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Was ist dran am Kevinismus?

105 Beiträge, Schlüsselwörter: Namen, Kevinismus

Was ist dran am Kevinismus?

22.03.2018 um 18:29
@hallo-ho

Ich hab nichtmal nen Auto, ergo keinen Aufkleber. Aber manche Leute packen ja auch Namensaufnäher groß von außen an die Schultasche. Und die Aufkleber gabs hier teilweise zur Geburt in nem Begrüßungspaket der Stadt. Vielleicht sind die deswegen so verbreitet?

Trotz allem bleibe ich dabei: auch wenn sich nen Name im ersten Moment ungewohnt anhört, sollte man erstmal nachdenken, bevor man sich lustig macht. Ich kenne nicht wenige Menschen, die ihre Wurzeln im Ausland haben inklusive entsprechendem Vornamen, aber einen urdeutschen Nachnamen haben dank Heirat.


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22.03.2018 um 18:35
becky schrieb:Ich hab nichtmal nen Auto, ergo keinen Aufkleber.
Ich hab nicht dich gemeint (falls das so rüberkam), das war an die Autoaufkleberbesitzer gerichtet. - Oder willst du Kaffee mit mir trinken? ;)
becky schrieb:Und die Aufkleber gabs hier teilweise zur Geburt in nem Begrüßungspaket der Stadt.
Ich spar mir jetzt zu fabulieren, was man mit diesen Steuergeldern hätte alles machen können.


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22.03.2018 um 18:40
@hallo-ho

Wie kann man nein zu Kaffee sagen? :D

Ich glaube, diese Pakete sind gesponsert von irgendwelchen bekannteren Marken. Unser Aufkleber ist von Hipp :D es wurde mal ne zeitlang spekuliert, dass Hinterherfahrende sich vorsichtiger verhalten, wenn ersichtlich ist, dass Kinder im Auto sind. Ob da was dran ist, müsste ich googeln. Ich kenn aber auch Leute, die solche Aufkleber für ihre Hunde haben :D fragt sich, wie viele Chantalismen (ist das die Mehrzahl?) eigentlich auf Hundenamen basieren :troll:


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22.03.2018 um 18:43
becky schrieb:ass Hinterherfahrende sich vorsichtiger verhalten, wenn ersichtlich ist, dass Kinder im Auto sind. Ob da was dran ist, müsste ich googeln.
Also, mich machen die eher aggressiv :D
becky schrieb:Wie kann man nein zu Kaffee sagen? :D
Kennst du noch diese Nescaféwerbung? "Ich habe gar kein Auto."?

...aber ich zieh mich jetzt zurück, bevor es zu viel OT wird... :)


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23.03.2018 um 12:24
@hallo-ho

Gib Gummi, wie wir Autofahrer sagen, denn dann:


41cI-nsMTBL. SX355


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23.03.2018 um 17:09
@Ilvareth
Ja, nicht alle Namen können erfolgreich inkulturiert werden. Im schwäbischsprachigen Raum muss man besonders aufpassen.


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23.03.2018 um 17:11
Ilvareth schrieb am 20.03.2018:Oder Tessa. Das Kind wird ein Leben lang gefragt „Und wie heißt du richtig?“
Tessa ist für mich ein ganz normaler Name, käme nie auf die Idee, dass das ne Abkürzung sein könnte.


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23.03.2018 um 19:28
Ich arbeite ja an einer Schule und "oute" mich mal. Ich bin an einer finanzschwachen Brennpunktschule und ehrlich, bei uns stechen eher Katharina und Jonathan aus einer Klassenliste hervor.
Doors schrieb am 19.03.2018:Die eigenen Kinder haben die "richtigen" Vornamen - und alle anderen die verkehrten. Die Professorin nennt ihre Tochter Katharina Johanna Elisabeth Blöder-Doppelname, und der Hartzer seine Jaqueline Chantal Rihanna Dumpfhuber. In meiner Klasse hiessen die Jungs mehrheitlich Klaus, Peter, Bernd oder Thomas. Da fiel ich schon auf, weil ich Anders war.
Ich finde, der ganze Kevinismusdebatte und die Vorverurteilungsdebatte sind etwas kurz gegriffen. Das Zitat da oben unterstreicht wirklich, wie es in der Schule ist. Es ist wirklich so, dass es eine gewisse Gesellschaftsschicht mit einer Affinität zu außergewöhnlichen und englisch klingenden Namen hat. Es ist aber auch auch so, dass Teile dieser Schicht durchaus blicken, dass ein Name auch "peinlich" sein kann - also Katherina kann auch aus einem völlig ungeordneten chaotischen Hartz4 Haushalt stammen - während Kevin fast nie im schmucken Einfamilienhaus in bester Wohnlage lebt. Das ist leider so.

Nun ist es so, dass Katharina Johanna Elisabeth oft aus einem übermäßig erfolgsorientierten Elternhaus stammt - schulischer Erfolg kann ja auch durch solche Elemente wie Struktur, Lernen und Anknüpfungspunkte beeinflusst werden. Katharina Johannas Eltern sind in der glücklichen Lage, dass einer daheim bleibt und sich voll der Kindererziehung widmet, während der andere ein Gehalt heranschafft, der ein völlig sorgloses Leben ermöglicht und Katharina Johannas Mama erlaubt, den Nachmittag damit zu verbringen, mit Argusaugen die schulische Entwicklung des eigenen Kindes zu beobachten und geeignete Nachmittagsaktivitäten dazuzubuchen (Klavierunterricht). Die daheimgebliebene Person ist nun von Beruf aus "Mutter" oder "Vater" und definiert sich über die Leistung des Kindes. Am Sonntag fährt man in den Zoo oder in ein Museum, allerdings nur, wenn keine Klassenarbeit ansteht, dann wird er Sonntag damit verbracht, dass man das nochmal durchspricht. Schreibt Katharina Johanna Elisabeth eine 2- im Mathe, werden vorsichtshalber mal zehn Stunden Nachhilfe gebucht, auch Ferienkurse aller Art in den Hauptfächern sind sehr beliebt. Beginnt sie Französisch zu lernen, dann fährt man drei Wochen nach Südfrankreich - mit dem neuen Buch, um das zu puschen.

Jaqueline Chantal Rihanna im Gegensatz stammt aus einem armen Stadtviertel, die Eltern leben in prekären Verhältnissen und haben oft für sich wenig Strategien, wie man beruflich und schulisch erfolgreich ist. Schulsachen werden auf den letzten Drücker und möglichst billig angeschafft - und danach schaut man nicht mehr danach, wie man auch die Elternabende verbasselt oder wirklich nicht kommen kann, weil man sich für die anderen Kinder keinen Babysitter leisten kann oder arbeitet, weil beide Elternteile arbeiten - oft auch am Wochenende. Schule wird als nicht so wichtig erachtet "aus Papa ist auch was geworden" und für einen Zoobesuch hat man keine Zeit oder Lust - da fährt man lieber ins Fußballstadion drei Kilometer vom Zoo entfernt. Wenn man also die Säugetiere bespricht, dann hat Jaqueline Chantal Rihanna schon mal eine Kuh gesehen - aus dem Auto, wenn man eines hat. Katharina Johanna Elisabeth hat schon als dreijährige das Bauernhofprojekt des Ferienprogrammes besucht. Und das Naturkundemuseum. Und ....

All das führt (leider) dazu, dass Katharina Johanna Elisabeth durch die häuslichen Strukturen eine viel größere Chance hat, schulisch erfolgreich zu sein als Jaqueline Chantal Rihanna - auch wenn diese noch so intelligent ist. Auch sehr interessant und oft bei Migranten zu beobachten: Die sind wirtschaftlich oft auf dem gleichen Level wie Jaqueline Chantal Rihanna, aber kopieren die Strategien von Katharina Johanna Elisabeths Eltern - oft unter fast menschenunwürdigen Aufopferungen - aber Faizah Kalila war auch schon mehrfach im Zoo, weil die Eltern z.T. auch Netzwerke und Hilfsangebote nutzen, von denen
Jaqueline Chantal Rihannas Eltern gar nichts wissen. Faizah Kalila spricht unter Umständen besser Deutsch als Jaqueline Chantal Rihanna weil die Eltern sehr defizitorientiert denken und alles tun, was in ihrer Macht steht, Defizite auszugleichen.
Ford schrieb am 19.03.2018:Es gibt auch genug Menschen mit "normalen" Namen, die sich so verhalten wie Kevin und Chantal.
Bei der Namensgebung eines Kindes sollte man gut darüber nachdenken, wie dieser Name auf Außenstehende wirkt. Wer nicht viel nachdenkt und seinem Kind einen exotischen Namen gibt, der total bescheuert klingt, hat zwar in den ersten Jahren nach Geburt seinen "Spaß" am tollen Namen, doch das eigene Kind wird diesen Namen jahrzehntelang bis zum Tod mit sich führen.
Wir hatten auch schon sehr vernünftigte "Kevins" an der Schule, die besser abschnitten als Maximilian - obwohl sie weitaus schlechte häusliche Bedingungen haben. Und es gibt in beide Richtungen Ausreißer - auch das beste Elternhaus ist kein Garant für beruflichen Erfolg und es gibt auch Kinder aus der Unterschicht, die sich mit einer Wahnsinnsdisziplin zum Abitur katapultieren und einen Bildungsabschluss erreichen, der weit über dem ihrer Eltern liegt - ohne dass sie je ermutigt wurden.
Ilvareth schrieb am 20.03.2018:Der Kevin ist doch eigentlich schon wieder out, Tyler ist der neue Kevin.
Ich hab mal ne Studie gelesen, die besagt, dass die Namengebung eigentlich von der Oberschicht einer Gesellschaft vorgegeben wird, weil diese sich versucht, hierdurch von der Unteschicht abzugrenzen. Der erste Schwung Kevins war gar nicht sooooo Unterschicht. Dann aber zieht die Unterschicht nach und nennt ihre Kinder so, wie es die Oberschicht tut. Woraufhin diese wieder den Schlag der Namen ändert und zum Beispiel zu alten deutschen Vornamen zurückkehrt, um sich abzugrenzen.
Ich glaube vor dem 1. Weltkrieg gab es einfach einen Namenspool, aus dem sich alle bedienten - Anna oder Elisabeth konnten die Kinder der Magd oder der Herrin sein. Dann kam die Mode der individuelleren Namensgeberin. Kevins gibt es heute selten,
aber Justins, Dustins, Jayden, Zoe, ....
Ilvareth schrieb am 20.03.2018:Am besten sind aber immer noch die Eltern, die eine möglichst ungewöhnliche Schreibweise für den Namen wollen. Theiler zum Beispiel, oder Geniver. Der Osten konnte das damals auch sehr gut. So viele Mädchen, die Kerolein hießen (ja, auch in der Schreibweise hab ich das schon gesehen!). Ich hatte mal eine Xira zu betreuen. Und wie spricht man Xira? Schira! Logisch, liegt ja nahe....
Oh ja ... was auch mal eine Weile in war, waren so Doppelnamen Kevin-Jackson und die Eltern bestanden darauf, dass es ein Name ist und auch so ausgesprochen wird.
Dornenrose schrieb am 20.03.2018:Momentan höre ich in meinem Bekanntenkreis immer nur die selben Namen, Emma, Ben, Finn, Noah, Mia, Amelie, Elias, Paul ... Und ne kleine Arwen kenn ich auch ;-) Natürlich von Herr der Ringe inspiriert
Das ist die Mittelschicht ... die haben wieder einen Namenspool geschaffen ... Er ändert sich alle drei - fünf Jahre.
Alari schrieb am 20.03.2018:Jap. Lehrer werden es in sechs Jahren leicht haben, sich die Namen ihrer Schueler zu merken, weil es nur vier oder fuenf geben wird! :D
Das ist mitunter echt ein Problem. Hatte mal eine Klasse mit drei Maximilians und vier Emmas. Seufz. Zwei gleiche Namen sind kein Problem, das hat man in fast jeder Klasse und witzigerweise oft gar nicht die Dauerbrenner.
Ilvareth schrieb am 20.03.2018:Was ich auch schwierig finde, sind Namen, die klingen, als seien sie kein ganzer Name. Nane zum Beispiel. Oder Tessa. Das Kind wird ein Leben lang gefragt „Und wie heißt du richtig?“
Leni ... oder so. Ja. Das finde ich persönlich auch echt Schade, v.a., weil es in der Berufswelt gar nicht gerne gesehen wird. Ich hatte schon mehrere Schüler, die beim Eintritt ins Berufsleben ihren Namen nun fälschlicherweise mit der Grundform angeben, also Magdalena Maier statt Leni Maier und mit Maier unterschreiben.
Doors schrieb am 20.03.2018:Namen spiegeln auch immer den jeweiligen "Geisteszustand" der Eltern wieder.
Ja, und manchmal ist es echt für Außenstehende schwer zu ertragen ... Wenn du einen Jackson-Malcom Schmidt hast, der absolut brauchbar ist und ein Wirtschaftsstudium macht (nicht, dass es als Klempner nicht auch doof wäre, so einen Namen zu haben, aber da kannst du dich wenigsten mit Schmidt vorstellen) und schon ahnt, dass sein Name "Hochhaus" brüllt.
Doors schrieb:Tach, ich heiss' Anders.
Und es gibt noch Eltern, die es sehr witzig gefunden hätten, dich Anders Anders zu nennen ...
AthleticBilbao schrieb:Ganz ehrlich, ich kann diese Reaktion bestens nachvollziehen und ich kann aus meinen Erlebnissen aus dem ÖPNV bestätigen, dass die bildungsferne Schicht (auf die dieses Aussehen ja leider sehr oft zutrifft, verstehe, wer will, mir wäre das ja peinlich) ihren Kindern entsprechende Namen gibt. Kevin ist mir noch nicht persönlich aufgefallen, Chantalle aber sehr wohl und vor allem englische Namen. Wieso die ihren Kindern fremdsprachige Namen geben, obwohl sie diese Fremdsprache vermutlich nicht mal ansatzweise beherrschen (sieht man ja auch oft, wenn man sich die Schreibweise der Namen zu Gemüte führt), verstehe ich allerdings nicht.
Ich glaube, das ist die ganze Lebenswelt, ein anderer Geschmack verbunden mit einer Sehnsucht nach etwas außergewöhnlichem und exotischem. Wenn Jaqueline Chantal Rihannas Mutter alleinerziehend um jeden Cent feilscht (und wenn ihr jemand hilft, den in Tabak oder Alkohol umsetzt, um der Realität kurzfristig etwas zu entgehen) dann gibt der Name etwas Hoffnung, dass aus ihrem Kind doch noch was besonderes wird.
sacredheart schrieb:Mir tun die Kevins leid, die aus dem Ausland hierher gezogen sind, in dem es keinen Kevinismus gibt.

Ja - wobei die meistens einen entsprechenden Nachnamen haben. Kevin Müller-Schmidt ist halt nochmal eine Steigerung.
sacredheart schrieb:Deshalb finde ich Namensgebungen nach aktuellen Schauspielern, Sängern oder Sportlern auch für etwas kurz gedacht, schließlich können die sich auch plötzlich anders darstellen.
Macht auch nur eine bestimmte Schicht ...


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Was ist dran am Kevinismus?

23.03.2018 um 19:58
Ich habe in meinem Leben noch keine Leute getroffen die Schantal, Kevin, Zoe heißen, keine Ahnung wo ihr alle wech kommt.
Wanne Eickel, kanns nich sein.


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24.03.2018 um 11:06
Wir haben noch vergessen, über die nordische Namensgebung der Ikea-Waldorf-Eltern-Generation zu lästern.

Sie hob sich durch einen zwingenden Doppelvornamen ab: Finn-Torben mal als Beispiel.

Da stand mir immer eine äußerst resolute Mutter vor Augen, die schon die Kindergärtnerinnen mit der Hochbegabung ihres zwar ganz netten, im wesentlichen aber unauffälligen Sprößlings nervte. Finn-Torben war für den Kindergarten immer etwas overdressed, eher still aber er hatte - seiner erhofften Hochbegabung zum Trotz - im Alter von 4 Jahren noch keine existentialistische Oper komponiert, was sicher an der mangelnden musischen Förderung durch neidische Erzieherinnen lag, keinesfalls daran, dass er nur ein normaler Junge war.

Es gibt bei der Namenswahl immer einiges zu bedenken und auch persönliche Erfahrungen spielen eine Rolle.

Ich hätte meine Tochter nie Eva-Maria genannt, obwohl es daran eigentlich nicht asuzusetzen gibt, bis auf eine Kollegin, die dieses 'Meine Eva-Maria' immer mit einem herablassend-dauerbeleidigten Augenaufschlag vortrug, dass ich das nie übers Herz gebracht hätte.

Ich bin weiterhin gespannt, man sich bei uns der Us amerikanische Mittelbuchstabe mal größerer Beliebtheit erfreut, wie in Franklin D. Roosevelt. Um in einer namhaften Anwaltskanzlei oder einer Rating Agentur etwas anderes tun zu dürfen, als abends feucht durchzuwischen, gehört dieser mysteriöse Mittelbuchstabe einfach zum guten Ton, auch wenn er durch George Dabbelju Bush etwas gelitten hatte.

Vielleicht verschafft das dann auch Chantalle G. Dumpfbacke zu besseren Entwicklungschancen.

Hauotsache, Familie Schweiss nennt ihren Sohnemann nicht Axel.


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24.03.2018 um 11:35
Ich kenne sogar eine Chantal in meinem Alter, also Mitte 30. und die stammt nicht aus Frankreich. Zu der Zeit sprach man den Namen aber auch noch französchisch aus, da hatte Chantal noch nicht diese Prägung, die der Name heute hat. Auch Chantal ist aber wie Kevin abgelöst worden von Chayenne und Angelina (welche hierzulande auf der ersten Silbe betont wird). Ich fand es auch wahnsinnig schwer, für mein Kind einen Namen auszusuchen, der möglichst wenig Raum für Assoziationen bietet, aber auch kein Sammelbegriff ist. Möglichst sollte auch an der Schreibweise klar sein, wie man das ausspricht, das habe ich nämlich bei meinem Namen nicht und finde es lästig. Zu guter letzt sollte es nicht irgendeine blöde Bedeutung haben. Die beliebte Lea zum Beispiel ist nämlich nicht nur die lateinische Löwin, sondern taucht auch in der Bibel auf und bedeutet dort „die, die sich vergeblich müht“. Es sollte nicht klingen wie eine Abkürzung und auch nicht dazu verleiten, abgekürzt zu werden.
Da wurden neun Monate knapp für die Suche, denn mit dem Nachnamen muss es ja auch noch irgendwie klangvoll bleiben.

@sacredheart
Wenn es mal bei Finn-Thorben oder Jan-Ole geblieben wäre. Der Namensgebungstrend wanderte weiter nach Norden, und zu den hier eingebürgerten Björns kamen Namen, die in unseren Ohren schräg klingen, wie Lasse, Bosse, Bengt, Tjelfe, Bjarne oder Ragna. Man hegte damals den leisen Verdacht, dass Kinder jetzt nach den Möbeln benannt werden, auf denen sie gemacht wurden. So schön ich den Namen Tjelfe an sich finde, der knirscht in unserem Sprachraum einfach. Wir hatten damals so viele Namen auf der Liste, die uns gefielen, wo ich aber gleichzeitig gedacht habe: „Kannste nicht machen, damit tust du dem Kind nix Gutes.“


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25.03.2018 um 21:01
staples schrieb am 19.03.2018:Arwen find ich sogar recht nett als Mädchennamen
geht gar nicht


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26.03.2018 um 08:22
missmary schrieb:dann gibt der Name etwas Hoffnung, dass aus ihrem Kind doch noch was besonderes wird.
Wie ein Bekannter mal sinngemäß über solche Eltern gesagt hat: Der Name kostet nichts, dann soll wenigstens der was Besonderes sein. (Ergänzung von mir: und wenn es was besonders Doofes ist...)


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StUffz
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26.03.2018 um 09:33
@hallo-ho



Erinnert mich an einen "Korbidian" aus dem Kindergarten. Seine Eltern waren so Leute, die nur Spielzeug aus nachhaltig und schonend gefällten Bäumen im Tausch gegen mundgeklöppelte Ponchos für ihr armes Kind hatten.
Der durfte zum Kinderfasching einen Fruchtjoghurt als Süßigkeit mitnehmen...


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26.03.2018 um 12:02
Mein Favorit aus Kindergartenzeiten meines Sohnes war Rigobert. Unfassbar, was manche Eltern ihren Kindern antun....


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26.03.2018 um 12:07
Ein gehypter Name im negativen Sinn... Mehr als Witz gedacht. Bei dem ehemals nominierten Jugendwort "Alpha Kevin" musst ich lachen :D


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26.03.2018 um 12:09
Mrs.Rollins schrieb: Rigobert
Was zum-
Hat sich bei "Robert" jemand verschrieben? Sollte Robert rigoros werden?

Was ich mich da frage, hatten die Eltern ausnahmslos keinen Kinderwunsch und wollen die Sprösslinge daher mit den Namen bestrafen?


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26.03.2018 um 12:13
Ich kenn einen Rigobert, der ist allerdings Ü60.
Mit dem Namen kann man sich damit trösten, dass eine Friedensnobelpreistärgerin Rigoberta mit Vornamen heißt.


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26.03.2018 um 12:22
@hallo-ho
Friedensnobelpreis ist zwar schön aber irgendwie ein schwacher Trost


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Chu
ehemaliges Mitglied

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26.03.2018 um 13:19
hallo-ho schrieb:Ich kenn einen Rigobert, der ist allerdings Ü60.
Mit dem Namen kann man sich damit trösten, dass eine Friedensnobelpreistärgerin Rigoberta mit Vornamen heißt.
Haha :'D
Gottseidank.
Einer meiner besten heißt Detlef. Und der sieht extrem gut aus. Grausame Welt.
Da lacht auch jeder drüber, bis man ihn mal gesehen hat.


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