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Generation Altersheim 2.0

105 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Pflege, Generation, Altersheim ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Generation Altersheim 2.0

07.03.2016 um 14:12
Also mein Altersheim sollte später auf jeden Fall Internet haben, damit ich zocken kann und auf Allmy abhängen kann.

Die Gesellschaft ist auf jeden Fall immer im Wandel, und da werden auch die Einrichtungen für Senioren dementsprechend außen.

Aber Aktivitäten im Freien oder Gesellschaftsspiele hätte ich auch nichts dagegen. Es muss halt auf die Wünsche und Bedürfnisse der Senioren eingegangen werden.

Die heutige Alte Generation hat da bestimmt andere Bedürfnisse.


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Generation Altersheim 2.0

07.03.2016 um 19:44
Was mich immer noch irritiert, ist dieser Satz (Hervorhebung von mir):
Es gibt in vielen Seniorenheime heute schon Aktivitäten wie Computerkurse etc , was ich nicht so für ganz richtig halte, aber das ist nur meine Meinung.
Wieso? Was ist daran schlimm?
Ich habe solche Kurse gegeben und dann gings ab. Die Verwandtschaft war auf einmal viel näher, man hat mit anderen Anwohnern geplauscht und es wurde auch mal quer durch den Raum gerufen "Ilse komm mal rüber, mein Enkelist dran. Den MUSST Du kennenlernen."
Oder auch Herr Müller, der mich mit dann noch gefragt hat, wo es denn jetzt die Pornos gibt. Aber so, das er sich keine Viren einfängt. Und der war 85 *g*
Das hat einfach Spass gemacht.


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Generation Altersheim 2.0

05.08.2018 um 20:17
Sicherlich wird auch in der Zukunft angenommen, dass alte Menschen Dinge tun wollen, wie sie es getan haben, als sie jung waren. Und das muss auch nicht schlecht sein: es gibt Studien, die zeigen, dass demenzkranke Patienten können sich an Erfahrungen und Fähigkeiten erinnern, wenn sie Musik aus ihrer Kindheit hören, und solche Aktivitäten machen wie sie es als Kind getan haben. Zum Beispiel, Weben und Stricken für die Frauen und Holzschnitzerei für die Männer. Gerüche sind auch hier wichtig.

ABER, ich hoffe auch, dass man in Zukunft ein besseres Verständnis haben werden, dass nicht jeder in einer bestimmten Generation die gleichen Dinge als junge Menschen genossen hat. Und Optionen bieten. Ich selbst habe eine Verwandte, die 94 Jahre alt ist und in einem Altersheim lebt. Sie ist unglaublich müde von dem Personal, das denkt, dass sie Akkordeonmusik hören und Volkstanz tanzen möchte. Sie hat es nicht einmal als junges Mädchen gemacht, sie hat immer klassische Musik genossen und hasste Tanzen in allen Formen ...


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Generation Altersheim 2.0

25.03.2020 um 11:06
Aufgrund der aktuellen Situation können Bewohner bei uns im Heim jetzt skypen, bisher hat aber noch keiner davon gebraucht gemacht, leider.

Auch haben wir ein sogenannten MemoMoto, Quelle : "https://www.memomoto.de/produkte/memomoto-connected/"

Dort sind viele bekannte Radstrecken aus der Umgebung hier, was sehr sehr gut angenommen wird, die Bewegungen werden durch ein Wii Controller am Bein des jeweiligen Bewohners befestigt oder eben am Arm. Das bringt tolle Erinnerungen und bringt zugleich auch die Bewegung mit sich.


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25.03.2020 um 11:17
@Dini1909
Ich kann mir vorstellen, dass viele alte Senioren nicht mit der Technik zurecht kommen, sie sind in völlig anderen Zeiten groß geworden, bei uns im Osten hatten viele Menschen bis zur Wende nicht mal ein Telefon! Bei mir im Haus wohnen auch ältere Leute ca 70 Jahre alt, die haben vor 5 Jahren komplett sich in die PC Welt reingefuchst, nicht zum Spielen oder so sondern zum Bestellen von KLeidung, Hygieneartikel etc seit dem kommen sie gut zurrecht und haben sogar ein Smartphone.
Bei Dir im Heim sind bestimmt mehr Kranke leute, die nicht mehr so auf der Höhe sind und sich nichtmehr so reinfuchsen können wie die "junggebliebenen"


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Generation Altersheim 2.0

27.03.2020 um 11:27
Zitat von WanagiWanagi schrieb:Bei Dir im Heim sind bestimmt mehr Kranke leute, die nicht mehr so auf der Höhe sind und sich nichtmehr so reinfuchsen können wie die "junggebliebenen"
Ist eigentlich recht gemischt, aber man merkt das immer mehr, die jetzt so einziehen, laptops, Iphones etc mitbringen - oder auch Fragen ob WLAN vorhanden ist etc. Ein Bewohner der nun schon länger bei uns ist, geht mit einem Internetstick ins Netz um Leserbriefe für Zeitung und Co zu schreiben.


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29.03.2020 um 20:01
Unabhängig von der aktuellen Situation gehe ich davon aus, dass in Zukunft in den Altersheimen viel VR zum Einsatz kommt. Ganz einfach, um die Leute zu unterhalten. Die Technik wird ja eines Tages ausgereift, bezahlbar und breit gefächert sein. Die künftigen Leute im Altersheim werden dann nochmal einige Dinge zu Gesicht bekommen, die sie sonst nie mehr erleben würden. Zwar nur in VR, aber dennoch eindrucksvoll.

Vielleicht eine live stattfindende Stadtrundfahrt und mit speziellen 360°-Kameras. Dank VR fühlt man sich so, als würde man tatsächlich durch die Stadt ziehen.


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Generation Altersheim 2.0

29.03.2020 um 20:03
Zitat von FordFord schrieb:Vielleicht eine live stattfindende Stadtrundfahrt und mit speziellen 360°-Kameras. Dank VR fühlt man sich so, als würde man tatsächlich durch die Stadt ziehen.
Sowas ähnliches haben wir, https://www.memomoto.de/produkte/memomoto-connected/ darüber sind sie sehr begeistert, meine Bewohner.
Die Filmaufnahmen werden ganz individuell nach den Wünschen der jeweiligen Alten- und Pflegeeinrichtungen angefertigt. Sie führen durch die unmittelbare Umgebung der betreffenden Einrichtung oder durch Gegenden, die den Bewohnern bekannt sind. Diese Orte können von den Bewohnern meist nicht mehr persönlich besucht werden. Sie wecken aber Erinnerungen an frühere Zeiten, stimulieren die Kognition und erzeugen bei den Menschen enorme Freude und sorgen für Ruhe und Ausgeglichenheit.



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29.03.2020 um 20:05
@Dini1909
Und jetzt stell dir das mal so richtig vor mit VR-Brille, wenn die Technik und Grafik ausgereifter sind. Du trittst in die Pedale und hast das Gefühl, dass du wirklich durch die Gegend fährst. Das kommt garantiert so.


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Generation Altersheim 2.0

30.03.2020 um 16:07
Sehr interessantes Thema.

Zuerst einmal kann ich mir gut vorstellen, dass Altenheime in 50 Jahren ganz anders aussehen als die Altenheime, wie wir sie jetzt kennen. Mehr Technologie, sowohl für die Bewohner als auch für die Mitarbeiter.
Freies WLAN. Smart Home in den Bewohnerzimmern. Eventuell mit Sprachsteuerung? Ein Vorteil für bettlägerige Menschen, die dann das Licht ein- und ausschalten, den Rollladen schließen und die Heizung bedienen könnten, ohne zu klingeln - was auch eine Entlastung für die Pflegekräfte ist.

Natürlich wird es noch "altbewährte" Spiele geben wie Bingo, Mensch-ärgere-dich-nicht, Schach und so weiter, aber die Konsolen oder PCs werden dann auch ein Thema sein. Dann wird an einem Abend keine Bingorunde gemacht sondern ein Online-Multiplayer-Spiel.

Zum Aktivieren bei Demenzkranken gibt es dann VHS-Kassetten, Nokia 3310 anstatt Telefon mit Wählscheibe und Amiga, Atari und Playstation 1.
Zitat von emzemz schrieb am 04.03.2016:Die wirklich Alten spielen heute nicht Mensch-ärgere-dich-nicht
Doch, das tun sie. Sehr begeistert sogar. :)


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Generation Altersheim 2.0

30.03.2020 um 16:43
Zitat von CielaCiela schrieb:Doch, das tun sie. Sehr begeistert sogar. :)
Du musst es wissen.
Mein Eindruck, wenn ich meine Mutter im Altersheim besuchte, sie verstarb mit 97 Jahren, war jedenfalls ein anderer.
Aber vielleicht habe ich ja inzwischen auch Demenz :troll:


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Generation Altersheim 2.0

30.03.2020 um 17:03
@emz
Letztens habe ich mit zwei dementen Mensch-ärgere-dich-nicht gespielt, war eigentlich ganz cool, ich musste einen nur immer wieder dran erinnern, welche Farbe ihm gehört und aufpassen, weil die Dame am rumzetern war, wenn der Herr nach dem falschen Männchen gegriffen hat. :D


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30.03.2020 um 23:43
Zitat von emzemz schrieb:Du musst es wissen.
Mein Eindruck, wenn ich meine Mutter im Altersheim besuchte, sie verstarb mit 97 Jahren, war jedenfalls ein anderer.
Aber vielleicht habe ich ja inzwischen auch Demenz
Ich arbeite ja im sozialen Bereich im Altersheim, bei uns gibt es am Tag vier Angebote,zwei morgens und zwei Nachmittags, Montags zB Sitzgymnastik und basteln, Dienstags, Ballspiele und Spielerunden, mittwochs kochen/backen und Zeitungsrunde etc... Es ist natürlich noch die Generation, des MäDn... Hab es mit einfachen Wii Spiele mal probiert,aber dies klappte nicht. Aber Romme zocken auf dem Tablet finden einige cool. Mit meiner Smartwatch, bin ich der Star. Die älteren Menschen,egal ob mit oder ohne Demenz, finden die neue Techniken schon interessant und probieren es gerne aus, aber die Umsetzung im Kopf Klappt nicht, also das Warum ist das so wenn ich da odér dort drauf drücke.

Ich bin echt gespannt, ob ich in 50ig Jahren Minecraft spiele.


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20.06.2020 um 10:18
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb am 03.03.2016:Die Momentante Generation die ich betreue ist im Alter von 55-104 Jahre, sprich diese sind ohne Technik aufgewachsen nur mit dem nötigsten.

Mein Zukunftsgedanken sind, wie sieht ein Alterheimleben in 50 Jahren aus? Internet? Belaufen sich die Spielenachmittag mit Konsolen ab, statt mit "Mensch ärgere dich nicht" , "Fang den Hut" so wie heute.
Also ich arbeite im Service im Altenheim u bekomm natürlich auch was mit.

So weiß ich, das es ein Projekt mit Selfies machen gab, einige Bewohner über einen Laptop verfügen, ein verstobener Bewohner war fast den ganzen Tag am Laptop.

Meine Mutter ist auch schon 70, die Mutter meines Ex ca 62, beide haben zb den Game Boy sehr genutzt, haben Facebook, spielen auf dem Handy u Tablet spiele , nutzen Whatsapp u. die Mutter meines Ex hat sogar online gespielt.

Ich hab Mmo' gespielt u auch hier gab es einige betagte Mitspieler yä, der älteste war ca 70.

Ich kann mir alsodurchaus vorstellen, das es etwas technischer wird.


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20.06.2020 um 12:57
In wie weit etwas genutzt wird, später einmal im Heim, ist nicht nur eine Frage mit was und wie diejenigen aufgewachsen sind, sondern auch wie jung sie im Kopfe einmal bleiben werden, so wie es heute auch schon ist.

Es gibt die Junggebliebenen und die, die auch von ihren Einstellungen, ihren Interessen her gealtert sind. So wird es sich mit jeder Generation verhalten. Jeder altert anders.
Wer weiß wie viele von den jungen Leuten, die jetzt noch fleißig am Zocken sind, das später im Alter auch noch tun werden bzw. tun wollen.
So verhält es sich mit allen Hobbys einschließlich dem Musik- und Filmgeschmack.

Mit dem Alter kehrt bei vielen auch der Wunsch nach der wohlverdienten Ruhe ein. Nach einem langen harten Arbeitsleben beispielsweise.


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20.06.2020 um 13:52
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Wer weiß wie viele von den jungen Leuten, die jetzt noch fleißig am Zocken sind, das später im Alter auch noch tun werden bzw. tun wollen.
So verhält es sich mit allen Hobbys einschließlich dem Musik- und Filmgeschmack.
Ich mache das jetzt schon fast gar nicht mehr aber wenn man sich langweilt, ist es schon schön, wenn man damit Zeit totschlagen kann.
Hoffe mal, dass künftige Heime digitaler werden.
Ansonsten müsste ich mich dort so langweilen wie meine Oma...
Ist kein Garten mehr da, gibt nichts zu kochen, nichts sauber zu machen usw. geht auch motorisch nicht mehr so.
Raus gehen (oder besser rollen) ist auch schlecht, weil keiner der Pfleger Zeit hat mit zu gehen.
Eine Maus wird man oft aber schon noch halten können.

Kacke ist es trotzdem dort zu landen, weil man nicht mehr kann.


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20.06.2020 um 14:01
Zitat von YoooYooo schrieb:Ansonsten müsste ich mich dort so langweilen wie meine Oma...
Ist kein Garten mehr da, gibt nichts zu kochen, nichts sauber zu machen usw. geht auch motorisch nicht mehr so.
Raus gehen (oder besser rollen) ist auch schlecht, weil keiner der Pfleger Zeit hat mit zu gehen.
Eine Maus wird man oft aber schon noch halten können.

Kacke ist es trotzdem dort zu landen, weil man nicht mehr kann.
Dann ist deine Oma leider in einem falschen Heim, wie ich bereits weiter oben geschrieben habe gibt es bei uns mitunter 4 Angebote (Gut jetzt zur Cornazeit auch nicht) aber im Normalfall 4 Angebote, dann stehen pro Etagen drei Küchen zu Verfügung wo sich unsere Bewohner jederzeit mal ne Pizza machen können oder mal ne Suppe sich kochen können, es muss nur vorher mit dem Personal des sozialen Dienstes abegesprochen werden.

Ansonsten bieten wir spaziergänge in die Stadt an, zum Wochenmarkt oder in den naheliegenden Penny an. Auch 1x im Monat gibt es Gartenparty und für die Männer (oder begeisterte Damen) Samstags Nachmittags Bundesliga-Konferenz (sky) , dazu Bierchen und im Sommer die ein oder andere Bratwurst.

Also ein volles soziales Programm täglich, was natürlich heißt das wir im Betreuten Dienst täglich arbeiten müssen, aber das mache ich gerne.

Bei uns gilt das wir jeden so lassen wie er ist, ihn so lange sein "Ding" machen lassen bis es überhaupt nicht mehr geht und wenn der jenige halt zwei Stunden für sein Essen braucht , aufgrund von Einschränkungen dann ist das eben so, oder die Bratwurst beim Grillen mit den Händen isst weil die Feinmotorik nicht mehr funktioniert.
Zitat von YoooYooo schrieb:Hoffe mal, dass künftige Heime digitaler werden.
Während der Coronazeit, hat man merken müssen, leider, das einige Heime nicht so digitalisiert sind, somit eine einfache Skypevideotelefonie mit den Angehörigen gar nicht funktionierte wie sich die Politiker das gedacht haben, auch die vielen Tablets oder Laptops hatten wir nicht im Keller herumliegen (lach)


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20.06.2020 um 14:08
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Dann ist deine Oma leider in einem falschen Heim, wie ich bereits weiter oben geschrieben habe gibt es bei uns mitunter 4 Angebote (Gut jetzt zur Cornazeit auch nicht) aber im Normalfall 4 Angebote, dann stehen pro Etagen drei Küchen zu Verfügung wo sich unsere Bewohner jederzeit mal ne Pizza machen können oder mal ne Suppe sich kochen können, es muss nur vorher mit dem Personal des sozialen Dienstes abegesprochen werden.
Die wollte davon nie was wissen, als noch Zeit war.
Bei Starrsinn kann man auch nichts machen.
Als dann das fünfte mal der Krankenwagen da war, wurde die dann ins nächstbeste zwangsverlegt, weil man die nicht mehr nach Hause schicken wollte. Wir hatten damit gar nichts zu tun.

Mit der darüber sprechen ist auch so eine unmögliche Aufgabe - immer noch.
Starrsinn halt, kann man nix machen.


Naja, daraus kann ich nur lernen es besser zu machen, wenn es mal dazu kommen sollte.


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20.06.2020 um 14:50
Zitat von SamsaraaSamsaraa schrieb am 07.03.2016: Also mein Altersheim sollte später auf jeden Fall Internet haben, damit ich zocken kann und auf Allmy abhängen kann.
Oh ja, aber das wird sicher so kommen ... wir sind ja eine digitale Generation :-).
Zitat von MerwinnaMerwinna schrieb am 05.08.2018:Und Optionen bieten. Ich selbst habe eine Verwandte, die 94 Jahre alt ist und in einem Altersheim lebt. Sie ist unglaublich müde von dem Personal, das denkt, dass sie Akkordeonmusik hören und Volkstanz tanzen möchte. Sie hat es nicht einmal als junges Mädchen gemacht, sie hat immer klassische Musik genossen und hasste Tanzen in allen Formen ...
Das ist doof. Wir hatten eine Bekannte, die aufgrund einer degenerativen Erkrankung in einem Altenheim gelandet ist und es halt auch echt total doof fand, dass sie da als "schwierig" wahrgenommen wurde, weil ihre Interessenlage total anders war. Sie hatte die Wahl zwischen "passende Unterbringung weit außerhalb des sozialen Umfeldes" oder "Notlösung Heim".
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb am 25.03.2020:Aufgrund der aktuellen Situation können Bewohner bei uns im Heim jetzt skypen, bisher hat aber noch keiner davon gebraucht gemacht, leider.
Das ist total Schade. Wir haben in der Coronazeit meiner Tante (fast 80) das Skype beigebracht. Erst wollte sie überhaupt nicht, jetzt fragt sie sogar danach :-). Allerdings klappte das nur, weil das Geschwister auch im Heim untergebracht war und technische Hilfe von der anderen Seite hatte.
Zitat von WanagiWanagi schrieb am 25.03.2020:Bei mir im Haus wohnen auch ältere Leute ca 70 Jahre alt, die haben vor 5 Jahren komplett sich in die PC Welt reingefuchst, nicht zum Spielen oder so sondern zum Bestellen von KLeidung,
Hygieneartikel etc seit dem kommen sie gut zurrecht und haben sogar ein Smartphone.
Mein Vater (80+) auch, nachdem ihn der Einzelhändler ein paarmal richtig abgezockt hat bei dem Kauf eines erforderlichen Kleinteils. Früher hat er sich immer tierisch über meine Schwester aufgeregt, die alle Pakete zu meinen Eltern schicken lässt, heute wartet er selbst auf die Post :-).
Zitat von CielaCiela schrieb am 30.03.2020: Eventuell mit Sprachsteuerung? Ein Vorteil für bettlägerige Menschen, die dann das Licht ein- und ausschalten, den Rollladen schließen und die Heizung bedienen könnten, ohne zu klingeln - was auch eine Entlastung für die Pflegekräfte ist.
Das wäre total cool! Und für alle eine Erleichterung.
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Ansonsten bieten wir spaziergänge in die Stadt an, zum Wochenmarkt oder in den naheliegenden Penny an. Auch 1x im Monat gibt es Gartenparty und für die Männer (oder begeisterte Damen) Samstags Nachmittags Bundesliga-Konferenz (sky) , dazu Bierchen und im Sommer die ein oder andere Bratwurst.
Das ist super ... Ich finde, da gibt es auch himmelschreiende Unterschiede zwischen den Heimen.
Zitat von YoooYooo schrieb:Die wollte davon nie was wissen, als noch Zeit war. Bei Starrsinn kann man auch nichts machen.
Und es ist so Schade ... wir hatten eine alte Frau in der Nachbarschaft, sie war herzkrank, dachte, ihr Leben wäre eh bald zu Ende und war im ersten Stock ihres Hauses gefangen - sie kam die Treppe einfach nicht mehr runter. In einen Treppenlift wollte sie nicht mehr investieren und fand ihr Leben mit Pflegedienst und Essen auf Rädern gut - sie saß immer stundenlang am Fenster und beobachtete das Leben, an dem sie ja nicht mehr teilnehmen konnte.
Klar kam das Leben auch zu ihr, aber 95% der Zeit war sie eben alleine.

Irgendwann kam es zu einem medizinischen Vorfall und sie kam ins Altenheim, wo sie nochmals total aufblühte, weil sie eben wieder Leute traf, die sie kannte, Angebote bekam und Ansprache hatte.


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20.06.2020 um 17:04
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb am 03.03.2016:Mein Zukunftsgedanken sind, wie sieht ein Alterheimleben in 50 Jahren aus? Internet? Belaufen sich die Spielenachmittag mit Konsolen ab, statt mit "Mensch ärgere dich nicht" , "Fang den Hut" so wie heute.
Ich stelle es mir vor mit mehreren Generationen in einem Quartier. Internet gehört natürlich dazu, aber auch eine Nahversorgung, mehr Selbstversorgung, viel elektronische Hilfe z.B. durch Roboter die für Hebetätigkeiten eingesetzt werden und allgemein im Alltag Unterstützung bieten. Moderne Technik unterstützt Demente bei der Alltagsbewältigung und weist Wege, alarmiert aber auch wenn sich jemand plötzlich entfernt.


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