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Anwälte & Gerechtigkeit

151 Beiträge, Schlüsselwörter: Gerechtigkeit, Gewissen, Anwalt, Anwälte, Gewissenhaft
Papillon_83
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Anwälte & Gerechtigkeit

09.11.2017 um 00:53
Es gibt keinen Mord im Affekt und es gibt auch keinen Mord durch Notwehr. Im Affekt wäre es vielleicht  Totschlag, was allerdings wieder anders zu bewerten wäre.


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Anwälte & Gerechtigkeit

09.11.2017 um 00:56
@Papillon_83
Ich bin Laie und denke, man hat schon verstanden was ich meine. 


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Anwälte & Gerechtigkeit

09.11.2017 um 00:56
@andua
Abgesehen davon, dass es unterlassene Hilfeleistung ist, wenn man jemandem in einer Notsituation keine Hilfe zukommen lässt, auch wenn es sich um einen Mörder handelt, ich denke hier an so einen altmodischen Begriff wie Nächstenliebe beispielsweise.


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Anwälte & Gerechtigkeit

09.11.2017 um 01:02
@emz
Ich bin kein christ aber mir sind alle Religionen wichtig. 
Im islam gibt es meines Wissens keine Sure, die besagt, dass Mörder gleichberechtigt werden. Wie soll etwas geliebt werden, was von Gott verpönt wird? 

Ehrlich gesagt, möchte ich das gar nicht unter religiösen Aspekten betrachten. Es geht hier um die gesellschaftliche Moral, auf die ich mich beziehe. Frei von religiösen Ansichten. 

So wie Du Deine Ansicht hast, habe ich meine. 


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Anwälte & Gerechtigkeit

09.11.2017 um 01:10
@andua

Nur ist es halt so, dass wir uns das christliche Abendland nennen.
Insofern kann man die gesellschaftliche Moral nicht losgelöst von christlichen Werten sehen.


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Papillon_83
ehemaliges Mitglied

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Anwälte & Gerechtigkeit

09.11.2017 um 01:12
@andua
Sorry,  war ja nicht böse gemeint..


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Anwälte & Gerechtigkeit

09.11.2017 um 01:13
@emz
☺️ 

Ich bemesse es, ironischer Weise daran, wie viele bereit sind die Kirchensteuer zu zahlen. 

Ich möchte keinesfalls Juden, Christen, Moslems, Atheisten, etc von dieser Moral ausschließen. 

Misst Du etwa nur nach christlichem Maß? 
Interesannt in welche Richting Du die Diskussion gelenkt hast. 


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Anwälte & Gerechtigkeit

09.11.2017 um 03:34
andua schrieb:Ich würde einen Mörder nicht behandeln wollen, wenn ich wüsste, er hat jemanden umgebracht. Das soll jemand machen, der es mit seinem Gewissen ausmachen kann.
Da spricht der Eid der Mediziner dagegen - ich weiß.
Mir sträuben sich hier echt die Nackenhaare, wenn ich sowas lese... was würde Dich, wärst Du Arzt und zu einem Notfall gerufen worden, bei dem es um einen verurteilten Mörder geht, von ihm noch groß unterscheiden, wenn Du ihm, in einer Situation auf Leben und Tod, die lebensrettende Hilfe verweigerst ? Nicht rechtlich, sondern moralisch betrachtet ?

Würde es keine Strafverteidiger geben, wären Gerichtsverhandlungen eine sehr einseitige Sache. Mir kommt auch bei vielen Tätern die Galle hoch, ich kann Zorn, Abscheu... was auch immer, absolut nachvollziehen, aber wir leben nun mal in einem Rechtsstaat und das ist auch verdammt gut so. Der Verteidiger vertritt die Interessen seines Mandanten, und das ist nun mal nicht die lebenslange Haft o.ä. Das mag der ein oder andere moralisch verwerflich finden, aber für mich persönlich ist es kein Grund, über Anwälte zu urteilen oder sie sogar zu verurteilen, nur weil sie ihren Job machen.


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Anwälte & Gerechtigkeit

09.11.2017 um 03:35
andua schrieb:Ich bin Laie und denke, man hat schon verstanden was ich meine
Ich denke nicht, denn sonst wäre nicht nachgefragt worden. Man sollte schon versuchen sich mit den (Rechts-)Begriffen und/oder Definitionen auseinanderzusetzen. Ist nicht so schwierig.... in Zeiten des Internets :D


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Anwälte & Gerechtigkeit

09.11.2017 um 04:59
@andua
ja, Deine "Moral" ist echt supi, Du würdest einen Mörder oder - fassen wir es besser so zusammen - jemanden durch den jemand anderes zu Tode gekommen ist, weder ärztlich versorgen, noch verteidigen. Das ist eine "Moral", die ich nicht nachvollziehen kann, denn für Dich hat dann ja die Person ihr Leben "verwirkt". Woher nimmst Du Dir das Recht? Und könntest Du vielleicht mal - wie in einer Diskussion üblich - argumentieren und nicht nur Phrasen zu dreschen und Deine Meinung wiederholen?


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Anwälte & Gerechtigkeit

09.11.2017 um 07:31
andua schrieb:Bist du Anwalt oder warum wirst du so emotional? 
Nein, aber ich verstehe wie das System funktioniert.
andua schrieb:Ich bestehe trotzallem auf die Moral in der Gesellschaft. 
Nun, genau das ist es es was ich versuche zu vermitteln - wir sind erst zivilisierter geworden als wir uns von Moral getrennt und dem Gesetz zugewandt haben. Ein guter Einstieg wäre die Geschichte des Rechtssystems, auch die Methoden der peinlichen Befragung und deren Abschaffung sind gut.  
Ich, für mich, frage mich zuerst ob etwas ungesetzlich ist und dann selbstverständlich ob es moralisch richtig ist.
emz schrieb:Da für einen Angeklagten die Unschuldsvermutung gilt, kann ein Anwalt streng genommen gar keinen Mörder verteidigen.
Das bringt es auf einen Punkt.


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Papillon_83
ehemaliges Mitglied

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Anwälte & Gerechtigkeit

09.11.2017 um 07:53
andua schrieb:Was denkt Ihr darüber? Wie empfindet Ihr diese Situationen?
Kennt Ihr Anwälte, die nach einer Verteidigung eines Täters mit den Folgen nicht klargekommen sind?
Ich kenne beispielsweise keinen Anwalt, der mit den Folgen nicht klar gekommen ist. Wenn ein Anwalt glaubt, gewisse Dinge, mit seinem Gewissen nicht vereinbaren zu können, muss er den Fall ja nicht annehmen. Wobei ich denke, dass man als Anwalt und auch als Refa eine gewisse "Abgebrühtheit" besitzen sollte bzw. darf man in diesem Beruf nicht alles an sich heran lassen... Und wenn jemand des Mordes oder Todschlags angeklagt ist, muss die Schuld vor Gericht erst einmal bewiesen werden. Bis dahin gilt nunmal, im Zweifel für den Angeklagten. Warum sollte es verwerflich sein, diese Menschen zu verteidigen, wenn die Schuld noch nicht einmal festgestellt ist...


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09.11.2017 um 07:54
@andua
Offensichtlich glaubst Du, dass es immer das Ziel des Anwalts ist, den Angeklagten frei zu bekommen. Das ist nicht der Fall! Der Anwalt hat dafuer zu sorgen, dass der Angeklagte fair behandelt wird und zeigt Dinge auf, die fuer ihn sprechen. Wenn schon klar ist, dass der Angeklagte schuldig des Mordes ist, dann kann es nur lebenslaenglich geben. Der Anwalt kann versuchen, die besondere Schwere der Schuld abzuwehren, den Mord in Totschlag umzuwandeln oder er kann versuchen, auf eine psychische Krankheit Milderung zu bekommen, aber was nicht ist, ist nicht!


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Anwälte & Gerechtigkeit

09.11.2017 um 08:36
Offensichtlich wurden meine Beträge teilweise nicht gelesen oder nicht verstanden. 

Hier geht es um nicht um Anwälte, die ganz normal ihren Job machen.  

Wie soll ich bitte meine Empfindung belegen? 

Warum verurteilt ihr mich, weil ich zu bestimmten Dingen anders stehe. 2 meine liebsten menschen wurden umgebracht. Da würde ich den Täter bestimmt nicht behandeln. 


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Anwälte & Gerechtigkeit

09.11.2017 um 09:06
andua schrieb:Hier geht es um nicht um Anwälte, die ganz normal ihren Job machen.
Um was geht es denn sonst? Irgendwelche bestimmten Faelle?


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09.11.2017 um 09:57
@andua
Das Problem ist Dein Verständnis der Situation.

Zwischen einem Tatverdächtigen oder Angeklagten und dem Staat herrscht ein extremes Ungleichgewicht der Stärke.
Um dieses Ungleichgewicht auszugleichen, gibt es verschiedene Maßnahmen. "In dubio pro reo" ist eine und die Verteidigung durch eine Person, die sich - jedenfalls grundsätzlich - im Kenntnisstand des Rechtes mit dem Ankläger auf einer Stufe befindet, eine weitere.

Der Staat muss dem Täter Art und Umfang der Tat nachweisen und der Täter darf alles (legale) unternehmen, diesen Nachweis zu verhindern oder zu erschweren.
Und damit dies auf Augenhöhe geschehen kann, bekommt er fachkundige Hilfe.

Die Aufgabe eines Strafverteidigers ist nicht, den Täter "rauszuhauen", sondern dazu beizutragen, dass die Übermacht des Staates ausgeglichen wird.
Der Anwalt ist nicht der Richter, der sich durch Selbstjustiz in die Rolle des Richters schwingt und den Angeklagten vorverurteilt.

Und das ist schon das ganze Geheimnis.


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Anwälte & Gerechtigkeit

09.11.2017 um 09:58
Jeder Mensch hat das Recht auf einen Anwalt. Und das Klischee, dass viele Anwälte irgendwie menschlich nicht so toll sind, kann ich absolut nicht bestärken. Ich arbeite seit 11 Jahren bei Rechtsanwälten und ich habe schon die unterschiedlichsten getroffen - vom Strafrecht halte ich mich zwar weitesgehend fern - aber letzten Endes waren das ganz normale Menschen, die nunmal ihrer Arbeit nachgehen. Und ja, auch Pflichtverteidiger MUSS es geben und das ist gut so.
Photographer73 schrieb:Mir sträuben sich hier echt die Nackenhaare, wenn ich sowas lese... was würde Dich, wärst Du Arzt und zu einem Notfall gerufen worden, bei dem es um einen verurteilten Mörder geht, von ihm noch groß unterscheiden, wenn Du ihm, in einer Situation auf Leben und Tod, die lebensrettende Hilfe verweigerst ? Nicht rechtlich, sondern moralisch betrachtet ?
Kann ich nur 100 %ig zustimmen, wenn ich sowas lese, wird mir schlecht. :(


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Anwälte & Gerechtigkeit

09.11.2017 um 10:04
NothingM schrieb:Anwalt ist ein harter Job, wo vieles von Ruf abhängt. Ein Anwalt, der ständig Prozesse verliert und seine Mandaten verurteikt werden, werden umso weniger anvertraut und.bezahkt.
Bei uns in Deutschland wird man nicht danach bezahlt, wie "gut" man ist. Es gibt ein Kostengesetz, und egal wie "gut" man als Anwalt ist, man muss gesetzlich abrechnen und man wird nicht nach Leistung bezahlt. Das Gesetz nennt sich Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, kurz RVG. Man kann auch Pauschale mit seinen Mandanten verhandeln, aber es muss dennoch alles im Rahmen des RVG geschehen.


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Anwälte & Gerechtigkeit

09.11.2017 um 10:13
Papillon_83 schrieb:Wobei ich denke, dass man als Anwalt und auch als Refa eine gewisse "Abgebrühtheit" besitzen sollte bzw. darf man in diesem Beruf nicht alles an sich heran lassen...
Ich bin ReNoFA und mit Abgebrühtheit hat das mal absolut gar nichts zu tun.

Ich habe mir selbst gesagt, dass ich nicht bei einem Strafrechtler arbeiten möchte, weil ich keine Lust habe, Ermittlungsakten und Fotos von Leichen zu kopieren und whatever.

Ansonsten machen wir Familienrecht und glaub mal nur, was man da liest, schreibt, sieht und hört bricht einem manchmal das Herz. ABGEBRÜHT ist hier niemand von uns.


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09.11.2017 um 11:00
@Black-Canary

Ich glaube auch, dass das Familienrecht oft weit berührender sein kann, eben auch weil hier über das Schicksal Unschuldiger, nämlich das von Kindern, entschieden wird.

Als ich zum ersten Mal ein völlig haltloses Traktat eines Familienanwaltes las, war ich zutiefst erschüttert.
Anwalt = Organ der Rechtspflege ??? Erschien mir damals nicht gegeben. Am Ende wurde zwar alles gut, das weiss man aber nie am Anfang eines solchen Verfahrens.

Noch eine Besonderheit des Familienrechts: Das unfassbar niedrige Niveau, auf dem hier oft gearbeitet wird.

(Etwas off Topic: Wenn in Deutschland auch Heilpraktiker als familienpsychologische Gutachter - wie es wirklich passiert - wissenschaftliche Gutachten erstellen, müssten auch Aushilfen in der Bäckerei als Bausachverständige tätig werden, das wäre dann vergleichbares Niveau.)

Ich möchte aber auch nicht Stafverteidiger eines Mörders oder Kinderschänders sein. Auf der anderen Seite könnte kein Przess zustande kommen, wenn solche Subjekte keinen Rechtsbeistand fänden.


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