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Mir wurde die Wohnung wegen Eigenbedarfes gekündigt

291 Beiträge, Schlüsselwörter: Wohnung, Kündigung, Kummerkasten

Mir wurde die Wohnung wegen Eigenbedarfes gekündigt

12.04.2018 um 07:03
@Alphabetnkunst

Ich verstehe nicht, was du schreibst.

Meinst du, man soll eigenen Familienmitgliedern eine Wohnung vorenthalten, die man ihnen geben könnte, weil derzeit Fremde in der Wohnung zur Miete wohnen?
Nee also sorry, aber da sind mir dann Geschwister oder Eltern beispielsweise doch näher. Wenn ich richtig nett bin, dann helfe ich vll. in einem gewissen Rahmen den aktuellen Mietern, eine andere Wohnung zu bekommen. Beispielsweise mit der Empfehlung an andere Vermieter, dass die immer pünktlich zahlen, ruhig und anständig sind.

Doch raus müssen die im Zweifelsfall, wenn enge Familienmitglieder Unterstützung brauchen.
Wir haben ein einfaches Vertragsverhältnis.

Ich kann mich als Vermieter, wenn der Mieter kündigen will, ja auch nicht hinstellen und sagen:,,Hey, dann hab ich ja keine Mieteinnahmen mehr, wenn du ausziehst, kommt nicht in die Tüte, die Kündigung ist unwirksam!"


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12.04.2018 um 07:33
Alphabetnkunst schrieb:Wo wäre eigentlich da das Problem, eventuell mal seine Familie bei sich wohnen zu lassen. Jemanden, der dann tatsächlich auf der Straße stehen könnte, auf die Straße zu schicken, ist echt fies.
Lol sonst ist aber alles gut?
Wenn ich die Möglichkeit habe, meine Verwandten in einer Wohnung die mir gehört unterzubringen, dann nutze ich diese Möglichkeit. Da lass ich die doch nicht mit mir in ner WG wohnen, was sicherlich deutlich stressiger ist.


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12.04.2018 um 12:48
Sixtus66 schrieb:Zumal man mit einem Berg von Schulden nicht mehr frei ist, mental sowieso nicht - und man ist immer gebunden und muss am Status Quo festhalten und hoffen dass sich wirtschaftlich nichts ändert und man auf ewig im selben Job bleibt oder sofort einen mit vergleichbaren Lohn findet was auch nicht so sicher ist. Würde mir auch niemals was kaufen und auf Anhieb im günstigsten Fall 150.000 Euro Schulden wegen einer Wohnung machen in der man dann vielleicht doch nicht bleibt oder gar nicht bleiben kann.
Recht kurzfristig gedacht. Wohnungen/Häuser verlieren langfristig nicht an Wert. Kurzfristig kann es passieren. Ja. Langfristig steigt der Wert. Mein Eigentum hat heute den Wert in Euro den ich in DM bezahlt habe. Ich zahle an die Bank noch immer den gleichen Betrag wie zu der Zeit als ich das Teilchen gekauft habe (1999). Es gibt keine Mieterhöhung.
Ich zahlte damals an die Bank im Monat 100DM mehr als ich als Kaltmiete für vergleichbares hatte. Heute liege ich mit den Zahlungen 150€ unter dem Vergleichbaren Mietwert.
Natürlich zu beachten. Die Einmalaufwendungen wie Notar und evtl Küche etc. und die Rücklagen für Sanierungen/Erneuerungen wie Heizung etc.
Wenn das Ding mal abbezahlt ist, bin ich (Kalt)Mietfrei. Abgesehen von den Rücklagen. Wenn ich umziehen muss, geschätzt 4 Wochen dann ist das Ding wech und von dem Geld kann ich am neuen Ort wieder kaufen. Steigen hier die Preise steigen sie dort auch. Fallen sie hier, fallen sie dort auch.
Langfristig fährst du mit Eigentum günstiger. Einzige Ausnahme, du fällst mit den Zahlungen aus. Das kann man mit Risikoversicherungen abdecken (bei mir macht das 25€ im Monat für das Eigentum). Als Mieter zahlungsunfähig biste halt dann auf der Straße.


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12.04.2018 um 13:59
Also es ist doch so: Wenn ich eine Wohnung miete, dann muss mir doch irgendwo klar sein, dass die Möglichkeit besteht, dass der Vermieter mir aus irgendwelchen Gründen kündigen kann. Klar, der Eigenbedarf steht an erster Stelle. Im Übrigen kann es auch passieren, dass die Wohnung verkauft wird und der künftige Vermieter mich aus meiner Wohnung haben will. Die sicherste Methode ist hier also sich irgendwie Eigentum anzueignen. Klar, das ist riesen Verantwortung und auch ein Haufen Geld. Langfristig gesehen ist es doch aber so, dass wir in ein paar Jahren nicht mehr dieselbe Miete zahlen werden wie bisher. Bei einer Finanzierung sieht das anders aus. Da weiß ich, dass meine Rate gleichbleibend konstant ist. Also groß zu heulen wegen Eigenbedarf die Kündigung erhalten zu haben kann ich nicht so wirklich verstehen. Klar, ärgerlich und vielleicht auch nicht gerade passend, aber dennoch muss man irgendwie halt auch damit rechnen. Das ist wie im Job auch.


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12.04.2018 um 14:11
Kc schrieb:Meinst du, man soll eigenen Familienmitgliedern eine Wohnung vorenthalten, die man ihnen geben könnte, weil derzeit Fremde in der Wohnung zur Miete wohnen?
Dein Ziel als Vermieter ist es doch aber, Wohnungen an fremde Menschen zu vermieten?
stuffz schrieb:Lol sonst ist aber alles gut?
Wenn ich die Möglichkeit habe, meine Verwandten in einer Wohnung die mir gehört unterzubringen, dann nutze ich diese Möglichkeit. Da lass ich die doch nicht mit mir in ner WG wohnen, was sicherlich deutlich stressiger ist.
Keine WG, sondern eine vorübergehende Aufnahme, bis sie eine Wohnung gefunden hat.
Eine Kündigungsfrist besteht eh aus drei Monaten, in der Zeit dürfte sie auch locker eine Wohnung finden, die frei ist und so lange müsste sie eh woanders unterkommen, oder bleibt so lange auf ihrer alten Wohnung sitzen. Demnach ist es völlig sinnfrei, eine bereits besetzte Wohnung frei zu machen.


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12.04.2018 um 14:15
Alphabetnkunst schrieb:Dein Ziel als Vermieter ist es doch aber, Wohnungen an fremde Menschen zu vermieten?
Nicht zwingend, nein. Wo steht das? Ich stelle lediglich mein Eigentum zur Verfügung und das im dümmsten Fall lieber der eigenen Familie, als Fremden.
Alphabetnkunst schrieb:Keine WG, sondern eine vorübergehende Aufnahme, bis sie eine Wohnung gefunden hat.
Ich habe doch aber eine Wohnung, die ich ihnen zur Verfügung stellen kann.
Alphabetnkunst schrieb:Eine Kündigungsfrist besteht eh aus drei Monaten, in der Zeit dürfte sie auch locker eine Wohnung finden, die frei ist und so lange müsste sie eh woanders unterkommen, oder bleibt so lange auf ihrer alten Wohnung sitzen. Demnach ist es völlig sinnfrei, eine bereits besetzte Wohnung frei zu machen.
In der Zeit kann aber der, dem gekündigt wurde, genauso eine Wohnung finden. Wenn also die Familie, oder nennen wir es "Eigenbedarf" vor hat, länger in der Gegend, in der Stadt, in dem Haus zu bleiben. Warum also nicht? Ich hätte auch lieber Leute in meiner Wohnung, die ich kenne. Und wenn ich mit meinem Mieter vielleicht sowieso nicht zu 100% zufrieden war, dann erst recht.


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12.04.2018 um 14:32
@Alphabetnkunst

Wenn ich eine Wohnung vermiete, will ich dafür normalerweise Geld haben, richtig.
Trotzdem ist es mir wichtiger, dass meine Schwester oder Bruder oder die Eltern eine Wohnung haben.
Dafür verzichte ich auch mal auf Mieteinnahmen.

Sollte eigentlich logisch sein.

Die Argumentation find ich ja auch lustig, dass doch die Familienmitglieder selbst leicht eine Wohnung finden können - dann können das ja die Mieter, denen ich kündige, genauso einfach oder? :D


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12.04.2018 um 14:52
@Abahatschi
Warum kaufst Du Dir keine Wohnung?
Auch deren Preise sind wahnsinnig gestiegen. Und man ist eigentlich Mieter, weil man ja das Geld zum Kauf nicht hat.
kosteneffektiver als in den eigenen 4 Wänden kann man nicht wohnen.
Das ist prinzipiell richtig, nur braucht man eben das Geld, um eine Wohnung zu kaufen. Und eine Hypothek/Vollfinanzierung bekommt eben nicht jeder.
Wenn diese Hürden geschafft sind, ist eine eigene Wohnung in der Tat sinnvoller. Alleine schon, weil einem nicht gekündigt werden kann.


@Sixtus66
Zumal man mit einem Berg von Schulden nicht mehr frei ist, mental sowieso nicht - und man ist immer gebunden und muss am Status Quo festhalten und hoffen dass sich wirtschaftlich nichts ändert und man auf ewig im selben Job bleibt oder sofort einen mit vergleichbaren Lohn findet was auch nicht so sicher ist.
So dachte ich auch mal, aber nach vierzig Jahren Mietärger und vielen Euros für Miete ausgegeben, die locker gereicht hätten, eine eigene Bude zu kaufen, denke ich jetzt anders.
Mit Mietverpflichtungen bist Du ja auch nicht mehr frei. Und musst Dir ständig Sorgen um Mieterhöhung oder Kündigung, siehe TE, machen. Es ist leider jugendliche Unbedachtheit, falsches Freiheitsdenken und fehlender Weitblick, der viele junge Menschen davon abhält, sich eine Wohnung kaufen zu wollen.
Junge Menschen blenden offenbar gerne die Tatsache aus, dass auch sie älter werden. Irgendwann Rente beziehen und damit u.U. noch nicht einmal ihre Miete zahlen werden können. Mit einer Eigentumswohnung bräuchten sie das aber gar nicht.

Es ist, von der Zahlungsverpflichtung her, schon egal, ob ich Kreditzinsen oder Miete zahle. Miete hat den Nachteil, dass die Kohle an jemand anderen geht, mit einem Kredit wirtschafte ich in die eigene Tasche. Die Wohnung gehört mir nach 20 - 30 Jahren. Und danach sind Deine Mietausgaben NULL.
Mit Miete gehört mir die Wohnung trotzdem nicht, ich habe auch kein Geld mehr übrig, auf eine Wohnung zu sparen, aber der Vermieter kann sich eine weitere Wohnung von meiner Miete kaufen.

Jobveränderungen sehen nur anfänglich bedrohlich aus. Wie @Abahatschi schon richtig sagte, kann ich die Wohnung ja wieder verkaufen. Oder ich könnte sie inzwischen vermieten und wenn ich sie wieder bewohnen will, Eigenbedarf geltend machen.
Und wenn es wirklich hart auf hart kommt, dann verkauf ich das Ding und werde halt Mieter.
Aber von vorherein aus Kurzsichtigkeit sagen, ne, ich will frei sein (Haha! Wovon denn?) und für den Rest meines Leben anderen ein bequemes Leben sichern, ist nicht gerade besonders schlau gedacht.
Ich wünschte, mir hätte das mal jemand vor Jahrzehnten klar gemacht.


@TunFaire
Ich zahlte damals an die Bank im Monat 100DM mehr als ich als Kaltmiete für vergleichbares hatte. Heute liege ich mit den Zahlungen 150€ unter dem Vergleichbaren Mietwert.
Deutlicher kann man es nicht sagen.
Das kann man mit Risikoversicherungen abdecken (bei mir macht das 25€ im Monat für das Eigentum).
Eben. Aber auch das Ablehnen von sinnvollen Versicherungen ist ebenfalls kurzsichtig und reichlich unüberlegt gehandelt.


@Alphabetnkunst
Dein Ziel als Vermieter ist es doch aber, Wohnungen an fremde Menschen zu vermieten?
Nur, wenn ich sie nicht brauche. Es gibt ja nicht nur den einen Grund, Vermieten, warum man sich eine Wohnung anschafft. Andere Gründe sind: Kapitalanlage, Eigenbedarf oder seine Kinder unterstützen oder ihnen etwas vererben zu wollen.
Keine WG, sondern eine vorübergehende Aufnahme, bis sie eine Wohnung gefunden hat
Warum soll sich der Wohnungseigentümer einschränken, damit es dem Mieter besser geht? Und für wie lange?
Abgesehen davon gibt es ja monatelange Kündigungsfristen.


@Lilith101
Ich hätte auch lieber Leute in meiner Wohnung, die ich kenne.
Nicht nur das, ich gebe meine Wohnung auch lieber meinen Kindern, anstatt für diese eine andere Wohnung teuer anzumieten.
Würde ich allerdings für mein Kind eine Wohnung finden, die ich mit der Miete des Mieters bezahlen könnte, wäre es etwas anderes. Vorausgesetzt, mein Kind braucht die Wohnung wirklich nur zum Studieren.

Allerdings ist diese Idee eher undurchführbar, da die Miete alleine kaum woanders Miete und Betriebskosten bezahlen wird. Da man außerdem die Hälfte der Miete für zu erwartende Reparaturen sparen sollte, wird so ein Arrangement dem Samariter sehr teuer kommen. Trotz Nächstenliebe würde ich das auch nicht machen.


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12.04.2018 um 14:56
off-peak schrieb:Auch deren Preise sind wahnsinnig gestiegen. Und man ist eigentlich Mieter, weil man ja das Geld zum Kauf nicht hat.
Nicht unbedingt, in manchen Fällen ist eine Finanzierungsrate niedriger als Miete. Aber klar, wer keine gute Schufa-Auskunft, sicheres Gehalt, befristeten Vertrag hat, da wir es schwierig.

Insgesamt lässt sich sagen: Der Vermieter arbeitet für seine Wohnung, bezahlt sie, Renoviert sie und damit schlussendlich die alleinige Entscheidunsgewalt über sein Eigentum. Was ich nur richtig finde.


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12.04.2018 um 14:58
Es ist auch egal, ob der Vermieter etwas für seine Wohnung tut, es ist einfach seine. Und er hat nun mal das Recht auf Eigenbedarf. Wäre ja noch schöner, wenn man seine eigene Wohnung nicht mehr wieder bekäme.

Und prinzipiell ist der Erwerb von Eigentum keine dumme Idee.


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12.04.2018 um 15:00
@off-peak
Ja, stell dir mal vor du verleihst dein Auto für eine bestimmte Zeit und bekommst es nicht wieder. Wie ich oben schrieb, er arbeitet und zahlt für die Wohnung, es ist sein rechtmäßiges Eigentum, das er auf Zeit gegen Gebühr zur Verfügung stellt. Ende der Durchsage. Wenn er es selbst benötigt, dann ist das nun mal so.


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12.04.2018 um 15:10
@Lilith101


hm also ich lese hier noch grade das hier...

https://www.mieterbund.de/mietrecht/ueberblick/kuendigungsschutz.html
Zieht der Mieter nach Ablauf der Kündigungsfrist nicht aus, darf der Vermieter die Räumung der Wohnung nicht "auf eigene Faust" veranlassen, er muss vor Gericht auf Räumung klagen. In diesem Prozess wird die Vermieterkündigung auf ihre Berechtigung hin geprüft, und Gegenrechte des Mieters werden berücksichtigt.
es landet also immer vor Gericht und er Vermieter muss halt die Klage einreichen. Falls die Gründe wirklich nicht berechtigt sind könnte man ja riskieren einfach "wohnen zu bleiben".

Das Gericht berücksichtigt dann sowieso beide Seiten. Naja und mit einer Rechtsschutzversicherung sollte man hier kostentechnisch auf der sicheren Seite sein.
Erst zahlt ja sowieso der der die Klage einreicht...und das ist halt der Vermieter.

@off-peak

ja da muss man halt wirklich abwägen, ob man kauft oder nicht. Groß aufpassen bei den Zinsen...denn hier schlagen viele Banken bei unachtsamen Kreditnehmern zu. So dass man am Ende Zinsen ohne Ende gezahlt hat.

Ich denke aber beiden Niedrigzinsen zur Zeit kann man da schon etwas runterhandeln getreu dem Motto "ich nehm sonst euren Kredit nicht". Muss man natürlich auch Ahnung haben.....denn bei den Zinsen verstehen die meisten Banken gar keinen Spaß und sind knallhart.


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12.04.2018 um 15:16
knopper schrieb:es landet also immer vor Gericht und er Vermieter muss halt die Klage einreichen. Falls die Gründe wirklich nicht berechtigt sind könnte man ja riskieren einfach "wohnen zu bleiben".
Es landet vor Gericht, wenn der Vermieter aufgrund der Kündigung nicht auszieht. Man kann aber davon ausgehen, wenn der Vermieter wegen Eigenbedarf kündigt, dann ist das auch so. Ansonsten gäbe es andere Möglichkeiten. Und wird dies vor Gericht festgestellt, wird der Mieter alle Kosten tragen müssen. Viel Erfolg, mir wäre das zu heikel auf gut Glück ;)
knopper schrieb:Das Gericht berücksichtigt dann sowieso beide Seiten. Naja und mit einer Rechtsschutzversicherung sollte man hier kostentechnisch auf der sicheren Seite sein.
Erst zahlt ja sowieso der der die Klage einreicht...und das ist halt der Vermieter.
Prinzipiell finde ich es einfach sehr frech einfach dort wohnen zu bleiben. Denn wie gesagt, ohne Grund wird einem ja nicht gekündigt. Er möchte doch nur auf sein Eigentum zugreifen können um damit vielleicht jemand bedürftigem aus der Familie zu helfen. So verwerflich finde ich das nicht als dass man vor Gericht ziehen muss wegen einer ordentlichen Kündigung.


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12.04.2018 um 15:47
TunFaire schrieb:Wohnungen/Häuser verlieren langfristig nicht an Wert.
TunFaire schrieb:Wenn ich umziehen muss, geschätzt 4 Wochen dann ist das Ding wech und von dem Geld kann ich am neuen Ort wieder kaufen. Steigen hier die Preise steigen sie dort auch. Fallen sie hier, fallen sie dort auch.
Das stimmt nur für bestimmte Szenarien. Es gibt genügend Gegenden - auch hierzulande - in denen das nicht so ist.
Die Frage ist, ob Dein Eigentum in einer gefragten Gegen liegt oder nicht oder ob es nicht schon Teil einer Immobilienblase ist. Wenn nicht, bekommst Du es auch nicht oder nur schwer wieder los und es verliert stetig an Wert, da das Gebäude schlicht altert.
Es gibt Gegenden (München, Stuttgart z.B.), in denen werden voraussichtlich die Preise noch weiter steigen. Trotzdem ist es jetzt schon so teuer, dass man über eine Menge Geld verfügen muss, das überhaupt in einer vernünftigen Zeit abbezahlen zu können.
Dann gibt es Gegenden, in denen sind die Preise unten und werden unten bleiben oder gar noch sinken (ländliche und strukturschwache Gegenden). Und es gibt Gegenden, da laufen die Kaufpreise den zu erziehlenden Mieten bereits davon, es entsteht eine Immobilienblase, die mittelfristig zu einem Preisverfall führt.

Wenn man diese Strategie verfolgt, muss man beurteilen, wie sich die Preise in der gewünschten Gegend voraussichtlich entwickeln. Das ist halt ein Risiko.
Weitere Risiken des Grundbesitzes sind unvorhergesehene Kosten. Beteiligungen an öffentlichem Straßenbau. Unvorhergesehene Schäden, die nicht versichert sind etc.

Ein Haus knapp zu finanzieren kann sich als erfolgreich heraus stellen, ist aber mir Risiken verbunden, die man als Mieter nicht hat.

Auch fallen beim Erwerb bzw. Verkauf Zahlungen an, die Du nicht wieder bekommst. Grunderwerbssteuer, Notarkosten, ggf. Spekulationssteuern.

Man kann nicht pauschal sagen, dass Kaufen stets besser als Mieten ist. Es hängt von der Gegend, den eigenen Zielen, der Risikobereitschaft sowie dem Vermögen und Einkommen ab.
knopper schrieb:Falls die Gründe wirklich nicht berechtigt sind könnte man ja riskieren einfach "wohnen zu bleiben".

Das Gericht berücksichtigt dann sowieso beide Seiten. Naja und mit einer Rechtsschutzversicherung sollte man hier kostentechnisch auf der sicheren Seite sein.
Eine Rechtsschutzversicherung beinhaltet nicht unbedingt Mietrechtssachen. Aber auch wenn das der Fall ist, werden u.U. Schadensersatzzahlungen fällig.
knopper schrieb:Erst zahlt ja sowieso der der die Klage einreicht...und das ist halt der Vermieter.
Letztendlich ist es der, der verliert.


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12.04.2018 um 15:52
dass man vor Gericht ziehen muss wegen einer ordentlichen Kündigung.
kleinundgrün schrieb:Ein Haus knapp zu finanzieren kann sich als erfolgreich heraus stellen, ist aber mir Risiken verbunden, die man als Mieter nicht hat.

Auch fallen beim Erwerb bzw. Verkauf Zahlungen an, die Du nicht wieder bekommst. Grunderwerbssteuer, Notarkosten, ggf. Spekulationssteuern.
Alles gar keine Frage. Ich persönlich wollte auch nicht für Eigentum werben. Es geht einfach darum, dass man sich als Mieter bewusst sein muss, dass mir so etwas durchaus passieren kann wenn ich in einer Mietwohnung wohne.


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12.04.2018 um 15:52
kleinundgrün schrieb:Man kann nicht pauschal sagen, dass Kaufen stets besser als Mieten ist. Es hängt von der Gegend, den eigenen Zielen, der Risikobereitschaft sowie dem Vermögen und Einkommen ab.
Na klar. Wi immer, es gibt kein schwarz/weiß
Bekannte von mir wohnen zu Miete in einem Einfamilienhaus. 600m² Grundstück, 150m² Wohnfläche. Gute Wohnlage. Zahlen kalt 560€ im Monat. Seit 10 Jahren kein Mieterhöhung.
Der Vermieter hat das Haus mal geerbt, kann damit nichts anfangen und will mit der Miete nur seine Kosten decken und ist froh Mieter drin zu haben die Kleinscheiß selber machen und auf sein Eigentum aufpassen und es pflegen.
Das ist glaub ich unschlagbar.
Denken, prüfen, etc. muss man schon


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12.04.2018 um 16:18
@Lilith101
Die Risiken sind in der Tat andere (wobei man auch als Eigentümer "rausfliegen" kann, wenn auch deutlich weniger wahrscheinlich).
TunFaire schrieb:Bekannte von mir wohnen zu Miete in einem Einfamilienhaus. 600m² Grundstück, 150m² Wohnfläche.
Sonderfälle gibt es natürlich auch.

Aber es gibt weite Gegenden, in denen kann ich mir ein Haus kaufen, weiß aber, dass ich es nicht oder nur verlustreich wieder losbekomme. Wenn ich da nicht dauerhaft hinziehen möchte, kann ich fast nur mieten. Und natürlich, wenn ich irgendwo hin muss oder möchte, wo ich mir den Kaufpreis schlicht nicht leisten kann.


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12.04.2018 um 16:21
kleinundgrün schrieb:wo ich mir den Kaufpreis schlicht nicht leisten kann
Da kannste dir wahrscheinlich auch die Miete nicht leisten. Hängen ja doch immer zusammen.
kleinundgrün schrieb:Aber es gibt weite Gegenden, in denen kann ich mir ein Haus kaufen, weiß aber, dass ich es nicht oder nur verlustreich wieder losbekomme
Klar, die gibt es. Aber muss ich da kaufen wenn ich davon ausgehe nicht langfristig dort bleiben zu wollen?


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12.04.2018 um 16:27
TunFaire schrieb:Bekannte von mir wohnen zu Miete in einem Einfamilienhaus. 600m² Grundstück, 150m² Wohnfläche. Gute Wohnlage. Zahlen kalt 560€ im Monat. Seit 10 Jahren kein Mieterhöhung.
Sowas gibts tatsächlich?
Aber schon in DE? :D


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12.04.2018 um 16:37
TunFaire schrieb:Aber muss ich da kaufen wenn ich davon ausgehe nicht langfristig dort bleiben zu wollen?
Eben. Und die Alternative ist mieten. Nur bringt es meist wenig, sich parallel dazu in der Gegend, in der Du dann später alt werden möchtest, Eigentum zuzulegen (es sei denn, Du bist hinreichend wohlhabend). Irgendwann reicht ja auch die Zeit bis zur Rente nicht mehr, um noch das Darlehen abbezahlen zu können.
TunFaire schrieb:Da kannste dir wahrscheinlich auch die Miete nicht leisten. Hängen ja doch immer zusammen.
Jein. Einerseits denk an die Immobilienblase - also die Gegenden, in denen Kaufpreis und erzielbare Mieteinnahmen auseinander gehen. Und andererseits kannst Du eine gammelige Wohnung eher mieten, als dass Du sie kaufen möchtest. Für etwas, dass Du eigentlich nicht haben möchtest, viel Geld auszugeben ist nicht ideal.

Noch was anderes. Du hast geschrieben, dass Du eine Restschuldversicherung hast. Da kommen mir die Beiträge aber enorm niedrig vor, in der Regel sind das so 5-10% der Darlehenssumme. Bei 25 Jahren Laufzeit sind das z.B. bei einer Summe von 200.000 EUR einige hundert Euro im Monat.


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