Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Mordfall Karl-Heinz Groß

607 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, 1998, Kastelruther Spatzen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Karl-Heinz Groß

23.02.2018 um 21:33
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Du gehst also davon aus, dass der Täter schon mit einem Tötungsvorsatz in das Treffen hineinging.
Genau.
Ich geh deswegen davon aus, weil der Täter Herrn G mit einem Fahrzeug eingequetscht hat.
Während eines Streits kriegt man das doch nicht mehr hin, weswegen die Tat mMn geplant gewesen sein dürfte.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Wenn ich dem gedanklich folgen würde, hätte sich der Täter auch Gedanken gemacht wie er KHG töten will.
Ja, und zwar mit den Möglichkeiten die der Täter hat.

Mal angenommen der Täter ist eine Täterin, die nicht an eine Schusswaffe ranzukommen weiß, und ein Messer zu gefährlich weil man nah an das Opfer treten muss.
Ein Mann könnte das gleiche Problem haben.

-Wie macht man sich eine Person wehrlos wenn man sie töten möchte.- Diese Problematik hat der Täter somit gelöst.

Hm, wenn es eine Täterin gewesen sein sollte, kann man sich nett mit einem Fahrzeug nähern. Man kann es wie eine nette fopperei aussehen lassen.
Da springt ein Mann auch nicht zur Seite. Mal so als Gedanke.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Er quetscht ihn mit dem Fahrzeug ein. Danach steigt er aus, merkt das er ihn nur schwer verletzt hat. KHG ist noch in eingeschränktem Maße abwehr- und widerstandsfähig ( Typische Abwehrverletzungen an den Händen, laut Rechtmediziner). Er verliert die Nerven und tötet ihn durch mehrere Schläge auf den Kopf, mit einem harten Schlagwerkzeug.
Das kommt hin, weil richtig wehren kann sich Herr G ja nicht mehr. Er versucht seinen Kopf zu schützen, und weiß allerdings das es ihm nicht mehr hilft.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Wahrscheinlich realisiert er zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass die Kopfverletzungen bei der Obduktion nicht als Unfallverletzungen durchgehen werden.
Vielleicht hat der Täter gedacht das es wie ein Unfall aussehen wird, oder das es egal ist, weil man auf Ihn/Sie eh nicht als Täter kommen wird.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Er fährt also in seinem ursprünglichen Vorhaben fort. Um den tatsächlichen Tatort nicht den Ermittlern preiszugeben, verbringt er KHG auf die Steinkopfinsel.

Wie du schreibst geht der Täter sofort, ohne größeren Wortwechsel, an die Tatausführung.

Für mich ein plausibler Ablauf, der zu den tatsächlichen Geschehnissen passen könnte.
Dafür spricht die Zeitspanne das es kein Gespräch gegeben hat.

Wenn sich die Ermittler damals nicht so sehr auf die Werkstatt konzentriert hätten, hätte man den Tatort finden können.
Irgendwo an einem Gebäude in der Nähe muss wohl die Tat geschehen sein.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Ich habe aber auch den Gedanken im Hinterkopf, dass es für den Täter einfacher hätte sein können mit einer Schusswaffe/Messer vorzugehen.
Man muss auch eine Waffe besorgen können, und wenn man keine Ahnung hat wie, fällt eine Schusswaffe weg. Mit einem Messer muss man sehr nah an sein Opfer, das kann schief gehen.
Bei Schusswaffe und Messer sieht's zudem nicht mehr wie ein Unfall aus.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb: Aber eigentlich durfte er davon ausgehen das KHG schon zwischen 500 DM/1000 DM bei sich trug. Diese hätte er mitgenommen und anstelle eines Unfalls, den Ermittlern einen Raub als Motiv untergeschoben.
Der Täter hat sich wohl für die Unfallvariante entschieden. Da passt ein Raub nicht mehr dazu.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Ein weiterer Überlegungsansatz wäre, dass der Täter ohne Tötungsvorsatz in das Treffen ging. Dann hätte er auch auf das Mitführen von Waffen verzichtet und es hätte sich aus der Situation heraus der Ablauf entwickeln können, wie er sich den Ermittlern darstellt.

Das wären meine alternativen Überlegungen zu deinen.
Aber wie bekommt man jemandem bei einem Streit dazu an einer Wand stehen zu bleiben, damit man ihn mit einem Fahrzeug einquetschen kann?

Da fällt mir kein Szenario zu ein. Oder doch.
Wenn der Streit zwischen Wand und Fahrzeug stattfand, der Täter die Situation verlässt, in sein Fahrzeug einsteigt, Herr G glaubt das der Täter wegfährt, und bleibt deswegen stehen.

Möglich wäre es, aber wie wahrscheinlich ist das?


melden

Mordfall Karl-Heinz Groß

23.02.2018 um 22:21
@TatzFatal

Eine geplante Tat bekomme ich in meinen Überlegungen auch noch nicht so recht plausibel.

Wenn ich alles richtig mitbekommen habe, schien ja KHG davon auszugehen das der er den Bus fertig repariert aus der Werkstatt mitnehmen kann. Er bezahlt bar, oder lässt sich eine Rechnung schreiben. Fährt dann mit dem Bus in die Stadt, isst und trinkt evt. noch eine Kleinigkeit zu Abend und macht sich dann alsbald auf den Weg nach Essen.

Er bewältigt die knapp 400 km in 4 Stunden. Bei Abfahrt gegen 18 Uhr, wäre er um 22 Uhr dort gewesen. Hätte genau gepasst. Der dortige Auftritt wäre bei einem angedachten Beginn um 20 Uhr wohl gerade zu Ende gegangen.

Was für mich eine Planung des Verbrechens schwierig macht sind folgende Punkte:

a Die Tatsache das KHG überhaupt von der Band getrennt wurde und mit dem defekten Bus vorerst in Magdeburg blieb, ergab sich ja
relativ kurzfristig.

b Die Tatsache das er zu Fuß die Werkstatt verließ, ergab sich praktisch von Jetzt auf Gleich, als man ihm eröffnete das die Reparatur
noch nicht abgeschlossen sei.

c Der Täter musste genaue Infos haben. Wo befindet sich die Werkstatt ? Auch muss er sich fragen ob KHG überhaupt alleine unterwegs
ist und nicht von einem Mitglied der Tourneemannschaft begleitet wird, dass ebenfalls in Magdeburg geblieben ist.

d Der Ablageort auf der Steinkopfinsel, erfordert meiner Ansicht nach eine gewisse Ortskenntnis.

Wie bekommt der Täter das alles so schnell "gebacken", frage ich mich.


1x zitiertmelden

Mordfall Karl-Heinz Groß

24.02.2018 um 00:25
@EDGARallanPOE
Ich hatte vor ein paar Tagen ja die Möglichkeit eines Begleiters ins Spiel gebracht, der schon länger mit ihm dort zusammen war, aber eben in der Werkstatt nicht auftauchte. Oder war es gar eine BegleiterIN? Ich schließe das für mich nun gar nicht mehr aus aufgrund der Art der Tatausführung.


1x zitiertmelden

Mordfall Karl-Heinz Groß

24.02.2018 um 00:41
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Was für mich eine Planung des Verbrechens schwierig macht sind folgende Punkte:

a Die Tatsache das KHG überhaupt von der Band getrennt wurde und mit dem defekten Bus vorerst in Magdeburg blieb, ergab sich ja
relativ kurzfristig.
Stimmt, der Defekt des Transporters ergab sich ja spontan.

Ich halte es dennoch für möglich das die Tat geplant war, und man einen günstigen Zeitpunkt abgewartet hat.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:b Die Tatsache das er zu Fuß die Werkstatt verließ, ergab sich praktisch von Jetzt auf Gleich, als man ihm eröffnete das die Reparatur
noch nicht abgeschlossen sei.
Da ergibt sich die Frage welchen Personen einen Tag zuvor bekannt war, das Herr G am Tattag nochmal in dieses Industriegebiet muss, um den Transporter abzuholen, oder im günstigsten Fall (günstig für den Täter) immer noch nicht fahrbereit ist. Das war bestimmt ein großes Thema, weil dies auch Probleme und Ärger mit sich brachte.
Wenn dem Täter dies bekannt war, konnte er sich zuvor in dem Gewerbegebiet umschauen. Dann ist man immer noch Ortsfremd, kennt aber die Umgebung.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:c Der Täter musste genaue Infos haben. Wo befindet sich die Werkstatt ? Auch muss er sich fragen ob KHG überhaupt alleine unterwegs
ist und nicht von einem Mitglied der Tourneemannschaft begleitet wird, dass ebenfalls in Magdeburg geblieben ist.
Vielleicht waren die genauen Umstände dem Täter bekannt. Auch das Herr G das alleine regelt.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:d Der Ablageort auf der Steinkopfinsel, erfordert meiner Ansicht nach eine gewisse Ortskenntnis.
Oder einfach fahren bis man eine Möglichkeit entdeckt zur Ablage. Dies könnte spontan geschehen sein.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Wie bekommt der Täter das alles so schnell "gebacken", frage ich mich.
Gute Frage.
Das ist auch so ein Punkt wo ich denke das es eine geplante Tat war. Ungeplant dürfte das alles nicht so funktioniert haben, oder mir fehlt schlicht das Wissen um eine ungeplante Tat visualisieren zu können.

Er musste ja Herrn G noch ins Fahrzeug verbringen, wieder rausholen, ablegen, das Fahrzeug sauber machen, und sich selbst wohl auch.
Im Fahrzeug selbst wird Blut gewesen sein, und am Täter vermutlich auch.

Mich wundert das allen Gewerbetreibenden nichts an ihren Hallen aufgefallen ist. Das muss es doch auch Blut an einer Wand gegeben haben.


1x zitiertmelden

Mordfall Karl-Heinz Groß

24.02.2018 um 01:44
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:h halte es dennoch für möglich das die Tat geplant war
Der Meinung bin ich auch. Aber mir geht gerade eine Sache durch den Kopf, welche dann doch wieder gegen eine geplante Tat spricht:

Und zwar die Tatsache dass der ursprüngliche Tatort durch Wegbringen verschleiert werden sollte.

Wenn geplant kann es eigentlich nur jemand sein, der dort zur direkten Umgebung der Werkstatt keinen direkten Bezug hat. Dem oder Der kann es dann egal sein dass der eigentliche Tatort entdeckt wird und hätte das Opfer an Ort und Stelle liegen lassen können. Selbst wenn Dieser/Diese den geeigneten Ort vorher ausgekundschaftet hätte.

Bei einem Zufalls-Konflikt ist es genau umgekehrt. Aufgrund der zeitlichen Nähe von der Werkstatt bis zum Auffinden hätte diese "Zufallsbekanntschaft" dort in der Umgebung entweder gearbeitet, gewohnt, oder gar eigene (Hallen-) Räumlichkeiten haben müssen. Also hätte Der oder Die durchaus ein Interesse das Opfer wegzubringen, um möglichst nicht in Verdacht zu geraten.


1x zitiertmelden

Mordfall Karl-Heinz Groß

24.02.2018 um 01:57
Zitat von Faxe1212Faxe1212 schrieb:Ich hatte vor ein paar Tagen ja die Möglichkeit eines Begleiters ins Spiel gebracht, der schon länger mit ihm dort zusammen war, aber eben in der Werkstatt nicht auftauchte. Oder war es gar eine BegleiterIN? Ich schließe das für mich nun gar nicht mehr aus aufgrund der Art der Tatausführung.
Den Beitrag hatte ich gelesen. Das wäre natürlich auch noch eine Option. Das müsste dann aber eine Person sein, die nichts mit der Tournee zu tun hat.

Damit würde sich die Frage wie der Täter/Täterin an KHG heran kam, erst gar nicht stellen. KHG kann auch unbemerkt von dieser Person in unmittelbarer Nähe der Werkstatt abgesetzt worden sein.

Dann wird es aber etwas kniffelig.

Sowohl KHG, als auch Begleiter/in gehen davon aus, dass er mit dem Bus die Werkstatt verlässt. Die begleitende Person entzieht sich dem Werkstattbesuch, mit dem Vorhaben an Ort X noch etwas erledigen zu müssen. Würde die Person an der Werkstatt warten, müsste sie doch eine gewisse Distanz einhalten um nicht doch aufzufallen. Das wäre aber gegenüber dem mitfahrenden KHG, dann doch eher ungewöhnlich, wenn diese Person 300 bis 400 Meter entfernt parkt.

Den Plan das man sich an Ort X mit KHG samt Bus wieder trifft kann es nicht gegeben haben. Denn dann wäre es zu einem nachvollziehbaren Anruf gekommen, weil er ja dann jemand gebraucht hätte, der ihn wieder an der Werkstatt abholt.

Wobei sich dann die Frage stellt, ob sich diese Person nicht in der Kontaktliste von KHGs Handy befindet.


Aber grundsätzlich ist das auch ein plausibler Ansatz.


1x zitiertmelden

Mordfall Karl-Heinz Groß

24.02.2018 um 12:08
Zitat von Faxe1212Faxe1212 schrieb:Wenn geplant kann es eigentlich nur jemand sein, der dort zur direkten Umgebung der Werkstatt keinen direkten Bezug hat. Dem oder Der kann es dann egal sein dass der eigentliche Tatort entdeckt wird und hätte das Opfer an Ort und Stelle liegen lassen können. Selbst wenn Dieser/Diese den geeigneten Ort vorher ausgekundschaftet hätte.
Schon, aber dann sieht es nicht mehr wie ein Unfall aus, und dies war dem Täter vielleicht ein Anliegen.
Auch möglich das der Täter bedenken hatte das jemand sein Auto beim Verlassen des Tatorts gesehen hätte, und man ihn mit dem Opfer in Verbindung bringen könnte. Das galt es zu vermeiden.
Dem Täter war es offensichtlich wichtig das der Tatort nicht gefunden wird, und setzte darauf das die Werkstatt in den Fokus gerät.

Hat Herr G sich am Vortag vielleicht sogar lautstark über das verlassene öde Kaff aufgeregt? Über das Industriegebiet im Nichts? Dann hat er dem Täter sozusagen die Gelegenheit frei Haus geliefert. Dieser hat sich vor Ort kundig gemacht ob die Gegebenheiten wirklich so sind, eine geeignete Stelle für die Tat gesehen, und schließlich Herrn G abgepasst.
Zitat von Faxe1212Faxe1212 schrieb:Bei einem Zufalls-Konflikt ist es genau umgekehrt. Aufgrund der zeitlichen Nähe von der Werkstatt bis zum Auffinden hätte diese "Zufallsbekanntschaft" dort in der Umgebung entweder gearbeitet, gewohnt, oder gar eigene (Hallen-) Räumlichkeiten haben müssen. Also hätte Der oder Die durchaus ein Interesse das Opfer wegzubringen, um möglichst nicht in Verdacht zu geraten.
Auch dies könnte ein Grund sein das Herr G vom Tatort verbracht wurde.

Nur, ich finde die Tat sehr brutal und von Hass geschürt. Gelingt dies einem Zufallstäter in so kurzer Zeit soviel Hass aufzubauen? Dann die Tat zu vollziehen, sein Opfer vom Tatort zu verbringen?
So jemand dürfte auch sonst in seinem Umfeld durch seinen Charakter aufgefallen und bekannt sein. Da tu ich mich schwer mit.

Sicher, es gibt auch Leute die Gewaltbereit sind, nur da passt Herr G nicht so als Opfer ins Bild mMn. Er wirkt auf mich auf den Fotos eher wie jemand über 50 und bieder, ganz so wie es der Musikrichtung entspricht.


melden

Mordfall Karl-Heinz Groß

24.02.2018 um 12:35
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Dann wird es aber etwas kniffelig.

Sowohl KHG, als auch Begleiter/in gehen davon aus, dass er mit dem Bus die Werkstatt verlässt.
Nicht so ganz. Herr G befürchtete durchaus das der Transporter nicht repariert werden konnte, was auch von der Werkstatt ihm einen Tag zuvor so mitgeteilt worden ist, mit dem Hinweis dass das Ersatzteil nicht so schnell zu beschaffen ist, -wenn ich das so richtig erinnere vom Filmfall bei Aktenzeichen.

Dem Bruder war der Transporter gar nicht mehr so wichtig, da er bereits einen neuen bestellt hatte. Er sah das Problem recht gelassen, sagte das Herr G nur nicht soviel Geld investieren sollte, und das er eben nachkommt wenn der Transporter wieder fahrbereit ist.
Herr G scheint nicht gewusst zu haben das ein neues Fahrzeug bereits bestellt worden ist. Jedenfalls war der Fuhrpark wohl nicht Teil seines Jobs. Wer kümmerte sich sonst eigentlich darum?
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Würde die Person an der Werkstatt warten, müsste sie doch eine gewisse Distanz einhalten um nicht doch aufzufallen. Das wäre aber gegenüber dem mitfahrenden KHG, dann doch eher ungewöhnlich, wenn diese Person 300 bis 400 Meter entfernt parkt.
Diese Person könnte auch gesagt haben das er ihn absetzt und derweil was zu essen besorgt.
Ich denk da finden sich immer Gründe.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Wobei sich dann die Frage stellt, ob sich diese Person nicht in der Kontaktliste von KHGs Handy befindet.
Gut möglich, oder auch nicht.

Wobei mir nicht bekannt ist ob Herr G ein privates und ein dienstliches Handy gehabt hat, oder nur eines für beide Zwecke.


melden

Mordfall Karl-Heinz Groß

24.02.2018 um 21:43
Sollte es sich tatsächlich um einen Mord gehandelt haben, dann glaube ich an einen Auftragsmord. Für diese Theorie spricht ja auch der Defekt des Fanbusses - eine geplante Manipulation am Fahrzeug wäre der logische Anlass gewesen, um KHG vom Musikertross zu trennen und später das Verbrechen perfekt umzusetzen.


1x zitiertmelden

Mordfall Karl-Heinz Groß

24.02.2018 um 23:02
Zitat von südtirolersüdtiroler schrieb:Sollte es sich tatsächlich um einen Mord gehandelt haben, dann glaube ich an einen Auftragsmord. Für diese Theorie spricht ja auch der Defekt des Fanbusses - eine geplante Manipulation am Fahrzeug wäre der logische Anlass gewesen, um KHG vom Musikertross zu trennen und später das Verbrechen perfekt umzusetzen.
Grundsätzlich eine interessante Theorie. Solch eine Manipulation hätte aber doch in der Werkstatt auffliegen müssen, oder? Es sei denn die Werkstatt wäre da sogar eingeweiht gewesen und hätte das ganze absichtlich hinausgezögert. Das halte ich für möglich aber doch ziemlich weit hergeholt.

Wir sind aber ja über jeden Ansatz froh, der die Ungereimtheiten erklären könnte. Und sei dieser auch noch so unwahrscheinlich. Zwar gibt es in den allermeisten Fällen nach Aufklärung einen völlig banalen Tatablauf und ein ebenso banales Motiv. Daran kann man aber in diesem Fall nicht wirklich glauben. Es scheint tatsächlich irgendetwas (auch für ein Tötungsdelikt) Ungewöhnliches oder Seltenes gegeben zu haben.


1x zitiertmelden

Mordfall Karl-Heinz Groß

25.02.2018 um 01:33
Zitat von Faxe1212Faxe1212 schrieb: Es scheint tatsächlich irgendetwas (auch für ein Tötungsdelikt) Ungewöhnliches oder Seltenes gegeben zu haben.
Ich hab zuvor noch nie gehört das jemand mit einem Fahrzeug bewusst eingequetscht wurde.

Ungewöhnlich sind die sauberen Schuhe des Opfers.
Das ein Täter versucht Spuren zu beseitigen ist gewöhnlich so.
Scheinbar wurden hier die Schuhe des Opfers gereinigt. Was hätten denn die Schuhe verraten können?
Oder Herr G musste gar nicht viel laufen da ein Fahrzeug zur Verfügung stand, und seine Schuhe sind deswegen sauber geblieben.

Ungewöhnlich finde ich auch die Tatausführung.
Der Täter gleicht seine körperliche Unterlegenheit (?) gegenüber Herrn G durch die Quetschung aus, schlägt dann zu.


Bei Tötungsdelikten an männlichen Opfern durch männliche Täter gibt's meist zwei Motive, Geld und Frauen.
Frauen sollen aus anderen Motiven Männer töten.


melden

Mordfall Karl-Heinz Groß

25.02.2018 um 17:20
Also, ich muss nochmals auf die Verletzungen zurückkommen.

Mich irritiert das alles etwas.

Also:

KHG wird mit einem Auto an die Wand gequetscht (diesen Ort hat man bisher noch nicht gefunden). Die Tatsache, dass man den "Tatort" noch nicht gefunden hat, lässt darauf schließen, dass der schwerverletzte (?) KHG in ein Auto geladen wird. Er wird an den Tatort gefahren, dort (?) bringt man ihm die Schläge auf den Kopf bei.

Laut dem Bruder war bei der Identifizierung des Toten deutlich sichtbar, dass seine Finger gebrochen waren. Ist das wirklich auf die Schläge zurückzuführen? Wenn jemand mit dem Auto an die Wand geschoben wird, hat derjenige dann wirklich vorher noch die Chance, die Arme nach oben zu reissen? Letztlich müsste es ja dann so abgelaufen sein.

Die Quetschungen können erstmal nicht so schwer gewesen sein, denn KHG war wohl noch soweit transportierbar, dass man ihn in ein Auto "verladen" konnte, ob nun sitzend oder liegend...darüber ist ja nichts bekannt.

Was für mich auf die gebrochenen Finger hindeuten könnte, dass man ihm die Schläge entweder noch am Tatort oder am Fundort im Liegen beigebracht hat. Wenn KHG bereits von den inneren Verletzungen geschwächt war, dann würden die Oberarme auf dem Boden liegen bleiben, während man die Hände gerade noch vor's Gesicht halten kann.

Gerade die Schläge deuten für mich auf einen bekannten Täter hin. KHG wurde angefahren, war aber noch fähig sich zu artikulieren und den Täter zu identifizieren. Um das zu verhindern, schlägt der Täter in Tötungs- und Verdeckungsabsicht auf ihn ein. Ob das Anfahren absichtlich geschah oder nicht, sei mal dahingestellt.

Wenn das Anfahren ein "Unfall" gewesen sein sollte, hätte der Unfallfahrer egal ob bekannt oder unbekannt nichts befürchten müssen. Es war dunkel, KHG war dunkel gekleidet etc.

Letztlich hätte der Täter "nur" Angst haben müssen, wenn es davon ausgehen konnte, KHG hätte das Auto und/oder dessen Fahrer identifizieren können. Das heißt, entweder auf dem Fahrzeug gab es eine auffällige Schrift oder es war KHG persönlich bekannt (Nummernschild Aufschrift?).

Lasst es mich wissen, wenn ich einen Denkfehler drin habe. Manchmal gehen meine Gedanken nur in eine Richtung und verschwurbeln sich dann.


1x zitiertmelden

Mordfall Karl-Heinz Groß

25.02.2018 um 20:00
Zitat von EossoeEossoe schrieb: Er wird an den Tatort gefahren, dort (?) bringt man ihm die Schläge auf den Kopf bei.
Ich denke das die Quetschung Mittel zum Zweck war um dem Opfer den Kopf einzuschlagen, und die Luft um nach Hilfe zu rufen/schreien zu unterbinden. Danach wurde das Opfer vom Tatort weg zum Ablageort gebracht.
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Laut dem Bruder war bei der Identifizierung des Toten deutlich sichtbar, dass seine Finger gebrochen waren. Ist das wirklich auf die Schläge zurückzuführen?
Die gebrochenen Finger hinterlassen bei mir den Eindruck als wäre das gesondert passiert, nicht durch die Schläge verursacht.

Für mich passt das nicht zu einer Zufallstat, aber durchaus zu einer personenbezogenen Tat.
Falls es eine Zufallstat gewesen sein sollte, müsste mMn der Täter psychisch auffällig gewesen sein.
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Die Quetschungen können erstmal nicht so schwer gewesen sein, denn KHG war wohl noch soweit transportierbar, dass man ihn in ein Auto "verladen" konnte, ob nun sitzend oder liegend...darüber ist ja nichts bekannt.
Ich denk daran kann man das nicht festmachen. Transportieren kann man jemanden egal wie schwer die Verletzungen sind.
Vielleicht wurden die Finger beim Zuschlagen eines Kofferraums gebrochen, mit Absicht.


1x zitiertmelden

Mordfall Karl-Heinz Groß

25.02.2018 um 21:19
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Ich denk daran kann man das nicht festmachen. Transportieren kann man jemanden egal wie schwer die Verletzungen sind.
Jeder, der hier in diesem Thread schreibt, kennt Bilder von KHG...
Das war keine Gazelle. Der hatte ordentlich was dran, also ist es gar nicht soooo leicht, jemanden zu transportieren...schon gar nicht, denjenigen vom Boden aufzuheben.

Als ich, ich bin Krankenschwester, in einem Nachtdienst einen verstorbenen Patienten bäuchlings im Bad fand, waren wir zu fünft (!!!), um ihn ins Bett zu heben und der Mann war deutlich kachektisch (ca. 45kg)...aber die fünf Personen waren notwendig, selbst für uns fünf war er fast zu schwer.
Eine leblose oder schwerverletzte Person dürfte ähnlich "schwer" sein, da die Körperspannung zur Gänze fehlt.

Und KHG war sicherlich keine 45kg schwer, anhand der Fotos würde ich sagen, ab 90kg aufwärts.

So leicht ist der sicherlich nicht transportierbar, wenn er am Boden liegt. Eine einzelne Person hat da ordentlich etwas zu tun, wenn ein Einzelner es überhaupt schafft. Das spräche für mindestens eine zweite Person.


2x zitiertmelden

Mordfall Karl-Heinz Groß

25.02.2018 um 22:39
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Das spräche für mindestens eine zweite Person.
Wenn es 2 Personen oder mehr waren, war es entweder tatsächlich was in der Werkstatt oder ein geplanter Mord. Zufall wäre dann meiner Meinung nach endgültig ausgeschlossen. Dass KHG rein zufällig auf der Straße in einen Konflikt mit Mehreren gerät, diese ihn dann gemeinschaftlich wegbringen und bis heute jeder dicht hält kann ich mir nicht vorstellen.
Zitat von EossoeEossoe schrieb:also ist es gar nicht soooo leicht, jemanden zu transportieren
Ich habe auch schon oft gehört dass ein lebloser Körper von Gewicht her viel schwerer zu heben ist als man vermuten möchte. Nachdem ein Transport vom Tatort weg gesichert scheint kann man schon auf mehrere Täter schließen.


melden

Mordfall Karl-Heinz Groß

25.02.2018 um 23:09
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Jeder, der hier in diesem Thread schreibt, kennt Bilder von KHG...
Das war keine Gazelle. Der hatte ordentlich was dran, also ist es gar nicht soooo leicht, jemanden zu transportieren...schon gar nicht, denjenigen vom Boden aufzuheben.
Das gibt mir auch zu denken. Leicht kann das nicht gewesen sein, es sei denn da war entsprechend Technik im Fahrzeug vorhanden.
Transporter mit Hebebühne? Dann kann man einen Menschen durchaus auf die Hebebühne rollen und ins Fahrzeug befördern. Die Bühnen lassen sich bis auf den Boden absenken.
Hatte der Transporter der KS eine Bühne?
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Als ich, ich bin Krankenschwester, in einem Nachtdienst einen verstorbenen Patienten bäuchlings im Bad fand, waren wir zu fünft (!!!), um ihn ins Bett zu heben und der Mann war deutlich kachektisch (ca. 45kg)...aber die fünf Personen waren notwendig, selbst für uns fünf war er fast zu schwer.
Eine leblose oder schwerverletzte Person dürfte ähnlich "schwer" sein, da die Körperspannung zur Gänze fehlt.
Das ist schwer, vor allem wenn keine Lifter vorhanden sind.
Ich hätte die Person auf ein Laken gerollt, dann kann man zu zweit jemanden so einfacher ins Bett heben.
Eine Freundin (auch im ND) hatte das gleiche Problem und niemanden der Kollegen erreicht. Ich war hingefahren und wir haben es so gelöst.


melden

Mordfall Karl-Heinz Groß

25.02.2018 um 23:29
Da fällt mir ein, man kann auch mit einer Hebebühne jemanden quetschen und die Finger brechen.
In einem solchen Fahrzeug kann man auch jemandem den Schädel einschlagen, dann gibt's natürlich keine Zeugen und der Tatort nicht zu finden. Der Tatort ist mobil, kann auch gut ohne Zuschauer gereinigt werden.

Gab es ein solches Fahreug im Fuhrpark der KS?
Wer hatte uneingeschränkten Zugang zum Fuhrpark, bez. konnte sich Zugang beschaffen?

Die gesamte Crew zog an diesem Tag weiter zum nächsten Auftritt. Wenn da jemand zwei Stunden später ankam, kann man das erklären mit verfahren, war noch etwas essen ect.


1x zitiertmelden

Mordfall Karl-Heinz Groß

25.02.2018 um 23:36
@Faxe1212
Meine Theorie von einem Auftragsmord habe ich bezüglich des Fanbusses so gemeint, dass ein Mechaniker sehr wohl eine Manipulation technisch so anlegen kann, dass die Manipulation auch nicht von einer Werkstatt als solche erkannt wird. Mit einer adäquaten Ausbildung ließe sich das wohl von jedem Automechaniker bewerkstelligen - in Wirklichkeit ging es für den Auftraggeber wohl vorerst darum, KHG von den anderen Tourmitgliedern zu trennen, einfach so lange, bis diese zum nächsten Konzert unterwegs waren. Und sollte es sich tatsächlich um einen Auftragsmord handeln, wäre der Auftraggeber wohl über die näheren Lebensumstände, Vorlieben und Macken des KHG bestens informiert gewesen.
Was mich aber auch stutzig macht: Ganz sicher sind sich die Gutachter doch nicht, wie die Verletzungen von KHG entstanden sind. Mir geht einfach die Werkstätte nicht aus dem Sinn. Wie wäre der weitere Ablauf gewesen, wenn KHG dort verunfallt ist (herabstürzendes Auto von der Hebebühne oder angefahren, während er hektisch telefonierte usw.?). Bei solchen Situationen kommt es immer wieder zu Panikreaktionen. Aber wie gesagt: alles Vermutungen.


melden

Mordfall Karl-Heinz Groß

25.02.2018 um 23:43
War da nicht ein Abschleppdienst in der Nähe? Mit deren Technik ist sowas natürlich auch bestens zu bewerkstelligen.
Aber das sind Fremde, das ergibt kein Motiv, es sei denn da ist ein kurioser Unfall passiert.


melden

Mordfall Karl-Heinz Groß

26.02.2018 um 00:49
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Die gesamte Crew zog an diesem Tag weiter zum nächsten Auftritt. Wenn da jemand zwei Stunden später ankam, kann man das erklären mit verfahren, war noch etwas essen ect.
Zeitlich ist es denke ich ausgeschlossen. KHG hätte es ja selbst nicht mehr nach Essen geschafft, nachdem der Transporter immer noch defekt war. Der Fuhrpark der KS ist sicher nicht allzu groß. Sie sind zwar eine Größe im Volksmusik Bereich und spielen oft vor mehreren tausend Zuschauern. Aber ihre Show kann man nicht mit Helene Fischer oder so vergleichen. Da gibt es keine gigantischen Bühnenaufbauten und sonstigen Schnick Schnack. Sie brauchen also nur ihre Instrumente, Bühnenkleidung und Ähnliches. Der Sound wird bei solchen Konzerten normalerweise durch den örtlichen Veranstalter gestellt. 2 zusätzliche Kleintransporter haben da wohl schon genügt. Da fahren keine Kolonnen von großen LKW`s vor. Wenn einer dieser Kleinlaster noch kurz vor dem Konzert fehlt wäre das katastrophal gewesen und man hätte davon erfahren. Schließlich hätten dann nicht nur die KS, sondern auch der Veranstalter um den Auftritt bangen müssen.


1x zitiertmelden