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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

136 Beiträge, Schlüsselwörter: Gedichte, Kinder, Gebete, Sprüche

Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

25.01.2013 um 18:56
Der Star

Es war einmal ein Star,
der pfiff das ganze Jahr,
Im Sommer sang er in Berlin,
im Winter-na, das weißt du ja,
da sang er frech in Africa

Inge Feustel


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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

25.01.2013 um 18:57
Beim Einkauf

Zur kleinen Emma sagt Mama:"Ich muss dir jetzt was sagen,
du solltest mal zum Kaufmann geh`n und nach Rosinen fragen.
Du weißt, die Tante Erna will morgen uns besuchen,
drum back´ ich auf die Schnelle,
noch einen Käsekuchen.
Doch solltest unterwegs du nicht
von den Rosinen naschen.
Und bring´ auch schwarze Seife mit,
wir wollen nächstens waschen."

Die kleine Emma ging, wie Mutter ihr befohlen
und sagte immer vor sich hin, was sie im Korb sollt´ holen.
Im Laden sagt sie dann ganz laut mit ernster und wichtiger Miene:
"Ich möchte für den Kuchen schwarze Seife,
und für die Wäsche, da will ich Rosinen."

(Verfasser unbekannt)


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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

25.01.2013 um 18:59
Vergiss Es Nie

Vergiss nie, dass du lebst, war keine eigene Idee.
Vergiss nie, dass du atmest, war kein Entschluss von dir.
Vergiss nie, dass du lebst, war eines anderen Idee,
dass du atmest, ein Geschenk an dich.

Vergiss nie, niemand denkt und fühlt und handelt so, wie du
und niemand lächelt so, wie du´s grad tust.
Vergiss nie, niemand sieht den Himmel ganz genau, wie du
und niemand hat je, was du weißt, gewusst.

Vergiss nie, dein Gesicht hat niemand sonst auf dieser Welt
und solche Augen hast alleine du.
Vergiss nicht, du bist reich, egal ob mit, ob ohne Geld;
denn du kannst leben, niemand so, wie du.

Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls oder Laune.
Der Natur egal, ob du dein Lebenslied
in Moll singst oder Dur.
Du bist ein Geschenk Gottes,
ein geniales noch dazu
Du bist du

Jürgen Werth


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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

25.01.2013 um 18:59
Geburt


Menschenjunges, dies ist dein Planet.
Hier ist dein Bestimmungsort,
kleines Paket.
Freundliches Bündel,
willkommen herein.
Möge das Leben hier gut zu dir sein!

R.Mey


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Birkenschrei
ehemaliges Mitglied

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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

25.01.2013 um 20:30
@feallai
dieses Gedicht von Krüss und noch einige andere, die hier aufgeführt wurden, sind vertont worden.
Das sind ganz leicht zu merkende Melodien, einfach nachzuspielen oder mitzusingen...

Hundertzwei Gespensterchen

Hundertzwei Gespensterchen
Saßen irgendwo
Hinter meinem Fensterchen.
Da erschrak ich so.

Hundertzwei Gespensterchen
Waren sehr vertrackt;
An meinem Kammerfensterchen
Klopften sie im Takt.

Hundertzwei Gespensterchen
Haben mich erschreckt.
Weit entfernt vom Fensterchen
Hab ich mich versteckt.
Hundertzwei Gespensterchen
Waren plötzlich fort.
Schlich mich schnell zum Fensterchen.
Fand sie nicht mehr dort.

Hundertzwei Gespensterchen
Denkt euch, wie famos,
Waren an dem Fensterchen
Regentropfen bloß!

James Krüss


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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

25.01.2013 um 20:38
@Birkenschrei
Das find ich süß :)


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Birkenschrei
ehemaliges Mitglied

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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

25.01.2013 um 20:41
@zaramanda
ich mag es auch gerne :)


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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

26.01.2013 um 04:31

EIN KIND ERBLICKT DAS LICHT DER WELT


Es war einmal ein Kind, das bereit war, geboren zu werden.
Das fragte Gott:

"Wie soll ich auf der Erde leben,
wo ich doch so klein und hilflos bin?
Wie werde ich singen und lachen können,
um fröhlich zu sein?
Wie soll ich die Menschen verstehen,
wenn ich die Sprache nicht kenne?
Und wer wird mich beschützen?"

Und Gott antwortete dem Baby...

"Ich habe für dich einen Engel ausgewählt,
der über dich wachen wird, bis Du erwachsen bist.
Dein Engel wird für dich singen
und auch für dich lachen.
Und du wirst die Liebe deines Engels fühlen
und sehr glücklich sein.

Dein Engel wird dir die schönsten
und süßesten Worte sagen,
die du jemals hören wirst.
Mit viel Ruhe und Geduld
wird dein Engel dich lehren zu sprechen.
Dein Engel wird dich verteidigen,
auch wenn er dabei sein Leben riskiert."

In diesem Moment riefen Stimmen der Erde
den Namen des Babys und es sprach:
"Oh Gott, ich muss jetzt von dir gehen.
Bevor ich dich verlasse,
sage mir bitte den Namen meines Engels."

Und Gott sprach: "Ihr Name ist nicht wichtig.
Nenne sie einfach MAMA."

http://nostalgie.beepworld.de/kindergedichte.htm



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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

26.01.2013 um 04:34
Etwas für die Erwachsenen


Kinder v. Bettina Wegener

Sind so kleine Hände, winzge Finger dran.
Darf man nicht drauf schlagen,
sie zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße, mit so kleinen Zehn.
Darf man nicht drauf treten,
können sonst nicht geh`n.

Sind so kleine Ohren, scharf, und ihr erlaubt,
darf man nicht zerbrüllen,
werden davon taub.

Sind so kleine Münder, sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten,
kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen, die noch alles seh`n.
Darf man nie verbinden,
könn`sie nicht versteh`n.

Sind so kleine Seelen, offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen,
geh`n kaputt dabei.

S`ist so`n kleines Rückrat, steht sehr fest noch nicht.
Darf man niemals beugen,
weil es sonst zerbricht.

Gerade, wahre Menschen wär`n ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückrat
hab`n wir schon zu viel.



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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

26.01.2013 um 04:37

SCHNEEWITTCHEN

Eine böse Königin fragt ihr Spieglein leise:
"Sag, ob ich die Schönste bin,
Spieglein wahr und Weise."

Spieglein sagt:
"Das kann nicht sein, hinter hohen Bergen,
wohnt Schmeewittchen wunderfein
bei den sieben Zwergen."

Da erschrak die Königin, lief viel´ hundert Meilen,
wollt wie eine Hökerin
zu Schneewittchen eilen.

Reichte ihr ein Äpflein dar, wollt die Maid verderben,
weil das Äpflein giftig war,
musst Schneewittchen sterben.

Und die Zwerge hielten Wacht an dem Sarg aus Glase,
und mit ihnen Tag und Nacht
weinten Reh und Hase.

Und in wunderbarer Stund´ kam ein Prinz zum Walde,
küsst Schneewittchen auf den Mund,
sie erwacht gar balde.

Feierte das ganze Land und zum Hochzeitsfeste
war´n die sieben Zwerge all´
liebe frohe Gäste.

http://nostalgie.beepworld.de/kindergedichte.htm



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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

26.01.2013 um 12:03
@.lucy.
oh das mit dem baby ist sooo schön :)
*gänsehaut*
danke dir :)


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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

26.01.2013 um 12:06
@feallai
Es ist wirklich wunderschön.
Da kommen einem glatt die Tränen

Ich denk immer an Dich, wenn ich im Internet unterwegs bin ;)


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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

26.01.2013 um 12:15
@.lucy.
hihi, das ist ja süß von dir :)


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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

27.01.2013 um 16:30

„Die Entscheidung, ein Kind zu haben,
ist von großer Tragweite.
Denn man beschließt für alle Zeit,
dass das Herz außerhalb des Körpers
herumläuft.“


8ae1f3 neu3



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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

27.01.2013 um 16:32

Als du geboren wurdest, war ein regnerischer Tag.
Aber es war nicht wirklich Regen,
sondern der Himmel weinte,
weil er einen Stern verloren hatte.

(Antoine de Saint-Exupéry)



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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

27.01.2013 um 16:33
Die Meise

Kopfüber, kopfunter, zweigab und zweigauf!
Ein lustiges kleines Ding,
Und immer geschwätzig und flink,
Und immer obenauf!

Denn ob die ganze Welt vereist,
Sie findet den Tisch gedeckt:
Hier wird ein Körnchen geschleckt,
Und dort ein Püppchen verspeist.

"Zizidä, zizidä! Der Frühling ist da!"
So ruft sie im knospenden Wald,
Und wehn auch die Winde noch kalt:
Sie weiss es, glaubt es nur ja!

Sie hat in das Herz der Knospe gesehn,
In die Wiege von Blume und Grün,
Sie weiss: Bald wird es nun blühn,
Und die Welt in Veilchen stehn.


Heinrich Seidel


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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

27.01.2013 um 16:35
Die kleine Biene
(Kurzgeschichte)

Es war einmal eine kleine Biene. Diese Biene hiess Sonja.

Sonja war eine flinke und fleissige Biene. Da es gerade Frühling war
und die Blümchen aus dem grünen Gras schossen, hatte die kleine
Biene Sonja sehr viel zu tun. Sie musste von Blümchen zu Blümchen
fliegen und den feinen Nektar einsammeln.

Aus diesem Nektar gibt es später den leckeren Honig.

Eines Tages, es war ein wunderschöner Frühlingsmorgen, surrte
Sonja wieder durch die Lüfte. Sie war vergnügt und erfreute sich
an dem schönen Wetter und den Düften, den Blumen und dem
Wind. Sie surrte und sang: "alle Blümchen sind schon da... trari,
trara, traritrara...".

Dann plötzlich, sie war gerade dabei ein schönes buntes und üppiges
Blumenfeld anzufliegen, sah sie von oben, wie ein kleiner Junge auf
den schönen Blumen herumtrampelte. Er riss sogar einige aus und
warf sie zu Boden und trampelte auf ihnen herum. Dann lief er ins
Feld hinein und trampelte wieder alles zu Boden und machte die
schönen Blümchen kaputt.

Das tat der kleinen Biene Sonja aber jetzt sehr weh. Ihr Herz tat
weh und sie konnte es nicht glauben, was sie sah. Ihre schönen
Blümchen wurden einfach zertrampelt. Das geht doch nicht, oder!

Da musste sie sofort etwas tun. Sie flog direkt auf den Jungen zu,
surrte emsig um seinen Kopf. Der Junge fuchtelte mit den Händen:

"Geh weg, du blödes Viehch!", sagte er mürrisch.

Aber die kleine Biene Sonja dachte gar nicht daran, sondern flog
direkt auf die Nase des Jungen:

"Warum zertrampelst du die schönen Blumen?" fragte ihn Sonja
so laut sie konnte. Dabei schaute sie ihm ganz fest in die Augen.

"Weisst du nicht, dass diese Blümchen für die Natur und uns
Bienchen so wichtig sind? Bist du denn ein so dummer Junge?

Der Junge wurde stutzig und rollte die Augen.

"Wieso wichtig? Das sind doch blöde Blumen!", sagte er dann.

"Weisst du denn eigentlich nicht, woher der Honig kommt, den du
auf dein Frühstücksbrot streichst?" fragte Sonja.

"Aus dem Supermarkt natürlich", rief der Junge, und er war sich
seiner Sache ganz sicher.

Jetzt musste die Biene Sonja doch ein bisschen lächeln.

"Komm, setzt dich ins Gras! Ich erkläre es dir."

Der Junge setzte sich ins Gras und Sonja flog mit einem leichten
Schwung auf ein übriggebliebenes Blümchen, das direkt vor dem
Jungen aus dem zertrampten Gras ragte.

Sonja erklärte nun dem Jungen wie die Bienchen mit ihrem Rüssel
den Nektar, diese süssen Stoffe, aus den Blümchen saugen und in
ein Bienenhaus tragen. Die Bienchen geben dem Nektar ihre eigenen
Säfte dazu, und das beginnt schon während sie nach Hause fliegen.

Im Bienenhaus geben die Bienchen den Nektar in Bienenwaben. Dort
wird er eine ganze Weile bleiben damit er reifen kann. Solange bis
er die schöne Farbe und die dicke Masse hat, die man so gut auf
das Brot streichen kann.

Dann kommt der Bauer und nimmt die Waben und schleudert den
Honig heraus. Das macht er mit einer Maschine. Und jetzt kann er
diesen Honig in Gläser füllen und danach wird er in den Laden oder
den Supermarkt gebracht, wo du ihn kaufen kannst.


Der Junge schaute zu Boden als Sonja mit dem Erzählen fertig war.
Er fühlte sich nicht besonders wohl.

"Dann sind das ja gar keine blöden Blumen", murmelte er.

"Das sind ganz bestimmt keine blöden Blumen", sagte Sonja. "Ganz
im Gegenteil, das sind nützliche Blumen. Für die Menschen und für
uns Bienchen. Wir essen ja auch vom Nektar. Hätten wir ihn nicht,
würden wir verhungern. Das sind also sehr sehr gute Blumen."


"Und jetzt, habe ja schon welche kaputt gemacht?", fragte der
Junge leise.

Die kleine Biene hatte sich natürlich schon etwas überlegt, denn sie
war ja auch eine kluge Biene.

"Ich habe eine Aufgabe für dich. Halte immer die Augen offen und wenn
du jemanden siehst, der Blumen zertrampelt oder kaputt macht, dann
gehst du zu ihm und erzählst ihm die Geschichte von den Bienen und
dem Honig. Du weisst ja jetzt, wieso die Blümchen alle so wichtig sind."


"Ja!"

"Willst du das tun?"

"Ja, ich werde es tun und gut beobachten. Das werde ich."

"Bravo, klatschte die kleine Biene!" und surr surr, flog sie ihm noch
einmal leicht um den Kopf und weg war sie. Irgendwo in den Lüften
und am Blümchen suchen. Denn sie musste fleissig weiter arbeiten.

Der kleine Junge stand noch eine ganze Weile still da und schaute
in den Himmel. Dann winkte er:

"Tschüss, tschüss, du kleine kluge Biene."



© geschrieben von Monika Minder


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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

27.01.2013 um 16:37
Das coole Meerschweinchen
(Kurzgeschichte)

Es war einmal ein cooles Meerschweinchen,
das hatte ganz flinke Beinchen.
Cool war es wegen seiner Haare
die waren lustig im Gebahren.

Das coole Meerschweinchen ging sehr gerne einkaufen. Es liebte die
Welt der kleinen feinen Lädelchen. Vor allem zum Bäcker ging es ganz
gerne. Da roch es immer ganz fein nach frischem Brot und Kuchen.

Bevor es jedoch das Haus verliess, machte es seine Haare zurecht.
Das war für das Meerschweinchen ganz wichtig, denn nur mit seiner
Frisur fühlte es sich so richtig cool. Seine Haare mussten nämlich auf
allen Seiten aufstehen. Das gefiel dem Meerschweinchen. Das fand
es cool.

Auch heute machte sich das coole Meerschweinchen flott zurecht.
Es hatte sich etwas besonderes ausgedacht. Die Haare sollten heute
nicht nur auf allen Seiten hochstehen, sondern auch noch eine andere
Farbe bekommen.

"Grün oder pink, was soll ich nehmen?" sagte es so vor sich hin. Beides
war total cool. Endlich, nach einer Weile entschied es sich für Pink. Es
fingerte und zupfte an seinen Haaren herum, gab viel Spray hinein und
dann die Farbe obendrauf.

"Jeeeep", sprang es auf als es fertig war und freute sich ganz doll.
"Das sieht einfach mega super aus. Nein megacool, verbesserte es
sich. Cool war nämlich ganz wichtig für das Meerschweinchen.

Frisch gestylt ging es nun zum Bäckermeister. Stolz spazierte es
durch die Strasse und wichtigtuerisch trat es in den Bäckerladen
ein. Es fand sich selber wirklich obercool.

Das Meerschweinchen kam an den Tresen und bestellte sich bei
der Bäckerin ein Brot und Schokoladenkuchen. Ein kleines Mädchen
sass auf dem Tresen und beobachtete ihn. Vor allem seine Haare
hatten es ihm angetan. Es schaute immer wieder und schaute und
schaute.

Das coole Meerschweinchen wurde etwas nervös und bald wusste
es so gar nicht mehr, wo es noch hinschauen sollte. Dann endlich
sagte das kleine Mädchen ganz ernst zu dem Meerschweinchen:

"Sag, hast du immer so ein unordentliches buntes Gewusel auf dem
Kopf wie der Struwwelpeter?"

Gewusel, Struwwelpeter, dachte das Meerschweinchen. Das musste
doch so sein. Das war doch cool.

Es hörte die Leute hinter sich laut lachen. Völlig verunsichert und den
Kopf auf den Boden gerichtet, verliess es den Laden, rannte rasch
nach Hause und schaute in den Spiegel.

Ganz ganz lange schaute es in den Spiegel.

Und dann plötzlich begann es die Haare zu kämmen. Alle nach unten
bis sie ganz glatt waren. Es schaute wieder lange in den Spiegel und
sah ein ganz anderes Meerschweinchen vor sich.

Die Mutter des Meerschweinchens schaute vorsichtig zur Türe hinein
und als sie ihn sah, lächelte sie: "Jetzt siehst du so brav aus, wie du
bist. Das passt doch viel besser zu dir."

"He, brav, ich". Das Meerschweinchen verstand die Welt nicht mehr.
Es fühlte sich doch cool und gar nicht brav und so.

Da stimmt doch etwas nicht, dachte es und verzog sich kurzum in
sein Bett. Das machte es immer, wenn es ganz fest nachdenken
musste.

Ich bin ganz brav, aber ich möchte doch lieber ganz cool sein und
nicht so brav. Bravsein ist doch für Mädchen. Und ich bin doch ein
cooler Junge.

Das Meerschweinchen war aber eigentlich gar nicht so cool, sondern
eher schüchtern. Es getraute sich nicht so viel. Es brauchte immer
seine Frisur, damit es sich in einen Laden getraute und auch sonst
sagte es immer ja zu allem.

Gerne hätte es mal ein Mädchen angesprochen oder den Jungen
verhauen, der ihn immer hänselte auf dem Schulhof. Gerne hätte es
nein gesagt, wenn der grosse muskulöse Junge aus der 9. Klasse
wieder verlangte, dass es für ihn etwas klauen sollte. Gerne hätte
es sich gewehrt, wenn jemand ungerecht zu ihm war.

Das tat es aber nicht. Das Meerschweinchen zog sich dann einfach
schweigend in sein Zimmer zurück. Es war traurig und wütend und
allein.

Und jetzt war es wieder traurig und wütend, weil das Mädchen seine
Frisur nicht toll fand. Vielleicht hatte das Mädchen aber recht und die
Frisur war wirklich nicht so cool. Eine ganze Weile dachte es darüber
nach und dann beschloss es, dass es ab sofort anders sein wollte.

Nicht nur die Frisur sollte cool sein, nein, vielmehr es selber wollte
cool sein. Das war allerdings gar nicht so einfach und es musste
viel üben. Beim Bäcker wollte es anfangen.

Und so ging es ein zweites Mal in die Bäckerei und natürlich wieder
mit seiner Lieblingsfrisur. Mit seiner Frisur, in der es sich immer so
wohl gefühlt hatte. Es trat vor das kleine Mädchen hin und zeigte
auf seine Haare und sagte ganz cool: "He, Kleene, das sind meine
Haare und die sind genau richtig so, wie sie sind. Die gehören zu
mir und ich mag sie so."

Das Mädchen war klug und sagte zu ihm: "He, Cooler, und du gefällst
mir, wenn du dich für dich selber einsetzt und dafür deine Sprache
benutzt und nicht deine Fäuste!"

Dieses Erlebnis mit dem Mädchen war ganz wichtig für ihn. Seine
Sprache einsetzen und nicht die Fäuste, hatte es gesagt.
Darüber dachte das Meerschweinchen nach. Natürlich unter seiner
Bettdecke. Dort kam es zu dem Entschluss, dass das Mädchen recht
hatte. Das war gut, was es gesagt hatte. Cool war das.

Und jetzt hatte das Meerschweinchen etwas zu tun. Es musste sich
nämlich auf den nächsten Schultag vorbereiten. Falls der grosse Junge
kam. Das Meerschweinchen wollte sich nichts mehr gefallen lassen,
und das brauchte viel Mut und die richtigen Worte.

Was soll ich machen? Wie soll ich es anfangen? Der ist viel grösser
und kräftiger als ich. Wenn ich nicht mache, was der sagt, wird er
mich zusammenschlagen. Das Meeerschweinchen hatte Angst. Es
dachte an die Worte des Mädchens. Was würde es tun?

Das Meerschweinchen fasste allen Mut zusammen und ging zur
Bäckerei. "Hee, Kleene, kannste mal rauskommen, ich möchte dich
etwas fragen?"

Das war für das Mädchen in Ordnung und sie gingen hinter das Haus
und setzten sich auf eine Bank. Das Meerschweinchen tat sich etwas
schwer, wusste nicht wie anfangen. "Erzähl mir's!" sagte sie ganz
ernst und ruhig.

Und so erzählte das Meerschweinchen seine Geschichte von der Schule
und den Hänseleien, und dass es ihm gefallen habe wegen dem sich
Einsetzen mit der Sprache und so. Und dass es jetzt nicht genau wisse,
wie es das machen soll und ob sie ihm vielleicht einen Rat hätte.

Das Mädchen hörte aufmerksam zu und sagte dann nach einer Weile:
"Das Wichtigste hast du schon gemacht. Du hast dich jemandem
anvertraut. Du hast es mir erzählt. Das ist ganz wichtig, jetzt bist
du nicht mehr allein mit deinem Problem. Ich helfe dir. Wenn der
grosse Junge morgen kommt, dann werde ich in der Nähe sein.

Wenn er dir etwas tut, dann habe ich es auch gesehen und dann
gehen wir gemeinsam zum Lehrer und zu den Eltern."

"Und wie soll ich es ihm sagen?"

"Sag ihm ganz einfach, dass du das für ihn nie mehr machen wollest.
Dass du das dumm findest und wenn er dir etwas tun wolle, dann
gehest du zum Lehrer und tätest es melden und den Eltern ebenfalls.
Sag es ganz bestimmt und mit lauter deutlicher Stimme.

Komm, wir üben es! Wir machen ein Rollenspiel. Ich spiele den grossen
Jungen."

Und so übten sie bis das Meerschweinchen richtig cool auftreten
konnte und es mit fester und lauter Stimme: "Nein, das mache ich
ab sofort nicht mehr", sagen konnte.

Und so geschah es. Am andern Tag als der grosse Junge kam und
vom coolen Meerschweinchen etwas verlangte und ihm drohte,
sagte es ganz ruhig und laut: "NEIN, das mache ich ab sofort nicht
mehr."

Das Meerschweinchen wurde immer wie mutiger. Es getraute sich
viel mehr, und wenn es ein ungutes Gefühl hatte und fand, das sei
jetzt ungerecht gewesen, dann wehrte es sich dagegen und setzte
sich für sich oder auch für andere ein.

Das Meerschweinchen war jetzt auch öfter mit dem Mädchen
zusammen und wer weiss, vielleicht braucht es diese Frisur
irgendwann nicht mehr, weil es sich auch ohne ganz cool fand.


© geschrieben von Monika Minder


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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

27.01.2013 um 16:37



Vier Füsse, groß bis mittelklein,
gingen ihren Weg allein.
Nun gehen bald auf Schritt und tritt,
zwei winzig kleine Füsse mit.

(unbekannt)



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Gedichte, Gebete und Sprüche für Kinder

27.01.2013 um 16:38
Alles kann man nicht sagen

Wenn man eine Sternschnuppe sieht,
kann man sich etwas wünschen.
Aber man darf es nicht sagen,
weil es sonst nicht in Erfüllung geht.

Wenn ich mir wünsche, dass du mich
ganz unerwartet
an dich ziehst und mir über die Haare streichst,
kann ich es nicht sagen.

Wenn ich es sagen würde
und du es dann tätest,
wäre es überhaupt nicht,
was ich mir gewünscht habe.

Martin Auer


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