auch geschrien haben. Echt blöd, dass dann keiner das mitbekommen hat.

An beiden Eingängen des Tunnels laufen Personen vorbei. Im Südeingang befindet sich ein Mehrfamilienhaus mit Balkonen. Im Nordeingang 2 Spielplätze mit Bänken.

Das war dem Täter bewusst: Die Mordhandlung im Tunnel ist von außen nicht gut sichtbar. Die Gewalteinwirkung vor dem Tunneleingang dagegen schon, aber das Risiko ist er eingegangen. Wenn da jetzt eine mehr oder weniger komische Gestalt herausläuft, fällt es auf, aber je nachdem, ob der Täter Blutflecken am Körper hatte, denkt man sich auch nichts dabei. So konnte er sic frei und weniger auffällig draußen bewegen. Dass ein Erwachsener ihn im Tunnel bei der Tat erwischt, war zwar theoretisch möglich, aber eher unwahrscheinlich. Er dürfte auch gewusst haben, dass kommende Kinder, mit denen zu rechnen war, bei so einer Sache Angst bekommen und wieder weglaufen.

So krank solche Täter auch sind, so genau wissen sie auch, dass sie etwas grob Strafbares anrichten.

Der Plural "mit mehreren Erwachsenen" (laut M. Haas; Nachhilferlehrerin) könnte möglicherweise bedeuten, dass einige dieser Triebtäter sich untereinander kannten. Hier kommt die Theorie mit dem Kiosk-Mann in Betracht, der irgendwie bei der Sache mitgewirkt haben könnte.

Die Tat wurde mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit von einem Täter ausgeführt.

Noch was zur Hasenscharte: Wenn das tatsächlich eine Hasenscharte ist, die man bereits bei Geburt hat, wird sie operiert. Auf dem Bild ist sie sehr auffällig, dürfte aber real weniger auffallen. Bezüglich möglicher Patientendaten kann man aber davon ausgehen, dass solche Berichte aus den 60ern und 70ern (angenommener Zeitraum des Geburtsjahres des Täters) damals schwer auffindbar gewesen sein müssen.

Der Hauptverdächtige ist der Zopfmann, für mich als 2. Verdächtiger der Mann am Kiosk. Nachdem ich gesehen habe, wie klein die Räumlichkeit dort ist, kann mir ein zufälliges Begegnen kaum vorstellen. Aber gut, mehr kann man hier auch nicht herausfinden.
Zitat von schnuffonschnuffon schrieb:Die Anlage wurde seit 98 komplett umgestaltet.
Ja, aber der Ort ist noch derselbe oder? Damals gab es noch WCs dort. Die Sichtbarkeit müsste damals genauso sein.
Zitat von Niederbayern23Niederbayern23 schrieb:Was allerdings nicht egal ist, ist das sich der Tag der Tat schon wieder jährt, ohne neue Hinweise.
Hinweise an sich gibt es ja massig. Den Zopfmann haben mit Sicherheit noch mehr Leute der Polizei gemeldet, aber ohne konkreten Namen und/oder Adresse wird die Polizei niemanden ermitteln können. Anders würde es aussehen, wenn der Mann aktuell Personen belästigen würde, dann hätte man eine aktuelle Beschreibung. Jetzt wird es ja sowieso schwer, wer weiß, ob der Täter am Bahnhof nicht frei herumläuft. Ich meine, wenn er zufällig am Tatort gesehen wurde, war er mit Sicherheit noch öfter dort. Wenn er damals 25 war, ist er heute fast doppelt so alt, hat möglicherweise weiße Haare, andere Frisur oder gar eine Glatze, anderes Gewicht, anderes Aussehen. So ist das Auffinden fast schon unmöglich, man kann nicht so einfach Fingerabdrücke nehmen, es sei denn, man würde einen finden, der total auf die damalige Beschreibung passt. Es trifft wohl zu, wie die Polizei vermutet hat, dass der Täter wohl sozial zurückgezogen lebt und ihn fast keiner persönlich kennt. Wer weiß, ob der Täter hier sogar nicht mitliest.

Wir können nur hoffen, dass er noch einen Fehler macht und die Polizei auf ihn aufmerksam wird. Damit meine ich nicht einen Ladendiebstahl, schwarzfahren oder dergleichen. Ihr wisst schon, was ich meine. Ich weiß, dass die Polizei bestimmte Tauschbörsen verfolgt und bei Nutzern, die Kinderp. verbreiten oder herunterladen, eine Hausdurchsuchung durchführt.

Ich kann mir vorstellen, dass er zu dieser Tat die damaligen Zeitungsartikel aufbewahrt hat.


3x zitiertmelden

Mordfall Tristan

26.03.2021 um 16:35
Zitat von InspectorGaInspectorGa schrieb:Der Plural "mit mehreren Erwachsenen" (laut M. Haas; Nachhilferlehrerin) könnte möglicherweise bedeuten, dass einige dieser Triebtäter sich untereinander kannten. Hier kommt die Theorie mit dem Kiosk-Mann in Betracht, der irgendwie bei der Sache mitgewirkt haben könnte
Von welchen "Triebtätern" sprichst Du? Es gibt nur die Ausage, dass Tristan öfter mit Erwachsenen gesehen wurde, alles andere ist reine Spekulation.
Was den Mann am Kiosk angeht, steht nicht einmal fest, ob er etwas mit Tristan zu tun hatte. Erkennbar ist nichts.

Wie waren die Gegebenheiten am Tattag und den Tagen davor? Wenn es rutschig und matschig war, stellt sich die Frage, ob man dann diese Abkürzung wählt, oder nur, wenn man sowieso zum Tunnel will?


1x zitiertmelden

Mordfall Tristan

26.03.2021 um 18:08
Heute sind es 23 Jahre und so wie es aussieht gibt es leider keine Berichte in den Medien. Aber früher oder später bekommt der Täter seine Strafe. Ich hoffe sehr das der Fall nächstes Jahr , mit einem neuen Team nochmal komplett neu aufgerollt wird....

Wir vergessen dich nicht , Tristan! 🙏🕯


melden

Mordfall Tristan

26.03.2021 um 18:24
Zitat von InspectorGaInspectorGa schrieb:Ich kann mir vorstellen, dass erwachsene Personen mit einigen wenigen Ausnahmen höchstens aus folgenden Gründen sich dort mal aufgehalten haben: sexuelle Handlungen, Drogenkonsum, ggf. illegale Müllentsorgung
Fey sprach von lichtscheuen Gestalten, ich denke das würde als Überbegriff passen.
Was mich irritiert:
Hier schrieb mal sehr glaubwürdig eine Userin, dass sie öfters mit ihrer Kollegin durch den Tunnel lief, wenn sie spät dran war und keinen Parkplatz erwischte (finde den Absatz nicht mehr).
Ich glaube dir die Beschreibungen vor Ort zweifellos:
Zitat von InspectorGaInspectorGa schrieb:Der Tunnelweg im Gesamten ist unbequem, bei Regen sicher auch matschig, also jeweils draußen. Zudem ist der Laufweg des Tunnels eng (1 Person passt locker durch, wenn sich von beiden Seiten Personen begegnen, müsste eine immer ausweichen). Möglicherweise gab es auch damals Umzäunungen (jedoch keine Gitter direkt an den Tunneleingängen).
Könnte es sein, dass der Weg zum Tunnel Süd damals „bequemer“ war als heute?


melden

Mordfall Tristan

26.03.2021 um 18:30
Das wird sicher keiner vergessen, das KANN man nicht vergessen und auch der Täter wird es nicht vergessen haben. Es geht einfach nicht in meinen Kopf, wie jemand so eine Tat auf diese Art und Weise begehen und dann für immer und ewig einfach abtauchen kann, nie wieder in irgendeiner Form auffällig wird, das gibt es eigentlich nicht. Die gesamte Szenerie schreit förmlich nach einem Serientäter der ein paar Tage, Wochen, Monate später wieder zuschlägt, und dann wieder und wieder.

Natürlich, es ist trotzdem nicht auszuschließen dass ein Serientäter am Werk war, denn auch ein solcher muss nicht zwangsläufig jede Tat nach dem gleichen Muster begehen, es ist möglich dass es weitere Taten gibt bei denen einfach niemand den Zusammenhang erkannt hat, weil sich der Modus Operandi stark unterscheidet oder örtlich eine so weite Entfernung vorliegt dass man die Taten nicht in Verbindung bringt.

Den unauffälligen, netten Nachbarn als Täter, dem du es nie zugetraut hättest, so wie es in vielen anderen Fällen war, den vermute ich hier nicht, das ist einfach schwer vorstellbar, denkbar höchstens dass er wirklich derart isoliert lebt dass es überhaupt keine Menschen in seinem Umfeld gibt die auf den Gedanken kommen könnten "der ist merkwürdig".

Dank geht raus an @InspectorGa an dieser Stelle für die Eindrücke vor Ort, auch wenn damals sicher vieles dort anders ausgesehen hat wie heute irritiert auch mich der Teil dieses Vorgangs der sich außerhalb des eigentlichen Tunnels ereignet hat. Das kann wohl wirklich nur dadurch erklärt werden dass Tristan es kurzzeitig geschafft hat zu fliehen, der Täter ihn aber wieder eingeholt hat. Dem Täter war wohl bewusst dass er Probleme bekommt wenn Tristan davonkommt, und so hat er womöglich in Panik einfach das Risiko genommen ihn draußen wieder einzufangen. Mit dem Wissen dass die Tunneleingänge und die Bereiche davor auf beiden Seiten doch gar nicht SO uneinsehbar sind wie ich anfangs vermutet habe (vor allem das Wohnhaus direkt gegenüber, soviele Fenster und keiner hat gerade rausgeschaut wtf) und das kombiniert mit dem Fakt dass die Chance GEHÖRT zu werden nochmal um einiges größer war als gesehen zu werden, ist es eigentlich wirklich unfassbar dass die Sache derart "glatt gelaufen" ist, btw dass er tatsächlich ungehindert die Tat begehen und sich von der Örtlichkeit entfernen konnte, ohne kurz darauf erwischt zu werden... Unfassbar einfach.


1x zitiertmelden

Mordfall Tristan

26.03.2021 um 21:19
Zitat von abberlineabberline schrieb:Von welchen "Triebtätern" sprichst Du?
Von den mehreren Erwachsenen, die mit Tristan unterwegs waren. Glaube nicht, dass das einfache "Kumpel" waren, sondern eher Männer mit schlechten Absichten.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Was den Mann am Kiosk angeht, steht nicht einmal fest, ob er etwas mit Tristan zu tun hatte. Erkennbar ist nichts.
Natürlich ist das meiste hier Spekulation. Beweisen kann man es nicht, aber in den Dokus und auch bei der Polizei steht "in Begleitung eines Mannes". Der dürfte sich nie gemeldet haben, was sehr verdächtig wäre. Erkennbar ist eindeutig, dass die beiden vom Eingang, der nur ca. 2-3 Meter vom Sichtbereich der Kamera entfernt ist, zusammen am Kiosk vorbeilaufen. Was war das Ziel des Mannes? Hat er sich verlaufen oder musste er zurück? --> Dann wäre er wieder raus, aber wenn man ganz genau schaut, tut er es eben nicht! Er tut eher so als würde er rauslaufen. Gut, es könnte theoretisch möglich sein, dass er den anderen Ausgang benutzt hat, aber was hatte er da so kurz mit Tristan für einen Kontakt? So nach: "Hast du mal ne Kippe oder ein Feuerzeug? "/ oder "oh sorry, hab dich versehentlich angerempelt" sieht es nicht aus.

Der gesenkte Kopf des Mannes Richtung Tristan schauend und dass beide parallel laufen und Tristan Richtung Kamera (also auch Richtung des Mannes) schaut, ist trotz mieser Qualität erkennbar. Er kann auch ein völlig Unschuldiger sein, aber Augenkontakt hatte er mit Tristan. Und ausgerechnet als Tristan am Ziel, also an den Telefonen ist, dreht er sich um, läuft aber nicht raus, sondern verschwindet nur von der Kamerafläche. Könnte auch einer der Erwachsenen sein, der mit Tristan abhing, aber mit dem Mord nichts zu tun haben muss. Es ist einfach der Gesamteindruck, besonders weil der unschuldige Junge auf dem Video keine 2 Stunden nach der Aufnahme mehr leben wird :(


@Niederbayern23
Bezüglich Trampelpfad. Der Weg vom Bahnhof ist (heute) zementiert. Ein Weg führt zu einer Brücke, der andere ist ein Trampelpfad, der sofort aus Richtung Bahnhof kommend rechts gleich zum Tunnel runter führt. Geht man den Weg statt rechts runter, gerade aus weiter (der Weg führt ein bissel nach unten), landet man auf einem Fußgängerweg und zur Straße. Dort nach rechts ist ein großer Tunnel, worin Autos durchfahren und Passanten laufen. Ich habe genau diesen Weg genommen (ohne mich dort auszukennen, hatte ja die vielen Videos dazu gesehen). Ich bin dort rechts im Tunnel gelaufen und dort am Ende führt rechts ein schmaler Weg worin eine Art Schranken sind (wohl damit keiner mit einem Fahrrad dort fährt, da etwas steil). Dann ist mir der Spielplatz und die Brücke aufgefallen, wo unten der Nordeingang des Tunnels ist und wo Spiegel TV mehrmals war.

Ahhhhhhhhhh: Ich weiß jetzt, was du meinst. Diesen Weg habe ich leider versäumt anzuschauen. Er könnte aber auch Richtung Bahnhof führen, jedoch die andere Seite, wo NICHT der Kiosk ist?

Vergleiche Polizeifoto aus 1998 (auffällig:Gebiet deutlich "grüner" als heute):
5-Der-Trampelpfad-hinab-zum-Tunnel

20210323 113751Original anzeigen (6,9 MB)


Auffällig heute: Keine Bäume, die den Tunnel von außen komplett abschotten.

Im Sommer dürfte der Weg aber noch unbequemer sein, wenn alles zugewachsen ist. Da der Tunnel nicht zum Durchqueren gedacht war, dürften dort nicht etwa entsprechende Arbeiten von der Forstabteilung der Stadt unternommen worden sein, um das Unkraut zu beseitigen oder das Gebüsch zu zerschneiden.

Brücke wo der Nordeingang ist:
1998 (genau in der Mitte der Brücke links runter geht es zum Nordeingang des Tunnels):

1-Weg-von-der-AdelonstraC39Fe-kommend-zu


2021 (meine Aufnahme ist aus der anderen Richtung, wie richtig vermutet, wurde der Gang zum Tunnel mit Jägerzaun (heute verrosteter Metallzaun) gesperrt, man kann ihn aber leicht umgehen (wohl auch einer der Gründe, dass Erwachsene den Tunnelpfad vermieden):
20210323 114247webOriginal anzeigen (5,6 MB)
Zitat von CapitanoCapitano schrieb:Die gesamte Szenerie schreit förmlich nach einem Serientäter der ein paar Tage, Wochen, Monate später wieder zuschlägt, und dann wieder und wieder.
Das haben wohl fast alle erwartet, sei es die Ermittler, die Profiler oder die Bevölkerung.
Hier nochmals der Hinweis auf einen ähnlichen Fall (Opfer fast gleich alt, Genitalverstümmelung nach dem Tod, brutale Ermordung mit 38 Messerstichen, Massen DNA-Abgleich ohne Ergebnis). Aber: Täter total unauffällig, die Polizei sagte bildhaft, dass er wohl noch nicht mal über eine rote Ampel gelaufen sein müsste. Später hat er einen Fehler gemacht: Er wurde durch den Konsum von Kinderpornografie auffällig. Die Polizei durchsuchte seine Wohnung. Dann der entscheidende Hinweis: Er bewahrte die etwa 10 Jahren Zeitungsartikel, die seine Tat beschreiben (mit handschriftlichen Notizen). Darauf angesprochen erzähle er zunächst eine falsche Geschichte, um nicht als Täter dazustehen. Er hatte aber Täterwissen, was sonst nur die Polizei wusste. Festnahme = bei der Polizeidienststelle dann das Schuldeingeständnis.

Einziger Unterschied: Täter und Opfer kannten sich zuvor nicht. Beim Fall Tristan womöglich schon.

Auffällig: Am Opfer wurden DNA von 2 verschiedenen Personen festgestellt, es gab aber nur einen Täter. Ein weiterer 16-jähriger wurde festgenommen und hatte einen jahrelangen Ärger mit der Justiz und der Opferfamilie, am Ende wurde alles eingestellt.

Der wahre Täter war zur Tatzeit etwa 36 Jahre alt.
https://www.mopo.de/news/mordfall-tobias-rolf--h--zu-lebenslanger-haft-verurteilt-5318816

Ich könnte mir vorstellen, dass man vom Hochhaus zwar den Bereich zum Tunnel sieht, aber das Tunnelinnere sehr schwer, aber Schreie sollte man hören können. Es war halt März, womöglich kalt und die Fenster waren zu und keiner hielt sich auf dem Balkon auf. Oder aber: man sieht etwas, kann es aber nicht einem Mord o. Ä, zuordnen (genauso wie die Kinder), da das Tunnelinnere stockdunkel ist.

Unfassbar ist ja auch, dass er höchstwahrscheinlich nach der Tat 1 Woche später wieder jemanden belästigt hat. Ein Vater eines Jungen hatte die Polizei verständigt, ob die Belästigung vor der Tat war, ist mir unbekannt. Auch er wurde als "Zopfmann" beschrieben.
Und höchstwahrscheinlich 2 Jahre später laut eines Zeugen sich am Nordeingang aufhielt. Der Täter muss echt so gestört sein, dass er irgendwie noch Reize hatte, an den Tatort zu gehen. Da hätten nur Kinder spielen müssen, die ihn vom Sehen kennen und zufällig die Polizei.


2x zitiertmelden

Mordfall Tristan

27.03.2021 um 10:31
@InspectorGa
Ohne mir das Kiosk-Video nochmal angeschaut zu haben und ohne jemals dort gewesen zu sein, möchte ich zu bedenken geben:
Im Kiosk waren ja nicht nur Tristan und irgendwelche andere Kunden. Dort ist immer auch ein Verkäufer. Möglicherweise ist der Mann auf dem Video einfach der Verkäufer, der Tristan fragt, ob er ihm helfen kann, Tristan sagt, er wolle nur telefonieren, und damit ist das Gespräch beendet. Der Verkäufer könnte dann ins Lager gegangen sein, hinter die Kasse oder zu einem anderen Kunden.
Ich würde mich nicht allzu sehr auf den Mann in dem Video versteifen.
Zitat von InspectorGaInspectorGa schrieb:Einziger Unterschied: Täter und Opfer kannten sich zuvor nicht. Beim Fall Tristan womöglich schon.
Wie du schon selber sagst: "womöglich". Für mich gibt es immer noch keinen deutlichen Hinweis darauf, dass Tristan seinen Mörder vorher kannte. Ich halte es immer noch für denkbar, dass Tristan ein Zufallsopfer war. Dem Mörder reichte es sicher aus, dass ein Junge im "geeigneten" Alter allein in die Nähe des Tunnels kam. Der Unterschied muss also gar nicht gegeben sein.
Aber die Polizei wird sicher gründlich untersucht haben, ob der Mörder in dem anderen Fall auch Tristans Mörder war. Auffällig ist ja zumindest, dass nur zwei Jahre dazwischen liegen.


3x zitiertmelden

Mordfall Tristan

27.03.2021 um 11:23
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Wie du schon selber sagst: "womöglich". Für mich gibt es immer noch keinen deutlichen Hinweis darauf, dass Tristan seinen Mörder vorher kannte.
Mich wundert dann, dass sich der Zopfmann, der von der Nachhilfelehrerin mit Tristan auf der Straße beobachtet worden war, sich nie bei der Polizei gemeldet hat. In irgendeinem Video sagt ja die Nachhilfelehrerin, dass die beiden nebeneinander gingen und sie den Eindruck hatte, dass Tristan und der Zopfmann sich kennen würden.


1x zitiertmelden

Mordfall Tristan

27.03.2021 um 11:47
Zitat von InspectorGaInspectorGa schrieb:Von den mehreren Erwachsenen, die mit Tristan unterwegs waren. Glaube nicht, dass das einfache "Kumpel" waren, sondern eher Männer mit schlechten Absichten.
Mir fallen auch nicht all zu viele "gute Absichten" ein die einen Erwachsenen dazu bringen können mit 13-Jährigen abzuhängen.
Zitat von InspectorGaInspectorGa schrieb:Das haben wohl fast alle erwartet, sei es die Ermittler, die Profiler oder die Bevölkerung.
Hier nochmals der Hinweis auf einen ähnlichen Fall (Opfer fast gleich alt, Genitalverstümmelung nach dem Tod, brutale Ermordung mit 38 Messerstichen, Massen DNA-Abgleich ohne Ergebnis). Aber: Täter total unauffällig, die Polizei sagte bildhaft, dass er wohl noch nicht mal über eine rote Ampel gelaufen sein müsste. Später hat er einen Fehler gemacht: Er wurde durch den Konsum von Kinderpornografie auffällig. Die Polizei durchsuchte seine Wohnung. Dann der entscheidende Hinweis: Er bewahrte die etwa 10 Jahren Zeitungsartikel, die seine Tat beschreiben (mit handschriftlichen Notizen). Darauf angesprochen erzähle er zunächst eine falsche Geschichte, um nicht als Täter dazustehen. Er hatte aber Täterwissen, was sonst nur die Polizei wusste. Festnahme = bei der Polizeidienststelle dann das Schuldeingeständnis.

Einziger Unterschied: Täter und Opfer kannten sich zuvor nicht. Beim Fall Tristan womöglich schon.

Auffällig: Am Opfer wurden DNA von 2 verschiedenen Personen festgestellt, es gab aber nur einen Täter. Ein weiterer 16-jähriger wurde festgenommen und hatte einen jahrelangen Ärger mit der Justiz und der Opferfamilie, am Ende wurde alles eingestellt.

Der wahre Täter war zur Tatzeit etwa 36 Jahre alt.
https://www.mopo.de/news/mordfall-tobias-rolf--h--zu-lebenslanger-haft-verurteilt-5318816
Ja den Fall kenne ich aus dem Themen-Wiki, habe mich auch ein wenig eingelesen und es gibt wie du schon anmerkst, Gemeinsamkeiten. Schwer zu sagen ob die Taten in Verbindung stehen könnten.
Zitat von seneca22seneca22 schrieb:Mich wundert dann, dass sich der Zopfmann, der von der Nachhilfelehrerin mit Tristan auf der Straße beobachtet worden war, sich nie bei der Polizei gemeldet hat. In irgendeinem Video sagt ja die Nachhilfelehrerin, dass die beiden nebeneinander gingen und sie den Eindruck hatte, dass Tristan und der Zopfmann sich kennen würden.
Eben dieses. Dass es einen Zopfmann gab der mit Tristan zusammen gesehen wurde, und einen zweiten der gesehen wurde wie er sich vom Tatort entfernt, halte ich für absolut ausgeschlossen. Soviele Zufälle gibt es nicht.


melden

Mordfall Tristan

27.03.2021 um 12:54
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Möglicherweise ist der Mann auf dem Video einfach der Verkäufer, der Tristan fragt, ob er ihm helfen kann, Tristan sagt, er wolle nur telefonieren, und damit ist das Gespräch beendet.
Das ergibt doch gar keinen Sinn. Wieso sollte jemand, der eine Anzugshose + Lackschuhe und feines Hemd trägt im Kiosk arbeiten? Mit so einem Outfit?

Du verwechselst, glaube ich, den dickeren Mann der vorne steht, mit dem hinteren. Da du das Video nicht gesehen hast, ist das sowieso mühselig darüber zu schreiben.

Wäre mir ziemlich neu, dass ein Kiosk Verkäufer in so einem Outfit arbeitet und im Anschluss einfach weggeht :D


melden

Mordfall Tristan

27.03.2021 um 15:12
@AlteTante
Der Kiosk ist sehr klein, in den man nicht reingehen kann, sondern von der Glasscheibe aus bedient wird. Der Verkäufer wird es nicht sein, da in den Akten "eine männliche Person" steht (also ohne Hinweis auf einen Bekannten). Er hat sich ja nie gemeldet, zumindest damals nicht. Ich verdächtige ihn aber auch nicht als Mörder. Ob er mit dem Mord was zu tun hat, kann ich auch spekulativ gar nicht sagen, aber er muss Tristan gekannt haben, aber in einer Weise, die man nicht gerne zugibt.


Spiegel TV

Das Gespräch mit dem Vater soll 1 Minute gehen, er verbrachte aber fast 3 Minuten am Bahnhof...
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:ohne jemals dort gewesen zu sein
Ich hatte ja vorher schon den Verdacht. Durch einen Blick vor Ort hat sich mein Verdacht erhärtet. Der Kontakt muss zuerst draußen stattgefunden haben, da die beiden vom Eingang kommen - sich anschauen und etwa parallel laufen - , der nur wenige Schritte von der Szene im Video entfernt ist.
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Aber die Polizei wird sicher gründlich untersucht haben, ob der Mörder in dem anderen Fall auch Tristans Mörder war.
Er war es nicht, das war nur ein Referenzbeispiel, da die Tat ähnlich grausam ist. Die andere Tat geschah aber auch ganz woanders, Raum Stuttgart (über 200 km zu F. Höchst). Nur das Täterprofil könnte passen: unauffälliges Leben als Mörder (eine einzige Mordtat)
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Für mich gibt es immer noch keinen deutlichen Hinweis darauf
Aber die etwa 10 Hinweise verschiedener Leute eines Zopfmannes, der Jungen hinterherlief und dass der Täter ebenfalls ein Zopfmann ist/war (ähnliche Personenbeschreibung), und dass ein Zeuge sich genau an "diesen" Zopfmann erinnert, der zum Phamtombild passt, sich im Jahr 2000 nochmal am Tatort herumtreibt, das ist kein deutlicher Hinweis? Die Nachhilfelehrerin meinte auch, dass das Phantombild in etwa ihren Wahrnehmungen hinkommt, 1:1 wird er sicher nicht so ausgesehen haben.

Glaubt ihr wirklich, dass es 3 oder mehr verschiedene Zopfmänner in diesem Fall gibt? Die 3 Kinder gaben an, dass der Täter einen Zopf hatte und dunkel gekleidet war, die Kleidung und den Zopf bestätigte eine weitere Zeugin (12 oder 14 Jahre alt). Glaubt ihr wirklich, dass "der" Zopfmann, der mit Tristan nur 1-2 Tage zuvor mit ihm gesehen wurde, gar nichts mit der Tat zu tun hat, sondern rein zufällig ein gleich aussehender Zopfmann ein "Zeuge" oder der Mörder ist? Scheint ja eine Zopfmann-Gang zu sein...

Es gibt wenige Wahrnehmungsalternativen: Bsp.: ungepflegt (offizielle Fahndung) vs. nicht ungepflegt (Nachhilfelehrerin, hat ihn aber aus etwas weiter Entfernung gesehen und ihn auf 1,80 m geschätzt. Denke 1,75 und 1,80 m kann man nicht zwingend genau abschätzen. Die Gepflegtheit kann sich von Tag zu Tag ändern, ist auch subjektiv. Muss z. B. jemand, der Akne hat, ungepflegt sein? Nicht zwingend. Oder der blass aussieht?

Breitschultrig vs hager: auch abhängig von der Jacke und subjektive Meinung.



  • Mann mit Zopf belästigt Jungen, der ihn 2 Jahre später erneut im Tunnel gesehen hat
  • Mann mit Zopf überredet Jungen Süßigkeiten/Spielzeuge zu kaufen
  • Mann mit Zopf nähert sich aus dem Wald den Kindern im Kinderheim/ flüchtet zunächst ein anderes Mal gibt es den Erstkontakt


  • 3 Kinder bei der Tat = Mann mit Zopf
  • Mädchen, die den Täter flüchten sah = Mann mit Zopf
  • 1 Woche später besorgter Vater, dessen Junge von einem Mann belästigt wurde = Mann mit Zopf


  • 1 Woche später Anwaltsgehilfinnen = Mann mit Zopf
    Nachhilfelehrerin sieht Tristan mit einem Mann wenige Tage vor der Tat = Mann mit Zopf

    2 Jahre später am Tatort wird ein Mann gesehen, der sich hinter (!) dem Gitter, also IM Tunnel befindet = Mann mit Zopf

    Die Zeugen, die ihn reden hörten sagten: er spricht akzentfrei hochdeutsch


    Wenn eine Haarfarbe angegeben wurde, dann immer blond/dunkelblond
    Auch ist von einem eher jungen Mann die Rede: 18 - 25, 20 - 30, 25 - 30 (jeder schätzt anders, hier sind Widersprüche normal)

    Mir fehlt die Info, ob einige der Zeugen auch die "Hasenscharte" erwähnt haben.



1x zitiertmelden

Mordfall Tristan

27.03.2021 um 17:33
Zitat von InspectorGaInspectorGa schrieb:Glaubt ihr wirklich, dass es 3 oder mehr verschiedene Zopfmänner in diesem Fall gibt?
Also, ich zumindest bin nach wie vor nicht davon überzeugt, dass alle die Zopfmänner unbedingt ein- und dieselbe Person sind und das am Ende eben diese Person unbedingt auch der Täter war. Wie viele Zopfmänner es gab und ob die dann einer davon der Täter war, das weiß ich nicht und würde daher nicht ausschließen, dass der Täter tatsächlich ein Zopfmann war.

Und zwar aus verschiedenen Gründen: 1) Die Beschreibungen sind, abgesehen vom Begriff "Zopf" meistenteils vage. Die Narbe/Hasenscharte oder was auch immer am Mund als eindeutiges Merkmal taucht keineswegs bei allen Aussagen auf. Kein Wunder, weil viele Zeugen die Person nur von weitem oder sehr kurz gesehen haben.

2) Die Beobachtungen wurden zu einem Teil erst deutlich später berichtet. Wir wissen nicht, welche Gerüchte über Zopfmänner damals die Runde machten und wer dann, nachdem er diese Gerüchte gehört hat, am Ende wann genau und unter welchen Umständen dazu kam, eine Aussage zu machen.

Damit meine ich keineswegs eine bewusste Lüge, sondern einfach eine unbewusste Verfälschung der Erinnerung. Und nehmen wir mal, nur als Beispiel, die Nachhilfelehrerin die gesagt hat, es sei schon sehr seltsam und verdächtig gewesen, dass Tristan "immer" mit älteren Männern gesehen wurde. Komischerweise hat sie aber damals weder Tristan noch die Männer darauf angesprochen oder gar die Polizei gerufen. Also kann ihr die Situation damals nicht so dramatisch vorgekommen sein, wie sie es Jahre später dem Fernsehteam (!) erzählt. (Das meine ich keineswegs als Vorwurf!)


1x zitiertmelden

Mordfall Tristan

27.03.2021 um 20:14
ich meine nach wie vor, dass der Täter in diesem Fall nicht (nur) unter Pädophilen, Perversen, etc. zu suchen ist, sondern ich verorte das ganze Geschehen unter Kannibalismus...im weiteren und erweiterten Sinne.


ich denke immer wieder an diese ''Schlachtanleitung für Knaben"...oh Gott!


irgendwie glaube ich nicht mehr an eine Aufklärung dieses furchtbarens Verbrechen, aber!


die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt!


melden

Mordfall Tristan

27.03.2021 um 20:31
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Und nehmen wir mal, nur als Beispiel, die Nachhilfelehrerin die gesagt hat, es sei schon sehr seltsam und verdächtig gewesen, dass Tristan "immer" mit älteren Männern gesehen wurde
„...als er schon älter war, hab ich in sehr häufig mit Erwachsenen gesehen, was mich auch gewundert hat“....so die Aussage von Maria Haas.
Quelle: Spiegel TV


melden

Mordfall Tristan

27.03.2021 um 21:48
Zum Mann am Kiosk..
am Wahrscheinlichsten ist es, dass der Zopfmann der Täter war, dass es vor Allem ein Einzeltäter war, wie es beispielsweise die Münchner Profiler recht gut schilderten.

Die Debatte um den Typ am Kiosk, läuft ja darauf hinaus, dass er doch etwas mit der Sache zu tun haben könnte, abgeleitet von seinem Verhalten.

Ab dem Punkt, wenn man den Kiosk- Typ ins Spiel bringt, weicht man („unausweichlich“) von der Einzeltäter- Theorie ab.....
(dass der Kiosk- Typ „der Einzeltäter“ ist, davon ist eigentlich ja nicht auszugehen)
....dann wird es SCHWIERIG.

Dass der Mann am Kiosk, Tristan ausspionierte und zum Tunnel lockte/ ihn vorab zum Telefonat mit seinem Vater gezwungen hat, dass wäre ja quasi die Rolle, die man diesem Mann zuordnen würde.... und das alles zusammen mit dem Zopfmann?
Wilde Geschichte.

Nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich.


2x zitiertmelden

Mordfall Tristan

27.03.2021 um 23:06
Ich bleibe dabei, ich meine es waren mehrere, der Rest ergibt keinen Sinn. Es müssten ja so viele komische Zufälle auf einmal dann passieren, an diesem Tag. Es waren m.E nach 3 (ausländischen Jungs auf Bank neben Tristan), -haben bestimmt auch Süßigkeiten, Geld etc. dafür bekommen.

2. der Typ auf dem Video (Lockvogel oder ähnlichem, eventuell auch Mörder? ) keine Ahnung, aber

3. der, der den Schnitt ausübte bzw. Ihn tötete

Meiner Meinung nach, waren es 2 Täter. Die anderen standen Schmiere oder Lockvogel.


melden

Mordfall Tristan

27.03.2021 um 23:14
Zitat von Niederbayern23Niederbayern23 schrieb:zum Tunnel lockte/ ihn vorab zum Telefonat mit seinem Vater gezwungen hat, dass wäre ja quasi die Rolle, die man diesem Mann zuordnen würde..
Naja, aber ihn zu einem Telefonat zu zwingen, das geht doch praktisch nur, indem man daneben steht und ihm eine Pistole an den Kopf oder ein Messer an den Hals hält. Sonst ist das Risiko zu groß dass da gesagt wird: "Papa, hier ist ein Mann, der will mir was tun, schick die Polizei..."

Und in einer öffentlichen Telefonzelle in der Nähe des Bahnhofs, da würde das doch auffallen. Also entweder hat man ihn irgendwo hingebracht, wo es keine Zeugen gibt, oder der Täter hatte eines der damals noch wenigen Handys. Aber auch in diesem Fall kann das Telefonat dann nicht in der Öffentlichkeit geführt worden sein.

Daher würde ich eher denken, dass Tristan freiwillig bei seinem Vater angerufen hat, entweder weil er dem Täter noch gar nicht begegnet war oder weil ihm noch nicht klar geworden war, dass dieser böse Absichten verfolgt.


melden

Mordfall Tristan

28.03.2021 um 01:31
Zitat von IvaIva schrieb am 20.03.2021:Verlässt Tristan eigentlich den Bahnhof gesichert durch den Südausgang? Also wurde er dabei nochmals gefilmt?
Das ist ein Foto vom Nordeingang zum Bahnhof Höchst, vor dem Umbau. Ich habe leider keine genaue Jahreszahl dazu.
Es soll sich auch schon 1998 dort ein Kiosk befunden haben.
Am Eingang links auf dem Bild sieht man die weiße, verbretterte Fassade mit vergittertem Fenster. Wenn man die Adelonstrasse bei Google Street View eingibt, und ein bißchen zum Bahnhofseingang navigiert und vergrößert, sieht man den Kiosk deutlich mit Aufschrift. Gegenüber des Kiosks steht auch eine Telefonsäule der Telekom an der Wand. Aber von wann sind eigentlich diese Street View Aufnahmen?

Bahnhof Hchst NordeingangOriginal anzeigen (0,2 MB)

Möglicherweise stammt die Videoaufnahme dann gar nicht vom Südeingang des Bahnhofs? Es sollen auch 1998 Telefone an der gegenüberliegenden Seite installiert gewesen sein. Es ist ja die Rede von den 3 Wand-Telefonen. Kann das jemand bestätigen, die, oder der den Bahnhof noch von früher kennt?
Zitat von InspectorGaInspectorGa schrieb am 23.03.2021:Neben dem Kiosk ist ein Zeitschriftenladen, also ein großer Kiosk, die Videoaufnahme dürfte aber von dem kleinen sein.
Also ich bin immer davon ausgegangen, daß die Videoaufnahme aus dem größeren Kiosk am Südausgang heraus gemacht wurde, wobei es auf dieser Aufnahme aber sehr beengt da drinnen aussieht:

t80333e Tristan-BahnhofskioskOriginal anzeigen (0,2 MB)

Vom kleinen Kiosk aus, wurde die Videosequenz wohl eher nicht gemacht, denn man sieht ja einen, bis zum Boden reichenden Eingang, durch den heraus gefilmt wurde, und der kleine Kiosk hat ja keine geöffnete Tür zur Bahnhofshalle, sondern nur das Fenster.
Aber eventuell wurde auch der seit '98 umgebaut?

Womöglich ist es aber auch nicht so von Bedeutung, ob die Videoaufnahme nun vom Süd-, oder Nordeingang stammt.
Nur sieht man am, und vor dem Nordeingang auch Sitzbänke, und es gab die Zeugenaussage, daß Tristan wartend auf einer Bank gesehen wurde, wie er sich immer wieder umsah, als ob er auf jemanden wartete. Vielleicht war eine dieser Bänke gemeint?
Andererseits hatten die Polizisten den Weg der Zeugin daraufhin ja abgefahren, aber die betreffende Bank nicht finden können.
Auch merkwürdig.


1x zitiertmelden

Mordfall Tristan

28.03.2021 um 09:48
Ich halte ja die Aufnahme für aus dem Zeitschriftenkiosk heraus gemacht. Der Laden ist auch deutlich größer.
Ehrlich gesagt, bin ich noch gar nicht auf die Idee gekommen, jemand könnte den anderen Kiosk meinen.

An einen Kiosk an der Nordseite kann ich mich nicht erinnern.


melden

Mordfall Tristan

28.03.2021 um 12:47
Zitat von Niederbayern23Niederbayern23 schrieb:Ab dem Punkt, wenn man den Kiosk- Typ ins Spiel bringt, weicht man („unausweichlich“) von der Einzeltäter- Theorie ab.....
Also ich verdächtige zwar den Kiosk-Mann, hab aber spekulativ keinen Ansatz ob oder inwiefern er mit der Tat in Verbindung steht. Ich meine, nach diesem Kontakt wird der Junge nicht mehr lange leben, da sind die letzten Kontakte immer von großer Bedeutung. Die Tat selbst wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit von 1 Mann ausgeführt, welcher sonst auch immer alleine oder mit Kindern gesehen wurde.

Das mit den 2 Südländern an der Parkbank ist glaub ich bedeutungslos, da - wenn ich richtig informiert bin - diese sich an eine andere Bank nebendran gesetzt haben. Korrigiert mich bitte, wenn das falsch ist.
Zitat von Banshee202Banshee202 schrieb:bis zum Boden reichenden Eingang,
Das ist die Scheibe, kein Eingang. Der große Kiosk ist es nicht, da ist deutlich mehr Raum zwischen Eingang und Kasse (dürfte auch damals so sein). Sonst würde jeder xte mit einer großen Tasche zwangsläufig den Kassenbereich berühren und alles umschmeißen.
Außerdem: Als Tristan wieder zurückläuft, ist an der Scheibe ein anderer Kunde


Spiegel TV 2007 Nordeingang Bahnhof Höchst (den Kiosk gibt es heute nicht mehr). Es ist nur Telefon zu sehen, der aber auch direkt vor dem Kiosk ist. Ich denke, jemand aus der Umgebung, der heute min. 35 Jahre alt ist, wird es besser wissen.

Unbenannt


Hier noch ein Foto aus 2012:
Allerdings: Am Südeingang, von wo ich meine Aufnahme gemacht habe und wo heute ein Kiosk steht, befindet sich direkt neben dem Eingang auch eine französische Bäckerei ("Le Crobag")

Unbenannt3Original anzeigen (1,0 MB)

Quelle: Youtube: Frankfurt/Main - Höchst Bahnhof 16.03.2012 (Full HD)
Frankfurt/Main - Höchst Bahnhof 16.03.2012 (Full HD)



Schaut hier nicht ein Zopf des Kiosk-Mannes raus??? Sorry für die Spekulation, aber vielleicht ist da was dran. Wie gesagt, es muss nicht der Täter sein.
16:35
Youtube: Im Visier der Fahnder - Der Fall Tristan Brübach | SPIEGEL TV | 2007
Im Visier der Fahnder - Der Fall Tristan Brübach | SPIEGEL TV | 2007

Sprecher: "Neben ihm [Tristan] ein Mann, dessen Identität bis heute nicht geklärt ist"


Unbenannt2Original anzeigen (0,8 MB)
Zitat von Banshee202Banshee202 schrieb:Aber von wann sind eigentlich diese Street View Aufnahmen?
Juli 2008 (kann man ablesen). Das von dir gezeigte Foto ist aber nicht von Google Street View. Es sieht wie mim Handy fotografiert aus.


3x zitiertmelden