K-Jettie schrieb:- so wie Hartmut M. im Sindelfinger Industriegebiet Brigitta Jacobi.
Dieser Fall war hier vor Jahren lange ein Thema.
M. hat sich nie zu dieser Tat geäußert, deshalb blieb dem Gericht gar nichts anderes übrig, als "pure Mordlust" als Motiv festzustellen.
Es ist nie rausgekommen, ob es nicht doch z.B. vorher zu einem Streit gekommen ist, der die Tat ausgelöst hat (was sie natürlich nicht entschuldbarer machen würde)
Ich habe während des Prozesses, über den im Thread berichtet wurde, noch immer die Aussage einer Angehörigen im Hinterkopf, daß Frau Jacoby "den Typ Anzugträger" nicht besonders gut leiden konnte.
M. kam aus einem Weinlokal, wird schon leicht einen sitzen gehabt haben. Der kann sie genau so gut beim Überqueren der Straße fast umgefahren und sie ihm ein paar deftige Flüche hinterher geschickt haben, oder sie ins Auto locken wollen, weil sie im Industriegebiet als Frau spätabends alleine unterwegs war und er sie für "käuflich" hielt.
Den Thrill-Killer gibt es gottseidank selten, bei den meisten Femiziden kennen sich Täter und Opfer.
Quiron schrieb:Und ja, vielleicht war es nur ein gescheiterter, spontaner Raubmord.
Mir fällt es schwer zu glauben , daß in S-Münster des Jahres 1983 Zustände wie in der Bronx geherrscht haben , wo man vielleicht abends um halb elf mitten im Wohngebiet für einen Dollar um sein Leben fürchten musste.
Daß bei einer 16jährigen nicht viel zu holen gewesen sein dürfte und diese aktuell nicht aus der der Bank kam, wo sie ihr Sparbuch aufgelöst hatte, wird dem dümmsten Räuber klar gewesen sein.
Letztlich hatte sie laut Artikel 9,39 DM in der Tasche, die ihr nicht abgenommen wurden.
Ein Räuber hätte statt Messer-Einsatz auch zuschlagen, sich das Geld nehmen können und möglicherweise wäre die Tat nach vier Wochen aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden gewesen.
Quiron schrieb:Ich dagegen kann nicht glauben, dass niemand im Umfeld von Sibylle auch nur das geringste Anzeichen von einer Vorgeschichte zwischen Täter und Opfer bemerkt haben soll.
Es gibt ziemlich viele Beispiele, daß, nach dem ein Cold Case geklärt wurde, sich der Mörder als der nette Kollege oder Nachbar von nebenan entpuppt hat, dem niemand was Böses zugetraut hatte.
Wie schon einmal vermutet: ich glaube, daß es Menschen aus dem Umfeld des Täters gibt, die zwar wissen, daß dieser S.G. kannte , aber nie auf die Idee kämen, daß er ihr Mörder ist.