megavolt schrieb:Selbst die Frage, ob sie irgendwann mal bei einem Kinderarzt vorstellig wurde oder in einem Krankenhaus wegen irgendetwas, wird sich nicht mehr nachweisen lassen, weil die Aufbewahrungsfristen für Akten schon lange abgelaufen sind. Auch falls das Jugendamt mal zeitweise involviert gewesen wäre, dürften auch deren Aufbewahrungsfristen abgelaufen sein.
Ja, das stimmt, die Aufbewahrungsfristen könnten ein Problem sein.
Grillage schrieb:Die Angaben darin beruhen denke ich auf einer Isotopenanalyse und sind dementsprechend ungenau.
Ja, das ist klar. Der Zeitraum ist aber ausreichend groß, so dass man davon ausgehen kann, dass sie auf jeden Fall eine längere Zeit in Deutschland gelebt hat und nicht nur die letzten zwei/drei Jahre
Grillage schrieb:Ich bin sicher, dass die Ermittler jetzt, nachdem sie die Identität kennen, ihren Werdegang und die Aufenthalte genauer ermitteln können.
Genau, das meine ich ja. Jetzt, da man weiß wer sie ist, wird man weiter recherchieren können. Ich finde die Frage durchaus interessant, ob sie überhaupt im behördlichen System aufgetaucht ist oder die ganze Zeit unterm Radar lief. Ich gehe eigentlich von ersterem aus. Von der Anzahl der gemeldeten Kinder hängen auch Zahlungen wie Kindergeld und gegebenenfalls Sozialleistungen. Ein Kind illegal mitlaufen zu lassen, muss man sich auch finanziell leisten können.
Daher nehme ich an, dass sie irgendwann auch offiziell gemeldet war. Und dann stellt sich eben auch die Frage. Warum ist ihr verschwinden nicht bei den Behörden aufgefallen. Hätte man da genauer hingucken müssen?
Es gab in Hamburg einen tragischen Mordfall, den Mord an der 7 jährigen Jessica, bei dem die Schulbehörde nicht genau hingeschaut hatte. Eingehende Maßnahmen, nachdem das Kind nicht zur Einschulung auftauchte, sind unterblieben. Hätte man dort gründlicher hingeschaut hätte das Kind vielleicht gerettet werden können.
Die Schulbehörde verhängte schließlich ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro wegen einer Schulpflichtverletzung. Die Eltern reagierten auch auf die Bußgeldforderung und zwei folgende Mahnungen nicht; danach stellte die Rebus alle weiteren Bemühungen ein. Die Rebus informierte auch das zuständige Jugendamt nicht, da sie davon ausging, dass die Familie fortgezogen war.[2][8]
Rückblickend wiesen mehrere Beobachter auf die strukturellen Schwierigkeiten der Hamburger Sozialbehörden hin
Quelle:
Wikipedia: Mordfall JessicaFür mich ist durchaus vorstellbar, dass ich die Situation für Diana drastisch verschlechtert hat, mit eintritt ins Teenageralter/ Pubertät, aber das muss man natürlich jetzt abwarten.