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Wie geht es Euch nach Eurer Abtreibung?

97 Beiträge, Schlüsselwörter: Abtreibung

Wie geht es Euch nach Eurer Abtreibung?

21.04.2018 um 02:07
@Danger_Johnny

Finde ich Klasse , daß Du Deine Erfahrung hier einbringst und Dich als Ansprechpartner für mögliche Betroffene zur Verfügung stellt. Ich kann mir auch vorstellen, daß Dein Verhalten in der Situation für uns Männer durchaus typisch ist. Einerseits ist es eben genauso auch unser Kind . Andererseits wissen wir, daß die Frau eben doch näher dran ist, das Kind wächst in ihrem Bauch. Und deshalb trauen wir uns oft nicht uns klar einzubringen, wenn wir wissen oder ahnen, daß unsere Partnerin eine andere Entscheidung treffen möchte. Doch, ich kann Dich gut verstehen.


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Wie geht es Euch nach Eurer Abtreibung?

21.04.2018 um 02:20
@schtabea
Noch ein Riesen Lob meinerseits wie du den Thread gestartet hast (kein pro und contra). Durch diese empathische und sachliche Art fällt es einem viel leichter von negativen Erlebnissen zu berichten.


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Wie geht es Euch nach Eurer Abtreibung?

21.04.2018 um 07:57
Puh, schwieriges Thema aber ja, ich habe es getan.
Es ist 20 Jahre her und hat zehn Jahre meines Lebens regelrecht zerstört.
Damals war ich 19 Jahre alt, hatte mein Leben noch nicht im Griff.
Jobbte, hielt mich über Wasser, hatte keinen Plan wo mein Leben hingehen sollte.
Mein "Problem" war nicht wirklich, dass ich schwanger war sondern vielmehr,
dass es Zwillinge waren und diese durch eine nicht sehr schöne Situation
entstanden sind. Wegen diesen Umständen versuchte ich - noch unwissend über die
Schwangerschaft - mir das Leben zu nehmen und schluckte Tabletten.
Als ich von meiner Schwangerschaft erfuhr, war ich in der elften Woche, hatte kaum Zeit, mir wirklich Gedanken
zu machen. Was, wenn ich sie mit der Tablettenvergiftung geschädigt hatte?
Was, wenn ich als Mutter versagen würde? Was, wenn eines der Kinder aussehen würde wie...
Keine andere Woche in meinem Leben hat mich mehr zerrissen als die damals, welche vergehen musste
zwischen Schwangerschaftsberatung und dem Termin des Abbruchs.
Zwanzig Jahre ist das her und ich hab eben wieder Tränen in den Augen während ich hier schreibe.
Ich seh die nackten Fliesen in dem OP, diese verdammte Uhr an der Wand dort,
die die letzte Zeit meiner geliebten Kinder wegtickt, diese Menschen um mich rum mit Mundschutz und hektischen
Bewegungen. Jedes mal, wenn ich daran denke katapultiert es mich zurück in diesen fensterlosen, kalten Raum
in dem ich zugelassen habe, dass meine Kinder sterben.

Wie es mir damit geht? Ich habe zehn Jahre meines Lebens meine Kinder schreien gehört - jede Nacht in
meinem Kopf. Ich habe versucht, mir selbst zu verzeihen; dass mir der Mut gefehlt hatte für diese
Entscheidung. Auch heute, all diese Jahre später, ist mir klar, dass ich kaum eine andere Wahl hatte
und die Chance auf gesunde Kinder fast Null war. Und doch bin ich nie ganz drüber weggekommen.

Sehr schlimm war für mich auch das Schweigen um mich herum. Niemand wollte dieses Tabuthema ansprechen,
man ließ mich allein in meiner kleinen, sehr privaten Hölle.
Oder diese Diskussionen von Menschen,
die da selber gar nicht drin stecken oder drin gesteckt haben aber urteilen wollen,
ob es ok ist, was ich getan habe. Ich wünsche niemandem, wirklich niemandem,
vor dieser Entscheidung zu stehen; sie zerreißt einem das Herz, regelrecht
und wenn man endlich eine Entscheidung getroffen hat, dann stopft irgendwas oder irgendwer den Fetzen Herz, der übrigbleibt, zurück
in deine Brust und lässt dich stehen mit einem klaffendem, blutenden Loch.

Ich weiß nicht, was es jemandem hier bringt, wie es mir "damit" geht. Ich weiß nur, dass es mir gut tut,
von Zeit zu Zeit über meine Engel zu "reden" bzw zu schreiben; im realen Leben spreche ich so gut wie
nie darüber. Ich habe keine Lust und vielleicht manchmal auch die Kraft nicht mehr,
mich für eine Entscheidung rechtfertigen zu müssen, die 20 Jahre her ist und sehr sehr vieles in meinem
Leben zerstört hat. Sie sind Teil meines Lebens, vielleicht der dunkelste, aber sicher mit der liebste.
Ich glaube, viele haben keine Ahnung, wie das wirklich ist...


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21.04.2018 um 08:07
@DarkTris

Tut mir sehr Leid, dass du immer noch daran zu knabbern hast. Und ich glaube, du sprichst da was sehr wichtiges an, was vielen gar nicht bewusst ist: auch, wenn es von außen betrachtet vielleicht eine "richtige" Entscheidung ist, weil alles rationale Denken dafür spricht, muss es sich noch lange nicht richtig anfühlen.

"Tu, was dein Herz sagt" ist eine abgedroschene Phrase, aber manchmal vielleicht doch gar nicht so falsch.

Und es ist traurig, dass man auch im Jahr 2018 noch alleingelassen wird mit der Thematik, weil sonst von außen Vorverurteilungen und schlimmeres kommt.


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21.04.2018 um 08:14
@becky

Wirklich dran zu knabbern wäre übertrieben aber in Momenten wie diesen hier holt es mich tatsächlich wieder ein.
Man kann noch so sehr seinen Frieden damit geschlossen haben - wenn man wieder drin steckt dann tut es wieder weh.
Aber das steht meinen Engeln auch zu und ich weiß, dass es in ein paar Tagen wieder gut ist und ich wieder mit einem
Lächeln an sie denken kann.

Richtige Entscheidung aus der Vernunft heraus ist halt nicht auch die Entscheidung, die das Herz getroffen hätte.

Und ja, ich finde es auch sehr traurig, wie allein man damit stehen gelassen wird. Man kann zu einem Psychologen / Psychiater gehen,
ja aber auch der stellt die Schreie der eigenen Kinder im Kopf nicht ab. Auch der beantwortet nicht die Frage,
wie viel Schmerz meine Kinder fühlten als sie sterben mussten. Auch er nimmt einem nicht die Schuld...


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21.04.2018 um 08:44
DarkTris schrieb:Und ja, ich finde es auch sehr traurig, wie allein man damit stehen gelassen wird.
Es kommt immer drauf an, wen man um sich hat. Eine ehemalige Kollegin hat abgebrochen im Einverständnis ihres damaligen langjährigen Partners. Sie hat es uns erzählt und auch über ihre Gedanken geredet, einfach war dieser Schritt für sie nicht. Niemand von uns hat sie verurteilt, wozu auch.

Es hat ihr glaube ich geholfen sich nicht ständig schuldig zu fühlen, da man ja nicht weiß wie und ob sich das Kind überhaupt entwickelt hätte. Wenn in so einem frühen Stadium abgebrochen wird, steht das Ende eben offen.


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21.04.2018 um 08:49
@Eya

Da hast Du recht, das Umfeld spielt da eine große Rolle.
Allerdings konnte ich selbst von mir aus damals nicht drüber reden.
Ich habe immer gehofft und gewartet, dass jemand fragt, wie es mir geht.
Aber da kam nichts, nicht mal von meiner Familie.
Die waren einfach genauso überfordert wie ich.


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21.04.2018 um 08:56
@DarkTris
Weil du dich dafür geschämt hast. Dafür kannst du heute dazu stehen. Es ist etwas sehr persönliches, ich würde eine Frau auch nicht drauf ansprechen wenn sie nicht darüber redet.


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21.04.2018 um 09:04
@Eya

Geschämt habe ich mich nie dafür. Es war anfangs eher ein Schock.
Ich habe damals nicht darüber gesprochen, weil ich es selbst noch gar nicht
wirklich begreifen konnte, ging ja alles viel zu schnell.
Und ich wollte niemanden damit belasten, so dumm das klingt.
Einen "Fremden", sprich Kollegen, neuen Partner,... würde ich auch nicht darauf ansprechen.
Aber meine Tochter, meinen Freund, meine Schwester,...
Da hätte ein "Wie geht es dir jetzt?" durchaus kommen können.
Aber die glaubten, ich würde schon reden wenn ich es wollte.
Sollte eigentlich alles auch gar kein Vorwurf sein, sondern viel mehr
wiederspiegeln, wie es mir damit erging.
Mit meiner Familie und den damals "betroffenen" habe ich diese Sache
längst geklärt. Jeder hat das Recht, mit dieser Situation überfordert zu
sein - auch das Umfeld. Ich gebe hier nur wieder,
wie sich das für mich angefühlt hat.


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21.04.2018 um 09:19
Guten Morgen allerseits, auch ich habe abgetrieben - mit 18 Jahren, kurz vor Ende meiner Ausbildung.
Vom Vater wusste ich schon vorher, dass er definitiv keine Kinder wollte - das war aber nicht der ausschlaggebende Punkt meiner Entscheidung. Vielmehr fühlte ich mich zu jung und das weniger meiner geistigen Reife wegen, als wegen der finanziellen/sozialen Zukunft. Ich wollte einfach "noch nicht".

Ich habe nichts bereut, nicht eine Sekunde. Ich hatte kein bisschen gelitten deswegen, weder körperlich, noch mental.

Rein informativ: Später wollte ich Kinder, war mehrfach schwanger, hatte u.a. 2 Fehlgeburten im 6. Monat. DAS war hart und ich finde es bis heute mehr als schade, bin aber trotzdem auch damit recht gut klar gekommen. Ich habe also leider keine Kinder oder wie meine Heilpraktikerin sagt: Ich habe Kinder, aber sie leben nicht mehr.
becky schrieb:"Tu, was dein Herz sagt" ist eine abgedroschene Phrase, aber manchmal vielleicht doch gar nicht so falsch.
Dem schließe ich mich an. Schön geschrieben, becky.


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21.04.2018 um 09:34
@DarkTris

Großen Respekt dafür, daß Du den Mut und die Kraft findest, diese Deine Geschichte hier zu teilen. Und großen Respekt für Deinen Weg, dafür daß Du Dich ins Leben zurückgekämpft hast. Mit Deinen Kleinen. Ich glaube, daß Du mit Deiner Offenheit und Ehrlichkeit einigen hier helfen kannst, die vergleichbare Erfahrungen haben. Du zeigst einen Weg, Deinen Weg, mit dieser unendlich schweren Situation umzugehen. Es muß nicht der einzig richtige sein. Ich hoffe daß wir hier verschiedene Wege aufgezeigt bekommen von verschiedenen Menschen und nicht darüber diskutieren müssen, welcher richtig oder richtiger ist. Das entscheidet jeder Betroffene ganz für sich alleine. Dein Weg war und ist es, Deinen Kleinen einen Platz in Deinem Leben und Herzen zu geben. Und wahrscheinlich hattest Du niemals eine andere Wahl für Dich als genau diesen Weg zu gehen, denn es war einfach so. Und dieser Weg ist ein schwer Weg. Denn einerseits musst Du Dein Leben leben ohne Deine Kinder, Deinen Alltag meistern. Und doch sind Deine Kinder immer da, in Deinem Herzen. Aber eben nicht im realen Leben. Und daran kannst Du nie mehr etwas ändern. Daß das Dich innerlich zerreißt, ist klar. Und dennoch Dein Weg, nur so geht es für Dich. Du gibst Deinen Kindern einen Platz in Deinem Leben und in Deinem Herzen, Du liebst sie und würdigst sie. Ich habe keine Ahnung , ob es ein Jenseits gibt, ob wir alle und Deine Kinder irgendwo weiterleben, irgendwie Kontakt haben zu dieser Welt. Aber wenn, dann bin ich mir einer Sache sicher: Daß sie Dir längst schon verziehen haben. Daß es Ihnen längst schon wieder gut geht und daß sie sich von Herzen wünschen, daß es Dir auch gut geht. Du bist nicht mehr verantwortlich für Deine Kinder oder gar schuldig, weil Du sie damals nicht haben konntest. Es geht ihnen gut. Und deshalb darf es auch Dir gut gehen. Du darfst Dein Leben leben und genießen, Deine Kinder wollen es so.
Ich wünsche Dir Alles Gute, viel Kraft und Mut weiterhin.


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21.04.2018 um 09:48
@schtabea

Lieben Dank für Deine Worte. Ganz besonders für Deinen Respekt, den Du in sie legst.

Ich lebe heute ein sehr schönes und zufriedenes Leben, habe sogar inzwischen zwei Söhne.
Es war ein langer Weg hierher und ziemlich schwer. Ich habe mir die Frage,
ob meine Kinder mir verzeihen konnten oder nicht, schon sehr lange nicht mehr gestellt.
Ich habe mir selbst verziehen und vielleicht bin ich egoistisch genug geworden, dass mir das
reicht.
Ich glaube daran, dass ich meine Kinder wiedersehe; vielleicht habe ich sie inzwischen längst bei mir,
wer weiß das schon!
Fakt ist; ich habe gelernt, dass letztendlich niemanden etwas angeht; es war meine Entscheidung
und ich lebe mit den Konsequenzen. Rechenschaft - wenn ich sie tatsächlich irgendwem schuldig bin -
schulde ich nur meinen Kindern.

@Brownie1970
Hab dank, dass Du Dich hier auch äusserst mit Deinem erlebten.
Ich bin froh zu lesen, dass Du wesentlich besser mit Deiner Entscheidung umgehen
und weiterleben konntest und glaube Dir aufs Wort, dass ein Kind, welches man im 6. Monat verliert,
wahrscheinlich ein noch viel größeres Loch reißt und hinterlässt.
Schön, dass Du auch damit gut leben kannst.

Ich habe Kinder aber sie leben nicht mehr. Ein schöner Satz, auch ich habe ihn
in den letzten Jahren mehrfach gehört.


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21.04.2018 um 09:56
@DarkTris

Super ! Toll, daß es Dir gut geht. Und ich glaube wirklich, daß Du mit Deiner hier geteilten Geschichte anderen helfen kannst. Danke dafür !


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21.04.2018 um 10:08
@Brownie1970


Vielen, vielen Dank für Deine Geschichte. Genau darum geht es mir in diesem Thread : daß die volle und ganze Bandbreite der Möglichkeiten sichtbar wird, mit einer Abtreibung umzugehen. Und wenn Du es keine Sekunde bereut hast : Super ! Das freut mich sehr für Dich. Ich glaube wirklich zutiefst daran, daß Menschen sehr unterschiedlich sind. Und wenn es für Dich ohne Leiden funktioniert hat, ist das einfach Klasse.
Auch Dir Respekt und Anerkennung für Deine Offenheit hier und weiterhin Alles Gute !!


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21.04.2018 um 10:48
@Danger_Johnny
Erst mal danke für deine Geschichte. Finde ich ne starke Entscheidung, das hier zu teilen.
Was mich noch interessieren würde, weil ich das nicht nachfühlen kann als Frau: als du erfahren hast, dass Deines Partnerin schwanger ist, hattest du da Gefühle für dieses Kind?
Ich frage das deshalb, weil ich als Frau das sehr intensiv empfunden habe. Spätestens als ich das erste bewegte Ultraschallbildern gesehen habe (und da war es nur ein pulsierender Punkt auf dem Bildschirm) hätte ich es unter keinen Umständen mehr hergeben wollen.
Als Mann, so stelle ich mir das vor, sieht man das etwas nüchterner und distanzierter, das passiert ja nicht im eigenen Körper und ist gerade zu Anfang auch irgendwie nicht greifbar. Deshalb meine Frage, war da ein Gefühl von Anfang an? Oder kam das erst, als das Kind nicht mehr da war? Wie fühlt ein Mann für sein Ungeborenes, gerade ganz am Anfang einer Schwangerschaft, wenn man nichts sieht und das Ungeborene gar nicht präsent ist?
Ich hoffe, ich darf das fragen und es ist nicht zu persönlich.


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21.04.2018 um 17:25
Hey @Ilvareth kein Problem.
Als ich von der Schwangerschaft erfuhr hab ich mich definitiv erstmal gefreut.
Das der Abbruch stattfindet wurde ziemlich schnell beschlossen, so dass ich wenig Zeit hatte mir über meine Gefühle im Klaren zu werden.
In meinem Herzen wusste ich das diese Entscheidung falsch ist, aber aufgrund von den ganzen äußerlichen Einflüssen wollte ich ehrlich gesagt auch nur dass es schnell vorbei ist.
Erst ca 1 Woche später hab ich das ganze dann realisiert. Hab stundenlang geheult und es so sehr bereut.
Obwohl das ganze jetzt schon eine ganze Weile her ist werde ich damit nie klarkommen. Ich hab ein Fehler gemacht....


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21.04.2018 um 18:09
Danger_Johnny schrieb:Möglicherweise kann diese Diskussion dazu beitragen dass sich eine betroffene Person Ihreweiteren Schritte doch nochmal genau überlegt.
Ich glaube, dass sich betroffene Personen diese Schritte bereits sehr genau überlegt haben.


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21.04.2018 um 18:33
@Pallas
Ich denke aber auch, dass Viele die Folgen eines Abbruchs als geringer einschätzen als ein Kind zu bekommen, das nicht geplant war und auch nicht ins Leben passt. Vielleicht ändern solche Erfahrungsberichte nicht die Entscheidung, aber den Umgang damit. Machen klar, dass ein Abbruch extrem belastend sein kann (aber nicht muss), dass es normal ist, dass man damit zu kämpfen hat. Vielleicht öffnet das denn ein oder anderen die Tür, sich Unterstützung zu holen, einen Abbruch doch anders anzugehen oder was auch immer.


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21.04.2018 um 18:36
Danger_Johnny schrieb:.
Obwohl das ganze jetzt schon eine ganze Weile her ist werde ich damit nie klarkommen. Ich hab ein Fehler gemacht....
Darf ich Dich fragen, was genau Dir zu schaffen macht ? Diese Sache hat ja mindestens zwei Aspekte :

Zum Einen das Kind. Fühlst Du Dich Deinem Kind gegenüber schuldig ? Glaubst Du, daß Du Deinem Kind etwas angetan angetan hast, was niemals wieder gut werden kann ?

Der andere Aspekt sind die Eltern. Dieses Kind bleibt in Deinem Herzen aber es wird niemals Bestandteil Eures realen Lebens sein . Eure Entscheidung von damals ist unwiderruflich. Ist es dieser Aspekt ? Hättest Du gerneDein Kind und genau dieses Kind bei Dir ?

Wenn es beide Aspekte sind : welcher von beiden macht Dir mehr zu schaffen ?


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21.04.2018 um 18:44
@Ilvareth

Das ist durchaus richtig. Aber ich denke, solche Fälle können nur Betroffene wirklich verstehen, um eine solch schwerwiegende Entscheidung (auch ein körperlicher Eingriff) zu treffen, was ja meine Antwort an @Danger_Johnny war
Der oder die eine bereut diese, der andere würde es (in der gleichen Situation) wieder tun. Aber das heißt nicht, dass es richtig oder falsch wäre.


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