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Suizid in der eigenen Familie

294 Beiträge, Schlüsselwörter: Familie, Selbstmord, Suizid, Trauer, Schmerz, Vater, Verlust, Papa

Suizid in der eigenen Familie

04.11.2016 um 12:18
@salatschüssel

Treffend gesagt


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Suizid in der eigenen Familie

04.11.2016 um 12:24
Bestatter schrieb:Eine Depression kündigt sich sehr oft schon teilweise Jahre vorher an.
Sie wird aber vom Betroffenen in der Regel nicht wahr genommen. Um vom Umfeld oft auch nicht, weil der Betroffenen sich damit zurück zieht.
Aber spätestens wenn der Betroffene einen Suizid erwähnt, kann man handeln. Nur haben viele - zu Unrecht - die Angst, der andere würde sich dann erst recht was an tun.
Bestatter schrieb: Die Zeichen werden den Menschen lange vor der Erkrankung gezeigt.
Das ist falsch.
Bestatter schrieb:Ich vergleiche es mal mit einem Krebsgeschwür. ..
Was - wie der Autovergleich - ein völlig unpassender Vergleich ist. Menschen haben keine Lampen, die Aufleuchten. Auch nicht übertragen gesehen. Und Körperliche Leiden äußern sich eben durch wahrnehmbare Anzeichen. Bei einer Depression ist aber gerade die Wahrnehmung betroffen.
Pest schrieb:Die Diskussion die hier gerade entsteht ist völlig unangebracht..
Du hast recht. Der TE braucht Trost. Sonst nichts.
Aber dennoch stehen hier einige Kommentare, die nicht unbeantwortet stehen bleiben sollten. Suizid ist nichts, dem man hilflos ausgeliefert ist.
Wenn ein Suizid auf rationalen Erwägungen basiert, ist das was anderes, als wenn er Folge einer Erkrankung oder psychischen Störung ist.


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Suizid in der eigenen Familie

04.11.2016 um 12:36
@kleinundgrühn

Der Autoverleih ist eine Metapher die das Prinzip verständlich machen soll.
Jeder Mensch bemerkt Zeichen bevor er in eine Depression fällt.
Woher hast du die Information das Zeichen lange vor einer Erkrankung nicht existieren.
PS gute Informationsquellen für meine Behauptungen sind z.b. Bewusstsein oder krank von wulf splittstösser einer koryphäe auf diesem Gebiet den ich sogar persönlich kenne.
Kurt tepperwein ist auch ein recht guter Experte mit dem Buch Krankheit als weg.
Wenn man keine Zeichen bemerkt ist das eher ein Zeichen des wegschauens und der ablenkung.


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Pest
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Suizid in der eigenen Familie

04.11.2016 um 12:37
@kleinundgrün
@Bestatter
Sicher darf darüber diskutiert werden, ich glaube aber nicht, dass der/die TE sich darüber freuen dass das hier gemacht wird...

Aus Rücksicht, kann man doch hier daran anknüpfen:
Diskussion: Suizid(-versuche): Eure Meinung?


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Suizid in der eigenen Familie

04.11.2016 um 12:39
PS : da ich Bücher Grade erwähne...es gibt ebenso gute Bücher über suizid eines angehörigen.
Die sind sehr hilfreich das geschehene zu verarbeiten und zu verstehen...sind aber kein Ersatz für professionelle hilfe.


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Suizid in der eigenen Familie

04.11.2016 um 12:40
Pest schrieb:Sicher darf darüber diskutiert werden, ich glaube aber nicht, dass der/die TE sich darüber freuen dass das hier gemacht wird...
Der TE hat nur einen EP verfasst und dann nie wieder hier gelesen worden.


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Suizid in der eigenen Familie

04.11.2016 um 12:42
Pest schrieb:Aus Rücksicht, kann man doch hier daran anknüpfen:
Ja das stimmt.

Dem TE ist nur zu raten, sich darüber mit Menschen von Angesicht zu Angesicht zu unterhalten. Mit der Familie, mit Freunden oder mit Psychologen.
Eine Diskussion in einem Forum ist wenig hilfreich, solche Dinge zu verarbeiten.

Wie dem auch sei, @Bestatter ich antworte Dir gerne in dem anderen thread dazu.


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Suizid in der eigenen Familie

04.11.2016 um 12:47
Die Angehörigen stehen dem geschehene immer hilflos gegenüber. Daß ist bei einem Unfall oder natürlichen Tod auch der Fall aber nicht in dieser intensität. Des weiteren kann ein Trauma vertieft werden wenn der Angehörige sich im gemeinsamen Haus umgebracht hat. Das zimmer wird vermieden oder ich sag es mal mit den Worten wenn sich z.b. jemand erhing sieht man an dieser Stelle immer wieder das bild....dann ich ein Umzug manchmal unvermeidbar.... es kommt auf den Fall an aber der erste Gang in der Trauer sollte der Gang zum Psychologen sein das sich das Trauma nicht festigt. Schweigen darüber wäre das falsches was man machen kann...


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Suizid in der eigenen Familie

04.11.2016 um 12:49
@kleinundgrün
Ja ist ok wir können gerne noch diskutieren im anderen threat


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Suizid in der eigenen Familie

05.11.2016 um 23:21
Vielen Dank für die zahlreichen Meinungen und Antworten.

Ich hatte mich einige Tage zurück gezogen.
Nun ist das ganze so.

Rückblickend betrachtet...
Ja er war schon etwas anders. Recht in sich gekehrt. Aber mal ehrlich. Jeder hat mal einen schlechten Tag.
Zudem hat er sich des öfteren mal zurück gezogen und wollte alleine sein. Er war 3 mal für jeweils 1 jahr in Iraq stationiert. Er wollte nie Hilfe. Er hatte einen sehr hohen Rang. Er verkörperte nach außen hin immer einen sehr starken unverletzlichen Mann.
Er sagte immer; Mountain Bike fahren und der Wald seien die beste Medizin um sich von seinen Gedanken zu befreien. Wir glaubten es alle.
Er war auch danach immer total entspannt und ausgepowert.
Er war jetzt 1 jahr in Rente. Somit fiel die ganze Verantwortung und die harte Struktur weg. Und ich glaube rückblickend betrachtet kam er mit dem ,,normalen" leben nicht klar.
Wir erwiesen ihn jetzt die letzte Ehre inklusiven Militär. Ich wünsche ihn von Herzen das er seinen Frieden gefunden hat.

Eine Antwort auf das Warum werden wir nie bekommen.
Mir selbst Vorwürfe zu machen ist jetzt wohl das dümmste was ich machen könnte
Niemand kann was dafür. Niemand! Ich behalte ihn einfach so im Kopf wie er war.


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Suizid in der eigenen Familie

06.11.2016 um 00:19
Oh davon kann ich ein Lied singen

Mein Cousin hat sich erfolgreich umgebracht mit einem Zug.
Wenn man überlegt ein sehr harte Art

Mein Vater hat sich mehrfach versucht umzubringen, wobei nie verstanden hab warum die ein Kind haben.
Aber ich sehe die Art seines Todes als Selbstmord an.
Mit Lungenkrebs noch Joggen gehen und Magersucht selbst schuld


Und meine Mutter hatte mal die Gedanken
(Und das finde ich einfach feige)

Und wie gehe ich damit um locker voll zu locker


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Suizid in der eigenen Familie

06.11.2016 um 03:46
@Knubbl
Erstmal eine kleine Frage, auch wenn er meinte, er wäre zu feige dafür, sind auch Ankündigungen so gesehen ein warn Signal. Warum wurde nicht direkt was unternommen?

Vor allem wenn ich lese,
Knubbl schrieb:Ja er war schon etwas anders. Recht in sich gekehrt.
.

Hat er jemals von seiner Zeit im Irak gesprochen, was er dort erlebt hat? Oft denken sie, wenn sie alleine sein wollen viel nach, über alles was so geschehen ist, manche sehen Dinge, welche sie im Geiste leider nicht verarbeiten können, egal wie stark derjenige wirkt, nehmen es als Unrecht hin, dass so etwas nicht passieren darf und denken, mit Schuld tragen zu müssen, ohne sich nach außen etwas anmerken zu lassen, bis es passiert.
Knubbl schrieb:Eine Antwort auf das Warum werden wir nie bekommen.
Mir selbst Vorwürfe zu machen ist jetzt wohl das dümmste was ich machen könnte
Niemand kann was dafür. Niemand! Ich behalte ihn einfach so im Kopf wie er war.
Für den Selbstmord kann nur er selbst etwas, oft finden Leute, welche sich selbst umbringen wollen, immer einen weg, egal wie sehr man versucht denjenigen zu helfen. Vll ist es manchmal auch besser so, als anders. Ganz schlimm wäre es bestimmt, wenn eine Therapie erfolgt, welche so gesehen mit "Bravour" bestanden worden wäre, er eine Woche glücklich tut und dann einfach verschwindet und keiner weiß, wohin derjenige ist, dann wäre die Ungewissheit noch viel schlimmer. Demnach sollte man eher froh sein, wenn man weiß, dass es kein qualvoller Tod für denjenigen war.

Ich verabschiede mich mit einem Zitat:
Wenn du springen willst, spring, spring vom Balkon
[...]
Du bist frei, du bist frei und ich muss dir verzeihen
Nur du selbst hast das Recht es für dich zu entscheiden
Wenn du aufhör'n willst, tu' es, egal ob ich's versteh'[...]


Zitat aus dem Lied: Spring von Antilopen Gang.


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Suizid in der eigenen Familie

07.11.2016 um 12:21
@fark
Jemanden, der sich umbringen will, aufzuhalten, ist eine Sache, die selbstverständlich sein müsste.
Erst, wenn er sich nicht überzeugen lässt und mit allem fertig ist, kann man es vielleicht zulassen. Aber es besteht immer eine Hoffnung, solange sie nicht geschöpft wird, sollte man es nicht zulassen.

Schuld daran ist er selber nicht, denn seine Entscheidung beruht nicht auf einer Laune, sondern auf dem, was er gesehen hat.

Wenn man das nicht erträgt, sollte er in die richtigen Hände. Einfach wegzuhören hat ihm bestimmt in seiner Entscheidung bekräftigt, was man vielleicht erstmal nicht ahnt, aber wie würdest du reagieren, wenn du es vorhättest und alle sagen nur "jaja"?!


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Suizid in der eigenen Familie

15.11.2016 um 10:57
@sunshinelight

Niemand hat jaja gesagt zu seiner Offenheit wenn er mal über den iraq erzählte! Wir hatten immer ein offenes Ohr! Wir sind eine sehr enge spirituelle familie! Einem suizid kann man nicht aufhalten egal wie sehr du dich bemühst. Du kannst nicht 24/7 mit Alarmanlage an der Tür ihn bewachen. Es war Sonntag morgen um 6 als es passierte. Da hat die ganze Familie noch geschlafen.

Niemand wusste wirklich was von seiner Depression. Alle Gespräche waren erfolglos um mal zu erfragen wie es ihm ginge.
Selbst bei Krankheiten und sei es nur ein schnupfen hat er verheimlicht da er zu männlich war.

Man schreibt sich als ausenstehender immer leicht. Bis man selbst mal in so einer aussichtslosen Situation ist! Wahnsinn!


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crusi
ehemaliges Mitglied

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Suizid in der eigenen Familie

15.11.2016 um 11:58
@Knubbl
Mich würde wirklich brennend interessieren, aus welchen Geburtsjahrgängen sich deine Familie zusammensetzt?

Bitte antworte auf meine Frage, es würden auch schon grobe Angaben ausreichen. Danach schreibe ich mehr zum Zusammenhang dieser Frage mit dem Vorfall.


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Suizid in der eigenen Familie

15.11.2016 um 14:15
@Bestatter
Dein vermeintlicher Experte ist dafür bekannt, dass er von Impfungen abrät. Ich stelle in Frage, dass er kompetent ist.

Man kann Depressionen nicht erkennen, bevor sie entstehen, denn dann hat man sie noch nicht. Selbst wenn man sie hat, ist es für viele Betroffene schwer, und erst recht für die Angehörigen.
Wenn der Betroffene sagt, er kommt klar und hat einen Weg gefunden, dann kann man ihm wohl kaum sagen, er sei aber krank und brauche diese oder jene Hilfe.
Manche sind schon in Therapie, zeigen nach außen Besserung, reden manchmal über Suizid, als würden sie ihn für sich ablehnen ... und tun es dann doch.

Zu erkennen, dass jemand einen Suizid plant, ist selbst für Profis oft nicht leicht. Die Therapeutin meiner Schwester hat nicht nachgefragt, ob sie den Rest der Tabletten aus der Packung noch eingenommen hatte, als sie meinte, sie käme jetzt wieder ohne Tabletten klar.
Der Rest genügte für den Suizid.

Hinterher ist man immer schlauer und erkennt, was ein Warnsignal hätte sein können - aber mittendrin haben es weder Familie noch Freunde geahnt.
Das hat nichts mit mangelnder Empathie zu tun, sondern auch damit, dass derjenige oft sehr genau darauf achtet, sich nichts anmerken zu lassen. Und vielleicht selbst bis zuletzt nur mit der Möglichkeit spielt, bis irgend ein Tropfen das Fass zum Überlaufen bringt.

@sunshinelight

Empathie kann ja auch bedeuten, jemand in Ruhe zu lassen mit einem Thema, wenn der darum bittet und sagt, dass er damit zurecht kommt. Auf Kommunikation zu bestehen, kann auch als übergriffig empfunden werden ... selbst wenn es nur gut gemeint ist.


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Suizid in der eigenen Familie

15.11.2016 um 14:24
@FF
Ja, habe nicht ganz bedacht, wie vorwurfsvoll das klingt. Hatte nur den armen Herren im Kopf, der da wirklich zu kämpfen hatte.
Natürlich will man so eine Erkrankung nicht zugeben, weil es einem unangenehm ist, jedoch möchte man schon Unterstützung.
Wollte nur darauf hinweisen, dass es keine Lösung ist, ihm die Schuld zu geben.
Denn eine Depression sucht sich keiner aus und es ist eben eine Krankheit.


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Suizid in der eigenen Familie

15.11.2016 um 17:18
@FF

Nun das ist sicher schwierig zu erkennen, aber ich meine im eingangspost steht, dass mehrfach suizid angekündigt wurde und weder Ärzte noch Polizei oder sonstige Hilfe in Anspruch genommen wurde, da kann man hinterher nicht behaupten," das konnte ja keiner ahnen"


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Suizid in der eigenen Familie

16.11.2016 um 03:37
@FF
Ich kenne den Experte persönlich und seine Ausbildungen sind einzigartig...das mit dem impfen bei Kleinkinder sehe ich ähnlich aber nur am rande.

Es geht auch nicht darum zu erkennen und zu helfen wenn der Betroffene Hilfe ablehnt oder abwiegelt.
Der Betroffene kann sich nur selbst helfen...ähnlich wie eine sucht.es muss klick machen, von außen hat man keine chance.
Meist merkt derjenige vor der Depression das was schief läuft. Er ahnt in der Regel nicht das es in eine Depression endet.

Du kannst in einen Mensch auch nicht reinschauen sondern nur vor dem kopf.

Es gibt oftmals deutliche Anzeichen vor einem suizid...häufiges darüber reden (zb. Ich kannte mal xy der es getan hat...etc.).
Wenn jemand immer niedergeschlagen war oder kaum gefühlsregung zeigt und er blüht ohne Grund auf, lacht,tanzt,feiert...ist es eine Minute vor 12.
Wenn jemand persönliche Dinge herschenkt und aufräumt im ungewohnten masse kann daß auch ein Zeichen sein...

Das mit deiner Schwester tut mir übringen leid.


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Suizid in der eigenen Familie

03.04.2017 um 22:16
Hallo zusammen!

Selbst wenn die Person es ankündigt, ist es selbst als Familienmitglied schwer etwas zu tun. Ist eigentlich wie in so vielen Bereichen. Es muss erst was passieren.


Anekdote dazu:
Mein Großvater versuchte es erstmals mit einem Tablettencocktail. Er macht den "Fehler" sich zu verabschieden. Deshalb konnte er rechtzeitig gefunden werden.
Knapp drei Wochen blieb er noch auf der "Klapperstation" wie er es nannte. Ihm ging es besser aber er war trotzdem nicht der Alte.
Was sollte man nun tun? Den erwachsenen Mann rund um die Uhr bewachen und alle spitzen Gegenstände aus dem Haus entfernen?
Wenige Wochen später dasselbe Szenario, nur hat er sich diesmal nicht verabschiedet, wurde aber trotzdem rechtzeitig gefunden.
Noch während der stationären Behandlung im Krankenhaus entschied er sich für einen weiteren Versuch und sprang aus dem Fenster des vierten Stocks... und überlebte mittelschwer verletzt.

Ich persönlich glaube daher, dass sobald ein Mensch diesen Entschluss ernsthaft gefasst hat, dann zieht er es auch durch. Ob hinreichend geplant oder sporadisch entschlossen spielt dabei keine Rolle. Es geht einzig und allein um die Umsetzung.

Und auch wenn das einigen nicht schmecken wird, aber der Freitod ist eine persönliche Entscheidung für die ich grundsätzlich niemanden verurteile. Die Art und Weise oft oftmals kritisch zu betrachten.

... :cat: ...


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