Derzeit wird im Prozess gegen Daniela Klette der Überfall auf einen Supermarkt in Osnabrück verhandelt. Dabei gehen die Zeugenaussagen stark auseinander. Auch ist auffällig, dass lediglich wohl die eigentliche Überfallhsandlung thematisiert wird, Klettes Beitrag wird nicht angesprochen, da sie ja mutmaßlich das Fluchtfahrzeug fuhr und bei den Überfällen auf Kassenbüros von Supermärkten wohl nicht im Kassenbüro selbst zugegen war.
Bei den Überfallen auf Geldtransporter war sie aber ja über das Fahren des Fluchtfahrzeugs hinaus beteiligt.
„Sie sahen beide ganz normal aus - nicht wie Schwerverbrecher.“ Auch das Verhalten war demnach anders, als man es erwarten würde. „Es hört sich doof an, aber er war nett“, sagt sie über einen Täter. Der andere sei direkter aufgetreten. „Aber unhöflich oder respektlos war er nicht.“ Nach ihrer Erinnerung waren die beiden dunkel gekleideten Männer rund 50 Jahre alt.
„Ich war kurz unter Schock, dann habe ich meinen Chef angerufen“, beschreibt sie ihr Verhalten direkt nach dem Überfall. Die Folgen waren demnach nicht gravierend: „Mir ging es gut, weil ich nicht schlecht behandelt worden war“, erklärt sie. Wenige Wochen nach der Tat habe sie ihr Kind zur Welt gebracht und eineinhalb Jahre später wieder gearbeitet. Nun sei sie erneut schwanger - wie zur Zeit des Überfalls vor elf Jahren.
Quelle:
https://www.rnd.de/politik/prozess-gegen-ex-raf-terroristin-klette-zwei-zeuginnen-zwei-versionen-M4DXSWL6URFJBAWK3ZZFLENMSI.htmlDie Darstellung der anderen Zeugin fällt dagegen etwas anders aus.
Vor Gericht beschreibt die 56-Jährige den Überfall als massive Bedrohung mit fatalen Folgen für ihr Leben. „Er packte mich sofort an den Schultern und schob mich rein“, erzählt sie. Ein Täter habe ihr einen Elektroschocker an den Kopf gehalten und sie aufgefordert, sich zur Wand zu drehen. Demnach verhielten sich die Männer aggressiv und schrien die Kassenleiterin an. Diese sei nach der Tat zusammengebrochen, habe geweint und gezittert, sagt die Verkäuferin und erinnert die Situation damit komplett anders als ihre damalige Kollegin.
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https://www.rnd.de/politik/prozess-gegen-ex-raf-terroristin-klette-zwei-zeuginnen-zwei-versionen-M4DXSWL6URFJBAWK3ZZFLENMSI.htmlNatürlich nach 10 Jahren auch immer die Frage, ob man sich wirklich genau an den Überfall erinnert, einige Zeigen sollen ja während des Prozesses schon sehr große Wissenslücken offenbart haben. Verständlich natürlich im Anbetracht der vergangenen Zeit.
Die Aussage der erstgenannten Zeugen offenbart aber wohl auch einen gewissen Unterschied im Verhalten von Staub und Garweg, einer "nett", der andere "direkter" bis "aggressiv"...