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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

191 Beiträge, Schlüsselwörter: Tod, Mord, Lea-sophie

Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

28.05.2013 um 12:10
Natürlich.... Man kann es auch anders herum beschreiben : Wenn jugendliche und junge Erwachsene häufigen Partnerwechsel haben, dann leben sie die < promisuitive Sexualität> und die
URSACHEN dafür sind in der Kindheit zu suchen.

Man muss sie also nicht mal erst in eine Arztpraxis schleppen, dass kann man schon am Lebensstil erkennen.

Gewiss passiert es auch "normalen"jungen Frauen, ungewollt schwanger zu werden, doch diese finden ihren Weg über eine Ausbildung trotzdem ,während der "Prototyp" es darauf an, um schnell schwanger zu werden und sich über den Mann versorgen zu lassen.....dann kommt es zu solchen Fehlentscheidungen, die für Kinder toxische Auswirkungen haben können.....

Es ist ein Irrglaube, alle Kinder schützen zu können , wenn man die Kindheit der Eltern einfach beiseite schiebt....


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Mao1974
ehemaliges Mitglied

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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

28.05.2013 um 12:36
@bellady

Aha...
Sorry, was hat denn das mit "ungewollter Schwangerschaft" zu tun? So ein Blödsinn...
Niemand schiebt die Kindheit der Eltern beiseite, das ist doch hier nicht das Thema.
Dieses Kind wurde massiv misshandelt, dann hat man es qualvoll sterben lassen und anschliessend wie Müll in ein Gebüsch geworfen und die Öffentlichkeit verarscht.
Fehlentscheidung?
Dem Kind wurde die Kopfhaut vom Schädel gerissen, da kannst Du jetzt lang mit irgendwelchen Kindheitserlebnissen der "Eltern" kommen, das ist einfach Quatsch.
Das Urteil ist für mich ein Witz, das regt mich richtig auf, 7 Jahre für sowas, das kann echt nicht wahr sein.


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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

28.05.2013 um 15:31
Mich interessiert auch nicht, was wer selbst als Kind durchgemacht hat - wer als Erwachsener sich entscheidet, zum Täter zu werden, hat seinen Ex-Opferstatus moralisch verspielt! Wer seinem eigenen Kind beim Sterben zusieht und nichts tut, um es zu retten, ist seelisch so dermaßen gestört und verroht, dass es schlimmer kaum noch geht. Das Nachtatverhalten unterstreicht nur die Richtigkeit dieser Einschätzung. Man müsste solche Leute einsperren, bis sie nicht mehr in der Lage sind, weitere Kinder zu zeugen! Ich wünsche diesen Menschen, dass das Gesicht der Kleinen sie ihr ganzes Leben lang schmerzhaft verfolgt bis ins Grab! Und dass sie irgendwann das kleine Mädchen von Herzen betrauen, dessen Leben sie unwiderbringlich zerstört haben.


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Luminarah
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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

28.05.2013 um 15:34
@diegraefin
Hat ja nur sieben Jahre bekommen ,wahrscheinlich nach guter Führung nach drei Jahren wieder draussen.


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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

28.05.2013 um 15:37
@Luminarah

Ja, daher hoffe ich, dass ihnen bewusst wird eines Tages, was sie getan haben, denn die schlimmste Strafe wäre ja normalerweise, mit dieser Schuld weiterleben zu müssen, aber das tut nur weh , wenn man es auch wirklich bereut! Diese Reue, diesen Schmerz, den haben sie verdient, ich hoffe, sie können sich nicht drum drücken durch Verdrängung und Soziopathie.


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Mao1974
ehemaliges Mitglied

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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

28.05.2013 um 15:40
@Luminarah

Das befürchte ich auch...
Ich finde das Urteil zu milde, diese Tat ist so abscheulich ( und die Verdeckung kommt noch dazu), mir ist das Urteil ein Rätsel...


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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

28.05.2013 um 15:43
Ja, aber Lea-Sophie ist nicht das erste Kind, dass misshandelt werden .....wielange und wie oft hören
wir denn schon von solchen Fällen.....1996 Jessica aus Hamburg, Kevin aus Bremen und alle nachfolgenden.....

In erster Linie sind es Eltern, DIE FÜR IHRE KINDER NIE ARBEITEN WOLLEN

Oft werden solche Töchter wie die Mutter von Lea-Sophie von ihren eigenen Müttern dazu angeleitet,
dies so zu machen , weil sie es selbst so gemacht haben, also ist es auch ein generations-übergreifendes Phänomen, das unsere Politik braucht und die Gesellschaft es duldet ....

Man kann von solchen Eltern nicht von" normalen" Eltern reden, wenn sie in ihrer Kindheit Entwicklungsdefizite zugezogen haben, deshalb die zugeringen Strafen......

ich schreibe das nicht, weil ich ihre Taten entschuldige, sondern weil es noch andere Einrichtungen gibt, die das wissen .


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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

29.05.2013 um 09:29
Ermittlungen gegen Kölner Polizei im Fall von Lea Sophie

http://www.welt.de/newsticker/news1/article116611686/Ermittlungen-gegen-Koelner-Polizei-im-Fall-von-Lea-Sophie.html


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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

29.05.2013 um 10:38
Das , was da auf behördlicher Seite geschehen ist, dass wundert mich überhaupt nicht.

Für mich sieht es eher so aus, dass es nicht weitergeleitet wurde, weil man bei der Polizei wusste, dass Jugendämter bei dieser Gewaltintensität, wie dieser Lebensgefährte sich gebährdete, nicht eingreifen.

Dieser hätte als erster aus dem Umfeld von Mutter und Kind entdernt werden müssen.

Zur Sicherheit dieser Kinder Alleinerziehender könnte man doch auch eine "Schranke" einführen, dass sich diese neuen Partner erst dass Einverständnis an einer "Prüfstelle" abholen muss, bevor sie einziehen können.

Es läuft doch meistens nach diesem Schema ab, dass sich diese neuen Partner anfangs von der besten Seite zeigen, bis sie das ganze Vertrauen inne haben, dann erst ihre Maske fallen lassen.

Dann folgt die nächste Phase, dass sie sich zwischen die Mutter-Kind-Beziehung drängen, bei der das Kind eindeutig ins Abseits gedrängt wird, was heißt, er wiederholt das selbe, was ihm selbst als Kind widerfahren ist, Ablehnung.....parallel dazu stellt er Ansprüche an die Mütter, die dann aus
anfangs unbewusstem Sicherheitsdenken versuchen, alles zu seiner Zufriedenheit zu erledigen, bis sie erkennen müssen, dass sie in der Falle sitzen...

Ob sich das so abgespielt hat, dass könnte man feststellen, man macht es aber nicht !!

Mir ist ein Fall bekannt , da wurde der alleinerziehenden Mutter das Kind weggenommen, weil ihr "Lebensgefährte" dem schreienden Kind den Mund zugehalten hat, was über Bekannte dem Jugendamt zugetragen wurde.....doch wie sie ihren Partner los wurde, dass war ihr Problem.


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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

31.05.2013 um 22:25
Revision gegen Urteil eingelegt

http://www.rundschau-online.de/koeln/fall-lea-sofie-revision-gegen-urteil-eingelegt,15185496,23082430.html


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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

31.05.2013 um 22:34
Das kann ich, aus meiner laienhaften Sicht nur begrüßen. Er soll die gerechte Strafe bekommen.


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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

03.06.2013 um 11:14
Möchte in diesem Zusammenhang nochmal auf den Mordfall Karolina aus Memmingen zurück kommen. In diesem Fall ist besonders deutlich zu erkennen, wie solche Szenarien im einzelnen ablaufen.
Wenn ihre Mutter zu ihr auch keine enge Bindung hatte, so liegen doch Welten dazwischen, wie der
Täter das Kind misshandelt hat.
Bei Tätern, die bereit sind, Kinder und Frauen zu töten, kommt die körperliche Überlegenheit besonders zum Tragen.

Auch dieser Täter hat die besonders perfide Methode angewannt , dass er der Mutter des Kindes vorab gedroht hatte mit den Worten " wenn du eingreifst, bist du dran" und auf der anderen Seite
den Pascha gespielt, w.h., sie haben sich von den Müttern verwöhnen lassen, haben sie indem Irrglauben gelassen, dass sie dadurch ihre Kinder schützen können.

In dieser Situation kann ich mir vorstellen, dass die Mutter von Lea-Sophie diesen ominösen Satz von sich gegeben hat "Schatz, was willst du heute essen" o.ä......

Solch perfide Verhaltensweise der Täter sind nachzulesen in dem Buch"Masken der Niedertracht " unxd dürften der Justiz auch nicht fremd sein...

Der eigentliche wirkliche Hintrergrund dieser Tragödie wurde zuvor mMn mit der Festnahme der beiden vertuscht, dass Karoline dem Täter einfach im Weg stand, für dass, was er mit ihrer Mutter geplant hatte, dass ER diese zur Prostitution zwingen wollte, um über sie an Geld zu kommen, Geld, das er benötigte für seine Drogensucht und zur Versorgung seiner leiblichen "Prinzessin" und deren
Mutter, die er so vergötterte....

In einer späteren Reportage kam eine Nachbarin zu Wort, die damals bei Karolines "Eltern" mal geklingelt habe und sich das Kind zeigen lies, weil sie sowas wie Misshandlungen vermutete, aber offenbar zum falschen Zeitpunkt, in dem sie nicht zu beanstanden hatte....

Desweiteren hatte auch der Vermieter ein Auge auf Karolinas Mutter, der sich dann zurückhielt, nachdem sie diesen "Nebenbuhler" in der Wohnung hatte...


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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

14.06.2013 um 06:57
FALL LEA-SOPHIE
Keine unterlassene Hilfeleistung

http://www.ksta.de/chorweiler/fall-lea-sophie-keine-unterlassene-hilfeleistung,15187566,23301432.html


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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

14.06.2013 um 07:43
@bellady

Der Fall Karolina ist mir auch mehr als gut bekannt, habe deshalb genug Tränen vergossen, als ich die schrecklichen Einzelheiten des Martyriums dieses armen kleinen Mädchens las. Ich denke auch, die Mütter dieser Kinder versuchen, durch besondere Unterwürfigkeit den Täter milder zu stimmen und so dazu zu bewegen, dass er das Kind in Ruhe lässt. So hat die Mutter von Karolina ja auch unverständlicherweise mit dem Täter Sex gehabt, während das schwer verletzte Kind im Keller eingesperrt war. Man fragt sich: Wie konnte die das machen??? Aber von der Warte betrachtet, dass sie hoffte, er ist danach dann vielleicht friedlicher drauf, wäre es aus dieser ohnmächtigen Lage wieder irgendwie nachvollziehbar.

Das müssen aber sehr schwache Frauen sein, die in so eine Situation überhaupt geraten. Ich denk bei sowas immer nur: Irgendwann musste der Typ doch auch mal schlafen, spätestens DANN hätte man doch alle Möglichkeiten gehabt, sich und das Kind, notfalls mit Gewalt, in Sicherheit zu bringen! Da kann man ja glatt schon wieder die Frauen verstehen, die ihre Männer vergiftet haben mit dem lecker gekochten Essen.


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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

14.06.2013 um 12:55
es gibt eine wunderbare Gruppe in Facebook zu Karolina, in dem auch viel zu Lea Sofie berichtet wird.
Außerdem ist dort ein Austausch auf sachlicher Ebene möglich. Wer mag ist dort ganz sicher herzlich Willkommen

https://www.facebook.com/groups/Karolina.Copik/?fref=ts


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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

15.06.2013 um 11:31
@diegraefin

Als Aussenstehende sagt man dass so, doch ich denke , da gab es auch noch ein "Schlüsselgewalt",
dass er jegliche Kontrolle an sich gerissen hatte.

Als Mutter kommt normalerweise nur diese Option infrage, in dem Fall <nicht ohne meine Tochter>, also musste er nur diese einschliessen und konnte sie somit von der Flucht abhalten.

Andere Gründe könnten noch die schlechte Mobilität gewesen sein....

Wir müssen auch immer wieder vor Augen halten, dass das Zuhause für Kinder der gefährlichste
Ort ist und wie man liest, auch für ihre Mütter in allen Gesellschaftsschichten weil prozentual gesehen sowohl der Arbeitsmarkt als auch der Arbeitslosenmarkt "geschönt " ist .....


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Vernazza2013
ehemaliges Mitglied

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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

07.01.2014 um 22:42
@diegraefin
Der Fall Karolina ist mir auch mehr als gut bekannt...

KREIS NEU-ULM 07.01.2014

Zu Tode gefoltert: Erinnerungen an Karolina immer noch wach

Vor zehn Jahren erschüttert der Foltertod eines kleinen Mädchens die Region und sorgt bundesweit für großes Aufsehen. Von Roland Ströbele

Das neue Jahr ist noch keine fünf Tage alt, da erschüttert ein grausames und abscheuliches Verbrechen den Landkreis Neu-Ulm und sorgt später bundesweit für Schlagzeilen: Einen Tag vor Heiligdreikönig stirbt ein drei Jahre altes Mädchen nach einem grausamen Martyrium, das selbst erfahrene Ermittler der Polizei und Juristen schockiert. In diesen Tagen jährt sich der Mord an dem kleinen Kind, das nach wochenlanger Folter durch einen drogenabhängigen Gewohnheitsverbrecher stirbt, während die Mutter bei den Torturen zusieht und sogar noch bei den Quälereien hilft.

Auf der Flucht in Brindisi verhaftet
Es ist der 5. März 2004 als das zunächst unbekannte und kahl geschorene Mädchen sterbend auf einer Damentoilette in der Weißenhorner Stiftungsklinik entdeckt wird. Wenige Stunden später stirbt die Dreijährige in der Kinderklinik Memmingen. Das mysteriöse Verbrechen gibt der Polizei tagelang Rätsel auf, weil die Identität des Kindes unklar ist. Sicher ist nur: Das Mädchen muss einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein, weil sein Körper von Verletzungen übersät ist. Schnell wird klar: Die Mutter des Mädchens muss irgendetwas mit der Tat etwas zu tun haben, weil bei der Polizei keine Vermisstenmeldung eingeht.


Tage später nimmt die Polizei in der italienischen Hafenstadt Brindisi die 24-jährige Polin Zaneta Copic und deren 31 Jahre alten türkischen Freund Mehmet Akul fest, als beide in die Türkei fliehen wollen. Beide stehen unter dringendem Verdacht, in einem Einfamilienhaus am Ende der Von-Thürheim-Straße im Weißenhorner Stadtteil Biberachzell die kleine Karolina misshandelt und totgeschlagen zu haben. Bei der Polizei hat die Klärung des Falles Erleichterung, im Landkreis Bestürzung ausgelöst.

Der Türke und die Polin, beide arbeitslos und wegen Drogendelikten vorbestraft, hatten sich erst seit rund einem Monat gekannt. Das Kind war der neuen Beziehung im Weg und musste deshalb sterben. Mehmet Akul, der im Pfaffenhofener Ortsteil Erbishofen aufgewachsen ist, soll – so ergeben die Ermittlungen – das Kind von Anfang an gehasst haben, weshalb er es mit unvorstellbarer Grausamkeit tagelang auf die übelste Art folterte.

Folterung mit flüssigem Plastik und Zigaretten
Die Ermittlungen ergeben, dass er dem Kind mit Faustschlägen, einer Eisenstange und einem Messer die schlimmsten Verletzungen beigebracht hat. Überall auf dem kleinen Körper vergießt der Zwei-Zentner-Mann heißes, flüssiges Plastik, duscht das Kind mit siedend heißem Wasser, stellt es bei Eiseskälte auf die Terrasse des Hauses, drückt brennende Zigarettenkippen auf ihrem kleinen Körper aus und schlägt es mit seinen großen Händen mehrfach aus nichtigem Anlass gegen Tische, Schränke und Wände. Bei einigen der Torturen hält die Mutter ihr Kind fest, damit es vor seinem Peiniger nicht fliehen kann. Statt Hilfe zu holen, schaut sie tatenlos zu, wie ihr neuer Lebensgefährte das Kind misshandelt.

Das Martyrium dauert gut eine Woche, bis das Mädchen wegen der Schwere seiner Verletzungen bewusstlos wird. Beide packen das nackte und kahl geschorene Kind in eine Reisetasche und legen es im Weißenhorner Krankenhaus in eine Toilette, wo das übel zugerichtete Mädchen erst nach Stunden gefunden wird, als es für eine Rettung schon zu spät ist.

Im Laufe der Ermittlungen und bei den Prozessen kommen immer mehr grausige Details des Verbrechens ans Licht und eröffnen Blicke in finsterste Angründe. Demnach muss das Kind in den Tagen vor seinem Tod Höllenqualen durchlitten haben. Den Leitenden Oberstaatsanwalt Dr. Johannes Kreuzpointner erinnern die Methoden von Mehmet Akul gar an die eines mittelalterlichen Folterknechts.

Der erste Prozess endet mit einem Skandalurteil
Im März des darauffolgenden Jahres beginnt vor dem Landgericht Memmingen der Prozess gegen Zaneta Copic und Mehmet Akul. Das Verfahren endet zunächst mit einem Urteil, das nicht wenige als Skandal empfinden: Statt wie von der Staatsanwaltschaft gefordert, die beiden wegen Mordes beziehungsweise Mordes durch Unterlassung zu verurteilen, erkennt das Gericht auf Totschlag und eine dementsprechend geringere Freiheitsstrafe.

Der Memminger Richterspruch sorgt ebenso wie das Verbrechen selbst bundesweit für Aufsehen und schreit geradezu nach einer Revision. Das Landgericht München II korrigiert das Ersturteil und verurteilt beide Angeklagte wegen Mordes zu lebenslangen Freiheitsstrafe. Weil das Gericht bei Mehmet Akul auch noch die besondere Schwere der Schuld erkennt, wird der Türke 15 Jahre nach der Tat nicht entlassen werden können.

Deshalb ist es durchaus denkbar, dass er bis zu 30 Jahren hinter Gittern bleibt. Dies auch deshalb, weil er im Gefängnis immer wieder straffällig geworden ist. Dort bedroht und verprügelt er einen Mithäftling, belästigt eine Wachbeamtin sexuell und wird beim Drogenhandel erwischt.
In Biberachzell ist zehn Jahre nach dem Verbrechen wieder Ruhe eingekehrt, wenngleich die Erinnerung an das abscheuliche Verbrechen noch immer wach ist und die Menschen schaudern lässt.

http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Zu-Tode-gefoltert-Erinnerungen-an-Karolina-immer-noch-wach-id28336187.html


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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

08.01.2014 um 09:13
@Vernazza2013

Ich habe mal ein Video gesehen, in dem der qualvolle Tathergang im Fall Karolina anhand der Details, die im Prozess ans Licht kamen, nachgestellt wurde. Es war nur Text mit Bildern, und trotzdem musste ich von der ersten bis zur letzten Minute heulen, so weh tat es nur sich das VORZUSTELLEN, was diese zwei Personen (ich mag sie nicht "Menschen" nennen) mit diesem kleinen Mädchen gemacht haben, und dann noch die eigene Mutter! Nach seiner Fortsetzungsgeschichte im Knast ist ja von Reue und Einsicht bei ihm keine Spur. Schade, dass sich noch keiner gefunden hat bisher wie im Fall Dahmer, es wäre nicht schade um ihn! Bei der Mutter denke und hoffe ich, dass das, was sie getan hat, sie bis zu ihrem Lebensende in ihren Tag- und Nachtträumen verfolgt. Eine schlimmere Strafe kann es für eine Mutter nämlich nicht geben.


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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

09.01.2014 um 16:23
Vielleicht liegt es einfach nur an der Handhabung, wie man mit diesen Kindstötungen bei Gericht umgeht und sie auslegt.
Ich habe hier noch einen Artikel von 2005 (vor 8 Jahren)aus der Zeitschrift Emma von Lisa Ortgies.

Die Zeitungsberichte über diesen grausamen Mord des Jahres lassen kein Detail ungesagt. Dass die Fenster in Jessicas Zimmer zugeschraubt und abgedunkelt waren.Dass der steinharte Kot in ihrem Darm ein Gewicht von einem Kilo hatte , während jessica nur 9.6 Kg wog;dass ihre knochen so angegriffen waren, dass sie bei dem Versuch zu stehen , wahrscheinlich gebrochen wären und dass die Mutter beim Anblick des Kindes in die augen einer Greisin geblickt haben muss, denn in diesem Hungerstadium wird auch das Fett in den Augenhöhlen aufgezehrt.
Zwischen den vielen Zeilen klafft nur eine Lücke : Welche Rolle spielt der -ebenfalls angeklagte - leibliche Vater des Opfers bei der bestialischen Tat ? Während ich alles über sie - die Ausreden, die kranke Psyche, das Vorleben und die Mutter der Angeklagten erfahre - bleibt er ein Phantom.
Im Berich der Hamburger Morgenpost taucht sein Name nur ein einziges Mal auf: Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten soll sie die gemeinsame Tochter.......".

Hat er auch in die Greisenaugen eines Kindes geschaut oder war es in der engen Dreizimmerwohnung in HH-Jenfeld tatsächlich möglich, dass er seiner Tochter nie begegnete,... ..die Erziehung allein Jessicas Mutter überlies", wie er bei den ersten Verhören behauptet. In zehn zufällig ausgewählten Berichten aus Boulevardzeitungen, ist dies der einzige Satz, mit dem er zitiert wird.

Und dieser Satz bleibt unkommentiert.Keiner fragt, wie der arbeitslose Vater nichts vom Leid seiner
Tochter im Zimmer nebenan etwas mitbekommen haben soll. Erst als feststeht, dass er die (potentiell tötliche) Stromfalle baute, die an der Tür zu Jessicas Zimmer baumelte, tritt er wieder als Angeklagter in Erscheinung . Doch die Schlagzeilen gelten weiter ausschliesslich der ,,Horror" oder
..Todes" oder ..Foltermutter".
Darf ich daran erinnern, dass hider zwei Menschen am Werk waren? Und das nur einer von der öffentlichen Meinung angeklagt wird? Darf ich darauf hinweisen, - nicht nur in diesem Falle -Mütter zu den Alleinschuldigen erklärt werden? Und vielleicht gibt es ja auch einen Zusammenhang dieser
tödlicher Gewalt an schutzbefohlenen Kindern durch ihre Eltern und einer unheilvollen gesellschaftlichen Haltung, bei der nur den Müttern die Verantwortung für Kinder aufgeladen wird.

Die Schlagzeilen in Jessicas und ähnlichen Fällen variiren ausschliesslich das Wort Mutter: ,,Killermutter", ,,Horrormutter", ,,Foltermutter" oder ,,Todesmutter". Die Väter und Stiefväter der getöteten Kinder -fast immer Mittäter, oft sogar Haupttäter- in keinem Satz erwähnt .Im Gegenteil

Das Kind einer Polin in Deutschland(Fall Karolina) wuchs unversehrt auf , bis sie sich in einen jungen Türken verliebte. ja , sie hat zugeschaut und ihre Tat ist wohl nicht weniger abscheulich als die in Jessicas Fall. aber es war ihr Freund, der das Kind derart zurichtete, dass das behandelnde Krankenhauspersonal psychologisch betreit werden musste. Trotzdem war nur von ihr der Monstermutter die Rede.

In allen Berichten von Kindstötung steht die Mutter im Mittelpunkt. Sie und nur sie soll quasi durch die Geburt mit mütterlichen Gefühlen ausgestattet worden sein. Von Vätern scheint niemand zwangsläufig zu erwarten, dass sich mit der Geburt ihrer Kinder elterliche Gefühle einstellen .obwohl das Grundgesetz beide Eltern in die Pflicht nimmt.

Der Ausfall der Väter - ob durch reale bzw. gefühlsmäßige Flucht oder wegen der Karriere - ist in eim Maßstab selbst verständlich geworden, dass sie als Schuldige nicht mal ins Visier der Öffentlichkeit geraten , wenn sie mitverantwortlich sind oder sogar eindeutig Täter waren.

Für die öffentliche Meinung entsteht erst dann eine emotionale Fallhöhe ,wenn eine Mutter das Gegenteil dessen tut, was ihr biologisch bestimmt sein soll: nämlich leben zu nehmen als es zu geben.Dagegen ein brutaler Vater oder , der sich hinter Gleichgültigkeit versteckt ?
Tell me somerhing new !

Dazu eine Stellungnahme Kriminologin von Prof. Dr.Christine Swientek aus Hannover: Frauen töten ihre Kinder in der Regel, wenn der Mann das Kind nicht will ( oder sie werden dazu gezwungen,mit zu helfen)

Kindstötung direkt nach der Geburt ist das einzige Gewaltdelikt, bei der Frauen die Statistik anführen.Die Mütter haben die Schwangerschaft meistens verheimlicht und fühlen sich völlig isoliert.I Im Moment der Tat ist das Panikgefühl so beherrschend, dass die Frauen sich im Nachhinein an nichts mehr erinnern.
Trotzdem wurde vor einigen Jahren die Strafvorschrift gegen Kindstötung abgeschafft, mit der Begründung,dass die Geburt eines unehelichen Kindes nicht mehr als Schande gelte. Als ob das die Verzweiflung der Mütter oder die seelischen und körperlichen Erschütterungen durch den Geburtsakt schmälern würde . Als Folge haben sich die Mindest-oder Höchststrafen für die Tötung von Kindern nach der Geburt verdopppelt. Die Rolle der jeweiligen Väter ist in dieser Rechtsprechung nicht einen Satz wert......


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Vermisste Lea-Sophie (2) ist tot

21.03.2014 um 11:07
Denkmal für getötete Lea-Sophie:

Die Politiker in Chorweiler haben gestern beschlossen, dass es eine Gedenkstätte für die getötete zweijährige Lea-Sophie geben soll. Das Mädchen war im Dezember 2012 nach schweren Misshandlungen gestorben. Nun soll ein Baum an sie und alle anderen Kinder, die Opfer von Gewalttaten geworden sind, erinnern.

Stand: 21.03.2014, 08.50 Uhr

http://www1.wdr.de/studio/koeln/nrwinfos/nachrichten/studios36102.html


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