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Mordfall Karl-Heinz Groß

607 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, 1998, Kastelruther Spatzen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Karl-Heinz Groß

26.02.2018 um 01:32
Wikipedia: Kastelruther Spatzen
Die tatsächliche musikalische Leistung der Band ist umstritten. Sicher ist, dass sie bei Live-Auftritten (abgesehen von TV-Playback-Auftritten) live spielen. Jedoch wurde am 6. November 2012 bekannt, dass die Kastelruther Spatzen auf ihren Tonträger-Aufnahmen nicht selbst gespielt haben, sondern Studiomusiker engagierten, lediglich der Gesang von Norbert Rier sei echt gewesen. Dies erklärte der langjährige Produzent der Band Walter Widemair gegenüber der Bild. Nach Angaben der Zeitung habe Norbert Rier auf Nachfrage zugegeben, dass dies gemacht worden sei, „um Kosten zu sparen“ und „immer eine perfekte Produktion abzuliefern“.[7] Hierbei ist ausschlaggebend, dass eine perfekte Produktion mit professionellen Musikern schneller realisierbar ist und damit der größte Kostenfaktor einer CD-Produktion (Studiomiete und Honorare für die betreuenden Techniker) begrenzt werden kann. „Der Erfolg der Band ist auf einem Riesenschwindel aufgebaut“, sagte Widemair.

„Auf den ersten vier Alben haben wir ausschließlich noch selbst die Instrumente gespielt. Ab der fünften CD wurden dann professionelle Studiomusiker engagiert“, so Rier. Norbert Rier selbst habe am Anfang das Schlagzeug gespielt, das erklärte er in der Bild. Laut Aussage der Kastelruther Spatzen soll Widemair sie dazu gedrängt haben, im Studio nicht mehr selbst zu spielen und die Aufnahmen professionellen Musikern zu überlassen, da seiner Ansicht nach die musikalische Leistung zu schlecht für Tonträger sei. Ein in Berlin aufgenommenes Live-Album war musikalisch so schlecht, dass neben der Stimme nur das Original-Schlagzeug verwendet werden konnte.[8] Die Deutsche Phono-Akademie gab in einer Stellungnahme bekannt, dass eine Aberkennung der verliehenen Echos „im Zuge der aktuellen und zweifelhaften Berichterstattung […] nicht zur Debatte“ stehe.[9]
Sowas kann auch zu Streitigkeiten und Hass führen.
Zitat von Faxe1212Faxe1212 schrieb:Sie sind zwar eine Größe im Volksmusik Bereich und spielen oft vor mehreren tausend Zuschauern. Aber ihre Show kann man nicht mit Helene Fischer oder so vergleichen. Da gibt es keine gigantischen Bühnenaufbauten und sonstigen Schnick Schnack.
Ok, also wird es einen Bus für die Band geben, einen mit Garderobe und Fanartikeln und einen für die Instrumente?
Ich kenne deren Bühnenprogramm nicht.


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26.02.2018 um 17:28
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb: also wird es einen Bus für die Band geben
Was ich in Erinnerung habe, nach der Quelle muss ich suchen (vielleicht war es sogar die MDR Doku), dass die KS, zumindest die Musiker, in normalen Autos unterwegs sind...möglicherweise war es auch auf diese Tournee beschränkt, dass man sich in PKWs auf den Weg machte. Wobei ich mir gut vorstellen kann, dass man als Band mit PKWs doch etwas flexibler unterwegs ist.

Allerdings war der Hype um die KS in den 1990ern doch noch anders, als jetzt.
Ich kann mich erinnern, dass die Eltern meines Ex-Stiefvaters mit einem ganzen Bus an weiteren Fans in Kastelruth eingefallen sind, das muss so um die Zeit gewesen sein, als KHG ermordet wurde. Ich kam erst 2010 nach Völs, einer der Orte in der näheren Umgebung Kastelruths, aber dort sind die KS eigentlich kein Thema, obwohl ich unter der "älteren" Generation gelebt habe (Ordensschwestern halt).
Aber in den 1990ern hatten die KS auch noch wesentlich mehr Fernsehauftritte, wie Musikantenstadl oder was es damals sonst noch gab und, meines Erachtens, auch mehr öffentliche Konzerte.
Also würde ich sagen, es gab zu der Zeit auch mehr aktive Fans.
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:dass die Kastelruther Spatzen auf ihren Tonträger-Aufnahmen nicht selbst gespielt haben, sondern Studiomusiker engagierten
Eine Option für ein Motiv wäre es. Allerdings ware/sind die KS nicht die Einzigen, die es so halten. Man kann sich an den Skandal um Stefan Mross erinnern und bei ihm ist es weitaus schlimmer, da er ein einzelner Instrumental*künstler* ist.
Aber letztlich könnte man schon ein Motiv daraus ableiten...enttäuschte Fans sind zu einigem fähig.

Allerdings finde ich die Theorie, dass ggf. ein Transporter mit Hebebühne genutzt wurde auch sehr interessant.

Gab es überhaupt ein konkretes Ergebnis welche der Verletzungen definitiv zuerst da waren? Wurde zuerst gequetscht dann geschlagen? Oder bestünde auch die Möglichkeit, dass er zuerst Schläge abbekommen hat und sich dann erst die Quetschungen zugezogen hat. Irgendwie wäre es für mich logischer, dass er zuerst die Gewalt gegen den Kopf einstecken musste, so dass er nur noch getaumelt ist. Da wäre er ein leichtes Opfer, um ihn an die Wand zu quetschen. Das könnte ggf. auch die gebrochenen Finger erklären, mit dem er das noch hätte abwehren wollen.


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26.02.2018 um 18:14
Hier ist einer der "neueren" Beiträge (2016), der zwar vom Uploader falsch betitelt wurde, aber der, wie ich finde, doch ganz interessant ist.

Gerade ab Minute 6:14 sieht man deutlich die blutigen Schleifspuren, die v-förmig bis zum Kopf zusammenlaufen. Das heißt er muss bewusst an dieser Stelle platziert worden sein. Das würde dem Herauswerfen bspw. aus einem Transporter eher widersprechen. Eher einem Ausladen und dann dorthin ziehen, was ggf. auf KHG auf einem Beifahrersitz sprechen könnte.

Der Täter muss, m. E. einen Bezug zu dieser Steinkopfinsel haben, wenn man sich ansieht 1. wie abgelegen dieses Industriegebiet war/ist und 2. welcher Weg von der Werkstatt bis dorthin notwendig ist, dann glaube ich nicht, dass der Ort zufällig ausgewählt wurde.

Ich habe jetzt mal google durchforstet, aber es finden sich kaum verwertbare Bilder zum Fundort 1998.



Kripo Live - Fall KHG


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26.02.2018 um 22:34
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Aber letztlich könnte man schon ein Motiv daraus ableiten...enttäuschte Fans sind zu einigem fähig.
Aber das wurde doch erst 2012 öffentlich bekannt lt. oben eingestellten Link von @TatzFatal. Bei intern Beteiligten würde es da schon anders ausschauen. Spekulation: Jemand wollte dies zur damaligen Zeitpunkt Publik machen. Also in der Zeit, wie Du richtig schreibst, als die KS eine der größten Stars dieser Musikrichtung waren. Mögliches Motiv: Erpressung. Aber dann wäre es doch umgekehrt gewesen. Also die Erpressten schalten denjenigen aus und nicht umgekehrt.


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27.02.2018 um 01:32
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Der Täter muss, m. E. einen Bezug zu dieser Steinkopfinsel haben, wenn man sich ansieht 1. wie abgelegen dieses Industriegebiet war/ist und 2. welcher Weg von der Werkstatt bis dorthin notwendig ist, dann glaube ich nicht, dass der Ort zufällig ausgewählt wurde.
Da gebe ich dir Recht.

Da mir der genaue Standort der Werkstatt nicht bekannt ist, habe ich als Ausgangspunkt bei Google die mittig gelegene S-Bahn Haltestelle in Magdeburg-Rothensee genommen. Von dort kommend erreicht man nach 3,8 km die Steinkopfinsel.

Misst man die Strecke per Luftlinie, kommt man nur auf die Hälfte, nämlich 2 km.

Man muss aber erst ein ganzes Stück in südlicher Richtung fahren, um an einer Brücke einen Seitenarm der Elbe zu überqueren.

Was in diesem Zusammenhang auch noch interessant ist, dass der Google-Routenplaner auf der vorgeschlagenen Strecke, für den Öffentlichen Durchgangsverkehr gesperrte Straßen meldet.

Das würde zusätzlich die Meinung von @Eossoe bestärken, das der verbringende Täter nicht einfach auf der Suche nach einem geeigneten Ablageort zufällig dort herum fuhr.


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27.02.2018 um 11:12
Steinkopfinsel


Das ist mal die Lage der Steinkopfinsel, bzw. auch die Werkstatt ist verzeichnet (Bild von Aktenzeichen XY).
Wenn man es sich ansieht, wird deutlich, dass es doch ein ganzes Stück ist, von der Werkstatt zur Steinkopfinsel...


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27.02.2018 um 11:19
Zitat von Faxe1212Faxe1212 schrieb:Aber das wurde doch erst 2012 öffentlich bekann
Öffentlich ja. Aber hinter den Kulissen war es ja weithin bereits bekannt und sicherlich auch kein Einzelfall.
Fanclubs, sofern denn, wie nennt man das? Zertifiziert? Anerkannt? Fanclubs, eben mit dem offiziellen Status "Fanclub", haben ja doch oft Kontakt zu den Künstlern und auch Verknüpfungen zum Management, bspw. für günstigere Tickets oder Merchandise. Immerhin leben so Bands ja auch von ihren Fans/Fanclubs.
Da kann es schon sein, dass es vor 2012 intern bekannt gewese ist, dass im Studio nur Rier als einziger KS Arbeit geleistet hat.

Aber das ist alles nur Mutmaßung.

Ich muss sagen, ich kann mir hier nicht vorstellen, dass es sich um ein Opfer von Werkstattmitarbeitern handelt. Die haben sicherlich nicht zum ersten Mal mit einem "schwierigen Kunden" zu tun, wie jeder, der Kunden, Klienten oder Patienten hat.
Manche Kunden sind halt furchtbar, aber die Werkstattmitarbeiter wissen ja: den Typen sehen sie vielleicht noch einmal, wenn überhaupt, und dann ist er weg, seinen Kollegen/seiner Familie nachgereist.
Da muss er sich schon etwas Ordentliches geleistet haben, dass hier Mordgedanken entstehen.


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27.02.2018 um 11:56
ich denke weder an einen Zufallstäter, noch irgendetwas "mysteriöses"...für mich war das eine beziehungstat...familie, verwandte, bekannte...eventuell auch gedungen...


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27.02.2018 um 12:04
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Was ich in Erinnerung habe, nach der Quelle muss ich suchen (vielleicht war es sogar die MDR Doku), dass die KS, zumindest die Musiker, in normalen Autos unterwegs sind...möglicherweise war es auch auf diese Tournee beschränkt, dass man sich in PKWs auf den Weg machte. Wobei ich mir gut vorstellen kann, dass man als Band mit PKWs doch etwas flexibler unterwegs ist.
Im privaten PKW auf Tournee.
Sparsamkeit war dann wohl oberstes Gebot.
Dann hat jedes Mitglied seine Garderobe, Instrument, und was man sonst noch so braucht im eigenen PKW transportiert.

Kann es sein das die Mitglieder der Band nur Angestellte waren?
Diese Praxis soll auch bei sehr bekannten Musikern manchmal so gehandhabt werden.
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Aber letztlich könnte man schon ein Motiv daraus ableiten...enttäuschte Fans sind zu einigem fähig.
Da denk ich weniger dran, eher in Richtung wer davon gewusst hat als es noch nicht offiziell gewesen ist. Wut auf eine erfolgreiche Band die sich mit fremden Federn schmückt, die ihren Erfolg den unbekannten gekauften Musikern verdankt, die womöglich noch sehr sparsam entlohnt wurden.
Ein mögliches Motiv gäb das schon ab, weil der Manager vermutlich auch dafür verantwortlich ist.
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Gab es überhaupt ein konkretes Ergebnis welche der Verletzungen definitiv zuerst da waren?
Mir ist das nicht bekannt das dazu etwas gesagt wurde.
Herr G war ja noch am Leben als man ihn gefunden hatte, und im Krankenhaus wurde zunächst versucht sein Leben zu retten.
Vielleicht wurde dadurch die Obduktion erschwert.
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Wurde zuerst gequetscht dann geschlagen? Oder bestünde auch die Möglichkeit, dass er zuerst Schläge abbekommen hat und sich dann erst die Quetschungen zugezogen hat.
Herrn G erlitt die Quetschungen stehend. Jemand dem zuerst der Schädel eingeschlagen wird, dürfte nicht mehr in der Lage sein auf seinen Beinen zu stehen.
Da müsste die Reihenfolge der Verletzungen zuerst die Quetschung gewesen sein.
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Gerade ab Minute 6:14 sieht man deutlich die blutigen Schleifspuren, die v-förmig bis zum Kopf zusammenlaufen. Das heißt er muss bewusst an dieser Stelle platziert worden sein. Das würde dem Herauswerfen bspw. aus einem Transporter eher widersprechen. Eher einem Ausladen und dann dorthin ziehen, was ggf. auf KHG auf einem Beifahrersitz sprechen könnte.
Einen bewusstlosen Menschen mit der Statur von Herrn G auf einen Beifahrersitz zu heben, stell ich mir sehr schwer bis unmöglich vor.
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Der Täter muss, m. E. einen Bezug zu dieser Steinkopfinsel haben, wenn man sich ansieht 1. wie abgelegen dieses Industriegebiet war/ist und 2. welcher Weg von der Werkstatt bis dorthin notwendig ist, dann glaube ich nicht, dass der Ort zufällig ausgewählt wurde.
Möglich das es kein Zufall war, der Täter Ortskenntnisse hatte, oder sie sich zuvor verschafft hat.
Zitat von Faxe1212Faxe1212 schrieb:Aber das wurde doch erst 2012 öffentlich bekannt lt. oben eingestellten Link von @TatzFatal. Bei intern Beteiligten würde es da schon anders ausschauen. Spekulation: Jemand wollte dies zur damaligen Zeitpunkt Publik machen. Also in der Zeit, wie Du richtig schreibst, als die KS eine der größten Stars dieser Musikrichtung waren. Mögliches Motiv: Erpressung. Aber dann wäre es doch umgekehrt gewesen. Also die Erpressten schalten denjenigen aus und nicht umgekehrt.
An Erpressung denk ich da nicht, aber an Hass und Wut schon.


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27.02.2018 um 12:21
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Wenn man es sich ansieht, wird deutlich, dass es doch ein ganzes Stück ist, von der Werkstatt zur Steinkopfinsel...
Etwa drei Kilometer sollen es sein.

Die Tat soll etwa 25 Minuten vor dem Auffinden von Herrn G geschehen sein.
Wobei ich die Angaben zu dieser Tat mit Vorsicht betrachte. In einem Sternartikel wurde die Tat als Raubmord deklariert, was es ja offensichtlich nicht war.


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27.02.2018 um 12:30
Also 'müsste' die Tat innerhalb dieser drei Kilometer passiert sein. Der Tatort ist ja weiterhin unbekannt.

Wenn man von den "vorsichtig betrachteten" 25 Minuten ausgeht, hatte der Täter doch einiges zu tun: KHG anfahren und an die Wand quetschen, ihn zu schlagen, einzuladen, hinzufahren, auszuladen, an den Fundort zu ziehen/ihn dort zu platzieren und abzufahren.
Wann er genau geschlagen wurde, sei mal dahingestellt...möglicherweise geschah dies auch im Fahrzeug oder erst am Fundort, dort wurden ja einige Blutspuren gefunden.

Allein das Ein- und Ausladen von KHG dürfte einige Zeit in Anspruch genommen haben, da er ja doch kein Leichtgewicht gewesen ist UND verletzt, was ihn nochmal schwerer macht.

Fraglich, wie man 25 Minuten kommt. KHG wurde ja 1,5 Std. (meine letzte Info) nach Verlassen der Werkstatt an der Lagerhalle aufgefunden.
Letztlich fehlen uns doch ganz viele Infos, bspw. ein Autopsiebericht oder generell auch eine Auflistung der gefundenen Spuren am Fundort. Da wird wohl immer noch gehofft, dass sich jemand mit Täterwissen irgendwann verrät.


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27.02.2018 um 14:00
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Also 'müsste' die Tat innerhalb dieser drei Kilometer passiert sein. Der Tatort ist ja weiterhin unbekannt.
Nicht unbedingt. In 20 Minuten fahre ich deutlich weiter als 3 Kilometer.
Das der Tatort nicht gefunden wurde kann auch bedeuten das Herr G sich weiter weg befunden hat. Ich nehme nicht an das Herr G sich eine Stunde lang um die Werkstatt herum aufgehalten hat, das ergibt keinen Sinn.
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Wenn man von den "vorsichtig betrachteten" 25 Minuten ausgeht, hatte der Täter doch einiges zu tun: KHG anfahren und an die Wand quetschen, ihn zu schlagen, einzuladen, hinzufahren, auszuladen, an den Fundort zu ziehen/ihn dort zu platzieren und abzufahren.
Die 25 Minuten sind eine nicht genaue Einschätzung, und woher diese 25 Minuten ursprünglich bekannt gegeben wurden, hab ich nicht finden können. Deshalb mit Vorsicht zu betrachten.
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Wann er genau geschlagen wurde, sei mal dahingestellt...möglicherweise geschah dies auch im Fahrzeug oder erst am Fundort, dort wurden ja einige Blutspuren gefunden.
In einem PKW fehlt der Platz zum Ausholen mit einem Gegenstand. In einem nicht voll beladenen LKW oder Transporter wäre es möglich.

Der Fundort war nicht der Tatort, der Fundort war nur der Ablageort. Dies wurde überall gleich berichtet, das scheint also sicher zu sein.
Das es da ebenfalls Blutspuren gab ist auf die Erstversorgung durch einen Notarzt zurück zu führen. Herr G hat ja noch gelebt.
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Allein das Ein- und Ausladen von KHG dürfte einige Zeit in Anspruch genommen haben, da er ja doch kein Leichtgewicht gewesen ist UND verletzt, was ihn nochmal schwerer macht.
Für eine Einzelperson ohne technische Hilfsmittel sehr schwer zu bewerkstelligen.
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Fraglich, wie man 25 Minuten kommt. KHG wurde ja 1,5 Std. (meine letzte Info) nach Verlassen der Werkstatt an der Lagerhalle aufgefunden.
Die 25 Minuten halte ich für eine Schätzung die in etwa stimmen kann, aber nicht stimmen muss.
Vielleicht war das eine erste grobe Einschätzung vom Notarzt.
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Letztlich fehlen uns doch ganz viele Infos, bspw. ein Autopsiebericht oder generell auch eine Auflistung der gefundenen Spuren am Fundort. Da wird wohl immer noch gehofft, dass sich jemand mit Täterwissen irgendwann verrät.
Es wurde recht wenig bekannt gegeben.
Nach knapp 20 Jahren könnte man den Versuch wagen andere Wege zu geh'n.


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27.02.2018 um 22:11
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Die Tat soll etwa 25 Minuten vor dem Auffinden von Herrn G geschehen sein.
So unsicher diese Info ist. Stimmt sie frage ich mich wo er die ganze Stunde war? Es war anscheinend "Sauwetter". Da wird er nicht im Freien rund um die Werkstatt gelaufen sein. Wo war er dann? Hätte er eine Möglichkeit gehabt wie auch immer z. B. zum Bahnhof zu kommen wäre er nach der Stunde nicht mehr in dem Gebiet gewesen. Ich war immer der Meinung die Tat, wenn sie außerhalb der Werkstatt stattgefunden hat, müsste passiert sein kurz nachdem das Opfer die Werkstatt verlassen hat. Eben weil derjenige ja einiges zu tun hatte. Von dem Einquetschen mit einem Fahrzeug bis zum Verbringen an den Tatort. Wie das alles in einer halben Stunde gehen soll frage ich mich schon.


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28.02.2018 um 00:22
Zitat von Faxe1212Faxe1212 schrieb:So unsicher diese Info ist. Stimmt sie frage ich mich wo er die ganze Stunde war?
Genau stimmen können die 25 Minuten sicherlich nicht.

Was macht man in einer solchen Situation? Zurück zum Zimmer das man sich zur Übernachtung gemietet hat, wäre naheliegend.
Ein richtiges Hotel wird es nicht gewesen sein, man war ja sparsam unterwegs.

Er hatte doch noch seinen Bruder angerufen, das wird er wohl auch nicht im Regen getan haben. Danach noch der Versuch zuhause anzurufen, dessen Gespräch aber abgebrochen wurde. Irgendwo muss er sich doch untergestellt haben zum Telefonieren, oder?
Zitat von Faxe1212Faxe1212 schrieb:war anscheinend "Sauwetter". Da wird er nicht im Freien rund um die Werkstatt gelaufen sein. Wo war er dann? Hätte er eine Möglichkeit gehabt wie auch immer z. B. zum Bahnhof zu kommen wäre er nach der Stunde nicht mehr in dem Gebiet gewesen.
Normalerweise ruft man sich ein Taxi um zu seiner Übernachtungsmöglichkeit zu gelangen. Bei Sauwetter zu Fuß in einer fremden Stadt, wäre doch eigentlich keine Option.

Was sollte er denn am Bahnhof? Er musste ja in der Stadt bleiben um auf den Transporter zu warten.
Zitat von Faxe1212Faxe1212 schrieb: Ich war immer der Meinung die Tat, wenn sie außerhalb der Werkstatt stattgefunden hat, müsste passiert sein kurz nachdem das Opfer die Werkstatt verlassen hat. Eben weil derjenige ja einiges zu tun hatte. Von dem Einquetschen mit einem Fahrzeug bis zum Verbringen an den Tatort. Wie das alles in einer halben Stunde gehen soll frage ich mich schon.
Das ist auch ein Grund weswegen ich eher an eine geplante Tat bei entsprechender Gelegenheit denke.
Die Tat an sich dürfte innerhalb fünf Minuten vollzogen gewesen sein. Wenn Hilfsmittel zur Verfügung stehn um ihn in ein Fahrzeug zu verbringen, geht auch das recht zügig. Da hilft auch der Adrenalinschub den der Täter gehabt haben dürfte.
Der Tatort kann gut 10-20 Minuten Fahrzeit entfernt gewesen sein, und da kommen dann schon einige Kilometer Entfernung in Betracht.
Der Täter könnte sich auch verfahren haben, und wollte vielleicht ursprünglich Herrn G in Werkstattnähe ablegen.
Hier ist einfach so vieles möglich.


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28.02.2018 um 23:50
Ich bin immer noch der Meinung oder glaube das der (Anfangs Unfall) in der Werkstatt passiert ist. Evtl. ein Azubi - 16-17 Jahre alt darf eigentlich mit dem Fahrzeug Bus der KS nicht fahren da er keinen Führerschein hat. Macht es aber trotzdem und past nicht auf und quetscht KHG beim Rangieren irgendwo an die Wand, oder wird irgendwie eingequetscht an der Grube. Vielleicht gibt es auch kaum oder wenig Blutspuren, da nichts gefunden wurden. KHG wird nun auf einem Pritschenwagen oder Transporter von der Werkstatt abtransportiert und da er nicht aufhört zu schreien, wird ihm der Kopf eingeschlagen. Er wird zur Steinkopfinsel transportiert und so abgelegt, so das es so aussehen soll, als wäre er von einem LKW überrollt. Ein LKW Fahrer hätte ihn aber wohl dort liegen sehen und er lag dann auch falsch zur Fahrbahn. KHG lag längs über die Fahrbahn rüber (hingezogen laut der Blutspuren), nicht hochkant zur Fahrbahn, sowie ihn ein LKW sonst erwischt hätte.


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10.03.2018 um 19:11
https://www.ff-bz.com/gesellschaft-wissen/2018-05/vor-20-jahren-ff-11-1998.html

Das Südtiroler Wochenmagazin "ff" hat am 01. Februar 2018 den Artikel vom 14. März 1998 zum Nachlesen veröffentlicht.
Gegen Ende des Artikels schreibt der Autor dass Karl-Heinz Gross beim Auffinden bereits stark unterkühlt war....
Ja, es war an diesem Abend regnerisch und kalt. Aver kann ein Körper in 25 Minuten derart stark unterkühlen? Dies könnte auf einen frühere Tatzeit hindeuten....


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10.03.2018 um 19:20
An den Blutspuren auf den verfügbaren Fotos vom Auffindeort erkennt man eigentlich recht gut, dass diese nicht durch ziehen des Körpers entstanden sind, sondern durch den strömenden Regen in 2 Richtungen gespült wurden. Laut oben verlinkten "ff"-Artikel starb Gross durch Verbluten infolge schwerer Kopfverletzungen....


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10.03.2018 um 21:02
@cirrus12
Lieben Dank für diesen Link.

Der Artikel liest sich anders als es neuere Berichte tun.

Die eigentlichen Manager waren andere, und eigentlich ist es keine Band, es ist eine Firma mit Firmensitz in Deutschland.
Weiteren Kommentar hierzu erspar ich mir hier.

Herr G sollte mit dem Zug nach Nürnberg fahren, ein deutscher Mitarbeiter hätte den Iveco abholen sollen wenn er fertig ist.
Wozu hielt sich Herr G dann solange in der Werkstatt auf statt im Maritim?


Für mich ist die Diskussion dann hier nicht mehr möglich, und enthalte mich weiterer Kommentare.


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Mordfall Karl-Heinz Groß

12.03.2018 um 00:48
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Lieben Dank für diesen Link. Der Artikel liest sich anders als es neuere Berichte tun. Die eigentlichen Manager waren andere, und eigentlich ist es keine Band, es ist eine Firma mit Firmensitz in Deutschland. Weiteren Kommentar hierzu erspar ich mir hier. Herr G sollte mit dem Zug nach Nürnberg fahren, ein deutscher Mitarbeiter hätte den Iveco abholen sollen wenn er fertig ist. Wozu hielt sich Herr G dann solange in der Werkstatt auf statt im Maritim? Für mich ist die Diskussion dann hier nicht mehr möglich, und enthalte mich weiterer Kommentare.
Ja, dass ist sehr oft so. Mit neuen Informationen gespickte Berichte, die wir noch nicht kannten, sorgen nicht nur in diesem Fall für Widersprüche zu bisherigen Fakten, die als nahezu gesichert galten.



Bislang war immer von 7000 DM die Rede, die das Opfer bei sich trug.

Nunmehr ist in dem Neuen Bericht aber von 12000 DM die Rede.

Zitat:

Gross hatte in etwa 12000 DM bei sich......Zu klären ist in diesem Zusammenhang höchstens, weshalb er soviel Geld bei sich hatte, wo man doch in der Werkstatt vereinbart hatte, eine Rechnung für die Spatzenfirma in Nittendorf auszustellen. Der Preis für die umstrittenen Reparaturen : zirka 10000 DM.

Ich finde das nicht unerheblich. Die Summe hat sich mit diesem Bericht, quasi fast verdoppelt.

Auch die Hotelrechnung im Maritim, musste nicht von Karlheinz Gross beglichen werden.

Zitat:

Ihre Zimmer wurden von P. V. gebucht. Und er ist es auch, der hier bezahlt. V. von der Pallas-Konzertagentur in Nürnberg ist der Leiter dieser Wintertournee.


Das Fragezeichen hinter dem nun noch gewachsenen Bargeldbetrag, den Karlheinz Gross mit sich führte ist also noch ein wenig größer geworden.

Interessant für weitergehende Überlegungen, wäre es in welcher Geldschein-Stückelung sich die mitgeführte Summe befand.






Im Bericht wird auch klar, dass der genaue Zeitpunkt des Auffindens von Karlheinz Gross, dem Autor nicht bekannt ist.


Am Anfang spricht der Autor von einer Auffindezeit gegen 17.30 Uhr.

Zitat

Es muss noch hell gewesen sein, als der Mann am Freitagabend gegen halb Sechs mit seinem LKW zum Lager kam.

Am Ende des Berichtes spekuliert er aber über einen Zeitpunkt gegen 18 Uhr.

Zitat

Geht man aber davon aus, dass er um 16.50 noch in der Werkstatt war, dass A. L. gegen 18 Uhr mit seinem LKW das Brotlager erreichte.


Eine feste Zeitgröße kann hier nur von den Ermittlern gesetzt werden. Sie verfügen über die Daten der Rettungsleitstelle und können auf die Minute genau sagen, wann der Notruf einging, der ja direkt abgesetzt wurde, als der Mann vom Brotlager auf den schwer verletzten Karlheinz Gross gestoßen ist.




Und auch bei der Frage des letzten Lebenszeichens, des letzten Anrufes, haben wir ein diffuses Bild.

Bemüht man die Suchfunktion haben wir mindestens 4 verschiedene Zeiten im Angebot:

16.30 Uhr

16.37 Uhr

16.40 Uhr

16.50 Uhr laut dem neuesten Bericht.


Ein mögliches Zeitfenster für ein Tatgeschehen variiert dann zwischen 40 und 90 Minuten, je nachdem welche Zeiten man zugrunde legt.





Zumindest die Einkehr bei Mc Donalds, scheint aus dem unmittelbaren Tatzusammenhang heraus zu fallen.

Zitat:

Nicht stimmen kann, dass - wie H. in einem ersten Gespräch gemeint hat - Gross, gegen 16.15 Uhr weggegangen ist, um in einem nahegelegen Mc Donalds etwas zu essen. Gross war zwar in besagtem Mc Donalds das 2,3 Kilometer von der Werkstatt entfernt ist, aber bereits gegen 13 Uhr. Er ist offensichtlich zu Fuß und alleine dorthin und zurück gegangen.

Anmerkung zum Verständnis: Herr H. ist ein Mitarbeiter der Werkstatt.
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Wozu hielt sich Herr G dann solange in der Werkstatt auf statt im Maritim?
Die Information, dass sich Gross, solange in der Werkstatt aufhielt ist für mich auch neu. Das ist ja praktisch ein kompletter Arbeitstag, legt man die Regelarbeitszeit von 8 Stunden täglich zugrunde.


Zitat

......und wo sich Karlheinz Gross mindestens sieben Stunden lang und sicher bis 17 Uhr aufgehalten hat.




Quelle sämtlicher Zitate in meinem Beitrag

https://www.ff-bz.com/gesellschaft-wissen/2018-05/vor-20-jahren-ff-11-1998.html

Bis auf den Namen von Karlheinz Gross, habe ich alle anderen Namen in den Zitaten mit einem Buchstabenkürzel versehen. Im Originaltext sind sie als Klarnamen ausgeschrieben.


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Mordfall Karl-Heinz Groß

12.03.2018 um 17:15
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Ja, dass ist sehr oft so. Mit neuen Informationen gespickte Berichte, die wir noch nicht kannten, sorgen nicht nur in diesem Fall für Widersprüche zu bisherigen Fakten, die als nahezu gesichert galten.
Und dabei ist der Bericht 20 Jahre alt, dürfte also bekannt gewesen sein.

Der Name im Threadtitel ist auch falsch, das Opfer heißt Karl-Heinrich Gross.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Am Ende des Berichtes spekuliert er aber über einen Zeitpunkt gegen 18 Uhr.
Man nimmt eine Dunkelzeit zwischen 16:30-18:00 Uhr als gegeben. Man weiß nicht wo Herr G sich in diesem Zeitraum aufgehalten hat.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Zumindest die Einkehr bei Mc Donalds, scheint aus dem unmittelbaren Tatzusammenhang heraus zu fallen.

Zitat:

Nicht stimmen kann, dass - wie H. in einem ersten Gespräch gemeint hat - Gross, gegen 16.15 Uhr weggegangen ist, um in einem nahegelegen Mc Donalds etwas zu essen. Gross war zwar in besagtem Mc Donalds das 2,3 Kilometer von der Werkstatt entfernt ist, aber bereits gegen 13 Uhr. Er ist offensichtlich zu Fuß und alleine dorthin und zurück gegangen.
Die Aussage des Herrn H stimmt also nicht. Aber das Herr G zu Fuß 4,6 km (Hin/Rückweg) im Regen läuft, glaube ich nie und nimmer. Wer war bei ihm?


Ist dir der Name T.R. aufgefallen?
Das war kein Mitglied der Spatzenfirma. In neueren Berichten taucht dieser Name nicht mehr auf, obwohl hier mehrfach erwähnt.
Es gibt diese Person laut Google.

Sieben Stunden Aufenthalt in der Werkstatt, wozu? Das ergibt keinen Sinn, die Werkstatt hätte ihn anrufen können wenn der IVECO fertig gewesen wäre.

Ein Getriebe kostet heute für einen IVECO etwa 1000€.
Wofür 10.000€ an Reparaturkosten? Vor 20 Jahren war das sicherlich noch günstiger.
Klar hab ich auch dazu eine Idee, die ist hier aber leider nicht diskutierbar.

Tja, was auch immer stimmt, ob 7000DM, oder 12.000DM, niemand weiß wieviel Geld er wirklich dabei hatte, ergo auch nicht ob doch Geld fehlt.

Auch die Meinung der damaligen Staatsanwältin, das der Täter Ortskenntnis gehabt haben muss, teile ich nicht. Rothensee ist ein sehr überschaubarer Ort, in zwei Stunden hät auch ich Ortskenntnis.
Auch weiß niemand ob der Täter sich verfahren hat, und Herrn G eigentlich in unmittelbarer Nähe der Werkstatt ablegen wollte, oder dachte das es das ist im Eifer des Gefechts.

Es würde mich verblüffen wenn dieser Fall noch aufgeklärt würde.


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