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Generation Altersheim 2.0

83 Beiträge, Schlüsselwörter: Pflege, Generation, Altersheim

Generation Altersheim 2.0

04.03.2016 um 10:37
stanmarsh schrieb:Manchmal achte ich sogar darauf, ansonsten Schritt zu halten und verfolge die neuen Entwicklungen sehr aufmerksam. Momentan ist das kein Thema, ich habe Freude z.B. an der Ablösung des klassischen Fernsehens durch Streaming oder dem Wechsel von Festnetztelefon auf ausschließlich Smartphone.

Aber vielleicht ändert sich das in den nächsten 20 Jahren noch mal deutlich und ich muss dann auch wieder Kurse im Altersheim belegen um die moderne Welt zu verstehen.
Ich kann auch noch einigermaßen mithalten. Facebook nutze ich nur rudimentär, weil... ich weiß eigentlich gar nicht "warum" ich da nicht so oft bin.

Ich denke mir, dass da schon viele Dinge sind, die ich schon gar nicht mehr mitbekomme, weil ich eben schon etwas älter bin und eben nicht mit Jugendlichen rumhänge... aber ich glaube, dass muss man einfach, wenn man wirklich alles mitbekommen möchte.

Ich glaube, wir werden später schon "technik-offen" sein, aber wenn dann in ein paar Jahrzehnten unser Ruhestand ansteht, sind schon wieder ganz andere Sachen "in" und "hip", die wir auf dem Weg dahin nicht mehr so richtig mitbekommen haben.

Oder aber... wir interessieren uns weiterhin für einfach alles neue.


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04.03.2016 um 11:12
@Fenris
Fenris schrieb:Gibt es im Altenheim inzwischen fließend Warmwasser?
Gibt es im Altenheim inzwischen Strom?
Gibt es im Altenheim inzwischen Telefone?
Gibt es im Altenheim Handys/Smartphones?
Gibt es im Altenheim Pcs?
Warmwasser und Strom gibt es.

Telefon nur für den, der es privat bezahlt, und da wird es so leise gestellt, dass es ja keinen stört, auch nicht den Bewohner. Habe dann beim Telefon meiner Mutter den Lautstärkeknopf mit einem Tropfen Sekundenkleber arretiert :troll:

Es fehlt die Frage:
Gibt es im Altenheim inzwischen Fernsehen?
Ja, aber reduziert auf nicht mal eine handvoll Programme.


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04.03.2016 um 11:15
@Dini1909

Während eines Praktikums in einer Einrichtung für ältere Menschen habe ich erfolgreich mit PC und Internet mit denen gearbeitet. Unter meinen Betreuten waren viele Geflüchtete. Mit denen habe ich dann dank Google Maps, Streetview etc. die Stätten ihrer Jugend in Ostpreussen, Schlesien etc. virtuell besucht und eine Menge interessanter Gespräche geführt. Wir haben Musik gehört, Bilder beguckt, Glückwunschkarten gestaltet, Emails verschickt etc. - ist ja nicht so, dass man ab 65+ nicht mehr für Neues aufgeschlossen ist. Man muss den Menschen nur die Möglichkeit geben.

Wenn eine Einrichtung Wert auf einen hohen Standard legt, wird sie immer mit der Zeit gehen.


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04.03.2016 um 11:26
@moric
moric schrieb:Ich glaube, wir werden später schon "technik-offen" sein, aber wenn dann in ein paar Jahrzehnten unser Ruhestand ansteht, sind schon wieder ganz andere Sachen "in" und "hip", die wir auf dem Weg dahin nicht mehr so richtig mitbekommen haben.
Seit ein paar Monaten lese ich den Großteil meiner Bücher auf einem Ebookreader. Hätte ich nie gedacht, dass es mal so weit kommt. Jetzt möchte ich zumindest für Bücher ohne Illustrationen nichts anderes mehr. Es ist so unendlich praktisch, insbesondere das leidige Thema richtige Beleuchtung am Abend ist erledigt, weil der Reader selbst leuchtet, was sehr angenehm für die Augen ist.

Die Frage stelle ich mir aber, hört das irgendwann mal auf?

Im Verwandtenkreis habe ich einen ü80er, der die "Computerei" in den 60ern von der Pike an gelernt hat. Er war von Anfang an dabei mit Lochkartenmaschinen und systemnaher Programmierung, versteht das Prinzip Computer auf Transistorebene.
Als die ersten x86er Rechner in den 80ern auf den Markt kamen, kaufte er sich sofort einen. Damals kostete so eine Maschinerie mit allem Drum und Dran so viel wie ein Mittelklassewagen.

Irgendwann hat er dann an der Weiterentwicklung das Interesse verloren. Internet, moderne Betriebssysteme usw. damit tut er sich relativ schwer, obwohl er sonst geistig und körperlich total auf der Höhe ist und immer noch in seiner alten Entwicklerumgebung programmiert.


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04.03.2016 um 11:39
stanmarsh schrieb:Im Verwandtenkreis habe ich einen ü80er, der die "Computerei" in den 60ern von der Pike an gelernt hat. Er war von Anfang an dabei mit Lochkartenmaschinen und systemnaher Programmierung, versteht das Prinzip Computer auf Transistorebene.
Als die ersten x86er Rechner in den 80ern auf den Markt kamen, kaufte er sich sofort einen. Damals kostete so eine Maschinerie mit allem Drum und Dran so viel wie ein Mittelklassewagen.

Irgendwann hat er dann an der Weiterentwicklung das Interesse verloren. Internet, moderne Betriebssysteme usw. damit tut er sich relativ schwer, obwohl er sonst geistig und körperlich total auf der Höhe ist und immer noch in seiner alten Entwicklerumgebung programmiert.
DAS ist ein sehr gutes Beispiel... ich denke mal, dass es sich mit uns auch so verhalten könnte.

Die jetzige Entwicklung bezüglich Computer bekomme ich noch einigermaßen mit, weil ich gerne spiele auf dem Rechner mache... allerdings viel, viel weniger als früher.

Dennoch... ich habe TOTAL den Überblick verloren, welche Grafikkarte jetzt die beste momentan ist und welche am besten für meinen Rechner passt.

Diese ganzen Versionsnummern... oh man, da kommt doch keine Sau mehr mit.

Im Moment kümmere ich mich auch nicht mehr darum, da ich tatsächlich noch ein älteres Betriebssystem auf meinem Rechner habe... ich rüste aber in der nächsten Zeit um... und warum? Weil ein Spiel bald auf den Markt kommt, dass ich unbedingt zocken will (Warhammer Total Wars).

Dann werde ich mich wieder mit den Grafikkarten-Typen herumschlagen müssen, aber große Lust habe ich nicht dazu.

Übrigens zocken am PC... DA kann ich schon lange nicht mehr mithalten... damals habe ich noch gut mithalten können, mit Quake, DOOM und Unreal Tournament.

Doch jetzt... wenn ich so sehe, wie gut die Spieler von heute die Ego-Shooter-Szene beherrschen, will ich da nicht mehr mitmischen... ist mir einfach zu viel, zu schnell geworden... ich kann und will da nicht mithalten... ich denke, das gehört auch in die Rubrik "Ne, das ist was für die Jugend".


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04.03.2016 um 11:44
@moric

Ja, man muss dran bleiben, sonst wird die Hürde des Wiedereinstiegs zu groß. So bin ich direkt auf Win10 gewechselt, betreibe nebenher noch ein Ubuntu und verfolge immer mal wieder die Hardwareentwicklung.

So kompliziert und vor allem teuer ist das zum Glück ja auch nicht mehr, richtige Inkompatibilitäten wie das früher an der Tagesordnung war, gibt es fast nicht mehr. Man wählt die CPU, die bestimmt den Sockel und damit das Board+Ram und die Grafikkarte kauft man in der Mittelklasse.


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04.03.2016 um 11:50
stanmarsh schrieb:So kompliziert und vor allem teuer ist das zum Glück ja auch nicht mehr, richtige Inkompatibilitäten wie das früher an der Tagesordnung war, gibt es fast nicht mehr. Man wählt die CPU, die bestimmt den Sockel und damit das Board+Ram und die Grafikkarte kauft man in der Mittelklasse.
Ich denke auch, dass man da schnell wieder einsteigen kann, wenn man nicht ZU lange raus ist.

Daher... ist eine PC-Umrüstung wegen einem modernen Spiel, dass man gerne zocken will, eine gute Sache, um am "Ball" zu bleiben.

Die Unterhaltungsindustrie, insbesondere auf dem Computer- und Konsolenmarkt, hat ja auch die Senioren längst erreicht... nicht so ausgiebig wie bei der jüngeren Zielgruppe, das wird auch nie gleich ziehen... aber dennoch, es gibt eine Menge Senioren, die auch zocken... ich weiß nicht, wie viele, aber es gibt sie.

Hm... hauptsächlich ging das ja mit der "Wii" los... in Seniorenheimen wird diese ja schon benutzt, um die Menschen spielerisch leicht in Bewegung zu versetzen. Ich finde das klasse, weil man sich ja dann wiederum in einfacher Weise und mit Spaß mit den neuen Technologien auseinander setzt.

Also... für mich ist das so eine Art "Traum"... im Seniorenheim später zu sein und den ganzen Tag spielen... aber nicht nur solche Computer-Gesellschaftsspiele wie mit der Wii, sondern auch Brett- und Kartenspiele.

Das wäre so mein Traum vom Ruhestand... ich spiele einfach sehr, sehr, sehr und nochmal sehr gerne... ob Brett- Kartenspiele oder am Computer... da passt alles für mich... und richtig super wäre es, wenn meine besten Kumpels aus meiner Spielgruppe mit dabei wären... :-)

Wir haben uns damals, in den frühen 80er beim Pen & Paper Rollenspiel kennen gelernt und sind Freunde fürs Leben geworden.


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04.03.2016 um 11:52
Ich hoffe ja, die Frage Altersheim wird sich mir nie stellen. Denn ich werde keinesfalls freiwillig in ein solches ziehen. Und wenn man mich zwangseinweist, dann bin ich hoffentlich so gaga in der Birne, dass ich vergessen habe, was ein Computer ist.


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04.03.2016 um 11:58
emz schrieb:Ich hoffe ja, die Frage Altersheim wird sich mir nie stellen. Denn ich werde keinesfalls freiwillig in ein solches ziehen.
Ich weiß nicht so genau, warum das denn so schlimm sein soll, in einem Seniorenheim zu sein... man hat doch da jeden Tag Menschen, mit denen man sich unterhalten und, wie schon erwähnt von mir, spielen kann... oder etwas unternehmen... ist nie einsam und hat Menschen um sich, kann von seinen Kids und Enkeln besucht werden und und und.

Wenn ich die Kohle habe, werde ich das früh genug in Erwägung ziehen, dort mich einzuquartieren... aber ich glaube, ich werde die Kohle eben nicht haben... was die dort verlangen, ist einfach unbezahlbar.

Wer hat denn im Alter eine Rente von mind. 3.000 Euro monatlich? Doch nur sehr wenige, nehme ich mal an.

Meine Rente wird schon nicht so wenig sein, wenn ich das momentan richtig überblicke, aber von 3.000 Netto monatlich wird sie entfernt sein.


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04.03.2016 um 12:03
Liebe Nachgeborene, glaubt doch nicht, dass Ihr noch sowas wie Rente bekommt. Seniorenheim? Pah, Optimisten! Biotonne!!


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04.03.2016 um 12:16
Tja, echt lieb, was die Jugend für Vorstellungen vom Alter hat.
Den ganzen Tag mit Computerspielen verbringen hat was. Da geht es dann rapide abwärts und der Bewohner wird recht schnell morbid und immobil. Zieht bei Bettlägerigkeit schnell mal einen Dekubitus mit sich. Oder so eine kleine Lungenentzündung.
Aber das wirkt sich höchstens günstig auf die Sterbezahlen aus.

Macht euch lieber Gedanken, wie viel euch vom eigenen Geld in Heimen gelassen wird. :troll:
Und ob ihr euch dann eure Wünsche bezüglich Computer & Co überhaupt noch leisten könnt.


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04.03.2016 um 12:16
@moric
Meine Mutter hatte ihren 96sten Geburtstag. Ich habe sie besucht. Nachmittagskaffee. Die etwa gleichaltrigen Mitbewohner saßen da und glotzten vor sich hin. Da spricht keiner mit dem anderen. Da kommt mal ein Kind, Enkel, vorbei, setzt sich dazu, lächelt und das war's. Da ist keine Kommunikation mehr gegeben.

Wann gehen denn Leute ins Altenheim, dann, wenn sie nicht mehr am normalen Leben teilnehmen können. Vorher bleiben sie im eigenen Umfeld.


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04.03.2016 um 12:21
@emz

Ein Problem, das ich leider häufig bei älteren Leuten beobachtet habe: Sie verlieren die Fähigkeit zum Zuhören. Sie haben häufig nur wenig Interesse an den Berichten ihrer Enkelkinder, viel mehr wiederholen sie ihre Sicht der Dinge und ihre Anekdoten zum hundertsten Mal.
Deswegen gibt es auch oft wenig Kommunikation zwischen älteren Leuten.


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04.03.2016 um 12:25
Manchmal liegt's aber auch nur daran, dass die Batterien vom Hörgerät mal wieder leer sind.


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04.03.2016 um 12:33
@stanmarsh
stanmarsh schrieb: viel mehr wiederholen sie ihre Sicht der Dinge und ihre Anekdoten zum hundertsten Mal.
Wenn sie dazu noch in der Lage sind, ist das doch wunderbar. Aber oft reicht es nicht mal dazu, denn die wissen gar nicht, wer ihnen da gegenüber sitzt.

@Doors
Oder das Hörgerät ist einfach nur unbequem.'Sprich so, dass ich dich verstehe'.


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04.03.2016 um 12:37
@emz

Gern erinnere ich mich einer verschmitzt lächelnden gehbehinderten Dame Ende 70, die mich bat, ihr Batterien zu besorgen. Die waren dann allerdings nicht für ihr Hörgerät, sondern für ihren Vibrator.

Ist ja nicht so, dass Menschen aufhören zu leben, nur weil sie ein bestimmtes Alter überschritten haben oder auf Grund bestimmter Einschränkungen eine stationäre Einrichtung dem häuslichen Wohnen vorziehen.


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04.03.2016 um 12:38
@Doors

Wenn es nicht so schade wäre, könnte man fast lachen. Ich kenne Fälle, da wird das Hörgerät extra abgeschaltet, weil sie keine Lust haben zuzuhören.

@emz

Ich rede hier nicht von Fällen mit Demenz sondern von Leuten die noch ziemlich fit sind.
Vielleicht fehlt es den Menschen an der Übung, denn soziale Interaktion muss ständig geübt werden und diese kann man auch verlernen. Ich denke es liegt aber auch am Alter selbst. Man hat so vieles erlebt und kennt so viele Geschichten und Spielarten des Lebens, dass Neuigkeiten eigentlich gar keine Neuigkeiten sind, sondern die tausende Wiederholung, diesmal in grün.

Ich beobachte das in Teilen auch schon bei mir. So langweilen mich mittlerweile viele Filme. Das hat nicht nur mit dem üblichen Hollywoodwahnsinn zu tun, sondern weil Geschichten eben immer ähnlich aufgebaut sind. Das wussten ja bereits die alten Griechen.


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04.03.2016 um 12:40
emz schrieb:Meine Mutter hatte ihren 96sten Geburtstag. Ich habe sie besucht. Nachmittagskaffee. Die etwa gleichaltrigen Mitbewohner saßen da und glotzten vor sich hin. Da spricht keiner mit dem anderen. Da kommt mal ein Kind, Enkel, vorbei, setzt sich dazu, lächelt und das war's. Da ist keine Kommunikation mehr gegeben.

Wann gehen denn Leute ins Altenheim, dann, wenn sie nicht mehr am normalen Leben teilnehmen können. Vorher bleiben sie im eigenen Umfeld.
Bei meiner Oma habe ich leider das auch so feststellen können... wenn ich zu Besuch kam, dann saßen alle im Aufenthaltsraum, aber niemand schien mit dem anderen zu reden.

Sie saßen alle irgendwie still vor sich hin und starrten nach vorne... jedenfalls habe ich das so wahr genommen.

Allerdings... ich kann mir nicht vorstellen, dass das immer so ist... ich habe beispielsweise gesehen, dass viel dort auch angeboten wurde... so Fahrten nach draußen, irgendwelche Unternehmungen draußen halt.

Es kann auch sein, dass diejenigen, die dort stumm im Aufenthaltsraum sitzen, schon wirklich die sehr viel älteren sind, die einfach nicht mehr so gut zu Fuß sind, und diejenigen, die draußen noch etwas gemeinsam unternehmen, wir so, als Besucher, nicht unbedingt zu Gesicht bekommen.


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04.03.2016 um 12:41
@stanmarsh
Aber wer denn, bitteschön, geht denn in ein Altersheim, wenn er noch ziemlich fit ist?


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04.03.2016 um 12:43
emz schrieb:Aber wer denn, bitteschön, geht denn in ein Altersheim, wenn er noch ziemlich fit ist?
Tja, das ist eben genau die Frage... ich weiß es nicht, aber vielleicht Menschen, die nicht allein sein wollen, auch wenn sie noch ziemlich fit sind, aber keinen großen Freundeskreis "draußen" haben, aus welchen Gründen auch immer, oder aber Menschen, die schon im Ruhestand sind, aber gerne immer Menschen um sich haben... und DAS ist ja im Seniorenheim so gegeben.


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