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NothingM
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10.09.2015 um 10:17
@Realo
Weißt du auch zufällig wo ich auch ein Verlag finde, die kein Geld fürs herausbringen verlangt... vor allem meine Mutter will mich nicht bei sowas unterstützen und es ist echt deprimierend wenn gewisse Verlage auf den Seiten schnelles veröffentlichen versprechen aber beim Telefonieren sagen, dass man Geld bezahlen muss :(
Realo schrieb:Ja, aber es wäre gut, wenn du ein weiteres Oevre zumindest schon begonnen hast
Du meinst also... ich sollte schon an der Fortsetzung von meinen Buch arbeiten, auch wenn das erste noch nicht veröffentlicht ist?


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10.09.2015 um 22:31
@Realo
Ich habe dein Probekapitel durchgelesen und ich bin begeistert. Mit Sci-Fi werde ich eigentlich nie wirklich warm, aber dieses Projekt hört sich gut an.

Was mir gefällt, ist dein Stil, gleichzeitig setzt daran meine Kritik an.
Offensichtlich richtet sich der Text an ein älteres Publikum, denn du verwendest sehr viele verschachtelte Sätze, ebenso wie viele ungewöhnliche Wörter. Außerdem baust du einiges an Wissen ein, welches nicht jedem Leser zusagt. Immerhin: Es ist Science Fiction.

Was negativ ins Auge sticht, sind die Bandwurmsätze. Es gibt zu viele, sie sind zu lang.
Außerdem gibt es zu viele Parenthesen. Aber auch das ist Geschmackssache. Manche Wörter kann man streichen, aber das nur am Rande.

Nichtsdestotrotz ist der Text in einer wunderbaren Form, die Inhaltsangabe ist vielversprechend und der Ich-Erzähler interessant. Du weißt sicherlich selbst, dass der Text wenig massentauglich ist, das ändert aber daran, dass der Text richtig gut geschrieben ist.

Großen Respekt, das hätte ich auf keinen Fall geschafft! :)


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10.09.2015 um 23:28
@JimmyNovakin

Danke. ;)

Ja, die langen, verschachtelten Sätze … hm, sind eigentlich mein Spezialgebiet – sie wechseln aber auch mit kurzen ab, besonders in der wörtlichen Rede. :D

Es gibt da eine Tradition von Schreibern, bei den Amis (Pynchon, Brodkey) ebenso wie bei uns (Goetz, Handke, manchmal sogar Walser), die das liebend gern tun. Wen juckt denn das lesende Publikum? Die müssen dann halt die Sätze 5x lesen, bis sie sie verstehen. Aber mal im Ernst, es ist bei den meisten wohl deshalb, weil ein Gedanke, ein Mix aus Bild und "Schrift" bzw. "Text", eben wesentlich komplexer ist, als er uns erscheint, und häufig versucht man ihn in einem Satz zu fassen und setzt erst, wenn man glaubt ihn erfasst zu heben, den Punkt.


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kavinsky
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28.10.2015 um 18:39
.. ich würde, wenn ich wüsste, dass ich könnte ..


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29.10.2015 um 16:34
Schon zwei Jahre her, dass ich hier mein erstes Buch aus der "Vermächtnis-Reihe" vorstellte...
Inzwischen gibt es eine Fortsetzung, eine fertige Vorgeschichte und Eine an der ich noch sitze, im Grundgerüst einen dritten Teil der den momentanen Handlungsstrang schließt und anschließend sind noch drei Bücher im gleichen Universum, mit anderen Geschichtshintergründen geplant.


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29.10.2015 um 17:32
@NothingM : Zuzahlverlage sollte man nach Möglichkeit meiden. Es gibt eine ganze Reihe Foren für Hobbyautoren, wo die Frage "wo bringe ich mein Erstlingswerk am besten unter" rauf und runter diskutiert wird, zusammen mit jede Menge Tipps und Tricks für Anfänger, auch Testleser findet man dort, wenn man Kritik verträgt. Lies Dich dazu z. B. mal bei dsfo.de, montsegur.de, schreibwerkstatt.de, leselupe.de durch die entsprechenden Rubriken oder google einfach Hobbyautoren + Forum, lerne was dazu und feile an Deinem Roman, bis nicht nur Du, sondern auch die meisten Mitleser sagen können, so taugt das was. Höre auf Kritik, nimm sie Dir aber nicht zu sehr zu Herzen, weil Du ja sicher Deinen eigenen Stil entwickeln willst, und ein Mitleser nie hundertprozentig mit allem einverstanden sein wird, was und wie Du schreibst. Alle kannst Du nie zufriedenstellen - sonst wäre es nicht mehr Dein Werk.

Wenn Du keine Chance bei einem anerkannten Großverlag hast, gibt es immer noch Kleinverlage, die keine Zuzahlungsverlage sind und sich meist auf bestimmte Genres wie SF/Fantasy, Krimis etc. konzentrieren (z. B. Blitz-Verlag mit deutschen Klassikern, oder Golkonda - der bringt rare ausländische Klassiker heraus, aber auch deutsche Neulingswerke).
Eine weitere Methode, ein Manuskript an den Verlag zu bringen, ist www.romansuche.de, wo man einen Leseausschnitt und ein Expose einstellen kann, in der Hoffnung, daß ein Verleger genau diese Art von Geschichte für sein Programm haben will (da lesen etliche Verleger regelmäßig mit), allerdings haben die auch einen gewissen Qualitätsstandard, weshalb es besser ist, zuerst die "Feuerprobe" in den oben genannten Foren für Hobbyautoren mitzumachen. Auf dsfo.de findest Du übrigens auch einen Thread, "Erfahrungen mit Romansuche.de?", wo näheres dazu nachzulesen ist.


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29.11.2015 um 17:31
Hallo, ich bin der Ben.
Mein Roman hat einen kriminellen Hintergrund, es gibt aber auch viel zum Lachen.
Ich habe ihn unlängst fertiggestellt, korrigiere aber noch immer ein wenig. Nun suche ich einige Testleser, die mich mit Kritik nicht verschonen. Dies kann positiv wie negativ sein, Hauptsache, ich erfahre, was andere darüber denken. Wichtig ist mir, ob das Thema und mein Stil ankommen.
Nachstehend das erste Kapitel. Insgesamt sind es etwa 282 Norm-Seiten mit 28 Kapiteln.

1.Kapitel

Grau in grau hing der Himmel über Stammheim. Der Regen peitschte gegen die Fenster, Windböen zerrten an dem schon in die Jahre gekommenen Klotz. Aus Stahlbeton gebaut, war der Kasten wohl für die Ewigkeit gedacht. Nur bei einem Wetter wie heute passte die Anlage in die schwäbische Landschaft. Das Monstrum besaß einen bei seinen Insassen ungeliebten Namen: Justizvollzugsanstalt Stammheim.
Trostlos, wie das Wetter, so sein Fall. Jens lehnte sich an den Fensterrahmen der Etagenküche. Er war unschuldig. Zumindest hatte er nichts, aber auch gar nichts mit dem zu tun, das ihm die Staatsanwaltschaft vorwarf. Genau an das dachte Jens, als er vom obersten Stockwerk über die Dächer der umliegenden Gebäude blickte.
Er stand hinter einem, mit Eisenstäben vergitternden Fenster und sah den herabstürzenden Regenmassen zu. Es schauderte Jens, als er erneut versuchte, Klarheit über seine Situation zu bekommen. Jegliche Beweise für seine Unschuld fehlten nach wie vor. Für Jahre würde man ihn hinter Gitter bringen.
Augenblicke später gingen die Gedanken von Jens noch weiter zurück, sie verloren sich in den Erlebnissen der letzten beiden Jahre.
Bilder aus jener Zeit tauchten schemenhaft auf. Da unten, neben dem Haupteingang, da hatte er im Warteraum der Haftanstalt gesessen. Und auf seine Abholung gewartet. Jens musste überlegen, was sich an jenem Tag alles ereignet hatte. In den vergangenen Monaten hatte er versucht, vieles aus seiner Erinnerung zu verdrängen, ja aus seinem Hirn zu löschen. Doch jetzt stiegen alle diese Bilder wie Fragmente wieder hoch, aus irgendwelchen Tiefen des Gedächtnisses.
Damals, es war ein verdammt heißer Tag, als alles begann, als er da unten in dem Transitraum der JVA stundenlang auf einer der unbequemen, harten Holzbänke saß. Er erinnerte sich an die Kerle, die mit ihm zusammen dort in dem Warteraum herumgehockten.
Jetzt befand Jens sich wieder in Haft. Damals war alles glimpflich für ihn abgelaufen. Schuld war eine Namensverwechslung. Aber diesmal? Wie lange wird die Zeit im Knast dauern? Vielleicht ein halbes Jahr bis zur Verhandlung, vielleicht würde er erst in etlichen Jahren wieder auf freiem Fuß kommen? Aber wie sollte er seine Unschuld beweisen?
Dem Gericht ging es um Drogen, um Heroin, Marihuana, Crystal Meth, nahezu alles, womit Dealer sich ihr Leben vergolden, ihre meist auffallenden Autos finanzieren.
In der Wohnung von Jens hatte man derartige Ware massenhaft gefunden. Samt seinen Fingerabdrücken auf einigen Verpackungen. Das würde ihm mehrere Jahre hinter Gittern einbringen. Dabei hatte er nie etwas mit Drogen zu tun gehabt.
Zwar war Jens nicht die Unschuld selbst. Hatte er doch einen russischen Gangster und Geldwäscher um einen Millionenbetrag erleichtert. Doch das wusste niemand von der deutschen Justiz. Und der Russe hatte die Spur von Jens auch nicht gefunden.
Über das Gesicht von Jens glitt trotz aller Trostlosigkeit ein leichtes Lächeln. Als er angestrengt über die Ereignisse von damals nachdachte, kamen weitere Momente wie ein Film wieder in sein Gedächtnis. So frisch, als sei es gerade erst geschehen.


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30.11.2015 um 07:37
Um den Text besser beurteilen zu können, habe ich nochmal einige Seiten drangehängt. Nachstehend ein Teil des nächsten Kapitels:

2.Kapitel

Es war an einem Dienstag, einem heißen Julitag. Im Transitraum der Justizvollzugsanstalt saßen einige Männer. Die meisten von ihnen dösten seit Stunden vor sich hin. Im Laufe des Vormittags hatte sich die Zahl der Wartenden auf etwa fünfzehn Personen erhöht. Sie hockten auf abgenutzten, fest montierten Holzbänken, die vor alten, ebenfalls fest am Fußboden verankerten Tischen standen. Aber nicht alle Inhaftierten saßen trotz des stundenlangen Wartens. Einige der Knackis hatten sich in einer Ecke des länglichen, etwa vierzig Quadratmeter großen Raumes zu einem Kreis versammelt. Für die übrigen Wartenden kaum wahrnehmbar, unterhielten sie sich leise.
Außer zwei Stahltüren zum Innern des Gebäudes verfügte der Raum noch über eine Tür zu einer kleinen Toilette. Mehrere vergitterte Fenster, die jedoch keinen Blick nach draußen zuließen, befanden sich an der Längsseite der kleinen Halle. Ansonsten war alles schmucklos, kahl. Das bewegliche Inventar in diesem Raum bestand lediglich aus zwei, zwar täglich geleerten, vermutlich noch nie gereinigten, leicht zerbeulten Abfalleimern.
Alle Männer warteten auf ihren Weitertransport zu anderen Haftanstalten.
Es war Transporttag, wie jeden Dienstag und Freitag. Seit Jahren fand der Schub an den gleichen Wochentagen statt. Wer von einem Gericht angefordert wurde, den galt es, in die dortige Haftanstalt zu verlegen. Es waren die Tage der grünen und grauen Omnibusse; jener Fahrzeuge, die statt normaler Fensterscheiben nur schmale, gläserne Durchblickschlitze besitzen, meist kaum höher, als ein Frühstücksbrettchen breit ist. Über eintausend dieser staatseigenen Fahrzeuge sind auf Deutschlands Straßen jede Woche unterwegs.
Von einem, dieser schon von Weitem erkennbaren Sonderfahrzeuge, würden die Männer abgeholt werden. In kleinen Kabinen würde man sie während der Fahrt unterbringen. So wie man Eier in Kartons verpackt, würde man sie sortiert von Knast zu Knast weiterreichen.
Erdrückend hing die Wärme zwischen den ehemals weiß getünchten Wänden. Zusätzlich dunkelte Zigarettenqualm den Raum ab, drängte die in den Putz eingravierten Sprüche früherer Besucher zurück.
Fast jeder der Männer rauchte: Selbst gedrehte Glimmstängel aus Zigarettentabak, Pfeifentabak oder den Resten von Zigarettenkippen. Vorübergehend erschien es, als hätte man die Abgase eines alten Dieselmotors in den Warteraum geleitet.
Jens Müller ließ seinen Blick entlang der kahlen, unfreundlich wirkenden Wände gleiten. Auf den ehemals weiß gestrichenen Holzbänken saßen, dem Klang ihrer Worte nach zu urteilen, Russen, Rumänen oder Bulgaren. Sie unterhielten sich in ihren anscheinend sehr ähnlichen Sprachen, doch manchmal rangen sie nach den passenden Begriffen. Auch deutsche Worte fielen hin und wieder. Offensichtlich sprachen die Männer über ihre Haft. Zwei heimische Junkies, einer davon mit zerstochenen Armvenen, hatten sich auf einer Bank nahe dem Ausgang niedergelassen. Ansonsten war der Raum leer, wenn man mal von dem fest montierten Mobiliar und dem Zigarettenrauch absah.
Wer zum Transport vorgesehen war, verließ spätestens um acht Uhr seine Zelle, um in einem dieser Warteräume eingesperrt zu werden. Wann es von dort weiterging, das blieb öfters dem Zufall überlassen. Zumindest hatte es diesen Anschein. Vielleicht wussten es auch einige Eingeweihte. Die rückten aber nur selten mit ihrem Wissen heraus. Eine Abfahrt konnte um elf Uhr sein, aber auch erst um vierzehn Uhr. Für die Knackis bedeutete dies: warten, warten und nochmals warten. Jens hatte einen der Bediensteten nach dem Zeitpunkt der Abfahrt gefragt, doch er hatte nur ein „Später“ und ein Achselzucken geerntet.
Nach Stunden verstummten auch die letzten Gespräche in dem Warteraum. Vermutlich hatten die Rauchschwaden ihre Opfer unter ihren Verursachern gefunden. Lediglich die fünf Typen, die sich in eine Ecke zurückgezogen hatten, unterhielten sich noch leise.
Auch Jens döste vor sich hin, doch dann begann er, unruhig zu werden. Er spürte, dass ihn irgendeine unbekannte Situation beeinflusste, ihn in eine nicht bekannte Nervosität hineintrieb.
Von der Stahltüre drang ein hartes Klirren und Schnarren in den Raum. Es hörte sich an wie das Aufziehen einer alten Uhr. Doch wirkte alles viel lauter, warfen doch die kahlen Wände ungebremst den Schall zwischen den Mauern hin und her. Das Geräusch drang von den Türverriegelungen aus in den Raum. Vermutlich waren Elektromotoren in die Schlösser zum Verstärken der Schließmechanik eingebaut.
Langsam schwang die Stahltüre auf. Herein kamen mehrere Männer im Alter zwischen Anfang zwanzig und Mitte dreißig. Jens musterte mit halb geschlossenen Augen weitgehend uninteressiert die Neuankömmlinge; zwei von ihnen wirkten sehr nervös.
Mit zittrigen Händen suchten sie hastig nach Tabak und Zigarettenpapier in den mitgeführten Plastiktüten. Einem von ihnen fiel der Tabak vom Papier; er bekam seine Finger nicht unter Kontrolle.
Der neben ihm sitzende Häftling sah das Malheur. So gut es für ihn möglich war, versuchte er, mit ebenfalls fahrigen Fingern eine Zigarette zu drehen. Erst nach mehreren Versuchen gelang es ihm, und er reichte die Kippe seinem Kollegen.
Die beiden Supernervösen machen wahrscheinlich die Tortur des Drogenentzuges mit, waren die Gedanken von Jens. Ansonsten waren ihm die Typen nahezu gleichgültig. Es lohnte sich kaum, Gedanken darüber zu verschwenden. Hier, in dieser Situation, muss jeder vorrangig mit sich und seinen Problemen fertig werden.
Der Dritte der herein gekommenen Männer war von dunkler Hautfarbe. Ein großer runder Kopf saß auf kräftigen Schultern. Von einem Hals war wenig zu sehen, dafür wucherte über seinem Haupt eine volle schwarze, stark zerkrauste Mähne. Die Bekleidung dieses Ankömmlings ähnelte dem Trikot einer bekannten amerikanischen Baseballmannschaft. Wäre der Kerl schlanker und größer gewesen, hätte man denken können, die Kripo hätte ihn direkt vom Spielfeld der Dallas Mavericks weg verhaftet.
Jens Blick blieb an der vierten Gestalt hängen, einem knapp 30-jährigen, den er schlecht einem Herkunftsland zuordnen konnte. Seine Haare waren mittel- bis dunkelblond, die schwarzen Augenbrauen standen daher irgendwie im Widerspruch zur Haarfarbe. Ein angedeuteter Irokesen-Schnitt betonte die Gegensätze in dieser Figur. Die Konturen seiner Gesichtszüge wirkten, gemessen am Alter des Hereinkömmlings, ausgeprägt klar, sogar etwas hart gezeichnet. Sein Gesicht ließ in Verbindung mit den dunklen Augenbrauen einen leichten Hauch an Wildheit ausströmen. Jens hatte das Gefühl, es ginge etwas Animalisches von diesem Kerl aus. Wären die Augen seines Gegenübers grün wie die einer Raubkatze gewesen, Jens hätte dies als Bestätigung seiner Gedanken angesehen. Doch sie waren schwarz, tiefschwarz, und funkelten gleichzeitig, als würde ein unsichtbares Licht sie anstrahlen.
Die Augenbrauen zeigten sich exakt geformt, wahrscheinlich waren sie gezupft oder rasiert. Dabei hatte der Typ nichts, aber auch gar nichts Feminines an sich.
Vielleicht ist der Typ ein Killer oder ein Lude? Die Gedanken von Jens kreisten jetzt um diesen Neuankömmling. War es doch hier im Transportbereich wie in einem Gemischtwarenladen. Da saßen Väter, die ihre Alimente nicht bezahlten. Sie hockten neben Junkies, Betrügern, Totschlägern oder Pädophilen. Mitglieder der russischen Mafia saßen gegenüber rumänischen Bankräubern oder unschuldig Verdächtigten.
Davon ausgehend, dass zumindest die Farbe der Augen echt ist, muss es sich um einen südländischen Typ handeln, überlegte Jens. Intelligent scheint er auch zu sein, sonst würden seine Augen nicht so lebhaft blitzen.
Desinteressiert wirkend, schaute Jens hin und wieder zu dem Fremden hin. Weshalb der wohl hier ist? Jens plagte die Neugierde, denn er wollte schon immer alles wissen. Soweit er sich erinnern konnte, hatte er sich von klein auf für vieles, sehr vieles, interessiert. Gleichgültig, ob es sich um wichtige oder nebensächliche Dinge gehandelt hatte.
Wenn eine Killeraura von einem Menschen ausgehen kann, dann von diesem Kerl, waren die Gedanken von Jens. Es gelang ihm nicht, sich von diesem Neuankömmling zu lösen. Vielleicht ist der nur wegen einer Bagatelle hier, und der ganze Auftritt ist eine Farce? Ein Narzisst, der sich aus lauter Selbstverliebtheit so zurechtmacht? Vielleicht ein mittelloser Playboy oder ein Bodyguard, alles könnte zu diesem Kerl passen.
Auf jeden Fall strömt der Kerl ein unwahrscheinliches Selbstbewusstsein aus. Oder war es vielleicht Unsicherheit, die zu diesem Auftritt beitrug? Jens schaffte es nicht, den Fremden einzuordnen.
Der Mann war mit einem dunklen T-Shirt und einer aufwendig gestylten Jeans bekleidet. Kräftige Armmuskeln betonten die sportliche Figur. Doch er war mit seinen etwa 180 cm keiner jener muskelbepackten Kerle, die mehrmals die Woche ein Krafttraining in einem Fitnessstudio absolvierten. Bei ihm stimmten die Muskelproportionen noch.


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02.12.2015 um 08:23
Hallo,
vielleicht noch einige Hinweise zu meinen 282 Seiten Text: Das Buch beginnt mit Szenen in der JVA Stammheim, dann folgt der Großraum Frankfurt, später Berlin und Stuttgart. Spannende Momente ereignen sich in St. Petersburg, Moskau und auf zwei Inseln in der Karibik.
Als roter Faden durch den Text zieht sich der Wunsch eines jungen Italo-Deutschen, der unbedingt einen tollen Sportwagen besitzen möchte. Durch seine ständige Sucht nach dem anderen Geschlecht stellt er den Erfolg der ganzen Aktion - Cyberkriminalität - wiederholt in Frage.
Die Sache geht glimpflich, aber dennoch gut alle Beteiligten aus.


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02.12.2015 um 12:25
@Realo
Realo schrieb am 10.09.2015:Ja, die langen, verschachtelten Sätze … hm, sind eigentlich mein Spezialgebiet – sie wechseln aber auch mit kurzen ab, besonders in der wörtlichen Rede. :D

Es gibt da eine Tradition von Schreibern, bei den Amis (Pynchon, Brodkey) ebenso wie bei uns (Goetz, Handke, manchmal sogar Walser), die das liebend gern tun. Wen juckt denn das lesende Publikum? Die müssen dann halt die Sätze 5x lesen, bis sie sie verstehen. Aber mal im Ernst, es ist bei den meisten wohl deshalb, weil ein Gedanke, ein Mix aus Bild und "Schrift" bzw. "Text", eben wesentlich komplexer ist, als er uns erscheint, und häufig versucht man ihn in einem Satz zu fassen und setzt erst, wenn man glaubt ihn erfasst zu heben, den Punkt.
Find ich gut, das hier mal zu lesen.
Ich schreibe jetzt nicht extrem verschachtelt, aber hin und wieder ist es zur vollständigen Beschreibung einer Szene doch notwendig, den Satz etwas "unbequem" zu formulieren. Ich frage mich dann öfter, darf ich strikt bei meinem Stil bleiben oder muss ich dem Leser mehr "Service" bieten und muss unkompliziert schreiben?
Ich hab teils einen etwas eigenwilligen Schreib- und Ausdrucksstil und möchte mich nicht glattbügeln lassen.

Und ich finde, solange man nicht wie der Erklärbär rüberkommt, der den Leser für unterbelichtet hält und darum überflüssig haarklein beschreibt, solange ist es ok.


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11.12.2015 um 16:19
Schade, dass meine beiden Posts (29.11. und 30.11.15) kein Interesse geweckt haben.
Sofern sich ein Testleser dennoch findet, würde ich selbstverständlich den kompletten Text zur Verfügung stellen. Im Gegenzug bin ich auch gerne bereit, einen Text (max. 350 Seiten) gegen zu lesen.
Bitte nur normale Belleristik, Krimi oder ähnlich, möglichst kein Fantasy. Bei letzterem weiß ich, dass ich da viel zu kritisch bin.
Kontakt über PN, ich melde mich über meine normale E-Mail.


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02.01.2016 um 21:51
@ben99

Ich habe im Moment vieles für die Schule zu lesen, außerdem würde ich gerne irgendwann noch zur Tribute von Panem kommen, aber deine Leseprobe hat Interesse geweckt. Es würde also eine Weile dauern, ehe ich dazu käme, aber du könntest mir den kompletten Text auch jetzt schon schicken, ich würde ihn auf jeden Fall lesen, denn bisher wirkt er wie ein kostenpflichtiges Buch, welches ich umsonst bekäme, das Niveau von kostenlosen Portalen wie wattpad übersteigt es weit.

Was dein Gegenangebot angeht (ich lese es natürlich auch ohne liebend gerne^^), hätte ich vielleicht einen Text, den du dir mal ansehen könntest, er ist aber noch nicht so "ausgereift", dass ich ihn der ganzen Allmy-Welt präsentieren würde. Darauf würde ich aber frühestens zurückkommen, wenn ich mit deinem Buch fertig bin;)


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07.01.2016 um 15:44
@alexklusiv

Leider habe ich erst heute in das allmysterie reingeschaut. Deswegen die etwas verspätete Beantwortung.
Es trifft zu, dass das Buch als kostenpflichtiges E-Book demnächst erscheinen soll. Ich habe viel Zeit für die Recherchen aufgewandt. Deswegen möchte ich es später einmal nicht kostenlos weitergeben. Für Testleser ist es natürlich kostenfrei.
Möchtest du es als PDF oder word 2007 übermittelt bekommen? Gib mir doch bitte über meine PN deine E-Mail. Ich übersende es dir dann umgehend.
Besten Dank für dein Interesse.
LG Ben


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07.01.2016 um 15:47
@ben99

PDF würde ich vorziehen, da dauert eine Konvertierung zu .epub nur wenige Minuten. Ich schreibe dich gleich an, einen Moment bitte.


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08.01.2016 um 13:58
Ich schreibe leidenschaftlich gerne und habe mir vor einem Jahr vorgenommen für eine gute Freundin eine Fanfiktion als Buch zu schreiben. Was ich sagen kann ist, dass es sehr schwer ist und wenn die Kreativität mal aussetzt bei mir das Kapitel ein ganzen Monat still steht. Desist eine Fanfiktion zu Doctor Who und heißt "Ein Doctor will auch Mensch sein". Natürlich wird diese nicht an einen Verlag geschickt, doch in Zukunft werde ich diese Umschreiben und dann vielleicht einsenden. Es spielt im Steampunk, was heißt es ist alles etwas pompöser oder ausgefallener als zu der damaligen Zeit. Ich bin so sehr von dem Viktorianischen Zeitalter fasziniert, dass ich garnicht wiederstehen konnte. Der USB stick ging mal kaputt und dann waren 3 Kapitel und über 6.000 Wörter einfach weg. Diese musste ich neu Schreiben und nun speichere ich alles auf Dropbox und das jedes Kapitel einzeln.


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10.01.2016 um 10:14
Schreiben war schon immer meine Leidenschaft und ungefähr seit meinem 14. Lebensjahr träume ich davon, Schriftstellerin zu werden.
Natürlich hat man TAUSEND gute Einfälle, aber sie müssen auch langatmig genug für ein ganzes Buch und vor allem realistisch durchdacht werden.

Letztes Jahr im April habe ich dann den Schritt gewagt und mich bei der ILS für ein Fernstudium angemeldet.
Der Lehrgang heißt "Autor werden- Schreiben lernen" und ich muss echt sagen, dass ich diese Entscheidung bisher nicht bereut habe.
Man bekommt Lehrgangshefte geschickt, es werden sehr viele Literatur-Arten durchgenommen ( Belletristik, Krimi, Roman, Kinder- und Jugenbücher, Kurzprosa, Fabeln, Drehbücher, Journalismus etc. )- außerdem lernt man den Aufbau und die Entwicklung eines Romans, die Grundlagen und man lernt Charakterentwicklungen usw.
In den Heften hat man die Möglichkeit, kurze Aufgaben zur Selbstüberprüfung auszufüllen.
Am Ende eines fast jeden Lehrheftes gibt es eine sogenannte "Einsendeaufgabe"- z.B. "Schreiben Sie ein Expose über das erste Kapitel Ihres Romanes"- die man dann über den Onlinecampus an den Fernlektoren schickt.
Innerhalb weniger Tage bekommt man es zurück, mit Anmerkungen und Verbesserungsvorschlägen des Lektors (die verschiedenen Lektoren haben bereits Fuß als Schriftsteller, Autoren, Journalisten etc. gefasst - vielleicht sagt einem von Euch der Name Hollow Skai was?).
Man kann jeder Zeit Rücksprache mit den Lektoren halten und Fragen stellen.
Alles wird über einen Online-Campus geregelt.


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13.01.2016 um 19:43
Ich will mich hier auch mal als Hobbyautorin outen.
Es hat eine weile gedauert, aber ich hab es geschafft meinen ersten Roman zu schreiben.
Es ist ein Fantasyroman und hat an die 770 Seiten. Das es soviel werden würde hab ich am Anfang auch nicht gedacht, aber die Geschichte floß eben so bis dahin.
Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich jetzt schon einen zweiten Band angefangen habe.


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19.01.2016 um 23:27
@Chaylee
Wow, 770, das ist eine Menge.
Hast du veröffentlicht?


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20.01.2016 um 06:54
OddThomas schrieb:Wow, 770, das ist eine Menge.
Hast du veröffentlicht?
Ja, ich hab mir auch ganz schön lange Zeit dafür gelassen. :D

Ich würde es gerne veröffentlichen. Mir fehlt noch etwas Feedback, da es bis jetzt nur zwei Leute gelesen haben.
In der Zwischenzeit suche ich nach entsprechenden Verlagen und schreibe Exposés.


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24.07.2016 um 10:16
Ich möchte gerne auch einen kleinen Teil meiner Geschichte hier hineinstellen. Insgesamt wird es wohl die länge einer Novelle haben, aber ich bin noch am Anfang der Story und schreibe recht langsam. ^^

Vorweg hätte ich noch 2 fragen:
- Wie schafft ihr es spannung oder interesse in einen Abschnitt oder Kapitel zu bekommen, wenn nichts passiert etc. ?
- wie schafft ihr es das der Leser mit der Hauptperson mitfühlt ?

... Jetzt kommt mein kleiner Text. Es ist nur die Hälfte des 1. Kapitels und ein Traum.
Markus lag auf einer Lichtung voller weißer Rosen und hohem Gras. Neben ihm lag ein Mädchen. Lilia. Sie hatte ihr Hellblondes langes Haar zu einem Zopfgeflecht nach hinten gebunden. So hatte sie es, soweit er sich erinnerte, noch nie getragen, aber es gefiel ihm. Lilia trug es so, dass es straff, aber nicht streng aussah.
Sie hatten sich, als sie noch Kinder waren, auf dem Hof ihres Vaters kennengelernt. Sein Vater hatte ihrem Vater während der Erntezeit auf dem Feld ausgeholfen, und als seine Mutter starb, musste er Markus mittnehmen. Allerdings waren sie zu Jung um auf dem Feld zu arbeiten, deswegen lagen sie damals, sowie auch heute auf der Wiese und haben sich untgerhalten.
Sie wollten den Sonnenuntergang ansehen, beobachteten aber mittlerweile die Sterne. Lilia nahm seine Hand.
„ Was glaubst du, sind wir hier alleine?“ Sie drehte sich zu ihm um.
„ Wie meinst du das?“ Er sah weiterhin die weit entfernten Sonnen an, die als Punkte in der Dunkelheit leuchteten.
„ Glaubst du, dass da in der Dunkelheit da draußen, abgesehen von uns, noch andere Geschöpfe leben?“
Er runzelte die Stirn. “ Natürlich sind außer uns noch andere Geschöpfe da. Hasen. Wildschweine ..
„ Nein, das meine ich nicht.“ Unterbrach sie ihn. „ .. Schlangen“ fuhr er mit einem Grinsen fort. Sie hasste schlangen. Ihr waren sie unheimlich, außerdem wurde sie als sie kleiner war von einer gebissen. Sie schüttelte den Kopf.
„ Ich meine da draußen, auf einem anderen Pflanzengrund. Glaubst du, dass da noch andere Geschöpfe leben?“
Er wandte sich zu ihr um. „Warum nicht? Ich halte es, wo ich drüber nachdenke, für wahrscheinlich.“
Lilia stand auf. „Wollen wir ein paar Schritte gehen?“ Markus überrumpelte die spontane Frage seiner Freundin, aber er willigte darauf ein.
Sie wanderten über die Lichtung zum Waldrand. Allerdings schien sich der Waldrand, mit jedem Schritt den sie auf ihn zugingen, zu entfernen. Lilia bemerkte es nicht, jedenfalls sagte sie nichts dazu, aber in ihm wurde das Gefühl zunehmend stärker. Die Lichtung auf der sie Lagen war doch nicht so groß gewesen? Dachte er sich.
Lilia stupste Markus an. „Kennst du den?“ fragte sie ihn flüsternd und zeigte auf eine Gestalt am Waldrand. Sie war groß. Fast eine halbe Körperlänge größer als Markus. Ihr Körper blieb ihnen im Schatten Großteiles verborgen, aber er konnte vom umriss lange Arme erkennen.
„Nein, kenne ich nicht“ Markus hatte, wo er sie sah, ein schlechtes Gefühl weiter in die Richtung zu gehen. „wollen wir nicht lieber in die andere Richtung gehen?“ Lilia nickte und wurde langsamer. „Ja.“
Die Gestalt stand noch immer am Waldrand und sie hatten das Gefühl, als würde sie sie beobachteten. Sie trat in das Mondlicht. Ihre Haut war Gräulich.
Obwohl eine beträchtliche Entfernung zwischen ihnen lag konnte Markus ihre Worte gut verstehen. Die Gestalt sprach in einer zarten Tonlage, die schwach wie die Stimme eines kranken klang. Lilia hielt Markus Hand fester und zog in nach hinten. „Ich möchte euch nichts tun.“
„Komm Markus.“ forderte Lilia und zog ihn zurück.
Nachdem er einen Schritt nach vorne gemacht hatte, fügte sie hinzu „Ich vertraue ihr nicht. Bitte lass uns gehen.“
Markus wandte sich, nach kurzem Zögern, von der Gestalt ab und ging mit Lilia in die andere Richtung. Während sie sich von der Gestalt entfernten, entfernte sich nicht das Vertraute Gefühl, dass er bei den Worten der Gestalt gespürt hatte. Ich kenne die doch? Dachte er immer wieder. Aber woher?
Markus schaute mehrmals zurück, aber die Gestalt sah er dort nicht mehr.

Lilia beruhigte sich wieder, als sie an einer alten Linde vorbei kamen. Sie hatten dort gelegen, daran meinte Markus sich erinnern zu können, aber die Linde die daneben stand, stand vorhin noch nicht da. Oder hätte ich diesen Baum übersehen können? Nein, sicher nicht.
Die Linde war ein großer alter Baum. Sie Zweigte auf Augenhöhe in drei Äste ab, die weit in den Himmel reichten.
Ich wäre an einer kleinen Rückmeldung interessiert.


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