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Mordfall Karl-Heinz Groß

607 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, 1998, Kastelruther Spatzen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Karl-Heinz Groß

15.10.2019 um 20:41
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Gab es dort in der Werkstatt denn eine Security - Firma, die diese bewachte o Ä?
...
Wer sollte ihn denn sonst für einen Einbrecher gehalten haben, wenn alle Mitarbeiter schon weg waren?
Ob ein Sicherheitsdienst vor Ort war glaube ich nicht, zumindest nicht um diese Zeit. Vielleicht für nachts, aber das ist ja unrelevant.
Angenommen jemand aus der Werkstatt hat etwas vergessen, kehrt zurück, will die Werkstatt aufschließen und sieht G von hinten an der Tür hantieren. Möglich durchaus, erklärt aber immer noch nicht die zu sauberen Schuhe von G.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Was wäre das Alternativ-Szenario?
Dass KHG jmdn getroffen hat und mit dieser Person im Auto unterwegs war?
Hat ihn jmnd dort an der Werkstatt abgeholt und ist mit ihm wohin? gefahren?
Eher jemand der bereits Mittags bei ihm war. Welche Erklärung gibt es sonst für die sauberen Schuhe bei matschigem Gelände und Regen? Laut den Ermittlern wird ein Fußmarsch ausgeschlossen, dennoch war er mittags bei MCD.


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15.10.2019 um 23:52
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Eher jemand der bereits Mittags bei ihm war. Welche Erklärung gibt es sonst für die sauberen Schuhe bei matschigem Gelände und Regen? Laut den Ermittlern wird ein Fußmarsch ausgeschlossen, dennoch war er mittags bei MCD.
D h, er ist mit 'Person X' mittags zu McD gefahren - nicht gelaufen, da zu saubere Schuhe - dann wieder zur Werkstatt zurück gekehrt und hat dann wieder 'Person X' getroffen?

Erklärung für die sauberen Schuhe könnte allenfalls sein, dass die Schuhe gewechselt wurden, würde aber nicht wirklich Sinn machen bzw fällt mir kein Szenario ein, in dem dies aus Tätersicht sinnvoll wäre.
Nehme auch an, dass sich die Ermittler sicherlich noch auf weitere Indizien stützen, wenn sie einen Fußmarsch KHGs ausschließen und nicht ausschließlich auf die sauberen Schuhe!?


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Mordfall Karl-Heinz Groß

16.10.2019 um 00:23
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:D h, er ist mit 'Person X' mittags zu McD gefahren - nicht gelaufen, da zu saubere Schuhe - dann wieder zur Werkstatt zurück gekehrt und hat dann wieder 'Person X' getroffen?
Nein, er ist mit Person X zu MCD und wieder zurück zur Werkstatt. Dazwischen immer mal wieder zu dieser Person gegangen, und am späten Nachmittag in deren Auto gestiegen und zu einem unbekannten Ort gefahren. Ein Ort der sauber ist, eine Wohnung. Das Fahrzeug von Person X muss in der Nähe auf der Straße gestanden haben. Das ist nur niemandem aufgefallen, nicht wahrgenommen worden. Das spricht mMn für eine geplante Tat. Der Täter hat darauf geachtet nicht mit G gesehen zu werden, bez. war G selbst daran gelegen.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Nehme auch an, dass sich die Ermittler sicherlich noch auf weitere Indizien stützen, wenn sie einen Fußmarsch KHGs ausschließen und nicht ausschließlich auf die sauberen Schuhe!?
Soweit ich weiß war auch die Bekleidung sauber, und die Schuhe sehr sauber. Die Tat soll etwa 25 Minuten vor Auffindung von G geschehen sein, da war seitens des Täters keine Zeit um Schuhe akribisch zu reinigen. G wurde ja noch zum Ablageort gebracht, da geht auch noch Zeit drauf.


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16.10.2019 um 00:58
Ein Wohnmobil wäre auch möglich. Das ist auch eine Art von Wohnung und mobil dazu. Damit kann man auch jemanden an eine Wand quetschen, auch versehentlich. G könnte zum Einparken demjenigen mit Winkzeichen geholfen haben, dann sind auch die Arme oben, bez. nicht am Körper.
Gab es Wohnmobile mit "Bauch", oder Reserverad außen? So das es möglich war das die Beine nix abbekommen bei sowas?


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16.10.2019 um 11:10
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Nein, er ist mit Person X zu MCD und wieder zurück zur Werkstatt. Dazwischen immer mal wieder zu dieser Person gegangen, und am späten Nachmittag in deren Auto gestiegen und zu einem unbekannten Ort gefahren
Dann muss diese 'Person X' sich in der Nähe der Werkstatt 'versteckt' haben?
Über welchen Zeitraum, ist bekannt, wieviel Zeit zwischen KHGs Rückkehr von McD bis zu seinem (erneuten) Aufbruch aus der Werkstatt vergangen ist?
Hätte es rund um die Werkstatt Möglichkeiten gegeben, auch länger unerkannt dort zu parken/ im Auto zu sitzen?
Habe zwar die Werkstatt in einer Doku zum Fall gesehen, aber dennoch keine richtige Vorstellung davon, wieviel 'Betrieb' dort im Umfeld im März 1998 herrschte.
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Der Täter hat darauf geachtet nicht mit G gesehen zu werden, bez. war G selbst daran gelegen.
Das finde ich gut vorstellbar, aber aus welchen Gründen könnte KHG selbst daran gelegen gewesen sein, dass ihn niemand mit 'Person X' sieht?
Aus Tätersicht ist logisch, dass er nicht mit KHG zusammen gesehen werden wollte bzw überhaupt nicht (im Umfeld der Werkstatt am Tattag) gesehen werden wollte, wenn man annimmt, dass die Tat vorab geplant war.
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Die Tat soll etwa 25 Minuten vor Auffindung von G geschehen sein, da war seitens des Täters keine Zeit um Schuhe akribisch zu reinigen.
Das stimmt.
Wenn man von einer geplanten Tat ausgeht, hätte der Täter natürlich Wechselschuhe dabei gehabt haben können und diese KHG angezogen haben, halte ich aber für sehr unwahrscheinlich - denn dazu hätte der Täter ja im Vorraus wissen müssen, welche Schuhe KHG an besagten Tag tragen würde.
Wie lange die Verbringung KHGs vom Tatort zum Auffindeort gedauert hat, wissen wir ja nicht.

Kann mir eine längerfristig geplante Tat eigentlich nicht so recht vorstellen, vermute eher, dass etwas vorgefallen ist zwischen KHG und dem Täter in dem Zeitraum vom letzten Verlassen der Werkstatt bis zur Tat.
1 1/2 Stunden sind vergangen zwischen dem Zeitpunkt, als KHG die Werkstatt verließ und seinem Auffinden, d h wenn die Tat etwa 25 Minuten vor dem Auffinden geschehen sein muss, bleiben noch etwas über eine Stunde.
Diese Stunde ist m E der Schlüssel zur Tat.
Was auch immer zwischen KHG und dem Täter in dieser Zeit vorgefallen ist, kann mir gut vorstellen, dass es dermaßen eskaliert ist, dass es schließlich zum Tode von KHG führte, also ich sehe hier mehr eine 'spontane' Tat (im Affekt).
Wenn man herausfindet, wer diese 'Person X' gewesen ist, lässt sich höchstwahrscheinlich auch die Tat aufklären, denke ich.


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16.10.2019 um 12:11
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Dann muss diese 'Person X' sich in der Nähe der Werkstatt 'versteckt' haben?
Nicht wirklich versteckt, aber in der Nähe in einem Auto/Wohnmobil o.ä. gesessen haben. Auf der Straße geparkt.
Da guckt doch keiner nach, interessiert keinen.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Über welchen Zeitraum, ist bekannt, wieviel Zeit zwischen KHGs Rückkehr von McD bis zu seinem (erneuten) Aufbruch aus der Werkstatt vergangen ist?
Die haben nicht mitgekriegt das G mittags überhaupt weg war, deswegen weiß das keiner.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Das finde ich gut vorstellbar, aber aus welchen Gründen könnte KHG selbst daran gelegen gewesen sein, dass ihn niemand mit 'Person X' sieht?
Gründe gäbe es viele, und ist individuell. Z.B. mag sicher kaum jemand gesehen werden wenn er zu einer Prostituierten geht.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Wenn man von einer geplanten Tat ausgeht, hätte der Täter natürlich Wechselschuhe dabei gehabt haben können und diese KHG angezogen haben, halte ich aber für sehr unwahrscheinlich
Es waren die Schuhe von G, das wurde auch irgendwo berichtet. Vermutlich durch seine Ehefrau bestätigt denk ich mal.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Kann mir eine längerfristig geplante Tat eigentlich nicht so recht vorstellen,
Ich schon, und man wartete auf eine günstige Gelegenheit.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:also ich sehe hier mehr eine 'spontane' Tat (im Affekt).
Möglich ist das, aber welcher Affekt ergibt sich in rund 100 Minuten, und in welch sauberer Umgebung geschah dieser Affekt?
Das er jemand Fremden kennen lernt, in dessen Wohnung geht, kann ich mir nicht vorstellen. Wobei in einer Wohnung einquetschen mit einem Auto auch wegfällt.
Dann passt nur noch ein sauberer (geteerter?) Parkplatz, oder eine sehr saubere Lagerhalle als Tatort.


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16.10.2019 um 13:36
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Möglich ist das, aber welcher Affekt ergibt sich in rund 100 Minuten, und in welch sauberer Umgebung geschah dieser Affekt?
Naja, wenn man mal annimmt, dass KHG und der Täter sich kannten, dann könnte man annehmen, dass zwischen den beiden evtl.schon länger ein Konflikt bestand/ sich immer weiter zugespitzt haben könnte und die beiden sich evtl sogar trafen, um über das mögliche Konfliktthema nochmal miteinander zu sprechen, jenachdem, worum es bei dem Konflikt gegangen wäre, halte ich es schon für grundsätzlich möglich/ denkbar, dass sich dieser innerhalb der 100 Minuten derart zugespitzt haben könnte, dass es zur Tat kam.
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Das er jemand Fremden kennen lernt, in dessen Wohnung geht, kann ich mir nicht vorstellen. Wobei in einer Wohnung einquetschen mit einem Auto auch wegfällt.
Dann passt nur noch ein sauberer (geteerter?) Parkplatz, oder eine sehr saubere Lagerhalle als Tatort.
Würde grundsätzlich auch zur Theorie passen, dass KHG evtl einen (schon länger bestehenden/ 'schwelenden') Konflikt (mit einer Person, die er kannte) klären wollte.
Die beiden könnten auf einen (etwas abgelegenen? - kenne mich in der Umgebung nicht aus) Parkplatz gefahren sein, um dort ungestört in Ruhe miteinander zu reden/ein klärendes Gespräch zu führen.


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16.10.2019 um 20:43
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Naja, wenn man mal annimmt, dass KHG und der Täter sich kannten, dann könnte man annehmen, dass zwischen den beiden evtl.schon länger ein Konflikt bestand/
In der Regel geht's um Frauen oder Geld.
Falls G ein Verhältnis mit einer liierten Frau gehabt haben sollte, und konnte partout nicht die Finger von ihr lassen, kann Mann schon mal was auf dieselbigen kriegen.
So jemand kann genügend Hass entwickeln, vor allem wenn solche Geschichten den Bekanntenkreis betreffen. Dieser Jemand wusste dann natürlich wann und wo die KS sich aufhalten, und ist mit einem Wohnmobil (?) hinterher gereist auf den letzten 3,4 Gastspielorten um G fernab der Heimat und alleine zu erwischen.
Dann hätten G und Bekannter einen guten Grund gehabt nicht miteinander gesehen werden zu wollen, zwar unterschiedliche Gründe, aber gleicher Effekt.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Die beiden könnten auf einen (etwas abgelegenen? - kenne mich in der Umgebung nicht aus) Parkplatz gefahren sein, um dort ungestört in Ruhe miteinander zu reden/ein klärendes Gespräch zu führen.
Dann müsste nur noch der mögliche Parkplatz gefunden werden, wo sowas möglich sein könnte. Mindestens 4-5 Straßen weiter.
Davon gibt's natürlich heute keine Spuren mehr, die Gegend wird sich auch verändert haben.




Das alles erklärt natürlich nicht den "Spleen" mit dem Iveco. Wie der dazu passen könnte weiß ich nicht.


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16.10.2019 um 20:59
@TatzFatal

Finde Deine Ausführungen nachvollziehbar, so könnte es tatsächlich abgelaufen sein.
Auch die Variante, dass es bei einem möglichen Konflikt/ Streit um finanzielles/ Geld gegangen sein könnte, finde ich vorstellbar, auch eine eventuelle Erpressung (die schon über einen längeren Zeitraum gelaufen sein könnte) könnte man in diese Überlegungen mit einbeziehen.
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Das alles erklärt natürlich nicht den "Spleen" mit dem Iveco. Wie der dazu passen könnte weiß ich nicht.
Vll befanden sich in dem IVECO nicht nur 'Fanartikel'/Merchandise - Produkte der KS, sondern auch irgendwelche Gegenstände/Unterlagen, die auf ein eventuelles Verhältnis von KHG / eine eventuelle Erpressung hingedeutet hätten, aber auch diese hätte er viel einfacher in ein Mietfahrzeug umladen können, anstatt auf die Reperatur des IVECO zu bestehen.
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Mindestens 4-5 Straßen weiter.
Das wäre auch mit dem drei Kilometer von der Werkstatt entfernten Auffindeort von KHG in Einklang zu bringen.


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16.10.2019 um 22:44
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:auch eine eventuelle Erpressung (die schon über einen längeren Zeitraum gelaufen sein könnte) könnte man in diese Überlegungen mit einbeziehen.
Eine Erpressung glaube ich weniger, G war seit ungefähr einem Monat der Manager, davor verkaufte er die Fanartikel. Da ist nix mit großem Geld was hatte erpresst werden können. G war genau genommen erstmal Azubi im Mangermilieu, AG hatte da wohl eher das Sagen.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Vll befanden sich in dem IVECO nicht nur 'Fanartikel'/Merchandise - Produkte der KS, sondern auch irgendwelche Gegenstände/Unterlagen, die auf ein eventuelles Verhältnis von KHG / eine eventuelle Erpressung hingedeutet hätten, aber auch diese hätte er viel einfacher in ein Mietfahrzeug umladen können, anstatt auf die Reperatur des IVECO zu bestehen.
Das ginge aber nur wenn jemand anderes vom Team bescheid gewusst hätte. Mitwisser sind aber nie gut. Obwohl die KS dicht halten, aber die Erfahrung mit dem Ex-Manager und dessen Buchveröffentlichung war schon nicht angenehm.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Das wäre auch mit dem drei Kilometer von der Werkstatt entfernten Auffindeort von KHG in Einklang zu bringen.
Der Ablageort war allerdings nicht der Tatort, und der Tatort kann auch locker 10km weit entfernt sein.
Supermärkte waren um diese Zeit noch geöffnet, die Geschäfte generell.
Ich kenne die Gegend nicht, und hab keine Ahnung ob der ganze Ort '95 ziemlich tot war, oder nur dieses Industriegebiet.


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Mordfall Karl-Heinz Groß

17.10.2019 um 08:11
Knapp anderthalb Stunden später wurde er mit schwersten Verletzungen an Kopf und Oberkörper auf der Zufahrtsstraße eines etwa drei Kilometer entfernten Betriebsgeländes gefunden.
Quelle: Wikipedia: Kastelruther Spatzen

Was für ein 'Betriebsgelände' war das, befand es sich im gleichen Industriegebiet wie die Werkstatt?

Ebenfalls aus dem Wikipedia - Artikel:
Ein Raubmord wird für unwahrscheinlich gehalten, da das Opfer rund 7000 Mark in bar bei sich trug
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Da ist nix mit großem Geld was hatte erpresst werden können.
Konnte denn geklärt werden bzw ist bekannt, wofür/ warum KHG diese 7000 DM bei sich hatte?
Durch diese 7000 DM kam ich auf den Gedanken, dass KHG evtl erpresst worden sein könnte.
Oder war es bei ihm üblich, dass er solche Summen Bargeld bei sich hatte und falls ja, war dies allgemein bekannt?
Wenn man annimmt, dass die Tat nicht unbedingt geplant war bzw es durch einen eskalierenden Konflikt zu den Ereignissen kam, die zu KHGs Tod führten, dann wäre es m E vorstellbar, dass der Täter, der in diesem Szenario zwar ein Erpresser wäre, aber evtl nicht zum Mörder werden wollte evtl so geschockt/ in einer emotionalen Ausnahmesituation gewesen, dass er trotz der (beabsichtigten) Erpressung sein Opfer KHG nicht nach Bargeld durchsucht hätte.



Bzgl des Themas 'IVECO' bzw warum KHG diesen nicht zurücklassen wollte, habe ich noch Folgendes in einem Artikel gefunden:

Die beiden Brüder vereinbaren, dass Karl Heinz erst einmal per Bahn nach Essen nachkommen soll.

Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/id_85683824/kastelruther-spatzen-wer-toetete-ihren-manager-karl-heinz-gross-.html

D h eine Lösung in der Richtung, wie wir es hier schon überlegt/diskutiert haben, war bereits zwischen KHG und seinem Bruder Albin vereinbart - das spricht m E eher dagegen, dass sich in diesem IVECO etwas besonderes wertvolles/geheimes befunden haben könnte oder wenn, dann zumindest nichts großes und schweres, denn das hätte KHG nicht in der Bahn mitnehmen können.

Im gleichen Artikel stand bzgl des Auffindeortes: Hervorhebung von mir eingefügt:
Der Fundort des Schwerverletzten auf der Steinkopfinsel liegt zwei bis drei Kilometer von der Werkstatt entfernt. Hierhin kann sich ein Ortsunkundiger nur schwer verirren.Wie ist Karl Heinz Gross dort hingekommen? Und wann?
Finde das eine interessante Info - kann man daraus schlussfolgern, dass die Polizei von einem ortskundigen Täter ausgeht?


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17.10.2019 um 08:26
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Konnte denn geklärt werden bzw ist bekannt, wofür/ warum KHG diese 7000 DM bei sich hatte?
Diese Frage wird im Artikel, den ich in meinem letzten Posting verlinkt habe, folgendermaßen beantwortet:
Als man Gross fand, trug er die für die Reparaturkosten gedachten 7.000 D-Mark, Schmuck und ein für die Zeit sehr teures Mobiltelefon noch bei sich
Habe hier im Theard jedoch gelesen, dass 10.000 DM als Pauschalpreis für die Reperatur des IVECO vereinbart wurde, demnach hätte KHG, wenn er bar bezahlen wollte (was ich so verstanden habe), 3000 DM zu wenig dabei.


Die Theorie, dass KHG infolge eines Konflikts/ Streits schwer verletzt wurde, war wohl auch eine der drei Varianten, die die EB für möglich hielten:
Die andere: Gross wurde in einem Streit schwer verletzt. Um diese Tat zu verdunkeln, ist er nachträglich durch ein schweres Fahrzeug gerammt worden.
Was ich aus dem Artikel auch noch erwähnenswert finde, ist die Sache mit der DNA - Spur:
..der Täter könnte einen genetischen Fingerabdruck hinterlassen haben: Eine DNA-Spur.

Tatsächlich verfügt die Kripo über eine solche "Visitenkarte" des Täters. Frank Küssner von der Polizeiinspektion Magdeburg bestätigt dem Nachrichtenportal t-online.de: "Wir haben eine DNA-Spur. Es geht um vier Haare auf dem Mantel von Karl Heinz Gross." Dennoch hilft das bisher nicht weiter: "Diese DNA konnte keiner bekannten Person zugeordnet werden", räumt Küssner ein.
D h also, wenn die zur DNA - Spur passende Person gefunden würde, wäre der Fall geklärt - oder könnten diese Haare auf KHGs Mantel nicht auch von einer anderen Person als dem Täter stammen?
Im Artikel wird auch nicht erwähnt, wo genau an KHGs Mantel diese Haare gesichert werden konnten.

Zitate aus folgenden Artikel:
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/id_85683824/kastelruther-spatzen-wer-toetete-ihren-manager-karl-heinz-gross-.html


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17.10.2019 um 22:24
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Was für ein 'Betriebsgelände' war das, befand es sich im gleichen Industriegebiet wie die Werkstatt?
Die Steinkopfinsel gehört zum Gewerbegebiet Nord, also ja.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Konnte denn geklärt werden bzw ist bekannt, wofür/ warum KHG diese 7000 DM bei sich hatte?
Nein. Die Rechnung der Werkstatt sollte an die Firmenadresse geschickt werden.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Die beiden Brüder vereinbaren, dass Karl Heinz erst einmal per Bahn nach Essen nachkommen soll.
Er sollte nach Nürnberg kommen, und dort von jemandem abgeholt werden.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:D h eine Lösung in der Richtung, wie wir es hier schon überlegt/diskutiert haben, war bereits zwischen KHG und seinem Bruder Albin vereinbart - das spricht m E eher dagegen, dass sich in diesem IVECO etwas besonderes wertvolles/geheimes befunden haben könnte
Nicht unbedingt, man hatte wohl keine andere Wahl als den Iveco in der Werkstatt zu lassen.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Finde das eine interessante Info - kann man daraus schlussfolgern, dass die Polizei von einem ortskundigen Täter ausgeht?
Das tun sie.
Allerdings ist dieses Gebiet recht klein, und auch du hättest nach zwei Stunden Ortskenntnisse. Wenn sich jemand dort umgesehen hat, dürfte das kein Problem sein. Zudem könnte der Täter sich aber auch nur verfahren haben, oder einfach versucht haben G in diesem Gebiet abzulegen um den Verdacht auf die Werkstatt zu lenken.


Das Problem bei allen Artikeln zu diesem Thema sind die unterschiedlichen Angaben. Was letztendlich stimmt, oder ob überall falsche Angaben enthalten sind, kann man nicht herausfinden.


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18.10.2019 um 00:15
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Nein. Die Rechnung der Werkstatt sollte an die Firmenadresse geschickt werden.
Dann ist es m E tatsächlich etwas merkwürdig, dass KHG diese 7000 DM Bargeld bei sich hatte.
Natürlich könnte er - zunächst - tatsächlich beabsichtigt haben, die Werkstattrechnung mit diesem Geld bar zu bezahlen und nachdem man sich dann auf diese 10.000 DM 'Pauschale' geeinigt hatte, entschieden haben, dass die Rechnung an die Firmenanschrift geschickt werden soll, denn er hatte ja sowieso 3000 DM zu wenig dabei.

Die andere Erklärung für das Bargeld wäre eine mögliche/ denkbare Erpressung, evtl könnte man auch über eine Erpressung in Kombination /Zusammenhang mit dieser Variante nachdenken:
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Falls G ein Verhältnis mit einer liierten Frau gehabt haben sollte, und konnte partout nicht die Finger von ihr lassen, kann Mann schon mal was auf dieselbigen kriegen.
So jemand kann genügend Hass entwickeln, vor allem wenn solche Geschichten den Bekanntenkreis betreffen.
Also in etwa so, dass der Täter Kenntnis von diesem eventuellen Verhältnis gehabt hätte und nun eine Art 'Schweigegeld' von KHG erpressen wollte.
Nach dem Motto:"Wenn Du nicht zahlst, erzähle ich herum, dass Du mit Frau XY ein Verhältnis hast".
In diesem Szenario hätte es wohl genügend Konfliktstoff gegeben, sodass ein eskalierender Streit nicht unwahrscheinlich wäre.
Dann hat er ihn mit (s)einem Wohnmobil (?) angefahren/ eingequetscht, hat plötzlich realisiert, dass er zu weit gegangen ist/ welche evtl Konsequenzen sein Handeln haben kann und wollte KHG 'mundtot' machen, daher die Schläge auf den Kopf.
Er ging davon aus, KHG sei tot und hat diesen daraufhin an diesem besagten 'Betriebsgelände' abgelegt (um den Verdacht in Richtung der Werkstatt zu lenken).
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Das Problem bei allen Artikeln zu diesem Thema sind die unterschiedlichen Angaben. Was letztendlich stimmt, oder ob überall falsche Angaben enthalten sind, kann man nicht herausfinden.
Das ist mir auch aufgefallen, ebenso die Fernsehberichte zu diesem Fall.
Wurde die DNA - Spur/ die Haare auf KHGs Mantel denn auch noch woanders erwähnt oder nur in diesem Artikel, den ich hier verlinkt habe?
Soll ja eine relativ 'neue' Erkenntnis von 2018 sein, stand dort.


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18.10.2019 um 02:19
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Dann ist es m E tatsächlich etwas merkwürdig, dass KHG diese 7000 DM Bargeld bei sich hatte.
Natürlich könnte er - zunächst - tatsächlich beabsichtigt haben, die Werkstattrechnung mit diesem Geld bar zu bezahlen und nachdem man sich dann auf diese 10.000 DM 'Pauschale' geeinigt hatte, entschieden haben, dass die Rechnung an die Firmenanschrift geschickt werden soll, denn er hatte ja sowieso 3000 DM zu wenig dabei.
Möglich ist auch diese Variante.
Wobei ich nicht verstehe, wieso man bei einem angenommenen Schaden am Radlager mit einer solch hohen Summe an Kosten rechnete.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Die andere Erklärung für das Bargeld wäre eine mögliche/ denkbare Erpressung, evtl könnte man auch über eine Erpressung in Kombination /Zusammenhang mit dieser Variante nachdenken:
Ich weiß nicht, G macht mir nicht den Eindruck erpressbar zu sein. Auch die Buchveröffentlichung, wo unter anderem das Thema 'Die KS und das Rotlichtmilieu ' Erwàhnung fand, war Schweigen die Antwort der KS.
Sowas belastet sie scheinbar nicht.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Er ging davon aus, KHG sei tot und hat diesen daraufhin an diesem besagten 'Betriebsgelände' abgelegt (um den Verdacht in Richtung der Werkstatt zu lenken).
Ich glaube auch das der Täter dachte G sei tot.
Die Reihenfolge der Verletzungen sieht für mich so aus, das ihm zuerst die Finger gebrochen wurden. Warum kann ich nicht mal erklären. Abwehrverletzungen zum Schutz des Kopfes würde eher die Arme betreffen als die Hände. Dann die Quetschung, und zum Schluss die Kopfverletzung.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Wurde die DNA - Spur/ die Haare auf KHGs Mantel denn auch noch woanders erwähnt oder nur in diesem Artikel, den ich hier verlinkt habe?
Soll ja eine relativ 'neue' Erkenntnis von 2018 sein, stand dort.
Die Haare hatte man damals gesichert, konnte aber erst spät die DNA Analysieren. Die Haare sind ohne Wurzel, weswegen das damals noch nicht möglich war.
Bisher sind keine Taten dieser DNA irgendwo aufgefallen. Also kein Täter der bis dato bekannt ist.


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18.10.2019 um 13:44
Zitat von miyluelmiyluel schrieb am 13.10.2019:Anders kann ich mir nicht erklären, warum er die Arbeiten überwacht hat und das alte Auto unbedingt zurück nach Südtirol sollte.
Weil der Merch mit zum nâchsten Konzert sollte, weil:
Zitat von ThoFraThoFra schrieb am 15.10.2019:Kann mir schon vorstellen, dass die Merchandise - Einnahmen nicht gerade wenig gewesen sein werden.
Merch ist bei Musikern eine Haupteinnahmequelle.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Dann ist es m E tatsächlich etwas merkwürdig, dass KHG diese 7000 DM Bargeld bei sich hatte.
Das Geld war die Merch Kasse, für die er immer zustândig war.

Das schreib ich hier schon zum zehnten mal...


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18.10.2019 um 21:47
Zitat von C4ISRC4ISR schrieb:Weil der Merch mit zum nâchsten Konzert sollte, weil:
Nein, es war Donnerstags bereits klar dass das nicht geht. TR hat mit G den Iveco Freitags erst kurz nach 10:00 Uhr zur Werkstatt gebracht. Die KS sind um diese Zeit nach Essen gefahren.
Zitat von C4ISRC4ISR schrieb:Das Geld war die Merch Kasse, für die er immer zustândig war.
Das steht in keinem Artikel, woher weißt du das?


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18.10.2019 um 21:55
1. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendeine Werkstatt (erst Recht nicht im ehemaligen Osten) das Auto nach einer sehr teuren Reparatur ohne sofortige Zahlung herausgegeben hätte. Dazu noch an eine Südtiroler Adresse einer Künstergruppe, deren altes Fahrzeug in Regensburg zugelassen ist. Da weiss ich doch sofort, dass da kein Geld kommen wird.
Insofern musste KHG das Geld in bar daheihaben, EC-Karte geht kaum bei solchen Beträgen.

2. Inhalt des Transporters: Vermutlich hatte KHG nur Angst, dass man sich in der Werkstatt an den CDs und Merchandising-Artikeln vergreift. Das hätte man vermutlich nicht mal gemerkt, daher wollte er wohl nicht das Auto allein lassen. Hat dann aber wohl doch gemerkt, dass die Arbeiter da sich wenig aus dieser Musik machen.

3. Warum kein Mietwagen: KHG hat bestimmt gedacht, dass es im Osten keine Mietwagen gibt und hat es deshalb gleich gar nicht probiert. So eine grosse Stadt und dann kein Iveco-Händler...das sagte ihm vermutlich schon alles...

4. Südtiroler können manchmal seltsam sein bzw. verschroben wirken. Da ist sicher auch nicht immer alles komplett logisch durchdacht. Dazu kommt noch, dass KHG sicher kein typischer Manager war, eher der Bruder der mangels Musikalität eben anderweitig in die Gruppe integriert wurde. Aber nicht weil er ein begnadeter Band-Manager war.
Ist mein Eindruck, von daher wäre ich nicht von 100% rationellem Denken ausgegangen.


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18.10.2019 um 22:24
Zitat von AxelFAxelF schrieb:Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendeine Werkstatt (erst Recht nicht im ehemaligen Osten) das Auto nach einer sehr teuren Reparatur ohne sofortige Zahlung herausgegeben hätte. Dazu noch an eine Südtiroler Adresse einer Künstergruppe, deren altes Fahrzeug in Regensburg zugelassen ist. Da weiss ich doch sofort, dass da kein Geld kommen wird.
Es war mit der Werkstatt vereinbart das die Rechnung an die Firmenadresse geschickt wird. Der Firmensitz der KS ist in Deutschland, nicht in Tirol. Deswegen das deutsche Kennzeichen, die Rechnungsadresse, deutsches Finanzamt.
Irgendwoher haben die KS die Werkstatt auch erst finden müssen, vermutlich aus dem Branchenverzeichnis des Telefonbuchs. Da kann man dann auch einen Blick zu Autoverleihern werfen. Mindestens eine Firma war dort seit 1990 vor Ort.
Zitat von AxelFAxelF schrieb:Vermutlich hatte KHG nur Angst, dass man sich in der Werkstatt an den CDs und Merchandising-Artikeln vergreift.
Dem hätte man doch vorgreifen können. Man muss nur die Leute informieren das alle Gegenstände gezählt und registriert sind, dann weiß jeder bescheid.


G hatte den Managerjob erst seit etwa vier Wochen, ein erfahrener Manager war er natürlich nicht. Musste er auch nicht, AG war ja da. Das paradoxe daran ist, das die KS sehr gute Kaufleute sind, allen voran AG. Außer besagter Freitag, und besagter Iveco, das fällt schon besonders auf.


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20.10.2019 um 16:41
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:das ihm zuerst die Finger gebrochen wurden. Warum kann ich nicht mal erklären. Abwehrverletzungen zum Schutz des Kopfes würde eher die Arme betreffen als die Hände.
Stimmt, Abwehrverletzungen wären wohl eher an den Armen im Bereich Elle/Speiche gewesen.
Gebrochene Finger könnten doch evtl darauf hindeuten, dass der Täter etwas Bestimmtes (mit Gewalt/ 'um jeden Preis') erfahren wollte.
Wenn man annimmt, dass KHG trotz der gebrochenen Finger nicht redete, könnte die Quetschung sozusagen die 'nächste Stufe' gewesen sein.
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Bisher sind keine Taten dieser DNA irgendwo aufgefallen. Also erfahren wollte.kein Täter der bis dato bekannt ist.
Das würde evtl dafür sprechen, dass die Tötung von KHG eine Effekttat war und/ oder der Täter ein persönliches Motiv hatte, KHG also kannte.
Ist statistisch gesehen doch eher ungewöhnlich, dass jmnd, der 'eiskalt' einen Mord plant und durchführt, bis dahin ein vollkommen 'unbeschriebenes Blatt' ist.
Zitat von C4ISRC4ISR schrieb:Das Geld war die Merch Kasse, für die er immer zustândig war.
War dies einem größeren Personenkreis bekannt?
Dann wäre die Merch Kasse als Tatmotiv denkbar.
Was evtl als Raub geplant war, ist eskaliert und durch diese - vorher nicht geplante - Situation hat der Täter das Geld/ die Uhr etc nicht mitgenommen, denkbar, dass er selbst geschockt über seine Tat war.


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