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Schwarz arbeiten

141 Beiträge, Schlüsselwörter: Arbeit

Schwarz arbeiten

06.02.2020 um 17:30
Sunlightx schrieb:Staat hat das nicht zu interessieren.
Aber er soll sich gefälligst interessieren, Dir Krankenhäuser und Straßen zu bauen und Dich durchzubringen. Dafür ist die Gemeinschaft gut.
So funktioniert das aber nicht. Das Zusammenleben von Menschen bedeutet Geben und Nehmen.

Das, was Du willst, findest du ggf. alleine im Dschungel zu leben. Dahin kann man gehen, hat dann halt keinerlei Dinge,die andere für einen geschaffen haben.

Das ist mal eine besonders asoziale Sichtweise.


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07.02.2020 um 09:49
@kleinundgrün

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Der Staat soll sich nicht in die privatangelegenheiten der Menschen einmischen.er macht es aber auf eine extreme Weise.


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07.02.2020 um 10:54
@Sunlightx
Wenn du einen Staat möchtest, der sich nicht einmischt kannst du aber auf der anderen Seite nicht erwarten im Notfall unterstützt zu werden. Das fängt beim Arztbesuch an, geht über Arbeitslosigkeit bis hin zu der Situation, dass du ein Pflegefall wirst. Ohne Sozialstaat gibt es keine städtischen Kindergartenplätze mehr, Schulen und Universitäten nur noch gegen Bezahlung, Straßen werden nicht mehr saniert und verfallen, es gibt leine Gesetzte mehr... Du kannst nicht beides wollen.

Was denkst du denn von was das alles bezahlt wird, wenn jeder einfach so beschließen kann, künftig keine Steuern mehr zu bezahlen und nicht mehr in die Sozialkasse einzuzahlen?


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07.02.2020 um 11:21
Sunlightx schrieb:Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Sunlightx schrieb:Es ist alles erlaubt, du arbeitest , um zu überleben.Deswegen dürft ihr auch schwarz arbeiten, den Staat hat das nicht zu interessieren.
Den Staat hat es also nicht zu interessieren, wenn jemand Steuern hinterzieht und damit die Allgemeinheit schädigt?
Interessante These.
Gilt das dann für alle Steuerhinterzieher? Oder nur für Dich?


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07.02.2020 um 14:24
Ich gehe davon aus, dass der typische Schwarzarbeiter nicht unbedingt sehr wohlhabend ist, sondern über die Runden kommen möchte. Deswegen bin ich nicht generell dagegen.


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07.02.2020 um 15:05
Thranduil schrieb:Ich gehe davon aus, dass der typische Schwarzarbeiter nicht unbedingt sehr wohlhabend ist, sondern über die Runden kommen möchte.
Wie kommst Du zu dieser Einschätzung?

Es ist ja nicht so, dass in anderen Bereichen der Steuerhinterziehung arme Schlucker tätig sind.
Schwarzarbeit wird dort besonders häufig anzutreffen sein, wo es besonders einfach ist. Bein Handwerkern (egal wie "reich" sie sind) genau so wie bei irgendwelchen sonstigen Dienstleistungen, die sich gut in bar abrechnen lassen.
Da ist der reiche Hotelier doch genau so beteiligt, wie die arme Putzfrau.

Im Grunde bist Du also dagegen, dass Menschen mit einem Einkommen sich nicht am Sozialstaat beteiligen. Ist das nicht unfair? Sie schädigen damit alle - und vor allem diejenigen, die kein Einkommen haben und denen es besonder schlecht geht.


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07.02.2020 um 15:20
kleinundgrün schrieb:Im Grunde bist Du also dagegen, dass Menschen mit einem Einkommen sich nicht am Sozialstaat beteiligen. Ist das nicht unfair?
So ein quatsch :D


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07.02.2020 um 15:23
Thranduil schrieb:So ein quatsch
Warum "Quatsch"?
Genau das war doch Deine Aussage.


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07.02.2020 um 15:36
kleinundgrün schrieb:Warum "Quatsch"?
Genau das war doch Deine Aussage.
Ich unterstelle mal Missverstehen, statt Populismus.

Eher ein Anheben des Freibetrages, damit die Ärmsten nicht kriminalisiert werden. Leute die den Hals nicht vollbekommen, können in den Bau.


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07.02.2020 um 15:57
Thranduil schrieb:Ich unterstelle mal Missverstehen, statt Populismus.
Wo habe ich Dich denn missverstanden?
Ausdrücklich bist Du dafür, dass Schwarzarbeit nicht per se kriminell ist.

Jetzt kommst Du mit sowas wie "Mundraub" um die Ecke. Also "Schwarzarbeit ist OK, wenn man dadurch nicht verhungert" (überspitzt) oder eben um den Freibetrag heraufzusetzen, sofern man der Meinung ist, dieser ist für einen selbst zu gering bemessen.

Und da Du mir ja netterweise durch die Hintertür Populismus andichten möchtest, lass Dich mal fragen, wer das dann entscheidet? Wo wäre denn die Grenze, bis zu der eine Steuerhinterziehung erlaubt wäre?

Wenn Du ein Anhebens eines Freibetrages wünschst - was absolut eine gute Idee ist - warum dann nicht das fordern? Statt kriminelle Handlungen als "nicht so schlimm" zu definieren, um dadurch von hinten und ohne jegliche Kontrolle oder Vergleichbarkeit eine Art "Selbsthilferecht nach eigenem Gutdünken" zu etablieren.
Wir leben doch nicht in einem Land, in dem die Leute nur überleben, wenn sie die Dinge selbst in die Hand nehmen.


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07.02.2020 um 17:27
Silverwind schrieb:Das führt jedoch zu ganz anderen Ungerechtigkeiten: Ich zahle beispielsweise brav meine Steuern und verdiene dank abgeschloßenem Studium auch recht gut. Am Ende des Monats habe ich aber weniger, als ein Bekannter, der auf Harz-IV lebt und permanent schwarz arbeitet.

Ok, ich erwirtschafte ein wenig Rentenansprüche, aber im Alter wird mein Bekannter auch mindestens den Sozialhilfesatz haben und kann sich durch das üppige und unversteuerte Einkommen bis dahin noch ein Haus oder eine Wohung gekauft haben.

Ich finde das tatsächlich ungerecht.
Warum zeigst Du den Verbrecher nicht an?


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07.02.2020 um 18:29
Ich arbeite nicht schwarz und lasse auch nicht schwarz arbeiten, obwohl es an Angeboten für beides nun wahrlich nicht fehlt.
Aber ich kassiere auch keine Bestechungsgelder oder kaufe Politiker. Ich bin möglicherweise ein aussterbendes Fossil aus dem vorigen Jahrtausend.


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07.02.2020 um 23:39
@Sunlightx
Sunlightx schrieb:Der Staat soll sich nicht in die privatangelegenheiten der Menschen einmischen.er macht es aber auf eine extreme Weise.
Du scheinst das Prinzip der Solidargemeinschaft in einem demokratischen und sozialen Rechtsstaat nicht verstanden zu haben. Ferner muss es sich bei oben Zitiertem um eine Hyperbel handeln, denn eine extreme Einmischung in die privaten Angelegenheiten seitens des Staates muss in Richtung Nordkorea & Co. verortet werden.


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08.02.2020 um 04:29
TatzFatal schrieb am 29.05.2018:Finger weg von:
-Pflegeberufen
-Hauswirtschaft
-Gastrobereich
Also... ich bin selbst Krankenschwester und versteh teilweise echt nicht, warum soviel Kollegen jammern 🤷‍♀️ Ich hab auch nicht immer so gut verdient wie aktuell, aber auch niemals so miserabel, wie immer dargestellt.
Wir haben Hund, Haus und Garten. Zudem eine Tochter, der es an nichts fehlt!
Man hat-besonders in Pflegeberufen- soviel Möglichkeiten, das Ganze so zu optimieren, dass es für einen selbst passt.
Bspweise arbeite ich im ausschließlich im Nachtdienst, weil diese Schicht für unsere lebenssituation einfach optimal ist. Eine Bürokraft hat da gar keine andere Wahl 🤷‍♀️

Ich hab nachts meine Ruhe, weniger Stress und meine Patienten schlafen 😬 optimaler Job! Zumal ich wirklich sehr gut verdiene, wie ich finde 👍

Die Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern spitzen sich zu, das stimmt. Und es bewerben sich immer weniger Fachkräfte. Auch das stimmt. Mangel an Fachkräften ist schon lange ein Problem. Aber die Kollegen werden auch mit mehr Geld nicht glücklich, wenn die Bedingungen nicht angepasst werden.
Mehr Geld kann motivieren. Aber eben nicht auf Dauer.

Die Konsequenz daraus: viele, unter anderem auch ich- arbeiten nicht mehr in solchen Häusern. Der Kreislauf ist perfekt.


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08.02.2020 um 04:51
Nur mal zum Vergleich:
Im Krankenhaus hatte ich mich auf Normalsituation um ca 30 Patienten kümmern müssen. Früh, spät, Nachtdienste teilweise alle in einer Woche... null System dahinter. Ständiges einspringen. Mindestens jedes 2. we arbeiten, meist eher 3, manchmal 4.
Das schlimmste war, dass der Kopf nach dem Dienst gerattert hatte wie verrückt, weil du das Gefühl hattest, du hast nur die Hälfte deiner Arbeit schaffen können. Und verdammt- hier geht es um Menschenleben...!

In der Notfallambulanz war ich die einzige Fachkraft und hatte 2 Ärzte, die allerdings ständig innerhalb des Hauses unterwegs waren... 24-Stunden-Dienste, die schnell mal zu 32 Stunden wurden....
80 Patienten mit großen und kleinen Wehwehchen...
Da hatte ich trotzdem mehr das Gefühl, „richtig“ arbeiten zu können und bin nicht mit soviel „hirnfick“ Nachhause gegangen.

Im Herzkatheterlabor hatte ich ein strukturiertes arbeitsleben. Bis auf die Notfälle natürlich, die wenn, dann gehen 15:50 kamen.... heisst, wenn du nach feierabend was vor hattest, hattest halt Pech....
Dienst von 7:30-16 Uhr. Wochenende frei. War nur überhaupt nicht mein Ding, weil ich sehr viele Vorteile im schichtdienst genieße. Um 16 Uhr Feierabend zu haben heißt, halb 5 zuhause sein. Für mich ist der Tag dann quasi erledigt. Zumal ich viele private Termine nicht unter bekam. Aber gut. Ist Geschmacksache.
Jedenfalls- mo-Freitag arbeiten, we frei...

Nun arbeite ich 7 Nächte und hab darauffolgend 7-9 Tage frei. Hab 4 Patienten, die nachts einfach nur schlafen sollen (schlaflabor).
Und der Hammer- ich bekomm fast nen tausender NETTO mehr 🤷‍♀️

Ich will damit sagen- verteufelt die Pflegeberufe nicht so! Damit lässt es sich sehr gut leben, wenn man weiß was man will, bzw. nicht will


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08.02.2020 um 05:50
Doors schrieb:Ich bin möglicherweise ein aussterbendes Fossil aus dem vorigen Jahrtausend.
Naja...wenn man dich so ansieht.....könnt hinkommen......*Knhihihi*

Zum Thema: in den 80er und 90er Jahren alles an Kohle mit genommen was ging - in vielerlei Branchen. Ab 1995 dann beruflich etwas seßhafter geworden.....und mehr verdient. Ab 1999 dann einen Bürostuhl geheiratet und ab da ne stinkfaule Socke geworden, was das nebenbei schwarz Geld beschaffen betrifft.

Heut zu Tage - und das geht nur wegen dem guten Verdienst - versuche in anfallende Arbeiten, die ich nicht selbst erledigen kann oder wozu ich zu faul bin gezielt an kleine ortsansässige Betriebe abzugeben - alles schön offiziell versteuert und mit Rechnung.

Kleines Beispiel: Größere Motorrad-Rep, die ich auf Grund fehlenden Wissens und Werkzeug nicht selbst machen kann.

Option 1: ich bring die Karre zum großen Vertragshändler - mit einem mordsmäßigen Prunkbau als Niederlassung - Stundenfaktor beginnt ab 82 € - Wartezeit bis zu 6 Wochen auf einen Termin.

Option 2: Ich geb die Karre zu Lutschi ( der wird so genannt weil er wirklich 24 h irgendwelche Bonbons lutscht ) - kleine, Idyllische Hinterhof-Werkstatt. ( Er Meisterbrief, gelernt auf namhaften Fabrikat, selbst ehemaliger Wettbewerbsfahrer - weiß also woraufs ankommt ) Kaffee gibst immer gratis, Bonbons auch, wenn man den will - Lutschi hat zwei Kinder, eines davon schwer krank. Sein Stundenfaktor: 63 €. - baut gerade sein Haus auf "barrierefrei" um. Wartezeit auf einen Termin max. eine Woche.


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08.02.2020 um 22:17
rhapsody3004 schrieb:Wir können froh sein, dass es Dank SPD überhaupt einen Mindestlohn gegeben hat. Die Höhe ist wiederum ein anderer Punkt.
Mit der Einführung des H4 hat die SPD es versäumt direkt für einen Mindestlohn zu sorgen. Nun soll man der SPD ihr Versäumnis verzeihen und zum Mindestlohn gratulieren? Das ist absurd.
Nursii schrieb:Also... ich bin selbst Krankenschwester und versteh teilweise echt nicht, warum soviel Kollegen jammern
Es ist schön das es auch zufriedene Pflegekräfte gibt, aber das ist eher eine seltene Ausnahme.
Nursii schrieb:Ich will damit sagen- verteufelt die Pflegeberufe nicht so! Damit lässt es sich sehr gut leben, wenn man weiß was man will, bzw. nicht will
Es geht aber um die allgemeine Situation in Krankenhäusern, Altenheimen. Das geht uns alle an und betrifft uns auch alle früher oder später. Es freut mich für dich das einen guten Arbeitsplatz hast, es löst aber nicht das Problem allgemein.


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09.02.2020 um 00:55
TatzFatal schrieb:. Es freut mich für dich das einen guten Arbeitsplatz hast, es löst aber nicht das Problem allgemein
Hab ich das irgendwo geschrieben?!
Ich hab lediglich auf deinen Beitrag geantwortet, der suggeriert, dass man „um gottes Willen“ einen Bogen um Jobs wie Pflegeberufe machen soll.

Es geht nämlich nicht um schlechte Bezahlungen, sondern schlechte Bedingungen- und ja- das geht irgendwann jeden was an, wie du schreibst:
TatzFatal schrieb:as geht uns alle an und betrifft uns auch alle früher oder später.
Umso weniger versteh ich deinen weiter oberen Beitrag nicht 🤷‍♀️


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09.02.2020 um 01:04
auf irgendeine weise hat jeder schon mal schwarz gearbeitet

also ist es keine Prinzip … sondern ne ermessens Frage


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09.02.2020 um 02:57
Wenn ich meiner Oma die Treppe wisch und sie mir dafür 2€ in die Tasche steckt, ist das doch auch schon Schwarzarbeit^^ Ist es auch verboten wenn mir nen Kumpel ne Kiste Bier hinstellt, weil ich ihm seinen Rechner wieder zum laufen gebracht hab? Ich kann Schwarzarbeit bei Menschen mit prekären Jobverhältnissen verstehen! Die Schlimmen sind aber ganz andere ;-)


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