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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

3.880 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Ungelöst, Aktenzeichen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

um 08:57
Zitat von KuMa99KuMa99 schrieb:Ich bin genauso fest überzeugt das das verteilen mit voller Absicht geschah, bewusst im Wissen dass es schnell entdeckt wird...!
Aber bestimmt nicht um vom Tatort abzulenken, vielleicht eben doch um seine Macht zu demonstrieren?!

Dann ruft der Vogel noch Anonym an, kurz nachdem man Anja gefunden hatte, weil der Kranke das alles noch beobachtet hat, als der ganze Weinberg voll mit Polizisten war...!?!?!?!

Mein Kopfkino rattert...😅
(Nicht zu vergessen der Vater konnte von seinem Büro aus auf den Tatort blicken!)
Da will jemand die Familie leiden sehen - potentiell das Ganze auch beobachten, wie die Polizei ermittelt. Und hat eine gewisse Genugtuung daran.
Für mich auf keinen Fall keine Tat aus dem Affekt - sondern mit einem gewissen Kalkül und einem kranken Motiv.

Verschmähte Liebe - Rache an den Eltern - ich denke auf jeden Fall, dass der Täter einen Bezug zur Familie hatte.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

um 09:46
Zitat von blaomatblaomat schrieb:Evtl. wurde die Kleidung dann zerschnitten um Blutspuren zu beseitigen.
Bin mir nicht sicher, ob man auf diese Art und Weise Blutspuren beseitigt, eher nicht ....
Und warum anschließend das Verteilen noch in relativer Tatortnähe?
Sinnvoller wäre gewesen, die Kleidung entweder zu verbrennen, oder in einem Wald 50 km entfernt zu vergraben.
Zitat von KuMa99KuMa99 schrieb:Jetzt kommt für mich der Anonyme Anrufer am Montag ins Spiel... der bei Aicheles angerufen hat und mitteilte das Anja tot sei..!
... wenige Minuten später steht der Leiter der Sonderkommission in der Türe...!

Warum und Wer macht sowas??

Ich bin genauso fest überzeugt das das verteilen mit voller Absicht geschah, bewusst im Wissen dass es schnell entdeckt wird...!
Dann hätte man sich die Mühe mit dem Grab erst gar nicht machen müssen, sondern hätte den Leichnam auch an Ort und Stelle liegenlassen können.
Zitat von blaomatblaomat schrieb:Dieser anonyme Anrufer war meiner Ansicht nach der Täter,
s.o.

Welcher Täter macht sich die Mühe und beobachtet die Stelle 72 h , nur um die Angehörigen anzurufen?

Hätte er auch direkt in der Tatnacht tun können.

Wahrscheinlicher ist doch, daß es ein Gaffer sich nicht nehmen lassen wollte, die Nachricht zu überbringen und sich am Leid der Familie aufzugeilen.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

um 09:53
Zitat von blaomatblaomat schrieb:Wenn an Anjas Klamotten Blutspuren von dem oder einem der Täter waren würde das erklären, warum man sie ausziehen musste und die Kleidung nicht einfach mit ins Loch legen konnte. Evtl. wurde die Kleidung dann zerschnitten um Blutspuren zu beseitigen.

Dieser anonyme Anrufer war meiner Ansicht nach der Täter, denke die Polizei hätte die Familie nicht per Telefon informiert. Die Soko war ja auch schon auf dem Weg zu den Eltern. Daher ist es mMn sehr wahrscheinlich, dass Anja den Täter kannte und ihm irgendwann ihre Telefonnr. gegeben hatte. In dem Verbundpass stand doch vermutlich keine Telefonnummer, oder irre ich mich da?
Also Kleidung zerschneiden und verteilen um Blutspuren zu beseitigen macht aus meiner Sicht ÜBERHAUPT keinen Sinn. Ganz abgesehen davon wurden ja Teile der Kleidung offensichtlich erfolgreich vernichtet oder versteckt so dass sie niemals aufgetaucht sind !

Bzgl. der Telefonnummer: Die Aicheles standen - wie zu der Zeit üblich - sicher im Telefonbuch. Im verbundpass stand sicher keine Telefonnummer.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

um 10:09
@JestersTear

Auch nochmal wegen der Klamotten. Bild 94 im Wiki, am Ende des Artikels: Die Polizei ging wegen Stichverletzungen zunächst davon aus dass Anja erstochen wurde, erst die Obduktion hat dann ergeben, dass sie erwürgt wurde (wahrscheinlich ein gebrochenes Zungenbein).
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Welcher Täter macht sich die Mühe und beobachtet die Stelle 72 h , nur um die Angehörigen anzurufen?
@JestersTear
@Heavythoughts
@KuMa99

WENN man bezüglich des Anrufers den berechtigten Einwand von @JestersTear berücksichtigt - dann würde ich mal behaupten dass nicht nur Herr Aichele von seinem Büro freie Sicht zum Schrebergarten hatte sondern auch der Anrufer. Der hat die Suche vom Fenster aus aufmerksam beobachtet ( aber nicht 72 Stunden am Stück) und irgendwann bemerkt, dass in dem Schrebergarten richtig was los ist und gegraben wird.

Das beantwortet aber nicht die Frage ob er gewußt hat dass da jetzt Anja gefunden wird, oder ob er es erst gesehen hat als sie geborgen wurde. Dann hat er angerufen, das ist gesichert.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

um 10:16
Zitat von HeavythoughtsHeavythoughts schrieb:Da will jemand die Familie leiden sehen - potentiell das Ganze auch beobachten, wie die Polizei ermittelt. Und hat eine gewisse Genugtuung daran.
Für mich auf keinen Fall keine Tat aus dem Affekt - sondern mit einem gewissen Kalkül und einem kranken Motiv.

Verschmähte Liebe - Rache an den Eltern - ich denke auf jeden Fall, dass der Täter einen Bezug zur Familie hatte.
Also das absolut besondere an diesem Fall ist dieses total seltsame Nachtatverhalten. Von daher kann ich deine Schlussfolgerung nachvollziehen. Was ich aber nicht verstehe: Bei dem immensen Aufwand der seitens der Polizei betrieben wurde hätte eine beziehungstat doch eigentlich aufgeklärt werden müssen ?
Mordfälle die nicht oder sehr lange nicht geklärt werden - ohne dass ich eine Statistik zur Hand habe - sind doch gerade die, bei denen das Opfer zufällig von einem ihm unbekannten Täter ermordet wird. Wohingegen die Aufklärungsrate insgesamt bei über 90% liegt , weil man die beziehungstaten eigentlich immer lösen kann ?


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