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Mann macht nichts im Haushalt. Was tun?

746 Beiträge, Schlüsselwörter: Mann, Freund, Haushalt, Putzen, Aufgaben

Mann macht nichts im Haushalt. Was tun?

04.08.2014 um 00:16
Warum wird immer wieder verlangt, der Faule solle an sich arbeiten? Warum kann nicht von der Fleißigen verlangt werden, sie solle sich zurückhalten und auf diesem Wege ihre Liebe zeigen?
Ist eine saubere, ordentliche Wohnung ein Indiz einer intakten Beziehung? Deutet Arbeit und Disziplin etwa darauf hin? Ein armer Tropf, wer daraus etwas abzuleiten glaubt.

Meist wird davon ausgegangen, der Mann zeige mit seinem Verhalten Desinteresse - was wiederum auf die Beziehung übertragen wird. Doch wer sagt, dass er nicht schon längst an sich arbeitet? Wer sagt, dass er nicht schon lange vor der Beziehung und dem gemeinsamen Zusammenleben ebenso passiv war? Erstens würde sich dadurch die Herangehensweise seiner Partnerin ändern, zweitens könnte das Verhalten nun nicht mehr als Affront innerhalb der Beziehung empfunden werden.

Wie so oft: aus vielen Beiträgen ist herauszulesen, wer von sich auf andere schließt.


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Mann macht nichts im Haushalt. Was tun?

04.08.2014 um 00:27
@niurick
Sehr treffend! Guter Beitrag.

Bei uns Zuhause schaut es ganz entspannt aus.
Obwohl meine andere Pärchenhälfte nichts tut.

Es hat rein gar nichts damit zu tun, dass er faul ist.
Er sieht die Dinge einfach nicht.
Und das ist für mich in Ordnung.

Er gibt sein Bestes, es steht aber kein böser "Frauenarbeit"-Willen dahinter.
Er hat einfach keinen Sinn für sowas.

Das ist dich nichts Schlimmes, wenn mich Dinge stören räum ich sie einfach weg,

Und gebe ich ihm konkrete Aufträge wie "Wasch bitte ab", dann klappt das auch.

Ich finde es bedenklich, wie soviele hier die Beziehung zum Scheitern verurteilen.

@Jingle
Liebe den Mann wie er ist, er meint es nicht böse.


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Mann macht nichts im Haushalt. Was tun?

04.08.2014 um 00:34
Jiry schrieb:Ich finde es bedenklich, wie soviele hier die Beziehung zum Scheitern verurteilen.
Einen bestimmten Fall erlebe ich beispielsweise bei meiner Schwester und ihrem Mann: für Fremde ist er stinkend faul, macht nichts im Haushalt, nimmt seiner Frau nichts ab. Wie gesagt: Fremde würden ihn so sehen.

Allerdings kenne ich meine zickige, launische Schwester, weiß, dass sie alles selbst machen möchte. Warum? Auf dem Weg bleibt sie Familienoberhaupt und behält das Sagen. So sieht sie eben ihre Rolle. Da sie gleichzeitig die Großverdienerin der Familie ist, passt das ideal in die Situation.
An der Stelle geht es mir nicht darum, wie gut oder schlecht das für deren Ehe ist. Es geht vielmehr darum, dass nicht jedes Verhalten auf den ersten Blick erkennbar ist. Es gibt durchaus so etwas wie Kalkül und perfide Pläne.


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Mann macht nichts im Haushalt. Was tun?

04.08.2014 um 01:15
@niurick

Schön rausgearbeitet. Und besonders perfide finde ich an solchen Menschen (meine nicht persönlich deine Schwester ) dass sie sich aufopfern, ich nenne das immer gern Märtyrerkomplex nur um scheinbar im nachhinein sagen zu können " Ich habe immer für euch gemacht und getan - und so dankt ihr es mir )

Das perfide ist eigentlich, dass solche Personen eine Schuldigkeit mit sich herumtragen ( aus der Kindheit ) und in allen Lebenslagen dominieren wollen um ihre Schuld abzutragen. Damit laden sie aber ohne dass sie es bewusst wollen anderen Schuld auf. Sie nehmen ihnen die Arbeit ab, ja - werten die der anderen sogar ab um sie selbst ausführen zu können. Sie schenken und geben ihre Leistung, ihr Geld ihre Zeit, und verlangen natürlich egal ob ausgesprochen oder unausgesprochen zumindest die Anerkennung dafür. Doch sie merken viel zu spät, dass was sie selbst geben um Einfluss nehmen zu können, um sich selbst Schuld abzutragen, geben andere im Gegenzug nicht zurück. Können sie garnicht.. Im Gegenteil, sie werden speziell auf der Arbeit mit nochmehr Aufgaben belastet und kriegen auch nicht die Anerkennung, dauerhafte Hochleistung wird bald als normal betrachtet. Diese geistige Beschaffenheit bietet beste Vorraussetzungen für das sogenannte Burnout-Syndrom.

-

Ich würd auch sagen, im Haushalt - leben und leben lassen..Beide sollten das Chaos in Grenzen halten und wegmachen was sie sehen..Und jeder hat eben seine Lieblingsaufgaben, und wer mehr Zeit hat der schwngt den Lappen oder den Staubsauger..Wenn dann ne Kaffeetasse rumsteht oder der Geschirrspüler voll ist, nicht meckern - selbst machen. Wenn beide so denken, und sich nicht mit überflüssigen Idealvorstellungen davon rumärgern wie es "eigentlich" sein sollte kann es klappen.

Wenn man allerdings so erpicht auf Ordnung ist, und der Partner/in da nicht mitmacht = Putze?!


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04.08.2014 um 08:55
Es ist aber auch wie verhext: Ordnung muss man machen, Unordnung entsteht von alleine. :D

Wenn mich was stört, räume ich es weg. Das ist viel weniger Arbeit, als jemanden anderen erst bitten zu müssen, es wegzuräumen.
Wenn es den anderen nicht stört, wird er es nur halbherzig wegräumen, z.B. das Glas vom Esstisch in die Küche, aber nicht in die Spülmaschine, und der Rand vom Glas bleibt dem Esstisch auch erhalten, sowie der Ärger über diese Nachlässigkeit, die den Anschein erweckt, man wolle mich ärgern.


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04.08.2014 um 09:42
niurick schrieb:Wie so oft: aus vielen Beiträgen ist herauszulesen, wer von sich auf andere schließt.
Aus deinem zum Beispiel.
Sehr überheblicher Beitrag, der einfach die "Nöte" der TE beiseite wischt mit seiner Besserwisserei.


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Mann macht nichts im Haushalt. Was tun?

04.08.2014 um 13:09
@DeadPoet

Das mit dem Aufopfern spielt bei meiner Putzerei auch eine gewisse Rolle. Aber nicht, um mir eine Plattform fürs Jammern und Vorwerfen zu schaffen, vielmehr als eine Form der Hilfsbereitschaft. Ich spreche insofern vom Opfern, weil mir klar ist, dass dieser Gefallen nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Es ist eine Einbahnstraße.

Meine Motivation ist in der Summe sehr umfangreich – das hat mir meiner Vorliebe für Ordnung zu tun, mit meinem Sport, Hilfsbereitschaft, Angeberei, Gewohnheit, Disziplin. Dafür, ob ein Mensch nun putzt oder nicht, gibt es also unzählige (Hinter-)Gründe, Blickwinkel und Motive. Den kleinen Exkurs gewähre ich nicht, damit die Allmy-Gemeinde erfährt, wie ordentlich es bei mir ist. Ich mache es vor allem, weil ich unsinnige Ferndiagnosen, die darüber mutmaßen, wie lange eine Beziehung halten wird, für lächerlich und oberflächlich halte. Du weißt das, ich weiß das. Es gibt nicht viele, die das verstehen.

Kurz zurück zu meiner Schwester und ihren Motiven: sie verdient den Löwenanteil des Geldes, der ihrer Familie zur Verfügung steht. Mit ihrem Beruf ist auch entsprechend Stress, viel Arbeitszeit, Fahrerei usw. verbunden. All das verlangt natürlich viel Energie, Energie, die sie sich durch ihre kleine Rolle als Familienoberhaupt selbst zuführt. Wenn sie nicht die Gewissheit hätte, dass der Laden nach ihrer Pfeife tanzt, fiele ihr das allmorgendliche Aufstehen sicherlich schwerer. Ihre Rolle ist nicht ihr Antrieb, das ist nach wie vor ihre Familie. Die Rolle scheint aber ihr Weg der Umsetzung zu sein.


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04.08.2014 um 13:11
@groucho

Dann geh' doch mit gutem Beispiel voran und widme dich den angeblichen Nöten der Threaderstellerin.


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Hulk2000
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Mann macht nichts im Haushalt. Was tun?

04.08.2014 um 13:14
@Jingle
Tja. Dann sollte man sich genau überlegen, was man als nächstes tut in diesem Zusammenhang oder will man ewig Putzmittel kaufen?


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Mann macht nichts im Haushalt. Was tun?

04.08.2014 um 14:01
niurick schrieb:Dann geh' doch mit gutem Beispiel voran und widme dich den angeblichen Nöten der Threaderstellerin.
Wow, willst du eine Weltmeisterschaft in Überheblichkeit gewinnen? :D

"angebliche" Nöte....soso
Und davon abgesehen, habe ich mich diesbezüglich schon ganz am Anfang des Threads geäußert. ;-)


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Mann macht nichts im Haushalt. Was tun?

04.08.2014 um 14:12
@groucho

Soll ich es Tipps nennen, die du gibst? Gut, nennen wir sie also Tipps.
Jemandem eine Trennung vorzuschlagen - das entspricht in deinen Augen einer ordentlichen Ferndiagnose?

Gehörst du vielleicht selbst zu den Verbitterten, die hier schreiben, wozu sie sich im Privatleben nicht aufraffen können? Wie aufrichtig sind deine Tipps also im Endeffekt?


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Mann macht nichts im Haushalt. Was tun?

04.08.2014 um 14:22
@niurick
@DeadPoet
Ihr beiden redet mir aus der Seele ^^
Es ist schön wenn andere einen auch verstehen, oder zumindest analysieren können.
Ich weiß nicht woher mein Ordnungs- und Sauberkeitsdrang kommt. Früher war ich niemals so extrem (für meine Verhältnisse). Da gab es im Leben wohl einfach einen Auslöser..
Diese Hochleistung betrifft bei mir auch nicht nur die Wohnung. Es betrifft alles im Leben. Ich will auch immer 200% geben wenn möglich. Manchmal reichen mir die 16-18 Stunden am Tag nicht um meine Erledigungen (egal welcher Art) zu erfüllen.
Klar ist mir auch, dass man dann für einen Zusammenbruch vl. anfälliger ist. Im Moment ist es natürlich nicht so. Aber wer weiß.

Und tatsächlich ist es am Ende so, dass mein Partner zB. nicht die selbe Sichtweise auf den Haushalt hat wie ich. Wenn ich 1x über den Staubsauger steigen muss stört mich das schon, aber mein Partner kann noch 10x drübersteigen. Das macht ihm nichts aus. Daher sind die Sichtweisen auf die Hausarbeiten eben unterschiedlich.
allmotlEY schrieb:Das ist viel weniger Arbeit, als jemanden anderen erst bitten zu müssen, es wegzuräumen.
Genau. Mein Schatz sagt auch immer ich soll ihm sagen was zu tun ist. Nur ist es für mich mühsamer 10 Anweisungen zu geben, die mir dann eh nicht passen, weil man es mir nicht recht machen kann ^^ Es ist einfach schwierig. Alles will man dann doch nicht alleine machen..

Ich werde es weiterhin versuchen wie @Jiry zu machen. Sie hat wohl den selben Mann wie ich ^^ :)


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Mann macht nichts im Haushalt. Was tun?

04.08.2014 um 14:40
@liaewen
liaewen schrieb:Da gab es im Leben wohl einfach einen Auslöser..
Die gab es in meinem Leben auch, nur wären sie wohl nichts für den Thread. Meine Gründe kenne ich sehr gut, darum denke ich auch nicht mehr viel über sie nach. Das Putzen begleitet mich, seitdem ich 11 war.

Inzwischen erfüllt die Putzerei bestimmte Aufgaben: sie hält mich fit, weil ich daraus einen Sport gemacht habe. Dadurch putze ich erstens sehr schnell und habe zusätzlich ein wunderbares Stretching vor und/ oder nach dem Sport. (Das ungeliebte Warmmachen fällt somit weg.)

Meine Wohnung ist zudem mein Refugium: sie ist Erholungs- und Rückzugsort, gelegentlich auch Ort der Arbeit. Ich brauche Ordnung und Sauberkeit, damit ich mich dem Geldverdienen widmen kann. Das hat Priorität. Es würde mich ablenken und wahnsinnig machen, würde mir ständig durch den Kopf gehen: du musst nachher noch saugen, du musst die Dusche saubermachen, du musst Staub wischen. Ich erledige gleich morgens meine Putzaufgaben und habe dadurch den Kopf frei für die wichtigen Dinge.

Es ist nicht so, dass ich gerne putze, ich habe es nur gerne sauber. Ich hab' ja keinen an der Klatsche, falls du das denkst.


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Mann macht nichts im Haushalt. Was tun?

04.08.2014 um 14:55
@niurick
Oh, das ist aber echt früh.. Bei mir war es sehr spät. 20 aufwärts. Obwohl ich schon immer einen Ordnungsdrang hatte.

Das mit dem Sport klingt natürlich toll. Kann es mir gerade zwar nicht vorstellen, aber wenn man sich dabei gut fühlt, warum nicht. Immerhin bewegt man sich genug beim Putzen. Habe ich auch gemerkt, nachdem ich jeden Winkel in der Küche geputzt hatte. Muskelkater^^

Gerade wenn es für die Arbeit wichtig ist kann ich das mehr/besser nachvollziehen. Immerhin musst du dich ja konzentrieren. Und der Dreck/die Unordnung hängt einem einfach ständig in den Gedanken rum. Da kann man nicht mehr ruhig sitzen und weitermachen. Zumindest ist es bei mir so. Für mich kommt zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen (zB. wenn ich zocken möchte o.ä.)

Und jemand hier im Thread hat geschrieben, dass man mal umgekehrt denken sollte. Diese ständige Putzerei oder dieses "gerne sauber haben" betrifft ja nur einen Partnerteil. Dann müsste es ja auch dieser so sauber halten und den anderen für seine eigenen Tick (oder wie auch immer) zwingen gleich zu handeln. Das nehme ich mir mal zu Herzen.

Nein das denke ich natürlich nicht.


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04.08.2014 um 14:57
niurick schrieb:Warum wird immer wieder verlangt, der Faule solle an sich arbeiten? Warum kann nicht von der Fleißigen verlangt werden, sie solle sich zurückhalten und auf diesem Wege ihre Liebe zeigen?
Hm... ich weiß nicht, ob das funktioniert, wenn die Charaktere in Sachen "Häußlichkeit" so unterschiedlich sind.

Ich finde nicht, dass @Jingle jetzt unmögliches verlangt oder aber eine besondere Strenge aufweist. Sie will einfach nur, dass er eben ein wenig sich am Haushalt beteiligt... das ist völlig verständlich und ich finde, das hat jetzt auch nicht mit groß damit was zu tun, dass sie ihn jetzt verbiegen will.

Wäre das jetzt eine Wohngemeinschaft und keine Partnerschaft, würdet ihr das dann genau so sehen, dass er sich nicht verbiegen soll? Bei einer Wohngemeinschaft sieht jeder es als selbstverständlich an, dass jeder seinen Beitrag am Haushalt leistet.

Also... ich bin beispielsweise ein Mensch, der, wenn er sich nicht dazu zwingt, leider schnell viel Unordnung im Haushalt hat... ich weiß das und versuche jetzt immer gegenzusteuern... klappt nicht immer, aber es ist viel besser als früher geworden. Aber... ich muss mich dazu zwingen, von alleine klappt das einfach nicht, weil ich eben im Grunde meines Charakteres einfach ein unordentlicher Mensch bin.

So... ich finde jetzt nicht, dass ich mich groß verändert habe, weil ich jetzt mehr darauf achte, Ordnung zu halten... ich bin immer noch derselbe unordentliche Mensch, der eben jetzt sich bewußt gemacht hat, dass ich so nicht weitermachen konnte wie bisher.

Ich finde, um wieder den Bogen zu @Jingle zu schlagen, dass sie sehr wohl verlangen und erwarten kann, dass ihr Mitbewohner (und das ist er, neben der Partnerschaft, einfach auch) seinen Teil zum Haushalt beiträgt.

Natürlich kann man ihr vorwerfen, dass sie ihn schon vorher so kennen gelernt hat, aber wissen wir das wirklich? Manchmal offenbart sich die Persönlichkeit einen Menschen in seinen ganzen Facetten erst später, wenn man dann zusammengezogen ist. Und... wenn man die Wohnung des anderen in einem unordentlichen Zustand kennengelernt hat, kann man ja dennoch darauf hoffen, dass es anders wird, wenn man erst einmal zusammengezogen ist.

Zudem... jeden Fallstrick vorher zu erkennen, bevor man zusammengezogen ist, das ist doch nun wirklich etwas zu viel verlangt, oder?

Also... ich weiß nicht, wenn es sich nicht wenigstens etwas bessert an der ganzen Situation, dann sehe ich eigentlich als beste Alternative, sich zwei Wohnungen zu nehmen... das muss ja auf keinen Fall irgendeine Trennung bedeuten, oder? Ich habe auch bei meiner letzten Beziehung meine Wohnung behalten und das war auch gut so... denn meine Freundin damals war eine sehr ordentliche Frau... ich hätte sie in eine Katastrophe gestürzt, wenn ich mit meiner Unordentlichkeit mit ihr zusammengezogen wäre.

Eine Putzfrau wäre auch eine Alternative... ich weiß aber nicht, würde ich irgendwie nicht wollen... weiß auch nicht richtig warum, aber kann für das Paar ja eine echte Möglichkeit sein.

Am besten ist aber, sich wieder eine eigene Bude zu suchen (wenn die finanziellen Mittel das erlauben) und das kann wirklich wieder zu mehr Lebensqualität auf beiden Seiten führen. Jedenfalls ist das besser, diesen Schritt zu machen, bevor man sich nur noch fetzt.


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04.08.2014 um 15:16
@Jiry
Jiry schrieb:Bei uns Zuhause schaut es ganz entspannt aus.
Obwohl meine andere Pärchenhälfte nichts tut.

Es hat rein gar nichts damit zu tun, dass er faul ist.
Er sieht die Dinge einfach nicht.
Und das ist für mich in Ordnung.

Er gibt sein Bestes, es steht aber kein böser "Frauenarbeit"-Willen dahinter.
Er hat einfach keinen Sinn für sowas.

Das ist dich nichts Schlimmes, wenn mich Dinge stören räum ich sie einfach weg,

Und gebe ich ihm konkrete Aufträge wie "Wasch bitte ab", dann klappt das auch.

Ich finde es bedenklich, wie soviele hier die Beziehung zum Scheitern verurteilen.
Finde ich toll, dass du das so entspannt sehen kannst... und ihn auch in seiner Persönlichkeit einfach richtig einschätzt... es ist nämlich wirklich so... die Unordentlichen (bin ich ja auch) sehen einfach manche Dinge nicht, die euch ordentlichen Menschen sofort auffallen... da steckt wirklich kein böser Wille dahinter... dann muss man uns einfach darauf aufmerksam machen und die Sache klappt.

Aber... nicht jeder Mensch ist eben so gestrickt wie du... andere Menschen wollen einfach, dass ein Mitbewohner die Sachen, die wegzuräumen sind, von selber sieht und haben auch keine Lust darauf, ständig dem anderen zu erzählen, was er zu tun hat, damit es einigermaßen sauber und vernünftig zu Hause aussieht... und fühlen sich auch ausgenutzt vom anderen, ob er etwas dafür kann oder nicht, ist dann erst einmal zweitrangig, finde ich.

Das Ergebnis ist immer das gleiche, der andere muss für seinen Mitbewohner in der Regel mitarbeiten... und darauf hat eben nicht jeder Lust und sieht es auch nicht so locker und entspannt. Man/frau will ja auch nicht immer die "böse" sein, die den anderen piesackt und antreibt... das ist eine Rolle, die man/frau dann auch selber nicht möchte und einen selber ankotzt.

Daher... wenn die Persönlichkeiten in dieser Frage so aber gar nicht zueinander passen, ist eine Partnerschaft, die sich die 4Wände in einer Wohnung teilen, gefährdet, in die Brüche zu gehen... und DA sehe ich dann eben am besten die Möglichkeit, dass jeder sein ganz eigenes Reich bekommt... und dort kann er, in der Regel, dann auch so sein, wie er ist und ungezwungen und störfrei leben.

Dennoch kann man sich genau so weiter sehen und lieben... und der Streß mit der gemeinsamen Wohnung sollte zumindest abnehmen... wenn nicht gar ganz aufhören.


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Mann macht nichts im Haushalt. Was tun?

04.08.2014 um 23:46
@niurick

Ja, Opfer und Täter zu gleichen Teilen. :D Es scheint ähnlich wie im Energieerhaltungssatz, alles hat im Kreislauf zu verbleiben. Nur werden die Kräfte umgewandelt..

Das was Du beschreibst ist ja die ungezügelte Motivation, die entspringt aus bestimmten Erfahrungen der frühen Vergangenheit. Das ist grundsätzlich genauso wenig schlecht wie gut. Man muss als erwachsener Mensch damit umgehen lernen, so dass man selbst und andere nicht drunter leiden.
Denn der "Märtyrer" wird meist nicht als solcher gesehen, sondern als "Diktator", hart, schroff oder ungerecht, launisch usw. Das ist nicht so schön, erzeugt viel Druck allerseits und meistens wird erst dann was geändert wenn einem das Ganze auf die Füße fällt.

@liaewen

Meine Verlobte hat auch dieses "Gen"..allerdings sind wir schon sehr lange zusammen und wir haben uns auf einander zu bewegt. Wie ich oben schon schrieb, macht jeder dann das was ihm am ehesten liegt, und nagut, dann bleibt halt mal was stehen. Ich habe genug Negativbeispiele von Menschen die unheimlich bedacht auf Ordnung und Sauberkeit sind, aber in ihrem Inneren herrschen potemkinsche Dörfer. Es ist unbedingt wichtig, in allen Bereichen des Lebens Spielräume und Toleranzen zuzulassen. Wenn es nur so sein muss wie in der Idealvorstellung und nicht anders, wenn einen etwas anderes ärgern und wurmen würde, dann läuft da was falsch. Der Alltag muss funktionieren, und es soll harmonisch sein. Das geht immer vor.


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25h.nox
ehemaliges Mitglied

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Mann macht nichts im Haushalt. Was tun?

05.08.2014 um 01:22
@Jingle wer zahlt den die miete?


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Mann macht nichts im Haushalt. Was tun?

05.08.2014 um 02:03
@25h.nox

Es ist doch völlig egal, wer was bezahlt, oder wer für was wieviel mehr Zeit hat als der Andere. Im Haushalt sorgen normalerweise beide Partner von sich aus dafür, dass es schön ist; man will ja immerhin zufrieden drin leben.

Wenn es aber so nicht funktioniert; wenn einer nichts macht, und der Andere nicht alles machen möchte, dann sollten eigentlich alle Alarmglocken angehen.

Das kann so nichts werden mit den beiden.


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Mann macht nichts im Haushalt. Was tun?

05.08.2014 um 07:28
25h.nox schrieb:wer zahlt den die miete?
Wer den Thread von Anfang an gelesen hat, weiß das.


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