Cpt.Germanica schrieb:(Und darüber, Kindergartenkinderm die aktuelle Unzahl an Geschlechtern und ihre Besonderheiten spielerisch näher zu bringen und auswendig lernen zu lassen?)
Wo genau wird denn das gemacht?
Auswendig lernen?
Wie hoch ist diese Anzahl der Geschlechter?
Ich kenne eher:
- Pärchen aus Mann und Mann, Frau und Frau kommen genauso wie solche aus Mann und Frau in Kindergeschichten vor
- Kinder die gleichgeschlechtliche Pärchen malen werden nicht "korrigiert" (früher war das so... selbst wenn man zwei Bräute gemalt hat weil man Brautkleider schöner findet als Anzüge)
- Kinder die spielerisch "Heiratswünsche" nennen werden nicht mehr "korrigiert" (früher war das so...)
- Kinder lernen dass Berufe nicht vom Geschlecht abhängen anstatt wie früher "korrigiert" zu werden
- Kinder werden nicht "korrigiert" wenn sie das "falsche" Kleidungsstück aus der Verkleidungskiste holen oder die "falsche" Verkleidung für den Kinderfasching basteln wollen
- Kinder lernen ggf., dass es Menschen gibt sie sich nicht sicher sind ob sie Junge oder Mädchen sind (dass Kinder etwas lernen das in ihrem Umfeld ggf. nicht vorkommt finde ich kindergartentypisch, das sollte ruhig dazu gehören - auch zu meiner Kindergartenzeit wurde z.B. nicht ausgespart dass es behinderte Kinder gibt oder dass nicht alle dunkelhäutigen Menschen Afrikaner sind sondern genauso z.B Deutsche sein können, obwohl ich persönlich tatschlich keine kannte)
In meiner Kindheit bestanden Pärchen in Geschichten stets aus Frau und Mann. Berufswünsche, selbst ganz kindliche, wurden geschlechtsentsprechend "korrigiert". Verkleidungswünsche, wenn nicht geschlechtsstereotyp, wurden Kindern ausgeredet.
War das besser? (Ich finde: Nein.)
Dagegen, Kinder sexuell zu indoktrinieren, bin ich klar auch. Nur ist es das bisherige Kindergartenverhalten (Ein Pärchen ist Mann und Frau, Junge und Mädchen. Punkt! Als Frau diese Berufe, als Mann jene!) erst recht, da es in die sich ganz natürlich entwickelnde Entwicklung von Rollenfindung, Persönlichkeitsentwicklung (mag ich dieses Hobby? ziehe ich mich gerne bunt-verspielt an oder eher praktisch?) und später Liebe und Sexualität eingreift. Kindlich-naiv-berechtigte Frage: "Wenn ich den xyz lieb habe, warum geht das nicht?"
Ich finde es übrigens immer wieder höchst interessant, dass heterosexuelle Paare nicht als primär "sexuell" sondern als Lebensgefährten, soziale Partner gesehen werden, Heirat und Schwangerschaft und Geburt als soziale Ereignisse gelten und all dies als kindergeeignet gilt (entsprechende Puppen, entsprechende Inhalte von Märchen und anderen Geschichten) - aber wehe das sind nicht Mann und Frau, dann wird's richtig sexuell!
Auch gerne "Sexualität hat am Arbeitsplatz nichts zu suchen". Sehe ich erstmal auch so: was da zwei (oder einer oder drei oder...) im Bett (oder sonstwo) tun ist privat. Wenn es aber normaler Pauseninhalt ist, den gegengeschlechtlichen Partner zu erwähnen ("Mein Mann hat sich auch so ein Fahrrad gekauft", "Ich muss meine Frau vom Arzt abholen"), in manchen Unternehmen auch ein Foto des frischvermählten Paares oder des gerade geborenen Babies seine Runde im e-Mail-Verteiler macht, Pärchenfotos auf Schreibtischen stehen... selbiges aber bei gleichgeschlechtlichen Partnern immer wieder als "sexuell" gesehen wird.... ja, dann wundere ich mich schon.