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Robert - Ich kann das nicht vergessen

216 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Polizei, Unfall, Robert, Landstraße, Ausgesetzt, Landstraßem Ausgesetzt

Robert - Ich kann das nicht vergessen

03.04.2018 um 19:00
hi

Ich bin hier gelandet, weil ich zu erst dachte es geht um den Amokläufer robert.
dann ist mir aufgefallen, dass sowas doch letztens irgendwo berichtet wurde, wie ein 2r jähriger von der Polizei irgendwo ausgesetzt wurde und dann an Unterkühlung starb?
naja eigentlich bin ich wegen was andres hier
Slaterator schrieb:GENAU hier wäre meiner Auffassung nach allerspätestens der Zeitpunkt gewesen, alle bis dato geschehenen Fehler zu korrigieren und das einzig Richtige zu tun: Entweder Robert heimfahren, ihn ins Krankenhaus bringen oder zur Ausnüchterung in das Personengewahrsam zu nehmen.
meiner Meinung nach fängt es erst ab hier an mit Fehlern. Alles was davor passierte, finde ich jetzt nicht unbedingt als versagen oder Fehler an.
Slaterator schrieb:Es ist mir ein absolutes Räzel, warum die StA in diesem Fall zunächst keinen Anhaltspunkt für ein schuldhaftes Verhalten der Polizeibeamten erkennen konnte oder wollte.
mir ist es kein Rätsel bis zu dem teil, wo man Robert ein drittes mal auffindet.
beim ersten mal kann ich mir so erklären, dass er draußen lag um sich zu erfrischen. Die Polizei kam, sah, packte ihn in eine Decke und alarmierte RTW. Als die kamen, wurde Robert klarer, er bekam ja auch Zuwendung quasi erste Hilfe, er erzählte sicher dass er mit Freunden dort in der disco is, ihm heiss war und er frische Luft brauchte. Sollten chem. Drogen im Spiel gewesen sein, reißt man sich zusammen um kein zusätzlichen ärger zu kassieren, gegen seinen Willen kann der RTW ihn nich mitnehmen und die Polizei, sie sind ja auch nur Menschen, hielten es vllt für "unnötig", extra Personalien, extra Schreibarbeit zu machen, obwohl der Jugendliche augenscheinlich wieder zu sich kommt und seine Freunde weiter hinten in der disco sind, Ausweis hat er sicher eh nich dabei und man lässt ihn lieber so schnell wie es geht zurück zum feiern.

Als er dann in dem fremden Haus war und die Familie keinerlei angst zeigte, hielten die Beamten es erneut für " unnötig" seine Daten aufzunehmen da man wohl davon ausging, der junge wohnt in der nähe, er is betrunken (Beamte waren ja auch ma Jugendliche) und er kriegt das von alleine schon hin.

erst beim überprüfen des Platzverweises bin ich wieder d'accord denn erst ab dann wirds für mich auch unglaubwürdig

LG


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Robert - Ich kann das nicht vergessen

03.04.2018 um 19:12
Boah, ich weiß wovon ich schreibe. Ich bin froh, dass ich jedesmal gerettet werde. Von vorn herein kann man die Situation nicht unbedingt abschätzen. Ruft er wen an...? Dazu ist man ab einem gewissen Level nicht mehr in der Lage.
Ich sags nochmal. Ich spreche aus Erfahrung. Jedem Dank, der Hilfe ruft.


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Robert - Ich kann das nicht vergessen

03.04.2018 um 19:43
apart schrieb:meiner Meinung nach fängt es erst ab hier an mit Fehlern. Alles was davor passierte, finde ich jetzt nicht unbedingt als versagen oder Fehler an.
apart schrieb:beim ersten mal kann ich mir so erklären, dass er draußen lag um sich zu erfrischen. Die Polizei kam, sah, packte ihn in eine Decke und alarmierte RTW. Als die kamen, wurde Robert klarer, er bekam ja auch Zuwendung quasi erste Hilfe, er erzählte sicher dass er mit Freunden dort in der disco is, ihm heiss war und er frische Luft brauchte. (...)

Als er dann in dem fremden Haus war und die Familie keinerlei angst zeigte, hielten die Beamten es erneut für " unnötig" seine Daten aufzunehmen da man wohl davon ausging, der junge wohnt in der nähe, er is betrunken (Beamte waren ja auch ma Jugendliche) und er kriegt das von alleine schon hin.
Du hast hier zwei elementare Dinge in meinem Beitrag nicht berücksichtigt.

1. Die Temperartur/Witterung
-Robert hatte keine angemessene Kleidung, um sich über längere Zeit im Freien aufzuhalten. Selbst wenn sie ihn nach erstem Ermessen für orientiert genug hielten, hätten sie seinen weiteren Verbleib unter den gegebenen Umständen mMn sicherstellen müssen. Dazu hätten sie entweder bei ihm bleiben können, bis er ein Taxi besteigt, seine Eltern/Freunde/sonstwer ihn abholt oder er auf die Party (in die Disco) zurückkehrt. Auch beim zweiten Mal hätte ihnen dieser Umstand auffallen müssen. beim 3. mal auch.

2. Die Einsatzhistorie
-Die Polizei wurde zweimal alarmiert. Das in kurzer Zeit, zu Einsatzorten, die nur wenige hundert Meter auseinander liegen. Mit gleichem Inhalt. Die Leitstelle führt Protokoll, hat die Einsatzübersicht. Die Beamten konnten also darauf kommen, dass es sich bei beiden Einsätzen um dieselbe Person (Robert) handelt. Spätestens beim zweiten Einsatz hätte deshalb die Unfähigkeit Roberts zur Selbsthilfe klar sein sollen, ja mMn sogar müssen. Zudem ist Robert bei fremden Leuten, glaubt dort zu wohnen und sich Zutritt zu verschaffen. Das spricht für sich. Von orientiert und klar kann da keine Rede mehr sein.

Beim dritten Zusammentreffen verletzt sich Robert sogar noch, hällt sich nicht an den zuvor ausgesprochenen Platzverweis. Berücksichtigt man all diese Dinge, blieb den Beamten meines Erachtens gar keine andere Wahl mehr, als Robert entweder auf die Wache, ins KH oder nach hause zu bringen. Zumendest hätte man sicherstellen müssen, wie er heimkommt.


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Robert - Ich kann das nicht vergessen

03.04.2018 um 20:03
Slaterator schrieb:Robert hatte keine angemessene Kleidung, um sich über längere Zeit im Freien aufzuhalten. Selbst wenn sie ihn nach erstem Ermessen für orientiert genug hielten, hätten sie seinen weiteren Verbleib unter den gegebenen Umständen mMn sicherstellen müssen. Dazu hätten sie entweder bei ihm bleiben können, bis er ein Taxi besteigt, seine Eltern/Freunde/sonstwer ihn abholt oder er auf die Party (in die Disco) zurückkehrt. Auch beim zweiten Mal hätte ihnen dieser Umstand auffallen müssen. beim 3. mal auch.
aber wissen wir denn, was Robert zu denen sagte? Er kann doch gesagt haben "jaja ich gehe sofort wieder in die disco zurück" .
oder andere beschwichtigende Worte, sodass die einsatzleute schnell bald wieder abziehen?
Slaterator schrieb:Die Polizei wurde zweimal alarmiert. Das in kurzer Zeit, zu Einsatzorten, die nur wenige hundert Meter auseinander liegen. Mit gleichem Inhalt. Die Leitstelle führt Protokoll, hat die Einsatzübersicht. Die Beamten konnten also darauf kommen, dass es sich bei beiden Einsätzen um dieselbe Person (Robert) handelt. Spätestens beim zweiten Einsatz hätte deshalb die Unfähigkeit Roberts zur Selbsthilfe klar sein sollen, ja mMn sogar müssen. Zudem ist Robert bei fremden Leuten, glaubt dort zu wohnen und sich Zutritt zu verschaffen. Das spricht für sich. Von orientiert und klar kann da keine Rede mehr sein.
und eben weil wir die Konversation nich kennen, wissen wir nich, warum auch beim zweiten ma "zu wenig" gemacht wurde?
Slaterator schrieb:Beim dritten Zusammentreffen verletzt sich Robert sogar noch, hällt sich nicht an den zuvor ausgesprochenen Platzverweis. Berücksichtigt man all diese Dinge, blieb den Beamten meines Erachtens gar keine andere Wahl mehr, als Robert entweder auf die Wache, ins KH oder nach hause zu bringen. Zumendest hätte man sicherstellen müssen, wie er heimkommt.
und ich glaube, erst ab dem dritten mal hat man begriffen, dass man hier mehr leisten muss und wer weiss welche Gepflogenheiten der eine polizist als vater von 6 Kindern bei sich daheim hat und welche erziehungsmasnahmen die anwenden, ich weiss Grad nich mehr welche Region es war aber angenommen es war mehr ländliche Gegend, dann meint man zu wissen dass die Jugend trinkfest is, er ne Lektion erteilt kriegen soll worüber er noch in Zukunft reden könnte :(

Nein so sehr wie es vllt den Anschein mag aber richtig böswilliges handeln von der Polizei kann ich mir echt nicht vorstellen :( ich denke es war einfach nur Fehleinschätzung gepaart mit keine große arbeitsmotivation an dem abend.
ansonsten müsste man das mit der verunglückten Zeugin mindestens genauso auseinander nehmen


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Robert - Ich kann das nicht vergessen

03.04.2018 um 20:35
apart schrieb:aber wissen wir denn, was Robert zu denen sagte? Er kann doch gesagt haben "jaja ich gehe sofort wieder in die disco zurück" .
oder andere beschwichtigende Worte, sodass die einsatzleute schnell bald wieder abziehen?
Nein, das entzieht sich unserer Kenntnis. Allerdings ist es aus polizeilicher Sicht auch eher zweitrangig, was genau Robert geäußert hat. Der nüchterne Beamte vor Ort muß in der Gesamtschau entscheiden. Sein Auftrag ist es, den Bürger/Bürgerin vor gesundheitlichen Schäden und/oder Verlust von Sachwerten zu schützen, sowie Straftaten zu verhindern bzw. diese aufzuklären. Hier auschließlich auf die Aussage einer alkoholisierten Person zu vertrauen, war -sagen wir- sehr gewagt. Man hätte Robert ja z.B. auch auf die Party zurückbringen können. Nicht viel Aufwand. Aber auch das unterblieb.
apart schrieb:und eben weil wir die Konversation nich kennen, wissen wir nich, warum auch beim zweiten ma "zu wenig" gemacht wurde?
Falsch. Wir kennen die Sachlage. Robert war das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit verhaltensauffällig. Er war augenscheinlich desorientiert. Er hatte immernoch (!) keine angemessene Kleidung. Er wirkte auf die Anrufer sehr alkoholisiert. Das sollte reichen, ihn entsprechend weitergehend zu betreuen und seinen Verbleib mMn nicht mehr ihm allein zu überlassen.
apart schrieb:und ich glaube, erst ab dem dritten mal hat man begriffen, dass man hier mehr leisten muss und wer weiss welche Gepflogenheiten der eine polizist als vater von 6 Kindern bei sich daheim hat und welche erziehungsmasnahmen die anwenden, (...) dann meint man zu wissen dass die Jugend trinkfest is, er ne Lektion erteilt kriegen soll worüber er noch in Zukunft reden könnte :(
Es ist nicht die Aufgabe des Polizisten, eigene Erziehungsmethoden in den Dienst zu übertragen oder eigene Vorstellungen von Recht und Strafe umzusetzen. Die Beamten setzen geltendes Recht um und nutzen dazu ihre von Amtswegen im Einsatz übertragenen Kompetenzen und Rechte. Kurz: Bei einer hilflosen/betrunkenen/desorientierten Person muß der Beamte sicherstellen, dass dem betroffenen Bürger kein (weiterer) Schaden (gesundheitlich) entsteht und er auch nicht Opfer einer Straftat werden kann oder auch selbst eine begeht. Das konnte hier mMn nicht mehr ausgeschlossen werden. Von daher war eine entsprechende Zuführung in sichere Obhut das mMn einzig richtige und auch probate Mittel. Die Beamten hatten dazu gleich mehrere Möglichkeiten. In der Praxis geschieht oftmals weit weniger, Polizeibeamte zu entsprechendem Handeln zu bewegen. Für mich persönlich ist deshalb das Verhalten der Beamten nicht nachvollziehbar.
apart schrieb:Nein so sehr wie es vllt den Anschein mag aber richtig böswilliges handeln von der Polizei kann ich mir echt nicht vorstellen :( ich denke es war einfach nur Fehleinschätzung gepaart mit keine große arbeitsmotivation an dem abend.
ansonsten müsste man das mit der verunglückten Zeugin mindestens genauso auseinander nehmen
Was hier möglicherweise gegen geltenes Recht verstoßen hat, ist gerichtlich zu klären. Das Verhalten der Beamten ist -anhand der bekannten Informationen- für mich persönlich so nicht plausibel nachvollziehbar. Was genau die Gründe waren, wäre dann Gegenstand einer gerichtlichen Auseinandersetzung. Was den Unfall der Zeugin angeht, so handelt es sich hier um einen ganz anderen Sachverhalt. Der wäre dann bei berechtigten Zweifeln seperat zu betrachten.


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Robert - Ich kann das nicht vergessen

03.04.2018 um 21:03
Slaterator schrieb:Sein Auftrag ist es, den Bürger/Bürgerin vor gesundheitlichen Schäden und/oder Verlust von Sachwerten zu schützen, sowie Straftaten zu verhindern bzw. diese aufzuklären. Hier auschließlich auf die Aussage einer alkoholisierten Person zu vertrauen, war -sagen wir- sehr gewagt.
gut, ich hab diesen fred heute Nacht bzw in den frühen Morgenstunden erst gelesen. Der Prozess ist ja alles rum und erledigt die Geschichte, es geht primär um eine geeignete Plattform für öffentliche beschwerde oder um höhere strafen oder geht's um mangelnde Kontrolle auf die polizei?

Ich meine is doch kla, dass man sich deckt. Es wird aber sicherlich nich so einfach für die jeweiligen Beamten im Endeffekt sein, wie es uns die Zeitungen auch gar nich mehr berichten sondern nur: wer was getan hat!
meinst du nich der Beamte Familienvater könnte nun sowas wie ne ptbs haben?

polizist ist geistig sowie korperlich ein anspruchsvoller Beruf und trotzdem sind es genauso nur Menschen, wie ich und du , die genau so mal nen Hänger, kein Bock, Stress irgendwas haben könnten. Das ist super tragisch was passierte, besonders die Erwähnung dass die einzige Zeugin selber noch verstarb und letztens wieder ein Bericht zu Beamten war, die nen jungen unter Alkohol ausgesetzt haben.

Polizei is unterbsetzt, es fehlt Personal. wer weiss was jene Beamte am tag alles zu tun hatten, ich will keinen Aufsatz schreiben aber wir wissen nich mal wie es den besagten Beamten heute psychisch geht? Plus diesem gewissen, dass noch eine Person zusätzlich verstarb, die auch nich hätte sein müssen, wäre man an diesem Arbeitstag nur aufmerksamer gewesen.
Und das is der dank den man erhält als (wahrscheinlich) treu dienender Beamter?

irgendwie erklommt so eine vorverurteilung


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Robert - Ich kann das nicht vergessen

04.04.2018 um 15:16
apart schrieb:Der Prozess ist ja alles rum und erledigt die Geschichte, es geht primär um eine geeignete Plattform für öffentliche beschwerde oder um höhere strafen oder geht's um mangelnde Kontrolle auf die polizei?
Es geht um den hier vorliegenden Fall und dessen Folgen. Die Initiatorin (Moderatorin) des Threads hat im Eröffnungspost auf Seite 1 ihre Beweggründe für die Erstellung dargelegt. Die Diskussion ist also, ob hier ein nachvollziehbarer, fairer Prozess zu gerechtfertigten Urteilen geführt hat.
apart schrieb:Ich meine is doch kla, dass man sich deckt.
Aha, ist das so ?!
apart schrieb: Es wird aber sicherlich nich so einfach für die jeweiligen Beamten im Endeffekt sein, wie es uns die Zeitungen auch gar nich mehr berichten sondern nur: wer was getan hat!
meinst du nich der Beamte Familienvater könnte nun sowas wie ne ptbs haben?
Ich verstehe jetzt das Argument nicht. Hast Du irgendwelche (gesicherten) Informationen darüber, dass die eingesetzten Beamten zum fraglichen Zeitraum nicht dienstfähig waren ? Falls nicht, ist eine Diskussion darüber auf rein spekulativer Basis kaum zielführend.
apart schrieb:polizist ist geistig sowie korperlich ein anspruchsvoller Beruf und trotzdem sind es genauso nur Menschen, wie ich und du , die genau so mal nen Hänger, kein Bock, Stress irgendwas haben könnten. (...)
Ja. Und weiter ? Was heißt das denn jetzt konkret ? Das man Deiner Meinung nach eben mit dem Verlust eines Menschenlebens rechnen und leben muß, wenn -mal wieder- überlastete, bocklose, durchhängende Beamte mit posttraumatischer Belastungsstörung, trotz Dienstunfähigkeit im Einsatz sind ? Das kann ich mir nicht ernsthaft vorstellen. Im Rettungsdienst oder als Arzt kann man auch nicht die Bahandlung eines Unfallopfers verweigern, weil man gerade keinen Bock hat. Und ich weiß wovon ich schreibe. Natürlich sind das harte Jobs. keine Frage. Das entschuldigt aber allein kein fahrlässiges Handeln.
apart schrieb:Polizei is unterbsetzt, es fehlt Personal. wer weiss was jene Beamte am tag alles zu tun hatten, (...)
Und das is der dank den man erhält als (wahrscheinlich) treu dienender Beamter?
Wie bitte ? Soll das bedeuten, jeder Polizeibeamte sollte aufgrund der beruflichen Belastung mit "Freifahrtsschein" für möglicherweise tödliche Fehler ausgestattet werden ? Nicht Dein Ernst oder ?


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Robert - Ich kann das nicht vergessen

04.04.2018 um 16:01
sorry die Diskussion wurde in mystery erstellt, da kann man ruhig hinterfragen, was genau hier gewünscht sein sollte, der Ersteller sagt dazu aktuell auch nix und wie gesagt, für mich kam es wie ne vorverurteilung Rubber, die polizei sei an allm schuld und Punkt.

Ich hielt diesen fred auch für ein anderes Thema, hierzu kann oder hab ich eigentlich nix andres zu sagen als das bisherige sorry und alles gute

@Slaterator


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Robert - Ich kann das nicht vergessen

04.04.2018 um 16:29
Der Fall ist entsetzlich und empörend.

Aber:

Es geht hier nicht darum, DIE Polizei zu verdammen, als doof, unmenschlich oder kriminell hinzustellen. Die deutsche Polizei ist insgesamt eine der besten der Welt, da habe ich keinen Zweifel dran und die Statistik gibt mir auch recht. Es geht auch nicht darum, den beteiligten Polizisten Verhalten auf moralisch verwerflichster Stufe oder gar Mord vorzuwerfen und ihnen Pest, Tod und Teufel zu wünschen.

Es geht erst einmal ganz einfach um einen dicken Fehler. Da ist etwas gehörig schief gelaufen. Das kann nicht mal so einfach jedem Polizisten passieren (wie ein Unfall beim Blaulichteinsatz oder zu heftiges Zupacken bei einer Festnahme), sondern es handelt sich hier um einen ausgesprochenen Einzelfall. Jeder Privatmann, der so handeln würde, hätte dafür ein Verfahren wegen einer Straftat (vermutlich fahrlässige Tötung durch Unterlassen) am Hals. Ein Fahrlässigkeitsdelikt bedeutet, dass die erforderliche Sorgfaltspflicht nicht ausreichend beachtet wurde. Ein Tötungsvorsatz ist das nicht. Ich gehe zu ihren Gunsten davon aus, dass die beiden Beamten Robert NICHT töten wollten, als sie ihn ausgesetzt haben, sondern hofften, er werde schon irgendwie nach Hause kommen.

Das rechtfertigt es aber nicht, hilfsbedürftige Personen auszusetzen. Auch die Selbstverantwortung bei einer Berauschung spielt keine Rolle. Hilfsbedürftig ist hilfsbedürftig, die Rechtsordnung macht da keinen Unterschied, ob selbstverschuldet oder nicht. Und oft lässt sich das von außen auch nicht erkennen, ist der vermeintlich Besoffene oder Zugedröhnte in Wirklichkeit behindert oder krank.

Stress, persönlicher Ärger oder Wut entschuldigen es auch nicht, Fehler zu machen. Das gilt für Polizisten, die eine Ausbildung und eine berufliche Erfahrung haben umso mehr. Die Sorgfältigkeitsanforderungen für Polizisten sind deshalb durchaus höher als für Ottonormalbürger, der es nicht gelernt hat, mit solchen Situationen professionell umzugehen. Vermutlich war es ein Kurzschluss, Faulheit, Unachtsamkeit oder was auch immer, das die Beamten zu ihrem Handeln bewogen hat. Die Folgen waren schrecklich.

Ob die Strafen gerecht waren - Gerechtigkeit ist ein weites Feld. Ein Polizist hat jedenfalls bitter für seine Tat gebüßt. Robert wird davon aber nicht mehr lebendig. Ein anderer kam besser weg. Gerecht? Keine Ahnung, kenne die Erwägungen des Gerichts nicht. Es hat sich hoffentlich um Gerechtigkeit bemüht.


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Robert - Ich kann das nicht vergessen

04.04.2018 um 17:31
apart schrieb (Beitrag gelöscht):(...) für mich kam es wie ne vorverurteilung Rubber, die polizei sei an allm schuld und Punkt.
Nicht DIE Polizei ist möglicherweise schuld, sondern wenn, die eingesetzten Beamten dieser Einsätze. Das ist ein großer Unterschied.
Monstra schrieb:(...) Ein Fahrlässigkeitsdelikt bedeutet, dass die erforderliche Sorgfaltspflicht nicht ausreichend beachtet wurde. Ein Tötungsvorsatz ist das nicht. Ich gehe zu ihren Gunsten davon aus, dass die beiden Beamten Robert NICHT töten wollten, als sie ihn ausgesetzt haben, sondern hofften, er werde schon irgendwie nach Hause kommen.
Ja, absolut. Einen Tötungsvorsatz zu unterstellen wäre hier tatsächlich völlig unbegründet und maßlos übertrieben.
Monstra schrieb:Das rechtfertigt es aber nicht, hilfsbedürftige Personen auszusetzen. Auch die Selbstverantwortung bei einer Berauschung spielt keine Rolle. Hilfsbedürftig ist hilfsbedürftig, die Rechtsordnung macht da keinen Unterschied, ob selbstverschuldet oder nicht. Und oft lässt sich das von außen auch nicht erkennen, ist der vermeintlich Besoffene oder Zugedröhnte in Wirklichkeit behindert oder krank.
Absolut D´accord.
Monstra schrieb:Stress, persönlicher Ärger oder Wut entschuldigen es auch nicht, Fehler zu machen. Das gilt für Polizisten, die eine Ausbildung und eine berufliche Erfahrung haben umso mehr. Die Sorgfältigkeitsanforderungen für Polizisten sind deshalb durchaus höher als für Ottonormalbürger, der es nicht gelernt hat, mit solchen Situationen professionell umzugehen. Vermutlich war es ein Kurzschluss, Faulheit, Unachtsamkeit oder was auch immer, das die Beamten zu ihrem Handeln bewogen hat. Die Folgen waren schrecklich.
Genau das habe ich auch in meinen Postings auszudrücken versucht. Exakt meine Meinung.
Monstra schrieb:Ob die Strafen gerecht waren - Gerechtigkeit ist ein weites Feld. Ein Polizist hat jedenfalls bitter für seine Tat gebüßt. Robert wird davon aber nicht mehr lebendig. Ein anderer kam besser weg. Gerecht? Keine Ahnung, kenne die Erwägungen des Gerichts nicht. Es hat sich hoffentlich um Gerechtigkeit bemüht.
Zum Thema "Bemühen um Gerechtigkeit" habe ich persönlich Zweifel. So wurde die StA damit zitiert, zunächst kein Fehlverhalten bei diesem Einsatz zu gesehen zu haben. Erst nach einigen Mühen gelang es schließlich, einen entsprechenden Prozess mit anschließendem Urteil zu erwirken. So zumindest mein Eindruck. Wenn es tatsächlich so gewesen sein sollte, kann ich das jedoch nicht nachvollziehen. Das Robert trotz zwei Einsätzen und dreimaligem Antreffen, trotz eindeutig desorientiertem Verhalten und unzureichender Kleidung ausgesetzt wurde, erscheint mir zu offensichtlich, als das man dort kein Fehlverhalten erkennen könnte.


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Robert - Ich kann das nicht vergessen

04.04.2018 um 18:19
Die Umstände, die zu dem Tod von dem Unfallopfer Robert führten sind unheimlich tragisch. Zumal er mehrfach in der Nacht Kontakt zu rettenden Instanzen hatte.

Wie wäre das Geschehen für Robert ausgegangen, wenn die Rettungsassistenten und Polizisten mit Robert nicht Kontakt in dieser Nacht gehabt hätten?

Meiner Meinung nach, haben die Rettungsassistenten nicht richtig gehandelt. Bei 2 Promille stehen die meisten Menschen nicht mehr. Robert war wohl kein geübter Trinker. Mir ist es unbegreiflich, wie eine solche Alkoholtoxikation den Rettern nicht auffallen konnte.
(Die Argumentation mit dem vollgekotzten Rettungswagen, hm. Sowas kennen die Retter, auch nicht nur von den Volltrunkennen Patienten)

Im Gegensatz zu den Rettungsassistenten, sind die Polizisten nicht medizinisch geschult (trotz ihrer Erfahrungswerte).

Daher bin ich der Meinung, dass, wenn es hier Verantwortlichkeiten gibt, diese an die Rettungsassistenten fällt.

Dieser Fall ist furchtbar traurig... in gewissem Maße ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, die sich immer mehr zum Individualismus verändert?

Mein stilles Beileid den Hinterbliebenen von Robert und Johanna.


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Robert - Ich kann das nicht vergessen

04.04.2018 um 18:52
jada schrieb:Meiner Meinung nach, haben die Rettungsassistenten nicht richtig gehandelt. Bei 2 Promille stehen die meisten Menschen nicht mehr. Robert war wohl kein geübter Trinker. Mir ist es unbegreiflich, wie eine solche Alkoholtoxikation den Rettern nicht auffallen konnte.
(Die Argumentation mit dem vollgekotzten Rettungswagen, hm. Sowas kennen die Retter, auch nicht nur von den Volltrunkennen Patienten)
Aus meiner eigenen Erfahrung im Rettungsdienst kann ich Dir berichten, dass 2 Promille nicht unbedingt wie zwei Promille wirken müssen. Ich habe schon mit Menschen sprechen (!) können, die hinterher mit fast 4 Promille gemessen wurden. Allerdings gebe ich Dir in sofern Recht, als das er sich später z.B. bei dem Ehepaar im Haus sehr verhaltensauffällig gezeigt hat. Schwer zu glauben, dass er sein desorientiertes Verhalten nicht schon früher gezeigt hat. Aber bei möglicherweise noch steigendem "Pegel" und schauspielerisch guter Leistung des Patienten durchaus möglich. Auffällig ist eher, dass er nicht geeignet gekleidet war. Das hätte den Rettern auffallen müssen. Ggf. hat man sich da auf die Polizei verlassen ? ich weiß es nicht. Fakt ist, er hatte mehr als genug getrunken, so das ein Transport in ein KH oder in das PG gerechtfertigt war. Spätestens nach seinem Auftritt bei den Hausbesitzern, allerspätestens als er gegen den Platzverweis verstieß und bei seinem Sturz verletzt wurde, war dieser Transport nach meiner persönlichen Auffassung quasi alternativlos. Doch bei jenem zweiten Einsatz waren die Rettungskräfte als zusätzliche Instanz leider nicht dabei. Die Argumentation mit sich erbrechenden Patienten ist nur das Klischee. Diese sind zwar unangenehm, jedoch Tagesgeschäft. Der Wagen muß eh nach quasi jedem Einsatz (zumindest in Teilen) desinfiziert/gereinigt werden.
jada schrieb:Im Gegensatz zu den Rettungsassistenten, sind die Polizisten nicht medizinisch geschult (trotz ihrer Erfahrungswerte).

Daher bin ich der Meinung, dass, wenn es hier Verantwortlichkeiten gibt, diese an die Rettungsassistenten fällt.
Das sehe ich ein Stück weit anders. Natürlich ist der Polizeibeamte nicht so medizinisch geschult, wie z.B. der Rettungsassistent. Doch auch er kann eine hilflose Lage erkennen und entsprechende Kräfte hinzuziehen oder aber die jeweilige Person auf die Wache in das PG bringen. (Ausnüchterungszelle) Dort wird dann auch -bei Bedarf- ein Arzt hinzugezogen. Wirkte Robert beim ersten Einsatz noch fit genug für einen selbst organisierten Heimweg, war das spätestens beim zweiten Einsatz mMn nicht mehr der Fall. Hier blieben die Rettungskräfte dann aber außen vor. Genauso beim dritten Mal, als sich Robert sogar bei einem Sturz verletzte. Hier hätte es auch einer Alarmierung des Rettungsdienstes bedurft. Die blieb ebenfalls aus.


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Robert - Ich kann das nicht vergessen

04.04.2018 um 19:50
Ist es nicht so, das Polizeibeamte geschult werden in punkto Einschätzung von Situationen, Personen usw?
Nicht zuletzt zu ihrer eigenen Sicherheit.

Meine Wahrnehmung ist, das Betrunkene teilweise respektlos behandelt werden.

Zitat:
»Ich bin der Präsident der Vereinigten Staaten«, stellt M. sich dem inzwischen unruhig hin und her trippelnden Robert vor, »und das«, er weist auf den Kollegen, »ist Micky Mouse.«

Unglaublich, wie alle Aktionen von diesen zwei Polizisten in diesem Fall.

Eine unglaubliche Schlamperei!


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Robert - Ich kann das nicht vergessen

04.04.2018 um 20:05
borabora schrieb:Meine Wahrnehmung ist, das Betrunkene teilweise respektlos behandelt werden.
Kann ich -leider- bestätigen. Oftmals werden betrunkene Personen eben als unnötiger, nerviger Einsatz angesehen, da jene Personen den Zustand selbst herbeiführten und in vielen Fällen ziemlich unkooperativ, aggressiv und eben -ich sag mal so- hygienisch nicht ganz "einwandfrei" vorgefunden werden. Das ist natürlich absolut nicht korrekt und ebenso natürlich auch so nicht vom Gesetzgeber vorgesehen. Ich zetiere mal den dazu -wie ich finde- sehr gelungen formulierten Abschnitt im Beitrag von @Monstra :
Monstra schrieb:(...) Auch die Selbstverantwortung bei einer Berauschung spielt keine Rolle. Hilfsbedürftig ist hilfsbedürftig, die Rechtsordnung macht da keinen Unterschied, ob selbstverschuldet oder nicht. Und oft lässt sich das von außen auch nicht erkennen, ist der vermeintlich Besoffene oder Zugedröhnte in Wirklichkeit behindert oder krank.
So ist es. Und daran habe zumindest ich mich zu meiner Einsatzzeit immer gehalten. Es hätte auch nichts gebracht, den Patienten gegenüber respektlos aufzutreten. Wenn, nur weiteren Ärger, unkooperatives Verhalten und Aggressivität. Leider habe ich aber auch so ein falsches Verhalten durchaus erlebt.
borabora schrieb:Unglaublich, wie alle Aktionen von diesen zwei Polizisten.
Ausgehend von den aktuell öffentlich zur Verfügung stehenden Informationen dazu, kann man sich diesem Eindruck nicht erwehren.


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Robert - Ich kann das nicht vergessen

04.04.2018 um 20:20
Monstra schrieb: Auch die Selbstverantwortung bei einer Berauschung spielt keine Rolle. Hilfsbedürftig ist hilfsbedürftig, die Rechtsordnung macht da keinen Unterschied, ob selbstverschuldet oder nicht. Und oft lässt sich das von außen auch nicht erkennen, ist der vermeintlich Besoffene oder Zugedröhnte in Wirklichkeit behindert oder krank.
Schon, doch in der Realität wird es nicht immer so gehandhabt, wie es sein sollte, eben weil:
Slaterator schrieb: Oftmals werden betrunkene Personen eben als unnötiger, nerviger Einsatz angesehen, da jene Personen den Zustand selbst herbeiführten und in vielen Fällen ziemlich unkooperativ, aggressiv und eben -ich sag mal so- hygienisch nicht ganz "einwandfrei" vorgefunden werden.
Wer es so sieht, sollte sich einen anderen Job suchen.

Bestmögliche Hilfe muss/sollte jeder Person gewährt werden, egal, ob selbstverschuldet oder woher diese auch kommen mag u. muss an erster Stelle stehen.


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Robert - Ich kann das nicht vergessen

04.04.2018 um 20:33
borabora schrieb:Wer es so sieht, sollte sich einen anderen Job suchen.
das stimmt natürlich. Es ist so wie überall. Während der "Berufsfindungsphase" weiß man oftmals nicht konkret genug, welche Arbeit einen wirklich im Alltag erwartet. Hier werden (fast) immer nur die "angenehmen" Seiten herausgestellt. Außerdem sind diese Einsätze ja nicht der Großteil der Arbeit, sondern nur ein Teil davon. Wie in (fast) jedem Job gibt es also Licht und Schatten. Doch das ist natürlich keine Entschuldigung für grobes oder fahrlässiges Fehlverhalten. Wie gesagt, ich habe immer auch immer Probleme damit gehabt, wenn jemand repektlos und/oder unprofessionell agiert. Letzteres scheint nach Faktenlage hier der Fall gewesen zu sein.
borabora schrieb:Bestmögliche Hilfe muss/sollte jeder Person gewährt werden, egal, ob selbstverschuldet oder woher diese auch kommen mag.
Abslolut richtig. Das sehe ich auch so und habe es damals immer auch so gehandhabt. Heute haben Retter noch ganz andere Probleme. Die steigende Gewalt gegenüber den Rettern und Polizisten sorgt für ganz neue Herausforderungen. Aber das ist in diesem Fall ja kein Faktor.


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Robert - Ich kann das nicht vergessen

09.05.2018 um 19:04
Mir kommt echt die Galle hoch. Ein "geübter Trinker" war er nicht, er war ein völlig normaler jugendlicher. Ich kannte ihn persönlich, was man sicher von der Person die hier Robert die Schuld gibt nicht sagen kann.
Die Polizisten haben ihn mitten im Nirgendwo AUẞERHALB IHRES ZUSTÄNDIGKEITSBEREICHES abgesetzt.
Ein halbes Kind!
Sie haben im Revier keine Rückmeldung gegeben und die Sache nicht einmal protokolliert, was sie hatten müssen!
Robert hat im Streifenwagen den Notruf gewählt. Eine Tatsache die ich bis heute nicht erklären kann.

Und wenn man seinen "Senf" dazu gibt, informiert man sich!!!!!


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