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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

1.065 Beiträge, Schlüsselwörter: Erschlagen, Südtirol, Streetparade, Fiattipo, Ulrike Reistenhofer, Ehrenburg
blaomat
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

12.07.2013 um 05:40
Habe mir mal Gedanken zu dem Fall gemacht...

UR fuhr also mit Andreas nach Zürich und sie übernachten von Freitag auf Samstag bei seiner Schwester. Dann geht's Samstagnachmittag zur Parade, die endet um ca 22.00h. In der Zeit bis Sonntag 1.30h müssen sie irgendwo gewesen sein, da fällt mir außer der Zoom nichts mehr ein. Das äußere Erscheinungsbild, der Zeitrahmen und auch der entstandene Eindruck einer Wanderin passen sehr gut zur Zoom. Auf diesen Partys sind festes Schuhwerk wie z.B. Wanderstiefel sehr beliebt bzw. eigentlich fast schon Pflicht.

Ich war auch ein paarmal auf der Zoom und habe dort ab und zu Flyer durchgelesen. Auf einem der Flyer wurde eine Party angekündigt, in deren Wegbeschreibung die Orte Franzensfeste, Ehrenburg und Brunico sowie ein Meilenstein auftauchten. Leider kann ich diesen Flyer nicht mehr zweifelsfrei dem Jahr 1998 zuordnen, aber die Wegbeschreibung per Meilenstein war schon einzigartig und wäre vielleicht eine Erklärung , warum im Gedicht zweimal von einem Meilenstein die Rede ist.

Jedenfalls bringt Andreas UR um ca 13.30h zum Züricher Hauptbahnhof, sie fährt bis Innsbruck und hebt dort noch einen kleinen Geldbetrag am Automaten ab, vielleicht hatte sie das Österreichticket und brauchte noch etwas Geld für die Zugtickets durch Italien. Ich gehe davon aus, daß UR spätestens ab Franzensfeste nicht mehr mit dem Zug unterwegs war, da ich nicht glaube daß sie wegen einer Packung Kekse ihren Zug verlässt um dann stundenlang auf den nächsten zu warten.

Entweder wollte sie nach Hause fahren oder sie wollte noch auf eine Party, dementsprechend habe ich mal 2 Scenarios entworfen.

1) Sie möchte nach Hause und steigt in Franzensfeste aus dem Zug, hat dort keine gute Verbindung und keine Lust, stundenlang auf einem verlassenen Bahnhof zu verbringen und entschließt sich Richtung Bruneck zu trampen. Sie steigt in einen blauen Fiat Tipo und sie fahren erstmal Richtung Bruneck. Unterwegs kommt der Fahrer auf dumme Gedanken und überlegt, wo er das Mädchen am unauffälligsten flachlegen könnte. Plötzlich sagt UR sie habe Hunger und der Fahrer des Tipo fährt sie nach Ehrenburg, um seine vermutlich freundliche Fassade aufrechtzuerhalten. UR kauft die Kekse und steigt wieder ein, der Fahrer steuert aufgrund aufkommender Nervosität den nächstbesten "geeigneten" Platz an und tötet UR.

Die stundenlang geöffnete Beifahrertür passt allerdings besser zu diesem Scenario:

2) Sie hat irgendwo ein paar verpeilte kennengelernt und beschließt, mit ihnen auf eine Goaparty im Pustertal zu fahren. Sie fahren los, finden aber die Party nicht und bei Einbruch der Dunkelheit brechen sie die Suche ab und verweilen erstmal an der Rienz. Dort kommt es dann zum Streit und zur Eskalation.

Denkbar wäre auch noch daß UR mit dem Zug bis Ehrenburg gefahren ist und sich dort irgendwo ablegen wollte, schließlich war sie zu diesem Zeitpunkt schon sehr lange auf den Beinen und hatte evtl. Angst im Zug wegzupennen und die Umstiege zu verpassen. Auf dem Weg zu ihrem Schlafplatz könnte sie beobachtet worden sein...


Ist eigentlich sicher, daß UR das Geld selbst am Automaten in Innsbruck abhob und nicht ein anderer mit ihrer Karte und Pin?


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Marianne48
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

12.07.2013 um 13:48
Vor ca. 3 Std. habe ich diesen Thread hier entdeckt und bin seither am Nachlesen.

Das ist wirklich ein geheimnisvoller Fall....ein Stück weit auch dadurch, weil genauere Zeitangaben fehlen.

Ulrike R. ist also mit dem Zug von Zürich nach Innsbruck gefahren. Der Zug sei fahrplanmässig um 17 19 in Innsbruck angekommen (wird irgendwo so gesagt, glaubs bei XY).
Warum sie nun aber nicht in den Anschlusszug nach Graz (Abfahrt 17 24) gestiegen ist, das ist schon rätselhaft. Hat sie ihn verpasst oder wollte sie bewusst nicht weiterfahren? Und aus was für einem Grund hätte sie denn nicht sofort weiterfahren wollen, so wie sie das ja eigentlich im Sinn hatte?

Wenn ich das nun richtig verstanden habe, dann sassen im selben Zug-Abteil von Zürich nach Innsbruck drei weitere Personen: Ein Pärchen sowie ein jüngerer Mann. Dieser Mann war alleine unterwegs, war also kein Bekannter dieses Pärchens.
Könnte es also sein, dass die Ulrike mit diesem jungen Mann, ausserhalb der Hörweite des Pärchens, eine Verabredung getroffen hat? Dass die beiden noch paar Stunden miteinander in Innsbruck verbringen wollten, bevor dann ein jeder für sich die entsprechende Weiterreise in Angriff nimmt? Die Ulrike beispielsweise mit einen späteren Zug nach Graz?....

Im italienischen Artikel steht die Aussage einer Kioskfrau (una tabaccaia), Ulrike hätte ihren Rucksack für einige Stunden (per qualche ora) bei ihr gelassen/untergestellt.
Das zeigt darauf hin, dass ihr der Rucksack wohl lästig war für das was sie in den kommenden Stunden vor hatte, sie diesen also nicht die ganze Zeit mitschleppen wollte.
Ob sie nun diese "qualche ora" alleine verbringen wollte oder möglicherweise mit ihrer Zugsbekanntschaft, das liegt halt im Dunkeln....

Meiner Meinung nach hatte die Ulrike also ganz klar etwas anderes vor, als einfach nur auf einem Bahnhofs-Bänkchen auf den nächsten Zug nach Graz zu warten, weil sie den Anschluss um 17 24 verpasst hat.
Da drängt sich mir die Frage auf, wie lange dauerte denn die Wartezeit auf den nächsten Zug? Ich kann nur auf mich selber schliessen: Hätte diese Wartezeit 2 - 3 Std. gedauert, dann hätte ich die wohl nicht unbedingt auf einem Bänkchen absitzen wollen, sondern hätte die Zeit genutzt um die Umgebung/Innsbruck bisschen zu erkunden. Und dabei hätte ich den Rucksack nach Möglichkeit auch nicht mittragen wollen....

Nach dieser "Erkundungstour" durch Innsbruck - ob nun alleine oder zu zweit - sowie den vielen vorhergegangenen "durchgefeierten" Stunden an der Streetparade in Zürich , den wenigen Stunden Schlaf - da kann es schon passieren, dass man dann in den falschen Zug einsteigt.

Stellt sich die Frage, wo überall hielt denn dieser falsche Zug Richtung Italien/Südtirol an?
War dieses Ehrenburg - nach Ulrikes Erkenntnis, dass sie im falschen Zug sass - die erste Möglichkeit um aussteigen zu können?
Laut Aussage eines Bahnangestellten (Fahrkarten-Kontrolleur?...bin mir bereits nicht mehr sicher, ich kann mir altershalber nicht mehr so viele Details merken und finde die Aussage auf Anhieb grad nicht mehr) soll sie ja wirklich in diesem Zug gesessen haben. Und somit würde dann dieser Unbekannte aus dem Zugsabteil von Zürich nach Innsbruck, so sie sich mit ihm verabredet haben sollte, paar Stunden noch zusammen in Innsbruck zu verbringen - als Täter eigentlich wegfallen.

Nun steht also die Ulrike einsam, übermüdet und der Verzweiflung nahe auf diesem gottverlassenen Bahnhof rum.....kommt einer angefahren mit seinem blauen Fiat und bietet ihr Hilfe an, dass er sie zu einem grösseren Bahnhof bringt, wo sie die bessere Möglichkeit hat einen Zug zurück nach Innsbruck zu finden....???
Sie nimmt dieses Hilfsangebot an - wohl eher zögerlich - weil sie sich in einer Ausnahmesituation befindet. In Ausnahmesituationen reagieren Menschen öfters anders als man es von ihnen eigentlich erwarten würde. Kommt noch dazu, da bin ich auch derselben Meinung wie @KonradTönz1, dass solcherart Aussagen von Eltern, dass ihre Kinder dieses und jenes niemals tun würden, auch niemals in ein fremdes Auto einsteigen, nicht allzu viel Relevanz beizumessen ist. Weiss ich doch aus eigener Erfahrung, wie auch andere Mitschreiber hier, was ich selber im jugendlichen Alter meinen Eltern alles vorenthalten habe, wie ebenso mein damaliger Freundeskreis....

Die Lire, mit denen Ulrike die Bisquits bezahlt hat, könnten darauf hinweisen, dass sie zu der Zeit ihrem Mörder bereits begegnet war, sie vielleicht zu ihm sagte, dass sie Hunger hätte, er sie darauf hin in dieses Lokal geschickt hat, um irgendwas Essbares aufzutreiben, er ihr dafür auch die Lire mitgegeben hat....
Mich würde daher schon enorm interessieren, ob sie beim besagten Bisquit-Einkauf ihren Rucksack bei sich hatte, doch davon ist leider nirgends was zu lesen, es sei denn ich hätte es überlesen ....
denn wenn sie ihn nicht dabei hatte, dann hätte sie ihn für diese kurze Zeit des Einkaufens im Auto zurück gelassen haben können.

Die Informationen zu diesem Fall sind halt sowieso etwas spärlich, das liegt wohl daran, dass der Fall doch schon einige Zeit zurück liegt.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

12.07.2013 um 16:01
In der Tat ein sehr mysteriöser Fall. Hab ihn auch heute (so wie @Marianne48) hier gefunden und komplett gelesen.

Obwohl der Italienische junge Mann aus dem Abteil der 1. Zugfahrt nicht zum Haar am Fundort passt (soll ja von einem älteren sein) könnte es ja doch so gewesen sein, dass Ulrike tatsächlich den Anschluss des nächsten Zuges verpeilt hat, (gibt es eigentlich Infos, ob dieser nächste Zug evtl. mit Verspätung angeschlagen war?) sich demnach Geld zur Nahrungsaufnahme gezogen hat und eben diesen Italienische Mann aus dem Abteil, auf dem Bahnhof beim warten wieder getroffen hat? Für sie in diesem Moment vielleicht ein "bekanntes" Gesicht! Bis Heute ist dieser ja nicht identifiziert (warum meldet man sich nicht?).
Eine GENAUE Zeitangabe über das Unterstellen des Rucksackes gibt es ja nicht wirklich. Einige Zeit kann tatsächlich auch (wie schon geschrieben) eine dreiviertel Std. sein. (Ehrlich gesagt könnte ich wahrscheinlich als Kioskarbeiter während der Arbeit auf einem BHF so ein Zeitfenster auch nicht genau benennen) Zumal an diesem Tag ja etliche Jugendliche sich dort aufgehalten haben müssten durch die Parade. Ist fraglich, ob tatsächlich Ulrike diese Rucksackbesitzerin war.
Im Film wird erwähnt, dass sie die Lire evtl. aus einem zurückliegenden Aufenthalt in Italien noch hatte. Vielleicht war dies die Gesprächsgrundlage für sie und dem Italiener? Schnell wird man dann vertraut und der Rest nimmt seinen Lauf...

Hatte eben noch irgendwo gelesen, dass die Leiche nur halb angezogen war. Wurde sie denn sexuell missbraucht?


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ZenCat1
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

12.07.2013 um 23:39
Hatte mich schon vor einiger Zeit in den Fall ein- und jetzt wieder nachgelesen, mir ist da noch einiges eingefallen.

Die meisten scheinen sich auf die Theorie zu versteifen, Ulrike wäre in den falschen Zug gestiegen, ob aus Verwirrung, Müdigkeit oder was auch immer. Ich glaube nicht, dass das so sicher ist, im Gegenteil.

Wir haben als Fakt, dass der Zug aus Zürich plangemäß um 17.19 in Innsbruck eingetroffen ist, der nach Graz wäre um 17.24 abgefahren. 1998, gab es noch den "alten" Bahnhof in Innsbruck, inzwischen ist er völlig neu und renoviert. Damals war alles nicht sonderlich gut beschrieben, und die Wege teilweise länger.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass genau dieser Zug, Sonntag abends von Zürich kommend und um kurz vor halb sechs in Innsbruck eintreffend, immer rappevoll war. Ich habe denselben -zig Male benutzt, um vom Westen Tirols nach Innsbruck zu kommen, er war während des Jahres voll mit Studenten und, wenn die nicht fuhren (Ferien), dann mit Touristen, Pendlern, Leuten, die übers Wochenende nach Hause gefahren waren etc etc. Außerdem kam Ulrike von der Street Parade in Zürich, da war sie ganz sicher nicht die einzige, die mit eben diesem Zug am nächsten Tag Richtung Innsbruck bzw. weiter nach Osten gefahren ist.

Damit will ich sagen, dass beim Aussteigen ganz sicher großes Chaos war. Es hätte mich überhaupt nicht gewundert, wenn sie den Überblick verloren und den Zug versäumt hätte. Aber etwas macht mich stutzig: Sie hat die 100 Schilling am Bankomaten um 17.24 abgehoben, 1 Minute, bevor (!) ihr Zug nach Graz fuhr. Der Bankomat war damals im alten Hauptbahnhof in der großen Halle. Da hätte sie also mit dem Menschenpulk durch den unterirdischen Gang in die Halle "geschwemmt" werden müssen. Wenn sie noch versucht hätte, ihren Zug zu erreichen, dann wäre sie erst NACH dessen Abfahrt am Bankomaten gewesen, nicht vorher schon.

Dass sie vorher dort war, zeigt mir eigentlich klar, dass sie schon beschlossen hatte, den Zug nach Graz nicht zu nehmen - warum auch immer. Gibt es irgendwelche Aussagen der Mitreisenden, des Pärchens oder des anderen jungen Mannes? Sind die mit ihr ausgestiegen, weiß man da vielleicht was?

Außerdem wurde hier schon erwähnt, dass die Wahl des Zuges Richtung Südtirol gar nicht so abwegig war, das möchte ich gern anhand gerade durchgeführter Recherche vertiefen:

Ich habs nicht geschafft, einen Fahrplan von 1998 zu finden. Inzwischen gibt es abends offenbar keine Direktverbindung mehr von Innsbruck nach Graz, es fahren noch drei Züge, die jeweils am nächsten Morgen ankommen: 20.36 bis 7.30 und 21.28 bis 7.30, jeweils über München (wahnsinn...), und 0.56 bis 8.30 über Wien. Damals gab es die Direktverbindung aber ganz sicher noch, es ist davon auszugehen, dass mindestens ein Zug nach 17.30, also nach Ulrikes Ankunft, noch nach Graz gefahren ist. Vermutlich sogar 2, ein Schnellzug, der mehr oder weniger durchgefahren und ca. 7,5 Stunden gebraucht hätte, und ein langsamer, der ungleich länger am Weg gewesen wäre.

Ein eigentlich nachvollziehbares Szenario wäre, dass Ulrike, aus welchem Grund auch immer, also diesen 17.25-Zug nach Graz nicht genommen hat, obwohl sie schon die Fahrkarte hatte, und sich dann einfach am Info-Schalter nach weiteren Verbindungen nach Graz erkundigt hat. Und dort wäre es nicht so abwegig gewesen, zu erfahren, dass man gut über Südtirol und Lienz nach Graz kommen kann. Ganz sicher war die Verbindung günstiger, weil sie weniger lange darauf hätte warten müssen als auf den Zug nach Graz - in Richtung Brenner/Südtirol fahren/fuhren etliche Züge mehr als nach Graz, auch bzw. vor allem abends, und besonders Sonntags. Da fährt man dann entweder nach Brixen oder Bozen, steigt dort um nach Lienz und von dort direkt nach Graz.

Wenn sie die Wahl hatte - wie in dem Artikel der italienischen Zeitung stand - 5 oder 6 Stunden in Innsbruck auf den nächsten Zug nach Graz zu warten - sprich: rumzuhängen und sich zu langweilen, denn mit 100 Schilling ist man schon damals in Innsbruck nicht sehr weit gekommen :( - oder sich in einen Zug zu setzen, der zumindest in die halbwegs richtige Richtung fährt, dann, denke ich, hat sie sich für letzteres entschieden. Im Zug kann sie z.b. schlafen, sich ausruhen, und die Umsteigerei würde eine junge Frau sicher weniger nerven als auf der Bahnhofsbank in Innsbruck zu sitzen.

Die Zugverbindungen von Innsbruck Richtung Südtirol halten nach dem Brenner sowohl in Franzensfeste als auch in Brixen, die Schnellzüge ebenso wie die langsamen.Sie hätte aber in Brixen aussteigen müssen, von Franzensfeste kommt sie um die Uhrzeit nirgendwo mehr hin - außer per Anhalter, was man auch nicht ganz außer acht lassen kann.

Nun, und im Zug nach Brixen kann sie entweder jemanden getroffen haben, der ihr versprach, sie weiter Richtung Lienz zu bringen (wenn ich Aussage des Lokführers denke, dann frag ich mich sowieso, was, um Himmels Willen, da abgegangen ist...), oder sie hat denjenigen in Brixen am Bahnhofsparkplatz getroffen. M.E überhaupt nicht abwegig.

Ehrenburg, der Ort, wo sie die Kekse kaufte und letztlich ermordet wurde, liegt schon in der "richtigen" Richtung, also Richtung Osten, wo sie hinwollte. Von Bruneck, dem nächsten größeren Ort, ist es auch später abends noch möglich, nach Lienz zu kommen. Da ist also nichts abwegig an der Route, die sie genommen hat, mE nach. Nur derjenige, zu dem sie ins Auto gestiegen ist, der war eindeutig die falsche Entscheidung...


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blaomat
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

13.07.2013 um 00:49
Vielleicht wollte UR diesen 17.24h Anschlußzug nach Graz nicht nehmen und über Franzensfeste-Bruneck- Lienz- Klagenfurt usw. nach Hause fahren. Von Innsbruck nach Graz kann man, wenn ich das richtig rausgelesen habe, eine Nordroute oder eine Südroute nehmen.

K.A. wie lange der Rucksack abgestellt wurde, aber es passt nicht zum 17.24h Anschluss.

Wenn der Mörder im Zug auf sie aufmerksam wurde, müsste er in Innsbruck oder Franzensfeste sein Auto geparkt haben oder der blaue Fiat hätte nichts mit der Tat zu tun... letzteres erscheint mir sehr unwahrscheinlich.

Sonntags um ca 17.20h in Innsbruck sollte der Strom der Paradenbesucher eigentlich längst durch sein, die gehen nach der Parade noch in ihre Clubs, aber da ist in der Regel Sonntagmorgens gegen 7.00h oder 8.00h Feierabend.


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ZenCat1
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

13.07.2013 um 01:02
@blaomat
Ich stimme Dir grundsätzlich zu, aber beim letzten Absatz scheinst Du was mißverstanden zu haben.

Ich hatte mit dem "Strom", der sich aus dem Zürich-Zug ergoß, nicht nur die Festival-Besucher gemeint - dieser spezielle Zug damals war grundsätzlich gestoßen voll, Sommers wie Winters. Ich dachte nur, dass Ulrike sicher nicht die einzige Street-Parade-Besucherin in Zürich war, die aus Österreich kam und dann wieder heimfuhr. Einige dieser Besucher sind sicher schon mit früheren oder späteren Zügen gefahren, aber wenn man davon ausgeht, dass das Fest dort in Zürich bis in den Morgen ging, sind sicher etliche erst mit diesem Zug unterwegs gewesen. Und die mussten teilweise ja auch in Innsbruck umsteigen. So hatte ich das gemeint, sorry für die Verwirrung.

Du hast recht, wenn der Mörder im Zug auf sie aufmerksam wurde, musste er sein Auto am Bahnhof Innsbruck oder Brixen geparkt haben (bin mir ziemlich sicher, dass sie nicht in Franzensfeste ausgestiegen ist). Aber warum schließt Du dann den blauen Fiat Tipo aus? Warum könnte der nicht in Innsbruck oder Brixen am Bahnhof gestanden haben?


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blaomat
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13.07.2013 um 01:14
@ZenCat1 bei meinem letzten Beitrag hatte ich deinen noch nicht gelesen, sorry...


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ZenCat1
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13.07.2013 um 01:17
@blaomat
Oh, ich dachte, Du hättest Dich auf meinen Beitrag bezogen! ;) Passt, jetzt kenn ich mich wieder aus


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blaomat
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

13.07.2013 um 01:33
Das Auto könnte natürlich an einem Bahnhof gestanden haben, sollte der Mörder aber ohne Auto unterwegs gewesen sein, müsste man den Tipo eigentlich ausschliessen.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

13.07.2013 um 05:02
@jule78

Nur weil er sich nicht meldet, muss es nichts heißen. Vllt. weiß er nicht, dass er gesucht wird, weil er von dem Fall nichts mitbekommen hat. Vllt. hat er sich ihr Aussehen und ihre Kleidung nicht gemerkt. Oder er ist zwischenzeitlich gestorben (kann ja auch bei jungen Menschen vorkommen) oder körperlich oder geistig so krank geworden, dass er sich an nichts mehr erinnern kann oder nicht in der Lage ist auszusagen.

Und das mit dem Rave im Tirol finde ich ganz interessant. Vllt. wollte sie wirklich dahin. War das mit dem Kochen eig. eine Lüge/Ausrede? Wurde derjenige, der kochen wollte, befragt? Ist der geistig Behinderte wirklich auszuschließen? War sie auf Drogen (die sind in der Szene ja ziemlich verbreitet) und deshalb so verpeilt?


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Marianne48
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

13.07.2013 um 08:05
Sehr spannende Informationen von @ZenCat. Ich lese immer gerne, was Menschen zu berichten haben die sich mit den Oertlichkeiten und sonstigen Gegebenheiten auskennen, das ergibt sofort eine etwas andere, klarere Sichtweise....

Und ich muss nun meine ausgeklügelte "Tat-Theorie" nochmals überdenken :-))

Ich habe übrigens gestern noch nach dem Buch von der Mutter des Opfers gesucht: Ulrike R. - Der Versuch eines Lebens v. Ulrike Maly.
Leider habe bisher ich im ganzen I-Net noch kein einziges Exemplar davon gefunden... niemanden, der es zum Kauf anbietet.


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Marianne48
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

13.07.2013 um 08:20
Eine Frage drängt sich mir jedoch auf:

Wenn nun also die Ulrike sich in Innsbruck dazu entschlossen hätte, den Zug via Südtirol nach Graz zu nehmen, hätte sie dann nicht einen Aufpreis bezahlen müssen? Oder hätte sie mit derselben Fahrkarte (für nur innerhalb Oesterreich) problemlos ein Stück weit durch Italien fahren können?


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ZenCat1
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

13.07.2013 um 11:24
@Marianne48
Ich freu mich, dass ich Dir ein paar Vor-Ort-Eindrücke vermitteln konnte!

Wegen dem Zugticket: Generell war es damals so, dass Tickets für die italienische Bahn viel billiger waren als die österreichischen. Wenn man z.b. von Innsbruck an die Adriaküste gefahren ist, war das Ticket Innsbruck - Brenner fast genauso teuer wie Brenner - Jesolo. Aber nichtsdestotrotz kann Ulrike gut mit den 100 abgehobenen Schillingen bis nach Brixen gekommen sein - vielleicht war das genau der Grund, wieso sie das Geld abgehoben hat. Allerdings waren 100 Schilling sicher zu wenig, um ganz bis nach Graz zu kommen. Und eben, das "Alte" Ticket hätte ihr dabei nichts mehr genützt, sie hätte ein neues bzw. mehrere neue kaufen müssen.

Eine Idee: Ulrikes Mutter sagte in Bezug auf die Lire, die sie bei sich hatte, aus, diese hätten von einem früheren Italienurlaub stammen können. Wenn Ulrike damsls öfter per Bahn unterwegs war, dann hätte sie eines dieser Jugendtickers haben können - ich erinnere mich an das "Interrail-Ticket". damals gab es aber mehere dieser Spezialtickets, mit denen man ganz billig durch Europa fahren konnte. Die gab es für Jugendliche bis 21, teilweise auch älter - sehr viele Studenten und junge Leute hatten diese Tickets damals. Wäre inteessant zu wissen, ob auch Ulrike eins besessen hat, dann hätte sie die ganze Aktion wesentlich problemloser machen können.


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13.07.2013 um 11:34
@blaomat
Deine Infos zu der Goa-Party sind total interessant, vor allem in Bezug auf diese Meilensteine, die mE ganz sicher etwas zu bedeuten haben. Auch, dass sie von Franzensfeste (oder evtl. Brixen) getrampt ist und in den blauen Fiat Tipo einstieg, kann ich mir gut vorstellen.

Ein Problem hab ich aber mit der Theorie, sie hätte bewusst noch auf diese Party gewollt. Nach der Parade in Zürich und der langen Zugfahrt muss sie eigentlich völlig erledigt gewesen sein, sie hatte mit ihrem Freund vereinbart, dass er sie am Grazer Bahnhof abholt, und am nächsten Tag hätte sie doch halbwegs fit sein müssen, weil sie ja ihre neue Wohnung beziehen wollte.

Hätte sie da wirklich so verpeilt sein können, noch eine nächtliche Party anzuhängen, ihren Freund am Bahnhof hängen. zu lassen und am nächsten Tag irgendwann völlig fertig aufzutauchen? Kann ich mir irgendwie gar nicht vorstellen... Gibt es irgendwelche Hinweise oder Aussagen, dass Ulrike ab und an mal irgendwelche Raver-Drogen eingeworfen hat?


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Marianne48
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13.07.2013 um 12:23
@ZenCat1
Herzlichen Dank für die Infos bez. Fahrkarte. Und ich erinnerte mich daran, dass meine 2 jüngeren Brüder einst auch mit solchen Interrail-Tickets unterwegs waren.

Dass die Ulrike nur gerade 100 Schilling abgehoben hat....vielleicht war das halt alles, was sie noch auf dem Konto hatte? Oder aber, dieser kleine Betrag reichte ihr aus, zusätzlich zu dem was sie noch im Geldbeutel hatte?

Bezüglich dieser Goa-Party: Ich kann es mir auch nicht wirklich vorstellen, dass die Ulrike nach den "Strapazen" der Streetparade noch an eine andere Party gehen wollte....zumindest nicht aus eigenem Entschluss. Möglich aber auch, dass sie sich von irgendwem dazu hat überreden lassen.

Das Buch, welches Ulrikes Mutter geschrieben hat, könnte uns sicher bei einigen Fragen etwas weiter helfen.
Ich habe den AROB-Verlag angeschrieben, ob dort das Buch noch erhältlich sei. Mal gucken, ob ich Antwort bekomme.


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13.07.2013 um 12:55
@jule78
jule78 schrieb:Hatte eben noch irgendwo gelesen, dass die Leiche nur halb angezogen war. Wurde sie denn sexuell missbraucht?
Soweit ich mich an XY-Beitrag erinnnern kann, nein. Jedenfalls wurde dort nichts von einer Sexualstraftat erwähnt.
Was aber nicht heißen muss, das der Täter dies nicht vorhatte. Möglicherweise hat Ulrike sich aber zu Wehr gesetzt, indem sie z. B. mit einer Anzeige drohte, worauf der Täter in Panik geriet und sie mit einem Stein erschlug.


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13.07.2013 um 13:20
@Marianne48
Eben, wir wissen ja nicht, wieviel Geld sie ausser den 100 Schilling noch bei sich hatte!

Vielen Dank, dass Du Dich um Infos bzgl. des Buches von Ulrikes Mutter kümmerst! Da werden sicher noch einige Fragen beantwortet, ausserdem würde mich sehr interessieren, was es mit diesem geistig Behinderten auf sich hat, den Ulrikes Mutter ja als Täter favorisiert. Über ihn ist online kaum was zu finden...


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ZenCat1
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

13.07.2013 um 16:52
Mir ist noch was eingefallen zur Falscher-Zug-Theorie: Weiss nicht, wie es heute ist, aber damals mussten Züge zwingend am Brenner einen Zwischenstopp einlegen: Italien hatte/hat ein anderes Stromsystem, deshalb mussten immer die Loks ausgetauscht werden. Hat immer eine gute halbe Stunde oder länger gedauert, sehr nervig. Da sind dann auch die Zollbeamten zur Passkontrolle in den Zug gekommen. D.h, auch wenn Ulrike eingeschlafen wäre, wäre sie am Brenner geweckt worden, und wenn sie nicht in diese Richtung hätte wollen, wäre sie am Brenner ausgestiegen. weil noch auf österreichischem Gebiet.

Damit schliesse ich für mich die Theorie, sie hätte versehentlich den falschen Zug genommen, völlig aus.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

13.07.2013 um 19:20
Bin auch erst auf diesen Thread gestossen. Wirklich mysteriös.

Das Seltsamste für mich ist die Frage, warum das blaue Auto 3 Sunden (!!!) dort mit der zur Straße offenen Tür stand.

Wäre Ulrike aus dem Auto geflüchtet und deshalb ist die Türe aufgewesen, wäre es doch so gewesen, dass ihr der Täter sofort folgt und sie tötet. Das dauert ja nicht 3 Stunden. Selbst mit einer evtl. geplanten oder sogar durchgeführten Vergewaltigung hätte es inklusive möglichen Fluchtversuchen und "zur Wehr Setzung" nicht allzulange gedauert.

Wäre das Szenario so gewesen, dass Täter/Opfer zunächst einvernehmlich am Flussufer einige Zeit verbringen wollten, dann wäre das Auto sicher nicht mit der verkehrsstörenden offenen Tür dagestanden. Man hätte das Auto ordentlich verschlossen und wäre dann runter zum Fluss gegangen.

Es geht also nicht in meinem Kopf, warum da ein Fahrzeug (ob Täterfahrzeug oder irgendein Anderes) 3 Stunden mit der offenen Tür steht. Ich finde dafür einfach keine Erklärung.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

13.07.2013 um 20:09
@ZenCat1 Klingt auf jeden Fall plausibel. Das heißt aber auch, wenn es am Brenner Kontrollen gegeben hat, MUSS sie ja auf dem weiteren Weg nochmal kontrolliert worden sein wenn sie mit dem Zug weitergefahren ist. Diesbezüglich wurden doch sicherlich Zollbeamten und Kontrolleure befragt, oder?
Das Zeitfenster ist ja nun nicht so groß!


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